Freitag, 28. Februar 2020

Schalttagsnotiz

... weil morgen der 29.02. ist:

Vor 40 Jahren bangten meine Freundin und ich, beide hochschwanger, doch möglichst kein Schalttagsbaby zu bekommen. Glück gehabt. Die Eine kam früher, der Andere ein paar Tage später...

Happy Birthday 💓

Donnerstag, 27. Februar 2020

COVID19

Das Bundesministerium für Gesundheit

Spektrum lässt sich über die Gefahr der Pandemie aus

Ich denke, dass die Gefahr für den gesunden Normalbürger eher gering ist. Aber für Menschen wie mich (und ich kenne noch ein paar hundert von meiner Sorte - meine persönliche Filterbubble) ist es sehr gefährlich, wir sind ggf. Hochrisikopatienten und werden im Zweifelsfalle sehr krank und evtl. sterben... Trotzdem ist Panik natürlich hier vollkommen fehl am Platze.

Ein wenig über meinen gebuchten Sprachkurs nachgedacht, soll ich jetzt hysterisch werden, wenn dort jemand niest??? Jedenfalls storniere ich den Kurs nicht, ich könnte ja auch ansonsten das Haus nicht mehr verlassen.

Dienstag, 18. Februar 2020

Aufgeschnappt

In der S-Bahn, Gespräch zweier männlicher mittelalter Kollegen über Mitarbeiterinnen. Bestimmte Ausdrücke lassen auf Logistik schließen, ist eigentlich egal, mir fällt nur das englisch durchsetzte "Wording" (genau das, anstatt "Ausdrucksweise") auf... Mitarbeiterin A macht alles flott, intelligent, super. Mitarbeiterin B begreift auch nach vier Monaten noch nichts, schreibt keine normalen Sätze, handelt nicht eigenverantwortlich, trifft keine Entscheidungen - es scheint um Abrechnungen zu gehen. --- Ich grinse stillvergnügt vor mich hin. (Wäre ich nicht im Ruhestand, hätte ich... ach nein, ich hatte ja eine passende Arbeit.)

Sonntag, 16. Februar 2020

Gelesen: Mörderische Angst

Mörderische Angst - von Linda Castillo (Thriller)
Amerikanisches Original "The Dead will Tell"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-03240-2
Band sechs der Serie

Warum dieses Buch? Mehrfach hinreichend erklärt. Für mich inzwischen ein Selbstgänger. Und weil ich vielleicht ein bisschen schräg bin: Gegen Schlafstörungen bzw. Einschlafstörungen hilft als eines von drei Mitteln ein Kate Burkholder Krimi mit Blut und Psycho...

Klappentext:
"Wenn die Geister der Vergangenheit sprechen

1979: Ein amischer Vater und vier seiner Kinder sterben bei einem missglückten Raubüberfall. Seine Frau wird von den Tätern entführt und nie wieder gesehen. Allein der vierzehnjährige Sohn Billy Hochstetler überlebt diese grausame Nacht.

2014: Jeder in Painters Mill weiß, dass es auf der verlassenen Farm der Familie Hochstetler spukt. Aber nur einige wenige wissen, was damals in jener Nacht tatsächlich geschah. Und nun wird einer nach dem anderen auf grausame Weise ermordet. Wer ist ihrem Geheimnis auf die Spur gekommen?"

Die mittlerweile "guten alten Bekannten" Chief of Police Kate Burkholder, ihr Freund Tomasetti und das weitere Team der Polizei aus Painters Mill in Ohio ermitteln mal wieder in einem alten Fall mit mehreren Morden, den nur ein Teenager überlebt hat. Anlass ist eine Welle von mehrern Morden, die ganz offensichtlich damit in Zusammenhang stehen. Auf altbewährte Weise löst Kate auch diesen Fall, der wieder einmal einen Mörder präsentiert, mit dem man höchstens ganz zum Schluss gerechnet hat. Bewährte und spannende Unterhaltung, jederzeit eine Empfehlung wert.

Sonntag, 9. Februar 2020

Gelesen: Tödliche Gezeiten

Tödliche Gezeiten - Die Nordsee-Morde (4) von Isa Maron 
DuMont Buchverlag Köln
ISBN 978-3-8321-6341-9

Warum dieses Buch? Der nächste und letzte Band der Nordsee-Morde an der niederländischen Küste.

Dunkle Flut (1)
Kalte Brandung (2)
Schwarzes Wasser (3)

Klappentext:
"In einer ruhigen Amsterdamer Gegend wird ein altes Paar brutal ermordet aufgefunden. Wer ist verantwortlich für diese grausame Tat? Kommissarin Maud Mertens begibt sich auf die Jagd nach dem Schuldigen. Unterdessen zieht es die junge Kriminalistikstudentin Kyra Slagter nach London, wo sie hofft, endlich konkrete Hinweise auf den Verbleib ihrer Schwester zu finden, die vor Jahren verschwunden ist. Doch schnell zeichnet sich ab – es geht um mehr. Die Entführung steht in direkter Verbindung zu einem abscheulichen Verbrechen, das immer weitere Kreise zieht. Die Spuren führen zu einem Netzwerk, in das diverse hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft verstrickt zu sein scheinen, und schließlich zu einem geheimnisvollen Boot, das auf der Nordsee treibt … Wird Kyra Slagter ihre Schwester jemals wiedersehen?
Im packenden Abschluss der ›Nordsee-Morde‹ führt Isa Maron uns entlang der Küste von Holland bis nach Schottland – und in dunkelste menschliche Abgründe."

Hier weiche ich von meinem üblichen Buchbesprechungsschema ab: Ich habe es bereits vor einem Monat gelesen und brauchte einige Zeit, um es inhaltlich zu verarbeiten.

Vordergründig geht es um den nächsten Mord und die bekannten Protagonisten. Dieser aktuelle Mord wird im Laufe der Geschichte en passant gelöst und spielt im Weiteren keine Rolle.

Es geht um Sarah/Béatrice/Jane, um junge Mädchen, die entführt, missbraucht, gefoltert werden und in einem Nebenstrang auch um Kinder (wir erinnern uns: "so viele blaue Flecken hatte sie nun auch wieder nicht"). Kinder, die innerhalb eines Netzwerkes ihrer Eltern mißbraucht und regelrecht herumgereicht wurden. Kinder, von denen einige als Erwachsene zu regelrechten "Monstern" wurden.

Schwere Kost, nicht nur für den Leser, sogar die Autorin hat sich nicht leicht damit getan. Es sind Elemente verarbeitet worden aus zahlreichen tatsächlich geschehenen Verbrechen und Verfahren, Details entstammen der Wirklichkeit. Das macht es so schwer, dieses Buch zu verarbeiten, wobei einem die vorhergehenden drei Bände in der Rückschau wie eine lange Einleitung vorkommen.

Nichts für zarte Seelen und schwache Nerven, trotzdem eine Empfehlung.

Sonntag, 2. Februar 2020

Dies und das

Ich musste gestern mein Medikament so hoch dosieren, dass eine mögliche Nebenwirkung jetzt bei mir zum Tragen kommt: Schlaflosigkeit. Nach zwei Stunden war meine Nacht erstmal zu Ende. Ich bin seit Stunden wach, auf, lesend...und nun auch schreibend. Da aber Sonntag ist und ich heute keine aushäusigen Termine habe, ist das alles halb so wild. Ich kann also auch gleich ins Bett gehen und dann bis Mittag schlafen. Eventuell. Falls es klappt.

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Ich habe gewählt. Gestern. Per Brief.
Wir haben in Hamburg ja am 23.02. die Wahl der Bürgerschaft, also unseres Landesparlaments, und da ich mangels hellseherischer Fähigkeiten nie weiß, ob ich am Wahltag imstande bin, den Weg ins Wahllokal zu managen, mache ich seit vielen Jahren sicherheitshalber Briefwahl.

Übrigens darf man hier als junger Mensch (deutsch und seit mindestens drei Monaten in Hamburg gemeldet) ab sechzehn Jahren seine Kreuzchen machen. Das finde ich gut, ganz besonders angesichts der aktuellen Klima- und Umweltproblematiken. Passend habe ich gestern - zumindest auf dem Stimmzettel für meinen Wahlbezirk und innerhalb meiner grundsätzlichen politischen Ausrichtung - nach jungen Leuten Ausschau gehalten, denn da es konkret um die Zukunft der Generation meiner Kindeskinder und deren Kinder gehen wird, helfen hier keine "alten" Politiker, die das Jahr 2050 selber vielleicht gar nicht mehr erleben werden. - Ich übrigens auch nicht, meine Mutter schon gar nicht, mit ihr rede ich im Moment viel über solche Dinge, man braucht auch im Pflegeheim ja immer wieder Themen, um die Besuchsnachmittage zu füllen. Es braucht viel mehr gebildete, engagierte junge Leute, gerade auch in der Politik. (Was helfen uns da supernette ehemalige Ärzte, Anwälte, Banker aus den Jahrgängen 1945 bis 1960? Die sind doch auch längst tot, wenn's richtig losgeht.)

Auf jeden Fall habe ich meine Kreuzchen gesetzt, und Mama hat heute ihre Anforderung für die Briefwahlunterlagen ausgefüllt, ich hoffe auf eine gute Wahlbeteiligung hier in unserer Stadt.

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Vergangenen Dienstag, auf dem Rückweg von der Infusion, S-Bahn fuhr ein, ich stand schon mal auf... bremste das Ding kurz vorher auf freier Strecke und schleuderte mich irgendwo zwischen Sitze und Haltestangen. Ja, ich konnte mich noch auffangen... Das tat sehr böse weh, und zumindest die Leute in der Nähe hatten es mitbekommen. Niemand hat sich gekümmert. Nein, ich lag nicht auf dem Boden, das hätte möglicherweise weniger schmerzhafte Folgen gehabt, wer weiß? Trotzdem finde ich es traurig, dass nicht einer gefragt hat, ob ich klarkomme, Hilfe brauche, irgendwie so etwas...

Es tat mein linkes Bein weh (das Bein, welches immer in Ordnung war), zwischen Kniekehle und etwas oberhalb. Kein Bänderriss... fühlte sich eher wie eine muskuläre Angelegenheit an, eine Zerrung oder Prellung vielleicht. Außerdem schmerzte rechts der Brustmuskel bei jeder Armbewegung... Kühlung, Diclofenac, Elastikbinde, mein übliches Placebo-Programm fürs Bein in solchen Fällen...
Hätte schlimmer kommen können, klar. Hätte aber nicht passieren sollen... Das Wetter nahm mir seit Tagen sowieso ein Großteil meiner Luft, durch den Schreck-Schock wurde sie dann sofort noch weniger. Ja, auch die Psyche reagiert natürlich sofort.

Nein, ich verallgemeinere nicht, "die Menschen" sind nicht schlecht, nur sehr auf sich selbst bezogen. Es gibt auch die "Guten", die mich draußen ansprechen, wenn ich irgendwo angelehnt stehe und drauf warte, wieder Luft zur Fortsetzung meines Weges zu bekommen, angelehnt an alles, was sich so bietet. Immer mal wieder werde ich gefragt, ob ich Hilfe benötige. Benötige ich nicht, ich komme klar, etwas unangenehm ist es mir auch, aber ich stelle fest, dass recht viele Leute doch einen Blick für ihre Mitmenschen haben.

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Gestern, auf dem Rückweg vom Pflegeheim, angekommen an meiner S-Bahn-Haltestelle... habe ich den Lift genutzt. Üblicherweise brauche ich ihn aufwärts (alle Bewegungen gegen die Schwerkraft, also Treppen zum Beispiel, sind sehr anstrengend für mich und nehmen mir die Luft), da es mir aber nicht gut geht/ging, nutzte ich ihn auch für die eine Etage abwärts. Ich bin die erste am Lift, dann eine Frau mit gut gefülltem Einkaufstrolley. Kaum sind wir drin, kommen zwei Mütter mit Kinderwagen, die letztgekommene quetscht ihren Babywagen quer rein, findet selber keinen Platz und fängt an zu schimpfen... die Frau mit dem Trolley soll doch das Teil mal neben sich stellen. Ich sage, dass ich dort doch stehe. Motzt (!) sie mich an, ich hätte doch als schnell gehender Mensch eh nichts im Lift zu suchen, wie könnte ich nur...! Ich fragte sie, ob sie eventuell meinen Behindertenausweis sehen möchte??? Na, jedenfalls ist sie wutentbrannt ausgestiegen und hat mit dem Kinderwagen dann auf die nächste Fahrt gewartet. Und vor lauter Ärger blieb mir die Luft weg...
Wie kann man nur so frech sein?

Grundsätzlich, wenn ich auf einem Bahnsteig stehe und auf den Lift warte, bin ICH diejenige, die alle mit Kinderwagen, Rollatoren, Rollstühlen sowieso, vorlasse, ich bin nämlich nett. In dieser Situation trafen allerdings die jungen Frauen mit Kinderwagen erst ein, nachdem die Dame mit Trolley und ich längst im Fahrstuhl waren...

Und es gibt freundliche Menschen, die mich kommen sehen und den Lift noch anhalten, damit ich mitkommen kann. Das sind manchmal die Leute, denen man das rein vom optischen Eindruck her gar nicht zutrauen würde.

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Nun bin ich seit fast fünf Stunden wach und versuche es mal mit schlafen...

Samstag, 1. Februar 2020

Ein würdiger Monatswechsel

Seit gestern bin oder werde ich krank. Heldenhaft hantiere ich mit meinem Notfallmedikament und komme so über den Tag. Der Abend ist dann schwieriger, gestern schon und heute noch. Ungewöhnlich hoch dosiert bin ich jetzt bereit für die Nachtruhe. Ähnlich wie gestern.

Fieberkontrolle kann ich nicht machen, die Batterie meines Thermometers ist empty. Schöne neue Technikwelt.

Insgesamt wohl am Dienstag ein Fall für den Doc und das große Programm. Außer es geschieht ein Wunder. Was ja auch mal ganz nett wäre. Welcome February!