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Samstag, 26. Dezember 2020

Regalati tempo

 

Regalati tempo
per prenderti cura di te
per fare le cose che ami
per stare con le persone che ami.
Regalati tempo
per stare da sola ad ascoltare il silenzio
per godere della bellezza della natura
per perderti nei paesaggi della tua anima.
Regalati tempo per giocare,
tempo per amare,
tempo per sognare,
tempo per vivere.
E non dimenticare mai che
non c'è persona più ricca di chi ha tempo.
 
( Antonio Curnetta )

Donnerstag, 11. Juni 2020

Italienische Filme

Vermutlich zufällig spülte mir Facebook die Seite mit einer Veranstaltung in die Timeline:

Das Italienische Kulturinstitut Berlin in Zusammenarbeit mit dem in Hamburg zeigt online Filme als Streaming. 140 Kinoplätze werden angeboten, es zählt die Reihenfolge der Registrierung.

Das Ganze ist eine Aktion im Rahmen des Corona-Kinoverbots. (Also wird diese Möglichkeit leider enden, sobald Kinos wieder geöffnet werden dürfen.)

Zweimal habe ich schon mitgemacht, die nächste Anmeldung für kommenden Montag läuft.

Leider erkennt mein Laptop meine Bluetooth-InEar-Kopfhörer nicht, so war ich zunächst angewiesen auf den integrierten Lautsprecher. Der leider nicht laut genug war, damit ich das Italienische einwandfrei hören (und eventuell verstehen) konnte. Viel zu sehr hatte ich mich auf die englischen Untertitel verlassen müssen.

Gestern aber war ich schlau 😉: Ich hatte ja irgendwo noch jahrealte aber nie benutzte (also praktisch neuwertige) Kopfhörer liegen... entstaubt und angeschlossen... Was soll ich sagen?!? Ich hatte Kino-Ton auf den Ohren! Damit habe ich sehr viel mehr verstehen können. Für eine, die sich jetzt in mühseliger Heimarbeit durch die Sprache arbeitet, ging es ziemlich gut.

(Ja, ich habe das aktive Lernen wieder aufgenommen, der Kopf möchte ja schließlich gelegentlich Input haben.)

Eigentlich sehr schade, dass diese Aktion irgendwann wieder eingestellt werden wird!

Sonntag, 7. Juni 2020

Vierundachtzig

Es waren wohl vor allem die Bilder aus Norditalien, Bilder überfüllter Krankenhäuser und von Militärtransporten mit Särgen, die uns die Gefahr von "Corona" vor Augen führten. Das war Europa, nicht das ferne China...

Am 14. und 15. März häuften sich on- und offline die Berichte, Bilder, Töne von Italienern, die - ganz frisch in häuslicher Quarantäne - auf ihren Balkonen sangen.

Am 16. März begann ich, auf Facebook jeden Tag ein italienisches Lied einzustellen, den Anfang hatte Angelo Branduardi gemacht. Ich bin immer noch dabei, im In- und Ausland darf man sich wieder fast unbegrenzt in der Öffentlichkeit bewegen, die Infektionszahlen sind gesunken (Hamburg hat sogar immer wieder einzelne Tage ohne Neuinfektionen gemeldet). Und von mir gibt es weiterhin jeden Nachmittag ein italienisches Lied.

84 Songs bis heute.

Samstag, 25. Januar 2020

Lehrbuch

Bei der Bestellung des Buches für den gebuchten Kurs habe ich mich sehr über den Preis gewundert und überlegt, wie es eigentlich für den Kurs eins, zwei ff gewesen war. Das ist tatsächlich über zehn (!) Jahre her. Ist es normal, dass sich der Preis innerhalb einer Dekade praktisch verdoppelt?

Buch ist bestellt, der Kurs soll Lektion 4 - 6 umfassen, so kann ich mir 1 - 3 hier mal zu Gemüte führen. Und wenn der Kurs dann mangels Teilnehmern doch nicht stattfinden sollte... mache ich mir genau erst dann Gedanken darüber.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Auf ein Neues

Sprachkurs gebucht an der VHS. Ist zwar erst ab Mitte März, aber immerhin.

Sonntag, 15. Mai 2016

Grüße aus Verona

Hallo, viele Grüße aus Verona.

Jetzt scheint die Sonne, aber innerhalb von 22 Stunden habe ich schon zwei sehr heftige Unwetter/Gewitter erlebt.

Gestern bei der Taxifahrt vom Flughafen, da hätte die Taxifahrerin wohl gerne Schwimmflossen unter den Reifen gehabt. Die Straßen wurden zu reißenden Flüssen... Hagel donnerte aufs Blech... und in den Nebenstraßen lag er so dick, das es aussah als hätte es geschneit!

Heute Vormittag war alles ganz harmlos (wie jetzt, strahlender Sonnenschein), um dann zwei Stunden später zu einem heftigen Gewitter zu werden. Ich suchte mir einen Platz unter einem Restaurantschirm, nach kurzer Zeit schwamm der Weg (ich musste auf meine Papier(!)tüte mit gerade gekauften Büchern aufpassen) und in den Aperol tropfte der Regen durch ein Loch im Schirm...

Was ich aber eigentlich erzählen wollte ist das, was mich (immer noch) wundert: Ich betrete italienischen Boden und spreche ohne Nachzudenken Italienisch! (Weder besonders komplizierte Dinge noch grammatikalische Spezialitäten, dafür aber spontan.)

Taxifahrer gestern und heute... Bücherkauf, wichtig: Unmut äußern und mich durchsetzen!!! Im Restaurant, weil man mich einfach vergessen hatte... ich kann das! Und am Taxistand an der "Piazza Bra", als andere sich vordrängeln wollten (und ich war wirklich fix und fertig)... Hier in der Unterkunft (dazu später mehr) mich verlaufen (meine Spezialität) und einen älteren Herrn gefragt... Alles, alles funktioniert sprachlich gut. Ich freu mich.

Ach, hm, hat vielleicht mit der regionalen sprachlichen Färbung zu tun? Es scheint hier ähnlich dem Italienischen in Florenz, aber doch noch etwas weicher zu klingen. Römisch ist dagegen hart. (Das bezog sich eher auf das Verstehen als auf das Sprechen, klar.)

So, es sollte kein langer Roman werden, aber trotzdem wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen. Fotos kommen später nach.

Sonntag, 3. April 2016

Auf nach Verona!

Nachdem ich lange Zeit entschlusslos war bzgl. einer Reise-Alternative zu Rom (Rom ist aus Gründen verschoben auf vermutlich Mai 2017), habe ich mich heute aufgerafft und gebucht!

Eine Woche im Mai, Flug (leider) mit Umsteigestopp in Frankfurt, von wo es dann mit einem kleinen City-Flieger nach Norditalien geht. Diese kleinen Flieger kenne ich, es fühlt sich an als stiege man in einen Autobus, und die Schaukelei ist auch bemerkenswert - aber ich fliege leidenschaftlich gerne!

Ich hatte vergangenes Jahr, als ich mit A. am Gardasee war, ja einen Ausflug nach Verona gemacht und war schon ein paar Stunden durch die Altstadt spaziert. So ist es keine Reise ins total Ungewisse, aber trotzdem ein Aufbruch, eine andere italienische Stadt kennen zu lernen.


Drauf und dran, mir einen Reiseführer mit Stadtplan bei Amazon zu bestellen, fiel mir siedendheiß ein, dass Verona ja ein ausführliches Kapitel in meinem Gardasee-Reiseführer für sich beansprucht. Und mein seinerzeit gekaufter kleiner Stadtplan lag gleich noch dabei.

Sonntag, 28. Februar 2016

Va' dove ti porta il cuore

Aus den unendlichen Tiefen meiner italienischen Vorräte gestern ans Tageslicht geholt - ich suchte Lektüre für meine Bahnfahrt. Als ich es gekauft hatte, muss etwas mich am Lesen gehindert haben, ich weiß es nicht mehr.

"Va' dove ti porta il cuore" von Susanna Tamaro, eine Ausgabe vom Reclam-Verlag, die den Vorteil hat, mit Vokabeln am unteren Seitenrand versehen zu sein.

Die Geschichte ist ein Brief, der nie abgeschickt wird... Buchbesprechungen findet Ihr ausreichend im Netz, wenn Ihr nach "Geh, wohin dein Herz dich trägt" sucht.

Für mich interessant an diesem Text ist der Umgang mit Sprachbildern, die teils ähnlich wie im Deutschen, teils auch ganz anders sind. Unbekannte Vokabeln erschließen sich leicht, wenn man auf Kenntnisse anderer Fremdspachen zurückgreifen kann.


Geeignet für jeden oberhalb von A2, der sich ein wenig Mühe geben möchte und ganz entspannt, abseits von Grammatikbüchern und -übungen, die Sprache genießen mag.



Reclam Universal Bibliothek
ISBN 978 - 3 - 15 - 019730 - 1

Samstag, 20. Februar 2016

Gegessen, geshopped, geguckt

Ein nicht so häufiges Freitagsvergnügen. Aber es hat uns so viel Freude gemacht, dass wir es etwas regelmäßiger wiederholen möchten...

Ein bunter Nachmittag. Erstmal lecker gegessen (Bistro) und ein paar Kleinigkeiten eingekauft (Grande Mercato). An der Kasse lag eine italienische Gratiszeitung für die in Deutschland lebenden Italiener, die kam auch mit.
Bei den Einkäufen habe ich mich echt zurück gehalten: Öl, Pesto, Polenta, TK-Arancini und als kleinen Luxus zwei kleine "Gewürzmühlen" mit Karamel-Schoko-Vanille, um vielleicht mal einen Cappuccino oder LatteM aufzupeppen.

Antipasti

Arancino

Il Corriere d'Italia, eine Zeitung für in Deutschland lebende Italiener...



Wo? Bei Andronaco.

Teil zwei des bunten Nachmittags führte uns in das in der Nähe gelegene schwedische Möbelhaus. Man brauchte Gläser und Deko - ich brauchte genau nichts. Mit nach Hause gekommen sind zwei kleine Orchideen mit ganz bezaubernden Übertöpfen - ich habe nämlich festgestellt, dass zwei meiner Fensterbänke ein Upgrade brauchen. Fotos kommen morgen oder so oder auch gar nicht. Zwei Glühlampen für meine Lampe im kleinen Flur, weil sie plötzlich quasi im Weg lagen. Total brav gewesen, aber viel angeguckt.

Aber!!!! Ich habe eine Lampe gefunden (in mehreren Variationen), die mir super gefällt...  es gibt sie in zwei Größen, zwei Farben und leuchtete in verschiedenen Farben (durch die Leuchtmittel?) - muss ich mir unbedingt merken... Im Moment richte ich im Kopf ständig Küche, Wohnzimmer...... neu ein.

IKEA 

Vom Bahnhof aus hatte ich ein paar Stationen bis zum Hauptbahnhof zu fahren, dann die übliche halbe Stunde nach Hause.... Ich war fertig. Auch wenn es ein gelungener Nachmittag war, so schaffte mich das wie üblich (und gesunden Menschen nicht verständlich zu machen), so dass ich für den Rest des Tages erledigt war. Auf meinem AB waren Tochter und Enkelkind - lustig - aber ich schaffte es nicht mehr, zurückzurufen...

Um meinen Doc zu zitieren, ich bin nun mal krank. (Frustrierend, aber nicht zu ändern.)

Donnerstag, 18. Februar 2016

La leggenda del "livello madrelingua"

(Ich stelle fest, dass mein Italienisch schon ganz schön gut geworden sein muss, wenn ich einen langen, intelligenten Text komplett lesen und verstehen kann.)

La leggenda del "livello madrelingua" hinterfragt, was das Zertifikat "C2" tatsächlich bedeutet , die Aussage, zu sprechen wie ein Muttersprachler, erklärt das Sprachgefühl und einiges mehr.

Dienstag, 26. Januar 2016

Romanesco

Gestern ein kleines Gedicht gefunden und nicht gewusst, ob es nun in Romanesco oder einfach nur in altertümlicher Sprache geschrieben ist.

Raffaella war so nett, es mir in normalem Italienisch zur Verfügung zu stellen - und um den Text nicht zu verlieren, kommt hier das volle Programm... (ggf. weiterscrollen!)

1) ursprünglicher Text

Fontana de Trevi

Cammini tra le vie de Roma
poi te se apre davanti ‘na Fontana
d’acqua cristallina come ‘n incanto
sono de scrosci d’acqua come ‘n concerto


È bianca imponente e armoniosa
come ‘n apparizione se palesa
e subbito te rapisce l’occhi e er core
e resti i silenzio a guardà er candido colore

E qui realizzi che sta città è droga ne l’essenza
solo se pensiero de lassalla te da mancanza
la voja de tornà che te pja da dentro
‘na smania che devi mette ar centro

Affidi a ‘na moneta er sogno
e tirannola in aria je fai fa ‘n bagno
se stacca dorcemente da la mano
e ne l’acqua se tuffa piano piano

Sto gioiello forgiato da l'idea de n’artista
l’immagine sua ne la mente resta
giraje le spalle è come dje “te lascio”
poi manco er soldo e ariannodi er laccio

E più t’allontani più se strigne er core
te lega a stà città e nasce l’amore
più sei lontano e più la testa ritorna
a le vie, ai monumenti, a stà fontana de la città eterna

NeoPasquino

2) Hochitalienisch

Cammini tra le vie di Roma
poi ti si apre davanti (si mostra) una fontana
di acqua cristallina come un incanto
sono zampilli d'acqua come un concerto

È bianca imponente ed armoniosa
si mostra come un'apparizione
e subito ti rapisce occhi e cuore
e rimani in silenzio a guardare il candido colore

E qui capisci che questa città è una droga nella sua essenza
solo il pensiero di lasciarla ti provoca nostalgia
la voglia di tornare ti prende dentro
un desiderio che devi mettere al centro

Affidi ad una moneta il sogno
e tirandola in aria le fai fare un bagno
si stacca dolcemente dalla mano
e nell'acqua si tuffa piano piano (lentamente)

Questo gioiello che nasce dall'idea da un artista
la sua immagine resta nella mente
girargli le spalle è come dirle "ti lascio"
poi lasci il soldo e rileghi il laccio (cioè ti leghi a lei)

E più ti allontani e più si stringe il cuore
ti lega a questa città e nasce l'amore
più sei lontano e più la testa ritorna
alle vie, ai monumenti, a questa fontana della città eterna

Montag, 9. Februar 2015

Florenz ist komplett

Heute Abend habe ich das Gepäck "nachgebucht" - es war im Paket Flug & Hotel nicht enthalten, weil der Flug zum Dumpingpreis daher kam. Der Koffer kostet mich jetzt pro Tour 15 Euro, das ist praktisch nichts, wichtig war nur, dass ich ihn überhaupt mit bekomme. Zwei Wochen nur mit Handgepäck hätte ich wohl nicht richtig überstanden...

Sprachkursbuchung habe ich vorhin auch vorgenommen, nun ist das "Paket Florenz" für September fertig geschnürt. Und das im Februar, ich bin selbst ganz erstaunt.

Ach ja: Über meinen Sprachschulkontakt spare ich die Einschreibegebühr für die Schule, das wären 70 Euro.

Die ganze Geschichte ist viel preiswerter als vor drei Jahren, einfach deshalb, weil ich so viel früher dran bin.

Tatsächlich bin voller aufgeregter Vorfreude!

P.S. Da ich dieses Mal mit Air France fliege, kamen allerlei Belege auch auf Französisch in meine Mailbox getrudelt... ich bin völlig glücklich darüber, dass ich alles komplett lesen kann. Programm fürs Rentnerdasein: Französischkurse! Einmal überlernen das Ganze... Wie komme ich eigentlich dazu, zu glauben, ich könnte nichts mehr?

Sonntag, 11. Januar 2015

Italienisch...

Ich kam am Freitag nach meinem Freundin-Treff-und-Essen-Trinken-Alsterpavillon-Alex-Nachmittag-Abend nach Hause, sah meinen Anrufbeantworter blinken, was selten etwas Gutes zu bedeuten hat, und musste mir anhören, dass die VHS meinen gebuchten Sprachkurs "mangels ausreichender Anmeldungen" storniert hat. #grml

Mangels praktikabler UND bezahlbarer Alternativen werde ich mir also ab sofort einen Feierabend reservieren, an dem hier in Eigenregie wiederholt und gelernt wird. Telefon, TV, Internet... alles wird ignoriert. Für zwei Stunden. Es wäre doch gelacht, wenn ich das nicht hin bekäme!

Heutiges Telefonat bestätigte nochmals das Sponsoring für zwei Wochen Florenz incl. Flug, Hotel, Sprachkurs. Habe versprochen, mich darum zu kümmern, so bald ich Oma geworden bin...
Freu mich und bin aufgeregt. Doppelt.
#freu

Samstag, 3. Januar 2015

Die 1-Punkt-Löffelliste

Die 1-Punkt-Löffelliste... was ist das denn nun wieder, mag sich der geneigte Leser fragen. Den Begriff habe ich entführt von hier: Die 1-Punkt-Löffelliste . In Kurzform: Die "Löffelliste" bezeichnet die Dinge, die man noch erledigt, erlebt, getan, erreicht haben möchte, bevor man "den Löffel abgibt." Eine zu lange Liste könnte entmutigend wirken, so ist es doch eine gute Lösung, immer nur einen einzigen Punkt auf die Liste zu setzen und sich dann irgendwann über das Erreichte königlich zu freuen.

Mein Punkt: Italienisch fließend sprechen können.

Dazu jetzt in Angriff genommen, mein Lernen wieder in strukturierte Bahnen zu lenken und einen Kurs zu besuchen (gebucht), auch wenn er unterhalb dessen ist (nach Referenzrahmen), was ich eigentlich kann. Wiederholen schadet ja nicht. Ich muss nehmen, was verfügbar ist. Nun ja.

Beim Berichten über dieses Vorhaben erschien sogleich ein Licht am Horizont, das da hieß, es werde mir ein neuerlicher Aufenthalt samt Sprachkurs in Florenz geschenkt werden. Ich mag es kaum glauben.

Freitag, 2. Januar 2015

Angemeldet

Nachdem ich heute Nachmittag die Barrierefreiheit des Zugangs geprüft habe, habe ich heute Abend online die Anmeldung zum Kurs vorgenommen. Was habe ich schließlich zu verlieren? Entweder der Kurs gefällt mir - oder ich langweile mich. Hundert Euro sind ein kalkulierbares Risiko - möglicherweise bekomme ich noch eine SB-Ermäßigung.

Schließlich und endlich: Ich muss mich auch mal entscheiden - ewige Bedenkenträgerin, die ich bin ;-)

Donnerstag, 1. Januar 2015

Soll ich - oder soll ich nicht?

Mich anmelden, meine ich.

Jedes halbe Jahr durchsuche ich erneut im Internet die Angebote von Sprachkursen. Hamburg ist nicht gerade klein - trotzdem sind die Möglichkeiten für mich nur gering.

Schon vor längerer Zeit habe ich das Italienische Kulturinstitut als Anbieter verworfen. Warum? Ungünstige Termine in Verbindung mit langen Anfahrtwegen (die Rache dafür, südlich der Elbe zu wohnen) und hohen Kursgebühren.

Die Sprachenschule Colón in der City gehörte eine Weile zu meinen Favoriten. Wöchentlich gehe ich daran vorbei, war auch schon mal drin (im vorgelagerten Buchgeschäft) und hatte ein Informationsgespräch. Die Kurse sind vermutlich von guter Qualität, laufen jahrelang, werden also offenbar nicht nach zwei Semestern mangels Publikum oder Lehrkraft eingestellt. Die Kosten sind verhältnismäßig hoch. Hoch ist auch das Risiko, dass ich mangels zufriedenstellender Gesundheit ausfalle und dann das Geld in den Sand gesetzt ist. (Allerdings scheint man hier sehr flexibel hinsichtlich der Kursstufen und Termine zu sein, ein Einstieg ist jederzeit möglich.)

Die Volkshochschule mit ihrer Niederlassung in relativer Nähe bietet genau einen Kurs an: A2-Intensivkurs. Und: Ja, das kann bzw. kenne ich alles schon. Habe mal mein altes Buch vorgeholt - genau die angegebenen Lektionen hatte ich seinerzeit sehr gründlich durchgearbeitet. Kein Angebot B1-irgendwas/Mittelstufe hier in meiner Nähe. Trotzdem liebäugele ich mit dem Angebot - neun Abende à 2,5 Stunden von Januar bis März. Zur Auffrischung vielleicht? Zum Wiedereinstieg in konsequentes Lernen? Zum Kennenlernen von Leuten mit ähnlichen Interessen? Hundert Euro sind ein kalkulierbares Risiko. (Die Örtlichkeit - die ganze Anlage Bücherhalle, Volkshochschule, Wohnungen - allerdings ist, so wie ich sie kenne, über eine hohe Außentreppe zu erreichen, da müsste ich vor Ort prüfen, ob es einen anderen Zugang gibt. So viele Treppen lassen mich luft- und kraftlos sein.)

Bleibt die Frage: soll ich - oder soll ich nicht?

Donnerstag, 12. Juni 2014

Buch des Monats Juni: Novecento

Mein sechster Beitrag zur BuchBlogParade von Eva Maria Nielsen.
(Eine "normale Buchbesprechung" und ein Hinweis zum Lernmaterial am Ende)

Alessandro Baricco "Novecento"
Piper Taschenbuch - ISBN 3-492-23085-7, erscheint in Kürze neu bei dtv
Titel der italienischen Originalausgabe ebenfalls „Novecento“

Mein Buch des Monats Juni

Warum eigentlich? Weil ich es mir als italienisches Lernmaterial gekauft hatte. Wie bitte? Ja, genau: Gekauft als Multimedia-Paket samt Buch auf Italienisch, einmal durchgehört und für viel zu schwierig befunden. Dann die Eingebung - beim Buchversender auf Deutsch bestellt. Eine gute Entscheidung.

Das Buch, besser Büchlein, wurde verfasst 1994. Im Vorwort äußert sich der Autor dahin gehend, dass er selbst nicht wüsste, welche Art Lektüre er hier verfasst habe. Gedacht sei es wohl als Theaterstück für eine Person, im Grunde sei es ein Monolog, vielleicht gehöre es auch zu einem Genre, das bisher noch nicht erfunden sei? Für mich Poesie in Prosa.

Es geht um Novecento. Das ist zwar primär eine Jahreszahl - Neunzehnhundert - hier aber der Name einer ganz besonderen Person, eines Findelkindes auf einem Ozeandampfer.

"Gefunden hatte ihn ein Matrose namens Danny Boodmann. Er fand ihn eines Morgens in einem Pappkarton, als in Boston alle das Schiff zum Landgang verlassen hatten. Er war höchstens zehn Tage alt. Er weinte nicht, lag still, mit geöffneten Augen, in dem Karton. Man hatte ihn im Tanzsaal der ersten Klasse abgelegt. Auf dem Klavier."

Nun hieß er nicht einfach nur Novecento, nein, er bekam einen wunderschönen langen und klangvollen Namen: Danny Boodmann T. D. Lemon Novecento.

Als Novecento acht Jahre alt war, starb sein Ziehvater durch einen tragischen Unfall, und im nächsten Hafen war Novecento verschwunden. Alle Sucherei half nichts, er blieb unauffindbar. Nachdem das Schiff wieder abgelegt hatte, in der zweiten Nacht, fand man ihn plötzlich im Tanzaal der ersten Klasse, die Beine baumelnd vom Klaviersitz und Klavier spielend wie ein Gott.

"Passagiere im Schlafanzug standen im Eingang. Immer neue kamen aus ihren Kabinen gelaufen.

Auch Matrosen, darunter drei schwarz verschmierte aus dem Maschinenraum, sowie Truman, der Funker. Alle schauten stumm.

Novecento." 

Das war der Beginn einer beispiellosen Karriere des Klavierspielers auf dem Ozean, sein ganzes Leben lang ging er nicht von Bord - das heißt, ein Mal, da hatte er es versucht...

Blieb an Bord, bis sein Schiff gesprengt werden sollte, er saß auf einer Tonne Dynamit und wurde nie wieder gesehen.


http://evamarianielsen.com/ 
(mehr Links morgen/übermorgen)


Und hier meine Anmerkung zum Lernpaket von digital publishing:

Ich erhielt eine Schachtel mit Lektüre (ungekürzte Originalausgabe mit Erklärung der ungewöhnlichsten Vokabeln), Audio-CD und CD-Rom in gewohnt hochwertiger Ausstattung. Da ich einen auch für mich eher nicht üblichen Weg ging und zuerst die Audio-CD anhörte, dabei versuchte, mitzulesen, mich an einer mir noch nicht sehr geläufigen Zeitform störte und Mühe hatte, mit dem Lesetempo Schritt zu halten, empfand ich das Material deutlich schwieriger als A2 wie angegeben. Ich benutze inzwischen die deutsche Übersetzung neben dem originalen Text und erfreue mich an vielen schönen Redewendungen und bildhaften Ausdrücken. Die schwierige Zeitform rückt eindeutig in den Hintergrund. Das Sprachniveau würde ich persönlich eher mit B2 angeben. Aber egal, es macht jetzt Spaß.

Sonntag, 1. Juni 2014

La grande bellezza

Heute Abend habe ich mir den Film "La grande bellezza" auf Italienisch angesehen. Mit italienischen Untertiteln, die helfen mir nämlich immer, wenn ich irgendwie den Anschluss verliere...

Wikipedia schreibt dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/La_grande_bellezza

Ich sage dazu: Inhaltlich ein bisschen wie "Der große Gatsby", ein bisschen philosophisch (alter Schriftsteller auf der Suche nach dem Sinn seines restlichen Lebens), ein bisschen durcheinander. Nach einer Viertelstunde war ich gut drin (die ersten 10 Minuten sind praktisch ohne Text, viel Musik, Party, Durcheinander) - ganz nett, wenn man sein Italienisch wiederbeleben möchte, als Film und rein von der Handlung her verstehe ich nicht, warum dieser Film so sehr gelobt wurde!

Dienstag, 20. Mai 2014

Wenn der Postmann klingelt

Gerade hat der DHL-Mann geklingelt - meine neue Lektüre ist da!

In gewohnt hochwertiger digital publishing-Ausstattung: Büchlein mit Vokabelerklärungen, Audio-CD und CD-Rom. Novecento / A2 und Seta / B1, so dass mir das Hören hoffentlich keine großen Schwierigkeiten bereiten wird.

Und: Ja, ja, "eigentlich" bin ich besser als B1. Jedenfalls gewesen. Es schadet nichts, etwas niedriger wieder einzusteigen.

Bin so sehr aus der Übung und brauche frischen Schwung.

 

In diesem Moment passt es ganz besonders gut, nachdem ich mich - derzeit zur Ruhe verpflichtet - gerade wieder intensiver mit der Sprache beschäftige. Schluss mit der Schlamperei - jetzt wird wieder gelernt!

Montag, 27. Januar 2014

I tre giorni della merla...

Diese drei Tage der Amsel machten mir Kopfzerbrechen - was zum Kuckuck haben Amseln mit Eis und Schnee zu tun???

Irgendwann wurde ich fündig:

Die sogenannten “Tage der Amsel”,die letzten drei Tage des Monats Januar, der 29., 30. und 31. oder auch die letzten beiden Tage des Januars und der erste Februar, gelten in Italien erfahrungsgemäß als die drei kälteten Tage des Jahres. Warum diese Tage „Tage der Amsel“ heissen, ist nicht ganz klar, da gibt es unterschiedliche Quellen und Erzählungen: ... der ganze Text ist hier zu finden.

Warum ich es hier notiere? Na, damit ich es wiederfinden kann!