Montag, 30. Dezember 2024

Kurz vor Schluss

So, der allgemeine Feiertagswahnsinn liegt nun wohl hinter jedem, ich hoffe, Ihr hattet schöne Weihnachten. Hier war es etwas anders als üblich organisiert, aber nicht minder schön.

Morgen ist schon der letzte Tag dieses Jahres, und vielleicht seid Ihr mit mir einer Meinung, nämlich dass es nun auch genug ist damit und weg kann.

Ich feiere seit Jahren kein Silvester mehr, erstens habe ich in meinem Leben alle möglichen Silvesterfeiern schon erlebt, zweitens werde ich nicht jünger und bin total zufrieden, den Abend mit meinen Büchern auf dem Sofa zu verbringen, etwas leckeres zu Essen dabei.

Kommt also gut ins neue Jahr, bleibt gesund und mir gewogen.


(Foto aufgenommen im Authentikka Hamburg-Mitte, sehr zu empfehlen!)

Samstag, 21. Dezember 2024

Gelesen: Taxi, Tod und Teufel - Fährfahrt in den Tod

Taxi, Tod und Teufel - Fährfahrt in den Tod (Mord auf Friesisch) von Lena Karmann

Kindle Ausgabe, 1 von 15

Klappentext (Amazon):
"Es ist kalt und neblig in Paalinghus, als die Taxifahrerin Sarah Teufel frühmorgens am Schiffsanleger auf die Fähre aus Baltrum wartet. Doch der Fahrgast, den sie in Empfang nehmen will, ist tot! Zunächst sieht alles nach Herzversagen aus - aber Sarahs aufmerksamem Auge entgeht nicht, dass es ein paar Ungereimtheiten gibt. Warum wären sonst sein Koffer und sein Handy verschwunden, die er beide noch hatte, als er die Fähre betrat? Mit ihrer besten Freundin Britta und ihrem Ex-Mann James macht Sarah sich auf die Suche nach dem Mörder - und gerät selbst in tödliche Gefahr!"

Das ist einer dieser "Cosy Krimis", die Amazon für den Kindle gerne mal zum Nulltarif rauswirft. Für den letzten Urlaubstag war diese Geschichte okay. Sehr leichte Lektüre, ein haarsträubender Plot mit sympathischen Figuren. Kann man lesen, muss man nicht.

Donnerstag, 5. Dezember 2024

Gelesen: Alles, was wir nicht wussten

Alles, was wir nicht wussten von Catherine Hokin (Autor), Angelika Lauriel (Übersetzer)

Kindle Ausgabe

Klappentext (Amazon):
"Als Karen Cartwright in ihr Elternhaus zurückkehrt, um ihren kranken Vater zu pflegen, geht sie mit schwerem Herzen. Das Haus trägt die schmerzhafte Erinnerung an den tragischen Tod ihrer Mutter Elizabeth und die von ihrem Vater streng gehüteten Geheimnisse darüber, wie sie zu Tode kam.
Beim Aufräumen entdeckt Karen ein altes Foto und den zerfledderten Liebesbrief eines Fremden an ihre Mutter, der nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland abgestempelt wurde.
Karen hatte ihr Leben lang Mühe, ihre schüchterne, ängstliche Mutter zu verstehen, aber jetzt wird ihr klar, dass in Elizabeth viel mehr steckte, als sie ahnte. Denn ihr Name war ursprünglich nicht Elizabeth, und ihre erschütternde Geschichte beginnt lange vor Karens Geburt.

Es ist das Jahr 1941 im von den Nazis besetzten Berlin, und eine junge Jüdin namens Liese wird gezwungen, einen gelben Stern zu tragen ..."

Ein sehr berührender Roman über das Schicksal einer jungen Frau und ihrer kleinen Tochter aus sehr guten Verhältnissen und Deportation ins KZ, das sie überleben konnte. Stück für Stück kommt Karen dem Schicksal ihrer Mutter auf die Spur, der Zerrissenheit auch zwischen zwei Männern und Heirat nach England, wo die Mutter nie glücklich werden konnte. Das und die Sprachlosigkeit ihres Vaters überschattete Karens Kindheit.

Das Buch ist sehr gut und mitfühlend geschrieben, und ich habe es gern gelesen, jedoch zu einem falschen Zeitpunkt: Augen auf bei der Auswahl der Urlaubslektüre!

Donnerstag, 28. November 2024

Gelesen: The Promise (deutsche Version)

The Promise (Clyde Barker Paranormale Geheimnisse 1) von JS Donovan
Kindle Ausgabe 1/3

Klappentext (Amazon):

"Hartwell, Georgia hat ein tödliches Geheimnis.
Clyde Barker, ein abgebrannter Pro-bono-Anwalt, erbt das Anwesen seines verstorbenen Onkels in der verschlafenen Stadt Hartwell, Georgia. Doch was als Neuanfang beginnt, wird schnell zum Albtraum, als Clyde Hinweise auf den mysteriösen Tod seines Onkels und dessen geheime Ermittlungen entdeckt. Entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, deckt Clyde nicht nur die dunklen Geheimnisse der Stadt auf, sondern stößt auch auf etwas, das tief in ihm selbst verborgen liegt. Und diese Gabe wird sein Leben für immer verändern – ob er will oder nicht."


Ich lade oft Gratis- oder Sonderangebote auf mein Kindle und nehme sie nicht wirklich ernst, ist mein Kindle doch nur meine Reserve- oder Reisebibliothek. In diesem Falle war es überraschend passend, da ich (ich hatte den Hinweis "paranormal" zu der Zeit nicht) diese Story in der Woche vor Halloween gelesen habe.

Der Roman beginnt mit einem Mord an jungen Leuten, danach gibt es einen Zeitsprung.
Wie im Klappentext erwähnt, stößt Clyde Barker auf Geheimnisse, als er den Nachlass seines Onkels sichtet - da passieren seltsame Dinge. Ein Fenster oder eine Tür stehen plötzlich offen, ein Luftzug ist da. Er sieht ein junges Mädchen mit langen Haaren und einer Verletzung, sofort verschwindet es wieder.

Clyde ermittelt, oft unterstützt von einer Polizistin, die dies gar nicht darf. Im Wald findet er in einer Falle einen Hund, der offenbar beschließt, bei ihm zu bleiben. Der Roman enthält auch Gewalt, also Schlägereien, Schießereien, denn im Laufe der Handlung stellt sich heraus, dass die prominenten Leute dieses Ortes einiges zu verbergen haben.

Gut und spannend geschrieben, ist am Ende vollkommen klar, dass es Folgebände geben muss.
Muss man nicht lesen, kann man aber. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

Freitag, 22. November 2024

RSV-Impfung

Also, diese Impfung ist seit Ende September Leistung der gesetzlichen  Krankenversicherungen. Voraussetzung ist ein entsprechendes Alter (regulär ab 75, bei Vorliegen einer entsprechenden chronischen Erkrankung aber Ü60, meine ich).

Generell kann der Impfstoff ganz normal über die Versichertenkarte geholt/abgerechnet werden. Aber noch nicht in Hamburg!

Zahlreiche Telefonate zwischen mir, der Arztpraxis, der Apotheke und der kassenärztlichen Vereinigung sowie meiner Krankenkasse ergaben am Ende, dass ich für diesen Impfstoff ein Privatrezept mit Begründung (chronische Atemwegserkrankung) benötige, den Impfstoff dann in der Apotheke verauslagen und hinterher bei der KK einreichen muss. (Was für ein Theater.)

So jetzt geschehen.

Ich habe die Impfung drin.

Belege fotografiert und über die KK-App hochgeladen.

Aber nicht jeder hat mal eben über 200 Euro in der Kaffeekasse, für diejenigen ist noch etwas Geduld angesagt.

Huhu

Bevor ich mich an Urlaubsberichte und Buchbesprechungen machen konnte, wurde ich erstmal krank. Allerdings hatte ich, wie schon im Frühjahr, das große Glück, nach einer Woche schon wieder okay zu sein. Das, obwohl ich mich wirklich elend gefühlt hatte und meine Nase Dauerlauf hatte. Ich vermute mal, das wickle ich derzeit so zügig und komplikationslos ab, weil ich den Luxus genieße, meinem Körper wirklich die dann sehr benötigte Ruhe gönnen zu können. (Im Arbeitsleben ja eher nicht möglich, sich mit einem Atemwegsinfekt tagelang ins Bett zu legen.)

Dann wurden die nachzuholenden Heizungsarbeiten ausgeführt, welche ja ausgerechnet während der einen einzigen Woche, die ich in diesem Jahr verreist war, terminiert wurden. Nun, die dauerten auch mal eben sechs Stunden. Da ich ja immer gut zwei Stunden Vorlauf brauche, bevor ich jemandem die Haustür öffnen mag, war es also ein Tag mit wieder mal sehr frühem Aufstehen - somit wankte ich den ganzen Tag übermüdet durch die Gegend.

Es folgte eine Woche mit wirklich für mich suboptimalem Wetter: Nässe/hohe Luftfeuchtigkeit plus niedriger Luftdruck haben mir schon nach wenigen Schritten komplett die Luft abgeklemmt. Zwei Termine mussten in der Zeit unbedingt sein, eine Hundertjährige wäre schnell im Vergleich zu mir gewesen. Na ja, wenn mir die Luft knapp ist, wird es auch fürs Gehirn schwierig, somit keine Buchbesprechungen oder Reiseberichte bisher. Aber es besteht Hoffnung.

Was eben dran war, bekommt einen extra Post.

So long...

Dienstag, 22. Oktober 2024

Gelesen: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück (Roman) von François Lelord

Aus dem Französischen "Le voyage d'Hector ou la recherche du bonheur"
Piper Taschenbuch
ISBN 978-3-492-24828-0

Warum dieses Buch? Von einer der Töchter aus ihrem Fundus hier angeschleppt.

Klappentext:
"Es war einmal ein junger Psychiater, der Hector hieß. Er trug eine kleine, intellektuelle Brille und verstand es, den Leuten mit nachdenklicher Miene und echtem Interesse zuzuhören. Hector war ein ziemlich guter Psychiater. Und trotzdem war er mit sich nicht zufrieden. Weil er ganz deutlich sah, dass er die Leute nicht glücklich machen konnte... Kurz entschlossen begibt sich Hector auf eine Weltreise, in der Hoffnung, das Geheimnis des Glücks zu entdecken. Und allen, denen er begegnet, stellt er dieselbe Frage, die wiederum bei Männern meist Belustigung, bei Frauen eher Tränen hervorruft: "Sind Sie glücklich?" Warum träumen wir so oft von einem glücklicheren Leben? Liegt das Glück im beruflichen Erfolg oder im privaten? Hängt es von den Umständen ab oder von unserer Sichtweise? Am Ende seiner Abenteuer hat Hector dreiundzwanzig Antworten und erkennt: nichts ist einfacher, als wahres Glück zu finden."

Eher eine kleine Geschichte als ein Roman ist es, was in einem naiv anmutenden Schreibstil daher kommt, der sich so leicht liest, dass ich das Büchlein an einem Tag durchgelesen habe.

Hector hat Freunde, die in China, Afrika und (Vermutung!) Kalifornien leben. Er besucht sie, trifft viele Menschen, die in ganz verschiedenen Lebensumständen zuhause sind und alle unterschiedlich glücklich sind. Aus jeder Episode nimmt Hector eine Erkenntnis mit, die er in seinem Büchlein notiert. Und er gewinnt einen neuen Freund, einen chinesischen Mönch hoch in den Bergen.

Nun ist dieses wirklich kein philosophisches oder gar psychologisches Buch, so manches Mal kann man leise amüsiert lächeln, aber wer mag, nimmt den einen oder anderen Merksatz gern für sich mit.

Sehr gern gelesen.

Gelesen und noch nicht alles gelesen

Irische Gruselgeschichten, diverse Bücher

Es naht Halloween, also ist Gruselliteratur dran. Da ich nächste Woche andere Lektüre haben werde, lese ich in dieser Woche jeden Tag eine irische Gruselgeschichte. Dafür habe ich einige Bücher zur Auswahl, denn was liegt näher, als Erzählungen, Sagen, Märchen aus dem Land zu lesen, das durch seine keltische Vergangenheit einen reichhaltigen Fundus bietet?

Freitag, 18. Oktober 2024

Mittwoch, 16. Oktober 2024

Alles schick

Nachdem mein Neffe, der mir zuletzt meinen Garten schön gemacht hatte, sein Glück dauerhaft im Ausland gefunden hat, war nach zweieinhalb Jahren mal wieder alles sehr verwildert, ich konnte nicht gegen das fröhliche Wachstum meiner Pflanzen ankommen. Den Urwald zu bändigen war also dringend nötig.

Nachdem ich nun einen Gärtner gefunden hatte, der gestern einen Tag lang hier gewerkelt hat, sieht alles wieder gut aus. Der Winter kann kommen - wenn man davon absieht, dass ich meine Töpfe noch neu bepflanzen sollte, was aber mindestens bis Anfang/Mitte nächsten Monats warten muss. Und im Frühjahr kann dann alles wieder munter sprießen.



Endlich fertig

Die hauptsächlichen Arbeiten in meiner Küche gingen fast wie geplant voran, Lob an meinen Hausmeister, der die Bauleitung hatte und jeden Tag einmal hier nach dem Rechten sah.

Die Restarbeiten allerdings zogen sich dann bis Ende vergangener Woche. So kann es sein, wenn man etwas Besonderes möchte, das der Fertigung und dem Transport dann Schwierigkeiten macht.

Nun ist alles schick:







Am Ende blieb mir nur noch, meine Magnetsammlung wieder anzubringen:

Donnerstag, 3. Oktober 2024

Gelesen: Alles kein Zufall

Alles kein Zufall, kurze Geschichten von Elke Heidenreich

ISBN 978-3-596-29650-7
Fischer Taschenbuch

Warum dieses Buch? Die reine Neugier.

Klappentext:
"«Die Urgroßmutter sah streng über ihre Brille und sagte: Friss Vogel, oder stirb.»

Elke Heidenreichs Liebe gilt den bunten, eigensinnigen Vögeln, die weder alles fressen wollen noch sterben. So wie sie selbst einer ist - und viele der anderen Menschen, von denen sie erzählt. Was ist dieses Leben, diese Reihe von unterschiedlichen Momenten, die manchmal wirken, als hätte irgendein Gott gewürfelt?"

Dieses Büchlein hat mir ausnehmend gut gefallen. 234 Seiten mit kleinen Episoden, manche nur wenige Zeilen lang, haben mich schmunzeln oder nachdenken lassen. Ganz nebenbei wurde bei mir die Erinnerung an meine eigenen kleinen Erlebnisse getriggert.

Ausgezeichnete Unterhaltung, ganz besonders, wenn man gerade in einer Leseflaute steckt.

Gelesen: Altern

ALTERN von Elke Heidenreich

ISBN 978-3-446-27964-3
Hanser Verlag

Warum dieses Buch? Ich mag Elke Heidenreich und war neugierig auf dieses Buch.  

Klappentext:
"Alle wollen alt werden, niemand will alt sein. Der Widerspruch ist absurd, das Leiden daran real. Wie lernen wir, so gut wie möglich damit zurecht zurechtzukommen? Geht das, alt werden und ein erfülltes Leben führen?
Elke Heidenreich hat sich mit dem Altern beschäftigt. Herausgekommen ist dabei ein Buch, wie nur sie es schreiben kann. Persönlich, ehrlich, doch nie gnadenlos, mit einem Wort: lebensklug.
Sie denkt über ihr eigenes Leben nach, und das heißt vor allem, über ihre Beziehungen zu anderen Menschen. Im Alter trägt man die Konsequenzen für alles, was man getan hat. Aber man gewinnt auch Gelassenheit und man begreift: Das meiste ist vollkommen unwichtig. Man sollte einfach atmen und dankbar sein."

Ich habe bis jetzt ungefähr die Hälfte des Buches gelesen, vielleicht quäle ich mich noch durch den Rest auf der Suche - wonach eigentlich?

Ein unendlicher Text, frei von Kapiteln oder sonstigen Gliederungen, durchsetzt mit Zitaten wohl berühmter Menschen (hier habe ich offensichtliche Bildungslücken). Ein Blick aufs Älterwerden aus einer sehr privilegierten Sicht ohne auch nur den geringsten Bezug zum Alltag "normaler" Frauen (Menschen).

Ich bin sehr enttäuscht, Geld - Fenster und so.

Gelesen: Mohnblumentod

Mohnblumentod von Lina Bengtsdotter (Thriller)

Aus dem Schwedischen "Beatrice"
Penguin/Random House
ISBN 978-3-328-10397-4

Warum dieses Buch? Es ist der nächste Band um die Ermittlerin Charlie Lager, Folgeband zu "Hagebuttenblut". Also Band 3/3.

Rückseitentext:
"Ein leerer Kinderwagen.
Ein Wettlauf gegen die Zeit.
Jede Spur eine Sackgasse.

In Karlstad wird ein neun Monate altes Baby entführt. Das reiche Elternpaar steht unter Schock, die Medien berichten sensationsheischend über die vergebliche Suche nach Beatrice. Eine Lösegeldforderung bleibt aus, vielversprechende Spuren verlaufen im Sand - doch dann erhält die brillante Stockholmer Kommissarin Charlie Lager einen Hinweis, der alles verändert: Der Fall scheint mit ihrer eigenen Familie und ihrer Vergangenheit verknüpft, die sie für immer begraben wollte. Mit jeder Stunde, die verstreicht, werden die Chancen geringer, das junge Leben zu retten. Charlie ist gezwungen, sich nicht nur um Beatrice' willen bis an ihre Grenzen zu treiben - sondern auch aus Angst um sich selbst."

Auch dieser Band beinhaltet zwei Erzählstränge, deren Verknüpfung spät erfolgt und die Geschichte auflöst.

Junge Mädchen in einer Kinderpsychatrie, die sich nachts ihre Geheimnisse anvertrauen, darunter ein Mädchen, das verzweifelt auf den Besuch seiner Mutter wartet und jedes einzelne Mal enttäuscht wird.

Die Ermittlerin Charlie Lager, wie gehabt trinkt und raucht sie zu viel, wird gemeinsam mit einem Kollegen nach Karlstad geschickt, um die lokale Polizei zu unterstützen. Und wieder holen sie die Geister ihrer Erinnerung ein, helfen am Ende aber auch, den Fall zu lösen.

Wieder sehr gern gelesen.

Schönstes Foto II

Vor ein paar Jahren in Venedig. Wir saßen an einem Kanal, vor uns ein Glas Wein. Marode Häuser, eine Brücke und eine tiefstehende Sonne, die alles in feines Licht tauchte.

Ich habe das Bild noch gesehen, dann produzierte das Smartphone einen Speicherfehler.

Das Gegenstück aus der anderen Richtung habe ich bekommen. Aber mein Foto war das schönste. Bestimmt.

Schönstes Foto I

Jahrzehnte her, mit ganz kleinen Kindern am Nordseestrand. Sieben Filme mit der einfachen Kokak-Kamera, die mit den geschlossenen Filmcassetten, verknipst. Zuhause dann die Enttäuschung: Die Batterie war leer gewesen, kein einziges Foto ist etwas geworden.

Das schönste Bild war das mit der blondgelockten Dreijährigen, die im Sand saß und im Sonnenschein selig vor sich hin schaufelte.

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Geschnippel

Ich hatte heute einen guten Tag, frage mich trotzdem gerade, wo die Zeit geblieben ist.

Na gut, ich habe lange in der Küche gestanden und gekocht. Ich habe mir ja angewöhnt, gleich mehr zu kochen als notwendig ist, und dann einiges davon einzufrieren für Tage, an denen ich gar nichts kann. Die werden kommen, irgendwann im Winter.

Und dieses ganze Gemüsegeschnippel macht ja allerhand Unordnung, die auch wieder entfernt werden möchte. So sitze ich dann hier, umgeben von stapelweise Büchern und habe bis jetzt am Ende nicht mehr gemacht als lecker gegessen.

Dienstag, 1. Oktober 2024

Wie schön, dass du geboren bist

Heute kann es regnen, stürmen oder schneien

Denn du strahlst ja selber wie der SonnenscheinHeut' ist dein Geburtstag, darum feiern wirAlle deine Freunde freuen sich mit dirAlle deine Freunde freuen sich mit dir
Wie schön, dass du geboren bistWir hätten dich sonst sehr vermisstWie schön, dass wir beisammen sindWir gratulieren dir, Geburtstagskind
Wie schön, dass du geboren bistWir hätten dich sonst sehr vermisstWie schön, dass wir beisammen sindWir gratulieren dir, Geburtstagskind
Unsere guten Wünsche haben ihren GrundBitte bleib' noch lange glücklich und gesundDich so froh zu sehen, ist, was uns gefälltTränen gibt es schon genug auf dieser WeltTränen gibt es schon genug auf dieser Welt
Wie schön, dass du geboren bistWir hätten dich sonst sehr vermisstWie schön, dass wir beisammen sindWir gratulieren dir, Geburtstagskind
Wie schön, dass du geboren bistWir hätten dich sonst sehr vermisstWie schön, dass wir beisammen sindWir gratulieren dir, Geburtstagskind
Montag, Dienstag, Mittwoch, das ist ganz egalDein Geburtstag kommt im Jahr doch nur einmalDarum lasst uns feiern, dass die Schwarte krachtHeute wird getanzt, gesungen und gelachtHeute wird getanzt, gesungen und gelacht
Wie schön, dass du geboren bistWir hätten dich sonst sehr vermisstWie schön, dass wir beisammen sindWir gratulieren dir, GeburtstagskindWir gratulieren dir, Geburtstagskind
Quelle: LyricFind
Songwriter: Rolf Zuckowski
Songtext von Wie schön, dass du geboren bist © Gema, Musik Für Dich Rolf Zuckowski OHG

Donnerstag, 1. August 2024

Gelesen: Die Löwin von Aquitanien

Die Löwin von Aquitanien  von Tanja Kinkel (Historischer Roman)

Goldmann Verlag/Random House, Taschenbuch
ISBN 978-3-442-481385

Warum dieses Buch? Seit vielen Jahren liegt es auf meinem SUB, gekauft, weil ich an ein Buch von Tanja Kinkel eine positive Erinnerung habe.

Klappentext:
"Eleonore von Aquitanien - eine der schönsten, klügsten und machthungrigsten Frauen des Mittelalters.

Leichtsinnig und romantisch, ehrgeizig und kaltblütig, Leitstern der Troubadoure, eine meisterhafte Politikerin, wenig besser als eine Dirne - all diese Eigenschaften wurden der großen Königin des 12. Jahrhunderts von der Überlieferung nachgesagt. Was davon wahr ist? Vielleicht ein wenig von allem. Aufgewachsen an einem der kultiviertesten Höfe der Zeit, fand die junge, lebenshungrige Eleonore erst als über Achtzigjährige im Kloster von Fontevrault ihren Frieden. Sie hatte zwei königliche Ehemänner und acht ihrer zehn Kinder überlebt."

Ich halte mich hier eher kurz:
Es ist die bekannte Geschichte um die Familie der Plantagenets, der endlosen Streitereien um die Gebiete Frankreichs, Intrigen, Kriege und Kreuzzüge. Ich meine, dieses alles schon in einem Roman von Rebecca Gablé gelesen zu haben. Der Unterschied ist, dass hier der Schwerpunkt auf der weiblichen Position liegt mit einer Königin, die wenig Wert auf Konventionen legt, mit Geschick und Intelligenz agiert.

Ich habe das Buch ganz gern gelesen, obwohl es so manche Länge hat.

Gelesen: Zorniges Herz

Zorniges Herz - von Linda Castillo (Thriller)

Amerikanisches Original "An Evil Heart"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-70985-4
Band fünfzehn der Serie

Warum dieses Buch? Da braucht es hier schon weiter keine Erklärung.

Klappentext:
"Ein Herz, so dunkel, dass es alles um sich herum vergiftet...
Polizeichefin Kate Burkholder steckt mitten in den Vorbereitungen für ihre Hochzeit, als sie zum Schauplatz eines ungewöhnlichen Verbrechens gerufen wird: Der junge Amische Aden Karn wurde mit einer Armbrust brutal ermordet. Die Familie des allseits beliebten jungen Mannes ist am Boden zerstört, und Kate ist fest entschlossen, den Fall zu lösen. Das Opfer war gerade in seiner Rumspringa, einer Zeit, in der junge Amische das Leben außerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft kennenlernen. Was ist während dieser Zeit geschehen, dass Aden sterben musste? Bei ihren Ermittlungen stößt Kate auf ein düsteres Geheimnis, das auch sie selbst in große Gefahr bringt."

Eine spannende Geschichte nach dem üblichen Muster der Burkholder-Geschichten:
Im Prolog wird das Verbrechen geschildert, ohne dass man weiß, um wen es geht. Dieser Mord ist ganz außergewöhnlich brutal (und hätte mir fast eine schlaflose Nacht beschert).

Die Ermittlungen von Kate und ihren Kollegen erstrecken sich auch hier auf das gesamte Umfeld des Toten, wobei der andauernde Reiz dieser Krimis auf dem Zusammenprall der amischen/englischen Kultur besteht. Mir scheint, dass die amische Gemeinde sich mit Kates Dasein als "englische" Polizeichefin inzwischen abgefunden hat, man begegnet ihr längst nicht mehr so feindselig wie in den vorhergehenden Romanen.

Wie immer gibt es gegen Ende eine Verfolgungsjagd, bei der Kate knapp dem Tod entkommt und der Täter entlarvt wird.

Nun endlich ist der Tag gekommen, an dem Kate ihren Partner heiratet, tatsächlich wird es eine halb-amische Hochzeit im Kreise ihrer Freunde und Familie im Haus ihrer Kindheit.

Ganz besonders gern gelesen.

Dienstag, 30. Juli 2024

Bahnhofsgarten

 oder wie der Sommer nach Hamburg kommt.

Hauptbahnhof, der Weg von der S-Bahn zum Hauptbahnhof Nord an der Kirchenallee. Links Sammelpunkte für allerlei Volk, die Polizeiwache, ein Schnellrestaurant und ein Zugang zur Wandelhalle.

Rechts ein Parkplatz, Taxistand, bei Bedarf Sammelpunkt für Reisende.

Auf dem Fußweg: Eilige Menschen mit Trolleys, Koffern, Rollstühlen, Sack und Pack.

Und da stehen jetzt ein paar Holzkisten mit dünnen Bäumchen. Traurig anzusehen, das.




Aber blauen Himmel, den können wir.

Samstag, 27. Juli 2024

Impressionen

Nur ein paar ansonsten unkommentierte Bilder aus den letzten Tagen:






Wichtig ist, was am Ende dabei herauskommt. Und darauf freue ich mich sehr.

Update 07.09.2024:
Längst hätte ich gerne schon mal ein, zwei Fotos von der neuen Küche gezeigt, aber es fehlt immer noch die Rückwand (statt Fliesen gewünscht) auf der rechten Seite sowie das Kürzen beider Küchentüren, die weiterhin im Flur an der Wand stehen und warten. Zwei Schränke sollen auch noch nachgeliefert werden. Der Küchenbauer hatte sich etwas vermessen gehabt. Mit Herd und Backofen habe ich mich allerdings schon gut anfreunden können.

Daumen hoch

Der junge Mann, der meine Wasserleitung hier neu verlegt hat, war lange mit Fehlersuche beschäftigt, bis sich heraus stellte, dass sein Werkzeug nicht in Ordnung war. So kam es, dass wir am Ende des Tages ein wenig plauderten.

Da er zwar fantastisch deutsch sprach, dabei aber einen Akzent hatte, fragte ich ihn, woher er sei. Aus einem fernen Land, 15jährig allein nach Deutschland gekommen und direkt in die achte Schulklasse geschickt worden. Zwangsläufig dabei die deutsche Sprache gelernt und nach dem Schulabschluss seine Ausbildung gemacht, vier Jahre für vier Fachbereiche. Sein Text auf den Arbeitsnachweisen war einwandfrei geschrieben.

Sehr fleißig und gewissenhaft, höflich und zurückhaltend. - So kann Integration auch sein!

Mittwoch, 24. Juli 2024

Gelesen: Hagebuttenblut

Hagebuttenblut von Lina Bengtsdotter (Thriller)

Aus dem Schwedischen "Francesca"
Penguin/Random House
ISBN 978-3-328-10736-1

Warum dieses Buch? Es ist der nächste Band um die Ermittlerin Charlie Lager, Folgeband zu "Löwenzahnkind". Also Band 2/3.

Rückseitentext:
"Sie ist Stockholms beste Ermittlerin.
Doch dieser Fall kann sie alles kosten.

Nie wider wollte Charlie Lager in ihren Heimatort Gullspång zurückkehren. Doch die brillante Stockholmer Ermittlerin ist gezwungen, diesen Schwur zu brechen, als sie von einem ungelösten Fall Wind bekommt. Vor dreißig Jahren verschwand die sechzehnjährige Francesca aus Gullspång und wurde nie gefunden. Das große verfallene Herrenhaus ihrer Familie steht seitdem leer. Sobald das düstere Gebäude vor Charlie aufragt, spürt sie, dass ihr dieser Fall alles abverlangen wird - denn sie erinnert sich dunkel an diesen Ort. Und Charlie ahnt, dass sie alles zu verlieren hat: Wenn sie die Wahrheit um Francescas Verschwinden ans Licht zerrt, kann sie ihr eigenes Leben für immer zerstören."

Charlie Lager, geniale Ermittlerin mit fatalem Hang zu Zigaretten und zu viel Alkohol, nimmt Urlaub und fährt in ihren Heimatort, um ihre seit Kindertagen Freundin in einer schwierigen Phase zu trösten.

Wie schon im ersten Buch, das ich unbedingt empfehle vorher gelesen zu haben, taucht Charlie in ihre Erinnerungen an eine ungewöhnliche Kindheit und eine psychisch instabile Mutter ein.

Wieder trifft sie ihren Journalistenfreund Johan und bekommt die alte Polizeiakte zu einem dreißig Jahre alten Vermisstenfall zugespielt. Das allerdings ist der örtlichen Polizei gar nicht recht, denn nun rühren Johan und Charlie die alte Geschichte auf und befragen allerlei Menschen, die Charlie aus ihrer Kindheit kennt.

Nach und nach entwirrt sich das Knäul, wobei sie und Johan in Gefahr geraten, denn es gibt einen Menschen, der das unbedingt verhindern möchte.

Ich habe dieses Buch ausgesprochen gern gelesen und freue mich auf den dritten Band.

Gelesen: Jeanne

Jeanne von Daniel Koller (Roman)

DKnarrative (Selbstverlag)
ISBN9798440963870

Warum dieses Buch? Als Reserve/Backup gekauft, sollte die Tochter eines der geschenkten Bücher zu Weihnachten bereits haben. Hatte sie nicht.

Rückseitentext:
"Die bevorstehende experimentelle Überprüfung seiner Theorie setzt den Physiker Anthony Bullock unter Druck. Zum Ausgleich will er mittags laufen gehen - doch wird die Aschenbahn hinter einem baufälligen Schulhaus bereits von einer jungen Frau benutzt.

Mit der zaghaften Annäherung der beiden grundverschiedenen Menschen beginnt eine verrückte Liebesgeschichte - mit schwerwiegenden Folgen für die Wissenschaft..."

Anthony Bullock, Professor für theoretische Physik in Las Vegas, hat eine Theorie entwickelt, der zufolge es ein bisher nicht bekanntes Elementarteilchen gibt, was er beweisen wird.

Als er beginnt, seine Laufrunden auf dem Sportplatz einer alten Schule zu drehen, macht er die Bekanntschaft von Nadine, Schauspielerin in einer erfolgreichen Fernsehserie.

Eine weitere Person ist ein in die Jahre gekommener Wissenschaftler, Cornelius Copenhagen, in Physikerkreisen eine Berühmtheit.

Während Nadine zu Filmaufnahmen verschwindet (ja, sie sind sehr verliebt und halten intensiven Kontakt), fliegt Anthony in die Schweiz, wo er am CERN, das gerade noch in seiner Winterpause ist, sein Experiment vorbereitet. Dabei hilft ihm eine Mitarbeiterin, Edith, die heimlich in ihn unglücklich verliebt ist.

So weit, so trivial.

Immer wieder folgen Abhandlungen über das CERN mit seinen Detektoren und Computern, Erklärungen aus der Teilchenphysik. Was davon wahr ist oder reine Fantasie, kann ich als Leserin nicht erkennen, spielt aber auch keine Rolle. Im Wesentlichen sollte man aber mit der Materie zurecht kommen.

Als das Experiment endlich gelaufen ist, stellt sich heraus, dass im Programmcode ein Fehler steckt und der ganze Aufwand, die Zeit und die Kosten für die Katz waren. Die Universität verliert Sponsoren und Anthony seinen Job.

Wäre da nicht Nadine, die einen Plan hat, denn ETWAS ist immerhin bei dem Experiment herausgekommen, es steckt in einem Kästchen und leuchtet so vor sich hin, ist einmalig auf der Welt.

Nadine und Anthony besuchen Cornelius Copenhagen…

Was halte ich von der Geschichte? Sie liest sich gut weg, entwickelt auch zum Ende hin eine gewisse Spannung, bleibt aber insgesamt auf einem Niveau stecken, das knapp oberhalb von Langeweile bleibt.

Das Buch hat mehr versprochen als es halten konnte, ich habe es so mittelgern gelesen.

Während hier Handwerker arbeiten

 ... und ich zum Nichtstun verdammt bin, heute auch stundenlang der Strom abgeschaltet war, konnte ich ganz wunderbar ein Buch fertig lesen und zwei Buchbesprechungen vortippen. Alles ganz entspannt.

Mittwoch, 17. Juli 2024

Viel

Mir ist gerade aufgefallen, dass hier schon wieder viel zu lange Sendepause herrscht. Mein Alltag hatte gerade viel im Angebot:

1. Küche. Nächste Woche startet die Komplettsanierung. Ich hatte viel damit zu tun, alles auszuräumen.

2. Papierkram. Bergeweise erledigt. Nächstes Projekt: Steuererklärung.

3. Augen. Nach eineinhalb Jahren (so lange sind OP und Brille her) hat sich meine Sehkraft weiter verschlechtert. Ein Monatseinkommen in neue Brillengläser investiert.

4. Gartenarbeit. Versucht, aber unschaffbar, der Urwald greift um sich, ich brauche einen Gärtner.

5. Lesen. Ich hänge fest in einem italienischen Krimi. Fremdsprachliches braucht immer länger. Dafür aber einige Hefte "Crime" nachgeholt. Zusätzlich einen Roman begonnen, der mich aber auch irgendwie nicht abholt.

6. Gesundheit. Immer wieder sehr schwüles Wetter. Dann geht bei mir gar nichts mehr. Wirklich nichts.

Demnächst wieder mehr hier.

Dienstag, 28. Mai 2024

Gelesen: Der Donnerstagsmordclub

Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman (Roman)

aus dem Englischen unter dem Titel "The Thursday Murder Club"
ISBN 978-3-472-36014-9
Broschiert (oder ein sehr dickes Taschenbuch), List/Ullstein

Warum dieses Buch? Ausgeliehen/empfohlen von meiner Tochter.

Klappentext/Rückseite:
"So eine luxuriöse Seniorenresidenz, möchte man meinen, sei ein friedlicher Ort. Das dachte auch die fast achtzigjährige Joyce, als sie in Coopers Chase einzog. Bis sie Elizabeth, Ron und Ibrahim kennenlernt, sie früher Geheimagentin, die beiden anderen Gewerkschaftsführer und Psychiater. Sie wird Teil ihres Clubs, der sich immer donnerstags trifft, um ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Ein Mord vor ihrer Haustür ist für die vier Senioren da natürlich ein gefundenes Fressen. Sie mögen nicht mehr die Jüngsten sein, aber an Scharfsinn und Witz leiden sie nun wahrlich keinen Mangel. Da staunt selbst die Polizei."

Die muntere Seniorenclique lebt mit vielen anderen Bewohnern in einer Residenz, und jeden Donnerstag haben sie ein Zeitfenster, in dem gerade keine andere Interessengemeinschaft im Aufenthaltsraum tagt, in dem sie sich üblicherweise mit alten ungeklärten Mordfällen befassen. Aufklärung von cold Cases just for Fun also.

Nun hat gerade der Eigentümer der Residenz bei einer Versammlung verkündet, dass er einen Investor gefunden habe, der einen weiteren Trakt zu errichten gedenke, wofür allerdings der nahegelegene Friedhof verlegt bzw. eingeebnet werden müsse. Dieses ruft die Rentner auf den Plan, die es als angenehme Vormittagsbeschäftigung empfinden, sich endlich einmal wieder herrlich aufregen zu können.

Noch jemand fühlt sich aufgescheucht, der Pater, der gar keiner ist. Und was ist mit dem Bewohner, der jeden Tag auf der Bank am Friedhof sitzt? Was treibt sie um, dass der Friedhof genau so erhalten bleiben soll?

Nun wird der modernisierungswillige Investor aber kurz nach seiner Heimkehr in sein hypermodernes Haus umgebracht. Womit dann die Geschichte ihren Lauf nimmt.

Der Donnerstagsmordclub freundet sich mit der jungen Polizistin Donna an, die eigentlich nicht zum Ermittlerteam gehört, aber man bedenke, wir haben es bei Elizabeth mit einer ehemaligen Geheimdienstlerin zu tun!

Die Ermittlungen ziehen Kreise, was zum Beispiel ist mit dem Hans Dampf-in-allen-Gassen-Handwerker Bogdan? Ob er der Mörder ist? Welche Spuren gehen bis in die Türkei oder Griechenland?

Die Geschichte wird immer verwickelter, aber wir haben ja Joyce, die Tagebuch führt und uns mit Erklärungen versorgt.

Ein Wälzer von 500 Seiten, den ich mit Vergnügen gelesen habe! Ungenauigkeiten meiner Wiedergabe bitte ich zu entschuldigen, es ist eine wirklich verzwickte Geschichte.

Donnerstag, 9. Mai 2024

Gelesen: Bretonisches Gold

Bretonisches Gold - Kommissar Dupins dritter Fall von Jean-Luc Bannalec (Krimi)

ISBN 978-3-462-04840-7

Kiepenheuer & Witsch, Taschenbuch

Warum dieses Buch? Ich mag Reihen. Dieses ist einfach der nächste Band

Klappentext:
"Bretonisches Salz und perfide Machenschaften
In den spektakulären Salzgärten auf der Guérande-Halbinsel geht gerade die Sonne unter. Der Veilchenduft des Fleur de Sel liegt in der Luft, von dem die alten Salzbauern erzählen, er erzeuge bisweilen Wahnvorstellungen. So kommt es Kommissar Dupin tatsächlich vor, als aus heiterem Himmel auf ihn geschossen wird. Dabei wollte er sich in den Salinen nur nach ein paar mysteriösen Fässern umsehen, auf die ihn Lilou Breval, eine befreundete Journalistin, hingewiesen hat. Doch dann verschwindet Lilou spurlos. Zwischen dem malerischen Golfe du Morbihan und dem atemberaubenden Land des Salzes begibt sich Kommissar Dupin in eine aufreibende Ermittlung, die seine bislang persönlichste wird. Er stößt dabei nicht nur auf die energische Kommissarin Rose, sondern vor allem auf falsche Alibis, gewaltige Interessenkonflikte, dramatische Zerwürfnisse - und immer wieder auf urbretonische Geschichten."

Das Buch hat hier jetzt eine Weile gelegen, weil ich schlicht keine Lust auf eine Besprechung hatte. Der Plot ist vom Klappentext gut erzählt, die Geschichte gewohnt verworren. Wieder sind mir zu viele Personen begegnet, deren Namen ich schnell vergesse und immer wieder überlegen muss, wer nun wer ist. Lustig ist die ungewollte Zusammenarbeit mit der eigentlich für diesen Distrikt zuständigen Kommissarin, die Dupins Mitarbeiter gut im Griff hat. Die Auflösung ist zwar wie üblich etwas überraschend, für mich aber nach wie vor zu verwirrend, die letzten Seiten habe ich nicht mehr lesen mögen.


Gelesen: Lessons in Chemistry

Lessons in Chemistry - von Bonnie Garmus (Roman)

Transworld Publishers/Random House London, Taschenbuch
ISBN 978-1-8049-9092-6

Warum dieses Buch? Von meiner Tochter ausgeliehen.

Klappentext:
"Chemist Elizabeth Zott is not your average woman. In fact, Elizabeth Zott would be the first to point out that there is no such a thing.

But it's the early 1960s and her all-male team at Hastings Research Institute take a very unscientific view of equality. Forced to resign, she reluctantly signs on as the host of a cooking show, Supper at Six. But her revolutionary approach to cooking, fuelled by scientific and rational commentary, grabs the attention of a nation. And soon a legion of overlooked housewives find themselves daring to change the status quo. One molecule at a time."

Schwierig, etwas über die Geschichte zu schreiben, ohne zu spoilern.
Ein roter Faden ist das Leben von Elizabeth: Arbeit, Partnerschaft ohne Trauschein, Verlust des Partners, die Tochter, der Hund (spielt eine nicht unerhebliche Rolle), später dann die Nachbarin und noch einige mehr. Die Arbeit, Entlassung, Umbau ihrer Küche zum Labor. In erster Linie ist sie Chemikerin, Wissenschaftlerin. Die TV-Show ist vordergründig eine Kochsendung.

Der zweite, viel wichtigere rote Faden ist die Art, wie Elizabeth Zott allen Ungerechtigkeiten der Gesellschaft die Stirn bietet, und davon gibt es in den 1960er Jahren viele! Mit dem analytischen Verstand der Wissenschaftlerin beurteilt sie Situationen und argumentiert entsprechend, stößt damit zunächst auf Unverständnis und Ablehnung.

Wer die 60er Jahre nicht ansatzweise erlebt hat, wird oft kopfschüttelnd davor sitzen und sein Hauptaugenmerk auf den Humor legen, der das Ganze zu einer wirklich unterhaltsamen Lektüre macht.

Sehr gern gelesen, obwohl ich für fremdsprachliche Bücher gut die doppelte Zeit brauche. Geschrieben aber in einem sehr kultivierten und angenehmen Englisch.

Dienstag, 27. Februar 2024

Gelesen: Saat der Sünde

Saat der Sünde - von Linda Castillo (Thriller)

Amerikanisches Original "The Hidden One"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-70610-5
Band dreizehn der Serie

Warum dieses Buch? Da braucht es hier schon weiter keine Erklärung, etwas mit Kate Burkholder zu lesen ist wie nach Hause kommen.

Klappentext:
"Der Tag des Gerichts ist gekommen
Auf einem Feld werden die Überreste des vor achtzehn Jahren verschwundenen Amisch-Bischofs Ananias Stoltzfus gefunden. Neben ihm John Bowmans Waffe, mit der der umstrittene Geistliche gerichtet wurde. Die Polizei in Belleville betrachtet den Fall als geklärt, aber die Ältesten der amischen Gemeinde können nicht an Jonas' Schuld glauben. Sie bitten Polizeichefin Kate Burkholder um Hilfe. Diese kennt Jonas von früher, und der Fall weckt lange begrabene Erinnerungen in ihr. Die beiden verbindet eine persönliche Vergangenheit. Ist Jonas wirklich der rachsüchtige Mörder, für den er gehalten wird? Kate ist die einzige, die den Mann noch vor der Todesstrafe bewahren kann."

Ein Krimi nach bewährtem Muster:
Im Prolog wird die Tat beschrieben, jedoch ohne dass die Leserin mitbekommt, wer Täter oder Opfer sein könnten.
Jahrzehnte später werden die Knochen gefunden, dazu die Tatwaffe, aber die Gemeindeältesten bitten Kate um Hilfe. Kate, Chief of Police in Painters Mill, hat im Bezirk Belleville keinerlei Machtbefugnisse, jedoch ist sie dem Angeklagten seit ihrer Jugend verbunden.
Nach und nach wird auch hier ein Stück von Kates Geschichte aus dem Umfeld der Amischen erzählt. Sie ist hartnäckig, wirbelt viel Staub auf mit ihren Nachforschungen und begibt sich wie immer auch in große Gefahr.

Auch wenn dieser Plot die altbekannte Linie verfolgt, liest sich die Geschichte dennoch spannend und sehr flüssig. In ihrer Beziehung zu Tomasetti, auch das Privatleben von Kate erfährt von einem Band zum nächsten eine Entwicklung, gibt es Neues.


Wie immer sehr gern gelesen, ich freue mich schon auf den nächsten Band, der im Sommer erscheinen wird.

Abgebrochen: Empfindliche Wahrheit

Empfindliche Wahrheit von John le Carré (Thriller)

Aus dem Englischen "A Delicate Truth"
Ullstein Taschenbuch
ISBN 978-3-548-28685-3

Warum dieses Buch? Ich hatte mich auf einen spannenden Spionageroman gefreut, lag irgendwann mal auf dem Tisch mit Mängelexemplaren.

Klappentext/Rückseite:
"In der britischen Kolonie Gibraltar findet eine streng geheime Anti-Terror-Operation statt: Ein islamistischer Waffenkäufer soll entführt werden. Die Drahtzieher: Fergus Quinn, ein hochrangiges Regierungsmitglied, und Jay Crispin, Chef einer internationalen Sicherheitsfirma.
Toby Bell, ein Mitarbeiter Quinns, stolpert über die geheime Aktion. Irgendetwas ist an der Sache faul und soll vertuscht werden. Seine Nachforschungen bringen ihn in eine gefährliche Lage. Toby muss sich zwischen seinem Gewissen und der Verpflichtung gegenüber dem britischen Geheimdienst entscheiden."

Hier habe ich schon nach 60 Seiten aufgegeben. Es ist mir alles zu verworren, gleichzeitig langweile ich mich. Nicht der erste Abbruch eines Buches von diesem Autor.

Merken: auch von John le Carré keine Bücher mehr kaufen!

Kontrolltermin - just for the records

Aktennotiz gegen das Vergessen 😀

Nachdem ich zehn Tage böse krank war und glücklicherweise komplett ohne Komplikationen (Weltwunder, seit Jahrzehnten nicht gehabt) durch den Infekt gekommen bin, hatte ich gestern meinen geplanten Dreimonatskontrolltermin mit Arztgespräch.

1. Prolastin/Respreeza: Meinem Doc war der Unterschied gar nicht so geläufig, weil er "schon immer" Prolastin verordnet hat. Nun, Respreeza ist ein paar Jahre später auf den Markt gekommen... Ich hatte eine Kopie aus meinem "schlauen Buch" dabei, woraus die Unterschiede hervorgehen. Durfte er behalten, vielleicht kauft er sich ja das Buch? Kommentar: "Auch Ärzte lernen immer noch dazu."

2. Impfungen: 

a) Die STIKO empfiehlt (mein Stand 2023) ja, die Pneumokokkenimpfung nach fünf Jahren zu wiederholen. Letztes Jahr wollte er sie mir nicht geben mit Hinweis auf neue Erkenntnisse. Also, es gibt einen neuen Impfstoff, der jetzt empfohlen wird, den bekomme ich nächste Woche.

b) RSV - Man hat festgestellt, dass es verhältnismäßig viele Krankenhauseinweisungen von Erwachsenen gibt, bisher ging man ja davon aus, dass Erwachsene die Infektion als Kind unbemerkt durchgemacht haben (nur Babys galten als gefährdet), nun gibt es auch dagegen für Erwachsene einen Impfstoff. ABER der kostet knappe 250 Euro, da empfiehlt es sich zu warten, bis die KK die Kosten übernehmen.

Alles in allem ein sehr gutes und konstruktives Gespräch.

Samstag, 10. Februar 2024

Gelesen: Die Mitternachtsbibliothek

Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig (Roman)

aus dem Englischen unter dem Titel "The Midnight Library"
ISBN 978-3-426-30825-7
Taschenbuch, Droemer/Knaur Verlag

Warum dieses Buch? Ich war schon lange neugierig darauf gewesen.

Klappentext/Rückseite:
"Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gefüllt mit all den Leben, die du hättest führen können.
Alles, was du jemals bereut hast, könntest du ungeschehen machen.
Genau dort findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort zwischen Raum und Zeit, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, hat sie plötzlich die Möglichkeit, all das zu ändern, was sie aus der Bahn geworfen hat.
Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?"

Nora verliert ihren Job, ist mit ihrer Miete im Rückstand, und nun ist auch noch ihr Kater gestorben. Sie hat das Gefühl, in ihrem Leben nur falsche Entscheidungen getroffen und alle Menschen enttäuscht zu haben: Ihren Vater, weil sie auf dem Weg zu Olympia ihre Schwimmkarriere aufgegeben hat; ihren Verlobten, weil sein Zukunftstraum von einem Pub auf dem Lande nicht ihrer war, und noch viel mehr.

Sie bedauert und verzweifelt, nimmt Tabletten. Und findet sich wieder in einer seltsamen Bibliothek mit sich bewegenden Bücherregalen und ihrer ehemaligen Schulbibliothekarin Mrs. Elm, der einzigen Person, die in einer sehr traurigen Zeit für sie da gewesen war. Mit Mrs. Elm hat Nora immer wieder interessante Gespräche, zunächst erklärt ihr Mrs. Elm aber die Bibliothek: Jedes Buch ist eines der ungelebten Leben von Nora, ein Leben, das von einer einzigen getroffenen Entscheidung aus sich hätte entwickeln können. Und jedes Buch gibt ihr die Möglichkeit, in dieses Leben jetzt sofort einzutauchen.

Nora probiert viele Leben aus, die Abschnitte werden lebhaft erzählt, auch diese Leben sind voller Höhen und Tiefen. Nachdem sich Nora eingewöhnt hat, stellt sie fest, dass dieses jeweilige Leben nicht richtig für sie ist und kommt augenblicklich zurück in die Bibliothek zu Mrs. Elm, wo die Uhren immer noch exakt Mitternacht anzeigen. Es gibt ein "Buch des Bedauerns" von Noras Leben, das Kapitel um Kapitel dünner wird, denn nach jedem anderen Leben gibt es weniger zu bedauern.

Das alles ist gut und spannend geschildert, ein bisschen überfordert war ich vom Prinzip der Quantenphysik ("Schrödingers Katze"), gelegentlich auch von den reichlichen Philosophiezitaten (Nora war in ihrem Ursprungsleben eine studierte Philosophin). 

Ein Kapitel, in dem viele Leben einer Aufzählung gleich genannt werden, fand ich überflüssig, obwohl dies wohl zeigen sollte, dass Nora viele Leben mehr als nur die ausführlich geschilderten gelebt hat - bzw. Zeitabschnitte davon.

Ende gut, alles gut, in buchstäblich letzter Minute gelingt ihr die Rückkehr in ihr Leben inklusive Krankenhausaufenthalt und Treffen mit Menschen, die in manchen der ausprobierten Leben bereits verstorben waren. - Ihre Probleme sind geblieben, aber die Sicht auf die Menschen und Dinge sowie den Sinn des Lebens haben sich geändert.


Mich hat das Buch phasenweise sehr nachdenklich gemacht, und ich habe zwischendurch mein eigenes Leben reflektiert - da komme ich ganz gut bei weg.

Eine erstaunliche und sehr gut lesbare Lektüre, die mir viel Freude bereitet hat.

Montag, 5. Februar 2024

Gelesen: Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

Die Henkerstochter und der schwarze Mönch von Oliver Pötzsch (Historischer Roman)

ISBN 978-3-548-61103-7
List/Ullstein Taschenbuch

Teil 2/6 (inzwischen weiß ich, dass es noch mehr Bände gibt, ich lass es mal mit sechs hier laufen)

Warum dieses Buch? Der nächste Band eben.

Klappentext:
"Schongau 1660: Der Pfarrer der Lorenzkirche wurde vergiftet. Mit letzter Kraft konnte er noch ein Zeichen geben, das zu einem uralten Templergrab in der Krypta führt. Der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon suchen den legendären Schatz der Templer - und dabei sind sie nicht allein. Denn nicht nur eine Räuberbande, auch ein unheimlicher schwarzer Mönch hat schon längst die Verfolgung aufgenommen."

Ein sehr komplexer und vielschichtiger Historienkrimi, bei dem man gut aufpassen muss, nicht den Faden zu verlieren. Es geht um einen sagenumwobenen Templerschatz, der nur mit der Lösung von jahrhundertealten Rätseln ausfindig gemacht werden kann, wobei eines zum nächsten führt.

Auf mehreren Handlungsebenen widerfahren dem Henker, seiner Tochter und Simon, diesem in Begleitung einer scheinbar vornehmen Händlerin, allerlei teils lebensgefährliche Abenteuer nach Mittelalterart. Also inklusive Kampf mit einer Räuberbande, Festnahme, Hinrichtung. Jagd auf Magdalena nebst Unschädlichmachung eines frömmelnden Mönchs, Einbruch in eine Klosterkirche mit Reliquienentweihung und einem wortwörtlich feurigen Ende sowie der zufälligen und einmaligen Erfindung von Penicillin.


Im umfangreichen Nachwort erzählt der Autor, Nachkomme der Familie Kuisl, von seinen Unterhaltungen mit seiner Großmutter und vielerlei Verwandtschaft. Außerdem beschreibt er die bayrische Gegend dieser Handlung so genau, dass man ihn gut und gern auf einer Wanderung dort begleiten könnte.

Montag, 29. Januar 2024

Alpha1 - Dosisreduzierung und/oder Produktwechsel

Seit dreizehn Jahren bekomme ich die wöchentliche Infusion mit Prolastin (pdf). Sehr seltene unerwünschte Wirkungen kamen vor (Hautausschlag, Fieber, Müdigkeit), gerade aber die Müdigkeit wurde in den letzten Wochen immer stärker. Wortwörtlich konnte ich die Uhr danach stellen. Nun kam auch noch Schüttelfrost dazu, hoher Puls und Muskelschmerzen, zwei Tage lang starkes Krankheitsgefühl. Sind zwei Tage weniger Lebensqualität - jede Woche.

Da ich in diesen dreizehn Jahren aber etwa 25 kg Körpergewicht verloren habe und das Medikament für die Substitution nach kg Körpergewicht berechnet wird, war mein Vorschlag, von 5 g Produkt die Dosis auf 4 g = 4 kleine Flaschen Infusionslösung zu reduzieren.

Diesem Vorschlag ist mein Doc gefolgt. Außerdem gab es heute eine Blutentnahme zur Bestimmung des Eiweißspiegels. Zur Überprüfung der gewünschten Menge ist es üblich, das Restvorkommen an Tag sieben unmittelbar vor der nächsten Infusion zu bestimmen.

("Soweit nicht anders verordnet, reicht in den meisten Fällen eine einmalige wöchentliche Dosis von 60 mg Wirkstoff/kg Körpergewicht (entsprechend 180 ml gebrauchsfertige Infusionslösung mit 25 mg/ml Alpha-1-Proteinaseinhibitor (human) bei einem 75 kg schweren Patienten) als Kurzinfusion aus, um den Alpha-1-Proteinaseinhibitor-Serumspiegel ständig über 80 mg/dl zu halten, was einem Lungenspiegel von 1.3 μM entspricht. Diese Spiegel im Serum und der Flüssigkeit des Lungenepithels gelten theoretisch als Schutz gegen eine weitere Verschlechterung des Lungenemphysems." Gemäß Beipackzettel Prolastin.)

Nächste Woche dann die Gegenprobe nach den heutigen vier Flaschen.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, künftig das Produkt eines anderen Herstellers zu verwenden. Respreeza (pdf), dieses Produkt unterscheidet sich fast gar nicht vom bisherigen, jedoch werden im Herstellungsprozess ein paar unnötige Eiweißstoffe mehr ausgefiltert.

Auf jeden Fall wartet man auf meine Rückmeldung spätestens am Donnerstag.

Update 05.02.2024
Letzte Woche habe ich die 4 g Prolastin sehr gut vertragen. Der gemessene Spiegel aus dem Rest der Vorwoche liegt mit 90 mg/dl an der Untergrenze des Alpha-Spiegels einer gesunden Person.

Heute dann die erste Infusion mit 4 g Respreeza. Das Produkt scheint etwas dünnflüssiger zu sein als Prolastin, denn trotz nur moderater Einstellung des Ventils war ich nach zehn Minuten schon fertig! Nochmal Blutabnahme zur Messung des Spiegels von 4 g in der letzten Woche.

Dienstag, 16. Januar 2024

Gelesen: Löwenzahnkind

Löwenzahnkind von Lina Bengtsdotter (Thriller)

aus dem Schwedischen unter dem Titel "Annabelle"
ISBN 978-3-328-20597-8

Penguin/Verlagsgruppe Random House

Warum dieses Buch? Ich bekam es als Weihnachtsgeschenk.

Klappentext/Rückseite:
"Gullspång, eine Kleinstadt in Westschweden.
Als in einer heißen Sommernacht die siebzehnjährige Annabelle spurlos verschwindet, ist schnell klar, dass Verstärkung angefordert werden muss. Mit Charlie Lager schickt die Stockholmer Polizei ihre fähigste Ermittlerin - doch was die Kollegen nicht wissen dürfen: Die brillante Kommissarin ist selbst in Gullspång aufgewachsen. Und je tiefer Charlie nach der Wahrheit hinter Annabelles Verschwinden gräbt, desto mehr droht das Netz aus Lügen zu reißen, das sie um ihre eigene dunkle Vergangenheit gesponnen hat. Doch die Zeit drängt - sie muss Annabelle finden, bevor es für sie beide zu spät ist."

Eine langweilige Kleinstadt, die nahe Papierfabrik ist der hauptsächliche Arbeitgeber. Die Jugendlichen, viele aus prekären Verhältnissen, haben den leerstehenden alten Dorfladen zu ihrem allabendlichen Treffpunkt gemacht. Alkohol- und Drogenkonsum, früher Sex, spielen eine Hauptrolle, Musik hämmert durchs mehrstöckige Haus.

Annabelle, Tochter einer psychisch schwer gestörten Frau und eines sehr bemühten Vaters, verschwindet. Alle sind erschüttert, stellen Suchmannschaften auf. Aus Stockholm kommen zur Unterstützung der lokalen Polizei Charlie und ihr Kollege Anders.

Gegen ihren Willen wird Charlie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie hatte bei ihrer alkoholkranken Mutter im Ort gelebt, bis sie 14 jährig nach Stockholm kam, wo sie seither lebt. Das ist dreißig Jahre her. Sie kennt sich aus, findet Kontakt zu den Jugendlichen und entwirrt nach und nach ein Knäul des Beziehungsgeflechtes.

So weit der Haupterzählstrang. In einem zweiten Strang geht es um eine Mädchenfreundschaft, die lange her ist. Ein dritter Strang erzählt die Geschichte aus Annabelles Perspektive.

Im Laufe der Ermittlungen wird Charlie suspendiert, ist es bis zum Schluss des Krimis, und das macht mich natürlich neugierig auf den Folgeband. Ich möchte gern wissen, wie es mir der Protagonistin weitergeht, also werde ich mir irgendwann ein weiteres Buch zulegen müssen.

Dieses scheint der Auftakt zu einer Serie zu sein.

Der Titel "Löwenzahnkind" bezieht sich direkt auf Charlie Langer, ich zitiere aus dem Buch: "Eine echte Erfolgsgeschichte, hatte es eine Mitarbeiterin des Jugendamtes in Gullspång formuliert, als sie sich einmal zufällig auf der Drottningsgatan getroffen hatten. Ein Löwenzahnkind, das es allen Widrigkeiten zum Trotz zu etwas gebracht hatte.

Sehr spannend geschrieben und gut zu lesen.

Dienstag, 9. Januar 2024

Die "immersive" Ausstellung Tutanchamun

Wir haben die Ausstellung zu siebt besucht, es war noch mein Geburtstagsgeschenk von der Familie. Damit die Jungs ein wenig verstehen konnten, was wir uns anschauten, hatte meine Tochter an den Tagen zuvor einige passende Terra X-Dokus mit ihnen angeschaut.

Wir waren pünktlich zu unserem gebuchten Zeitfenster vor Ort. Im Eingangsbereich konnte, wer wollte, seine Jacke aufhängen. Ein paar Schritte weiter gab es Infotafeln über das alte Ägypten zu sehen bzw. zu lesen.



So weit also nichts Neues. In zwei oder drei Schaukästen gab es ein paar lieblos zusammengewürfelte Repliken.


Nun ging es in einen anderen Raum. Auf jedem Stuhl gab es eine VR-Brille und Kopfhörer. Hui, da ging die Post ab! Ich erlebte eine gedachte mythologische Reise des verstorbenen Pharao, eigentlich gut gemacht (für mich, ich mag ja auch 3D-Kino), aber viel zu schnell und viel zu laut. Von der Unterwelt bis in den Himmel zum Adler. Für mich kaum zu ertragen, mir wurde zwischendurch übel und  schwindlig. Hinterher begrüßt von Tochter und Kindern mit: "Du hast das tatsächlich durchgehalten?" Sie hatten nämlich abgebrochen. Angeblich dauert dieser Film 6 Minuten - ich habe nicht auf die Uhr gesehen.

Fast hätte ich es vergessen: Es gab eine Fotobox, in der man "ägyptisierte" Portraits von sich machen lassen konnte. Per QR-Code aufs Handy zu laden oder von einem Bildschirm abzufotografieren. Zumindest für ein paar Lacher gut.



Letzte Station dann der große Saal mit den Sitzklötzen fürs Publikum. Ich habe bewusst nach oben fotografiert, um nicht nur fremde Leute auf meinen Aufnahmen zu haben. Hier hätte es nun ganz wunderbar sein können, ich mag Multimedia (und war ja von der Monet-Geschichte restlos begeistert gewesen), leider aber wurden unterschiedliche Sequenzen hintereinander abgespielt, ohne ein großes Ganzes zu werden und ohne ausreichende Erklärungen. Stückwerk, leider.


Viel Mythologie, zwischendurch alte Zeitungsausschnitte der seinerzeitig sensationellen Entdeckung des Grabes durch Howard Carter - auch ohne weitere Erklärungen, jeweils eine Zeile deutscher Text lief ganz oben drüber.

(Ich habe viele Videos gemacht, aber google als Hoster für Blog und Fotos weigert sich, mir diese zum Einbinden anzuzeigen.)

Über den Fußboden liefen auch bewegte Bilder, oft kleinteilig, was mir zwischendurch auch Schwindelgefühle machte. Lustig, als es Eidechsen und Skarabäen waren - als würden hier Tiere laufen.

Meiner Meinung nach war diese Lichtshow ein lieblos zusammengestückeltes Machwerk. Der Veranstalter hat ganz offenbar für sich eine Gelddruckmaschine erfunden ohne adäquate Leistung zu bringen. Schade!

Angekündigt in den Medien ist, dass in den nächsten Tagen "eine echte ägyptische Mumie" die Ausstellung ergänzen soll. Das empfinde ich persönlich nun nicht unbedingt als Mehrwert - alles schon mal gesehen.

Dieses ist der Link zum kompletten Album inklusive der Videos.

Wir haben unseren Tag dann mit einem leckeren gemeinsamen Essen im Restaurant nebenan beschlossen - das war auf jeden Fall sein Geld wert. 😄😄