Dienstag, 3. November 2026

Thalia Theater: Deutsches Haus

Meine Tochter liebt das Thalia Theater und sie ist zuständig für die Auswahl des Stückes. ("Mama, du kannst wieder atmen, dann kommst du mit mir ins Theater.")

"Deutsches Haus" ist ein sehr anspruchsvolles Stück nach dem Roman von Annette Hess, nie zuvor davon gehört. Meine einzige Vorabinformation stammte von der Veröffentlichung des Theaters. Wie lange der Link gültig ist, weiß ich nicht. Es ist sehr viel Lesestoff!

Kurz und knapp: Eva Bruhns freut sich auf Weihnachten und möchte sich verloben. Da wird sie, Übersetzerin für Polnisch, vom Gericht angefordert, um Zeugenaussagen zu übersetzen. Das nimmt sie zusehends mit, stößt aber in ihrer Familie (Mutter, Vater, Schwester und Verlobter) nicht auf Resonanz.

Die Szenen wechseln zwischen dem gutbürgerlichen Familienleben Anfang der 1960er Jahre und den Verhandlungen der "Nürnberger Prozesse", teilweise mit Einspielungen von Originalaussagen der Zeugen.

In diesem Spannungsfeld stehen Eva und später auch ein junger Rechtsanwalt, die auf Familiengeheimnisse stoßen.

Ein "schwerer Stoff" gut in Szene gesetzt, gerade auch durch das Familienleben wird immer wieder die Traurigkeit aufgebrochen - was aber ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr gelingen kann.

Absolut empfehlenswert!



Theaterbesuch vom 28.10.2026
Übrigens war die Vorstellung komplett ausverkauft, nach unserer Beobachtung waren höhere Schulklassen dabei.

Blog, Theater, Bücher, Crime, Planung

So, meine lieben Lesenden, das Leben hat mich zurück und ich habe vor, jetzt zumindest einige meiner Rückstände hier aufzuholen. Das wären insbesondere der kürzliche Theaterbesuch und meine Buchbesprechungen. Ich hatte überlegt, die Rezensionen zurück zu datieren auf den ungefähren Zeitraum des Lesens, aber wozu soll das noch gut sein? Während der heißen Sommertage habe ich draußen, ich hatte mich nicht auf Bücher konzentrieren können, einen Stapel meiner "Crime" durchgelesen. Und schon wieder sammeln sie sich hier an. Ich schaffe einfach kein Zweimonatsheft im gedachten Zeitraum. Zu spät gekündigt habe ich das Abo auch, werde es also noch einige Monate bekommen. Wohlgemerkt, ich mag die Zeitschriften, es ist mir nur mengenmäßig zu viel. Meine Töchter kommen auch nicht nach und nehmen mir im Moment auch keine gelesenen ab.

Nun geht es schon wieder auf Weihnachten zu, jedes Jahr dasselbe, warte auf Wünsche aus der Familie. Für die Kinder fallen vermutlich Bücher flach, die schenke ich am liebsten, denn die Schulen starten inzwischen mächtig durch, da bleibt kaum noch Kraft und Zeit für Bücher. Und in letzter Zeit wurden die Wünsche zusehends technischer, es geht früh los bei dieser Generation.

Nun, schaun wir mal. Ein wenig Terminplanung steht wenigstens schon.