Abteilung "Souvenirs": zwei Backbücher, britische, aus Dublin.
Manche Zutaten gibt es hier überhaupt nicht oder nicht so leicht, ich habe übersetzt, angepasst, ausprobiert und gleich einen Volltreffer gelandet.
Wer neugierig ist auf meinen weltbesten Beerenkuchen, klickt.
Montag, 12. März 2012
Samstag, 10. März 2012
Bailey's Cheesecake
Inspiriert durch den leckeren Kuchen in Dublin habe ich kürzlich experimentiert und meine Eigenkreation eben aufgeschrieben. Natürlich ist das sehr weit entfernt von dem, was ich im Oriental Café bekam, trotzdem sehr, sehr ... hmmmmm.
Auch heute habe ich wieder etwas ausprobiert, aber das gibt es erst zu lesen, wenn ich weiß, ob der Kuchen gelungen ist - noch kühlt er aus.
Auch heute habe ich wieder etwas ausprobiert, aber das gibt es erst zu lesen, wenn ich weiß, ob der Kuchen gelungen ist - noch kühlt er aus.
Donnerstag, 8. März 2012
Sightseeing
Es gibt in Dublin, wie wohl inzwischen in den allermeisten Städten, die Sightseeing-Busse nach dem Hop On - Hop Off-Prinzip: Eine Fahrkarte gilt für zwei Tage, und man kann die komplette Tour so häufig fahren, wie man lustig ist - oder an einer Sehenswürdigkeit aussteigen und später in einen der nächsten Busse wieder einsteigen und weiter fahren.
Nun hatte ich zwar schon allerlei von Dublins Innenstadt gesehen (ein Einkaufsparadies par excellence!) und war einige Alltagswege gemeinsam mit meiner Tochter gegangen, hatte ungewöhnliche Lokale besucht..., sollte mich aber irgend jemand nach meiner Rückkehr fragen, ob ich denn diese Kirche und jenes Museum angesehen hätte, so wäre mir nur ein Kopfschütteln geblieben. Außerdem bin ich bekanntermaßen Fan von altem Mauerwerk und Geschichtsträchtigem.
Wir beschlossen, den Bus an zwei Tagen zu nutzen, am ersten Tag fuhren wir auf dem offenen Oberdeck (wegen der Fotos!), froren trotz Sonnenscheins im Fahrtwind und hörten vom Vortrag (aus der Konserve) nur leise Bruchstücke.
So lange ich fotografieren kann, sind mir Vorträge sowieso egal. Dachte ich. Als dort wohnender Arbeitnehmer macht man üblicherweise keine "Touri-Touren", so dass der Ausflug auch für die Tochter interessant war.
Wir drehten also die große Runde, wurden im Zentrum wieder ausgeladen und suchten uns als Aufwärmmaßnahme eine kleine warme Mahlzeit und einen heißen Tee. Außer Shopping nebst Besichtigung des "General Post Office", was im Übrigen sehr geschichtsträchtig ist, könnte ich nun davon nicht mehr erzählen. ABER:
Am nächsten Tag, Sonnabend, wir hatten folglich mehr gemeinsame Zeit, bestiegen wir erneut einen dieser Busse. Eigentlich wollten wir ihn nun "nur" als Verkehrsmittel zum "Dublin Castle" nutzen, saßen gemütlich im warmen unteren Bereich, da begann der Busfahrer äußerst fröhlich eine Live-Moderation während der Fahrt in schönstem Dubliner Englisch. Wir sahen uns an und beschlossen: Das macht so viel Spaß, mit dem fahren wir nochmal die komplette Runde!
Das war eine gute Entscheidung, er erzählte nicht nur, welche Sehenswürdigkeiten links und rechts der Straße stehen, sondern er schmückte alles mit Anekdoten, wahren Begebenheiten oder humorigen Geschichten aus. Wir kamen sogar in den Genuss eines live gesungenen "Molly Malone" von ihm. Nachdem ich mich ein bisschen eingehört hatte, kam auch ich prima mit seinem speziellen Englisch zurecht. Diese Fahrt war ein besonderes Vergnügen.
Hinterher bestiegen wir dann den nächsten Bus und ließen uns - wie ursprünglich geplant -zum "Dublin Castle" bringen.
Das Schloss darf nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, so dass wir sogleich den nächsten launigen und anekdotenreichen Vortrag gehalten bekamen. Ich schlussfolgere einfach mal, dass "der Ire an sich" (?) ein humorvoller Mensch zu sein scheint, freundlich und höflich waren die Leute in Dublin sowieso über alles Maß hinaus.
Das Schloss Dublin ist kein Museum - auch wenn manches mit roten Kordeln abgesperrt war - sondern wird für wichtige Veranstaltungen auch heute noch genutzt, z.B. Empfänge fremder Staatsoberhäupter, Vereidigung des Premierministers (Ministerpräsidenten ?) ...
Es ist wunderbar anzusehen, alles mit dicken pastellfarbenen Teppichen, geschwungenen Möbeln im Stil Ludwig XVI., Kronleuchtern, Spiegeln usw., fotografieren war ausdrücklich erlaubt.
Auch diesen Führer konnte ich wunderbar verstehen, aber es war auch hilfreich, dass ich in den Wochen vor der Reise mir einiges über die irische Geschichte angelesen hatte.
Nun hatte ich zwar schon allerlei von Dublins Innenstadt gesehen (ein Einkaufsparadies par excellence!) und war einige Alltagswege gemeinsam mit meiner Tochter gegangen, hatte ungewöhnliche Lokale besucht..., sollte mich aber irgend jemand nach meiner Rückkehr fragen, ob ich denn diese Kirche und jenes Museum angesehen hätte, so wäre mir nur ein Kopfschütteln geblieben. Außerdem bin ich bekanntermaßen Fan von altem Mauerwerk und Geschichtsträchtigem.
Wir beschlossen, den Bus an zwei Tagen zu nutzen, am ersten Tag fuhren wir auf dem offenen Oberdeck (wegen der Fotos!), froren trotz Sonnenscheins im Fahrtwind und hörten vom Vortrag (aus der Konserve) nur leise Bruchstücke.
So lange ich fotografieren kann, sind mir Vorträge sowieso egal. Dachte ich. Als dort wohnender Arbeitnehmer macht man üblicherweise keine "Touri-Touren", so dass der Ausflug auch für die Tochter interessant war.
Wir drehten also die große Runde, wurden im Zentrum wieder ausgeladen und suchten uns als Aufwärmmaßnahme eine kleine warme Mahlzeit und einen heißen Tee. Außer Shopping nebst Besichtigung des "General Post Office", was im Übrigen sehr geschichtsträchtig ist, könnte ich nun davon nicht mehr erzählen. ABER:
Am nächsten Tag, Sonnabend, wir hatten folglich mehr gemeinsame Zeit, bestiegen wir erneut einen dieser Busse. Eigentlich wollten wir ihn nun "nur" als Verkehrsmittel zum "Dublin Castle" nutzen, saßen gemütlich im warmen unteren Bereich, da begann der Busfahrer äußerst fröhlich eine Live-Moderation während der Fahrt in schönstem Dubliner Englisch. Wir sahen uns an und beschlossen: Das macht so viel Spaß, mit dem fahren wir nochmal die komplette Runde!
Das war eine gute Entscheidung, er erzählte nicht nur, welche Sehenswürdigkeiten links und rechts der Straße stehen, sondern er schmückte alles mit Anekdoten, wahren Begebenheiten oder humorigen Geschichten aus. Wir kamen sogar in den Genuss eines live gesungenen "Molly Malone" von ihm. Nachdem ich mich ein bisschen eingehört hatte, kam auch ich prima mit seinem speziellen Englisch zurecht. Diese Fahrt war ein besonderes Vergnügen.
Hinterher bestiegen wir dann den nächsten Bus und ließen uns - wie ursprünglich geplant -zum "Dublin Castle" bringen.
Das Schloss darf nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, so dass wir sogleich den nächsten launigen und anekdotenreichen Vortrag gehalten bekamen. Ich schlussfolgere einfach mal, dass "der Ire an sich" (?) ein humorvoller Mensch zu sein scheint, freundlich und höflich waren die Leute in Dublin sowieso über alles Maß hinaus.
Das Schloss Dublin ist kein Museum - auch wenn manches mit roten Kordeln abgesperrt war - sondern wird für wichtige Veranstaltungen auch heute noch genutzt, z.B. Empfänge fremder Staatsoberhäupter, Vereidigung des Premierministers (Ministerpräsidenten ?) ...
Es ist wunderbar anzusehen, alles mit dicken pastellfarbenen Teppichen, geschwungenen Möbeln im Stil Ludwig XVI., Kronleuchtern, Spiegeln usw., fotografieren war ausdrücklich erlaubt.
Auch diesen Führer konnte ich wunderbar verstehen, aber es war auch hilfreich, dass ich in den Wochen vor der Reise mir einiges über die irische Geschichte angelesen hatte.
Montag, 5. März 2012
Sonntag, 4. März 2012
St. Kevin's Church, Harrington Street
Über Kirchen in Dublin habe ich bisher nichts erzählt. Die erste steht nicht im Reiseführer und ist wohl keine, die von Touristen frequentiert wird. Also eine richtige katholische (!) Einheimischenkirche.
Als ich an den Häuserreihen der georgianischen Zeit vorbei spazierte und eine Tür nach der anderen fotografierte, stand sie plötzlich in der Gegend herum und sah mich auffordernd an:





Als ich an den Häuserreihen der georgianischen Zeit vorbei spazierte und eine Tür nach der anderen fotografierte, stand sie plötzlich in der Gegend herum und sah mich auffordernd an:


Die Tür stand offen, so ging ich hinein. Niemand war drinnen, so dass ich mich in aller Ruhe etwas umsehen konnte. Tatsächlich umgab mich dort ein leicht muffiger Geruch (in etwa so wie in alten Kellerräumen), der im Gegensatz stand zur zuckersüßen Ornamentik, die mich (welche Häresie!) an weihnachtliche Verzierungen an Hexenhäuschen in Konditorschaufenstern erinnerte.



Donnerstag, 1. März 2012
Modernes Wohnen
Dublin.
Die üblicherweise städtereisende Touristin wird teilweise sicher andere Eindrücke mit nach Hause nehmen als ich, da dieser Besuch ja ein Mix aus Tochterbesuch und Stadterkundung war. Ein ganz hervorragender Mix übrigens!
Die Tochter wohnt im Süden der Stadt, fast schon in den Vororten, sie lebt mitten in einem der neuen Stadtviertel, das dominiert wird von Glas und Stahl, Betonfertigbau. Das liest sich schrecklich, ist aber ganz toll und futuristisch gestaltet, durchsetzt von feinen Einkaufzonen, so dass alles Notwendige praktisch vor der Tür liegt. Ungewöhnliche Ideen - die Architekten müssen sich sehr viel Mühe gegeben haben - wurden umgesetzt, sehr viel mit Wasser (überreichlich vorhanden und kostenlos) und farbigen Lichtern gestaltet. Vor allem im Dunklen eine optische Wucht!
Aber auch in dieser Gegend des wohlsituierten Mittelstandes sieht man überdeutlich die Spuren der Rezession: Bauruinen großen Umfanges! Ein Wohn-Hochhaus im Rohbau, die Arbeitsplanen flattern im Wind.
Ein geplantes Einkaufszentrum, das Fundament mit bereits eingelassenen Stahlträgern, rottet im Regen vor sich hin, der Bauzaun zeigt noch ein Bild des ursprünglich geplanten Projektes. An anderer Stelle steht ein wunderbares Wohnhaus in rotem Klinker, Balkons, den Mauern sieht man an, dass sie nicht erst heute fertig wurden: Durch die Balkonfenster blickt man auf die Rohbauwände. - Als Touristin muss mich das nicht wirklich interessieren, aber der Anblick stimmt doch ein bisschen traurig.
Zurück zur Wohnung der Tochter: edel, Fenster von der Decke zum Fußboden, Marmorbad, natürlich Internet überall standardmäßig "aus der Steckdose" und so weiter und so fort. Das Beste: vom Schlafzimmer aus sieht man in der Ferne die Irische See, manchmal mit Schiffen. Eine schöne morgendliche Begrüßung!
Mit der LUAS kommt man innerhalb von 20 Minuten ins Zentrum zum St. Stephen's Green, wo man nun die Qual der Wahl hat, in welche Richtung der Ausflug weitergehen soll.


Die üblicherweise städtereisende Touristin wird teilweise sicher andere Eindrücke mit nach Hause nehmen als ich, da dieser Besuch ja ein Mix aus Tochterbesuch und Stadterkundung war. Ein ganz hervorragender Mix übrigens!
Die Tochter wohnt im Süden der Stadt, fast schon in den Vororten, sie lebt mitten in einem der neuen Stadtviertel, das dominiert wird von Glas und Stahl, Betonfertigbau. Das liest sich schrecklich, ist aber ganz toll und futuristisch gestaltet, durchsetzt von feinen Einkaufzonen, so dass alles Notwendige praktisch vor der Tür liegt. Ungewöhnliche Ideen - die Architekten müssen sich sehr viel Mühe gegeben haben - wurden umgesetzt, sehr viel mit Wasser (überreichlich vorhanden und kostenlos) und farbigen Lichtern gestaltet. Vor allem im Dunklen eine optische Wucht!
Aber auch in dieser Gegend des wohlsituierten Mittelstandes sieht man überdeutlich die Spuren der Rezession: Bauruinen großen Umfanges! Ein Wohn-Hochhaus im Rohbau, die Arbeitsplanen flattern im Wind.
Ein geplantes Einkaufszentrum, das Fundament mit bereits eingelassenen Stahlträgern, rottet im Regen vor sich hin, der Bauzaun zeigt noch ein Bild des ursprünglich geplanten Projektes. An anderer Stelle steht ein wunderbares Wohnhaus in rotem Klinker, Balkons, den Mauern sieht man an, dass sie nicht erst heute fertig wurden: Durch die Balkonfenster blickt man auf die Rohbauwände. - Als Touristin muss mich das nicht wirklich interessieren, aber der Anblick stimmt doch ein bisschen traurig.
Zurück zur Wohnung der Tochter: edel, Fenster von der Decke zum Fußboden, Marmorbad, natürlich Internet überall standardmäßig "aus der Steckdose" und so weiter und so fort. Das Beste: vom Schlafzimmer aus sieht man in der Ferne die Irische See, manchmal mit Schiffen. Eine schöne morgendliche Begrüßung!
Mit der LUAS kommt man innerhalb von 20 Minuten ins Zentrum zum St. Stephen's Green, wo man nun die Qual der Wahl hat, in welche Richtung der Ausflug weitergehen soll.


Wir haben es hier übrigens mit zwei Amtssprachen zu tun, alle offiziellen Schilder sind zweisprachig in Gälisch und Englisch beschriftet. Noch besser sind die Durchsagen der Haltestellen, nämlich auch in beiden Sprachen - weil ich dies so lustig fand, habe ich ein Mal während meiner kompletten Strecke den Ton aufgezeichnet.
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