Freitag, 25. Juli 2025

Zahnimplantat

Alle paar Jahre wieder scheint sich mein Implantat zu verabschieden. Es wird dringend als Brückenträger gebraucht ("Freiendsituation"), ist auch jedes Mal perfekt eingesetzt worden, trotzdem: Das erste hielt (wenn ich richtig gerechnet habe) sieben Jahre, das letzte fünf. ("Die Brücke wackelt." Zack, hatte Dr. Gesa sie in der Hand. Inklusive Zahnimplantat.) Der Grund ist unklar, Vermutung sind meine Standard-/ Dauermedikamente.

Jedenfalls bekam ich vorgestern ein neues Implantat eingebaut, ich wundere mich, dass im Kiefer noch Platz für eine dritte Bohrung war. Der Eingriff war weniger unangenehm als früher, evtl. ist die Technik schonender geworden, oder ich bin nicht mehr bänglich.

Allerdings sind dieses Mal die Tage danach echt heftig. Viel Schmerzmittel, dicke Schwellung, zehn Stunden am Stück kühlen. Bluterguss in feinstem Dunkellilablau. So langsam lässt das allgemeine Krankheitsgefühl nach.

Ende nächster Woche Fäden ziehen, dann Einheilphase... ich kenne das schon alles. 

Kleines Update vom 16.08.2025
Dass ich nach dem Eingriff tagelang sehr gelitten habe, erklärt sich durch meine Dauermedikamente. Und die schrecklichen Bauchkrämpfe, die ich ungefähr drei Tage lang hatte, waren eine Folge vom hochdosierten Ibuprofen. Alles nicht so lustig.
Inzwischen sind die Fäden gezogen, ich darf wieder alles essen, der nächste Termin ist Anfang Oktober.

Update - alles erledigt
Nachdem zum nächsten Termin die Brücke nicht in der Praxis angekommen war und ich im November nicht gleich Zeit hatte, wurde der finale Einbautermin dann der 12. Dezember. Sitzt. Fertig.

Rechnungen bei den Versicherungen eingereicht und Ende.

Sonntag, 20. Juli 2025

Gelesen: Heimwärts

Heimwärts von Kate Morton (Roman)

Aus dem Englischen "Homecoming"
Heyne Taschenbuch
ISBN 978-3-453-42926-0

Klappentext:
"Ein glühend heißer Sommertag in den Adelaide Hills, Heiligabend 1959. Percy, der Gemischtwarenhändler des Örtchens Tambilla, liefert letzte Bestellungen aus. Sein Weg führt über das idyllische Gelände eines verwunschenen Herrenhauses. Am Bach macht er eine schreckliche Entdeckung. Die Polizei nimmt sofort die Ermittlungen auf, aber der schockierende Fall wird nie gelöst.

Fast sechzig Jahre später steckt die Journalistin Jess in einer privaten wie beruflichen Krise. Da erhält sie einen alarmierenden Anruf aus ihrer alten Heimat Australien: Ihre geliebte Großmutter Nora, die sie als Kind aufgezogen hat, liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Jess kehrt sofort nach Sydney zurück. Nora ist nicht mehr ansprechbar, aber irgendetwas aus der Vergangenheit scheint sie schwer zu belasten. In Noras Haus findet Jess ein altes Buch - einen romanhaften Bericht über die Tragödie am Heiligabend 1959. Als Journalistin stürzt sie sich begeistert in die Recherche zum Fall. Bis sie einen erschütternden Zusammenhang mit ihrer eigenen Familiengeschichte entdeckt."


Ein epischer Roman, der auf mehr als zwei Zeitebenen spielt, ein Buch im Buch enthält, aus unterschiedlichen Perspektiven die Vorkommnisse schildert.

Jess gelingt es durch mühevolle Recherche und viele Gespräche mit einer amerikanischen Nachlassverwalterin des Autors des alten Buches, der ein Freund ihrer Großmutter war, einem Nachkommen des damaligen Gemischtwarenhändlers und letztlich auch ihrer Mutter, zu der sie nie ein inniges Verhältnis hatte, die Fäden zu entwirren. Sie besucht auch das alte Anwesen mit dem leerstehenden Herrenhaus und jetzt verwilderten Garten.

Stück für Stück klärt sich die Familiengeschichte auf und nimmt dabei die Leserin mit auf eine spannende wie emotionale Reise.



Dieser Roman ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und sei jederfrau wärmstens ans Herz gelegt.

Gelesen: Das Grandhotel an der Alster

Das Grandhotel an der Alster - Susanne Rubin (Roman)

ISBN 978-3-453-42546-0
Heyne Taschenbuch

Klappentext/Rückseite:
"Ein edles Hotel, ein geheimnisvolles Erbe, eine unmögliche Liebe
Hamburg, 2019: Emily Magnussen führt die Geschäfte des Hotel Jacoby. Als dessen Besitzer stirbt, muss sie die Übergabe des prestigereichen Hauses an den Erben regeln. Der ist zu ihrer Überraschung ein völlig Fremder, ein gewisser Ryan Maclane aus Schottland. Emily ist von dem jungen Mann sofort fasziniert. Gemeinsam gehen sie dem Geheimnis der Jacobys auf den Grund.
Sechzig Jahre zuvor: Nach dem Tod ihres Mannes hat Lina Jacoby das Hotel ihrer Eltern durch die Kriegsjahre gebracht und will ihm nun zu neuem Glanz verhelfen. Dass sie sich in ihren Chefkoch Martin verliebt, macht es nicht leichter. Da taucht eine Hebamme auf, die Lina eine unfassbare Geschichte erzählt, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, ins Wanken bringt..."

Mit diesem Text ist eigentlich schon alles erzählt.

Es gibt zwei Erzählstränge.
Zunächst trifft Ryan im Hotel ein, lernt Emily, den Hotelalltag und die Verwaltung kennen. "Natürlich" verlieben sie sich ineinander. Beiden ist es ein Rätsel, warum Ryan der Erbe ist, bis sie bei Umbauarbeiten hinter einer zusätzlichen Wand etwas entdecken.
Rücksprung zur Geburt von Lina Jacoby und ihrer späteren Übernahme des Hotels und Überleben während der Kriegs- und Nachkriegsjahre.
Nach und nach entwickelt sich durch beide Erzählstränge eine Erklärung, die die Verbindung der Jacobys mit Ryan und damit die Erbschaft aufklärt.

Alles eingebettet in eine nette Liebesgeschichte, liest sich dieser Roman gut weg. Es ist keine anspruchsvolle Literatur, sondern eine kleine Entspannung für ein verregnetes Wochenende. Muss man nicht lesen, kann man aber gerne.

Freitag, 18. Juli 2025

Gelesen: Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel von Richard Osman (Roman)

aus dem Englischen unter dem Titel "The Bullet That Missed"
ISBN 978-3-471-36052-1
Broschiert (oder ein sehr dickes Taschenbuch), List/Ullstein
Nummer 3/4


Klappentext/Rückseite:
"Über einen Mangel an ungelösten Mordfällen kann sich der Donnerstagsmordclub wahrlich nicht beklagen. Darunter auch: der Fall Bethany Waites. Die junge Journalistin wurde vor fast zehn Jahren ermordet, weil sie den Strippenziehern eines riesigen Steuerbetrugs zu nahegekommen war. Kaum haben Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim angefangen zu ermitteln, wird aus dem cold case sehr schnell ein brandheißer. Dann wird auch noch Elizabeth entführt, und ihr Widersacher stellt sie vor eine unangenehme Wahl: töten oder getötet werden. Eine verzwickte Situation. Aber die sind ja zum Glück das Spezialgebiet des Donnerstagsmordclubs."

Ron Ritchie soll ins Fernsehen, während er der Maskenbildnerin Pauline ausgeliefert ist, trudelt der Freundeskreis beim Sender ein. Die Talk Show ist natürlich nur ein Vorwand, um dem Produzenten näher zu kommen und ihm Einzelheiten zum Verschwinden seiner ehemaligen Mitarbeiterin zu entlocken

Nach diesem munteren Auftakt wird nächtens Elizabeth gemeinsam mit ihrem dementen, aber sehr liebenswerten Mann entführt, der tatsächlich eine sehr gute Beobachtungsgabe hat. Der Entführer droht ihr, Joyce umzubringen, sollte Elizabeth es nicht schaffen, einen seiner Widersacher zu erschießen. Womit denn die turbulente Handlung mit all ihren Verwicklungen ihren Lauf nimmt.

So ganz nebenbei finden sich alte und neue Freunde zusammen, Paarbeziehungen werden enger und alles endet in perfekter Harmonie. Doch gibt es einen ganz leisen Cliffhanger - eine Spur führt nach Dubai...


Nach meiner Meinung ist dieses Buch das bisher beste aus der Serie. Es ist verzwickt genug, um ein spannender Krimi zu sein, gleichzeitig laufen die Charaktere zur Hochform auf, es gibt einiges zum Schmunzeln.

Donnerstag, 10. Juli 2025

Tagebuch: CT und City

Vor ein paar Wochen war es wieder so weit, ich sollte mir einen Termin für's Kontroll-CT holen. Interessanterweise hatte ich die Alternative Mitte August oder in zwei Tagen an einem Sonnabendvormittag. Also am Sonnabend, es waren hier die heißen Tage, aber ich dachte, dass es vormittags noch erträglich sein würde. Nun ja...

Jedenfalls war der Ablauf in der Radiologischen Allianz gewohnt professionell, und ich war schnell wieder raus. Für den Rückweg wollte ich nicht wieder die Mönckebergstraße nehmen, sondern ging um die Petrikirche herum über den Rathausmarkt zur S-Bahn. Fataler Fehler? Die Gegend ist so zugepflastert, dass es brüllend heiß war. Keine Frage, dass es mir nicht gut ging und sehr mühsam für mich war.

Allerdings habe ich ein paar Bilder mitgebracht, alltags widmet man sich den eigenen Sehenswürdigkeiten ja immer zu wenig. Hier also St. Petri:





Vom CT bekommt man seit einiger Zeit ja eine Internetadresse mit Zugangscode mit nach Hause. Die Bilder kann man sofort abrufen, auf den ausformulierten Bericht muss die Patientin aber etwa eine Woche warten, damit der überweisende Arzt Zeit hatte, sich damit zu befassen.

Gestern hatte ich denn endlich den Bericht. Keine Neuigkeiten, also auch keine Katastrophen. Wie gedacht langsame Verschlechterung, wie es zur Krankheit passt und ich es ja jeden Tag selber merke.