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Dienstag, 22. Oktober 2024

Gelesen und noch nicht alles gelesen

Irische Gruselgeschichten, diverse Bücher

Es naht Halloween, also ist Gruselliteratur dran. Da ich nächste Woche andere Lektüre haben werde, lese ich in dieser Woche jeden Tag eine irische Gruselgeschichte. Dafür habe ich einige Bücher zur Auswahl, denn was liegt näher, als Erzählungen, Sagen, Märchen aus dem Land zu lesen, das durch seine keltische Vergangenheit einen reichhaltigen Fundus bietet?

Freitag, 18. Oktober 2024

Mittwoch, 16. Oktober 2024

Alles schick

Nachdem mein Neffe, der mir zuletzt meinen Garten schön gemacht hatte, sein Glück dauerhaft im Ausland gefunden hat, war nach zweieinhalb Jahren mal wieder alles sehr verwildert, ich konnte nicht gegen das fröhliche Wachstum meiner Pflanzen ankommen. Den Urwald zu bändigen war also dringend nötig.

Nachdem ich nun einen Gärtner gefunden hatte, der gestern einen Tag lang hier gewerkelt hat, sieht alles wieder gut aus. Der Winter kann kommen - wenn man davon absieht, dass ich meine Töpfe noch neu bepflanzen sollte, was aber mindestens bis Anfang/Mitte nächsten Monats warten muss. Und im Frühjahr kann dann alles wieder munter sprießen.



Donnerstag, 30. November 2023

Fanø - Heimfahrt am 20. Oktober 2023

Um halb fünf Uhr morgens waren wir alle auf, tranken einen Kaffee praktisch im Stehen und sammelten den letzten Kram zusammen. Die Fähren-Info sagte, zunächst würde die Fähre planmäßig ihren Betrieb um 5.10 Uhr aufnehmen.

Nie werde ich den Anblick meiner wunderbaren Enkel vergessen, die fast ohne ein Wort sich früh fertig gemacht haben und um fünf Uhr komplett mit Jacken, Mützen und Handschuhen ausgestattet startbereit im Haus standen.

Der Schlüssel wurde schnell bei der Vermietung in den Briefkasten geworfen, und wir standen noch vor halb sechs an zweiter Position an der Fähre.

Blick nach Esbjerg:

Übrigens hatten wir 4 °C mit Schneegrissel und Sturm.

An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass es sich um das Wochenende mit der "Sturmebbe" handelte, an dem die Ostsee eine Flutkatastrophe hatte. Für die Nordsee war das Wetter genau "falsch herum", so kam es, dass wir bei Sturmflut und Hochwasser eine Woche zuvor anreisten und nun bei angekündigter Ebbe und Stilllegung der Fährverbindung mit Regen und Ostwind uns auf den Heimweg machten.

Wir kamen um 5.45 Uhr in Esbjerg an und starteten durch.

Fuhren zwei norddeutsche Autos bei Sturm, Regen und Dunkelheit über die dänischen Landstraßen entlang der Westküste... (bis kurz vor der Grenze, so traf uns der Ostwind nicht direkt).

Übrigens wurde der Fährverkehr tatsächlich später mehrere Stunden ausgesetzt, und das Hafenbecken in Nordby war komplett trocken gefallen. Alles interessehalber via Webcam noch verfolgt.

Und dann hatte ich erstmal ein paar Tage Fanøweh. Ich hätte gern noch mehr von der Insel (wieder-)gesehen, aber erstens war es "nur" eine Woche, zweitens bin ich gesundheitlich so eingeschränkt, dass mir für einen zweiten Ausflug an einem Tag schlichtweg die Luft und die Kraft fehlten. Aber ich bin froh und dankbar, dass ich dabei sein durfte.

Fanø - Vorletzter Tag und Neuigkeiten

Ich bin morgens aus unerfindlichen Gründen missgestimmt aufgewacht und hatte nur im Sinn, dass ich möglichst bald meinen Koffer packen sollte, zumal mein Gepäck ja durch die Einkäufe eine wundersame Vermehrung erlebt hatte. - Tja, ich bin eben ein zweibeiniger Wetterseismograph.

Während die Familie also einen letzten Ausflug machte, räumte ich meine Herrlichkeiten zusammen und wurde etwas ruhiger.

Zum Mittagessen hatten wir uns einen Tisch bei Rudbecks bestellt.

Wir hatten noch nicht aufgegessen,...


... da informierte uns die Ferienhausvermietung, dass am nächsten Tag der Fährverkehr zwischen 10:00 und 17:00 Uhr voraussichtlich eingestellt werden würde, wetterbedingt.

Das erklärte natürlich, warum bereits jetzt eine lange Autoschlange an der Fähre zu sehen war, vorwiegend Dänen.

Zunächst machten wir Brainstorming: Zum sofortigen Packen und wegfahren war es uns schon zu spät, das Haus hatte eine Anschlussvermietung, verlängern kam also nicht in Frage. Wo sollten wir übernachten für den Fall, dass wir am Folgetag tatsächlich auf der Insel festsitzen würden? Ich versuchte zu beruhigen: Im Oktober ist es unwahrscheinlich, dass alles komplett ausgebucht sein würde, es gäbe Campingplätze, die Wohnwagen vermieten, außerdem sei es eine Möglichkeit, in Fanø Bad nach einem Hotelzimmer zu fragen.

Letztlich entschieden wir uns für einen sehr frühen Aufbruch am nächsten Morgen in der Hoffnung, noch wegzukommen. Die Familie packte und bereitete alles vor, wir saßen ein letztes Mal gemütlich mit einem Glas Wein plaudernd beisammen. Nebenbei kontrollierten wir immer mal wieder die Info der Fährlinien-Website:

Montag, 27. November 2023

Fanø - Sønderho

Sønderho ist immer schon mein Herzensort gewesen, vielleicht wegen der vielen schönen reetgedeckten Friesenhäuser, von denen bestimmt viele noch aus der Seefahrerzeit vor 1900 stammen. Ich möchte nicht wissen, wieviel Kapital erforderlich ist, sie instand zu halten.





Dieses Haus mit der Galionsfigur war bei jedem Besuch mein bevorzugtes Motiv, ich habe hier ein Foto, auf dem meine Jüngste etwa neunjährig vor dieser Pforte steht. (Nun war es meine Große mit ihrem Jüngsten.)

In einer Seitenstraße entdeckten wir einen Pop-up-Store (die Werkstatt ist wohl in Nordby):


Hier gab es kleine "Herrlichkeiten" aus dem Stoff, aus dem die Fanø-Trachten genäht werden. (Ich besitze daraus ein kleines Tuch noch aus Mädchenzeiten.)


Und "Pulswärmer" aka Handstulpen in den passenden Farben. Wer mich kennt, weiß, dass ich solcherlei Wärmendes mag und haben musste.

Unser Weg führte uns weiter:



Alle Gullydeckel, die ich sah, trugen statt einer lokalen Beschriftung oder eines Wappens diese Windrose. Dazu passt auch die Inschrift auf dem Straßenschild, nämlich dass man die Straßennamen 1983 nach den alten Bezeichnungen mit den Himmelsrichtungen vergeben hat. (Sønder = Süd...)



Gartencafé auch im Oktober noch geöffnet, wenngleich nur spärlich besucht:


Hier ist noch ein kleiner "Kunstladen", in den ich ausnahmsweise mal nicht eingekehrt bin.


Dann gab es für die Kinder ein Eis. Das kleinste, was man bekommen konnte war das größte Softeis, das ich jemals gesehen habe. Wir saßen draußen und guckten den Jungs zu, wie sie das Eis bewältigten.

Nun ging es zum Ende der Hauptstraße Richtung "Ostküste", also zur landseitigen Wasserkante. Dort kam ich wirklich aus dem Wundern nicht mehr heraus: Ich habe fast nichts wieder erkannt, so sehr hat sich die Landschaft verändert:



Meine Kinder nennen es "den alten Hafen", mir ist diese Bezeichnung gänzlich fremd. Früher (war nicht alles besser, aber manches anders) war hier eine Dünenabbruchkante, auf der die Angler saßen und mehr Krebse als Fische aus dem Wasser holten. Und man konnte quer über die Salzwiesen zur absoluten Südspitze spazieren und sich das Wirken von Ebbe und Flut ansehen.



Außerdem gab es eine große vorgelagerte Sandbank, die bei schönem Wetter nicht überspült wurde. Wenn ich es richtig sehe, ist sie jetzt zu einem bewachsenen Stück Land geworden.

Also sind die Orte mir sehr vertraut überall, aber die Insel hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten einiges an Land erobern können. Und ich bin sicher, hätten wir mehr Zeit gehabt, hätte ich mich noch sehr häufig wundern dürfen.

Fanø - Sønderho Kirke

Sønderho, einst reichster Ort der Insel, hier waren die Haushalte von Seeleuten und Kapitänen, strahlt noch immer einen gewissen Wohlstand, eine Gediegenheit aus. Das ist auch an der kleinen Kirche zu erkennen, die ansonsten der in Nordby ähnelt.

Auch hier ist sie umgeben von einem sehr gepflegten Friedhof.





Im Innern konnten wir wieder die Schiffsmodelle bestaunen, die unter der Decke hängen:




Die weitere Einrichtung dieser kleinen protestantischen Kirche:




Die Gesangbücher dürfen auch nicht fehlen, sie sind am Eingang deponiert, so dass sich jeder Kirchgänger beim Betreten gleich damit versorgen kann.


Genug Kirche besichtigt, nun ging es durch den Ort.

Donnerstag, 23. November 2023

Fanø - Fanø Bad

Morgens wurden wir mit einem tollen Anblick begrüßt...


... und einem Bären, der schon wieder mal das Frühstück nicht abwarten konnte:


Das Haus war übrigens sehr, sehr, schön. Geräumig, liebevoll dekoriert und ausgesprochen reichhaltig ausgestattet.

Fanø Bad ist ein recht alter Kurort, der in meiner Kinderzeit tendenziell heruntergekommen aussah und außer einer Besonderheit am Strand und einem langen Weg in noch unberührte Natur nicht viel zu bieten hatte.

Nun, man hat den Ort deutlich modernisiert, außerdem wurde dort vor einigen Jahren ein unglaublich tolles Geschäft eröffnet - ja, schon wieder einkaufen, warum auch nicht? Außerdem hat dieser Laden große Räumlichkeiten, in denen jeder seine eigenen Kerzen ziehen kann, woher wohl auch der Name "LYS" stammt.


Ich habe zwar jede Menge Fotos vom Kerzenziehen gemacht, allerdings mit der Familie, so dass sie privat bleiben müssen. Stattdessen ein klein wenig Werbung: Fanø Lys (fanolys.dk)

Noch einmal rundherum geschaut...



... und dann zum Strand gefahren.

Vom Sandstrand war auch hier wegen der voran gegangenen Sturmflut noch nicht wieder viel zu sehen, wenngleich der Anblick wirklich grandios war!




Das wirklich Überraschende war für mich die kolossale Veränderung der Küstenlinie, da machen zwanzig Jahre Pause wirklich viel aus! 

Die eingangs erwähnte Besonderheit ließ sich nicht mit einem Bild festhalten: Es gab seinerzeit eine große der Insel vorgelagerte Sandbank, von uns deutschen Touris "Seehundsbank" genannt, weil bei Flut, wenn sie für Menschen nicht erreichbar war, sich dort die Seehunde sonnten. Wenn wir diese Sandbank besuchten, mussten wir es bei Ebbe tun und auch dann noch durch einen Priel waten. Lange her. Inzwischen ist diese Sandbank "Søren Jessens Sand" fest mit der Insel verwachsen.

Nun aber zurück! Ich - mit meinem Wissen, wie es damals war - sagte "ach, hier kann man den Strand entlang bis Rindby fahren und dann dort die Auffahrt nehmen." - Tja. Es folgte eine unglaubliche Rallye, weil diese Piste nahe der Dünen zum Teil inzwischen bewachsen ist, zum Teil riesige Wasserlöcher (wohl aufgrund der vorangegangenen Witterungsbedingungen) aufwies und nur das super Auto mit einem super Fahrer uns tatsächlich unter viel Lachen und Geschaukel zum Ziel brachte. (Aber wir waren nicht die einzigen, die dort entlangschaukelten, und Spaziergänger zeigten "Daumen hoch".)