Mittwoch, 30. Oktober 2013
#groovywords
Ganz klarer Spitzenreiter meiner besonderen/lustigen/gefühlsbeladenen Wörter ist Dänisch. Wohl deshalb, weil über zwanzig Jahre Urlaub in DK, praktisch meine ganze Kindheit habe ich sommers dort verbracht, Spuren hinterlassen haben. Die Sprache zu lernen begonnen habe ich erst im Alter von 14 bis 16 Jahren, zu spät, um damit unbefangen kindlich-verspielt umzugehen. Viel zu sehr war ich schulisch geprägt, viel zu schwer habe ich es mir gemacht. Und inzwischen viel vergessen. Aber irgendwann.../Einleitung
ildslukker - Feuerlöscher
(ildslukkeren - der Feuerlöscher/en ildslukker - ein Feuerlöscher)
Die Geschichte dazu: Meine Familie hat Camping gemacht, immer auf dem selben Platz. Eines Sommers wurde ein Schild aufgestellt, ein weißer Pfeil auf rotem Grund, darunter die Beschriftung "ildslukker". Norddeutsch geprägt und plattdeutsch angehaucht war uns der "slukker" instinktiv klar. Aber was für ein Schlucker? Wir nahmen schmunzelnd das Schild auf in unseren Familiensprachgebrauch, in etwa so "... dann gehst du beim Ildslukker um die Kurve..." Aufklärung erfolgte dann, als ich die Sprache zu lernen begann und mein frisch angeschafftes Wörterbuch befragte. Jahrelag wurde dieses Wort als Sperrkennwort für die guten, alten Sparbücher benutzt, und die Bankangestellte grinste mich immer verschwörerisch an - sie stammte nämlich aus Flensburg und konnte wohl Dänisch.
(at) snakke - sprechen
(at snakke sammen - unterhalten)
Das "at" entspricht übrigens genau dem englischen "to"/Infinitiv.
Hierzu gibt es keine große Geschichte, es ist einfach dem Plattdeutschen "schnacken" so ähnlich, bekommt aber durch das für mich babyhafte "sn" so etwas Niedliches... Ich mag diese dänischen Doppellaute, die diese eigenartig abgehackte Sprachmelodie ausmachen und die für unsere deutschen Ohren lustig klingt- aber auch deshalb so schwer zu verstehen ist.
Hjertelig tillykke!
Herzlichen Glückwunsch!
Klingt nicht "tillykke" wie das Klingeln von Glöckchen? So ein fröhlicher Glückwunsch...!
Tak
Danke
Das ist wohl genau so bekannt wie "skål", hat aber für mich eine ganz kleine Geschichte. Ich war noch sehr jung, wir machten Urlaub, meine Eltern kauften Lebensmittel ein. Damals gab es nur einen Supermarkt, ansonsten klassische Geschäfte mit großem Tresen. Die Dänen waren (sind es hoffentlich auch heute noch!) sehr höflich, jeder Wunsch meiner Eltern wurde mit einem "tak!" und dem heftigen Legen der Ware (mit Aufknall) auf den Tresen quittiert. Meine Eltern verstanden lange Zeit immer "zack!" und wunderten sich sehr. Aber "zack!" war eben der Situation vollkommen angemessen.
mormor - morfar - farmor - farfar
Oma - Opa
Hmhm.... ich begann also damit, erste strukturierte Bekanntschaft mit der Sprache zu machen und war fasziniert, gab es doch nicht einfach nur Oma und Opa, nein da lernte ich Mutters Mutter (mormor), Mutters Vater (morfar), Vaters Mutter (farmor) und Vaters Vater (farfar) kennen! Die Krönung war es für mich, als Radio Esbjerg häufiger ein Lied spielte "Hvordan gik det til da farfar var ung...?" (Die Geschichte davon, als Großvater die Großmutter freite) - leider gibt es meine alte Musikcassette nicht mehr.
Genug in dänischen Erinnerungen gegraben.
Aus dem Italienischen, derzeit pauke ich fleißig Vokabeln:
russare - schnarchen
Muss ich dazu noch viel sagen? Lasst Euch die vielen rrrrrrrrs tüchtig über die Zunge rollen, da ist doch der Fall schon klar, oder?
Und was soll das hier sein?
superkalifragilistischexpiallegorisch
Natürlich, das ist gar kein echtes Wort, aber wer sieht bei seinem Klang nicht sofort Mary Poppins mit den Schornsteinfegern über die Dächer tanzen...? Ein Wort, das wohl nicht nur mich durch die Kindheit begleitete, häufig benutzt wurde, um irgendwie Eindruck zu schinden - oder es zumindest zu versuchen.
Und eine Kleinigkeit in Englisch:
well...
Ein Wort mit vielen Bedeutungen, mir ist es zuerst und geballt begegnet bei Karl May. Ausgerechnet! Ich hatte alle Wildwest-Bücher von ihm verschlungen, kaum dass ich lesen konnte. Aber Englisch war noch in weiter Ferne... So richtig konnte ich mit diesem Wort nichts anfangen, erfasste aber instinktiv, dass die Protagonsten immer dann "well..." sagten, wenn eine Einleitung zu mehr oder weniger tiefsinnigen Gedaken kam oder ein Entschluss gefasst war. Gut... ;-) ... im Laufe der Jahre wuchs meine Sprachkompetenz und ich wusste nun auch, wie es klingen sollte - auf immer aber ist für mich dieses Wort verbunden mit Winnetou und Old Shatterhand.
Am Ende noch drei Lieder, wohl kaum #groovywords, aber in diesem Zusammenhang fielen sie mir gerade wieder ein. Achtung, für meine Generation besteht Ohrwurmalarm...!
Bruder Jakob...
Wer kennt es nicht? Als Kind mein ganzer Stolz, es in allen möglichen Sprachen zu können...
Dann kamen zwei aus dem Musikunterricht hinzu, sie prägten sich lautmalerisch ein (die Lehrerin hatte ganz kurz erklärt, wovon sie handelten), lange bevor ich die Wörter auch nur voneinander unterscheiden konnte.
L’inverno è passato
L’aprile non c’è più
È ritornato il maggio
Al canto del cucù.
Mit allem Drum und Dran hier zu finden.
Le coq est mort
le coq est mort;
Le coq est mort
le coq est mort.
Il ne dira plus co co di co co da...
Hier ist das ganze Lied.
Mail mit Paypal-Imitation
Der ewig alte Trick, man möchte über das angehängte html-Formular alle Daten "neu registrieren"...
Für mich ist es immer wieder lustig, dass dieser bösartige Müll auf einer Mailadresse aufschlägt, die gar nicht mit PayPal verknüpft ist, die kaum jemand noch kennt, meine aller-allererste von AnnoKeks und AOL 2.0.
Wer weiß, was man in Quelltexten alles finden kann, sieht, dass einzig der "return path" nicht optisch geschönt (werden konnte?), der angebliche html-Anhang mag alles sein, nur kein html...
Also Kinder, gebt fein Acht!
Dienstag, 29. Oktober 2013
Dienstagstermin
Allerdings: Rechts verkabelt mit der linken Hand und einem zeitweise störrischen Smartphone geschossen. Keine gute Qualität also, dafür mein originaler Blickwinkel während der Infusion.
Montag, 28. Oktober 2013
Sturm
So lange ich im Büro unter Dach und Fach war, nur den durchaus hübschen Ausblick durch die Fensterfront genießen durfte, fand ich das Wetter ganz schön, zumindest interessant.
In ihrer Mittagspause sammelte meine Kollegin draußen einen riesigen Ast auf, der von einem der herumstehenden Nadelbäume gebrochen war, erzählte kurz darauf von einem PKW, der, unter einem Baum geparkt, nun eine zertrümmerte Fensterscheibe habe.
Alles maximal zum Wundern.
Bis hierhin.
Die Kollegin machte Feierabend, eine halbe Stunde vor mir, rief mich von unterwegs an, sie hätte im Radio gehört, die Bahnen würden nicht mehr fahren.
Versucht, die HVV-Seite aufzurufen, vermutlich war der Server überlastet, kein Durchkommen. Meinen Kollegen gebeten, mit zu suchen, evtl. über Radio Hamburg... Seine Auskunft: Kein S-Bahnverkehr.
Na, herrlich. Mit der U-Bahn fahre ich zwar immer zum Hauptbahnhof, aber ab dort bin ich auf die S-Bahn angewiesen, und es fährt nur eine einzige Linie über die Elbe... Ja, gut, es gibt noch eine Busverbindung über Wilhelmsburg nach Harburg - wie ich in diesem Moment gelesen habe, ist aber auch die außer Betrieb genommen.
Hätte nun dieser spezielle Kollege nicht einen Großteil seines Feierabends für mich "geopfert" - immerhin waren die Straßen voll und der Weg dauerte eine Stunde, die hat er nun fast noch für seinen Heimweg - hätte ich bis Sankt Nimmerlein am Hauptbahnhof festgesessen...
Nein, nein, ich habe nicht für einen Cent Lust, bei LaNonna in Barmbek zu nächtigen :-(
Auf gar keinen Fall.
Übrigens sieht es hier auf meiner Terrasse ganz harmlos aus, sie ist gut geschützt durch vorgelagerte Büsche und Bäume, sogar meine Terrassenmöbel (besonders die gestapelten Hocker) stehen unschuldig an ihrem Platz.
Und morgen früh werde ich versuchen, mich klug zu machen, bevor ich zur Arbeit aufbreche...
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Lesenswert! Empfehlung!
Dummheit ist der Untergang! Ein Plädoyer für mehr Anwenderintelligenz
Ich habe es ja immer schon geahnt - und verkneife mir jetzt jeden Alltagskommentar.
Mittwoch, 23. Oktober 2013
Innerhalb von zehn Minuten...
Das kann nur eine.
Hey, auch ich bin mitunter enttäuscht, traurig, frustriert, verärgert, unfähig und gesundheitlich eingeschränkt. Aber ich mache nicht meine Umwelt dafür verantwortlich. Und üblicherweise bemühe ich mich darum, damit allein fertig zu werden. (Ausnahmen wenden sich konkret an einen möglichen Verursacher.)
Enttäusche Erwartungen, ja, kenne ich auch. Aber wenn man sich im eigenen Kopf Konzepte zusammenbaut, ohne die gewünschten Beteiligten auch nur zu befragen oder Vorschläge zu machen, und dann, wenn Andere Anderes planen, mir dieses Knäul an unguten Gefühlen praktisch vor die Füße wirft - das finde ich unfair.
Ich bin nicht zuständig für ihr Seelenleben.
Und muss mir keine ironischen Texte gefallen lassen. (Lass' ich doch, ich schweig still und nehme Rücksicht aufs hohe Alter.) Jedenfalls muss ich mir nicht den Schuh anziehen, der mir nicht passt.
Feierabend jetzt.
Sonntag, 20. Oktober 2013
Manchmal...
Gestern allerlei Besorgungen gemacht, dann einen Spaziergang zur Hüterin meines Ersatzschlüssels , beim Plausch über einem Käffchen ein wenig die Zeit vergessen... den Schlüssel bei Nachbarn deponiert: Irgendwie sehe ich schon lange nicht mehr ein, für die Wartung der Rauchmelder, die nach ein paar Minuten erledigt ist, einen Urlaubstag zu opfern. Nachbarin mit einem kleinen Blumentopf beschenkt dafür. Und dann... die Herbstfotos vom Spaziergang gesichtet.
Feierabend.
Heute hier im Haushalt herum gewuselt, geräumt, geputzt, Küchenarbeit. Meinen ersten Smoothie fabriziert und festgestellt: Geht ganz einfach und schmeckt super lecker! [Endlich mal wieder ein Thema für mein kleines Kochblog. Aber nicht heute.]
Am Ende dieses Tages etwas atemlos.
Keine Energie für all' die angedachten Schreibseleien.
Nun ins Bett. Kollegin hat Urlaub, ich muss morgen wieder frisch sein.
Sonntag, 13. Oktober 2013
Sonnig
Etappenarbeit, wie bei mir nicht anders möglich:
Letztens an mehreren Abenden Pflanzen eingetopft. Eigentlich eine Arbeit fürs frühe Frühjahr, aber was sollte ich machen? Die Geranien wollte ich nicht in ihren Pflanzkübeln sterben lassen, und mit Stecklingen wie in den letzten Jahren, habe ich nur mittelgute Erfahrungen gemacht. Also die Geranien - sie blühen noch immer - in große Töpfe gesetzt und in die Wohnung geholt.
Außerdem hatte ich im Frühling meine "Palmen" (eben mal gesucht, was es wirklich sind!) drastisch verkleinern müssen. Es waren inzwischen über zwei Meter hohe Stiele, oben dran so ein paar Blattpinsel, ich konnte sie kaum noch managen. Und hübsch sehen sie auch irgendwie nicht mehr aus... Also die Büschel abgeknipst und ins Wasser damit... (Und nun vom zweiten großen Blumentopf befreit, ganz genau so.)
Meine ältesten Schefflera-Töpfe, über dreißig Jahre alt, drohten mir auch zu entwachsen. Groß und schwer konnte ich sie kaum noch durch die Wohnung tragen. Also ziemlich drastisch eingekürzt und rausgestellt (ja, sie haben jede Menge frischer Triebe), die abgeschnittenen Äste in Wasser gestellt...
Alles das hat fleißig Wurzelwerk gebildet und sollte jetzt in Töpfe kommen. Nun bin ich gespannt, ob sie gut anwachsen werden.
Nachdem nun alles erledigt ist, mussten nur noch die ungenutzten Kübel aufgeräumt, herumliegender Kram entfernt und der Boden gefegt werden.
Alles getan, ich fühle mich prima damit, alles das, was geplant war, nun erledigt zu haben und kann nun den Winter abwarten (hoffentlich nicht so lang und kalt wie der letzte) - und mich dann darauf freuen, dass hoffentlich im Frühjahr viele bunte Blumen wachsen werden!
Freitag, 11. Oktober 2013
Netbook blockiert immer wieder
Ungefähr eine Viertelstunde nach Inbetriebnahme hängt das System. Maus, Tastatur, nichts geht mehr.
Ich habe alle möglichen Diagnose- und Reparaturoptionen kontrolliert bzw. ausgeführt. Das einzige, was ich finde lautet in etwa: Konflikt mit der Systemfirmware. (hä?) Kann ich da irgendwas machen?
Aufgefallen war es schon letztens beim Skypen, es war also doch ein Fehler hier bei mir gewesen...
+++ An dieser Textstelle angekommen fror wieder das ganze System ein. In so einem Moment hasse ich Win 8 - nichts kann man mehr selbst analysieren, einstellen, reparieren...+++
Die schwere Waffe Systemrücksetzung gezogen, auf einen Zeitpunkt vor zwei Wochen. Die ganze Prozedur hat eineinhalb Stunden (!) gedauert. Und nun darf ich gespannt sein.
Update etwas später: Netbook läuft und läuft und läuft.
Verursacher möglicherweise AVG - deaktiviert, es erweist sich als deinstallier-resistent.
Dann also der Windows Defender. Irgendwas "muss" ja sein. Theoretisch.
Update am nächsten Morgen: läuft und läuft und läuft.
Puh.
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Bunt gemischt
Dann Zuhause zügig mich dran gemacht und Gemüse geschnippelt - Suppe aufgesetzt. Lecker.
Während sie köchelte auf der Terrasse Pflanzen, die bislang zwecks Wurzelbildung im Wasser standen, in Erde gesetzt. Letzte Geranien aus den Kübeln in Blumentöpfe verfrachtet zwecks Überwinterung in der Wohnung. Fehlt jetzt nur noch das endgültige Fegen und Räumen draußen - dafür war es denn doch zum Schluss schon zu dunkel.
OMG, wohin nur mit den Millionen Topfpflanzen? Jedes Jahr das gleiche Spiel... ;-)
Nach dem Essen das Netbook eingeschaltet. Es muckt heute. Hm. 10.10. - ist das irgendein programmiertes Absturzdatum? Innerhalb einer Dreiviertelstunde hat es sich drei Mal "aufgehängt", nichts ging mehr. Nur noch die Ausschalttaste. Vielleicht ist jetzt ja alles gut...?
Möchte nur noch ein bisschen herum gucken und dann schlafen gehen. (Was habe ich verbrochen, dass das Fernsehprogramm heute auf allen Kanälen nur Müll enthält? Der DVD-Player ist übrigens geschrottet, das vierte oder fünfte E-Gerät, was innerhalb von 10 Monaten den Löffel abgibt.)
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Überanstrengt
Auch unter Berücksichtigung meiner Krankheit führt für mich kein Weg dran vorbei... Üblicherweise wäre das eine Aufgabe für Freitag oder Sonnabend.
Aber.
Ich. lass. mich. nochmal. impfen.
;-)
Wie es mir danach gehen wird, kann ich nicht absehen.
Also besser vorher kümmern.
Nach der Arbeit durchgestartet, direkt hin gefahren, massig Lebensmittel eingekauft. Penny hat das allerbeste Obst- und Gemüseangebot, allerdings in riesigen Packungen. Somit habe ich dann einiges geteilt und mit zu mir genommen - und die alte Dame hat verschiedenes zur Auswahl für die ersten Tage.
Jedenfalls den Kühlschrank eingeschaltet, gefüllt. Kaffee gekocht, Staubsauger vorgeholt - angefangen. Meine meistgehasste Arbeit, weil sie mich mega-anstrengt und ich immer wieder Pausen machen muss. Und weil das nicht reicht: Der Geldbaum stand bis vorhin auf dem Balkon. Es hat sich ja noch kein Interessent gemeldet, der ihn haben mag, und erfrieren lassen kommt nicht in Frage! Also auch noch das Riesenteil herein geholt und an seinen angestammten Platz im Wohnzimmer gesetzt.
Irgendwann meine Siebensachen geschnappt und mich auf den Heimweg gemacht. Auf dem Bahnsteig konnte ich zum ersten Mal prima nachverfolgen, wie lange ich brauche, bis ich überanstrengt wieder Luft bekomme... nach 3 Minuten nehme ich meine Umwelt wieder wahr, nach 5 Minuten kann ich mich in die Bahn schleppen und weiter erholen....
Ok, ich will mich gar nicht beschweren, bin einfach nur sehr geschafft. Deshalb geht es auch ganz bald unter meine Bettdecke :-)
Dienstag, 8. Oktober 2013
27.09.2013 - Berlin, Rückreise
In Ruhe gefrühstückt, Köfferchen gepackt, erneute Suche nach der Bushaltestelle (jetzt aber, jetzt weiß ich, wo sie ist und wie es zum Hotel geht, nun könnte ich immer wieder hinfahren), ab zum ZOB.
Leider war kein Shop geöffnet, bei dem ich mich noch hätte verproviantieren können, also mussten für die Rückfahrt ein Apfel und eine Flasche Wasser genug sein.
Langweilige, ruhige Fahrt, als Lektüre wieder ein italienischer Lernkrimi, dann gegen 17 Uhr in Hamburg und eine halbe Stunde später zu Hause.
Hungrig wie ein Wolf ein Essen gekocht... und früh ins Bett...
Insgesamt eine gute Erfahrung, die Busfahrt ist zuverlässig und angenehm, das Hotel mit gewissen Einschränkungen eine Empfehlung wert, die Stadt interessant genug für weitere Stippvisiten - und nun habe ich auch noch eine Freundin dort...
26.09.2013 - Berlin, Verabredung an der Nikolaikirche
Treffpunkt: an der Nikolaikirche, na ob das alles so klappen würde?
An der Haltestelle "Klosterstraße" ausgestiegen, ans Tageslicht geklettert (ganz schlechte Rolltreppensituation an den meisten kennen gelernten Bahnhöfen), das Handy gegriffen und die Navigation aktiviert. So allmählich mag ich das Smartphone auch dafür nicht mehr missen - verlaufen ausgeschlossen!
Bei strahlendem Himmel noch ein Blick auf den Funkturm geworfen... ob ich hier schon mein Ziel im Blick hatte?
Hmhm.... diese Wiese-mit-Wasser-Installation finde ich ja etwas lieblos gestaltet...
Und nur ein paar Schritte weiter tauchte ich praktisch ein in eine ganz andere Welt:
Freitag, 4. Oktober 2013
26.09.2013 - Berlin, Touri-Bustour
Da die gesamte Tour über einen Zeitraum von 2,5 Stunden angelegt ist (und ich abends noch etwas vor hatte, also ein kleines bisschen die Uhrzeit im Blick behalten musste!), ich nicht so viel Spielraum hatte, hier und dort auszusteigen und mich länger umzusehen, blieb mir nur übrig, hochkonzentriert aus dem Fenster zu sehen und immer mit der Digicam "drauf zu halten".
Dabei wurden durchaus auch ganz normale Straßen, Plattenbauten usw. verewigt - das gehört für mich zum Bekanntschaft machen mit einer neuen Stadt ganz normal dazu.
Andererseits sind mir einige schöne Dinge entgangen, einfach deshalb, weil meine Sicht aus dem Bus auf alles, was auf der linken Seite lag, stark behindert war ("Stern!" nicht wirklich gesehen). Aber...: Mit Sicherheit wird der eine oder andere Besuch in Berlin gelegentlich folgen!
Was mir aufgefallen war in Berlin: Sehr viel grün, ein schöner, alter Baumbestand, hauptsächlich Linden - außer in der Straße "Unter den Linden", dort sind sie zu Gunsten eines Bauprojektes nämlich alle gefällt worden.
Aber viele Parkanlagen (wie gesagt, viele Bäume) bestehen aus einfachen Wiesen, hier hätte ich mir ein bisschen mehr liebevolle Gestaltung gewünscht! (Ja, ja, Angelika, ich weiß, was du mir dazu gesagt hattest...)
Bausünden!
Zauberhafte, wunderschöne alte Häuser - und genau daneben wahre Schreckgespenste aus Stahlbeton oder Glas. (Jaha.... ich weiß, Berlin war zerbombt gewesen - das war Hamburg auch... aber die Bausünden in Berlin kommen mir viel schlimmer vor.) Klar und einleuchtend ist, dass viele seltsam anmutende Gestaltungen durch den Zusammenschluss von West- und Ostberlin entstanden sind. Gewöhnungsbedürftig eben.

Mittwoch, 2. Oktober 2013
Arztgespräch
Gestern nach der Infusion Lungenfunktionstest und Arztgespräch.
Nachdem
mein Doc neulich sich verstochen und im zweiten Anlauf mich schmerzhaft
blau gestochen hatte und ich mich außerdem nicht ernst genommen fühlte
(sonst sticht eine Angestellte, manchmal hat sie aber Urlaub)... ich
verweigere nun meinem Arzt das Anlegen der Infusion und bitte einen
seiner Kollegen ... so auch gestern..., ich also allen Grund hatte,
ärgerlich auf ihn zu sein, das aber nicht unbedingt äußere, weil ich
mich kenne und sofort in Tränen zerfließen würde.. war er gestern im
Gespräch außerordentlich zugewandt und aufmerksam! (Schlechtes
Gewissen?)
Lungenfunktion ist seit drei Jahren stabil, da gab's nicht viel drüber zu reden.
Er
fragte mich, wie ich meinen Alltag bewältigen würde...? Damit kann ich
nun wirklich nichts anfangen. Wohlgemerkt, es geht mir auch mit 47 %
FEV01 relativ gut, lebe alleine, versorge mich alleine, schleppe meine
Einkäufe, gehe zur Arbeit, und wenn beim Umsteigen auf den Bahnhöfen die
Rolltreppen ausfallen habe ich zwar ein Problem hinterher, aber das
gibt sich nach ein paar Minuten wieder. Natürlich gerate ich ins
Schnaufen (!), habe aber alle meine Tätigkeiten/Aktivitäten (verreise ja
auch) so in meinen Tagesablauf integriert, dass ich mir gar nicht
bewusst bin, dass dieses irgendwie mit "Bewältigung" zu tun haben
könnte. Was wollte er von mir wissen? Was soll ich ihm beim nächsten
Gesprächstermin im Januar erzählen? Worauf kommt es ihm an? Was erzählen
andere Patienten? (Meine ehemalige Hausärztin sagte z.B. immer, ich
würde von "ein bisschen pieksen" sprechen, wenn andere Leute schon große
Schmerzgeschichten von sich geben würden... ich bewerte also offenbar
vieles anders als andere Menschen, merke das aber nicht.)
Ich
drehte das Gespräch dann weg und fragte ihn, ob er einen Antrag auf
Schwerbehinderung unterstützen würde (ich dachte nämlich immer, mir geht
es dafür noch zu gut), aber er wunderte sich nur darüber, dass ich das
noch nicht angeschoben hätte. Wer ist denn nun hier total verpeilt?
Dienstag, 1. Oktober 2013
26.09.2013 - Berlin, ein ganzer Tag!
Belustigt nahm ich zur Kenntnis, dass die U-Bahn-Stationen teilweise inmitten einer Fahrbahn zu erreichen sind! (Ich vermute, dass es die Stationen länger gibt als die breiten Fahrbahnen!?!)
Als Ausgangspunkt für meinen Ausflug wählte ich den Bahnhof Zooglischer Garten... wieder am Tageslicht fand ich die Umgebung "irgendwie" nicht gerade einladend!



















































