Sonntag, 23. Juli 2023

Gelesen: Möwenfraß

Möwenfraß von Klara Holm (Krimi)

ISBN 978-3-499-26694-2
rororo Taschenbuch/Rowohlt Taschenbuch Verlag

[Die ABC 2023 Lese-Challenge - B 3 Ein Buch mit einer Insel auf dem Cover, im Titel oder in der Handlung]

Warum dieses Buch? Nachdem ich "Krähennest" gelesen hatte, ging ich gezielt auf die Suche nach weiteren Büchern dieser Reihe. Krähennest war ja offenbar Band zwei, nun haben wir es hier also mit Buch Nummer eins der Serie zu tun.

Klappentext/Rückseite:
Vor dem Tod sind alle gleich.
"So hat sich Luka Kroczek seinen ersten Arbeitstag als Leiter der Kripo Bergen nicht vorgestellt: Er kommt viel zu spät, seine kleine Tochter Tilda muss mangels Kindergartenplatz mit ins Büro, die neue Kollegin Conny Böhme empfängt ihn alles andere als herzlich. Und dann muss Luka, der sich nur seiner Lebensgefährtin zuliebe von Düsseldorf nach Rügen beworben hat, auch gleich zu seinem ersten Einsatz. In einem alten Fischerhaus wurde eine Leiche gefunden. Wer hat die Frau so übel zugerichtet? Hat das Verbrechen mit ihrem Mann zu tun, einem allseits unbeliebten Immobilienspekulanten und Wendegewinner? Luka macht sich an die Ermittlungen. Und erkennt schnell: Auf Rügen wird nichts so schnell vergeben und vergessen..."

Luka und seine Freundin sind frisch auf Rügen eingetroffen und noch nicht richtig "angekommen", da geht es auch schon los... und immer die kleine Tilda im Schlepptau, das macht die Ermittlungen nicht einfacher. Er lernt David, den Musiker, kennen, mit dem er sich anfreundet, den er dann aber verdächtigt. Schließlich hilft er ihm mit einem improvisierten Konzert. Hilfe kommt von einem kleinen Jungen, der einiges beobachtet hat.

Alles in Allem ein Krimi mit ausreichend Verwicklungen, am Ende ist natürlich alles gut.

Sehr gern gelesen, ein weiterer Band wartet hier schon!

Freitag, 7. Juli 2023

Abgebrochen: Das Schweigen des Sammlers

Das Schweigen des Sammlers von Jaume Cabré (Roman)

Aus dem Katalanischen "Jo confesso"
Insel Taschenbuch
ISBN 978-3-458-35926-5

Warum dieses Buch? Mich hatte die Umschlaggestaltung angesprochen, und der Rückseitentext gefiel mir auch.

Klappentext:
"Der Antiquitätenladen des Vaters in Barcelona ist eine wahre Schatzkammer, doch die Faszination des jungen Adrià gehört allein einer wertvollen Storioni-Geige aus dem 18. Jahrhundert mit einem bezaubernden Klang.
Heimlich tauscht Adrià sie eines Tages mit seiner eigenen Geige aus, um sie stolz seinem besten Freund zu zeigen. Als er die Storioni zurücklegen möchte, sind seine Geige und sein Vater verschwunden, der Antiquitätenhändler wurde kaltblütig ermordet. Viele Jahre danach - Adrià ist inzwischen Gelehrter und Sammler - sucht er das Rätsel um die Storioni zu lösen und so den wahren Grund für den Mord herauszufinden. Er ahnt nicht, dass die Vergangenheit des Musikinstrumentes Familiengeheimnisse, dunkle Mordfälle, Hass und Intrigen, Liebe und Verrat verbirgt. Für Adrià steht einiges auf dem Spiel - auch seine große Liebe Sara..."

Gelesen 372 von841 Seiten. Und nun mit großem Bedauern abgebrochen. Zweifellos ein großes Stück Literatur, und zunächst hatte mich das Buch in seinen Bann ziehen können. Schriftstellerisch und sprachlich ganz fein, werden hier die Kindheit und Jugend des Jungen Adrià geschildert, man leidet förmlich mit, einem hochintelligenten, sprachbegabten Jungen in einem emotional eisigen Elternhaus aufwachsen zu sehen.

Der Roman hat große Zeitsprünge in der Erzählung, beispielsweise beginnt alles mit der Geschichte eines Mönchs Jahrhunderte zuvor, die aus einem alten Schriftstück hervorgeht, welches Adrià als Kind genötigt wird zu lesen.

Es geht auch um Geigenunterricht, den er nicht mag, aber das Gelernte weiter gibt an seinen Freund, dessen Eltern nicht so gut betucht sind. Der Vater stirbt, die Mutter übernimmt das Antiquitätengeschäft, aber immer noch wird mit dem Sohn nicht wirklich gesprochen. Er zieht zum Studieren weg, verliebt sich, sein Freund besucht ihn... Hier wird die Geschichte zusehends wirr, es werden Begebenheiten aus der NS-Zeit eingestreut, ohne Überleitung und Erklärung. Manche Treffen mit dem Freund werden so ausführlich geschildert, dass die Leserin gern einschlafen würde...

Die Erzählung wird immer unübersichtlicher.

Da ich ganz hinten ein paar Seiten vom Schluss gelesen habe, erklärt sich das Wirre dann, aber dafür noch über 400 Seiten durchhalten wollte ich dann doch nicht.

Schade.

Abgebrochen: Verräter wie wir

Verräter wie wir von John le Carré (Roman)

Aus dem Englischen "Our Kind of Traitor"
Ullstein Taschenbuch
ISBN 978-3-548-28391-3

Warum dieses Buch? Ich hatte mich auf einen spannenden Spionageroman gefreut.

Klappentext:
"Die Finanzkrise hat die westlichen Staaten fest im Griff. Ein linksliberaler Dozent aus Oxford, Perry, und seine Freundin Gail verbringen ihren Urlaub auf Antigua. Scheinbar zufällig treffen sie dort den russischen Millionär Dima, der Perry zu einem Tennismatch fordert. Diese Begegnung führt das junge Paar auf eine gefährliche Reise nach Paris, zu einem Unterschlupf in den Schweizer Alpen und einer unheiligen Allianz mit dem britischen Geheimdienst. Denn Dima ist einer der mächtigsten Männer Russlands. Sein Geschäft ist das Waschen von illegalen Geldern. Doch Dima hat Feinde in der Mafia, mächtige Gegenspieler."

Abgebrochen auf Seite 160 wegen lähmender Langeweile. Von einem konspirativen Treffen zum nächsten werden Räumlichkeiten, Dialoge und die innere Zerrissenheit des Paares minutiös geschildert, aber es passiert einfach nichts.

Ich habe noch ein Buch dieses Autors hier und hoffe, dass es nicht den gleichen Weg gehen wird.

Abgebrochen: Imperium

Imperium von Robert Harris (historischer Roman)

Aus dem Englischen "Imperium"
Wilhelm Heyne Taschenbuch
ISBN 978-3-453-41935-3

Warum dieses Buch? Immer wieder greife ich zu Romanen aus der Römerzeit.

Klappentext:
"Ein unbekannter junger Anwalt - hochintelligent, sensibel und enorm ehrgeizig - betritt das Zentrum der Macht. Er hat nur ein Ziel: Er will nach ganz oben. Der Fall eines Kunstsammlers, der vor der Willkür des skrupellosen und gierigen Statthalters von Sizilien fliehen muss, kommt ihm da gerade recht. Der Statthalter hat einflussreiche und gefährliche Freunde im Senat, und sollte der Anwalt den Fall gewinnen, würde er die gesamte alte Machtclique zerschlagen. An eine Niederlage wagt er nicht zu denken, sie könnte ihn das Leben kosten. Eine einzige Rede kann über sein Schicksal und die Zukunft einer Weltmacht entscheiden, aber immerhin: Das Wort ist seine gefährlichste Waffe."

Die Geschichte kommt nicht in Schwung, auf Seite 80 wegen akuter Langeweile abgebrochen, was schade ist, da ich die Folgebände "Dictator" und "Titan" nun gleich mit weggeben werde.

Den separaten Roman "Konklave" hat meine Tochter gelesen und für langweilig befunden, den sortiere ich gleich mit aus.

Merksatz: Nichts mehr von Robert Harris kaufen!