Dienstag, 17. August 2010

Rundgang auf der Terrasse

Seit genau einer Woche ist jetzt Sommer, und ich hatte gestern zum ersten Mal Zeit, mir mein Gärtchen in Ruhe anzusehen. Ich habe den Eindruck, ich habe alles zu sehr schleifen lassen und muss nun wieder heftig gegen die Verwilderung angehen! Das wird also gleich mein Vormittagsprogramm werden. (Nachmittagsprogramm ist natürlich Fußball!) Hier gibt es meine Bilderausbeute von gestern Abend:



Die Büschelglockenblume blüht sehr schön! (Die Discounterpflanzen sind im ersten Jahr immer sehr mickrig, legen danach dann aber mächtig los!) Sie hat mehrere Blütenstände bekommen, so dass sie eine Stütze bekommen hat (was man auf den Bildern nicht sieht).



Die Hortensie im Blumenkasten war schon beim Kauf nicht ganz klein und ist jetzt nochmal mächtig ins Kraut geschossen:





Wenn man Hortensien kauft, stehen sie immer bereits im Juni in voller Blüte, haben sie sich aber ans Freiland-Dasein gewöhnt, geht es etwas gemächlicher voran, dafür aber garantiert ohne irgendwelche Wachstumshormone!



Es dauert nun gar nicht mehr lange, bis die Malve blüht, sie ist voller Knospen. Ich überlege, ob ich eines ihrer "Kinder" umsetzen kann? Ich hätte da an anderer Stelle Bedarf.

Der Rosenstrauch biegt sich unter seiner Last:





Ich kämpfe mich zwischen Rosendornen und Lorbeerkirsche hindurch und gelange zum hinteren Teil meines Gartenlandes. Hier ist das Kleinklima ein bisschen anders, fast den ganzen Tag lang vollsonnig, der Boden etwas sandiger, und ich hatte erst im letzten Herbst das Gras entfernt - so weit möglich. Außer den inzwischen verblühten Tulpen und Krokussen hatte ich eine Menge Lavendelpflänzchen gesetzt und im Frühjahr, weil der Boden so kahl aussah, reichlich Samen aus einer Streudose "Blumen der Toskana" verteilt. Ob ich mir nun damit unbedingt einen Gefallen getan habe???











Zwischen den hoch aufgeschossenen Lavendelblüten ist wieder alles voller Gras... Irgendwie muss ich das nun managen...



Die Fingerhutsamen, die ich mir aus dem Wald mitgebracht hatte, scheinen sich gut zu entwickeln. Ich habe gelesen, dass Fingerhut im ersten Jahr die Blattrosetten ausbildet, um dann im zweiten Jahr zu blühen. Da kann ich gespannt sein, was im nächsten Jahr von diesen Keimlingen tatsächlich zu einer schönen, großen Pflanze wird! Angeblich verteilt er sich dann selber reichlich.

Zwei Schritte weiter stehe ich direkt vor der "wilden Hecke" zum Nachbarn:



Diese Hecke besteht aus allerlei verschiedenen Sträuchern, die ich erstmalig im vergangenen Jahr zu bändigen versucht hatte. Immerhin ist auch darin ein Rosenstrauch verborgen, der jetzt auf sich aufmerksam macht!

Überall wächst Weißdorn. (Ich lasse hier die Frage offen, ob es sich nicht doch um Feuerdorn handelt, immerhin blüht er so schön weiß!) Fast verblüht ist er, aber ich erwische noch etwas, das wirklich fein aussieht:



Trotz seiner Schönheit ist er eine rechte Plage, ich hatte im letzten Jahr so viel wie möglich zurück geschnitten, aber man kann zusehen, wie er in alle Richtungen wächst - was nicht ungefährlich ist, da er diese fiesen langen und spitzen Dornen hat. Hierfür bräuchte ich wirklich eigentlich ein elektrisches Gerät, das ihn einmal richtig stutzt.

Zwischen Rhododendron und Weißdorn wächst die Fuchsie bereits im dritten Jahr:



Da dieser Platz inzwischen fast nicht mehr zugänglich ist, habe ich versäumt, die alten und trockenen Zweige wegzuschneiden, trotzdem treibt sie wieder sehr gut aus und wird vermutlich im nächsten Monat blühen. (Das war ursprünglich ein "Mitleidskauf", sie stand im Baumarkt-Gartencenter traurig herum, schlecht gepflegt und halb vertrocknet.)

Von den Frühjahrsblumen sind noch die Traubenhyazinthen da: Verblüht und bereit, Samen zu bilden, sehen sie immer noch filigran aus:



Fast habe ich meinen Rundgang fertig. Weiter vorne an der Terrasse wächst und gedeiht meine erste Hortensie, der ich seinerzeit wahrscheinlich falsch mit der Gartenschere zu Leibe gerückt war, so dass sie im letzten Jahr nur Blattwerk bildete. So freue ich mich um so mehr, dass sie jetzt voller Knospen ist:



Nun noch ein Blick nach links zur neulich erstandenen Fuchsie, sie hat sich gut eingelebt:



Und einer nach rechts zum Geranienkübel:



Den Rest habe ich ausgelassen: Nach dem Entfernen der Tulpenreste, der endgültig verblühten und verkümmerten Stiefmütterchen sowie dem traurigen Anblick der "irgendwie" nicht recht gedeihen wollenden Pflanzen von Pati (sie leben, es bleibt aber bei ein wenig grün-gelb-schlappem Blattwerk) verbleibt ein Stückchen recht kahlen Bodens... Da muss ich sehen, ob ich in Kürze etwas Passendes finde oder aus dem Bestand umsetze.

Und jetzt muss ich sehen, dass ich rauskomme, noch ist alles im Schatten, wenn erst die Sonne drauf steht, geht nichts mehr für mich ;))