Ach guck, da finde ich gerade einen alten Post zum Schlafzimmer.
Wie passend. Somit hat der kleine Teppich gute zehn Jahre durchgehalten. Gerade habe ich ihn gestern ersetzt, lustig.
Donnerstag, 21. August 2025
Teppich
Sonntag, 17. August 2025
Gelesen: Totenblumen
Totenblumen von Christian Uecker (Krimi)
Friedrich Wittig VerlagISBN 978-3-8048-4495-7
Klappentext:
"Totenblumen...
Unter diesem düsteren Omen steht der Gemeindeausflug nach Südengland. Auch Pastor Falke ahnt die Gefahr, bleibt aber lieber ahnungslos. So sterben drei Menschen, bevor Falke - erneut als Detektiv wider Willen - den Fall lösen kann und muss."
Es ist dieses der letzte Band einer kleinen Krimireihe um den Pastor Falke, so versteht man obigen Text. Der Autor soll während der Fertigstellung verstorben sein,
Der Pastor einer norddeutschen Gemeinde macht eine Busreise mit einigen Gemeindemitgliedern, die man während des Lesens genauer kennenlernt. Zweck der Reise war eine Besichtigung der schönen Gärten in Südengland, die im Verlaufe der Geschichte auch gewürdigt werden.
Jeder Reisende trägt sein persönliches Päckchen mit sich herum, und als dem Busfahrer eine Frau vor den Bus läuft und später verstirbt, der Fahrer mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus kommt, passieren weitere Dinge.
Darüber möchte ich hier nichts erzählen, sonst wäre der Inhalt der 165 Seiten schnell gespoilert.
Eine nette Geschichte für zwischendurch.
Gelesen: Der fremde Gast
Der fremde Gast von Charlotte Link (Krimi)
Blanvalet/Random HouseISBN 978-3-442-37927-9
Klappentext:
"An einem Julimorgen beschließt Rebecca Brandt, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Nichts kann die junge Witwe über den Tod ihres Mannes hinwegtrösten. Doch genau an diesem Tag treffen unerwartete Besucher in ihrem Haus in Südfrankreich ein: Maximilian Kemper, ein alter Freund ihres verstorbenen Mannes, der unterwegs zwei Anhalter mitgenommen hat: die Studenten Inga und Marius. Rebecca und Inga sind sich schnell sympathisch, und so überlässt Rebecca dem jungen Paar ihr Boot für einen Segeltörn. Doch bei einem heftigen Streit geht Marius im Sturm über Bord und ist spurlos verschwunden. In Deutschland berichten unterdessen die Zeitungen von einem erschütternden Verbrechen. Ein älteres Ehepaar ist im eigenen Haus grausam gequält und ermordet worden. Und noch während die Polizei fieberhaft nach Hinweisen fahndet, muss Rebecca erkennen, dass sie die Hauptfigur in einem perfide inszenierten Spiel ist. Und in höchster Gefahr schwebt..."
Das alte Ehepaar wird von einer Nachbarin und einem Gärtner gefunden, als es schon einige Tage tot in ihrem Haus liegt. Zunächst wird im Umfeld der alten Leute gesucht, aber außer einem ehemaligen Pflegesohn, dessen Aufenthalt unbekannt ist, gibt es keine Angehörigen.
Drei Frauen haben in der letzten Zeit immer wieder Drohbriefe erhalten, zunächst ergibt sich kein Zusammenhang, aber der ermittelnde Kommissar lässt nicht locker.
Gleichzeitig sind Inga und Marius in Südfrankreich unterwegs und werden von Maximilian eingesammelt und mit zu Rebecca genommen. Auf einem Segeltörn kommt es zu einem scheinbar unerklärlichen Wutausbruch von Marius und er geht über Bord.
Maximilian ist seit langer Zeit in Rebecca verliebt, schon ehe sie seinen Freund heiratete, und wird nun schlussendlich abgewiesen.
Die Geschichte nimmt bedrohliche Züge an, Rebecca und Inga geraten in Gefahr - und letztendlich ist der Mörder eine Überraschung.
Gelesen: Der dunkle Sommer
Der dunkle Sommer von Vera Buck (Thriller)
-Nur einer weiß, was in jener Nacht geschah-
rowohlt Polaris Taschenbuch
ISBN 978-3-499-01685-1
Klappentext:
"Ein Haus in Italien für einen Euro: Für die Architektin Tilda ist die verfallene Villa im Geisterdorf Botigalli die Gelegenheit, einen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit zu ziehen. Einsam im wilden Hinterland Sardiniens gelegen, verspricht das Dorf vollständige Abgeschiedenheit. Doch die Idylle des verwinkelten Ortes trügt: Ist Botigalli wirklich so verlassen, wie es scheint? In der menschenleeren Kirche läuten die Glocken, jemand legt Tilda eine tote Ratte vor die Tür, und die Inselbewohner warnen sie vor einem Fluch, der auf ihrem Haus liegen soll. Zusammen mit dem Journalisten Enzo, der die Geschichte von Botigalli erforscht, will Tilda den Geheimnissen auf den Grund gehen. Doch der einzige Bewohner, der mehr weiß, ist der alte Silvio. Und der erzählt eine Geschichte, der man immer weniger trauen kann. Tilda beginnt zu ahnen, dass der vermeintlich gebrechliche Mann gefährlicher ist, als er vorgibt. Und was zunächst wie ein Glücksgriff erschien, wird bald zu einem Albtraum. Tilda und Enzo müssen erkennen, dass die Wahrheit über Botigalli düsterer ist als jede Geistergeschichte."
Tilda hat eines der leerstehenden Häuser im wilden Hinterland Sardiniens gekauft, als Architektin fällt es ihr nicht schwer, es wieder schön herzurichten. Das ganze Dorf steht leer, nur der alte Silvio lebt dort noch mit seiner Haushälterin. Es ist brüllend heiß, die Straße führt nicht ganz hoch bis zu Tildas Haus, man erlebt die Mühe, mit der sie alles zu Fuß hochträgt. Die Arbeit macht ihr Freude und lenkt sie ab, es ist der Beginn einer Auszeit ihrer Ehe.
Doch so ganz scheint es mit rechten Dingen nicht zuzugehen in diesem verlassenen Dorf: Einmal, als sie heimkommt, ist im Flur eine Serie sehr alter Bilder aufgehängt. Ein anderes Mal läuten plötzlich die Glocken.
Sie schließt Freundschaft mit einem jungen Fischer, bei dem sie gern einkauft, hält ihn für einen Freund. Und irgendwann lernt sie den Journalisten Enzo kennen, der allsonntäglich Silvio einen Besuch abstattet, dem er die Geschichte des Dorfes entlocken will, denn nach wie vor ist unklar, warum alle Bewohner vor vielen Jahren von einem Tag zum anderen einem Verbrechen zum Opfer fielen.
Das Buch liest sich flott weg, bietet auch einen Gruselfaktor. Ganz zum Schluss klärt sich das alte Verbrechen auf und damit überraschenderweise auch Tildas Vergangenheit.
Sehr empfehlenswert.Gelesen: Aschetod
Aschetod von Linda Castillo (Thriller)
Amerikanisches Original "The Burning"Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-70984-7
Band sechzehn der Serie
Mitten in der Nacht wird Polizeichefin Kate Burkholder von einem Anruf geweckt: Bei einem Feuer in einem einsamen Waldstück ist ein amischer Mann umgekommen. Der Verstorbene wurde an einen Pfahl gefesselt und lebendig verbrannt. Kate weiß nur zu gut, dass die Amischen ihre Probleme lieber ohne Einmischung der Außenwelt lösen, doch nach und nach erfährt sie, dass der Tote vor kurzem aus der Gemeinde ausgeschlossen wurde. Warum wurde er so bestraft? Um die Wahrheit herauszufinden, muss Kate tief in die Geschichte der Amischen eintauchen. Bis sie ein Geheimnis aufdeckt, das alles erschüttert, was sie über die Amischen - und damit ihre eigenen Wurzeln - zu wissen glaubt."
Wie immer bleibt Linda Castillo ihrem Erzählschema treu: Im Prolog wird das Verbrechen aus Sicht des Opfers erzählt, dieses Mal ist es besonders gruselig. Dann geht es um die Aufklärung, die davon lebt, dass Kate die Gewohnheiten der Amischen gut kennt und auch ihren speziellen Dialekt spricht. Die Amischen haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass Kate, einst selbst Amische, bei der Polizei arbeitet. Trotzdem sind sie häufig sehr verschlossen, insbesondere, wenn es um sehr persönlich-private Angelegenheiten geht.
Spoiler:
In dieser Geschichte geht es um eine Abspaltung von ehemaligen Amischen, die ihre eigene Rache üben, wenn sie meinen, jemand benehme sich schlecht. Anführer ist ein sehr freundlicher und sympathischer Mann - an der Oberfläche.
Am Ende gerät, wie jedes Mal, Kate in Lebensgefahr. Da sie wegen einer möglichen Involvierung ihres Bruders entgegen der Weisung ihres Vorgesetzten auf eigene Faust ermittelt hatte, wird sie natürlich vollständig rehabilitiert.
Selbstverständlich erfährt man, dass ihre Ehe mit Tomasetti, der sie als Angestellter des BCI nach Kräften unterstützt, glücklich ist und sie eventuell an Familiengründung denken.
Wieder sehr gern gelesen - und nun muss ich wieder ein ganzes Jahr auf die nächste Folge warten.
Gelesen: Bretonische Flut
Bretonische Flut- Kommissar Dupins fünfter Fall von Jean-Luc Bannalec (Krimi)
ISBN 978-3-462-04937-4
Kiepenheuer & Witsch, Taschenbuch
Klappentext/Rückseite:
"Hochseefischer, Delfinforscher, Schmuggler und eine sagenumwobene Insel mitten im Atlantik
Nie wieder wollte Kommissar Dupin auf dem Meer ermitteln. Doch in seinem neuen Fall verschlägt es ihn an einem strahlend schönen Junitag vor die äußerste Westküste der Bretagne. Auf die einzigartige Île de Sein, wo mehr Kaninchen als Menschen leben, der Frisör per Boot kommt und früher mächtige Hexen hausten. Vor atemberaubender Kulisse - zwischen den Inseln Molène, Ouessant und der Bucht von Douarnenez - ermitteln der Kommissar und seine Inspektoren in einem rätselhaften Fall, der ihnen alles abverlangt, auch das Überschreiten der eigenen Grenzen."
Es geht um Frauenleichen, zuerst wird eine junge Frau in der Fischauktionshalle gefunden und, als sei der Fall nicht schon kompliziert genug, wenig später eine weitere. Die befragten Personen geben sich bekannt unzugänglich, nahezu störrisch, so haben Dupin und seine Mitarbeiter viel mit der Aufklärung zu tun. Wieder mal muss Dupin viel Boot fahren, nach wie vor setzt ihm die Seekrankheit heftig zu. Offenbar ging es bei den Morden um einen Schatz, den die Frauen gefunden hatten, einen Schatz, von dem nicht klar ist, ob es ihn überhaupt gibt, denn er spielt eine wichtige Rolle in einer der zahlreichen Sagen und Legenden der Inseln.
Ich habe mit diesen Dupin-Krimis ein Hassliebe-Problem: Ich mag die Schilderungen der Bretagne und des Meeres, aber sie ziehen sich sehr in die Länge. Und es gibt eine unendliche Menge an Namen, die ich mir nicht merken kann und immer wieder den Faden verliere, weil ich nicht mehr weiß, wer wer ist. Die Aufklärung ist regelmäßig sehr unspektakulär. Allerdings lerne ich in jeden Band etwas über die Besonderheiten vor Ort.
Hinzu kommt, dass ich inzwischen Kommissar Dupin im Fernsehen angeschaut habe. Damit wird meine Vorstellungskraft gestört, denn ich hatte ganz eigene Bilder der handelnden Personen vor Augen. Oft halte ich die Filme nicht durch, weil es mir zu langweilig ist, Dupin hin und her laufen zu sehen, ohne dass etwas passiert.
Ein Buch aus der Reihe wartet hier noch, aber weitere werde ich mir nicht zulegen.





