Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joël Dicker (Roman)
aus dem Franzöischen "La Vérité sur l'Affaire Harry Quebert"
Piper Verlag, München
ISBN 978-3-492-05600-7
Warum dieses Buch? Ich habe es von einer lieben Bücherfreundin bekommen, und es wartet schon eine ganze Zeit darauf, gelesen zu werden.
Klappentext:
"Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor dreiunddreißig Jahren verschollenen Nola handelt und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors - und auf der Suche nach Inspiration für seinen nächsten Roman - fährt Goldman nach Aurora, und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln."
---Ich habe den Klappentext wie immer nur abgetippt, die enthaltenen Grammatikfehler stehen genau so auf dem Umschlag, ich musste mehrfach gucken, und es widerstrebte mir eigentlich.---
Ich wurde gefragt, ob dieses Buch ein Krimi sei. Klare Antwort "jein." Es ist viel mehr, was sich wie eine Schachtel-in einer Schachtel-in einer Schachtel-Geschichte entwickelt. (Oder, wie letztens in einer anderen Buchbesprechung bereits einmal bildhaft gesagt, eine Matrjoschka.)
Es ist die Geschichte über das Bemühen, ein Buch zu schreiben.
Es ist die Geschichte einer Männerfreundschaft.
Es ist eine Liebesgeschichte.
Und es ist auch eine Geschichte über einen Kriminalfall.
Auf jeden Fall haben wir es hier mit einem ganz und gar ungewöhnlichen Buch zu tun, das immer wieder überrascht durch unerwartete Wendungen.
Der Roman bewegt sich durch unterschiedliche Zeitebenen, was auch immer wieder deutlich gemacht wird durch das Aufgreifen von erzählender wörtlicher Rede mit Schilderung einer Begebenheit, die bereits früher beschrieben wurde.
Das Buch liest sich flüssig, und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.


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