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Donnerstag, 8. September 2016

Libraries in Italy

Damit mir der Link nicht verloren geht, muss ich ihn einfach hier verorten:

Die schönsten Büchereien in Italien. (Link von FB-Freundin Corina.)

Freitag, 1. Januar 2016

Filmaufnahme einer Drohne über Florenz

Gerade gefunden, ich möchte es nur hier festhalten...

Samstag, 24. Oktober 2015

Firenze - Piazza della Signoria live webcam

Bellissima veduta di Palazzo Vecchio, della Fontana del Nettuno e della statua di Cosimo I

http://www.skylinewebcams.com/it/webcam/italia/toscana/firenze/piazza-signoria.html

Ich bin völlig hingerissen. Seitdem ich diese WebCam entdeckt habe, gucke ich wenigstens zwei Mal pro Tag drauf - ich bin ja kürzlich noch selbst dort herum gewandert. Und ich überlege, ob ich mal im Oktober hinfliegen sollte, es ist nicht  mal halb so voll wie neulich.

Sonntag, 20. September 2015

Wiedersehen mit der Stadt gefeiert

Vorhin mit einer großen Spaziergangrunde hier überall Florenz-Wiedersehen gefeiert. Es ist Sonntag, die Stadt ist brechend voll und man muss aufpassen, dass man nicht von Touristengruppen über den Haufen geschoben wird. Alle folgen sie ihrem Leithammel.

Nach meiner kleinen Kaffeepause wunderte ich mich über den Besucherandrang vor einem mittelalterlichen Gemäuer, und erst spätere Recherche klärte mich auf:

Die Badia Fiorentina (ital. „Florentinische Abtei“) ist eine mittelalterliche Abteikirche im Stadtzentrum von Florenz, die in ihrer heutigen Form im Wesentlichen aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert stammt. (Zitat Wikipedia)



An der Kirche Orsanmichele zum ersten (aber nicht letzten) Mal in diesem Urlaub vorbei gekommen:

Orsanmichele (eigentlich: Or San Michele, früherer Name San Michele in Orto) ist ein Kirchengebäude in Florenz des Erzbistums Florenz. Das zwei- bzw. dreistöckige Gebäude aus den Epochen der Romanik und Gotik befindet sich gänzlich im Straßenblock Via dei Calzaiuoli, Via dell‘Arte della Lana, Via dei Lamberti und Via Orsanmichele. (Zitat Wikipedia)


Ach, hallo Piazza della Signoria...



... mit dem Palazzo Vecchio...


und der Loggia dei Lanzi.


Die Carabinieri sind auch da - Ordnung muss sein.



Hallo, David!


 Genug auf der Piazza umgesehen für den Moment, jetzt Richtungswechsel - im nächsten Kapitel.

Einfach mal die Gegend näher angeschaut

... vieles kenne ich noch, was ja auch ein Grund ist, warum ich unbedingt wieder nach Florenz wollte (ich bin ein Zuhausemensch), abgesehen von der Schule, die morgen für mich beginnt...

Guten Morgen! Die Aussicht von gestern Abend - offenbar schläft die Trattoria noch:


Und los geht mein Spaziergang...


Ich bin hier unmittelbar in San Lorenzo.

Ich lasse meinen Blick auch gerne mal oberhalb der Geschäfte und Restaurants schweifen:


Wie in bisher jeder italienischen Stadt voller Altertümer (was praktisch doppelt gemoppelt ist, denn Italien ist das Land mit der größten Dichte an Altertümern jeglicher Epoche) treffe ich auch hier gleich mal auf Baugerüste... San Lorenzo bzw. die Cappelle Medicee sind in Restauration.



Zum ersten Mal stürze ich mich in das Marktgetümmel und fühle mich herrlich.


San Lorenzo bezeichnet sowohl die Kirche als auch den zugehörigen Stadtteil.




Welchen Weg man auch immer einschlägt, alle Wege scheinen zum Dom zu führen:


Hier bin ich in der Via Maurizio Bufalini angekommen, die Straße, in der auch die Scuola Leonardo ihren Sitz hat. Generalwegeprobe geglückt, meine Erinnerung war perfekt.




Es ist Sonntag, da ist die Tür verschlossen. Wer sich ein bisschen mit den alten italienischen Gebäuden auskennt, weiß, dass sich hinter solchen Türen meist große Innenhöfe mit vielen weiteren Eingängen verstecken, deshalb ist werktags tagsüber diese Tür geöffnet.

Gegenüber der Schule snd die Farmacia (Apotheke) Santa Maria Novella...


... und das gleichnamige Krankenhaus.


Auf meinem dem Weg bescherte mir der Blick nach unten dieses Juwel:


Mein weiterer Spaziergang führte mich an einem Kloster vorbei - dieser Weg war neu für mich, das Kloster hatte ich noch nie gesehen...




Nun brauchte ich eine Kaffeepause!!!


Samstag, 19. September 2015

Auf geht's nach Florenz!

12:37 Uhr
Nach einer Dreiviertelstunde Schlange stehen für die Sicherheitskontrolle ist nun im Wartebereich noch gähnende Leere.


Und dann geht es los Richtung Paris!



16:11 Uhr
Umgestiegen in Paris Charles de Gaulle.




Eine Stunde später, schon wieder im Flieger...
Ich bin der Überzeugung, es ist die identische Maschine, mit der ich die erste Etappe geflogen bin. Das Personal erkenne ich sofort wieder. Der Flieger, der Hamburg-Paris flog, bediente auch den Flug Paris-Florenz. Selber Captain, selbes Kabinenpersonal. Andere Flugnummer, anderer Sitzplatz. Finde ich lustig.

Es waren zwei Flüge, weil es HH-Florenz als Direktverbindung nicht gibt.

19:50 Uhr
Eingechecked im mir bekannten Hotel Ascot, ein paar Sachen vom Koffer in den Schrank geräumt, ...

- Die Aussicht aus meinem Fenster. Vor drei Jahren hatte ich die schönere Aussicht, heute habe ich ein größeres und besseres Zimmer (sogar mit WLAN), man kann nicht alles haben -


... dann eine kleine (Wieder-)Orientierungsrunde im Zentrum gedreht - hier ist noch Spätsommer!
Ich stelle fest, dass sich einige Dinge verändert haben, im Centro ist offenbar jetzt keine reine Fußgängerzone mehr, Taxen, Busse und PKW mit Ausnahmegenehmigungen fahren... der Markt in San Lorenzo ist ein wenig "geschrumpft" worden, dafür haben sich die Restaurants draußen auf die Bürgersteige weiter ausgebreitet. Unangenehm fällt auf, dass nun überall "Touristenmenüs" zu vollkommen überzogenen Preisen angeboten werden. Das geht besser! 

Ehrensache, dass ich zu allererst Il Duomo (Santa Maria del Fiore) begrüßen musste, ohne wäre es keine richtige Ankunft in Florenz für mich!


Donnerstag, 17. September 2015

Reisefieber

Nicht alles ist so, wie ich es mir wünschen würde...

Mutter weiterhin im Krankenhaus, ... andere Familienmitglieder derzeit etwas angeschlagen, obwohl alles geregelt ist, starte ich ein wenig unruhig.

Morgen letzter Arbeitstag, Koffer packen - im Moment liegt alles im Wohnzimmer ausgebreitet auf dem Sofa, damit ich sehe, was ich mir zusammen gesammelt habe. Man mag nun lachen, aber meine Schuhe nehmen ein Großteil des Kofferplatzes ein. Nicht, weil ich vielleicht so verrückt nach Schuhmode wäre (was ich gerne wäre, hätte ich nicht meine blöden Fußprobleme!), sondern weil ich einfach mehrere Paar Schuhe brauche, um immer wieder zu wechseln, verschiedenes Wetter muss berücksichtigt werden - und auch ein Tagesausflug... Da sind dann fünf Paar Schuhe für zwei Wochen das absolute Minimum.

Medikamente, Kosmetika, mein üblicher Handtaschen-Notproviant (Müsliriegel) liegen bereit.

Buchungsunterlagen, Hotel"Gutschein", E-Ticket für die Flüge, alles nochmal gesichtet, ebenfalls. Die Bestätigung der Schule, Zahlungseingangsbestätigung, alles klar. (Warum habe ich gefühlte hundert verschiedene Varianten des E-Tickets von Air France? Das erste von Opodo bei der Buchung, dann eines direkt von der Airline, dann - nach der Zubuchung meines Gepäcks gleich nochmal welche... Ein Haufen Papier, von dem ich nicht die blasseste Ahnung habe, was man  beim Check-In nun sehen möchte.)

Natürlich bin ich schon reisenervös, ganz wie immer.

Dieses mal geht es über Paris nach Florenz - ich habe die Hoffnung, dass der Flughafen interessant ist, so dass ich in der Umsteigewartezeit ein bisschen "Geschäfte gucken" kann - oder einen Kaffee trinken... so was in der Art. Mein Französisch müsste ich re-aktivieren, so verlasse ich mich darauf, dass am Airport ohnehin alle Leute Englisch sprechen ;-)

Der Flug ist also anders als vor drei Jahren, weniger Wartezeiten zwischendurch.
Das Hotel ist identisch, so bin ich von Anfang an orientiert.
Die Sprachschule sowieso.

Ich freue mich auf "mein Stadtviertel," darauf, durch die bekannten Straßen zu gehen, in meiner Lieblingspizzeria zu essen, in der Markthalle Obst zu kaufen - und auch, die neue obere Etage zu erkunden...

Es gilt, Gegenden zu erkunden, die ich damals nicht besucht habe, aber auch, Altbekanntes zu begrüßen... und, wenn es so klappt, wie ich es mir überlegt habe, ein Tagesausflug nach Siena.

Man darf gespannt sein.

Montag, 9. Februar 2015

Florenz ist komplett

Heute Abend habe ich das Gepäck "nachgebucht" - es war im Paket Flug & Hotel nicht enthalten, weil der Flug zum Dumpingpreis daher kam. Der Koffer kostet mich jetzt pro Tour 15 Euro, das ist praktisch nichts, wichtig war nur, dass ich ihn überhaupt mit bekomme. Zwei Wochen nur mit Handgepäck hätte ich wohl nicht richtig überstanden...

Sprachkursbuchung habe ich vorhin auch vorgenommen, nun ist das "Paket Florenz" für September fertig geschnürt. Und das im Februar, ich bin selbst ganz erstaunt.

Ach ja: Über meinen Sprachschulkontakt spare ich die Einschreibegebühr für die Schule, das wären 70 Euro.

Die ganze Geschichte ist viel preiswerter als vor drei Jahren, einfach deshalb, weil ich so viel früher dran bin.

Tatsächlich bin voller aufgeregter Vorfreude!

P.S. Da ich dieses Mal mit Air France fliege, kamen allerlei Belege auch auf Französisch in meine Mailbox getrudelt... ich bin völlig glücklich darüber, dass ich alles komplett lesen kann. Programm fürs Rentnerdasein: Französischkurse! Einmal überlernen das Ganze... Wie komme ich eigentlich dazu, zu glauben, ich könnte nichts mehr?

Sonntag, 24. November 2013

Rom - Florenz - Italien

In der Deutsch-Italienisch-Facebook-Lerngruppe läuft eine Abstimmung der Art "Lieblingsstadt in Italien" - spontan habe ich für Rom gestimmt.

Aber ein wenig nachdenklich macht mich das.

Bisher hat mich alles, was ich von Italien kenne (was zugegebenermaßen noch nicht so viel ist), stark beeindruckt, mir neue Erfahrungen vermittelt und ist sehr speziell.

Rom, jahrelang das Zuhause meiner "Kleinen", viele gemeinsame Wege und Besichtigungen, ein wenig "das echte Leben" (im Gegensatz zum reinen Touri-Dasein) mitbekommen dürfen. Antike, Barock, Sehenswürdigkeiten, Anwendung erster frisch erworbener Sprachkenntnisse und noch viel mehr ist Rom für mich. So sehr, dass ich regelmäßige Anwandlungen von Heimweh-Fernweh bekomme.

Florenz, Renaissance-Stadt, Sprachkurs-Stadt. Vor allem aber meine ganz eigene spezielle Erfahrung, vom Flug (kompliziert, lange Wartezeiten) übers Hotel, der Orientierung in einer vollkommen fremden Umgebung, erstes konsequentes Italienisch sprechen über zwei Wochen (bis hin zum Feilschen auf den Märkten). Sehr sehr gut die Sprachkurs-Erfahrung mit Frauen aus allen möglichen Ländern. Ich liebe Florenz. Anders als Rom. Aber auch sehr. Und möchte, wenn es irgend möglich zu machen ist, im kommenden Herbst wieder hin.

Bracciano, geschichtsträchtige kleine Stadt am Berg am See, kann man machen, muss man aber nicht. Da genügt wirklich ein Urlaub.

Lucca, historische Altstadt, niedlich. Einen Tag dort verbracht, viel gesehen, ganz bezaubernd. Gerne wieder.

Ostia Antica und Tivoli: zählen hier wohl nicht, da ging es um die Sehenswürdigkeiten...

Freitag, 7. Juni 2013

Italien

Cousinentreff zeitlich vorgezogen und verkürzt. Sie war nach Pfingsten für zehn Tage in der Toscana. (Irgendwo in der Wallachei mit Besuchen u.a. von Florenz und Lucca.) Dort war es kalt und hat die meiste Zeit geregnet. Was hatte ich in Rom für ein Glück!

Heute Abend im TV: Phoenix, ab 20:15 Uhr, Venedig, drei Sendungen nacheinander.
Verborgenes Venedig

Mittwoch, 28. November 2012

Bomba d'acqua a Firenze

Ich lese morgens in der Bahn per Handy ein bisschen italienische Presse. Politik erschließt sich mir nur ganz wenig - aber die Wetter-Horrorstory! Zuerst war's Venedig, und nun kommen hier Fotos von Florenz mit Wasser überall: Il Messaggero.

Das empfinde ich als besonders berührend, weil ich doch vor zwei Monaten gerade dort war.

Sonntag, 11. November 2012

Die Gärten der Villa Sabrini

Sehr selten befolge ich so umgehend einen Lesetipp:

Cristina Camera - Die Gärten der Villa Sabrini - Roman - rororo-Taschenbuch

Gern gelesen, allein schon deshalb, weil meine noch frischen Eindrücke von Florenz mich sofort und ohne Probleme in die Geschichte hineinfallen lassen konnten.

Die zunächst etwas verworrene Handlung lässt mich mir die Frage stellen, ob ich es hier mit einem Krimi oder einem Liebesroman zu tun habe. Als Liebesgeschichte okay, als Krimi etwas durcheinander, trotzdem war die Story tragfähig genug, mir bis zum Ende Lesefreude zu machen.

Allerdings: Der geneigte Leser benötigt einiges Durchhaltevermögen bei der Schilderung des historischen Hintergrundes, ohne den man die ganze große Aufregung im Zentrum der Story nicht verstehen kann.

Keine allgemeine Empfehlung von mir, aber ganz nett für florenzverrückte und kunstinteressierte Leser.

P.S. Der Buchtitel steht tatsächlich in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Roman und ist einfach schlecht gewählt.

Samstag, 13. Oktober 2012

Wieder eingewöhnt

... in meinem Zuhause und meinem Alltag.

Es ist schon seltsam, wie schnell die Arbeitsroutine wieder greift. Ein kurzes Update zu diversen Vorgängen, und schon ist wieder alles wie zuvor. Allerdings mit mir in einer deutlich erholten, ausgeruhten Variante.

Und, da ich mich ja nach wie vor an meine Ernährungsrichtlinie "kein Zucker" halte, ging es natürlich gleich am Montagfrüh auf die Waage:  seit Mitte August habe ich jetzt insgesamt 8,5 kg abgenommen - vollkommen unbeabsichtigt, nur durch das Weglassen von Zucker und stattdessen massiven Schwenk auf Obst und Gemüse. Kein Wunder, dass meine Kleidung inzwischen flatterig sitzt. Der hauptsächliche Effekt ist und bleibt aber der, dass ich deutlich mehr Kraft und Energie habe, besser atmen kann und nicht mehr dauermüde und chronisch erschöpft bin!

Meine wenige Freizeit in dieser Woche habe ich verbracht mit dem Auspacken meines Koffers, bergeweiser Wäsche und dem Sichten diverser mitgebrachter Herrlichkeiten. Im Kopf bin ich immer noch in Florenz, spaziere durch die Palazzi - und manchmal gucke ich hier in die Belegte-Brötchen-Auslagen und halte ganz in Gedanken Ausschau nach einer Focaccia...

Vorhin war ich in der Wohnung der Nonna, die auch morgen wieder einfliegen wird, habe Lebensmittel eingekauft, Staub gesaugt... denke, dass alles angemessen gut vorbereitet ist.

Und nun? Werde ich gleich eine "italienisch angehauchte" Bohnensuppe mit massenweise frischem Gemüse aufsetzen. *freu*

Aber vorher gibt es noch einen Blogpost.

P.S. Hier ist richtiger Herbst, Regen, Sonne, Blätter fallen, morgens 4°C, Halstücher werden umgebunden und etwas festere Schuhe getragen. Außerdem die eine oder andere der neuen Strumpfhosen ;-)

Sonntag, 7. Oktober 2012

Zurück

Gut, gesund und munter zu Hause angekommen, die Tochter hat mich vom Flughafen abgeholt, jetzt packe ich schnell noch das Notwendigste aus, sortiere grob - und dann ins Bett, denn morgen geht mein Alltag wieder los. Daher alles Weitere später in diesem Theater :-))

P.S. Kalt hier! 10°C Differenz, und ich habe jetzt einige Heizungen aufgedreht.

Samstag, 6. Oktober 2012

Blau

06.10.2012 - 18:47 Uhr

Nun war der Tag also erst zur Hälfte herum, die Sonne lachte - natürlich musste ich nochmals einen Weg nach draußen machen! Ganz entspannt bummelte ich über die Märkte, guckte hier und dort, traf dann auf einen kleinen Markt, mit italienischen Agrarprodukten: Käse, Brot, Wein, Honig, Gewürze, Salami und - und - und. Auch hier stand wieder, wie in Lucca (das muss ich noch weitererzählen, ich weiß!) ein romantisches Kinderkarussell! Das sah so schön aus...






Weiter ließ ich mich dann zur Piazza della Signoria treiben, fotografierte zum hundertsten Male dieselben Objekte; in diesem Falle war es dieser unglaublich blaue Himmel, der mich dazu verführte.





Dieses Blau glaube ich mir doch schon morgen selbst nicht mehr! Also festhalten, festhalten, festhalten...!

Ich bin einfach nur hingerissen!

06.10.2012 18:25 Uhr

Heute Vormittag habe ich also mein Vorhaben in die Tat umgesetzt und bin zur Piazzale Michelangelo und zur Kirche San Miniato al Monte gefahren.

Bei den ersten frühen Blicken aus dem Fenster hatte ich schon befürchtet, dass es das Wetter nicht gut mit mir meinen würde, weil der Himmel dick bezogen war. Aber das ist eines der seltsamen Phänomene hier in Florenz: Morgens alles grau, und gegen Mittag ist dann plötzlich wieder Sommer!

Als ich heute dann zum ersten (und im Moment auch letzten) Male mit dem Bus fuhr, hatte ich das Gefühl, erst jetzt in dieser Stadt richtig "angekommen" zu sein, jetzt fühlt sich vieles einfach normal an.

Na gut, das relativierte sich nach kurzer Zeit wieder, nämlich als ich an der Piazzale angekommen war: Zuerst sah ich nichts als Autos - das kommt aber, weil an an vielen Punkten am Stadtrand riesige Parkplätze gibt, denn im Centro herrscht Fahrverbot. Aber als ich am Parkplatz vorbei war, gingen mir die Augen über vor Staunen und vor Freude:




Ganz langsam spazierte ich an der Brüstung des hoch gelegenen Platzes entlang, genoss die Aussicht und freute mich, dass ich der DigiCam heute früh einen frisch geladenen Akku spendiert hatte! Vor lauter inneren Ahhhhs und Ohhhhs konnte ich nichts anderes machen als ein Foto nach dem anderen - festhalten, alles festhalten, denn der Winter kommt in großen Schritten. (Das soll ich glauben? Doch ja, ich habe mir heute früh die Wetterdaten angesehen... seufz)








Schließlich beschloss ich, auch die Kirche zu besuchen. Ich hatte ja befürchtet, San Miniato al Monte läge zu hoch, als dass ich die Stufen würde erklimmen können, aber: Das Übliche!!! Ich bin jetzt hier, diese Möglichkeit ist im Moment einmalig, und WIE KANN ich aus Florenz verschwinden, ohne die angeblich schönste Kirche der Stadt angesehen zu haben?


Langsam und gemütlich machte ich mich auf den Weg und an den Aufstieg. Positiv fiel mir auf, dass es erstens sehr breite und flache Stufen sind, zweitens nach jeweils zwanzig/ fünfundzwanzig Stufen so eine Art Plattform vorhanden ist. Reichlich Möglichkeiten zum Verschnaufen für mich - und zum Umsehen.




Auf der vorletzten Plattform war der Friedhof angelegt. Da er so ganz, ganz anders ist als alles, was ich kenne, habe ich mich zunächst hier umgesehen. Angefangen mit großen Grabplatten über Monumente und spezielle persönliche Kapellen sah ich auch die geschmückten "Wandfächer" für Särge oder Urnen, wer weiß?




Der letzte Aufstieg war ein wenig steiler, wurde aber sofort belohnt mit der Ansicht dieser ganz erstaunlichen Kirche und, nach rückwärts geschaut, nochmal mit dem Blick von oben auf die Stadt.

Eine der wichtigsten und schönsten Kirchen hier, und es wird weder Eintritt kassiert noch steht überall Sicherheitspersonal in der Gegend herum!


 
Im Inneren der Kirche ist es ganz erstaunlich... zum Einen herrscht eine sehr ruhige Atmosphöäre (was man dank der üblichen Touristenströme nicht über jede sagen kann), zum anderen ist sie sowohl von der Architektur als auch der Raumgestaltung und den Schmuckelementen her komplett anders als alle anderen Kirchen! Fresken, vielfarbiger Marmor, viele verschiedene Ebenen... beschreiben lässt sich das im Moment nicht recht, aber ich habe ja, wie meistens, genügend Fotos gemacht (immer dezent und ohne Blitz, meine DigiCam zeigt in diesem Urlaub ihre allergrößten Qualitäten).





Nachdem ich mich (fast mit einer Träne im Knopfloch) von diesen Schönheiten verabschiedet habe, galt es einige Zeit an der Bushaltestelle zu verbringen - in inzwischen, natürlich, wieder glühender Hitze. Zumindest großer Wärme und in der prallen Sonne.


(Auf dem Weg ins Hotel ein Stück Pizza besorgt, das war super lecker! Hätte ich diesen Laden nur schon eher mal ausprobiert!)