Donnerstag, 29. April 2021

Warum bloggen

Ich sag's ja, ich blogge für mich. Wieviele Leser in diese kleine Ecke kommen, ist mir eigentlich komplett egal. Über einen ganz bestimmten Besucher freue ich mich natürlich seit (rechne...) ca. fünfzehn Jahren. Eigentlich eher zwanzig. Egal. You're welcome HE. Ansonsten gibt es ein paar Gründe, warum ich meine Spielwiese liebe und sie trotz Facebook nicht aufgeben werde. FB ist Dialog oder Diskussion, so in etwa, hier ist es Tagebuch und Monolog, meistens. Auch recht.

"Und ein Blog ist doch auch so etwas wie das eigene Wohnzimmer, die eigene Spielwiese und wenn da etwas frustriert, dann kann man es doch ändern, oder? Also bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich über jede einzelne von Ihnen, [...] aber ganz, ganz, ganz am Ende des Tages schreibe ich hier für mich."

Zitat von https://hmbl.blog/

Samstag, 24. April 2021

Abgebrochen: Sand

Sand (Roman) - Wolfgang Herrndorf
rororo Taschenbuch
ISBN 978-3-499-25864-0

Warum dieses Buch? Ich war so begeistert von "tschick" gewesen, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Klappentext:
"Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innenseite des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goss den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen."

Nordafrika, ein Spionageroman.
Herrndorf spielt wie ein Künstler mit der Sprache, virtuos.
Das genügt mir nicht, die Geschichte geht nicht voran, es werden Menschen und Orte beschrieben, aber die Handlung nimmt keine Fahrt auf. Ich langweile mich unendlich.

Sehr, sehr schade. Ich breche ab.

Freitag, 23. April 2021

R.I.P

Von den abgebildeten Personen lebe jetzt nur noch ich...


Gerade zurück vom Betattungsinstitut, alles für meine Mutter geregelt, damit ihr Bruder zur letzten Ruhe gebettet werden kann. Es nimmt mich mehr mit als gedacht.

Freitag, 9. April 2021

Manchmal werden Wünsche wahr

Gestern im Rahmen der Routinekontrolle gab es das heiß ersehnte Leckerchen.

Befinden heute: Etwas matschig, sonst nichts los bisher.


Nachtrag vom 17.05.2021

Nachdem es mehrfach durch die Medien ging, dass Fälscher Impfpässe nachmachen, die wohl begehrtes Gut sind bei denjenigen, die ohne Impfung/Immunität gewisse Rechte für sich in Anspruch nehmen möchten, habe ich heute mein Bild vom Impfpass ausgetauscht, so dass die Lot-Nummer entfernt ist.

Dienstag, 6. April 2021

Altes Zeugs

Ich werde jetzt nach und nach mal wieder uralte Beiträge freischalten, die ich vor zwei Jahren vorsorglich "auf Halde" geschickt habe. Aber weil das über 2.000 als Entwurf gespeicherte Altlasten sind, geschieht dieses langsam und genüsslich.

Never ending Story #Impfung

Wie ich vor fast genau einem Monat in eines dieser sozialen Dingsdas schrieb:

Nun kann ich mir mein schönes Attest "Gruppe 2" ans Knie nageln... Lt. neuester Beschlüsse der MPK sollen für Chroniker unter 70 Jahren nun die Arztpraxen zuständig sein. Keine Chance, mich im Impfzentrum zu registrieren.
Meine Facharztpraxis hat eine automatische Mailantwort, dass man bitte von Nachfragen dazu absehen soll... dort muss man wohl erstmal sehen, wann und ob der Impfstoff kommt. (Oder ob ich mich an meine Hausarztpraxis wenden muss, die mich wiederum als Chroniker nicht "auf dem Zettel" hat.)
Also zurück auf Los.
 
Ab sofort sollen ja Arztpraxen mit dem feinen Zeugs beliefert werden, angekündigte 18.000 Impfdosen für die ganze Stadt Hamburg. Ich werf mich weg. Da ich ja aber positiv denken soll und übermorgen meinen dreimonatlichen Routinetermin beim Facharzt habe, hoffe ich einfach mal...

Einer meiner Mit-Alphas, viel jünger als ich, hat sich (auch hier in HH) einfach einen Impftermin geholt (was man ja lt. Seite der Sozialbehörde gerade NICHT soll), vor Ort mit seinem Attest gewedelt und eine Impfung mit dem weltbesten BioNTech-Zeug bekommen. Vielleicht sollte ich das auch einfach so machen.

Aber erstmal den Donnerstag abwarten.

Montag, 5. April 2021

Gelesen: Drei Frauen am See

Drei Frauen am See von Dora Heldt (Roman)
dtv
ISBN 978-3-423-26206-4

Warum dieses Buch? Die Tochter hat es hier angeschleppt.

Klappentext:
"«Sommer am See 1981» stand über dem verblichenen Foto. Auf einem Steg drei Mädchen, die nackten Füße im Wasser, die Abendsonne im Gesicht. «Wir haben unsere Sommer immer gemeinsam am See verbracht», sagte Marie leise. «Wie ich dieses Haus geliebt habe!»

Marie, Jule, Friederike und Alex: Freundinnen fürs Leben - das sind sie jahrzehntelang gewesen. Alles haben sie miteinander geteilt, bis ins Erwachsenenalter hinein haben sie es geschafft, sich mindestens einmal im Jahr an Pfingsten im Haus am See zu treffen. Doch dann ist etwas geschehen, das ihre Freundschaft bis ins Mark erschütterte.

Zehn Jahre sind seit dem Bruch vergangen, und die Nachricht von Maries Tod trifft jede Einzelne von ihnen mit voller Wucht. Erinnerungen werden wach, alte Wunden reißen auf, und es kommt zu einem höchst unfreiwilligen Wiedersehen..."

Seit dreißig Jahren lese ich keine reinen Frauenbücher mehr, weil ich sie irgendwann einfach lächerlich fand, vielleicht war ich auch nur der Zielgruppe entwachsen.

Nach den beiden grauslich-brutalen Mittelalterkrimis kam mir dieses nun gerade recht, um Abstand zu gewinnen.

Das aktuelle Leben der vier Protagonistinnen wird abschnittweise geschildert, immer wieder unterbrochen von den Tagebuchaufzeichnungen der verstorbenen Marie. Zunächst kam ich mit den Namen etwas durcheinander, aber das gab sich, je mehr ich von der jeweiligen Frau erfuhr. Alle sind sie beruflich sehr erfolgreich geworden, das Privatleben hakelt etwas, man erfährt von den Konflikten, mit denen sie sich herumplagen.

Die Herausforderung besteht in der Befolgung des letzten Willens von Marie, nämlich für ein Treffen zum Haus am See zurück zu kehren. Alle sind zunächst voller Widerwillen, alte Verletzungen die Ursache. Aber da gibt es Hanna, Partnerin von Marie, die dieses Treffen gemäß Absprache mit Marie, die noch vom Krankenbett aus alles genau geplant und festgelegt hatte, regelrecht inszeniert...

Das Buch ist ein großes Lesevergnügen, Dora Heldt schreibt mitreißend und mitfühlend, ohne auf die Tränendrüse zu drücken.

Sonntag, 4. April 2021

Frohe Ostern

Fast hätte ich meine treuen Leser hier vergessen, ich hatte mal wieder viel zu viel zu machen und zu bedenken...

Ein frohes Osterfest, wenn auch unter Pandemiebedingungen etwas einschgeschränkt, wünsche ich Euch. Genießt die freien Tage, u.U. ja doch mit dem einen oder anderen Familienmitglied. (Hier ist ein Haushalt plus eine Person erlaubt, die Verfügbarkeit und Anwendung von Schnelltests gibt uns etwas mehr Sicherheit.)