Sonntag, 28. Dezember 2025

Feiertage

Tja, ich habe es versäumt, hier Weihnachtsgrüße zu hinterlassen. Sorry not sorry.

Ich hatte einfach viel zu tun, angesichts meiner Krankheit brauche ich für alles lange mit großen Pausen, so läuft manchmal ein Tag an mir vorbei, ehe ich meine eigene Planung in Angriff nehmen kann.

Vielleicht hole ich noch den einen oder anderen Beitrag nach, datiere ihn evtl. zurück, wer weiß, ich kann es im Moment nicht absehen, muss mit meiner Energie haushalten, wobei eben die ganz normalen Dinge (Wäsche, kochen, Haushaltsplanung, putzen) vorgehen. Ordnung ist wichtig!

Mein Weihnachten war schön, was ich von Eurem ebenfalls annehmen möchte. Familie, Pause, Familie. Genau die richtige Mischung für mich. Lecker Gans, feiner Kuchen, liebevolle Geschenke. Die Enkel werden groß!

Morgen muss ich unbedingt zur Post und meine Zahnärztinrechnung bei der KK einreichen, sonst würde mich niemand bei diesem Frost vor die Tür schicken können. Danach ist Pause bis über den Jahreswechsel hinaus.

Ganz vielleicht schreibe ich hier - vielleicht aber auch nicht.

Habt eine schöne Zeit, kommt gut ins neue Jahr, möge es ein friedliches werden!

Freitag, 12. Dezember 2025

Ken Follett - Stonehenge

Mitte November waren wir im Cinemaxx, wo Ken Follett seinen neuen Roman "Stonehenge" vorgestellt hat. Es war eine Veranstaltung des Verlages in Zusammenarbeit mit dem Team meines Bücher-Podcasts vom NDR eat.READ.sleep.

 

In lockerem Ton erzählte Ken Follett von seinem neuesten Buch, auch eine Archäologin kam hinzu. Stonehenge ist echt, was die Romanhandlung natürlich nicht ist. Er berichtete, wie er eine Story entwickeln würde und von den ausgedachten (aber nicht unwahrscheinlichen) Bevölkerungsschichten.

Follett zeigte sich als echter britischer Gentleman mit viel Humor und einer wunderbaren englischen Aussprache, so dass ich keinerlei Mühe hatte, ihm zu folgen.

Es war ein schöner Abend, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass auch eine kleine Lesung dabei gewesen wäre.

In den nächsten Tagen stöberte ich beim Buchversender. Das Hardcover ist sehr teuer, das Paperback wird erst im Frühjahr herauskommen. Aber es waren die Prime Days und ganz offenbar gilt für England keine Buchpreisbindung, da gab es die Bücher praktisch zum halben Preis.

Was soll ich noch sagen? Seither liegt "Circle of Days" bei mir und ich bin voller Vorfreude.



Über das Buch werde ich natürlich erst etwas schreiben, wenn ich diesen Wälzer durchgelesen habe.

Facebook-Link: Here are a few highlights from my recent... - Ken Follett (official) | Facebook

Mittwoch, 15. Oktober 2025

Die Henkerstochter und der König der Bettler

Die Henkerstochter und der König der Bettler von Oliver Pötzsch (Historischer Roman)

ISBN 978-3-548-61232-4
List/Ullstein Taschenbuch

Teil 3/6 (ja, ja, es gibt noch mehr davon)

Warum dieses Buch? Der nächste Band eben.

Klappentext/Rückseite:
"Der Schongauer Henker Jakob Kuisl ist in eine Falle getappt: Bei einem Besuch in Regensburg findet er seine Schwester und den Schwager tot in der Badestube. Die Stadtwache verhaftet Kuisl als Verdächtigen und wirft ihn in den Kerker. Nun drohen ihm, dem Henker, selbst Folter und Hinrichtung. Fieberhaft suchen seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf einen Komplott, bei dem die Zukunft des Kaiserreichs auf dem Spiel steht."

Ein gewohnt guter Mittelalterkrimi, in dem sich innerhalb zweier Erzählstränge die Ereignisse überschlagen. Am Ende wird zwar alles gut, aber bis dahin haben Magdalena/Simon und Jakob so einige brenzlige Situationen zu überstehen. Auch wieder gern gelesen.

Sonntag, 5. Oktober 2025

Was so los war und ist

Das Leben lebt, und nicht alles ist immer so super.

Meine Zahn-/Implantatbehandlung geht weiter. Jetzt nerven das Metalldings und die Fäden.

Das Wetter war für mich über lange Strecken immer wieder ungünstig, sowohl im Sommer als auch jetzt, insbesondere hohe Schadstoff-/Ozonbelastung zusammen mit dem hohen Luftdruck, der diese Sachen schön auf dem Boden hielt.

Grippeschutzimpfung erledigt.

Dann, gerade überstanden, am Mittwoch eine Exazerbation. Ohne Cortison wollte der Elefant auf meiner Brust nicht verschwinden. Der Preis dafür waren schlaflose bzw. häufig unterbrochene Nächte. Heute endlich wieder ohne die Tabletten.

Mehr Bücher gekauft als gelesen, aber das wird.

Ja, ja, vor vier Wochen kleine Familienfeier, der erste Enkel hat die Grundschule hinter sich. Der zweite Enkel hat sich zum Klassensprecher wählen lassen. Läuft.

In dieser Woche bekomme ich neue Fenster. Die ursprünglich geplanten Termine konnten von der Firma nicht eingehalten werden, so bin ich denn nun dran, wenn es kalt und nass ist. Einen Tag vorher hilft mein Sohn mir, alles freizuräumen. Ist wie Tetris spielen, da ja alle Zimmer gleichzeitig gemacht werden und alles irgendwo hin muss. Und ich suche mir eine kleine Ecke und meine Winterjacke. Ich sehe ja an den Nachbarwohnungen, dass tatsächlich morgens um sieben alle Fenster auf einmal ausgebaut werden. Also ein ganzer Schwung Handwerker die Wohnungen stürmt. Sturm und Durchzug olé!

Was noch? Ja, Augenarzttermin ist auch für dieses Jahr erledigt, alles so weit in Ordnung.

Irgendwann zwischendurch habe ich meine Kochrezepte sortiert und mein Buch gefüllt. Ende mit losen Blättern, auch denen meiner Mutter. Mehr Bastelarbeiten warten, bis die Fenster okay sind, ich bin damit seit dem Sommer in der Warteschleife.

Einen Haufen Pullis/Shirts aussortiert. Durch Gewichtsabnahme hängen die Teile wie traurige Zelte an mir herunter. Außerdem hat sich, glaube ich, mein Geschmack geändert. Wohin jetzt mit dem Karton aussortierter Lieblingsstücke? Wonnevoll neues Zeug gekauft.

Gewichtsabnahme über die letzten 15 Jahre verteilt = 25 kg.

So, das war's für den Moment. Als nächstes kommt mal wieder eine Buchbesprechung.

Donnerstag, 21. August 2025

Teppich

Ach guck, da finde ich gerade einen alten Post zum Schlafzimmer.

Wie passend. Somit hat der kleine Teppich gute zehn Jahre durchgehalten. Gerade habe ich ihn gestern ersetzt, lustig.

Sonntag, 17. August 2025

Gelesen: Totenblumen

Totenblumen von Christian Uecker (Krimi)

Friedrich Wittig Verlag
ISBN 978-3-8048-4495-7

Klappentext:
"Totenblumen...
Unter diesem düsteren Omen steht der Gemeindeausflug nach Südengland. Auch Pastor Falke ahnt die Gefahr, bleibt aber lieber ahnungslos. So sterben drei Menschen, bevor Falke - erneut als Detektiv wider Willen - den Fall lösen kann und muss."

Es ist dieses der letzte Band einer kleinen Krimireihe um den Pastor Falke, so versteht man obigen Text. Der Autor soll während der Fertigstellung verstorben sein, 

Der Pastor einer norddeutschen Gemeinde macht eine Busreise mit einigen Gemeindemitgliedern, die man während des Lesens genauer kennenlernt. Zweck der Reise war eine Besichtigung der schönen Gärten in Südengland, die im Verlaufe der Geschichte auch gewürdigt werden.

Jeder Reisende trägt sein persönliches Päckchen mit sich herum, und als dem Busfahrer eine Frau vor den Bus läuft und später verstirbt, der Fahrer mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus kommt, passieren weitere Dinge.

Darüber möchte ich hier nichts erzählen, sonst wäre der Inhalt der 165 Seiten schnell gespoilert.

Eine nette Geschichte für zwischendurch.

Gelesen: Der fremde Gast

Der fremde Gast von Charlotte Link (Krimi)

Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-37927-9

Klappentext:
"An einem Julimorgen beschließt Rebecca Brandt, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Nichts kann die junge Witwe über den Tod ihres Mannes hinwegtrösten. Doch genau an diesem Tag treffen unerwartete Besucher in ihrem Haus in Südfrankreich ein: Maximilian Kemper, ein alter Freund ihres verstorbenen Mannes, der unterwegs zwei Anhalter mitgenommen hat: die Studenten Inga und Marius. Rebecca und Inga sind sich schnell sympathisch, und so überlässt Rebecca dem jungen Paar ihr Boot für einen Segeltörn. Doch bei einem heftigen Streit geht Marius im Sturm über Bord und ist spurlos verschwunden. In Deutschland berichten unterdessen die Zeitungen von einem erschütternden Verbrechen. Ein älteres Ehepaar ist im eigenen Haus grausam gequält und ermordet worden. Und noch während die Polizei fieberhaft nach Hinweisen fahndet, muss Rebecca erkennen, dass sie die Hauptfigur in einem perfide inszenierten Spiel ist. Und in höchster Gefahr schwebt..."

Das alte Ehepaar wird von einer Nachbarin und einem Gärtner gefunden, als es schon einige Tage tot in ihrem Haus liegt. Zunächst wird im Umfeld der alten Leute gesucht, aber außer einem ehemaligen Pflegesohn, dessen Aufenthalt unbekannt ist, gibt es keine Angehörigen.

Drei Frauen haben in der letzten Zeit immer wieder Drohbriefe erhalten, zunächst ergibt sich kein Zusammenhang, aber der ermittelnde Kommissar lässt nicht locker.

Gleichzeitig sind Inga und Marius in Südfrankreich unterwegs und werden von Maximilian eingesammelt und mit zu Rebecca genommen. Auf einem Segeltörn kommt es zu einem scheinbar unerklärlichen Wutausbruch von Marius und er geht über Bord.

Maximilian ist seit langer Zeit in Rebecca verliebt, schon ehe sie seinen Freund heiratete, und wird nun schlussendlich abgewiesen.

Die Geschichte nimmt bedrohliche Züge an, Rebecca und Inga geraten in Gefahr - und letztendlich ist der Mörder eine Überraschung.



Spannende Lektüre!

Gelesen: Der dunkle Sommer

Der dunkle Sommer von Vera Buck (Thriller)
-Nur einer weiß, was in jener Nacht geschah-

rowohlt Polaris Taschenbuch
ISBN 978-3-499-01685-1

Klappentext:
"Ein Haus in Italien für einen Euro: Für die Architektin Tilda ist die verfallene Villa im Geisterdorf Botigalli die Gelegenheit, einen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit zu ziehen. Einsam im wilden Hinterland Sardiniens gelegen, verspricht das Dorf vollständige Abgeschiedenheit. Doch die Idylle des verwinkelten Ortes trügt: Ist Botigalli wirklich so verlassen, wie es scheint? In der menschenleeren Kirche läuten die Glocken, jemand legt Tilda eine tote Ratte vor die Tür, und die Inselbewohner warnen sie vor einem Fluch, der auf ihrem Haus liegen soll. Zusammen mit dem Journalisten Enzo, der die Geschichte von Botigalli erforscht, will Tilda den Geheimnissen auf den Grund gehen. Doch der einzige Bewohner, der mehr weiß, ist der alte Silvio. Und der erzählt eine Geschichte, der man immer weniger trauen kann. Tilda beginnt zu ahnen, dass der vermeintlich gebrechliche Mann gefährlicher ist, als er vorgibt. Und was zunächst wie ein Glücksgriff erschien, wird bald zu einem Albtraum. Tilda und Enzo müssen erkennen, dass die Wahrheit über Botigalli düsterer ist als jede Geistergeschichte."

Tilda hat eines der leerstehenden Häuser im wilden Hinterland Sardiniens gekauft, als Architektin fällt es ihr nicht schwer, es wieder schön herzurichten. Das ganze Dorf steht leer, nur der alte Silvio lebt dort noch mit seiner Haushälterin. Es ist brüllend heiß, die Straße führt nicht ganz hoch bis zu Tildas Haus, man erlebt die Mühe, mit der sie alles zu Fuß hochträgt. Die Arbeit macht ihr Freude und lenkt sie ab, es ist der Beginn einer Auszeit ihrer Ehe.

Doch so ganz scheint es mit rechten Dingen nicht zuzugehen in diesem verlassenen Dorf: Einmal, als sie heimkommt, ist im Flur eine Serie sehr alter Bilder aufgehängt. Ein anderes Mal läuten plötzlich die Glocken.

Sie schließt Freundschaft mit einem jungen Fischer, bei dem sie gern einkauft, hält ihn für einen Freund. Und irgendwann lernt sie den Journalisten Enzo kennen, der allsonntäglich Silvio einen Besuch abstattet, dem er die Geschichte des Dorfes entlocken will, denn nach wie vor ist unklar, warum alle Bewohner vor vielen Jahren von einem Tag zum anderen einem Verbrechen zum Opfer fielen.

Das Buch liest sich flott weg, bietet auch einen Gruselfaktor. Ganz zum Schluss klärt sich das alte Verbrechen auf und damit überraschenderweise auch Tildas Vergangenheit.

Sehr empfehlenswert.

Gelesen: Aschetod

Aschetod von Linda Castillo (Thriller)

Amerikanisches Original "The Burning"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-70984-7
Band sechzehn der Serie

Klappentext/Rückseite:
"Wenn die Flammen eine schreckliche Wahrheit verbergen
Mitten in der Nacht wird Polizeichefin Kate Burkholder von einem Anruf geweckt: Bei einem Feuer in einem einsamen Waldstück ist ein amischer Mann umgekommen. Der Verstorbene wurde an einen Pfahl gefesselt und lebendig verbrannt. Kate weiß nur zu gut, dass die Amischen ihre Probleme lieber ohne Einmischung der Außenwelt lösen, doch nach und nach erfährt sie, dass der Tote vor kurzem aus der Gemeinde ausgeschlossen wurde. Warum wurde er so bestraft? Um die Wahrheit herauszufinden, muss Kate tief in die Geschichte der Amischen eintauchen. Bis sie ein Geheimnis aufdeckt, das alles erschüttert, was sie über die Amischen - und damit ihre eigenen Wurzeln - zu wissen glaubt."

Wie immer bleibt Linda Castillo ihrem Erzählschema treu: Im Prolog wird das Verbrechen aus Sicht des Opfers erzählt, dieses Mal ist es besonders gruselig. Dann geht es um die Aufklärung, die davon lebt, dass Kate die Gewohnheiten der Amischen gut kennt und auch ihren speziellen Dialekt spricht. Die Amischen haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass Kate, einst selbst Amische, bei der Polizei arbeitet. Trotzdem sind sie häufig sehr verschlossen, insbesondere, wenn es um sehr persönlich-private Angelegenheiten geht.

Spoiler:
In dieser Geschichte geht es um eine Abspaltung von ehemaligen Amischen, die ihre eigene Rache üben, wenn sie meinen, jemand benehme sich schlecht. Anführer ist ein sehr freundlicher und sympathischer Mann - an der Oberfläche.

Am Ende gerät, wie jedes Mal, Kate in Lebensgefahr. Da sie wegen einer möglichen Involvierung ihres Bruders entgegen der Weisung ihres Vorgesetzten auf eigene Faust ermittelt hatte, wird sie natürlich vollständig rehabilitiert.

Selbstverständlich erfährt man, dass ihre Ehe mit Tomasetti, der sie als Angestellter des BCI nach Kräften unterstützt, glücklich ist und sie eventuell an Familiengründung denken.


Wieder sehr gern gelesen - und nun muss ich wieder ein ganzes Jahr auf die nächste Folge warten.

Gelesen: Bretonische Flut

Bretonische Flut- Kommissar Dupins fünfter Fall von Jean-Luc Bannalec (Krimi)

ISBN 978-3-462-04937-4

Kiepenheuer & Witsch, Taschenbuch

Klappentext/Rückseite:
"Hochseefischer, Delfinforscher, Schmuggler und eine sagenumwobene Insel mitten im Atlantik
Nie wieder wollte Kommissar Dupin auf dem Meer ermitteln. Doch in seinem neuen Fall verschlägt es ihn an einem strahlend schönen Junitag vor die äußerste Westküste der Bretagne. Auf die einzigartige Île de Sein, wo mehr Kaninchen als Menschen leben, der Frisör per Boot kommt und früher mächtige Hexen hausten. Vor atemberaubender Kulisse - zwischen den Inseln Molène, Ouessant und der Bucht von Douarnenez - ermitteln der Kommissar und seine Inspektoren in einem rätselhaften Fall, der ihnen alles abverlangt, auch das Überschreiten der eigenen Grenzen."

Es geht um Frauenleichen, zuerst wird eine junge Frau in der Fischauktionshalle gefunden und, als sei der Fall nicht schon kompliziert genug, wenig später eine weitere. Die befragten Personen geben sich bekannt unzugänglich, nahezu störrisch, so haben Dupin und seine Mitarbeiter viel mit der Aufklärung zu tun. Wieder mal muss Dupin viel Boot fahren, nach wie vor setzt ihm die Seekrankheit heftig zu. Offenbar ging es bei den Morden um einen Schatz, den die Frauen gefunden hatten, einen Schatz, von dem nicht klar ist, ob es ihn überhaupt gibt, denn er spielt eine wichtige Rolle in einer der zahlreichen Sagen und Legenden der Inseln.

Ich habe mit diesen Dupin-Krimis ein Hassliebe-Problem: Ich mag die Schilderungen der Bretagne und des Meeres, aber sie ziehen sich sehr in die Länge. Und es gibt eine unendliche Menge an Namen, die ich mir nicht merken kann und immer wieder den Faden verliere, weil ich nicht mehr weiß, wer wer ist. Die Aufklärung ist regelmäßig sehr unspektakulär. Allerdings lerne ich in jeden Band etwas über die Besonderheiten vor Ort. 

Hinzu kommt, dass ich inzwischen Kommissar Dupin im Fernsehen angeschaut habe. Damit wird meine Vorstellungskraft gestört, denn ich hatte ganz eigene Bilder der handelnden Personen vor Augen. Oft halte ich die Filme nicht durch, weil es mir zu langweilig ist, Dupin hin und her laufen zu sehen, ohne dass etwas passiert.

Ein Buch aus der Reihe wartet hier noch, aber weitere werde ich mir nicht zulegen.

Freitag, 25. Juli 2025

Zahnimplantat

Alle paar Jahre wieder scheint sich mein Implantat zu verabschieden. Es wird dringend als Brückenträger gebraucht ("Freiendsituation"), ist auch jedes Mal perfekt eingesetzt worden, trotzdem: Das erste hielt (wenn ich richtig gerechnet habe) sieben Jahre, das letzte fünf. ("Die Brücke wackelt." Zack, hatte Dr. Gesa sie in der Hand. Inklusive Zahnimplantat.) Der Grund ist unklar, Vermutung sind meine Standard-/ Dauermedikamente.

Jedenfalls bekam ich vorgestern ein neues Implantat eingebaut, ich wundere mich, dass im Kiefer noch Platz für eine dritte Bohrung war. Der Eingriff war weniger unangenehm als früher, evtl. ist die Technik schonender geworden, oder ich bin nicht mehr bänglich.

Allerdings sind dieses Mal die Tage danach echt heftig. Viel Schmerzmittel, dicke Schwellung, zehn Stunden am Stück kühlen. Bluterguss in feinstem Dunkellilablau. So langsam lässt das allgemeine Krankheitsgefühl nach.

Ende nächster Woche Fäden ziehen, dann Einheilphase... ich kenne das schon alles. 

Kleines Update vom 16.08.2025
Dass ich nach dem Eingriff tagelang sehr gelitten habe, erklärt sich durch meine Dauermedikamente. Und die schrecklichen Bauchkrämpfe, die ich ungefähr drei Tage lang hatte, waren eine Folge vom hochdosierten Ibuprofen. Alles nicht so lustig.
Inzwischen sind die Fäden gezogen, ich darf wieder alles essen, der nächste Termin ist Anfang Oktober.

Update - alles erledigt
Nachdem zum nächsten Termin die Brücke nicht in der Praxis angekommen war und ich im November nicht gleich Zeit hatte, wurde der finale Einbautermin dann der 12. Dezember. Sitzt. Fertig.

Rechnungen bei den Versicherungen eingereicht und Ende.

Sonntag, 20. Juli 2025

Gelesen: Heimwärts

Heimwärts von Kate Morton (Roman)

Aus dem Englischen "Homecoming"
Heyne Taschenbuch
ISBN 978-3-453-42926-0

Klappentext:
"Ein glühend heißer Sommertag in den Adelaide Hills, Heiligabend 1959. Percy, der Gemischtwarenhändler des Örtchens Tambilla, liefert letzte Bestellungen aus. Sein Weg führt über das idyllische Gelände eines verwunschenen Herrenhauses. Am Bach macht er eine schreckliche Entdeckung. Die Polizei nimmt sofort die Ermittlungen auf, aber der schockierende Fall wird nie gelöst.

Fast sechzig Jahre später steckt die Journalistin Jess in einer privaten wie beruflichen Krise. Da erhält sie einen alarmierenden Anruf aus ihrer alten Heimat Australien: Ihre geliebte Großmutter Nora, die sie als Kind aufgezogen hat, liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Jess kehrt sofort nach Sydney zurück. Nora ist nicht mehr ansprechbar, aber irgendetwas aus der Vergangenheit scheint sie schwer zu belasten. In Noras Haus findet Jess ein altes Buch - einen romanhaften Bericht über die Tragödie am Heiligabend 1959. Als Journalistin stürzt sie sich begeistert in die Recherche zum Fall. Bis sie einen erschütternden Zusammenhang mit ihrer eigenen Familiengeschichte entdeckt."


Ein epischer Roman, der auf mehr als zwei Zeitebenen spielt, ein Buch im Buch enthält, aus unterschiedlichen Perspektiven die Vorkommnisse schildert.

Jess gelingt es durch mühevolle Recherche und viele Gespräche mit einer amerikanischen Nachlassverwalterin des Autors des alten Buches, der ein Freund ihrer Großmutter war, einem Nachkommen des damaligen Gemischtwarenhändlers und letztlich auch ihrer Mutter, zu der sie nie ein inniges Verhältnis hatte, die Fäden zu entwirren. Sie besucht auch das alte Anwesen mit dem leerstehenden Herrenhaus und jetzt verwilderten Garten.

Stück für Stück klärt sich die Familiengeschichte auf und nimmt dabei die Leserin mit auf eine spannende wie emotionale Reise.



Dieser Roman ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und sei jederfrau wärmstens ans Herz gelegt.

Gelesen: Das Grandhotel an der Alster

Das Grandhotel an der Alster - Susanne Rubin (Roman)

ISBN 978-3-453-42546-0
Heyne Taschenbuch

Klappentext/Rückseite:
"Ein edles Hotel, ein geheimnisvolles Erbe, eine unmögliche Liebe
Hamburg, 2019: Emily Magnussen führt die Geschäfte des Hotel Jacoby. Als dessen Besitzer stirbt, muss sie die Übergabe des prestigereichen Hauses an den Erben regeln. Der ist zu ihrer Überraschung ein völlig Fremder, ein gewisser Ryan Maclane aus Schottland. Emily ist von dem jungen Mann sofort fasziniert. Gemeinsam gehen sie dem Geheimnis der Jacobys auf den Grund.
Sechzig Jahre zuvor: Nach dem Tod ihres Mannes hat Lina Jacoby das Hotel ihrer Eltern durch die Kriegsjahre gebracht und will ihm nun zu neuem Glanz verhelfen. Dass sie sich in ihren Chefkoch Martin verliebt, macht es nicht leichter. Da taucht eine Hebamme auf, die Lina eine unfassbare Geschichte erzählt, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, ins Wanken bringt..."

Mit diesem Text ist eigentlich schon alles erzählt.

Es gibt zwei Erzählstränge.
Zunächst trifft Ryan im Hotel ein, lernt Emily, den Hotelalltag und die Verwaltung kennen. "Natürlich" verlieben sie sich ineinander. Beiden ist es ein Rätsel, warum Ryan der Erbe ist, bis sie bei Umbauarbeiten hinter einer zusätzlichen Wand etwas entdecken.
Rücksprung zur Geburt von Lina Jacoby und ihrer späteren Übernahme des Hotels und Überleben während der Kriegs- und Nachkriegsjahre.
Nach und nach entwickelt sich durch beide Erzählstränge eine Erklärung, die die Verbindung der Jacobys mit Ryan und damit die Erbschaft aufklärt.

Alles eingebettet in eine nette Liebesgeschichte, liest sich dieser Roman gut weg. Es ist keine anspruchsvolle Literatur, sondern eine kleine Entspannung für ein verregnetes Wochenende. Muss man nicht lesen, kann man aber gerne.

Freitag, 18. Juli 2025

Gelesen: Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel von Richard Osman (Roman)

aus dem Englischen unter dem Titel "The Bullet That Missed"
ISBN 978-3-471-36052-1
Broschiert (oder ein sehr dickes Taschenbuch), List/Ullstein
Nummer 3/4


Klappentext/Rückseite:
"Über einen Mangel an ungelösten Mordfällen kann sich der Donnerstagsmordclub wahrlich nicht beklagen. Darunter auch: der Fall Bethany Waites. Die junge Journalistin wurde vor fast zehn Jahren ermordet, weil sie den Strippenziehern eines riesigen Steuerbetrugs zu nahegekommen war. Kaum haben Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim angefangen zu ermitteln, wird aus dem cold case sehr schnell ein brandheißer. Dann wird auch noch Elizabeth entführt, und ihr Widersacher stellt sie vor eine unangenehme Wahl: töten oder getötet werden. Eine verzwickte Situation. Aber die sind ja zum Glück das Spezialgebiet des Donnerstagsmordclubs."

Ron Ritchie soll ins Fernsehen, während er der Maskenbildnerin Pauline ausgeliefert ist, trudelt der Freundeskreis beim Sender ein. Die Talk Show ist natürlich nur ein Vorwand, um dem Produzenten näher zu kommen und ihm Einzelheiten zum Verschwinden seiner ehemaligen Mitarbeiterin zu entlocken

Nach diesem munteren Auftakt wird nächtens Elizabeth gemeinsam mit ihrem dementen, aber sehr liebenswerten Mann entführt, der tatsächlich eine sehr gute Beobachtungsgabe hat. Der Entführer droht ihr, Joyce umzubringen, sollte Elizabeth es nicht schaffen, einen seiner Widersacher zu erschießen. Womit denn die turbulente Handlung mit all ihren Verwicklungen ihren Lauf nimmt.

So ganz nebenbei finden sich alte und neue Freunde zusammen, Paarbeziehungen werden enger und alles endet in perfekter Harmonie. Doch gibt es einen ganz leisen Cliffhanger - eine Spur führt nach Dubai...


Nach meiner Meinung ist dieses Buch das bisher beste aus der Serie. Es ist verzwickt genug, um ein spannender Krimi zu sein, gleichzeitig laufen die Charaktere zur Hochform auf, es gibt einiges zum Schmunzeln.

Donnerstag, 10. Juli 2025

Tagebuch: CT und City

Vor ein paar Wochen war es wieder so weit, ich sollte mir einen Termin für's Kontroll-CT holen. Interessanterweise hatte ich die Alternative Mitte August oder in zwei Tagen an einem Sonnabendvormittag. Also am Sonnabend, es waren hier die heißen Tage, aber ich dachte, dass es vormittags noch erträglich sein würde. Nun ja...

Jedenfalls war der Ablauf in der Radiologischen Allianz gewohnt professionell, und ich war schnell wieder raus. Für den Rückweg wollte ich nicht wieder die Mönckebergstraße nehmen, sondern ging um die Petrikirche herum über den Rathausmarkt zur S-Bahn. Fataler Fehler? Die Gegend ist so zugepflastert, dass es brüllend heiß war. Keine Frage, dass es mir nicht gut ging und sehr mühsam für mich war.

Allerdings habe ich ein paar Bilder mitgebracht, alltags widmet man sich den eigenen Sehenswürdigkeiten ja immer zu wenig. Hier also St. Petri:





Vom CT bekommt man seit einiger Zeit ja eine Internetadresse mit Zugangscode mit nach Hause. Die Bilder kann man sofort abrufen, auf den ausformulierten Bericht muss die Patientin aber etwa eine Woche warten, damit der überweisende Arzt Zeit hatte, sich damit zu befassen.

Gestern hatte ich denn endlich den Bericht. Keine Neuigkeiten, also auch keine Katastrophen. Wie gedacht langsame Verschlechterung, wie es zur Krankheit passt und ich es ja jeden Tag selber merke.

Dienstag, 24. Juni 2025

Sandalen

Ich habe mich gerade über Preise gewundert:

Seit ewig vielen Jahren trage ich Waldläufer-Sandalen mit 3 cm-Keil als Hausschuhe, die sind bequem und rückenfreundlich. Nun ist aber auch mein drittes Paar am Ende (hatte damals drei Paare zum Angebotspreis gekauft) und es müssen neue her. (Gerade trage ich Schlappen und finde sie kein bisschen gemütlich.)

Also neue Waldläufer gesucht und bestellt eben. Wie kann es bitte sein, dass einfache, völlig schmucklose Sandalen beinahe hundert Euro kosten? Ich bin jetzt zwar unter hundert geblieben, dafür aber gespannt, wie sie passen. Ich brauche 7 1/2, was bitte ist 41,5 EU? Ich liege immer zwischen irgendwelchen Größen und hätte einfach die 7 1/2 blind nachbestellt. Amazon möchte mir immer 42 EU anbieten, weil ich diese Größe vor Jahren von einer anderen Marke gekauft habe. Anderer Hersteller, da fallen die Größen schon mal unterschiedlich aus.

Samstag, 7. Juni 2025

Tagebucheintrag

Mal wieder just for the records - nutze mein Blog öfter, um etwas nachzusehen.

Um Ostern herum schien mein Blutdruck seltsame Dinge zu veranstalten. Medikament wieder aufdosiert auf die ursprüngliche Menge (war ja im Laufe der Zeit reduziert worden, da der Druck zu niedrig geworden war, unter 100 wird es nämlich ungemütlich). Eine Liste mit Terminen mit nach Hause bekommen.

Diese Termine sind inzwischen abgearbeitet. Das Langzeit-Blutdruckmessgerät hat mir mal wieder meinen Arm demoliert mit heftigen Schwellungen und allergischen Reaktionen, die Auswertung war einwandfrei. Mein EKG war ebenfalls in Ordnung. Das Blutbild auch okay, mein Blutzucker ist im Normbereich, der vor langer Zeit festgestellte Prädiabetes ist längst Geschichte. Blutdruckmedikament neu angepasst mit der Ansage, ich möchte mein Messgerät in die Tonne werfen und ein Oberarm-Messgerät anschaffen, Drogeriemarkt reicht dafür.

Irgendwie ist bei den Ärzten wohl überall Kontrolle angesagt? Mein Lungendoc wollte auch ein Blutbild machen. Um doppelte Untersuchungen zu vermeiden, bringe ich ihm nächste Woche den Ausdruck von Frau Hausärztin mit und er hat nur eine Auswertung des Alpha-Spiegels veranlasst. Aber ich soll mal wieder ein CT machen lassen, das letzte ist drei Jahre her.

Donnerstag, 15. Mai 2025

Gelesen: Der Mann, der zweimal starb

Der Mann, der zweimal starb
Ein neuer Fall für den Donnerstagsmordclub von Richard Osman (Roman)

aus dem Englischen unter dem Titel "The Who Died Twice"
ISBN 978-3-471-36013-2
Broschiert (oder ein sehr dickes Taschenbuch), List/Ullstein

Was ich beim Lesen des ersten Buches nicht wusste: Es gibt mehr als einen Band vom Donnerstagsmordclub, zu diesem Zeitpunkt vier. Also haben wir hier Nummer 2/4

Klappentext/Rückseite:
"Da hat er sich in etwas reingeritten, der gute Douglas Middlemiss. Und jetzt soll Elizabeth ihm da wieder raushelfen. Dabei müsste ihr ehemaliger Geheimdienst-Kollege doch eigentlich wissen, mit wem man sich besser nicht anlegen sollte. Dazu gehört ganz bestimmt: Die New Yorker Mafia. Ist die erst mal im Spiel, geht es ziemlich sicher bald jemandem an den Kragen. Vor allem, wenn Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund verschwunden sind. Doch auch Profis können Fehler machen, etwa ihrem Handwerk in der Seniorenresidenz Coopers Chase nachgehen. Denn wer hier mordet, dem ist der Donnerstagsmordclub auf den Fersen, und der macht, schneller als ihm lieb sein kann, aus dem Jäger den Gejagten."

442 Seiten reines Lesevergnügen!
Die uns nun schon bekannte Seniorentruppe um Joyce, Elizabeth, Ibrahim und Ron, den Polizisten Chris und Donna sowie dem Allround-Handwerker Bogdan löst einen verzwickten Fall um gestohlene Diamanten, die zuvor gestohlen worden waren. Konfus? Genau, und im Entwirren solcher Zusammenhänge sind die Angehörigen des Donnerstagsmordclubs ja Spezialisten.

Das Charmante dieser Romane ist, dass die wichtigen und alltäglichen Dinge vollkommen gleichberechtigt nebeneinander stehen und wie selbstverständlich so von Joyce erzählt werden. Es gibt mehrere Morde, Kokainhandel, eine entflammte Liebe zwischen Chris und Donnas Mutter, einen überfallenen Ibrahim und Stefans geduldigen Schachpartner Bogdan, der sich für keine Schandtat zu schade ist. Elizabeth weiß, wie mit dem MI5 und MI6 umzugehen ist und kann auch die Botschaften ihres verstorbenen Exmannes entschlüsseln. Außerdem erfahren wir en passant, welche Strickjacke Joy anzieht und wo sie gerne während der Wartezeit einen Snack haben möchte.

Übrigens wird der Donnerstagsmordclub gerade verfilmt, so dass ich mich ranhalten muss, Band Nr. 3 zu lesen.

Familienzeit in der Kunsthalle

Jeden Sonntag bietet die Hamburger Kunsthalle eine "Familienzeit" für Kinder ab fünf Jahren und deren Familien an. Ich war mit meiner Tochter und den Enkeln dort.

Während wir auf die anderen Teilnehmer warteten, guckten wir uns etwas oben im Eingangsbereich um, so sah ich dann zwei sehr geliebte Bilder nach langer Zeit wieder. (Es wird Zeit, dass ich mal wieder einen Rundgang durch meine Lieblingsabteilungen mache!)




Die "Nana" von Edouard Monet



Morgendlicher Ausritt im Bois de Boulogne von Auguste Renoir

Ein Kunsttherapeut (oder Kunstpädagoge?) führte uns durch die Katakomben (ich übte fleißig betreutes Liftfahren mit N.), hoch und runter, kreuz und quer, bis wir in der einen oder anderen Abteilung der Moderne angekommen waren. (Die hier gezeigten Fotos geben das bis auf den Kandinsky so nicht wieder.)



"Weißer Fleck" von Kandinsky

Er erklärte den Kindern ganz viel zu Materialien und Kunstwerken (was alles Kunst ist!) und baute immer wieder kreative Pausen ein, in denen die Kinder (Eltern auch, so sie wollten, aber vieles fand auf dem Boden sitzend statt, da wäre ich kaum wieder hochgekommen) selbst künstlerisch tätig werden konnten.



Mit Holzkohle direkt an die Wand fabrizierte Abbilder von Flammen über Holzregalbrettern.


Flüssiges Blei wurde auf die "Dreiecke" und an die Wand geworfen und ist dann erhärtet.

Kunstwerke von teilnehmenden Kindern:

Mit Kreide großflächig gestaltet.


Kleine Stücke Holzkohle zwischen zwei Pappen gepresst und von einer herunterrutschen lassen.


Am Ende haben wir uns im Café ein wenig gestärkt. Der Tag hat mir Freude gemacht, ich habe meine Familie genossen, aber eigentlich war ich körperlich ziemlich überfordert. Was für ein Tag! 

Hier noch ein paar Kunsthallen-Ansichten:









Auf der Treppe ein Schild: Dieses ist ein Kunstwerk, deshalb sind die Stufen größer als üblich.
(Das Dach des neueren Teils der Kunsthalle)

Was hier fehlt: Fotos mit Menschen. Aus nachvollziehbaren Gründen kann ich sie hier leider nicht zeigen, obwohl das natürlich die besseren Bilder sind.

Mittwoch, 7. Mai 2025

Gelesen: Sturmvögel

Sturmvögel (Roman) von Einar Kárason

Aus dem Isländischen "Stormfuglar".

ISBN 978-3-442-77332-9

btb Taschenbuch, Penguin Random House

Rückseite:
"Der verzweifelte Kampf einer isländischen Fischercrew gegen die Kräfte der Natur.

Winter 1959, ein isländischer Trawler liegt vor Neufundland auf stiller See. Zweiunddreißig Mann sind an Bord, das Wetter ausgezeichnet. Plötzlich zieht ein schwerer Sturm auf, das Schiff droht zu bersten und in den unbändigen Wellen zu versinken. Notrufe an andere Schiffe laufen ins Leere, es beginnt ein erbitterter Kampf um Leben und Tod.

Nach einer wahren Begebenheit - übersetzt von Bestsellerautor Kristof Magnusson."

Klappentext:
"Im Februar 1959 geraten mehrere isländische Fischtrawler vor Neufundland  in ein schweres Unwetter. Mitten im Sturm befindet sich die Mávur, zu Deutsch "Möwe", auf der der 18-jährige Lárus und die anderen  Crewmitglieder um ihr Überleben kämpfen. Notrufe laufen ins Leere, eisige Brecher prasseln auf das Schiff ein und die Mannschaft versucht verzweifelt, die Rettungsboote vom Eis zu befreien. Beladen mit 400 Tonnen Rotbarsch und durch das Gewicht des Eises zusätzlich belastet, scheint die Mávur dem Untergang geweiht. Im Kampf mit den Naturgewalten kommt es nun auf den Zusammenhalt der Mannschaft an."

Beim Lesen erfährt man einiges über das Leben der Mannschaftsmitglieder, auch Einzelschicksale, Träume, Hoffnungen. Außerdem wird immer wieder beschrieben, was sich an Bord abspielt, auch wenn man als Leser:in die Fachbegriffe nicht alle kennt/versteht, tut das dem Lesefluss keinen Abbruch. Während die Mannschaft über die Erschöpfung hinaus Unmenschliches leistet, sich mit schnellen Mahlzeiten aus der Kombüse und literweise Kaffee irgendwie wach hält und arbeitet, wird man hineingezogen in diesen Kampf gegen das eisige Unwetter. Es ist kaum zu glauben, dass am Ende die Mannschaft überlebt.

Ein ungewöhnlicher Roman nach einer wahren Begebenheit, 142 Seiten, die sich gut an einem Sonntag durchlesen lassen.

Gelesen: Stalking Jack The Ripper

Stalking Jack The Ripper
Die Spur in den Schatten (historischer Kriminalroman)
von Kerri Maniscalco

Aus dem Englischen.

ISBN 978-3-492-79000-0

Gebundenes Buch, Piper Verlag, München

Rückseite:
"Grausame Morde im viktorianischen London

London, 1888. Als Tochter eines Lords hat Audrey Rose Wadsworth ein Leben voller Reichtum und Privilegien vor sich. Doch sie führt ein verbotenes Doppelleben. Entgegen den Wünschen ihres strengen Vaters studiert sie heimlich Gerichtsmedizin. Dabei arbeitet sie an einer Reihe grausam zugerichteter Frauenleichen und macht es sich zum Ziel, deren Mörder zu entlarven. Gemeinsam mit dem attraktiven Thomas Cresswell fängt sie an, zu ermitteln. Der Mörder nennt sich selbst Jack the Ripper - und seine Spur führt in Audreys eigenes Umfeld..."


Klappentext:
"Zweimal im Jahr kamen Tante Amelia und meine Cousine Liza zu Besuch. Dabei versuchten sie jedes Mal, mich mit anderen Mädchen in meinem Alter in Kontakt zu bringen, indem sie verschwenderische Teegesellschaften gaben. Tante Amelia hoffte, dass ich mich danach aus eigenem Antrieb weiter mit ihnen treffen würde, doch ich hatte dem ein Ende gesetzt. Die Mädchen beim Tee verstanden mich einfach nicht, was genau der Grund war, warum ich während der vergangenen Monate sämtliche Einladungen ausgeschlagen hatte. Ich verabscheute das Mitgefühl, das ich in ihren Blicken las, und ich konnte mir nicht einmal vorstellen, ihnen von meinen nachmittäglichen Beschäftigungen zu erzählen. Einige von ihnen fanden es bereits unanständig, wenn man sein Buttermesser in die Schale mit dem Lemon Curd tauchte. Wie entsetzt wären sie wohl, wenn sie herausfinden, dass ich mein Messer regelmäßig in blutiges Gewebe tauchte?"

Entgegen meiner Gewohnheit zeige ich schon an dieser Stelle das Umschlagbild, mehr zur Gestaltung folgt dann am Ende:


Vor einiger Zeit war die Mutter von Audrey Rose verstorben, an einer Scharlacherkrankung. Seither versucht ihr Vater, sie so viel wie möglich von der Außenwelt fernzuhalten, sie zu beschützen. Gleichzeitig verkriecht er sich immer länger in seinem Arbeitszimmer und gibt sich seiner Trauer hin. Außerdem hat Audrey Rose einen Bruder, der viel Wert auf sein Äußeres legt und dem Anschein nach studiert. Der Bruder ihres Vaters, Dr. Jonathan Wadsworth, ist Gerichtsmediziner und unterrichtet vormittags an der Universität. Der 17jährigen Audrey ist der Besuch sowohl der Universität als auch des Laboratoriums ihres Onkels verboten, sie ist schließlich ein Mädchen!

Allerdings hat Audrey ganz ihren eigenen Kopf und schleicht sich nachmittags aus dem Haus, um bei ihrem Onkel schnell ihre aufwändige Kleidung gegen ein einfaches Kleid und eine Schürze zu tauschen. Sie assistiert ihrem Onkel bei der Entnahme von Organen und stellt Überlegungen zu den Todesursachen an. Gleichzeitig ist Thomas Cresswell mit im Labor, ebenfalls Student der Gerichtsmedizin.

Die ermordeten Frauen, die Audrey zu Gesicht bekommt, lassen ihr keine Ruhe, so dass sie sich zu nächtlicher Stunde auf den Weg in die dunklen Gassen Londons macht. Auch Thomas ist dort unterwegs und erweist sich spontan als Beschützer. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, bis sie gemeinsam versuchen, die Morde aufzuklären, besonders, da ihr Onkel Jonathan inzwischen verhaftet, in die Psychiatrie eingewiesen und unter Drogen gesetzt wurde.

Eine spannende Geschichte um ein junges Mädchen, das, entgegen der Konventionen seiner Zeit, unbeirrbar seinen Weg geht und ... (Mehr zu schreiben, hieße zu spoilern, lest selber!)

Das Buch hat eine schöne Aufmachung. Entfernt man das Umschlagpapier, so zeigt es sich mit einem leuchtend türkisblauen Druck eines Herzens mit einem Dolch/Messer.


Die innere Umschlaggestaltung ist ebenfalls sehr liebevoll gemacht, ein loses Blatt Pergamentpapier mit einem unbeschrifteten Druck des Londoner Stadtplans liegt bei.

Und es hat einen hübschen farbigen Buchschnitt:


Ich habe diesen historischen Krimi sehr gern gelesen und kann ihn wärmstens empfehlen.

Samstag, 19. April 2025

Frohe Ostern

Die Zeit rennt, und es ist wieder einmal so weit:

Frohe Ostern Euch allen, gut gefüllte Nester und nette Familienzusammenkünfte!

Freitag, 11. April 2025

Gelesen: Das kleine Haus am Sonnenhang

Das kleine Haus am Sonnenhang von Alex Capus (Erzählung)

ISBN 978-3-446-27941-4
Gebundenes Büchlein, Carl Hanser Verlag

Klappentext:
"Es sind die neunziger Jahre in Italien. In den Kneipen wird geraucht, an den Tankstellen wird man bedient. Alex Capus bezieht ein einsam stehendes Steinhaus am Sonnenhang eines Weinbergs. Dort verbringt er viel Zeit mit seiner Freundin und Freunden, dort sucht er die Einsamkeit, um an seinem ersten Roman zu schreiben. Wie findet man Zufriedenheit im Leben? Warum stets eine neue Pizza ausprobieren, wenn doch die gewohnte Pizza Fiorentina völlig in Ordnung ist? Warum Jagd nach immer noch schöneren Stränden machen, wenn schon der erste Strand gut ist?"

Rückseite:
"Eine kleine Philosophie der Gelassenheit und des stillen Glücks: Alex Capus erzählt eine persönliche Geschichte über die Liebe zur Literatur und ein Leben im Einklang mit sich selbst."

Eine hübsche Geschichte, die sich gut für ein sonnigen Sonntag eignet. Man fühlt sich in dem kleinen Haus sofort heimisch, ob im Sommer mit Freunden oder im Winter an der Schreibmaschine am Küchentisch und dem wärmenden Kachelofen.

Sonntag, 16. März 2025

Gelesen: Wie man die Zeit anhält

Wie man die Zeit anhält von Matt Haig (Roman)

Aus dem Englischen unter dem Titel "How To Stop Time"
ISBN 978-3-423-21810-8
dtv-Taschenbuch

Warum dieses Buch? Ich hatte es meiner Großen geschenkt und nun, bei unserem allgemeinen Familienbüchertausch, ist es bei mir gelandet.

Klappentext/Rückseite:
"Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein zurückhaltender Mann, den alle für einen verschrobenen Einzelgänger halten. Doch er hat ein Geheimnis. Er sieht zwar aus wie vierzig, ist in Wirklichkeit aber über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook, die Literaten und Jazzmusiker im Paris der zwanziger Jahre erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn niemand durfte von seinem Geheimnis wissen. Und das einzige Mal, dass er eine große Liebe erlebte, endete in Schmerz und Bitterkeit. Doch jetzt lernt er Camille kennen, die Französischlehrerin an seiner neuen Schule. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich alles für ihn. Kann die Liebe die Zeit besiegen?"

Dieser Klappentext ist sehr oberflächlich gehalten und sagt nichts über den tieferen Sinn dieser Geschichte aus, die eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Zeitreiseroman hat.

Wer sich hier eine lineare Erzählung erhofft, die so durch die Jahrhunderte plätschert, wird enttäuscht sein. Während der Protagonist sein "neues" Leben als Lehrer in London führt, eine Wahl, die er nicht zufällig getroffen hat, wird er wieder und wieder getriggert und verliert sich in Erinnerungen früherer Leben. Die Stadt hat sich gewandelt, doch besucht er Straßen und Plätze, die er gekannt hat.

Er hat einen Mentor, einer wie er, der schon hunderte von Jahren alt ist, der ihm von einer Gesellschaft erzählt hatte, die alle Leute, die ihresgleichen sind, aufspürt und ihnen hilft, immer wieder ein neues Leben zu beginnen, bevor ihre Umwelt sich ernsthaft Gedanken darum macht, warum sie nicht zu altern scheinen. Dafür ist ein Preis zu zahlen... Sich nicht zu verlieben und zu binden gehört dazu.

Mein Eindruck ist, dass ein jüngerer Leser mit diesem Roman nicht viel anfangen kann, es gehört ein wenig Erfahrung dazu, vormals bekannte Orte aufgesucht zu haben, Veränderungen wahrzunehmen und sich in Erinnerungen zu verlieren. Dazu muss man keine vierhundert Jahre alt sein.

Wie man die Zeit denn nun anhält? Diese Frage beantwortet sich am Ende ganz von selbst.

Dienstag, 11. März 2025

Gelesen: Björnstadt

Björnstadt von Fredrik Backman (Roman)

Aus dem Schwedischen "Björnstad"
Goldmann Taschenbuch/Penguin Random House
ISBN 978-3-442-49390-6

Warum dieses Buch? Wie so oft eine Leihgabe einer meiner Töchter.

Klappentext:
"Björnstadt ist eine kleine Stadt mitten in den skandinavischen Wäldern. Hier gibt es nur Natur, Einsamkeit und das Gefühl, von der Welt vergessen worden zu sein. Umso mehr fiebert die ganze Stadt diesem einen schicksalhaften Wochenende entgegen. Denn das Juniorenteam des Eishockeyvereins steht im nationalen Halbfinale: seit Jahrzehnten die erste echte Chance, allen zu zeigen, wozu Björnstadt in der Lage ist. Alle Hoffnungen und Träume ruhen auf den Schultern einer Handvoll Jugendlicher. Während die Spannung steigt, steigt auch der Druck auf die Spieler. Und so kommt es in einer wilden Partynacht zu einem unverzeihlichen Fehltritt, der ein junges Mädchen traumatisiert und die ganze Stadt in Aufruhr versetzt. In Folge steht nicht nur das alles entscheidende Halbfinale auf dem Spiel - auch die Gemeinschaft der Björnstädter zerbricht. Jeder und jede Einzelne muss sich entscheiden, was am Ende mehr zählt: Freundschaft oder Familie, Ehre oder Ruhm, Wahrheit oder ein Sieg um jeden Preis..."

Eine grandiose Erzählung! Jeder Charakter wird sorgfältig schrittweise gezeichnet, mit all seinen Befindlichkeiten, Hoffnungen, Träumen. Ein Buch, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat und dessen fast siebenhundert Seiten sich ohne Mühe lesen, geradezu inhalieren, ließen.

Eine unbedingte Empfehlung.

Freitag, 28. Februar 2025

Podcasts

Ich hatte ja kürzlich angekündigt, dass ich hier meine Podcast-Favoriten abladen würde. Meine Liste ist klein, aber fein und einzig an meinen Bedürfnissen ausgerichtet.

Dazu gehört, dass die einzelnen Beiträge nach Möglichkeit gerne eine Stunde dauern dürfen, auch länger ist sehr in Ordnung. Da ich das fast alles zum Einschlafen höre und so gut wie nie bis zum Ende komme, habe ich im positiven Fall mehrere Tage lang etwas von einem, da ich sie dann stückweise höre.

Sehr schön ist es auch, wenn die sprechende/n Person/en eine angenehme Stimme hat/haben. Das ist selbstverständlich rein subjektives Empfinden. Gelegentlich ist die Stimme nicht mein Fall, aber die Inhalte sind es, andererseits behagen mir natürlich auch nicht alle Inhalte.

Ich höre über die ARD Audiothek-App, die ich inzwischen auch im Halbschlaf bedienen kann (wenn ich nachts aufwache).

Jede Menge "true crime" von unterschiedlichen Sendern, hier gefallen mir die Stimmen von Dr. Alexander Stevens und Jacqueline Belle von Bayern 3 am besten.

"Verurteilt", der Gerichtspodcast vom hr verfolgt ein Konzept, das lockerer Unterhaltung ähnelt, dort gab es aber schon länger keine neuen Beiträge. Anfangs hat mich dieses Format genervt, aber im Laufe der Zeit fand ich es doch ganz gut.

Allerdings: Kriminalfälle, wo es um z.B. Kindesmissbrauch geht, höre ich mir nicht an, die vertrage ich nicht.

Genug von wahren Verbrechen, weiter geht es mit alten Krimis:

"Kein Mucks!" macht mir am meisten Spaß. Hier präsentiert Bastian Pastewka, dessen Stimme ich ausgesprochen gern höre, alte Krimihörspiele aus den 1950er bis an die 1990 Jahre. Die sind für mich einfach gemütlich, weil viel Kindheitserinnerung. (Wenn ich als Kind abends nochmal aufstehen musste, meine Mutter mit Nähsachen im Wohnzimmer saß und nebenbei das Radio lief... "Gestatten, mein Name ist Cox"...) Viele dieser alten Schätzchen habe ich mehrfach gehört, einige sind dabei, die ich gar nicht mag, Geschmacksache, wie immer.

Der Deutschlandfunk präsentiert die reichlich in die Jahre gekommenen Kriminalabenteuer von Professor van Dusen und seinem Assistenten Hutchinson Hatch. Es sind haarsträubende Geschichten, die teilweise auch etwas nervig sind, aber mit reduzierter Lautstärke gut zum Einschlafen geeignet.

Jetzt wird es aktuell:

extra3 präsentiert Bosettis Woche, leider nur noch zweiwöchentlich, in der Sarah Bosetti mit wechselnden Gesprächspartnern Aspekte des aktuellen Geschehens beleuchtet. Hinweis: Eher nicht zum Einschlafen geeignet, dafür sehr erhellend.

In "Kalk & Welk - Die fabelhaften Boomer Boys" nehmen Oliver Kalkofe und Oliver Welke sich selber und das Wochengeschehen auf die Schippe. Manchmal für meinen Geschmack zu viel Albernheiten und Fernsehkritik, dafür angenehme Stimmen, die mich wunderbar in den Schlaf wiegen.

Zu guter Letzt noch vom WDR die "Quarks Science Cops". Hier decken Maximilian Doeckel und Jonathan Focke wissenschaftlichen Unfug auf. Je nach Thema gar nicht oder sehr interessant. Lockerer Umgangston, angenehme Stimmen. Das komplette Anhören lohnt sich auf jeden Fall.

Als kleines Bonbon noch ein musikalischer Tipp, für alle, die mal etwas vom Mainstream abrücken möchten: Französische Chansons vom SR Kultur "RendezVous Chanson", wöchentlich 90 Minuten Interviews, Infos und Musik aus Frankreich, Québec, Belgien, der Schweiz und Afrika. Das höre ich nicht jede Woche, hat mir aber schon mal schlaflose Nächte versüßt und geht auch nebenbei, wenn ich Bastelarbeiten anfertige.

Engagement

Vor Wochen, bevor der Bundestagswahlkampf in seine heiße Phase ging, hatte ich kurz überlegt, einer Partei beizutreten. Aber was hätte das geholfen? Weder hätte ich einen erklecklichen finanziellen Beitrag leisten noch in irgendwelchen Fußgängerzonen Wahlkampf machen können. Also nicht.

Aber jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, habe ich mich entschieden, denn gar nichts zu tun ist auch keine Lösung.

Also bin ich jetzt den OmasGegenRechts beigetreten. Zwar kann ich nicht auf die Straße gehen, aber vielleicht hilft mein kleiner Beitrag, ein weiteres Transparent/Plakat hochzuhalten. Angesichts des derzeit regen Zulaufs bin ich dann eine von vielen, aber das ist in Ordnung. Und gegen rechts zu sein ist dringend geboten.

Außerdem gehöre ich jetzt Correctiv an und unterstütze unabhängigen Journalismus und Faktenchecks.

Damit fühle ich mich jetzt gut und werde weiter verfolgen, was in dieser verrückt gewordenen Welt passiert.

Dienstag, 25. Februar 2025

Mal wieder...

... just for the records:

Im vergangenen halben Jahr ging es mir überwiegend nicht gut, meine Lungenkontrollwerte waren bedenklich, ich habe mir Sorgen gemacht und mich von Tag zu Tag durchgekämpft.

Gestern wieder Routinekontrolle. Alle Werte deutlich besser. Mindestens zwei Werte sind tagesformabhängig (FEV01 und RV), aber keinen kann ich wirklich beeinflussen. Und die Blutgasanalyse (die Pflicht ist, wenn der Sauerstoffwert auf dem Pulsoximeter < 94% ist) zeigt einen großen Unterschied zum Positiven gegenüber den letzten Messungen Ende August und Ende November.

Ich meine: Die Blutwerte! Die kann ich nun gar kein kleines bisschen willentlich beeinflussen!

Nun würde ich gerne wissen, was ich vielleicht richtig gemacht habe, um dieses Ergebnis zu bekommen.

Ernährung? Bewegung? Physiotherapie?

Selbstverständlich bleibt mein Zustand schwierig, wetter- und stressabhängig, aber trotzdem ist mir erstmal eine große Last genommen.

Und morgen werde ich mein Taschengeld in der Apotheke abliefern, da warten meine Standardmedis in der Pipeline.

+++

Ich habe so viele ungelesene Bücher, vielleicht kann ich mit dieser Beruhigung auch wieder entspannt lesen - irgendwie ging es zuletzt nicht richtig. Und mir "natürlich" als Motivator gleich noch ein neues Buch bestellt. ABER wir sind uns doch einig, dass Bücher lesen und Bücher kaufen zwei vollkommen unterschiedliche Hobbys sind?

Und schon lange möchte ich etwas zu meinen bevorzugten Einschlaf-Podcasts schreiben.

Aber erstmal muss ich meinen Tag starten. - Rentnerglück ist es, ausschlafen zu können.

Freitag, 14. Februar 2025

Wetter und San Valentino

Da haben wir wochenlang immer wieder Inversionswetterlagen, die die dicke (nasse) Luft unten hält und mir nur wenig Sauerstoff zum Atmen übrig lässt. Zwischendurch immer mal zwei oder drei Tage mit schöner, kalter und klarer Luft, an denen es mir wie von Zauberhand besser geht und dadurch die Hoffnung nährt. Die frau ja nie aufgeben soll.

Schon lange wird hier die Luftqualität wahlweise mit "mäßig" oder "schlecht" ausgewiesen, gestern dann in allen möglichen Medien erwähnt. Heute etwas besser, vielleicht dem Schneefall von gestern geschuldet? Dafür habe ich schon wieder Heuschnupfen, verkünden meine Augen. Aber irgendwas ist ja immer.

Heute Valentinstag. Brauche ich nicht. Brauchte ich noch nie. Gönne ihn aber denjenigen, für die etwas Besonderes zelebriert wird, warum auch nicht.

Am Vormittag suchte ich dann für eine Microblogging-Plattform ein ganz bestimmtes Foto als speziellen Gruß, et voilà: 

(Verona, 05/2016)

Samstag, 25. Januar 2025

Wieder besser

Nachdem denn endlich Besserung eintrat, wurde hier die Stimmungslage auch wieder viel besser. Ich denke, ich bin so weit wieder hergestellt, dass ich nun mein Prednisolon absetzen kann.

Test bestanden mit Einkaufsfahrt nach Harburg, DM und Blume2000 leergekauft, ich brauchte jetzt unbedingt Blumen!

Und heute Nachmittag scheint sogar die Sonne.

Donnerstag, 23. Januar 2025

Atemlos

Atemlos durch den Tag... Wenn schon das Duschen mit dem ganzen Drumherum bis zum abschließenden Haare Föhnen so viel Kraft bzw. mir den Atem raubt, dass ich mich zwischendurch immer wieder hinsetzen muss. Einfach nur atmen.

Es hilft, dass ich mich erinnern kann, dass es mir schon mindestens genau so oder schlechter ging, als ich noch gearbeitet habe, aber das ist schon Jahre her. Ich bin so lange relativ stabil gewesen.

Also - nicht singen, dafür reicht die Luft nicht - summen: "atemlos..."

Exazerbation seit mindestens Dienstag, volles Programm Prednisolon, und ja, es geht mir schon wieder besser, der Husten ist weg, aber keine Kraft.

Es ist so schön, abends zu überlegen, was ich am nächsten Tag machen möchte/werde, wenn dann wieder nichts geht. Immerhin läuft die Wäsche, damit habe ich 2:22 Std.+Min. Zeit, an andere Sachen zu denken.

Erstmal Kaffee machen, das ist immer gut, damit der Kopf oben bleibt. 😀

Euch wünsche ich einen besseren Einstieg ins neue Jahr!

Sonntag, 19. Januar 2025

Gelesen: Tiefes, dunkles Blau

Tiefes, dunkles Blau von Seraina Kobler (Krimi)
Ein Zürich-Krimi

Diogenes Verlag AG Zürich
ISBN 978-3-257-30091-8

Warum dieses Buch? Eine Leihgabe einer meiner Töchter.
Was es mit diesen vielen Leihgaben auf sich hat: Wir lesen alle, unsere Bücher drehen die Runde und landen dabei eben auch bei mir. Meine eigenen Bücher bekommen einen Vermerk, ob ich sie zurück haben möchte oder ob sie anderweitig noch Freude bringen dürfen.

Rückseitentext:
"Kurz nachdem Seepolizistin Rosa Zembrano in einer Kinderwunschpraxis am Zürichsee Eizellen einfrieren lässt, wird ihr Arzt tot aufgefunden. Wem stand Dr. Jansen, der nebenbei ein erfolgreicher Biotech-Unternehmer war, im Weg?
Erste Spuren führen in eine Villa an der Goldküste, in die alternative Szene, in Genforschungslabore und ins Rotlichtmilieu -  und zu vier Frauen, die sich jede auf ihre Weise nicht mit dem abfinden wollen, was Biologie oder Schicksal vorgeben.
Der erste Fall für Rosa Zambrano - eine wunderbar warmherzige Ermittlerin, die auch eine begeisterte Gärtnerin und Köchen ist und die beste Begleiterin, um Zürich zu entdecken."


Eine nette Kriminalgeschichte, versehen mit viel Lokalkolorit und Schilderung delikater Köstlichkeiten, die mir ein wenig abgehoben schienen. Dazu eine Beinahe-Romanze mit dem Kollegen.

Das Thema Biotechnologie, die Genschere CRISPR/CAS und damit verbundene ethische Fragen - hier eingebunden in einen Mordfall - interessieren mich normalerweise sehr, aber mit aller beschriebenen Beschaulichkeit ging mir die Handlung einfach zu langsam voran. Das war auch der Grund, warum das Büchlein hier wochenlang halb gelesen herum lag. Jetzt habe ich es geschafft und kann es zurück auf den "für die Tochter"-Stapel legen.

Wer es gern detailreich und beschaulich mag, wird es gern lesen mögen.