Donnerstag, 29. Oktober 2020

Feiertage

Hätte mich die liebe P. nicht ganz beiläufig während unseres Telefongespräches darauf gebracht, wäre mir der Reformationstag völlig untendurch gelaufen. Nicht schlimm, weil ich morgen letzte Einkäufe fürs Wochenende machen wollte, aber manchmal fällt einem ja etwas noch später ein... und steht dann eventuell vor verschlossenen Türen... Gleichzeitig ist dann Halloween für alle Kinder, die verkleidet an fremden Türen klingeln möchten - in Corona-Zeiten nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich...

Am Sonntag dann Allerheiligen für die tendenziell eher katholisch dominierten Bundesländer... und dass darauf Allerseelen folgt, weiß ich, so lange ich denken kann...

Was für ein Durcheinander!

Ich wünsche Euch ein schönes Oktober-Ende, zwei Monate, die durchaus spannend bleiben, haben wir in 2020 noch... es kann nur besser werden! 😷

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Über Corona und Risikogruppen

 Darum ist der alleinige Schutz von Risikogruppen so schwer.

Gefunden bei https://hmbl.blog/

Das ist für mich als Hochrisikopatient besonders interessant, auch unter Berücksichtigung meiner hochbetagten Mutter im Pflegeheim. Wer von uns braucht jetzt den besonderen Schutz bzw. wie schütze ich mich bei möglichem Besuch im Heim? Es bleibt kompliziert.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Wenn ich nicht schlafen kann...

... mache ich das Übliche: Lesen.

Heute Nacht ein Text aus Santiago de Chile über die dortige Covid19-Quarantäne.

Aufschlussreich.

(Gefunden über Frau Kaltmamsell, danke.)

Montag, 12. Oktober 2020

Nachtgedanken

1978 oder Anfang 79, frisch verheiratet, Bewerbung um einen neuen Job. Ich hatte gerade die mündliche Zusage und sollte einen Personalbogen ausfüllen. Dort wurde verlangt: Name, Geburtsdatum und Beruf des Ehemannes. Ich war innerlich auf 180, habe gefragt "wozu?" Na, weil es da nunmal so vorgesehen ist...

Ganz gelassen und höflich habe ich den Bogen zerrissen, mich für das Angebot bedankt und mich verabschiedet.
 
Ich hatte vorerst meine Arbeit behalten und stattdessen mein erstes Kind auf den Weg gebracht.
 
(Erst Jahrzehnte später habe ich erfahren, dass bis irgendwann in 1977 die Erlaubnis des Ehemannes erforderlich war, wenn die Frau einer Berufstätigkeit nachgehen wollte. Krass!)

Sonntag, 11. Oktober 2020

Ruhe in Frieden

Deine Qual hat nun ein Ende, Sabine.

Gestern ganz kurz vor Mitternacht hast du diese Welt verlassen. Ich werde dich vermissen. R.I.P.

Ich bin nicht tot,
ich tausche nur die Räume,
ich leb' in Euch und geh'
durch Eure Träume.

(Michelangelo)

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Argh...! Hautausschlag

Ich hatte ja quasi mit mir selbst abgemacht, dass dieser blöde rote und juckende Hautausschlag in die Psycho-Schublade gehört, habe ihn mittels ignorieren bekämpft. Er kam/kommt ja in Schüben und völlig überraschend an allen möglichen Körperteilen.

Heute Nacht glaube ich gerade, dass er doch von meiner Infusion kommt, denn gestern hatte ich ihn nur wenig und heute war er eigentlich mal verschwunden. Bis vor zwei Stunden.

Ich hatte schon etwas geschlafen, hatte aber den Fernseher an gelassen, weil ich eigentlich Markus Lanz sehen wollte. Das klappt meistens ganz gut: Eine halbe Stunde Tiefschlaf, von ganz allein wieder aufwachen und zwei von drei Interviews mitbekommen. (Lohnte sich, der letzte Gast war Campino!)

Während ich so vor mich hinguckte, kam er angerollt, der böse Juckreiz. Alles Ignorieren half nicht, es piekste, brannte, juckte, ich konnte fühlen, wie er sich ausbreitete. Neun Stunden zuvor war meine Infusion durchgelaufen. Vermutlich doch eine Reaktion auf diese Charge. Sehr lustig, ich habe einen großen Vorrat dieses Medikaments liegen, der ungefähr bis Jahresende reicht...

Vor einer Stunde habe ich also eine Hammer-Tablette genommen, und so allmählich wird es besser. Ich glaube, ich kann bald wieder ins Bett gehen. Wäre irgendwie ganz nett.

Montag, 5. Oktober 2020

Oktober

Unweigerlich und unvermeidbar ist es jetzt Herbst. Die Dunkelheit wird mehr, und ich genieße es, morgens aufstehen zu dürfen, wenn andere bereits im Büro sitzen, dann ist es nämlich auf jeden Fall hell! Dafür kann ich ganz anarchiemäßig bis in die Nacht entweder die späten Talkshows ansehen, Binge-Watching betreiben oder mal einen Krimi vom Nachmittag in einem Rutsch lesen.

Wenn es am Nachmittag sonnig ist, bieten sich auch zwei Stunden auf der Terrasse an - wozu wurden Wolldecken erfunden? Wahlweise ein Spaziergang, je nach tagesaktueller gesundheitlicher Verfassung.


Mein jüngstes Kind hatte Geburtstag... daran merke ich spätestens, wie die Zeit geflogen ist. 💗

Letzte Woche mein Lungencheck fiel erwartungsgemäß stabil mittelschlecht aus, der nächste erfolgt - keine besonderen Vorkommnisse vorausgesetzt - erst Ende März. Mein Doc wünscht nach wie vor nicht, dass ich mich mit langen Bahnfahrten einer erhöhten Infektionsgefahr aussetze. Grippeschutzimpfung erledigt.

Heute habe ich dann nach wochenlangem Herumdenken auf dem Thema mit der Heimleitung des Pflegeheims meiner Mutter gesprochen in der Absicht, doch gelegentlich wenigstens zu Besuch zu kommen.

1. Dass die Nachverfolgungszettel korrekt ausgefüllt werden, wird sporadisch kontrolliert, da vertraut man den Besuchern der Bewohner.
 
2. Abstandsregeln - Nasen-Mund-Bedeckungen etc. wurde alles den Bewohnern erklärt, aber fast alle sind kognitiv nicht in der Lage, dieses umzusetzen. (Mir wurde nahegelegt, mit meiner Mutter mich nächstes Mal an einen der großen Tische im Festsaal zu setzen, da sei der Abstand gewährleistet und gut einzuhalten bei entsprechender Platzierung einander gegenüber. Essen und trinken gemeinsam bleiben verboten, aber eine Möglichkeit an der Seite, um ein Glas Wasser zu trinken, sei vorhanden.)
 
Mein Einwand, dass ich doch bei jedem Telefonat mit meiner Mutter über alles mit Corona-Bezug sprechen würde, wurde so nicht angenommen mit nochmaligem Hinweis auf die kognitiven Fähigkeiten. Meine Idee, dass meine Mutter doch im Kopf für ihre 93 Jahre noch ganz gut sei, wurde vorsichtig abgeschwächt. (Hmja, ich habe vor Wochen von der Bereichsleitung gehört, dass meine Mutter sich derzeit verändern würde...)
 
3. Mein Hinweis auf eine Pflegekraft, die in meinem Beisein ohne Maske meiner Mutter sehr (!) nahe gekommen war, wird verfolgt. Alle Mitarbeiter sind geschult worden, die Heimleitung redet sich den Mund fusselig...
 
Das Gespräch verlief wirklich sehr freundlich und ja auch tatsächlich in gemeinsamem Interesse.