ELAYNE - Rabenherz von Jessica Bernett (Historische Fantasy)
ISBN 978-3-03896-031-7
Sternensandverlag GmbH, Zürich
Warum dieses Buch? Vor einiger Zeit habe ich den ersten Band der Reihe gelesen, und es ergab sich, dass eine Bücherfreundin sich die weiteren Bände kaufte und nach dem Lesen weiterschickte, danke. Nach diesem Buch liegen noch Band drei und vier bereit.
Klappentext/Rückseite:
Welche Möglichkeit bleibt dir, wenn eine Prophezeiung dein ganzes Leben überschattet?
Du suchst einen Weg, Licht zu finden.
"Elayne von Corbenic führt dieser Weg nach Camelot, zur legendären Festung von König Artus. Hier muss sie erkennen, dass ihr Herz noch immer an jenen Mann gebunden ist, der es einst zerbrach. Und dass nicht nur ihr eigenes Leben im Schatten einer finsteren Weissagung steht..."
Elayne verlässt Corbenic mit ihrem kleinen Sohn in Begleitung ihres Dieners und Freundes Liam, der unterwegs seine Braut trifft und heiratet. Zunächst wenden sich ihre Schritte in Richtung Caer Luel, wo Elayne hofft, ihren Großvater zu sehen, der aber mit seiner Frau Morgaine nicht anwesend ist. Statt dessen wird sie die Gefangene ihres Onkels (Cousins? Manchmal sind die Verwandtschaftsbeziehungen mir nicht klar.) Schließlich wird sie befreit und setzt, nach guten Gesprächen mit der liebenswürdigen Morgaine, ihren Weg fort.
Ursprünglich wollte sie mit ihrem Sohn nach Avalon und ihn dort in aller Ruhe aufwachsen sehen, aber schließlich folgt sie doch einer Eingebung, und ihre kleine Reisegruppe wendet sich nach Camelot. Dort hat Taegan, Liams Frau und inzwischen Freundin von Elayne, schon früher gelebt. Elayne verdingt sich als Küchenmagd, später wird sie von ihren Verwandten, Rittern der Tafelrunde, erkannt und wird Hofdame von Königin Gwenhwyfar.
Sie wollte ihren Sohn Gal seinem Vater vorstellen, jedoch hält sich Galahad/Lancelot derzeit verwundet in Astolat auf.
Nun wird sehr ausführlich das (scheinbar) mittelalterliche Hofleben geschildert, die einzelnen Charaktere ausgearbeitet, vom Alltag erzählt.
Irgendwann kehrt Lancelot zurück, und es entwickelt sich erneut eine zarte Liebesgeschichte, es gibt eine schwere Krankheit in Camelot, ein Mittsommerfest, ein Gerichtsverfahren - viel Aufruhr. Am Ende scheint es das Klügste zu sein, dass Elayne und Lancelot heiraten und mit Gal das Königreich verlassen. Aber zuvor entwickelt Elayne noch einen Plan, der helfen könnte, den Fluch zu brechen.
Solide Unterhaltung, wieder sehr gern gelesen. König Artus und seine Tafelrunde werden hier sehr viel freundlicher und lebensnaher, zugänglicher geschildert als in anderen Artus-Büchern.
Und es folgt der Griff zu Band drei.