Samstag, 9. Juli 2022

Terrasse

Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, kommt noch ein letzter Blog-Post für den Moment.

Wusstet Ihr, dass ich Windmühlen liebe? Diese ist weder die erste noch die einzige, sondern die neueste.


Meine Physalis vom letzten Herbst kommt wieder, große Freude! 


Die tolle Rose blüht in diesem Jahr etwas mehr als sonst, sie ist eine Diva und zickt auch gerne mal rum.


Und meine Hortensien sind schon etwas blau, ich bin gespannt, wie sie in letzter Ausprägung sein werden, auf jeden Fall scheint der Spezialdünger seine Arbeit getan zu haben.

Alltagseindrücke - Positivity #2

Eine schwierige Zeit mit viel Rennerei, da müssen ein paar Dinge, die mir Freude machen/machten, festgehalten werden. Ihr dürft gern kopfschüttelnd davor sitzen, macht nichts.

Fingernägel! Ich habe eine längere Nagellack-Pause gemacht, bin wieder angefangen und habe zusätzlich noch Wraps für mich entdeckt. Das macht nämlich auch alles noch Spaß, wenn frau allmählich so "in die Jahre" kommt.



Kirschenzeit! (Wie jedes Jahr: die Erdbeeren gehen, die Kirschen kommen.) Happy summer...

Familienbesuch. Das Schulkind lief mit Klemmbrett und Schreibmaterial draußen rum, kam alle paar Minuten an und fragte, wie lange Bäume/Blumen/Vögel wohl leben würden. Wir hatten da verschiedene Beispiele und Ideen im Angebot.

Das Ergebnis war...

(Foto ist um den Namen bereinigt, klar.) Es war das erste "freie Schreiben", das in der Schule erst in der zweiten Klasse drankommen wird. 💓

Gestern nochmal zwei kleine Schultüten gekauft, in Kürze kommt der zweite in die Schule, und von mir gibt es, wie schon im letzten Jahr, für beide Kinder ein kleines Geschenk. Die ganz große Schultüte zur Einschulung kommt selbstverständlich von den Eltern.

Ein bisschen Hamburg

Ich hatte Termine und die Kamera in der Handtasche. Nach wie vor fotografiere ich lieber mit der DigiCam als mit dem Smartphone (obwohl das natürlich häufiger an der Frau ist).

Hinter vielen alten Fassaden finden sich wunderschöne alte Treppenhäuser mit in irgendeinem Winkel nachträglich eingebauten Aufzügen. Dieses ist ein Ärztehaus.





Nicht weit entfernt habe ich einen Blick auf die alte Post am Dammtor geworfen - ich sehe sie regelmäßig, aber selten bei so strahlendem Wetter.


Dass sie umgebaut zu einem Einkaufszentrum und einem MVZ wurde, habe ich eben bei Wikipedia gelesen. Ich erinnere mich daran, dass dort die große Tut-Ench-Amun-Ausstellung stattgefunden hatte.
Vor vielen, vielen Jahren, als ich in der Nähe arbeitete, habe ich allabendlich die Firmenpost dorthin gebracht, es war immer ein Stapel Einschreiben dabei, so dass ich lange in den Warteschlangen der Postschalter (noch richtig mit Glasscheibe, Sprechfenster und Durchreiche) stand. Schade, dass ich die Räumlichkeit seinerzeit nicht fotografiert habe...

Ein paar Tage später war ich an der Binnenalster. Weil ich sie schon so häufig fotografiert habe, hier nur zwei kurze Blicke:


Das letzte Foto ist ganz banal... der Seeve-Kanal direkt am Phoenix-Center. Leider werfen irgendwelche Leute ihre Abfälle in die Böschung. Mit dem richtigen Blick sieht es dort trotzdem ganz schön aus 😉

Mittwoch, 6. Juli 2022

Gelesen: Der Sohn des Greifen

Der Sohn des Greifen von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 9/10
Aus dem Amerikanischen "A Dance with Dragons"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-7645-3104-1

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Auch nach dem Krieg kann es keinen Frieden geben.

"In Essos* herrscht Daenerys Targaryen über eine Stadt, die auf Staub und Tod errichtet wurde. Die Sklaverei und der Sklavenhandel von Meereen gehören zwar der Vergangenheit an, aber die Freiheit ihrer Untertanen ist noch immer bedroht. Denn nicht nur die Söhne der Harpyie planen den Untergang der Barbarenkönigin und ihrer Drachen, die gesamte zivilisierte Welt von Volantis bis Quarth ist in Aufruhr.

Allerdings sind nicht nur Feinde, sondern auch Freier und Prinzen auf dem Weg zu Daenerys. Einer von ihnen ist Tyrion Lennister, ein verurteilter Mörder. Einer seiner Gefährten ist der Sohn des Greifen. Ihn umgibt ein gefährliches Geheimnis, das Daenerys' Anspruch auf den Eisernen Thron von Westeros zunichte machen könnte.

An der Mauer versucht Jon Schnee, der neue Lord Kommandant der Nachtwache, seine Männer auf den kommenden Winter und die Lange Nacht vorzubereiten. Aber wird er, umgeben von Feinden und falschen Freunden, konfrontiert mit Wildlingen, Wiedergängern und Stannis Baratheon, den richtigen Weg finden? Derweil hat Brandon Stark endlich das Ziel seiner langen Reise erreicht. Was wird ihn die dreiäugige Krähe, die ihm Flügel versprochen hat, wirklich lehren?

* Originalklappentext. Eine Stadt "Essos" habe ich nicht gefunden. Daenerys lebt in Meereen.

Und weiter geht's.
Allerdings stimmt in diesem Band die Struktur bzw. der zeitliche Ablauf nicht. Während  in Buch 8 Samwell, Maester Aemon, Goldy und der Wildlingsprinz bereits auf der Reise sind, wird hier praktisch ein Rückgriff gemacht zur Entscheidungsfindung und den Beginn ihrer Reise. (Das, obwohl auf dem Vorsatzblatt explizit steht: "vollständig durchgesehen und überarbeitet".) Ansonsten hat Jon Schnee das Zeug, mich immer wieder etwas versöhnlich zu stimmen.

Die Flucht von Tyrion hat ihre freundlichen Momente, und es ist etwas an ihm, das mir Achtung abringt. Mehrfach vom Schicksal und seiner Familie schlecht behandelt, am Ende Mörder seines Vaters, so geht trotzdem eine Art stoischer Ruhe von ihm aus. Und er entdeckt das Geheimnis des "Sohnes des Greifen."

Die Drachenkönigin in ihren exotischen Ländern kann mich immer noch nicht für sich einnehmen, sie wirkt sehr bemüht, aber das Drumherum ist arg konstruiert, selbst für Fantasy.

Die Abschnitte über das weitere Schicksal von Theon Graufreud, ehemals Mündel von Eddard Stark, ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. (Abgesehen von der Genialität des Autors, eine so komplexe Welt zu erschaffen inklusive einer derartigen Menge von Handelnden, frage ich mich allen Ernstes, wie krank ein Geist sein muss, der im Stande ist, sich solcherlei auszudenken.)

Gelegentlich stöbere ich im Anhang mit den Familienzugehörigkeiten und Verpflichteten, dabei fiel mir auf, dass dort Königin Cersei und Margaery als des Hochverrats angeklagt und gefangen gesetzt benannt wurden. Davon wurde noch nicht berichtet, greift also vor.

Da ich heldenhaft diese neun Bücher durchgehalten habe, geht es nun weiter mit dem zehnten und letzten Buch!

Gelesen: Die dunkle Königin

Die dunkle Königin von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 8/10
Aus dem Amerikanischen "A Feast of Crows"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26860-3

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Unheilvolle Ruhe herrscht in den Sieben Königslanden.

"Die Lage in Westeros stabilisiert sich, end endgültiger Sieg der herrschenden Lennisters ist in greifbare Nähe gerückt. Allmählich kehren Gesetz und Ordnung in weite Teile des vom Krieg verwüsteten Landes zurück. Doch die Königin Regentin Cersei findet keine Ruhe. Nach dem tragischen Verlust ihres erstgeborenen Sohnes und der Hochzeit ihres zweitgeborenen, des Kindkönigs Tommen, mit der ungeliebten Margaery Tyrell drehen sich ihre Gedanken nur noch um die Frage, wie sie der künftigen Königin eine Falle stellen kann, um deren Regentschaft zu verhindern.

Während sie bei Hof ihre Intrigen spinnt, beginnt es im Süden errneut zu brodeln, und die Eisenmänner holen zu einem vernichtenden Schlag gegen das Reich aus. Cersei verliert zunehmend die Fähigkeit, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. So verleiht sie den Predigern des wieder erwachten Glaubens große Macht und übersieht dabei, wie leicht die gesponnenen Ränke sich gegen sie selbst richten könnten..."

Wie zuvor in den anderen Büchern wird in jedem Kapitel das Augenmerk auf eine andere Person gerichtet und deren Abenteuer ausführlich beschrieben, nur um dann für lange Zeit wieder aus der Geschichte zu verschwinden, wobei unklar bleibt, wer weiterzieht oder doch stirbt. Auch vermeintlich dahin geschiedene Personen erleben gelegentlich eine Auferstehung. Gut wird zu böse und böse wird gut, oder zumindest ein bisschen gut, anfangs lang und breit dargestellte Zusammenhänge verlieren sich für den Leser zwischen Schlachtengetümmel und Brutalitäten.

Einzig Jon Schnee bleibt sich selber treu und versucht dabei, gerecht zu sein. Bran begibt sich auf eine abenteuerliche Reise fernab von jeglichem Gemetzel, aber der Verbleib des kleinen Rickon ist nach wie vor unklar.