Sønderho ist immer schon mein Herzensort gewesen, vielleicht wegen der vielen schönen reetgedeckten Friesenhäuser, von denen bestimmt viele noch aus der Seefahrerzeit vor 1900 stammen. Ich möchte nicht wissen, wieviel Kapital erforderlich ist, sie instand zu halten.
In einer Seitenstraße entdeckten wir einen Pop-up-Store (die Werkstatt ist wohl in Nordby):
Und "Pulswärmer" aka Handstulpen in den passenden Farben. Wer mich kennt, weiß, dass ich solcherlei Wärmendes mag und haben musste.
Unser Weg führte uns weiter:
Nun ging es zum Ende der Hauptstraße Richtung "Ostküste", also zur landseitigen Wasserkante. Dort kam ich wirklich aus dem Wundern nicht mehr heraus: Ich habe fast nichts wieder erkannt, so sehr hat sich die Landschaft verändert:
Meine Kinder nennen es "den alten Hafen", mir ist diese Bezeichnung gänzlich fremd. Früher (war nicht alles besser, aber manches anders) war hier eine Dünenabbruchkante, auf der die Angler saßen und mehr Krebse als Fische aus dem Wasser holten. Und man konnte quer über die Salzwiesen zur absoluten Südspitze spazieren und sich das Wirken von Ebbe und Flut ansehen.
Außerdem gab es eine große vorgelagerte Sandbank, die bei schönem Wetter nicht überspült wurde. Wenn ich es richtig sehe, ist sie jetzt zu einem bewachsenen Stück Land geworden.
Also sind die Orte mir sehr vertraut überall, aber die Insel hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten einiges an Land erobern können. Und ich bin sicher, hätten wir mehr Zeit gehabt, hätte ich mich noch sehr häufig wundern dürfen.






















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