Dienstag, 28. Februar 2023

Iliopsoas

Eines Montagmorgens wachte ich auf, hatte einen stechenden Schmerz in der Leiste und konnte nicht mehr gehen. Das ist jetzt ungefähr vier Wochen her, seitdem sind Schmerzmittel meine besten Freunde. (Übrigens bringen die üblichen nullachtfuffzehn Tabletten fast nichts, da braucht es schon welche auf Rezept.)

Ich kann inzwischen wieder gehen, komme mir durch die Fehlbelastung aber noch immer vor wie ein schwankendes Schiff; besonders das Aufstehen vom Liegen oder Sitzen beinhaltet einen speziellen Schmerz. Dazu kommen mittlerweile Rücken- und Beckenschmerzen links. Ein wunderbares Programm also, schlechter Schlaf inklusive.

Tägliche Dehnübungen zeigen Erfolg, aber anscheinend braucht es viel Geduld.

Ausführliche Info habe ich hier beim NDR gefunden.

Das nur mal so zwischendurch (oder for the records).

Rare Disease Day

Heute, am 28. Februar 2023, ist der 16. Rare Disease Day, der internationale Tag der seltenen Erkrankungen. Er findet jedes Jahr am letzten Tag im Februar statt, eben weil der eigentlich letzte Tag, der 29. Februar, auch selten ist. An diesem Tag soll das Bewusstsein der Gemeinschaft für die seltenen Krankheiten geschärft werden.


Allein für mich und meinesgleichen sind für die laufende Behandlung pro Jahr etwa 900 Blutplasmaspenden erforderlich!

(Das Label "Compliance" passt nicht ganz, aber ich möchte nicht noch mehr haben...)

Donnerstag, 16. Februar 2023

Abgebrochen: Zeitenwende

Zeitenwende von Frederik Hetmann (Fantasy-Roman)

Taschenbuch
BLT/Gustav Lübbe Verlag
ISBN 978-3-404-92280-2

Warum dieses Buch? Ein hübsches Cover und ein Angebot auf dem Wühltisch. Allerdings ein Fehlkauf.

Rückseitentext:
"Lassen Sie sich auf eine märchenhafte Reise jenseits aller Träume entführen.

Frederik Hetmann [...] bezaubert seine Leser abermals mit einer märchenhaften Geschichte. Der Museumsdirektor Thomas Hauser versucht, die Ermordung seiner Geliebten Juana Milagro aufzuklären und wird dabei in den Strudel wundersamer Begebenheiten gezogen. Im Mittelpunkt steht das Geheimnis einer Maya-Ausgrabung. Hauser will das Rätsel lösen, doch er wird zum Spielball der Ereignisse. Er muss sich auf eine phantastische Reise begeben, wie sie noch nie ein Mensch erlebt hat..."

Bis Seite 70 keine Spur von Fantasy, dafür jede Menge Langeweile. Der Schreibstil erinnert mich an die von Schulfreundinnen selbst verfassten "Romane" in der fünften Klasse.

Samstag, 11. Februar 2023

Fragen an ChatGPT zum Alpha-1-Antitrypsinmangel

Meine Krankheit ist ein Thema, das nur Spezialisten vollumfänglich kennen, ich selber fühle mich gelegentlich wie ein zweibeiniges Lexikon. 😀

So war mein erstes "Interview" mit ChatGPT  ---- bla und bla und bla.

Heute, am 17.11.2025, alles gelöscht hier, damit die AI sich nicht selbst referenziert bei ihrer Suche im Web nach Infos, somit auch seine Fehler nicht dupliziert.

Das hat mich schon lange genervt. Nun endlich aufgeräumt,

Künstliche Intelligenz

Wochen bevor "ChatGPT" durch die Medien geisterte, hatte ich ein Gespräch darüber mit dem Informatiker-Schwiegersohn. Inzwischen findet sich das Thema in gefühlt jedem zweiten Blog, und im TV wird es heftig diskutiert.

Fakt ist wohl, dass Lehrer:innen sich Methoden werden ausdenken müssen, mit denen sie die Kids motivieren, Quellen zu hinterfragen, eigene Recherchen zu betreiben und ihr Gehirn zu benutzen. Vorbei die Zeit, als man "drei-drei-drei, bei Issos Keilerei" als Eselsbrücke gelernt hat und die Antwort auf "wann hat Kolumbus Amerika entdeckt?" wie aus der Pistole geschossen kommen musste.

Bisher ist KI keine echte, lernende und denkende (!) Intelligenz, sondern reproduziert, wie bei ChatGPT, zuvor gespeicherte Inhalte. Das allerdings überraschend gut. Ich habe es heute Vormittag ausprobiert.

Das "richtige, echte Lernen" beherrschen Kinder voller Freude, das beobachte ich selber in der Familie, da kann es gar nicht genug Input geben... Das kann KI nicht ersetzen.

Mittwoch, 8. Februar 2023

Gelesen: Søg - Land ohne Licht

 Søg - Land ohne Licht von Jens Henrik Jensen (Thriller)
(Der dritte Fall)

Aus dem Dänischen, Originaltitel "Spøgelsfangen"
Deutsche Erstausgabe 2022
dtv Taschenbuch/broschiert
ISBN 978-3-423-21979-22002-6

[Die ABC 2023 Lese-Challenge - C 3 Buch mit dem gleichen Wort 3]

"Søg" bedeutet übersetzt "Suche".

Warum dieses Buch? Ganz einfach, es ist das dritte Buch der Nina Portland-Reihe.

Rückseitentext:
«Ein schweres Unwetter über der Westküste. Mitten in den Dünen havariert eine Privatmaschine. An Bord finden die Bergungskräfte einen Toten und zwei Schwerverletzte. Alles sieht nach einem Unglück aus...»
"Äußerst widerwillig übernimmt Nina Portland die Routineuntersuchung der Unfallumstände. Warum lässt man sie nicht in dem Bandenkrieg ermitteln, der Esbjerg erschüttert? Sie ahnt nicht, dass das Flugzeugwrack ein Geheimnis birgt. Und dass in der kargen menschenleeren Gegend ein Mann vor Feinden flieht, die im Dunkeln operieren."

Klappentext:
"Nach einem langen heißen Sommer suchen Herbstunwetter die dänische Küste heim. Seit Nina die polizeiinterne Fortbildung aus politischer Überzeugung geschmissen hat, darf sie keine wichtigen Ermittlungen mehr leiten: Wellen schlagen nur die Fälle der Kollegen. Traut ihr Chef Birkedal Nina nichts mehr zu? Während in der Stadt ein brutaler Bandenkrieg entbrennt, wird sie gegen ihren Willen zu einer Routineuntersuchung außerhalb entsandt. In Strandnähe ist ein Privatjet verunglückt. Obwohl alles nach einem tragischen Unfall aussieht, lässt Nina der Anblick des Wracks nicht los. Hier muss etwas Anderes, Größeres geschehen sein. Ihre Ermittlungen führen sie in eine düstere und undurchsichtige Welt. Es ist die Kehrseite der Zivilgesellschaft - wo Menschen keine Namen haben, Tod und Folter nur Teile eines Plans sind."

Der Roman beginnt, ähnlich wie die Oxen-Bücher, aus der Sicht eines Täters und seiner Taten. Parallel dazu wird ein zweiter Handlungsstrang entwickelt, der den Absturz des kleinen Flugzeuges schildert, ebenfalls aus der Sicht eines Täters? Oder Opfers? Als Leserin habe ich zunächst gehofft und gebangt, dass der Flüchtende bitte entkommen möge.

In Esbjerg kommen kurz nacheinander zwei Personen zu Tode, da es sich um Opfer zweier unterschiedlicher Ethnien handelt, schließt die Polizei auf einen Bandenkrieg. Dies schlägt medial hohe Wellen, aus allen Landesteilen werden Polizeikräfte zusammen gezogen, und allerhöchste Ebenen bis hin zur Justizministerin zeigen Präsenz. Nur Nina darf nicht mit ermitteln.

Sie wird an den Strand nahe Vejers geschickt, wo das kleine  Geschäftsflugzeug abgestürzt ist. Zwei Schwerverletzte wurden geborgen. War nicht noch eine weitere Person mit an Bord? Die Frage lässt ihr keine Ruhe. Sie tut, was sie am besten kann und ermittelt eigeninitiativ weiter.

Als sie von ihrem Chef zu einer Besprechung eingeladen wird, an der außer dem dänischen Geheimdienstchef auch jemand vom CIA sowie ihr Freund Tim Wejse teilnehmen, entwickelt dieser Absturz plötzlich Brisanz...

Das Rundherum des Settings ist aus den vorherigen Büchern bekannt: Nina, alleinerziehende Mutter von Jonas, der sich nun gelegentlich pubertär benimmt, die Familie als ihr persönlicher Anker auf Fanø, Beschreibung der "wilden Westküste" Dänemarks.

Am Ende werden sowohl die anfänglich geschilderten Morde als auch der Geheimdienstfall zusammen geführt, aber wie üblich beim Geheimdienst bleibt ein etwas ungutes Gefühl, da eine Leiche auf Nimmerwiedersehen verschwindet und ein Mensch sich eine komplett neue Existenz aufzubauen gezwungen ist.

Auch dieses Buch habe ich die meiste Zeit gern gelesen, aber qualitativ fällt es deutlich sowohl gegen die ersten beiden Bände als auch gegen die Oxen-Reihe deutlich ab, bis zur Mitte fand ich es zäh und war nicht immer motiviert, weiter zu lesen. Insgesamt solide Kost.