Gestern dann Thalia, womit ich ein Geburtstagsgeschenk einlösen durfte. Und weil ich immer sehr rechtzeitig, also lange vor der abgesprochenen Zeit, eintreffe, habe ich noch ein wenig rundherum fotografieren können:
Durchblick am Eingang.
Infotafel am Gebäude.
Spiegelung im Fenster. Ursprünglich hatte ich die hängende goldene Figur ablichten wollen, aber das gegenüberliegende Haus hat gewonnen.
Da geht es runter zur Binnenalster.
Ach, einmal umgedreht, hängt dort glatt ein Pferd am Haus.
Im Foyer.
Foyer, Blick zum Eingang, gefällt mir.
Abendbrot :-)
Bilder wie immer hier ohne teilnehmende Personen.
Sankt Falstaff, so hieß unser Schauspiel.
Das Bühnenbild.
Und nun ein bisschen Text:
"Sankt Falstaff" ist eine ins Moderne transformierte Fassung von Shakespeares "König Heinrich der Vierte." So jedenfalls wurde es mitgeteilt, auch vorab. Brav, wie ich bin, hatte ich mir also den Shakespeare zugelegt, aber krankheitsbedingt nicht lesen können, musste also klarkommen mit dem freundlicherweise vom Thalia per Mail zur Verfügung gestellten Tonmaterial, das machen die wirklich nett.
Das Bühnenbild bestand aus zwei Seiten einer Pyramide, die hier gezeigte hatte einen Club zum Thema, wo sich die weniger Privilegierten zusammenfanden auf der Suche nach Gesellschaft, Liebe und alkoholischen Getränken.
Auf der anderen Seite, die Pyramide drehte sich, saß oben auf dem Thron ein in die Jahre gekommener "König Heinz" auf der Suche nach seinem Nachfolger. Es gab zwei Bewerber, einer sein richtiger Sohn, spät gefunden und eher der Unterschicht zuzurechnen, und seinem Wunschkandidaten, der missliebige Personen in der Vergangenheit aus dem Weg geräumt hatte.
Zur "Halbzeit" und kleinen Pause hatte selbst ich verstanden, dass wir es hier jetzt mit einem Polizeistaat zu tun hatten.
Dann wurde es noch turbulenter, im Club kämpfte so mancher um seine Liebe, auf dem Thron hing König Heinz schon an einer lebenserhaltenden Infusion, wobei auf der Pyramide zum Thron stets eifrig hin- und her geklettert wurde, zuerst von seinem Gefolgsleuten/Sprechern, dann von seinen "Söhnen" beim Kampf um die Gunst seiner Nachfolge.
Ohne jetzt von der Nicht-Auflösung der Konflikte weiter zu erzählen: Einiges wurde unterlegt von sehr lauter Musik (bin ich nun zu alt?), meine Hörgeräte haben leider kein Noise-Cancelling. Dazu gab es teils im Hintergrund auf der Video-Leinwand, teils auf die Pyramide projiziert, Squenzen, die zumindest mir zum Verständnis des Stückes nicht weiterhalfen.
Die Schauspieler waren sehr gut und sympathisch, vor allem auch derjenige mit der Hauptrolle der benachteiligten Menschen auf der Suche nach seiner Liebe, ach Gott, wie ans Herz gehend!
Das Thalia ist ein Platz zum Wohlfühlen, keine Frage, alles sehr nett. Aber mit dem Stück hatte ich doch so meine Schwierigkeiten und konnte es auf Nachfrage auch nicht wirklich jemandem empfehlen.
O-Ton meiner eine Generation jüngeren Begleitung: "Wenigstens haben unsere Synapsen wieder etwas zu tun."