Emmas Glück von Claudia Schreiber (Roman)
Reclam Verlag Leipzig
ISBN 3-379-00805-2
Warum dieses Buch? Es war ein Geschenk.
Klappentext:
"Noch ein letztes Mal will der sterbenskranke Max das Land sehen, wo er den einzigen Traumurlaub seines jungen Lebens verbrachte. Um die Reise finanzieren zu können, bricht er nachts in die Autofirma ein, in der er bisher gearbeitet hat. Doch er wird dabei überrascht und flieht Hals über Kopf mit einem gestohlenen Ferrari. Die Fahrt endet an einem Baum auf dem Gelände eines einsam gelegenen Bauernhofs. Das laute Krachen des zerschellenden Autos reißt die Bäuerin Emma jäh aus dem Schlaf: Sie zerrt den bewusstlosen Fahrer ins Haus, zieht ihn aus und verarztet ihn - nicht ohne ihn neugierig zu betrachten und zu betasten. Der gut gebaute Kerl scheint nicht ernsthaft verletzt zu sein. Emma sucht seine Papiere im Auto und findet einen Plastikksack voller Dollarnoten. Kurz entschlossen versteckt sie das Geld im Stall und zündet das Unfallauto an. Als die Polizei am nächsten Tag ermittelt, mimt Emma die Ahnungslose - mit gutem Grund: Einsam und völlig verschuldet, sehnt sie sich seit Jahren nach zweierlei: nach einem Mann und nach Geld. Nun ist ihr beides vor die Füße gefallen. Doch damit beginnt erst eine tragikomische Liebesgeschichte mit einem völlig überraschenden Ende..."
Eine überraschend berührende Geschichte von Emma, die als Kind misshandelt und missachtet wurde, sich einen Schutz ihrer Seele aufgebaut hat zwischen Unrat im Hause und einem liebevollen Verhältnis zu ihren Tieren, mit denen sie gelegentlich spricht, und Max, der seit seiner Kindheit im Schatten seines vermeintlich tüchtigeren, auf jeden Fall gerissenen Freundes stand. Max, der an Krebs leidet, aber nicht drüber sprechen möchte, dem es zusehends schlechter geht, und Emma, deren Panzer langsam aufbricht, nähern sich allmählich an, finden zueinander. Das Ganze ist geschrieben in einer sehr prosaischen Sprache, die gelegentlich deftig daher kommt, ohne plump zu sein. Am Ende stirbt Max auf überraschende Weise, und trotzdem ist gleichzeitig alles gut.

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