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Dienstag, 3. Februar 2026

Gelesen: The Legend of Lady Byeoksa

The Legend of Lady Byeoksa - Die Perlen des Todes von Esther Park (Fantasy)

Aus dem Koreanischen 
Bramble Verlag/Droemer Knaur GmbH
ISBN 978-3-426-56384-7

Klappentext innen:

Alles, was sie noch sehen konnte, waren seine Augen.

Sein feuriger Blick stand in starkem Kontrast zu seinem kühlen Gesichtsausdruck. Einen Moment lang hatte Bin das Gefühl, als würde alles Licht der Welt auf sie herabscheinen. Es fiel auf ihr Haar, ihren Nasenrücken, ihre runden Schultern und die Schleife ihres Oberteils und bahnte sich von dort aus seinen Weg über den Rest ihres Körpers.

"Bin Seamoon", sprach Eunho sie an.

Das allein reichte schon aus, damit ihr Herz sich aus seinen Fesseln löste und erneut zu flattern begann. Wie ein Schmetterling, der gerade aus seinem Kokon geschlüpft war."


Rückseite:

Ich habe mich u.a. wegen der besonders romantischen Aufmachung, den farbigen Buchschnitt zeige ich am Ende, zum Kauf verleiten lassen. Außerdem war ich neugierig auf eine Sage/Legende/ein Märchen aus Asien.

So ganz habe ich nicht eintauchen können in diese Welt zwischen Dies- und Jenseits mit einem besonderen Kampf zwischen gut und böse. Schlangen spielen eine Rolle, ein mysteriöses Meer, Tote und Untote, Magie, Talismane. Dazu zwischen Kämpfen und Beschwörungen eine Liebesgeschichte, die immer wieder vergessen werden muss. Verwirrend, obwohl zeitweise wirklich spannend.

Im Nachwort schreibt die Produzentin dieses Buches: "... geht es um die Geschichte... einer Seelenjägerin, die sich als Mann verkleidet, um ihren Liebsten zu schützen." Weiter "...Der Roman umfasst eine Vielzahl von Genres. Es ist eine Fantasy-Romanze, die in der Joseon-Dynastie spielt, ein spektakulärer Okkultismus-Thriller und eine Coming-of-Age-Geschichte für eine Vielzahl von Figuren".

Die Buchschnitte:

Sehr hübsch gemacht, aber ein reines Lesevergnügen wollte sich bei mir nicht einstellen.

Samstag, 30. Dezember 2023

Gelesen: ELAYNE - Rabenseele

ELAYNE - Rabenseele von Jessica Bernett (Historische Fantasy)

ISBN 978-3-03896-241-0
Sternensandverlag GmbH, Zürich

Warum dieses Buch? Die Fortsetzung der vorherigen Bücher:

Band 1: Rabenkind
Band 2: Rabenherz
Band 3: Rabenschwur

Klappentext/Rückseite:
Ein merkwürdiger Schauer überkam Elayne, kalt und voller Vorahnung. Es war, wie König Artus gesagt hatte: Die Schnüre um Britannien zogen sich zu. Der Sturm, den sie schon vor Jahren gespürt hatte, gewann an Heftigkeit...
Ein tiefer Riss zieht sich durch die Tafelrunde, der sie zu zerbrechen droht. Lancelot scheint machtlos gegen die Saat des Verrats, die vor langer Zeit gepflanzt wurde. In Zeiten, in denen Freunde zu Feinden werden, begibt sich Elayne zusammen mit ihrer Tochter Nimue auf die Suche nach dem lange verschollenen Druiden Merlin. Ihr Sohn Galahad indes muss sich entscheiden zwischen seinem Erbe als Gralshüter und der Treue zu König Artus. Wird sich das Schicksal des Rabenkindes schlussendlich erfüllen?

Dieses Buch ist ein furioses Finale der Geschichte um König Artus und Gwenhwyfar, Lancelot und Elayne sowie ihrer Kinder Galahad und Nimue. 

Eine Geschichte von Missverständnissen und Verrat, Liebe, Waffengewalt und unendlicher Trauer. Galahad und Artus' Tochter Anna sowie Morgaine, Nimue und Merlin finden ihren Weg. Lancelot und Elayne sind getrennt und doch vereint, voller Frieden.

Was bleibt, ist Hoffnung.

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Gelesen: ELAYNE - Rabenschwur

ELAYNE - Rabenschwur von Jessica Bernett (Historische Fantasy)

ISBN 978-3-03896-219-9
Sternensandverlag GmbH, Zürich

Warum dieses Buch? Die Fortsetzung der beiden vorherigen Bücher.

Klappentext/Rückseite:
Wo die Nacht den Tag berührt, suchst du den Pfad, der hinter die Nebel führt.
Schlafe tief, lass dich gleiten und dir durch schwarze Schwingen den Weg geleiten.
Zwölf  Jahre sind ins Land gezogen. Zwölf Jahre, in denen Elayne und Lancelot an der Nordküste Britanniens zur Ruhe kamen. Ihr Glück wird allerdings von düsteren Neuigkeiten überschattet, als ein alter Freund mit trauriger Kunde aus dem Zauberwald zurückkehrt. Zudem steckt König Artus in Schwierigkeiten und Lancelot begibt sich nach Camelot, wo ihn eine gefährliche Mission erwartet. Elayne zieht es indes zurück in ihre alte Heimat Corbenic. Doch ist sie für die Geheimnisse ihres Großvaters tatsächlich schon gewappnet?"

Elayne und Lancelot haben eine Festung mit Dorf aufgebaut, Galahad ist inzwischen ein Jugendlicher mit einer Schwester Nimue. Gawain kommt aus dem Zauberwald mit seinem kleinen Sohn zu ihnen, wo er sechs Jahre, die in der restlichen Welt zwölf sind, mit seiner Frau gelebt hat, die einem Überfall zum Opfer gefallen ist. Der Sohn Glyn bleibt bei Elaynes Familie, während Gawain sich nach Camelot aufmacht.
Nimue wird so krank, dass Morgaine geholt wird, die als einzige zu helfen weiß. Lancelot bringt seine Tochter aus guten Gründen nach Avalon, auf dem Rückweg hört er Neuigkeiten, die seinen Weg nach Camelot lenken. Währenddessen schließt Elayne in Corbenic mit ihrem Vater Frieden, Galahad lernt seinen Groß- und Urgroßvater kennen.

Nun, die erste Hälfte des Buches setzt die nette mittelalterlich anmutende Erzählung von Elayne und Lancelot fort, bevor in der zweiten Hälfte sich die Ereignisse überschlagen und die Handlung an Tempo gewinnt. Am Ende gibt es einen Cliffhanger, denn Nimue muss sich auf eine Suche begeben.

Wieder sehr gern gelesen, Band Nummer vier liegt bereit.

Sonntag, 10. Dezember 2023

Gelesen: ELAYNE - Rabenherz

 ELAYNE - Rabenherz von Jessica Bernett (Historische Fantasy)

ISBN 978-3-03896-031-7
Sternensandverlag GmbH, Zürich

Warum dieses Buch? Vor einiger Zeit habe ich den ersten Band der Reihe gelesen, und es ergab sich, dass eine Bücherfreundin sich die weiteren Bände kaufte und nach dem Lesen weiterschickte, danke. Nach diesem Buch liegen noch Band drei und vier bereit.

Klappentext/Rückseite:
Welche Möglichkeit bleibt dir, wenn eine Prophezeiung dein ganzes Leben überschattet?
Du suchst einen Weg, Licht zu finden.
"Elayne von Corbenic führt dieser Weg nach Camelot, zur legendären Festung von König Artus. Hier muss sie erkennen, dass ihr Herz noch immer an jenen Mann gebunden ist, der es einst zerbrach. Und dass nicht nur ihr eigenes Leben im Schatten einer finsteren Weissagung steht..."

Elayne verlässt Corbenic mit ihrem kleinen Sohn in Begleitung ihres Dieners und Freundes Liam, der unterwegs seine Braut trifft und heiratet. Zunächst wenden sich ihre Schritte in Richtung Caer Luel, wo Elayne hofft, ihren Großvater zu sehen, der aber mit seiner Frau Morgaine nicht anwesend ist. Statt dessen wird sie die Gefangene ihres Onkels (Cousins? Manchmal sind die Verwandtschaftsbeziehungen mir nicht klar.) Schließlich wird sie befreit und setzt, nach guten Gesprächen mit der liebenswürdigen Morgaine, ihren Weg fort.

Ursprünglich wollte sie mit ihrem Sohn nach Avalon und ihn dort in aller Ruhe aufwachsen sehen, aber schließlich folgt sie doch einer Eingebung, und ihre kleine Reisegruppe wendet sich nach Camelot. Dort hat Taegan, Liams Frau und inzwischen Freundin von Elayne, schon früher gelebt. Elayne verdingt sich als Küchenmagd, später wird sie von ihren Verwandten, Rittern der Tafelrunde, erkannt und wird Hofdame von Königin Gwenhwyfar.

Sie wollte ihren Sohn Gal seinem Vater vorstellen, jedoch hält sich Galahad/Lancelot derzeit verwundet in Astolat auf.

Nun wird sehr ausführlich das (scheinbar) mittelalterliche Hofleben geschildert, die einzelnen Charaktere ausgearbeitet, vom Alltag erzählt.

Irgendwann kehrt Lancelot zurück, und es entwickelt sich erneut eine zarte Liebesgeschichte, es gibt eine schwere Krankheit in Camelot, ein Mittsommerfest, ein Gerichtsverfahren - viel Aufruhr. Am Ende scheint es das Klügste zu sein, dass Elayne und Lancelot heiraten und mit Gal das Königreich verlassen. Aber zuvor entwickelt Elayne noch einen Plan, der helfen könnte, den Fluch zu brechen.


Solide Unterhaltung, wieder sehr gern gelesen. König Artus und seine Tafelrunde werden hier sehr viel freundlicher und lebensnaher, zugänglicher geschildert als in anderen Artus-Büchern.

Und es folgt der Griff zu Band drei.

Sonntag, 29. Oktober 2023

Gelesen: Sapphique

Sapphique von Catherine Fisher (Dystopie)
aus dem Englischen unter identischem Titel
ISBN 978-3-7645-3081-5
Verlagsgruppe Random House

[Die ABC 2023 Lese-Challenge - B 14 Ein Buch in dem es um Magie / Zauberei geht]

Warum dieses Buch? Es ist die Fortsetzung von Incarceron.
(Nun doch nicht als Dystopie einsortiert, sondern als Magie.)

Klappentext:
"Finn ist die Flucht aus dem lebendigen Gefängnis geglückt, doch er ist noch längst nicht frei, denn sein Bruder Keiro ist noch immer in Incarceron gefangen. Claudia besteht darauf, dass er der König sei, doch Finn selbst zweifelt an seiner Identität. Ist er wirklich der lang verloren geglaubte Prinz Giles? Oder sind seine Erinnerungen falsch und während seiner Gefangenschaft in ihn eingepflanzt worden? Kann man wirklich frei sein, solange alle, die einem wichtig sind, sich noch in Haft befinden? Kann man wirklich frei sein, wenn man nicht weiß, wer man ist?
Im Inneren von Incarceron hat der verrückte Magier Rix den Handschuh von Sapphique gefunden, des einzigen Menschen, den das Gefängnis wirklich geliebt hat. Sapphique, der im lebenden Gefängnis Incarceron den Wunsch geweckt hat, seiner eigenen Natur zu entkommen. Wenn Keiro den Handschuh stiehlt, wird das Ende der Welt unabwendbar sein... Egal, ob im Gefängnis oder außerhalb seiner Mauern suchen alle die wahre Freiheit.
Wie einst Sapphique..."

Wie schon beim ersten Band sagt der Klappentext alles und nichts.
Finn lebt im Schloss und soll Claudia heiraten, doch dann taucht jemand auf, der behauptet, der wahre Prinz zu sein. Die Königin spinnt ihre Intrigen. In all dem Durcheinander gelingt es Finn und Claudia gelegentlich, mittels eines Schlüssels Kontakt zu Keiro und Attia herzustellen, welche ihrerseits in den Welten Incarcerons haarsträubende Abenteuer bestehen müssen.
Hier setzt auch meine Kritik an: Das Buch ist gut, aber einige dieser Abenteuer hätte sich die Autorin sparen können, sie lassen die Geschichte etwas langatmig werden.

Am Ende ist alles gut. Die Welten, wie sie bekannt waren, sind zerstört, aller Illusionen beraubt, aber es besteht Hoffnung auf einen kompletten Neuanfang.

Gern gelesen.

Freitag, 22. September 2023

Gelesen: Incarceron

Incarceron von Catherine Fisher (Dystopie)
aus dem Englischen unter identischem Titel
ISBN 978-3-7645-3080-8

Verlagsgruppe Random House

[Die ABC 2023 Lese-Challenge - A 2 Ein Buch mit einem Cover, dass Du besonders schön findest]

Warum dieses Buch? Ich bin dem wunderschönen Cover verfallen und hatte keine Vorstellung davon, was mich erwarten würde, wohl eine Art gruseliger Fantasy? Da das Original in einem Kinder-/Jugendbuchverlag erschienen war, sollte es aber nicht zu gruselig sein...

Ich hätte es in der Challenge auch unter "Dystopie" einsortieren können, aber dafür habe ich dann den Folgeband.

Klappentext:
"Incarceron ist ein Gefängnis von so gigantischer Größe, dass sich in seinem Inneren nicht nur Zellen und enge Korridore, sondern auch Wälder, Großstädte und ganze Meere befinden. Finn ist einer der Häftlinge dieses Gefängnisses. Er erinnert sich nicht an seine Vergangenheit, ist jedoch fest davon überzeugt, von Außerhalb zu stammen. Und er will nichts mehr, als dorthin zurückzukehren - obwohl Incarceron seit Jahrhunderten dicht versiegelt ist und der Legende nach nur ein einziger Mensch je aus ihm entfliehen konnte.

Claudia lebt im Außerhalb, in einer Gesellschaft, in der jeder technische Fortschritt verboten ist, insgeheim jedoch alles von seelenlosen Computern gesteuert wird. Es scheint nur so, als befände Claudia sich hier in Freiheit. Denn die junge Frau, die der gehobenen Schicht entstammt, kennt keinen sehnlicheren Wunsch, als ihrem Leben im goldenen Käfig zu entrinnen - und dem schrecklichen Schicksal, das ihr eigener Vater für sie vorgesehen hat.

Finn ist eingekerkert hinter undurchdringlichen Mauern, Claudia lebt im trügerisch schönen Außerhalb. Und doch sind sie beide gleichermaßen Gefangene von Incarceron..."

Dieser Klappentext ist gut und verrät doch nichts. Incarceron ist mehr als ein Gefängnis, und die Bewohner in den unterschiedlichen Flügeln haben ihre eigenen Hierarchien, bekämpfen einander mit Gewalt und Grausamkeit. Gleichzeitig ist Incarceron selbst lebendig, verändert sich nach Belieben, und überall sind die roten Lichtaugen, die alle überwachen.

Finn hat immer wieder eine Art epileptischer Anfälle, in denen er Dinge sieht, von denen er nicht wissen könnte, wenn er nicht wäre, wer er eigentlich ist.

Claudias Vater ist der Hüter von Incarceron und setzt alles dran, die Macht über das Außerhalb zu bekommen und spinnt seit vielen Jahren Intrigen.

Es entwickelt sich ein unglaublich spannendes fantastisches Abenteuer, in dessen Verlauf sich jeder in der Tiefe seiner Seele neu finden kann.

Da der Roman mit einer Teil-Lösung endet (ich gucke gerne vorzeitig auf die letzten Seiten), bin ich froh, den zweiten Band seit ein paar Tagen hier zu haben, damit geht es gleich weiter.

Donnerstag, 15. Juni 2023

Gelesen: ELAYNE - Rabenkind

ELAYNE - Rabenkind von Jessica Bernett (Historische Fantasy)

ISBN 978-3-906829-77-7
Sternensandverlag GmbH, Zürich

[Die ABC 2023 Lese-Challenge -  C 4 Ein Buch des Fantasy-Genre]

Warum dieses Buch? Eine Bücherfreundin hat es gelesen, für gut befunden und mir geschickt. (Danke)

Klappentext/Rückseite:
Eine Prophezeiung, der sie nicht entkommt.
Eine Bürde, die sie kaum tragen kann.
Eine Liebe, zart, zerbrechlich und bedroht von
Lügen, Intrigen sowie dem Spiel der Macht.

"Die junge Elayne von Corbenic wächst im Norden Britanniens in einer düsteren Festung auf. Ihr Vater, König Pelles, ist besessen von einer Vision, die Elaynes Mutter kurz vor ihrem Tod gehabt haben soll. Demnach wird Elayne die Mutter des größten Helden aller Zeiten. Dafür opfert der König alles: das Wohlergehen seines Volkes und die Liebe seiner Tochter.
Die Legende von König Artus erwacht erneut zum Leben"

Elayne und die Mitglieder des königlichen Haushaltes führen ein recht bodenständiges Leben. Elayne fängt Krebse, geht auf die Jagd, hilft in der Küche oder auch ihrer Amme beim Versorgen von Kranken. Die Töchter Ihrer Ziehmutter sind wie Schwestern für sie.

Eines Tages begegnet sie einem Barden, den sie mit an den Hof bringt. Er hat viele praktische Talente und unterstützt den Stallmeister, holt mit Elayne vor dem Winter ihr Einhorn nach Hause, bildet die Dorfbewohner an den alten Waffen aus, die sie in den Kellern der Burg finden. Elayne verbringt viel Zeit mit "ihrem" Barden, der abends tatsächlich auch Lieder singt, sie knüpfen zarte Bande. Seinen Namen hatte er mit "Galahad" angegeben, doch König Pelles hat einen Verdacht...

Insgesamt ist es eine Erzählung um Randfiguren der Artus-Legende, Galahad hat noch einen anderen Namen, unter dem er bekannter ist, von Elayne hatte ich noch nie gehört. Auch von König Pelles nicht, wohl aber von anderen Königen und auch Morgaine, die kurz in der Geschichte auftauchen. Als angenehm habe ich empfunden, dass hier der Focus auf der weiblichen Seite liegt. Es scheint der erste Band von dreien zu sein, aber er kann auch als abgeschlossene Erzählung gut für sich allein stehen.

Sehr gern gelesen!

Mittwoch, 3. August 2022

Gelesen: Ein Tanz mit Drachen

Ein Tanz mit Drachen von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 10/10
Aus dem Amerikanischen "A Dance with Dragons"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-7645-3102-7

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Wahre Macht kennt keine Liebe.

"Das Schicksal des Nordens entscheidet sich in Winterfell, wohin Stannis Baratheon mit Feuer und Schwert gezogen ist, um Arya Stark aus den Fängen Roose Boltons zu befreien - oder bei dem Versuch zu sterben. Währenddessen schmieden Lord Wyman Manderley und Arnolf Karstark ihre eigenen verräterischen Pläne.

In Meeren steht Daenerys Targaryen zwischen zwei Freiern. Hidzahr zo Loraq, ein Adliger aus alter ghiscarischer Abstammung, und Quentyn Martell von Dorne halten um ihre Hand an. Für einen der beiden muss Daenerys sich wohl oder übel entscheiden. Doch könnte sie ihrem Herzen folgen, würde sie ihren Liebhaber Daario Naharis heiraten, einen Soldaten, so wild und grausam wie ihr Drache Drogon.

An der Mauer schmiedet derweil Jon Schnee Bündnis um Bündnis gegen die Anderen. Dabei wird er zwar von der zwielichtigen Priesterin Melisandre unterstützt, doch kann er auch auf die Loyalität seiner eigenen Männer vertrauen?"

Durch diesen letzten Band habe ich mich regelrecht durchgearbeitet, ohne rechte Freude. Immer mehr neue Personen kommen ins Spiel, dafür verschwinden liebgewonnene Charaktere im Nirgendwo. Die Beschreibung - immer wieder - von Kälte und Schnee, von Mahlzeiten und Kleidung, Wappen und Familienzugehörigkeiten sind ermüdend. Der plötzliche Tod von Lieblingsfiguren (Jon Schnee!!!) und das Verschwinden im Nirgendwo (Jaime mit der Jungfrau von Tarth, Bran unter dem Wehrbaum, wo bleiben Rickon und Sansa?) und das weiterhin offene Ende der Geschichte von Arya sind enttäuschend.

Am Ende wird Aerys (der nach Abstammung wahre König) aus dem Hut gezaubert und der übergangsweise Regent kurzerhand erledigt. 

So weit, so nicht gut. Es ist bekannt, dass weitere Bücher folgen sollen, ob sie das Wirrwarr um die "offenen Enden" (Schicksale weiterer Personen) nun auflösen sollen oder nicht, interessiert mich jetzt nicht mehr.

Nicht nur für diesen Band sondern alle zehn:

Besonders abstoßend - trotz guter Lesbarkeit und Sprache allgemein - empfand ich die Schilderungen von Brutalität und Missbrauch, nicht nur die Details, sondern auch die Ausdrücke. Es wird genauestens beschrieben, wie Finger, Füße, Arme, Köpfe rollen, Blut läuft, Haut abgezogen wird, sondern auch, wie brutal mit den Frauen verfahren wird, Schilderung von Ausscheidungen... Die Ausdrucksweise in diesen Zusammenhängen empfand ich als ausgesprochen ordinär/vulgär. Nichts für zarte Seelen.

Somit habe ich mein Jahresprojekt abgeschlossen.

Band 1 - 3 habe ich gern gelesen, Band 4 und 5 waren ermüdend, Band 6 war der nach meiner Meinung beste Teil der Geschichte, es gab mehr Spannung und überraschende Wendungen. Alle folgenden Teile waren mehr oder weniger mein Pflichtprogramm. Einmal wurden Teile der Geschichte chronologisch in einem falschem Band erzählt (die Reise von Samwell, Goldy und dem alten Maester), so etwas sollte nicht vorkommen.

Mittwoch, 6. Juli 2022

Gelesen: Der Sohn des Greifen

Der Sohn des Greifen von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 9/10
Aus dem Amerikanischen "A Dance with Dragons"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-7645-3104-1

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Auch nach dem Krieg kann es keinen Frieden geben.

"In Essos* herrscht Daenerys Targaryen über eine Stadt, die auf Staub und Tod errichtet wurde. Die Sklaverei und der Sklavenhandel von Meereen gehören zwar der Vergangenheit an, aber die Freiheit ihrer Untertanen ist noch immer bedroht. Denn nicht nur die Söhne der Harpyie planen den Untergang der Barbarenkönigin und ihrer Drachen, die gesamte zivilisierte Welt von Volantis bis Quarth ist in Aufruhr.

Allerdings sind nicht nur Feinde, sondern auch Freier und Prinzen auf dem Weg zu Daenerys. Einer von ihnen ist Tyrion Lennister, ein verurteilter Mörder. Einer seiner Gefährten ist der Sohn des Greifen. Ihn umgibt ein gefährliches Geheimnis, das Daenerys' Anspruch auf den Eisernen Thron von Westeros zunichte machen könnte.

An der Mauer versucht Jon Schnee, der neue Lord Kommandant der Nachtwache, seine Männer auf den kommenden Winter und die Lange Nacht vorzubereiten. Aber wird er, umgeben von Feinden und falschen Freunden, konfrontiert mit Wildlingen, Wiedergängern und Stannis Baratheon, den richtigen Weg finden? Derweil hat Brandon Stark endlich das Ziel seiner langen Reise erreicht. Was wird ihn die dreiäugige Krähe, die ihm Flügel versprochen hat, wirklich lehren?

* Originalklappentext. Eine Stadt "Essos" habe ich nicht gefunden. Daenerys lebt in Meereen.

Und weiter geht's.
Allerdings stimmt in diesem Band die Struktur bzw. der zeitliche Ablauf nicht. Während  in Buch 8 Samwell, Maester Aemon, Goldy und der Wildlingsprinz bereits auf der Reise sind, wird hier praktisch ein Rückgriff gemacht zur Entscheidungsfindung und den Beginn ihrer Reise. (Das, obwohl auf dem Vorsatzblatt explizit steht: "vollständig durchgesehen und überarbeitet".) Ansonsten hat Jon Schnee das Zeug, mich immer wieder etwas versöhnlich zu stimmen.

Die Flucht von Tyrion hat ihre freundlichen Momente, und es ist etwas an ihm, das mir Achtung abringt. Mehrfach vom Schicksal und seiner Familie schlecht behandelt, am Ende Mörder seines Vaters, so geht trotzdem eine Art stoischer Ruhe von ihm aus. Und er entdeckt das Geheimnis des "Sohnes des Greifen."

Die Drachenkönigin in ihren exotischen Ländern kann mich immer noch nicht für sich einnehmen, sie wirkt sehr bemüht, aber das Drumherum ist arg konstruiert, selbst für Fantasy.

Die Abschnitte über das weitere Schicksal von Theon Graufreud, ehemals Mündel von Eddard Stark, ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. (Abgesehen von der Genialität des Autors, eine so komplexe Welt zu erschaffen inklusive einer derartigen Menge von Handelnden, frage ich mich allen Ernstes, wie krank ein Geist sein muss, der im Stande ist, sich solcherlei auszudenken.)

Gelegentlich stöbere ich im Anhang mit den Familienzugehörigkeiten und Verpflichteten, dabei fiel mir auf, dass dort Königin Cersei und Margaery als des Hochverrats angeklagt und gefangen gesetzt benannt wurden. Davon wurde noch nicht berichtet, greift also vor.

Da ich heldenhaft diese neun Bücher durchgehalten habe, geht es nun weiter mit dem zehnten und letzten Buch!

Gelesen: Die dunkle Königin

Die dunkle Königin von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 8/10
Aus dem Amerikanischen "A Feast of Crows"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26860-3

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Unheilvolle Ruhe herrscht in den Sieben Königslanden.

"Die Lage in Westeros stabilisiert sich, end endgültiger Sieg der herrschenden Lennisters ist in greifbare Nähe gerückt. Allmählich kehren Gesetz und Ordnung in weite Teile des vom Krieg verwüsteten Landes zurück. Doch die Königin Regentin Cersei findet keine Ruhe. Nach dem tragischen Verlust ihres erstgeborenen Sohnes und der Hochzeit ihres zweitgeborenen, des Kindkönigs Tommen, mit der ungeliebten Margaery Tyrell drehen sich ihre Gedanken nur noch um die Frage, wie sie der künftigen Königin eine Falle stellen kann, um deren Regentschaft zu verhindern.

Während sie bei Hof ihre Intrigen spinnt, beginnt es im Süden errneut zu brodeln, und die Eisenmänner holen zu einem vernichtenden Schlag gegen das Reich aus. Cersei verliert zunehmend die Fähigkeit, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. So verleiht sie den Predigern des wieder erwachten Glaubens große Macht und übersieht dabei, wie leicht die gesponnenen Ränke sich gegen sie selbst richten könnten..."

Wie zuvor in den anderen Büchern wird in jedem Kapitel das Augenmerk auf eine andere Person gerichtet und deren Abenteuer ausführlich beschrieben, nur um dann für lange Zeit wieder aus der Geschichte zu verschwinden, wobei unklar bleibt, wer weiterzieht oder doch stirbt. Auch vermeintlich dahin geschiedene Personen erleben gelegentlich eine Auferstehung. Gut wird zu böse und böse wird gut, oder zumindest ein bisschen gut, anfangs lang und breit dargestellte Zusammenhänge verlieren sich für den Leser zwischen Schlachtengetümmel und Brutalitäten.

Einzig Jon Schnee bleibt sich selber treu und versucht dabei, gerecht zu sein. Bran begibt sich auf eine abenteuerliche Reise fernab von jeglichem Gemetzel, aber der Verbleib des kleinen Rickon ist nach wie vor unklar.

Sonntag, 22. Mai 2022

Gelesen: Zeit der Krähen

Zeit der Krähen von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 7/10
Aus dem Amerikanischen "A Feast of Crows"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26859-7

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Der Krieg der Fünf Könige ist vorbei.

"Dieser Krieg hat nicht nur den Starks, den Baratheons,, den Lennisters und den Graufreuds, sondern auch den anderen großen und kleineren Häusern einen entsetzlichen Blutzoll abverlangt. Weite Teile von Westeros sind verwüstet, die Ernten vernichtet. Und der Winter naht unbarmherzig.

Der Kindkönig Tommen Baratheon auf dem Eisernen Thron ist viel zu jung, um wirklich zu regieren, und seine Mutter, die Regentin Cersei Lennister, ist nach dem Tod ihres Vaters Lord Tywin vor allem damit beschäftigt, ihre Macht zu erhalten und sich gegen zahlreiche Rivalen zu verteidigen.

In Dorne verlangen die Sandschlangen, die Töchter von Prinz Oberyn Martell, lautstark Rache für den Tod des erschlagenen Prinzen. Und Prinzessin Arianne, Fürst Dorans Tochter, verfolgt eigene gefährliche Pläne. Auf den Eiseninseln brechen nach dem Tod von König Balon Graufreud Nachfolgestreitigkeiten aus, während Brienne, die Jungfrau von Tarth, eine Mission verfolgt, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt zu sein scheint. Die Zeit der Krähen bricht an - und ohne eine starke Hand droht dem Reich der Untergang.."

Dieser Band ist nicht ganz so spannend wie das vorhergehende Buch, insbesondere, weil auch hier eine Herrscherfamilie (die bisher nur am Rande eine Rolle spielte) samt ihrer Verflechtungen, Sitten und Gebräuche bzw. Religion, sehr ausführlich beschrieben wird, was bei mir wieder zu einen gewissen Ermüdung geführt hat.

Aber inzwischen fällt auf, dass viele weibliche Hauptpersonen als überaus starke und durchsetzungsfähige Frauen geschildert werden, nicht alle gehören zu den "Guten"... Königin Cersei ist sehr durchtrieben beispielsweise, das ist bekannt, aber die Stark-Töchter, Brienne und einige mehr sind recht beeindruckend mit ihrem Werdegang.

Gelesen: Die Königin der Drachen

Die Königin der Drachen von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 6/10
Aus dem Amerikanischen "A Storm of Swords"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26847-4

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Jenseits der Mauer erheben die drei Drachen ihre Häupter

"Daenerys Targaryen, die letzte aus dem Geschlecht der Drachenkönige, bereitet sich darauf vor, das Meer zu überqueren und mit einer großen Streitmacht in die Sieben Königslande einzumarschieren. Flankiert von ihren drei jungen Drachen, zieht sie an der Spitze der Armee der Unbefleckten von Stadt zu Stadt und verstärkt ihr Heer mit Söldnerbanden, Waffen und Pferden. Seit ihrer Zeit bei den Dothraki ist ihr Sklaverei in jeder Form ein Gräuel. Und sie ist entschlossen, diese Geißel der Menschheit ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

Derweil schwinden Robb Starks Chancen auf einen Sieg über die Lennisters. Seine letzte Hoffnung ist es, das Haus Frey durch die Ehe seines Onkels Edmure Tully mit einer Tochter Lord Walder Freys erneut an sich zu binden

Danach beabsichtigt er, die verräterischen Eisenmänner aus seiner Heimat zu vertreiben und den Norden zurückzuerobern. Doch in Königsmund hat sich die Macht von Rosengarten König Joffrey angeschlossen, und Lord Tywin Lennister, die Hand des Königs, schmiedet eigene Pläne, das Reich zu vereinen und all seine Feinde endgültig zu vernichten.

Die größte Gefahr für die Sieben Königslande droht unterdessen weiterhin aus dem Norden, von wo aus die Wildlinge aufbrechen, um den gesamten zivilisierten Süden mit Krieg zu überziehen. Allein Jon Schnee, Robb Starks Halbbruder, steht zwischen dem Reich und totaler Anarchie..."

Die Spannung aus dem Cliffhanger von Band 5 konnte nicht gehalten werden, dieser Band beginnt mit der Geschichte einer anderen Person aus dessen Perspektive.

Trotzdem ist dieses nach meiner Meinung das bisher beste und mitreißendste Buch aus dieser Serie. Es kommt zu vielen überraschenden Wendungen und unerwarteten Persönlichkeitsentwicklungen, wobei die reine blutige Waffengewalt ein bisschen weniger geschildert wird. Entsprechend hatte ich diesen Band innerhalb einer knappen Woche gelesen.

Dienstag, 12. April 2022

Gelesen: Sturm der Schwerter

Sturm der Schwerter von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 5/10
Aus dem Amerikanischen "A Storm of Swords"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26846-7

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Der Krieg um die Macht in den Sieben Königreichen weitet sich aus

"In den Sieben Königreichen tobt ein blutiger Bürgerkrieg. Ein Anwärter auf den Thron ist bereits tot, sein zweiter in Ungnade gefallen, doch der erbitterte Machtkampf in Westeros geht mit unverminderter Heftigkeit weiter.
Noch immer widersetzt sich Robb Stark, Herr von Winterfell, dem tyrannischen Haus Lennister, obwohl seine Schwester als Geisel am Hof des Kind-Königs Joffrey gefangen gehalten wird. Doch plötzlich sehen sich die Kämpfer aus Winterfell einer neuen Gefahr gegenüber. Aus dem Norden greift eine Barbarenarmee die Königreiche an, Ihre Vorhut bilden scheinbar unaufhaltsame Horden übernatürlicher Kreaturen, die mordend und brandschatzend aus dem Verfluchten Wald hinter dem Großen Wall hervorbrechen. Und jenseits des Meeres schart die verbannte Königin Daenerys Targaryen eine gewaltige Armee um ihr Banner. Sie weiß, dass bald die Zeit kommen wird, mit Hilfe der drei letzten Drachen in den Kampf um die Krone von Westeros einzugreifen."

[Anmerkung: Während ich in der ersten Hälfte des Buches alles über fiktive Schlachten und Grausamkeiten las, brach in der Ukraine der Krieg aus mit Grausamkeiten, die alles Andere als fiktiv waren und sind. Die ersten vier Wochen war mein Kopf von den täglichen Nachrichten über immer mehr Katastrophen und deren Konsequenzen derart beansprucht, dass ich zunächst nicht weiterlesen konnte. Irgendwann ging es dann wieder, was mich zu der Frage führt, inwiefern sich das Gehirn anzupassen im Stande zu sein scheint... Jedenfalls habe ich es vorgestern beenden können, und ich werde am Wochenende zu dem Folgeband greifen.]

Es geht weiter mit Intrigen und Schlachtengetümmel der schlimmsten Art. Verstümmelungen, Vergewaltigungen und eine insgesamt in der wörtlichen Rede gebrauchte recht derbe bis vulgäre Sprache stehen im Vordergrund.

Es ist spannend genug geschrieben, so dass man die Abenteuer von Jon, den Kindern Bran, Rickon, Arya und Sansa sowie Tyrion gern verfolgt. Einzig Daenerys nervt mich ohne Ende...

Nach meiner Meinung hat besonders dieser Band etliche Längen, so dass gut und gern ein Drittel hätte gekürzt werden können, Im letzten Kapitel werden dann neue Personen (als hätten wir davon nicht schon nicht genug) eingeführt, und es endet mit einem fulminanten Cliffhanger.

Gelesen: Die Saat des goldenen Löwen

Die Saat des goldenen Löwen von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 4/10
Aus dem Amerikanischen "A Clash of Kings"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26821-4

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Zwietracht und Verrat herrschen in den Sieben Königreichen

"Der Bürgerkrieg um die Herrschaft über die Sieben Königreiche hat ganz Westeros zerrissen und entsetzliche Verheerungen angerichtet. Die Ernten sind vernichtet, und die großen und kleinen Häuser haben einen schrecklichen Blutzoll entrichtet.
Der grausame Kindkönig auf dem Eisenthron erweist sich als unfähig zu regieren, und seine Mutter, die Regentin, ist vor allem damit beschäftigt, ihre Macht gegen vermeintliche und echte Rivalen abzusichern.
Arya Stark nutzt das Durcheinander am, Königshof, um zu fliehen, doch der Weg nach Hause nach Winterfell ist weit - und gefährlich. Und das liegt nicht nur an den Soldaten der verschiedenen Kriegsparteien, die noch immer durch die Lande ziehen.
Denn während Westeros sich im Innern selbst zerfleischt, formieren sich jenseits seiner Grenzen weitere Gegner. Einer dieser Gegner ist noch weit entfernt, auf einem anderen Kontinent - doch Daenerys Targaryen, die Mutter der Drachen, ist gewillt, jedes erdenkliche Risiko einzugehen, um die Krone zurückzugewinnen, die rechtmäßig die ihre ist..."

Das Abschlachten geht weiter, aber die Intrigen auch. Wir lernen einige Protagonisten neu und besser kennen, ein Schwerpunkt liegt auf Daenerys, die ich leider bisher so gar nicht mag. Da liegt mir schon eher der "Gnom", der durch Intelligenz brilliert und gelegentlich direkt menschliche Züge aufweist.

Meine Sympathie gilt weiterhin Jon von der Nachtwache, der es in eisiger Kälte mit den Nicht-Menschen aus der Welt hinter der Mauer zu tun hat.

Die Abenteuer der Drachenmutter scheinen mir allzu sehr an den Haaren herbei gezogen, Fantasy hin oder her, und haben zeitweise zu einem gewissen Ermüdungseffekt geführt.


Ich hatte dieses Buch Anfang Februar fertig gelesen und war dann gleich mit dem nächsten Band angefangen...

Freitag, 21. Januar 2022

Gelesen: Der Thron der sieben Königreiche

Der Thron der sieben Königreiche von George R.R. Martin (Fantasy)

Das Lied von Eis und Feuer 3/10
Aus dem Amerikanischen "A Clash of Kings"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26822-1

Hier ist der Originaltitel anders. Da in der deutschen Ausgabe die Originalbände jeweils auf zwei Bücher aufgeteilt sind, werden diese also gemäß Seitenzahlen vermerkt, wieder mit Appendix. Der umfangreiche Anhang variiert je nach Handlungsverlauf der Geschichte, am Ende macht es mir immer Spaß, die Familienverhältnisse nachzulesen. Auch hier sind wieder auf den inneren Umschlagseiten hinten und vorn Karten des Kontinents "Westeros" abgebildet.

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Die Zeichen stehen auf Sturm

"Zehn Jahre dauerte der Sommer in Westeros, und genauso lange währte die Zeit des Friedens in dem Sieben Königreichen. Doch nun hält der grimmige Winter Einzug, und in seinem Gefolge brechen schlimme Zeiten an. Robert Baratheon, der König auf dem Eisenthron, und Lord Eddard Stark, der Lord von Winterfell, sind tot. Sie wurden Opfer einer Intrige, deren Ausmaß noch gar nicht abzuschätzen ist.
Für Eddards Sohn Robb bedeutet dies, dass er im Alter von gerade einmal fünfzehn Jahren die Herrschaft über Winterfell - und damit über den ganzen Norden von Westeros - antreten muss. Und noch während er um die Anerkennung und den Respekt seiner Untertanen ringt, bricht im Reich ein Bürgerkrieg aus.
Joffrey, der grausame Sohn von Königin Cersei, hat den Thron bestiegen, auf dem vor ihm Robert Baratheon gesessen hatte. Doch auch Stannis und Renly Baratheon, seine Brüder, machen ihre Ansprüche geltend - und nicht nur sie. Überall in den Sieben Königreichen werden Pläne geschmiedet, denn die Anwärter auf den Eisenthron sind zahlreich - und keiner von ihnen schreckt vor Krieg und Aufruhr zurück, um seine Pläne in die Tat umzusetzen. Robb Stark hat keine andere Wahl als sich zunächst auf Joffreys Seite zu schlagen, denn der junge König hält seine Schwestern als Geiseln. Und während die mächtigen Häuser um die Macht in dem zerrissenen Land streiten und ein verhängnisvolles Omen am Himmel erscheint, wächst hoch im Norden, jenseits der Mauer, eine noch viel größere Gefahr heran..."

Mehr Blut, mehr Sex, mehr Intrigen.

Wie schon in den vorherigen Büchern liegt in jedem Kapitel der Focus auf einer anderen Person mit deren Lebensumständen, Kämpfen, Gedanken. Bei jedem Wechsel war ich neu überrascht davon, weil ich gerade noch in den Gefühlen und Gedanken von jemand anderem versunken war. Diese Wechsel fungieren wie kleine Cliffhanger, man will unbedingt wissen, wie es weitergeht, und die Spannung bleibt durchgehend erhalten.

Sehr amüsant finde ich teilweise die Namen, die manchmal sehr gewollt erscheinen, vielleicht durch die Übertragung vom Englischen ins Deutsche, manchmal eher englisch geblieben sind, auf jeden Fall aber häufiger eine Anspielung auf bestimmte Orte, Eigenschaften, Verwandtschaften enthalten. Zudem haben viele wichtige Personen auch noch Spitznamen. Das ist gelegentlich verwirrend, aber je tiefer man in der Geschichte drin ist, desto einfacher wird es.

Im Verlaufe des Lesens habe und hatte ich Lieblingspersonen, die aber auch einem Wandel unterlegen sind, die Protagonisten durchlaufen einige charakterliche Entwicklungen, so dass einst unsympathische oder egoistische Personen durch ihre Erlebnisse zu reifen scheinen oder plötzlich hinterlistige Wesenszüge zeigen.

Auch diesen Band habe ich wieder sehr gern gelesen und greife gleich zur Fortsetzung!

Montag, 10. Januar 2022

Gelesen: Das Erbe von Winterfell

Das Erbe von Winterfell von George R.R. Martin (Fantasy)
Das Lied von Eis und Feuer 2/10
Aus dem Amerikanischen "A Game of Thrones"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26781-1

Der amerikanische Titel ist übrigens gleichbleibend "A Game of Thrones" und trägt die Seitenzahlen von - bis plus Appendix. Es ist jeweils hinten ein langer Anhang vorhanden, der die Familienverhältnisse und -zugehörigkeiten erklärt, außerdem sind in jedem Buch auf den inneren Umschlagseiten hinten und vorn Karten des Kontinents "Westeros" abgebildet.

Warum dieses Buch? Siehe hier.

Klappentext:

Verfall bedroht die Sieben Königreiche

"Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im hohen Norden verlassen, um bei Hof in Königsmund als Hand - als Roberts Berater und Stellvertreter - zu dienen. Doch was schon beim Besuch seines Freundes auf Winterfell zu erkennen war, wird am Königshof noch viel deutlicher:
Robert Baratheon ist nicht mehr der Mann, der er früher war - der mutige und instinktsichere Feldherr, der einst gemeinsam mit Eddard Stark die Herrschaft über die Sieben Königreiche eroberte. Stattdessen ist er ein schwacher König der nicht in der Lage ist den Intrigen rund um den Eisenthron Einhalt zu gebieten.
Und in diese Intrigen wird Eddard Stark als die rechte Hand Robert Baratheons immer tiefer hineingezogen. Der Lord von Winterfell ist ein geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert entgegenstellen würde - aber die Ränke der Mächtigen sind nichts, was man mit einem Schwert bekämpfen kann. Auch dann nicht, wenn man die Hand des Königs ist..."

Interessanterweise beruhen alle mir bekannten Fantasy-Romane auf einem überwiegend mittelalterlichen Setting, so auch diese Reihe. Es wimmelt von edlen Rittern und aufwändigen Rüstungen, Schwertern, Streitäxten und mehr. Es werden blutige Schlachten geschlagen, so mancher Kopf rollt, dazu gibt es eine Menge Sex, gewollten und ungewollten.

Weiterhin haben wir mit seltsamen Wesen, Untoten, Schattenwölfen und Drachen zu tun, Götterhainen mit Bäumen, die Gesichter tragen, und vielem mehr - vermutlich ist dieses nur der Anfang.

Wie schon im ersten Band (ich finde es nett, bei jeder Buchbesprechung etwas hinzuzufügen) lernen wir viele Personen kennen - die einzelnen Kapitel tragen ihre Namen im Titel - deren Entwicklung wir im Laufe der Geschichte mitverfolgen können.

Auch diesen Wälzer habe ich in kürzester Zeit verschlungen und freue mich auf den nächsten Band.

Freitag, 7. Januar 2022

Gelesen: Die Herren von Winterfell

Die Herren von Winterfell von George R.R. Martin (Fantasy)
Das Lied von Eis und Feuer 1/10
Aus dem Amerikanischen "A Game of Thrones"
Blanvalet/Random House
ISBN 978-3-442-26774-3

Warum dieses Buch? Die Serie wurde mir von einer Tochter empfohlen, und die Bücher belagern seit längerer Zeit mein Regal.

Klappentext:

Die letzten Tage des Sommers sind gekommen

"Eddard Stark, der Lord von Winterfell, lebt mit seiner Familie im kalten Norden des Königreichs Westeros, und er weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon stirbt, soll Eddard an dessen Stelle treten. Für die Zeit, die er am Königshof aufbringen muss, überträgt Eddard die Herrschaft über Winterfell an seinen Erben Robb - während sich sein Bastardsohn Jon den Kriegern der Nachtwache anschließt. Doch Robert Baratheon ist nicht mehr der starke Herrscher, der er einst war, und um den Eisernen Thron scharen sich Intriganten und feige Meuchler. Eddard sieht sich plötzlich von mächtigen Feinden umzingelt und muss hilflos zusehen, wie seine vielköpfige Familie in alle Winde zerstreut wird. Die Zukunft des gesamten Reiches Westeros steht auf dem Spiel..."

Wer Fantasy mag und nichts gegen blutige Kämpfe in Büchern hat, kann seine Freude daran haben. Die ersten ungefähr dreißig Seiten brauchte dieses erste Buch meine ungeteilte Aufmerksamkeit, denn es gilt nicht nur eine vollkommen fremde Welt zu erfassen, sondern auch viele Namen zu lernen.

Ganz bewusst habe ich vorher die Verfilmung bzw. Serie nicht angesehen, um mir nicht die Freude an diesen Büchern zu verderben.

Ich habe dieses Buch zügig durchgelesen, und es geht sofort mit Band zwei weiter.

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Gelesen: Golden Darkness

Golden Darkness
Stadt aus Licht & Schatten von Sarah Rees Brennan (Fantasy/Jugendbuch)
Aus dem Englischen "Tell the Wind and Fire"
Ravensburger Buchverlag
ISBN 978-3-473-40174-1

Warum dieses Buch? Man darf mich einfach nicht auf eine Buchhandlung loslassen. Außerdem: Das Cover hat Schuld.

Klappentext
"Er zog mich auf seinen Schoß, beugte den Kopf herab und drückte mir einen Kuss auf die Lippen, kurz und heiß wie ein Sonnenstrahl, der auf eine Glasscheibe trifft. Er hielt meine Hände an seine Brust gepresst und hinderte mich mit einem Bein daran, zu entkommen.
Ethan ließ mir immer die Möglichkeit, eine Berührung oder einen Kuss zu beenden. Noch nie hatte er mich so angefasst, dass ich mich gefangen fühlte.
Er sah vertraut aus, aber er fühlte sich nicht vertraut an. Er lächelte mich an und als ich dieses süße, freche Grinsen erkannte, schien der weiße Raum zu verschwimmen, als wären wir auf einmal unter Wasser.
"Hi Süße", sagte der Doppelgänger."


Rückseite:
"Die junge Lichtmagierin Lucie weiß, wie man überlebt: mit der perfekten Maskerade. Seit sie aus der verarmten Dunkelstadt Brooklyn in die reiche Lichtstadt Manhattan geflohen ist, spielt sie das brave, dankbare Mädchen an der Seite des wohlhabenden Ethan. Doch Lucies scheinbar heile Welt gerät aus den Fugen, als ein geheimnisvoller Fremder auftaucht: Carwyn, ein Magier aus der Dunkelstadt mit einer spöttischen Zunge, einem gefährlichen Lächeln - und Ethans Gesicht."

In einem New York der Zukunft, unterteilt in eine Licht- und eine Dunkelstadt, herrscht eine Handvoll reicher "Lichtmagier" und bestimmt das Schicksal der armen Leute. Licht- und Dunkelmagier leben in einer seltsamen Symbiose, dazu kommen die Doppelgänger, die erschaffen werden, um Leben zu retten, selber aber in der Dunkelheit bleiben müssen.

Es kommt zu einer Rebellion, in der Lucie, Ethan und sein Doppelgänger Carwyn Schlüsselrollen spielen, alle drei 17jährige Teenager.

Eine Geschichte um Liebe, Vertrauen und Schuld in einer Welt, die ganz ordentlich ausgestaltet ist, der aber trotzdem ein wenig Feintuning noch gut getan hätte.

Keine große Literatur, aber eine Geschichte, die sich gut weg liest und dabei unterhält.

Sonntag, 23. August 2020

Abgebrochen: Hoffnungsschatten

Hope & Despair: Hoffnungsschatten von Carina Mueller (Fantasy)
impress/Carlsen Verlag
ISBN 978-3-551-30060-7
Band 1/3

Warum dieses Buch? Ich bin einer Empfehlung aus der Büchergruppe gefolgt. Das ist schon ein paar Jahre her. (Ich arbeite sozusagen meinen SuB ab.)

Klappentext:
"Wahre Gegensätze finden immer zueinander.

Sie sind buchstäblich ein Geschenk des Himmels: Zum Dank für die heimliche Rettung eines schiffbrüchigen Ufos bekam die amerikanische Regierung einst zwölf übermenschliche Babys geschenkt. Sechs Mädchen und sechs Jungen - jeweils für die guten und die schlechten Gefühle der Menschen stehend. Dies ist genau siebzehn Jahre her und die Babys sind nicht nur groß geworden, sondern wurden auch voneinander getrennt. Während Hope und die anderen fünf Mädchen sich als Probas dem Guten im Menschen verpflichten, verhelfen die männlichen Improbas dem kriminellen Untergrund zu Geld und Macht. Bis zu dem Tag, an dem die Improbas ihre Gegenspielerinnen aufspüren und nur Hope entkommen kann. Mit ihrem Gegenpart Despair dicht auf den Fersen..."

Das ewige Spiel von gut/böse liest sich flott weg, die Story ist simpel, Spannung wird aufgebaut.

Trotzdem breche ich ab. Mich stört massiv die Verwendung von Alltags- bis hin zur Vulgärsprache, außerdem die Schilderung von Grausamkeiten und Folter. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Die Trilogie umfasst folgende Bände:
1. Hoffnungsschatten
2. Hoffnungsnacht
3. Hoffnungsstunde

Ich werde sie komplett weggeben.

Sonntag, 24. Februar 2019

Gelesen: Die Saat des weißen Drachen

Die Saat des weißen Drachen - Fantasy-Epos (Gesamtausgabe: Die Savanten) von Uwe Eckardt
Kindle-eBook
Diese Gesamtausgabe der beliebten Fantasy-Reihe Die Savanten enthält beide Teile der abgeschlossenen Serie:
    Band 1: Heimkehr
    Band 2: Drachenstimme
Warum dieses Buch? Noch eines, das ich via Prime kostenlos auf den Reader laden konnte.

Klappentext (Amazon):
"Hast du dich schon mal gefragt, woher die Märchen und Legenden über Drachen, Trolle und all die anderen sagenhaften Geschöpfe eigentlich kommen?
Was wäre, wenn sie nicht nur der Fantasie der Geschichtenerzähler vergangener Zeiten entsprungen sind?
Was, wenn uns nur ein dünner Schleier von einer magischen Welt voller wundersamer Wesen trennt?
Hättest du den Mut, ihn zu zerreißen?
Um sein Leben zu retten, bleibt Finn keine Wahl. Er muss den Sprung durch den Schleier wagen und stolpert sogleich in ein turbulentes Abenteuer, von dessen Ausgang nicht weniger als die Zukunft einer ganzen Welt abhängt. Und als ob das nicht schon genug wäre, muss er sich auch noch mit den magischen Kräften auseinandersetzen, die überraschend in seinem Inneren erwachen. Ganz zu schweigen von dem weißen Drachen, der für seine Hilfe eine sonderbare Gegenleistung erwartet ..."

Der Einstieg ist etwas holprig, erzählt wird von Finn, der nach einer Kopfverletzung eine besondere Fähigkeit entwickelt hat, er kann Mengen innerhalb Sekundenbruchteilen erfassen - eine Savant-Begabung, die sonst vermutlich nur Autisten haben. Er wird entführt und kommt in ein von der Außenwelt abgeschottetes Gebiet, wo er mehr Menschen trifft, die besondere Fähigkeiten haben, und muss ständig für Experimente zur Verfügung stehen, bis Dr. Edmundo ihn auswählt, bestimmte Versuche mit seinen Computern zu machen... am Ende gibt es eine Explosion und eine Flucht, auf die sie seine neuen Freunde mitnehmen... und in einer anderen Daseinsebene ankommen.

Die Erde ist wie unsere, aber das ist auch schon alles. Es gibt jede Menge seltsamer Lebewesen, die direkt aus Märchen und Fabeln zu stammen scheinen, zwei menschliche Völker und Drachen! Die Freunde erleben Abenteuer, entwickeln ihre teils magischen Fähigkeiten, erleben eine erste Liebe... und müssen nicht weniger als die Ordnung der Welt wieder herstellen.

Was mich gestört hat:
- Viele Ausdrücke aus unserer aktuellen Umgangssprache.
- Viele Grammatikfehler.

Mit Sicherheit ist dieses hier keine "hohe Literatur" - ABER: Die Geschichte hat mich gefesselt, ich mochte gar nicht aufhören zu lesen, ich wurde allerbestens unterhalten.