Mittwoch, 27. Mai 2026

Just for the Records - Erfahrungsbericht

Mein sehr geschätzter Lungenfacharzt hat seine Kassenpatienten abgegeben (er wird ja auch nicht jünger) an eine neue Ärztin in der "alten" Praxis. Gestern hatte ich das Vergnügen mit ihr. Hatte mir einen vorgezogenen Termin geholt, weil es mir seit Jahresanfang schlecht geht, eine Exazerbation nach der anderen, wobei ich bezweifle, dass es einzelne Schübe waren. Sie offenbar auch. (Ja, ich hatte beim bisherigen Arzt einen letzten Kontrolltermin Ende März gehabt, er hatte sich so gar nicht irritiert gezeigt.)

Ich bin sehr angetan von Frau Doktor, erstmal hat sie mein Standardmedikament umgestellt, weiterhin schickt sie mich zum CT und zum Kardiologen. Damit verschafft sie sich einen Überblick über das, was in mir vorgeht, danach wird weiter entschieden, ob ich evtl. für ein Biologicum in Frage kommen kann.

Neue Besen kehren gut. Ich empfinde einen frischen Blick auf meine Situation als positiv - was auch immer bei den Untersuchungen herauskommen mag.

Übrigens bin ich mit dem neuen Medikament schon gleich viel besser durch die Nacht gekommen.

Samstag, 23. Mai 2026

Wichtig - Notfälle und unser digitales Leben

Dieser Text hier, er ist lang, sei jedem als Pflichtlektüre dringend ans Herz gelegt. Und danach dann handeln!

Samstag, 16. Mai 2026

Blumenversand

Dreimal im Jahr verschicke ich Blumen nach Süddeutschland an sehr liebe Menschen. 

Zuerst hatte ich Fleurop genommen, bewährt und teuer. Zuletzt machte die Bestellseite Probleme mit der Postleitzahl, weshalb ich nach Alternativen suchte.

Blume 2000 liefert mit DHL Ausnahmsweise auch mal etwas an meine Tochter bestellt. Es war Winter gewesen und DHL hatte an einem Sonnabend um 14:00 Uhr die Lieferung abgebrochen, vielleicht wegen Feierabend? Ich vermute, dass der Karton übers Wochenende im Auto geblieben war, denn am Montag erhielt meine Tochter einen vollkommen erfrorenen Strauß. Eine Reklamation endete mit einer Gutschrift seitens Blume 2000. Trotzdem war das für mich Grund genug, den Service zu wechseln, obwohl hier der Fehler bei DHL zu suchen war. - Bis zu dem Zeitpunkt waren die Lieferungen nach RLP ohne Reklamation gelaufen.

Euroflorist war dann mein nächster Blumenversender, Lieferung ebenfalls mit DHL, auf der Homepage lobt man sich unendlich. Ich habe ein paar Male dort bestellt, immer bekomme ich ein Foto vom Blumenstrauß. Schon zu Weihnachten war mir nicht klar, ob das Bild schlecht war oder die Qualität der Blumen. So ganz doll fragt man bei einem Geschenk ja auch nicht nach.

Nun aber! Ich bekam ein Foto meiner letzten Bestellung und war traurig und verärgert. So darf kein Geburtstagsstrauß aussehen! Nicht die entfernteste Ähnlichkeit mit der Abbildung des bestellten Gebindes, billig und lieblos zusammengestellt, außerdem eine Rose abgebrochen. So etwas zu verschenken war mir recht unangenehm und angesichts der Preise für Blumen war ich auch verärgert. Also habe ich eine Reklamation geschrieben und man versprach mir, Ersatz zu liefern. Ich bin gespannt.*

Besagte liebe Menschen schicken zu passenden Anlässen auch Blumen an mich, und zwar mit Flora Prima. Da habe ich aber keine Vergleichsbilder. (Ich müsste sonst auf deren Website nachschauen, aber wer guckt schon, wieviel ein Geschenk gekostet hat? Das gehört sich nicht.) Die Blumen oder Pflanzengestecke fallen höchst unterschiedlich aus, darüber kann ich mir kein Urteil erlauben. Auch Flora Prima liefert mit DHL.

Ich vermute mal, ich werde zurück zu Fleurop wechseln und das Risiko mit unpassender PLZ eingehen, es ist schließlich eine Adresse auf dem Dorf, dort kennt man sich, da wird die Zustellung dann vielleicht klappen.

* Update 20.05.2026
Ersatzlieferung wurde zugestellt, nach dem Foto, das ich bekam, sind die Blumen jetzt um Klassen besser, allerdings ist der Strauß nicht auf Floristenart gebunden. Ich bekam zwei Mails mit der Bitte um Feedback: ein Feedback zur Reklamationsbearbeitung ist gerechtfertigt, aber nun auch noch zur normalen Bestellung? Nix, nada, niente.


(Keine Versandblumen sondern von den Kindern höchstpersönlich zusammengestellt.)

Mittwoch, 13. Mai 2026

Randbemerkung

Es geht mir gerade länger als drei Tage akzeptabel, da kommen die Eisheiligen daher mit Kälte und Regen und einem sehr niedrigen Luftdruck, heute 999 mbar - für mich mal wieder das Aus. Keine Arbeiten außer der Reihe hier möglich. Dabei wartet meine Terrasse dringend darauf, dass ich mit der Machete rauskomme. Arghhhhh!

Sonntag, 10. Mai 2026

Gelesen: Die Leuchtturmwärter

Die Leuchtturmwärter von Emma Stonex (Roman)

Aus dem Englischen "The Lamplighters"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-70058-5

Klappentext/Rückseite:
"Spurlos verschwinden vor der Küste Cornwalls drei Leuchtturmwärter von ihrem Turm. Der zum Abendessen gedeckte Tisch ist unberührt. Die Uhren stehengeblieben. Die Tür von innen verschlossen. Zurück bleiben drei Frauen. Ein ganzes Leben lang wird dieser rätselhafte Fall Helen, Jennifer und Michelle nicht loslassen, bleibt die Abwesenheit ihrer Männer spürbar. Doch erst 20 Jahre später erzählen sie zum ersten Mal ihre Geschichte. Von einer Zeit voller Entbehrungen und Enttäuschungen. Von einer Zeit des monatelangen Getrenntseins, des Sehnens und Hoffens. Und je tiefer wir mit ihnen hinabtauchen, desto dichter wird das Geflecht aus Geheimnissen und Lügen, Realität und Einbildung."

Es wird in abwechselnden Kapiteln das Leben der Leuchtturmwärter aus den jeweiligen Perspektiven der drei Wärter erzählt. Ein Journalist nimmt Kontakt auf zu den drei verlassenen Frauen, nach einiger Zeit erzählen sie aus ihrer Sicht, wie das Leben mit den Leuchtturmwärtern vor vielen Jahren abgelaufen ist. Von ihren Wünschen, Träumen, Hoffnungen. Zuerst zögerlich, später ausführlicher. Dazwischen die Gedanken der Leuchtturmwärter, erst kollegial, dann freundschaftlich, später eher schwierig.

Zu einem gewissen Maße alles nachvollziehbar und berührend. Schwierigkeiten machte mir der letzte Teil, in dem es um die (vermuteten) Gedanken und Gefühle der Leuchtturmwärter ging bis hin zu einem Mechaniker, den niemand geschickt haben wollte, dann einem Wesen, das einem Sterbenden die Hand reicht.

Stellenweise berührend, zum Schluss hin eher enttäuschend und nicht nachvollziehbar.

Montag, 4. Mai 2026

Thalia Theater

Gestern dann Thalia, womit ich ein Geburtstagsgeschenk einlösen durfte. Und weil ich immer sehr rechtzeitig, also lange vor der abgesprochenen Zeit, eintreffe, habe ich noch ein wenig rundherum fotografieren können:


Durchblick am Eingang.


Infotafel am Gebäude.


Spiegelung im Fenster. Ursprünglich hatte ich die hängende goldene Figur ablichten wollen, aber das gegenüberliegende Haus hat gewonnen.


Da geht es runter zur Binnenalster.


Ach, einmal umgedreht, hängt dort glatt ein Pferd am Haus.


Im Foyer.


Foyer, Blick zum Eingang, gefällt mir.


Abendbrot :-)
Bilder wie immer hier ohne teilnehmende Personen.


Sankt Falstaff, so hieß unser Schauspiel.


Das Bühnenbild.

Und nun ein bisschen Text:
"Sankt Falstaff" ist eine ins Moderne transformierte Fassung von Shakespeares "König Heinrich der Vierte." So jedenfalls wurde es mitgeteilt, auch vorab. Brav, wie ich bin, hatte ich mir also den Shakespeare zugelegt, aber krankheitsbedingt nicht lesen können, musste also klarkommen mit dem freundlicherweise vom Thalia per Mail zur Verfügung gestellten Tonmaterial, das machen die wirklich nett.

Das Bühnenbild bestand aus zwei Seiten einer Pyramide, die hier gezeigte hatte einen Club zum Thema, wo sich die weniger Privilegierten zusammenfanden auf der Suche nach Gesellschaft, Liebe und alkoholischen Getränken.

Auf der anderen Seite, die Pyramide drehte sich, saß oben auf dem Thron ein in die Jahre gekommener "König Heinz" auf der Suche nach seinem Nachfolger. Es gab zwei Bewerber, einer sein richtiger Sohn, spät gefunden und eher der Unterschicht zuzurechnen, und seinem Wunschkandidaten, der missliebige Personen in der Vergangenheit aus dem Weg geräumt hatte.

Zur "Halbzeit" und kleinen Pause hatte selbst ich verstanden, dass wir es hier jetzt mit einem Polizeistaat zu tun hatten.

Dann wurde es noch turbulenter, im Club kämpfte so mancher um seine Liebe, auf dem Thron hing König Heinz schon an einer lebenserhaltenden Infusion, wobei auf der Pyramide zum Thron stets eifrig hin- und her geklettert wurde, zuerst von seinem Gefolgsleuten/Sprechern, dann von seinen "Söhnen" beim Kampf um die Gunst seiner Nachfolge.

Ohne jetzt von der Nicht-Auflösung der Konflikte weiter zu erzählen: Einiges wurde unterlegt von sehr lauter Musik (bin ich nun zu alt?), meine Hörgeräte haben leider kein Noise-Cancelling. Dazu gab es teils im Hintergrund auf der Video-Leinwand, teils auf die Pyramide projiziert, Squenzen, die zumindest mir zum Verständnis des Stückes nicht weiterhalfen.

Die Schauspieler waren sehr gut und sympathisch, vor allem auch derjenige mit der Hauptrolle der benachteiligten Menschen auf der Suche nach seiner Liebe, ach Gott, wie ans Herz gehend!

Das Thalia ist ein Platz zum Wohlfühlen, keine Frage, alles sehr nett. Aber mit dem Stück hatte ich doch so meine Schwierigkeiten und konnte es auf Nachfrage auch nicht wirklich jemandem empfehlen.

O-Ton meiner eine Generation jüngeren Begleitung: "Wenigstens haben unsere Synapsen wieder etwas zu tun."