Der Knochenraub von San Marco (Davide Venier 2) - von Stefan Maiwald (Historischer Krimi)
dtv Taschenbuch
ISBN 978-3-423-26171-5
Warum dieses Buch?
Es ist der Folgeband hiervon.
Ich verzichte auf den Klappentext und weitere Beschreibungen.
Heldenhaft wollte ich auch die nächste Geschichte aus dem mittelalterlichen Venedig anpacken, aber nach 117 Seiten streike ich jetzt. Diese Geschichte ist genau so zäh und langweilig wie die erste, sie verleidet mir die Freude am Lesen. Tut mir leid, liebe Venedig-Freunde.
Dienstag, 14. April 2020
Sonntag, 12. April 2020
Ostern in Zeiten von Corona
Ich zitiere hier den geschätzten Herrn Buddenbohm: "Nicht unser Genie hat uns durch die Geschichte gerettet, es war unsere
eselhafte Duldsamkeit und unsere Anpassungsfähigkeit an nahezu alles,
wie widrig auch immer."
Diesen Gedanken finde ich gerade sehr passend. Zuerst einmal müssen wir uns an die Spielregeln halten, die sich Leute ausgedacht haben, die wir als gewählte Volksvertreter dafür bezahlen, diese zu entwickeln. Was sie gemeinsam mit den klügsten Köpfen aka Professoren dieses Landes gemeinsam machen. Ich meine, dass das gerade ganz gut zu funktionieren scheint. Sogar unsere sich ewig zankenden von uns gewählten Mitglieder diverser Parteien funktionieren in dieser Zeit überraschend gut miteinander, auch die, welchen ich eher wenig bis keine Sympathie entgegenbrachte.
Das Leben ist anders. Anders als sonst. Als gestern. Als wir alle es gewohnt waren. Und ob es jemals wieder ähnlich werden wird wie zuvor, steht in den Sternen - oder wo auch immer. Geduld ist nicht unsere Stärke, aber - siehe oben - Duldsamkeit. Nicht bei jedem einzelnen Menschen, aber auf die breite Masse gesehen, das wohl schon.
Ich bin seit Wochen zuhause, fahre nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gehe nicht auf Besuch. Auch nicht ins Pflegeheim, was eh derzeit verboten ist. Was ich vermisse, ist das Wasser, Alster und Elbe. Nicht, dass ich da nun täglich gewesen wäre, aber dass ich die Möglichkeit gerade nicht mehr habe, lässt mich das als einen Mangel empfinden.
Ansonsten lebe ich weiterhin gesund, mit viel frischer Luft, Bewegung, ausgewogener Ernährung. Alles das, was man mir empfehlen würde, mache ich aus mir selbst heraus. Jeden Tag ein Spaziergang, das ist mein Pflichtprogramm. Das von vielen anderen Menschen auch, schöne Wanderwege sind nicht eben leergefegt, aber man macht einen eigentümlich anmutenden Tanz umeinander herum, stets auf Abstand bedacht. Gelegentlich grüßen wildfremde Menschen.
Gehe ich einfach nur Straßen entlang, so ist es ganz leer, da muss nicht ausgewichen werden, dort ist gar nichts los. Seltsam, das.
Supermärkte meide ich, nach allem, was ich höre, halten dort viele Kunden die Abstandsregeln nicht ein, da möchte ich kein Risiko eingehen. Der Online-Service liefert. Und alle möglichen anderen Geschäfte mit Internetbestell- und Lieferservice müssten sich gerade die sprichwörtliche "goldene Nase" verdienen. Jedenfalls, wenn ich meiner Kreditkarte glauben und von mir auf Andere schließen darf.
Nicht zu mir geliefert werden kann mein Medikament. Seit ganz kurzem bin ich aufgenommen worden ins Heiminfusionsprogramm des Herstellers, wofür die Infusionsfläschchen samt Zubehör jetzt bei mir gelagert werden. Tochter und Co. haben mir das alles aus der City hergeholt. Die Frau, die herkommt und mir die Infusion legt, ist eine Krankenschwester mit freier Zeiteinteilung, zuständig für Norddeutschland, angestellt bei einem Unternehmen, welches unterschiedliche Services für den Heimgebrauch anbietet, z.B. auch Schulungen für den Umgang mit Injektionssystemen. Jedenfalls ist sie supernett und vollprofessionell. Meine Therapie kann also weitergehen.
Was mir wirklich sehr fehlt, sind die großen und kleinen Kinder, die außerhalb Hamburgs wohnen. Auch das ein Haushalt, der zum Home Office geworden ist, mit gleichzeitiger Betreuung der kleinen wilden Kerle. Jedenfalls sollen derzeit Enkel nicht zu den Großeltern, und wenn das länger dauert, verpasse ich wirklich eine Menge. Aber es ist wichtig für meine Gesundheit. Trotzdem doof.
Ich werde wohl noch sehr lange viele Kontakte vermeiden, um so gesund wie möglich zu bleiben, hierüber wird derzeit diskutiert. Wie soll man grundsätzlich eine schrittweise Normalisierung anstreben, wenn nicht die Risikopatienten langfristig benachteiligt und stigmatisiert werden sollen? Alle dürfen wieder raus, aber nicht die Menschen, die alt und/oder vorerkrankt sind? Werden Fälle wie ich "abgefrühstückt" mit z.B. den Heimbewohnern, die dreißig Jahre älter sind als ich? Vielleicht bleibt meine einzige Chance der zu entwickelnde Impfstoff.
Es gibt gerade eine Theorie, nach der eventuell "wir Alphas" mit unserem Wikingergen bzgl. Corona ausnahmsweise das Glückslos gezogen haben könnten. Die - soweit für Laien zu begreifenden - Mechanismen hier jetzt zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Bekannt ist allerdings, dass in ganz Europa wohl nur drei Alphas am Coronavirus erkrankt waren und wieder genesen sind. Und selbstverständlich bleibt meine Lieblingsprofessorin von der MHH mit ihrer Forschung dran.
Achja, Ostern. Ungewohnt, so ohne Osterfrühstück in großer Runde. Am Nachmittag waren Tochter und Co. hier, mit den Fahrrädern bis zu meiner Terrasse... Wir haben - mit großem Abstand! - draußen gesessen, Kuchen gegessen, eingedeckt war auch eine Flasche Handdesinfektionsmittel. Ein bisschen fühlte es sich für mich an als hätten wir etwas Verbotenes getan, aber Besuche sind nicht direkt untersagt hier in Hamburg, und "öffentlicher Raum" ist meine Terrasse auch nicht.
Wir werden alle vermoppen... Friseure sind geschlossen, und jedermanns Haare wachsen munter vor sich hin... Frohe Ostern!
Diesen Gedanken finde ich gerade sehr passend. Zuerst einmal müssen wir uns an die Spielregeln halten, die sich Leute ausgedacht haben, die wir als gewählte Volksvertreter dafür bezahlen, diese zu entwickeln. Was sie gemeinsam mit den klügsten Köpfen aka Professoren dieses Landes gemeinsam machen. Ich meine, dass das gerade ganz gut zu funktionieren scheint. Sogar unsere sich ewig zankenden von uns gewählten Mitglieder diverser Parteien funktionieren in dieser Zeit überraschend gut miteinander, auch die, welchen ich eher wenig bis keine Sympathie entgegenbrachte.
Das Leben ist anders. Anders als sonst. Als gestern. Als wir alle es gewohnt waren. Und ob es jemals wieder ähnlich werden wird wie zuvor, steht in den Sternen - oder wo auch immer. Geduld ist nicht unsere Stärke, aber - siehe oben - Duldsamkeit. Nicht bei jedem einzelnen Menschen, aber auf die breite Masse gesehen, das wohl schon.
Ich bin seit Wochen zuhause, fahre nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gehe nicht auf Besuch. Auch nicht ins Pflegeheim, was eh derzeit verboten ist. Was ich vermisse, ist das Wasser, Alster und Elbe. Nicht, dass ich da nun täglich gewesen wäre, aber dass ich die Möglichkeit gerade nicht mehr habe, lässt mich das als einen Mangel empfinden.
Ansonsten lebe ich weiterhin gesund, mit viel frischer Luft, Bewegung, ausgewogener Ernährung. Alles das, was man mir empfehlen würde, mache ich aus mir selbst heraus. Jeden Tag ein Spaziergang, das ist mein Pflichtprogramm. Das von vielen anderen Menschen auch, schöne Wanderwege sind nicht eben leergefegt, aber man macht einen eigentümlich anmutenden Tanz umeinander herum, stets auf Abstand bedacht. Gelegentlich grüßen wildfremde Menschen.
Gehe ich einfach nur Straßen entlang, so ist es ganz leer, da muss nicht ausgewichen werden, dort ist gar nichts los. Seltsam, das.
Supermärkte meide ich, nach allem, was ich höre, halten dort viele Kunden die Abstandsregeln nicht ein, da möchte ich kein Risiko eingehen. Der Online-Service liefert. Und alle möglichen anderen Geschäfte mit Internetbestell- und Lieferservice müssten sich gerade die sprichwörtliche "goldene Nase" verdienen. Jedenfalls, wenn ich meiner Kreditkarte glauben und von mir auf Andere schließen darf.
Nicht zu mir geliefert werden kann mein Medikament. Seit ganz kurzem bin ich aufgenommen worden ins Heiminfusionsprogramm des Herstellers, wofür die Infusionsfläschchen samt Zubehör jetzt bei mir gelagert werden. Tochter und Co. haben mir das alles aus der City hergeholt. Die Frau, die herkommt und mir die Infusion legt, ist eine Krankenschwester mit freier Zeiteinteilung, zuständig für Norddeutschland, angestellt bei einem Unternehmen, welches unterschiedliche Services für den Heimgebrauch anbietet, z.B. auch Schulungen für den Umgang mit Injektionssystemen. Jedenfalls ist sie supernett und vollprofessionell. Meine Therapie kann also weitergehen.
Was mir wirklich sehr fehlt, sind die großen und kleinen Kinder, die außerhalb Hamburgs wohnen. Auch das ein Haushalt, der zum Home Office geworden ist, mit gleichzeitiger Betreuung der kleinen wilden Kerle. Jedenfalls sollen derzeit Enkel nicht zu den Großeltern, und wenn das länger dauert, verpasse ich wirklich eine Menge. Aber es ist wichtig für meine Gesundheit. Trotzdem doof.
Ich werde wohl noch sehr lange viele Kontakte vermeiden, um so gesund wie möglich zu bleiben, hierüber wird derzeit diskutiert. Wie soll man grundsätzlich eine schrittweise Normalisierung anstreben, wenn nicht die Risikopatienten langfristig benachteiligt und stigmatisiert werden sollen? Alle dürfen wieder raus, aber nicht die Menschen, die alt und/oder vorerkrankt sind? Werden Fälle wie ich "abgefrühstückt" mit z.B. den Heimbewohnern, die dreißig Jahre älter sind als ich? Vielleicht bleibt meine einzige Chance der zu entwickelnde Impfstoff.
Es gibt gerade eine Theorie, nach der eventuell "wir Alphas" mit unserem Wikingergen bzgl. Corona ausnahmsweise das Glückslos gezogen haben könnten. Die - soweit für Laien zu begreifenden - Mechanismen hier jetzt zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Bekannt ist allerdings, dass in ganz Europa wohl nur drei Alphas am Coronavirus erkrankt waren und wieder genesen sind. Und selbstverständlich bleibt meine Lieblingsprofessorin von der MHH mit ihrer Forschung dran.
Achja, Ostern. Ungewohnt, so ohne Osterfrühstück in großer Runde. Am Nachmittag waren Tochter und Co. hier, mit den Fahrrädern bis zu meiner Terrasse... Wir haben - mit großem Abstand! - draußen gesessen, Kuchen gegessen, eingedeckt war auch eine Flasche Handdesinfektionsmittel. Ein bisschen fühlte es sich für mich an als hätten wir etwas Verbotenes getan, aber Besuche sind nicht direkt untersagt hier in Hamburg, und "öffentlicher Raum" ist meine Terrasse auch nicht.
Wir werden alle vermoppen... Friseure sind geschlossen, und jedermanns Haare wachsen munter vor sich hin... Frohe Ostern!
Freitag, 10. April 2020
Gelesen: Glück kommt selten allein ...
Glück kommt selten allein... - von Dr. Eckart von Hirschhausen
Rowohlt Verlag GmbH
ISBN 978-3-498-02997-5
Warum dieses Buch?
Genau wie das vorherige Buch von Herrn von Hirschhausen wurde mir dieses unkompliziert leihweise überlassen.
Klappentext:
"Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte – aber keine überzeugenden Erfolge. Gar keine? Deutschlands lustigster Arzt findet die Trüffel der Glücksforschung, das Kuriose, Komische und Menschliche. Endlich spricht einer aus, was keiner wahrhaben will: Wir sind von Natur aus bestens geeignet, das Glück zu suchen, aber eklatant schlecht darin, zufrieden zu sein. Warum? Wer die evolutionären Webfehler in unseren Wünschen kennt, hat gut lachen. Ein erfrischend provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade."
In schlaflosen Nächten lese ich manchmal. Gerne greife ich zu Büchern, die kleine, in sich abgeschlossene, Kapitel haben. Dieses Buch ist herzerwärmend, lässt den Leser lächeln und hilft den Gedanken, zur Ruhe zu kommen. Oder abzuschweifen. Eingestreut sind allerlei fröhliche Bilder, Seiten mit Merksprüchen, Vorlagen zum Ausschneiden (wer zerstört ein Buch bitte mit der Schere?!) Es liegen Postkarten drin, mit denen man ein wenig Glück verschicken kann. Man kann sie auch als Lesezeichen benutzen, obwohl dieser gebundene Band ein festes Lesebändchen hat.
Dieses Buch mag ich gar nicht wieder hergeben. (Was gerade durch die Corona-Einschränkungen auch eher weniger möglich ist. Faule Ausrede, ich weiß.)
Rowohlt Verlag GmbH
ISBN 978-3-498-02997-5
Warum dieses Buch?
Genau wie das vorherige Buch von Herrn von Hirschhausen wurde mir dieses unkompliziert leihweise überlassen.
Klappentext:
"Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte – aber keine überzeugenden Erfolge. Gar keine? Deutschlands lustigster Arzt findet die Trüffel der Glücksforschung, das Kuriose, Komische und Menschliche. Endlich spricht einer aus, was keiner wahrhaben will: Wir sind von Natur aus bestens geeignet, das Glück zu suchen, aber eklatant schlecht darin, zufrieden zu sein. Warum? Wer die evolutionären Webfehler in unseren Wünschen kennt, hat gut lachen. Ein erfrischend provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade."
In schlaflosen Nächten lese ich manchmal. Gerne greife ich zu Büchern, die kleine, in sich abgeschlossene, Kapitel haben. Dieses Buch ist herzerwärmend, lässt den Leser lächeln und hilft den Gedanken, zur Ruhe zu kommen. Oder abzuschweifen. Eingestreut sind allerlei fröhliche Bilder, Seiten mit Merksprüchen, Vorlagen zum Ausschneiden (wer zerstört ein Buch bitte mit der Schere?!) Es liegen Postkarten drin, mit denen man ein wenig Glück verschicken kann. Man kann sie auch als Lesezeichen benutzen, obwohl dieser gebundene Band ein festes Lesebändchen hat.
Dieses Buch mag ich gar nicht wieder hergeben. (Was gerade durch die Corona-Einschränkungen auch eher weniger möglich ist. Faule Ausrede, ich weiß.)
Gelesen: Der Spion des Dogen
Der Spion des Dogen (Davide Venier 1) - von Stefan Maiwald (Historischer Krimi)
dtv Taschenbuch
ISBN 978-3-423-26124-1
Warum dieses Buch?
Es wurde mir von einem Mitglied der FB-Venedig-Freunde-Gruppe zugeschickt. In dieser Gruppe ist auch der Autor Mitglied, und ich war sehr gespannt. Gelesen irgendwann im März 2020.
Klappentext:
"Sein Name ist Venier, Davide Venier.
Venedig 1568. Eine boshafte Intrige bringt den angesehenen Geschäftsmann Davide Venier über Nacht zu Fall und für zehn Jahre in die berüchtigten Bleikammern Venedigs. Sein Zellengenosse Hasan wird nicht nur sein Schachpartner, sondern auch sein Ausbilder in der Kunst der Selbstverteidigung. Davide erweise sich als gelehriger Schüler - und erhält ein unerwartetes Angebot: Straferlass gegen Spionagedienste für den Dogen..."
Zunächst wird man durch die Schilderung des Geschäftes und Lebenswandels (die Geliebte Veronica) von Davide sowie die Gebräuche, Herrschaft und Verwaltung Venedigs, sie sind sehr speziell, geführt. Mehr als einmal wollte ich das Buch gelangweilt aus der Hand legen, was ich allerdings meinen o.g. Venedigfreunden nicht antun mochte, zumal mir gleichzeitig auch der Folgeband überlassen worden war. Diese eingebetteten Erklärungen sind historisch korrekt und wichtig zum Verständnis der Handlung.
Also, Davide wird überraschend verhaftet, ausreichend von gekauften Klägern irgendwelcher ausgedachten Straftaten beschuldigt und in das Gefängnis der gehobenen Schicht verfrachtet. Die Bleikammern unter dem Dach sind nämlich ein ganz kleines bisschen komfortabler als das Gefängnis im Keller. Dort lernt er Hasan kennen, der ihm nicht nur das Schachspiel sondern auch das Kämpfen beibringt, nachdem er unangenehme Erfahrungen mit einem anderen Gefangenen hatte machen müssen. Nach einem Jahr wird ihm unerwartet ein "Job" angeboten, der ihm die Freiheit, sein Auskommen und allerlei Aufträge bringt. Hasan nimmt er als seinen Diener mit.
In einem zweiten Handlungsstrang, der anscheinend in der Türkei spielt, wird sehr ausführlich geschildert, wie ein mächtiger Mann kleine Jungen aus ihren Familien freikauft und mit einem ganz besonderen Drill und großer Härte zu Kämpfern besonderer Art ausbildet. Der Sieger seiner Gruppe, ein intelligenter junger Mann, bekommt Sonderaufgaben...
An dieser Stelle kreuzen sich die Geschichten von Davide und "Crollio" (der junge Mann ohne Namen), die Geschichte nimmt im letzten Drittel endlich an Fahrt auf.
Das Ende allerdings, in dem nur der Leser - nicht die Protagonisten! - endlich erfährt, wer der Drahtzieher allen Übels ist, hat mich erstaunt und wider Erwarten neugierig auf den Folgeband gemacht.
dtv Taschenbuch
ISBN 978-3-423-26124-1
Warum dieses Buch?
Es wurde mir von einem Mitglied der FB-Venedig-Freunde-Gruppe zugeschickt. In dieser Gruppe ist auch der Autor Mitglied, und ich war sehr gespannt. Gelesen irgendwann im März 2020.
Klappentext:
"Sein Name ist Venier, Davide Venier.
Venedig 1568. Eine boshafte Intrige bringt den angesehenen Geschäftsmann Davide Venier über Nacht zu Fall und für zehn Jahre in die berüchtigten Bleikammern Venedigs. Sein Zellengenosse Hasan wird nicht nur sein Schachpartner, sondern auch sein Ausbilder in der Kunst der Selbstverteidigung. Davide erweise sich als gelehriger Schüler - und erhält ein unerwartetes Angebot: Straferlass gegen Spionagedienste für den Dogen..."
Zunächst wird man durch die Schilderung des Geschäftes und Lebenswandels (die Geliebte Veronica) von Davide sowie die Gebräuche, Herrschaft und Verwaltung Venedigs, sie sind sehr speziell, geführt. Mehr als einmal wollte ich das Buch gelangweilt aus der Hand legen, was ich allerdings meinen o.g. Venedigfreunden nicht antun mochte, zumal mir gleichzeitig auch der Folgeband überlassen worden war. Diese eingebetteten Erklärungen sind historisch korrekt und wichtig zum Verständnis der Handlung.
Also, Davide wird überraschend verhaftet, ausreichend von gekauften Klägern irgendwelcher ausgedachten Straftaten beschuldigt und in das Gefängnis der gehobenen Schicht verfrachtet. Die Bleikammern unter dem Dach sind nämlich ein ganz kleines bisschen komfortabler als das Gefängnis im Keller. Dort lernt er Hasan kennen, der ihm nicht nur das Schachspiel sondern auch das Kämpfen beibringt, nachdem er unangenehme Erfahrungen mit einem anderen Gefangenen hatte machen müssen. Nach einem Jahr wird ihm unerwartet ein "Job" angeboten, der ihm die Freiheit, sein Auskommen und allerlei Aufträge bringt. Hasan nimmt er als seinen Diener mit.
In einem zweiten Handlungsstrang, der anscheinend in der Türkei spielt, wird sehr ausführlich geschildert, wie ein mächtiger Mann kleine Jungen aus ihren Familien freikauft und mit einem ganz besonderen Drill und großer Härte zu Kämpfern besonderer Art ausbildet. Der Sieger seiner Gruppe, ein intelligenter junger Mann, bekommt Sonderaufgaben...
An dieser Stelle kreuzen sich die Geschichten von Davide und "Crollio" (der junge Mann ohne Namen), die Geschichte nimmt im letzten Drittel endlich an Fahrt auf.
Das Ende allerdings, in dem nur der Leser - nicht die Protagonisten! - endlich erfährt, wer der Drahtzieher allen Übels ist, hat mich erstaunt und wider Erwarten neugierig auf den Folgeband gemacht.
Gelesen: Grausame Nacht
Grausame Nacht - von Linda Castillo (Thriller)
Amerikanisches Original "After the Storm"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-03263-1
Band sieben der Serie
Warum dieses Buch? Mehrfach hinreichend erklärt. Für mich inzwischen ein Selbstgänger.
Gelesen irgendwann im letzten Februar.
Klappentext:
"Als der Tornado über Painters Mill in Ohio hinwegfegt, legt er nicht nur die halbe Stadt in Schutt und Asche. Er bringt auch etwas zum Vorschein, das besser verborgen geblieben wäre. Unter einer eingefallenen Scheune werden die Überreste eines menschlichen Skeletts gefunden. Wer ist der Tote? Und warum lag er jahrelang hier vergraben? Ein altes Familiengeheimnis und ein ungesühntes Verbrechen - Kate Burkholders siebter Fall führt sie an einen unheimlichen Ort."
Ein neuer Fall für Kate Burkholder und ihren Freund Tomasetti, beim siebten Band der Serie ist das "Strickmuster" bekannt, was das Buch nicht weniger spannend macht. Wie bisher spielt auch dieser Krimi im Umfeld der Amischen und auch wie bisher ist die Lösung eine Überraschung.
Ich werde selbstverständlich auch alle folgenden Bände dieser Serie lesen.
Amerikanisches Original "After the Storm"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-03263-1
Band sieben der Serie
Warum dieses Buch? Mehrfach hinreichend erklärt. Für mich inzwischen ein Selbstgänger.
Gelesen irgendwann im letzten Februar.
Klappentext:
"Als der Tornado über Painters Mill in Ohio hinwegfegt, legt er nicht nur die halbe Stadt in Schutt und Asche. Er bringt auch etwas zum Vorschein, das besser verborgen geblieben wäre. Unter einer eingefallenen Scheune werden die Überreste eines menschlichen Skeletts gefunden. Wer ist der Tote? Und warum lag er jahrelang hier vergraben? Ein altes Familiengeheimnis und ein ungesühntes Verbrechen - Kate Burkholders siebter Fall führt sie an einen unheimlichen Ort."
Ein neuer Fall für Kate Burkholder und ihren Freund Tomasetti, beim siebten Band der Serie ist das "Strickmuster" bekannt, was das Buch nicht weniger spannend macht. Wie bisher spielt auch dieser Krimi im Umfeld der Amischen und auch wie bisher ist die Lösung eine Überraschung.
Ich werde selbstverständlich auch alle folgenden Bände dieser Serie lesen.
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