Montag, 2. Februar 2026

Exazerbation

Fünfter und letzter Tag Prednisolon. Die akuten Probleme sind im Griff, ansonsten geht es aber so nicht weiter, neuerdings ist mein SpO2 nachts viel zu niedrig. Jedenfalls so weit ich meiner FitBit glauben darf, die alle paar Tage einen Näherungswert ermittelt. Keine Frage, dass mich jede "Belastung" überproportional anstrengt. Extra in "", denn der Begriff ist relativ zu verstehen.

Jede Menge Gedanken im Kopf, die ich vor dem nächsten Arzttermin erstmal durchsortieren muss.

Update 14.02.2026:
Und schon wieder... Mittwoch ging es mir noch super, hatte sogar eine doppelte Physio-Zeit mit Kraftübungen an Geräten. Ab Donnerstag ging es dann rapide bergab. Gestern wieder keine Chance auf mehr als die kurzen Wege innerhalb der Wohnung. Als dann gegen Abend mein Sauerstoffwert dauerhaft in den niedrigen 80 Prozenten war, habe ich dann wieder zu den Tabletten greifen müssen. Also wieder vier oder fünf Tage Stoßtherapie. Damit immerhin geht es mir heute besser. Dieser Winter schafft mich einfach!

Update 15.03.2026:
Nächste Attacke war dann am 03.03. - wieder fünf Tage Prednisolon. Ich.Mag.Nicht.Mehr.

Da die Hoffnung ja zuletzt stirbt, hoffe ich auf einen für mich guten Sommer. Kraft schöpfen für das nächste Winterhalbjahr.

Update 11.04.2026:
Es nimmt kein Ende. Die jetzt vierte Exazerbation  in kurzen Abständen, Fühle mich gerade von meinen Ärzten nicht wirklich ernst genommen, vielleicht jammere ich zu wenig herum? Bekomme alle Medis, die ich möchte/brauche, stehe ansonsten luftlos da und bin froh, meinen Haushalt wenigstens minimal in Ordnung halten zu können. Mit Pausen. Vielen Pausen. An rausgehen ist gar nicht zu denken gerade.
Übrigens hat die Hausärztin andere Vorstellungen als mein Lungenfacharzt bisher, der aber beim letzten Termin nicht sehr motiviert schien, da er alle Kassenpatienten abgibt (er wird auch nicht jünger) und ich die neue Ärztin in der Praxis erst im Juni kennen lernen werde. Genug geheult, ich muss mich kümmern.

Update 17.04.2026:
Irgendwas stimmt nicht. Nach zwei Tagen Pause ging das Theater mit meiner Lunge wieder los. Auffallend schon seit kürzlich ist der extrem niedrige SpO2 von 65-76%, mit dem ja kein Mensch mehr krauchen kann. Und dass das Prednisolon drei Stunden bis zum Wirkungseintritt braucht, incl. einer Extradosis von 20 mg. Normal ist das nicht.
Letzte Nacht sehr gelitten, nicht geschlafen, unglaublich gefroren, kurz von 5:00 Uhr bis 8:00 Uhr geschlafen, übermüdet. Aber so allmählich fällt der Groschen bei mir.
Ich habe ja ACOS, also eine nicht unerhebliche Asthmakomponente zur COPD, die allerdings mit meinen üblichen Medikamenten gut kontrolliert war. Nun aber, Klimawandel und Einwanderung neuer Pflanzen geschuldet (vermutlich) äußern sich meine Symptome komplett anders, mehr wie ein akuter Infekt mit Hals- und Kopfschmerzen, Schniefnase und brodelndem Husten. Test heute läuft.
Cortison sofort abgesetzt, Antihistaminikum rauf, alle vier Stunden eine Tablette, genauso Berodual jetzt mal alle vier Stunden statt nur bedarfsweise.
Könnte sein, ich habe endlich das Rätsel gelöst. Nicht eine Exazerbation nach der anderen sondern anhaltende schwere Asthmaanfälle. Ich freu mich schon auf das erste Kennenlernen mit meiner neuen Ärztin in meiner alten Praxis.

Update 10.05.2026:
Und ist es noch nicht gut, ist es nicht das Ende.
Es folgte wenige Tage später eine richtig schlimme Bronchitis mit durchgehusteten Nächten und absoluter Schwäche. Dann war ich irgendwann ein paar Tage gesund, da folgte der nächste "Einbruch" von Luftlosigkeit. Es ist einfach nicht lustig, nachts auf der Bettkante einen SpO2 von unter 70 % zu haben. Im Moment ist alles gut, ich laboriere mit Prednisolon, das nur, weil ich fast 16 Jahre Erfahrung damit habe. So konnte ich wenigstens zwei schöne Termine innerhalb acht Tagen genießen. (Obwohl Taxifahren mangels Fähigkeit, auch kürzere Fußwege problemlos zu bewältigen, mir inzwischen den Status einer "Premium-Kundin" bei Hansa-Taxi eingebracht hat.)

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