Dieser Text soll auch zusammenfassen, womit ich als Atemwegserkrankte es besonders schwer hatte.
Meine persönliche Voraussetzung: COPD III mit Emphysem, FEV01 46 %, laut Arzt flugtauglich.
Vorab aber ein Riesendankeschön an meine Tochter, ohne die ich das alles sicherlich nicht geschafft hätte!
Ich war ja bereits ab ca. Mitte Oktober nicht ganz auf der Höhe, hatte zweimal einen beginnenden Infekt abgefangen. Ich kämpfte also immer mit Cortison rauf - runter - weglassen... nach ein paar Tagen von vorn.
Direkt am Reisetag war mir dann auch noch übel (nein, nicht die Aufregung), mein Kreislauf machte lustige Dinge, und überhaupt kam ich gar nicht richtig in Gang. Das Ende vom Lied war ein etwas spätes Eintreffen am Airport, was aber unkritisch war, da wir überall (Gepäckaufgabe, Sicherheitskontrolle) ohne Wartezeiten drankamen. In meinem Handgepäck hatte ich alle möglichen USB-Kabel, Adapter und Stecker für die mitgenommene Elektronik. Vor der Kofferaufgabe (um Gewicht und Platz in der Tasche zu sparen) haben wir sie in eine Außentasche meines Koffers geschoben.
Unser Gate war ganz am Ende des langen Weges. Die Luft im Flughafengebäude ist immer zu warm, zu trocken, stickig. Vorher angezogene Jacken wurden ausgezogen und getragen, Wasser gekauft... Und ich habe mich so längsgeschleppt. Es ging mir wirklich nicht gut.
Irgendwann dann der Flug. Milchsuppe überall. Heißt: keine Sicht. Kein Himmel, keine Wolken, einfach alles grau. Und irgendwann dann Turbulenzen. Für die Tochter nichts Ungewöhnliches, Vielfliegerin eben, für mich ein Erlebnis der besonderen Art:
Ich hatte einen Becher mit Kaffee (ohne Deckel) in der Hand, als die Turbulenzen begannen. Und schwupps (!) drehte sich der Kaffee förmlich nach oben aus dem Becher heraus! Ohne Zupacken meiner Tochter und Einfangen des Kaffees - er war dann tatsächlich wieder im Becher - wären wir wohl warm geduscht worden. Vor meinen Augen sehe ich es immer noch wie in Zeitlupe.
Während ich mich mit meiner Reiselektüre beschäftigte, merkte ich, dass ich kurz vorm Einschlafen war - nicht normal! Schnell mit meinem Messgerät meine Werte kontrolliert: SpO2 war 77%. Das ist sozusagen nichts. Kein Wunder, dass ich so abbaute! Mein Berodual kam zum Einsatz, und die zweite Flugstunde war ich dann mit Atemübungen beschäftigt, um die Sättigung ein wenig hochzuholen. Das war nicht witzig!
In Rom angekommen ging es mit dem Leonardo-Express (Zug) von Fiumicino bis Termini (Hauptbahnhof), von dort mit dem Taxi weiter zum Hotel.
Im Hotel angekommen stellte ich dann fest, dass von meinem Kabel- und Steckersalat in der Kofferaußentasche Dinge fehlten... Da hat sich jemand wohl nach dem Durchleuchten nett bedient. Unverständlich, da es sich um Standardteile handelte!
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Die Rückreise verlief ähnlich, mit etwas besserer Sicht und weniger Turbulenzen. Allerdings waren in Fiumicino wieder lange Wege zu gehen, sehr lange. Zur offiziellen Boarding-Zeit wurde dann das Gate gewechselt, was nochmal antrengend war, mit Wegen und Stockwerkswechsel. Busfahrt übers Flugfeld und Einstieg über die Gangway. (Treppen sind für mich ziemlich schlimm!) Wieder im Verlaufe des Fluges ein Absacken des SpO2, nicht ganz so schlimm wie auf dem Hinflug, aber ich war während des ganzen Aufenthaltes ja auch ziemlich "gedoped".
Die Ankunft in Hamburg: Auf dem Flugfeld hieß es auszusteigen und ca. 20 m zu gehen bis zum Gebäude. Dann aber: Ein Treppenhaus mit zwei Etagen. Kein Lift. Nachfrage meiner Tochter beim Personal, ob es eine andere Möglichkeit gäbe, Ergebnis: NEIN. Also bin ich mühsam hochgegangen, mit Pausen. Dann folgte, wir waren wieder am Ende aller Gates angekommen, ein langer, langer Weg durch das Gebäude bis zur Gepäckausgabe.
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Fazit: Sollte ich wieder einmal fliegen wollen, dann bestelle ich mir die Behindertenassistenz dazu. Man wird (vor über zehn Jahren mit meiner Mutter so gemacht) über das Gelände gefahren, bekommt überall eine "fast lane" ohne Wartezeiten, einen Zustieg ins Flugzeug mittels Rolli über eine Rampe...
Außerdem: Das Netbook wiegt 1,5 kg - inzwischen zu viel für mein Handgepäck und mich. Sollte ersetzt werden durch ein zeitgemäßes Tablet. Ebenso das mitgenommene Buch, hier täte dann tatsächlich ein eBook-Reader gute Dienste. Alles Gewicht muss unbedingt reduziert werden für mich.