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Montag, 4. Mai 2026

Thalia Theater

Gestern dann Thalia, womit ich ein Geburtstagsgeschenk einlösen durfte. Und weil ich immer sehr rechtzeitig, also lange vor der abgesprochenen Zeit, eintreffe, habe ich noch ein wenig rundherum fotografieren können:


Durchblick am Eingang.


Infotafel am Gebäude.


Spiegelung im Fenster. Ursprünglich hatte ich die hängende goldene Figur ablichten wollen, aber das gegenüberliegende Haus hat gewonnen.


Da geht es runter zur Binnenalster.


Ach, einmal umgedreht, hängt dort glatt ein Pferd am Haus.


Im Foyer.


Foyer, Blick zum Eingang, gefällt mir.


Abendbrot :-)
Bilder wie immer hier ohne teilnehmende Personen.


Sankt Falstaff, so hieß unser Schauspiel.


Das Bühnenbild.

Und nun ein bisschen Text:
"Sankt Falstaff" ist eine ins Moderne transformierte Fassung von Shakespeares "König Heinrich der Vierte." So jedenfalls wurde es mitgeteilt, auch vorab. Brav, wie ich bin, hatte ich mir also den Shakespeare zugelegt, aber krankheitsbedingt nicht lesen können, musste also klarkommen mit dem freundlicherweise vom Thalia per Mail zur Verfügung gestellten Tonmaterial, das machen die wirklich nett.

Das Bühnenbild bestand aus zwei Seiten einer Pyramide, die hier gezeigte hatte einen Club zum Thema, wo sich die weniger Privilegierten zusammenfanden auf der Suche nach Gesellschaft, Liebe und alkoholischen Getränken.

Auf der anderen Seite, die Pyramide drehte sich, saß oben auf dem Thron ein in die Jahre gekommener "König Heinz" auf der Suche nach seinem Nachfolger. Es gab zwei Bewerber, einer sein richtiger Sohn, spät gefunden und eher der Unterschicht zuzurechnen, und seinem Wunschkandidaten, der missliebige Personen in der Vergangenheit aus dem Weg geräumt hatte.

Zur "Halbzeit" und kleinen Pause hatte selbst ich verstanden, dass wir es hier jetzt mit einem Polizeistaat zu tun hatten.

Dann wurde es noch turbulenter, im Club kämpfte so mancher um seine Liebe, auf dem Thron hing König Heinz schon an einer lebenserhaltenden Infusion, wobei auf der Pyramide zum Thron stets eifrig hin- und her geklettert wurde, zuerst von seinem Gefolgsleuten/Sprechern, dann von seinen "Söhnen" beim Kampf um die Gunst seiner Nachfolge.

Ohne jetzt von der Nicht-Auflösung der Konflikte weiter zu erzählen: Einiges wurde unterlegt von sehr lauter Musik (bin ich nun zu alt?), meine Hörgeräte haben leider kein Noise-Cancelling. Dazu gab es teils im Hintergrund auf der Video-Leinwand, teils auf die Pyramide projiziert, Squenzen, die zumindest mir zum Verständnis des Stückes nicht weiterhalfen.

Die Schauspieler waren sehr gut und sympathisch, vor allem auch derjenige mit der Hauptrolle der benachteiligten Menschen auf der Suche nach seiner Liebe, ach Gott, wie ans Herz gehend!

Das Thalia ist ein Platz zum Wohlfühlen, keine Frage, alles sehr nett. Aber mit dem Stück hatte ich doch so meine Schwierigkeiten und konnte es auf Nachfrage auch nicht wirklich jemandem empfehlen.

O-Ton meiner eine Generation jüngeren Begleitung: "Wenigstens haben unsere Synapsen wieder etwas zu tun."

Donnerstag, 10. Juli 2025

Tagebuch: CT und City

Vor ein paar Wochen war es wieder so weit, ich sollte mir einen Termin für's Kontroll-CT holen. Interessanterweise hatte ich die Alternative Mitte August oder in zwei Tagen an einem Sonnabendvormittag. Also am Sonnabend, es waren hier die heißen Tage, aber ich dachte, dass es vormittags noch erträglich sein würde. Nun ja...

Jedenfalls war der Ablauf in der Radiologischen Allianz gewohnt professionell, und ich war schnell wieder raus. Für den Rückweg wollte ich nicht wieder die Mönckebergstraße nehmen, sondern ging um die Petrikirche herum über den Rathausmarkt zur S-Bahn. Fataler Fehler? Die Gegend ist so zugepflastert, dass es brüllend heiß war. Keine Frage, dass es mir nicht gut ging und sehr mühsam für mich war.

Allerdings habe ich ein paar Bilder mitgebracht, alltags widmet man sich den eigenen Sehenswürdigkeiten ja immer zu wenig. Hier also St. Petri:





Vom CT bekommt man seit einiger Zeit ja eine Internetadresse mit Zugangscode mit nach Hause. Die Bilder kann man sofort abrufen, auf den ausformulierten Bericht muss die Patientin aber etwa eine Woche warten, damit der überweisende Arzt Zeit hatte, sich damit zu befassen.

Gestern hatte ich denn endlich den Bericht. Keine Neuigkeiten, also auch keine Katastrophen. Wie gedacht langsame Verschlechterung, wie es zur Krankheit passt und ich es ja jeden Tag selber merke.

Donnerstag, 15. Mai 2025

Familienzeit in der Kunsthalle

Jeden Sonntag bietet die Hamburger Kunsthalle eine "Familienzeit" für Kinder ab fünf Jahren und deren Familien an. Ich war mit meiner Tochter und den Enkeln dort.

Während wir auf die anderen Teilnehmer warteten, guckten wir uns etwas oben im Eingangsbereich um, so sah ich dann zwei sehr geliebte Bilder nach langer Zeit wieder. (Es wird Zeit, dass ich mal wieder einen Rundgang durch meine Lieblingsabteilungen mache!)




Die "Nana" von Edouard Monet



Morgendlicher Ausritt im Bois de Boulogne von Auguste Renoir

Ein Kunsttherapeut (oder Kunstpädagoge?) führte uns durch die Katakomben (ich übte fleißig betreutes Liftfahren mit N.), hoch und runter, kreuz und quer, bis wir in der einen oder anderen Abteilung der Moderne angekommen waren. (Die hier gezeigten Fotos geben das bis auf den Kandinsky so nicht wieder.)



"Weißer Fleck" von Kandinsky

Er erklärte den Kindern ganz viel zu Materialien und Kunstwerken (was alles Kunst ist!) und baute immer wieder kreative Pausen ein, in denen die Kinder (Eltern auch, so sie wollten, aber vieles fand auf dem Boden sitzend statt, da wäre ich kaum wieder hochgekommen) selbst künstlerisch tätig werden konnten.



Mit Holzkohle direkt an die Wand fabrizierte Abbilder von Flammen über Holzregalbrettern.


Flüssiges Blei wurde auf die "Dreiecke" und an die Wand geworfen und ist dann erhärtet.

Kunstwerke von teilnehmenden Kindern:

Mit Kreide großflächig gestaltet.


Kleine Stücke Holzkohle zwischen zwei Pappen gepresst und von einer herunterrutschen lassen.


Am Ende haben wir uns im Café ein wenig gestärkt. Der Tag hat mir Freude gemacht, ich habe meine Familie genossen, aber eigentlich war ich körperlich ziemlich überfordert. Was für ein Tag! 

Hier noch ein paar Kunsthallen-Ansichten:









Auf der Treppe ein Schild: Dieses ist ein Kunstwerk, deshalb sind die Stufen größer als üblich.
(Das Dach des neueren Teils der Kunsthalle)

Was hier fehlt: Fotos mit Menschen. Aus nachvollziehbaren Gründen kann ich sie hier leider nicht zeigen, obwohl das natürlich die besseren Bilder sind.

Dienstag, 30. Juli 2024

Bahnhofsgarten

 oder wie der Sommer nach Hamburg kommt.

Hauptbahnhof, der Weg von der S-Bahn zum Hauptbahnhof Nord an der Kirchenallee. Links Sammelpunkte für allerlei Volk, die Polizeiwache, ein Schnellrestaurant und ein Zugang zur Wandelhalle.

Rechts ein Parkplatz, Taxistand, bei Bedarf Sammelpunkt für Reisende.

Auf dem Fußweg: Eilige Menschen mit Trolleys, Koffern, Rollstühlen, Sack und Pack.

Und da stehen jetzt ein paar Holzkisten mit dünnen Bäumchen. Traurig anzusehen, das.




Aber blauen Himmel, den können wir.

Dienstag, 20. September 2022

Spaziergang in Altona und an der Elbe

Hier eingestellt am 31.12.2022, anhand meiner Notizen erzählt.

Meine Busfahrten, insbesondere die Einfahrt zum ZOB am Altonaer Bahnhof, erinnerten mich daran, dass ich Ende der 1970er Jahre in Altona gearbeitet hatte, in der Palmaille mit direktem Blick aufs Elbpanorama vom ersten Stock unseres Büros. Was lag da näher, als einen wunderschönen und viel zu warmen Herbsttag zu nutzen und einen Ausflug dorthin zu machen?

Selbstverständlich ist der Bahnhof Altona im Laufe der Jahrzehnte einer Modernisierung unterzogen worden, schon der Ausgang erinnert an einen kleinen Park:


Der Weg führte parallel an der Museumstraße entlang und führte direkt in eine Parkanlage:


Der Brunnen ist leider ohne Wasser, ich komme zu spät, vor drei Tagen hat die Stadt zwecks Sparmaßnahmen alle öffentlichen Brunnen trocken gelegt. Aber beeindruckend ist die Anlage schon!

Nahaufnahmen vom Brunnen und seinen Figuren:








Mehr zum Stuhlmannbrunnen hier in der Wikipedia.

Überhaupt war die ganze Parkanlage begeisterungswürdig! Auf der großen Wiese ist eine Kunstinstallation vom Museum gegenüber.




Daneben ist übrigens ein Theater - schön, dass ich mir beide in Erinnerung geholt habe!

Der Weg führte mich dann geradewegs über den Platz der Republik zum Altonaer Rathaus.




Dort begrüßte mich hoch zu Ross der olle Kaiser Wilhelm:



Zu seinen Füßen gab es einen Blick in die Unterwelt, leider durch ungeputzte Fenster.



Am Rathaus stehen wunderschöne alte Straßenlaternen, deren filigrane Schönheit sich dem Betrachter erst im Detail erschließt.





Weiter zum Park an der Elbe, auch bekannt als Altonaer Balkon.





Leider hat das große Kreuzfahrtschiff am Terminal die restliche Sicht annähernd verdeckt.

In den vergangenen 45 Jahren sind die Bäume enorm gewachsen, so dass vom Spazierweg aus kaum noch ein Blick auf die Elbe geworfen werden kann, aber es ist dort wunderschön, und überall gibt es Bänke, sind Treffpunkte für Menschen. 








Unterwegs gab es viele kleine Gedenktafeln, Gedenksteine, es war schon interessant, was dieser Stadtteil alles schon erlebt hat!

Zurück bin ich dann auf der altehrwürdigen Palmaille zum Bahnhof gegangen:


So, ich bin komplett erledigt (ich kann ja nicht so viel rumlaufen, wie ich möchte), aber es war schön und es hat sich gelohnt, auf den Herbst zu warten (im Sommer war ich durch die Hitze ja "ausgeknockt"). Mehr von diesem Wetter bitte, ich habe noch Ideen...