18. März
Schaut, was sich in meinem Kirschlorbeer versteckt: Ein Amselnest. Als ich wieder weit genug weg war, kam die Amsel und setzte sich auf ihre Eier.
20. März
Die brütende Amsel. Bild evtl. vergrößern, ich konnte nicht näher herangehen.
21. März
Frau Amsel liegt auf ihren Eiern und starrt regungslos vor sich hin. (Machen die das so? Keine Bewegung, kein Mucks.)
29. März
Und auf nochmal Frau Amsel, die weiterhin fleißig ihre Eier wärmt, ich werde langsam ungeduldig.
30. März
Frisch geschlüpfte Amselküken
31. März
Als ich das Nest fand, lagen drei Eier drin, irgendwann legte Frau Amsel klammheimlich ein viertes dazu. Heute Morgen ist nun Küken Nummer drei geschlüpft.
1. April
Video
Nun sind alle vier geschlüpft und bewegen sich eng aneinander gekuschelt, während die Amselmama unterwegs ist.
2. April
Das tägliche Amsel-Update. Etwas mehr grauer Flausch als gestern. Die Amselmutter hat sich an mich gewöhnt und saß ganz in der Nähe im selben Busch.
3. April
Die Amselküken bekommen mehr graue Fusseln, erste Federn beginnen sich abzuzeichnen. Noch werden sie immer wieder von ihrer Mutter gewärmt.
4. April
Video
Amsel-Update. Sie scheinen etwas runder geworden zu sein und haben mehr grauen Flaum. Sie werden beweglicher.
5. April
Video
Man kann ihnen beim Wachsen zuschauen. So allmählich wird es eng im Nest.
6. April
Obwohl sie auf den Fotos so groß aussehen, bin ich immer wieder überrascht, wie winzig sie tatsächlich sind. Es wachsen ihnen nun viele dunkle Federn. Der helle Fleck ist Sonnenlicht, das durch die Zweige scheint.
7. April
Es wird eng im Nest, sie atmen heftig und bewegen sich viel. Und dunkel werden sie. Nun wird es allmählich mal Zeit für mehr Action
8. April
Sie haben merklich mehr dunkle Federn, die Augen sind nun geöffnet. Ich wollte ja Action, aber doch nicht so: die Amselmutter mag mich nun nicht mehr in der Nähe des Nestes haben, sie machte dauernd Sturzflüge neben und hinter mir, wollte mich wohl vertreiben.
9. April
Eine Handvoll Flausch mit Schnäbeln, vollkommen reglos. Der Amselpapa ist aufgetaucht und bewacht seine Brut, während die Mama ein Sonnenbad nimmt.
10. April
Ein dicker Nestling liegt auf seinen Geschwistern. Inzwischen hat er ein hübsches Federkleid. Ich muss schnell sein mit meinen Fotos, die Mutter bewacht Ihr Nest vom Aussichtpunkt aus meinem Flieder und beginnt sofort mit ihren Sturzflügen über meinen Kopf hinweg. Sie beruhigt sich, wenn ich ungefähr einen Meter zurück trete.
11. April
Amselkükenfütterung. Inzwischen wechseln sich die Eltern ab.
12. April
Es ist Bewegung im Nest. Die Amselmama zeigt mir genau, wie weit ich herankommen darf, so kann ich natürlich keine Zweige mehr zur Seite halten, aber immerhin.
13. April
Oh. Da guckt mich eine einsame junge Amsel an - vielleicht die zuletzt geschlüpfte und damit jüngste? Nach meiner Recherche müssten die Jungvögel jetzt als Ästlinge unter den Büschen herumhüpfen, allerdings habe ich keine gesehen. Auch die Amseleltern sind nirgends auszumachen.
Fertig zum Sprung aus dem Nest, nun war die Amselmutter doch wieder in der Nähe und hat aufgepasst. Nach allem, was ich mir angelesen habe, hüpfen die jungen Vögel nun durch die Gegend, rufen ihre Eltern und lassen sich noch zwei Wochen lang füttern. Da haben sie sich nun gut versteckt, vielleicht auch auf den Terrassen meiner Nachbarschaft. Ich werde trotzdem immer mal nach ihnen Ausschau halten.
14. April
Empty nest syndrome.
Nachdem ich vier Wochen lang mindestens zweimal täglich nach meinen Amseln geschaut habe, finde ich diesen Anblick jetzt etwas befremdlich.






























