Montag, 4. Oktober 2021

Gelesen: Unsere allerbeste Zeit

Unsere allerbeste Zeit von Gaby Hauptmann (Roman)
Piper Verlag, Taschenbuch
ISBN 978-3-492-06267-1

Warum dieses Buch? Wieder ein Tochterbuch zur weiteren Verwertung.

Klappentext:
"Eigentlich hat Katja alles, was Frau braucht: ein gemütliches Apartment mitten in Hamburg, einen tollen Job, Freunde, bei denen sie sich aufgehoben fühlt. Aber als ihre Freundin Doris anruft, um ihr zu erzählen, dass sie zu Hause gebraucht wird, bricht Katja spontan alle Brücken ab. Kurzerhand zieht sie zurück in ihre alte Heimat. Sie möchte näher bei ihrer Mutter sein, deren Demenz nicht mehr zu leugnen ist Der Umzug wird für Katja auch eine Reise in die Vergangenheit, zu ihrer besten Freundin und ihrer alten Liebe. Doch die Rückkehr an den Ort, der so vertraut und altbekannt erschien, gestaltet sich abenteuerlicher, als sie sich das vorgestellt hatte...
«Unsere allerbeste Zeit» ist immer die, die hinter uns liegt - oder vor uns. Nie die, die wir gerade erleben. Und das ist ausgerechnet dann, wenn man sich vermeintlich am wohlsten fühlt, nicht wirklich logisch. Aber was ist schon logisch, wenn das Leben selbst die Entscheidungen trifft."


Rückseitentext:
"Wenn dir das Leben eine Frage stellt...
... dann brauchst du Mut für die Antwort. Du kannst zögern oder zupacken.
Als für Katja der Hilferuf aus der Heimat kommt, folgt sie ihren Gefühlen und packt zu. Sie gibt ihre Stadt und ihren guten Job auf, und sich um ihre Mutter zu kümmern. Wieder daheim genießt sie das Zusammensein mit ihren alten Freunden, aber es tun sich auch ungeahnte Hindernisse auf. Ziemlich große sogar, findet Katja. Und sie fragt sich, ob ihre schnelle Entscheidung dem Leben standhält?"

Oh je, Gaby Hauptmann... ihr erstes Buch "Suche impotenten Mann fürs Leben" hatte ich seinerzeit in einer langen Nacht in einem Rutsch gelesen und mich dabei herrlich amüsiert. Nachdem ich vier oder fünf weitere ihrer Romane gelesen hatte, war ich mit ihr "durch": Alle gleich und für mich längst nicht mehr lustig. Aber das war in den 1990er Jahren, ich war jünger - und die Protagonistinnen auch. Ich ging also nicht ohne Vorbehalte an dieses Buch

Leider ist das Muster der Handlung gleich geblieben: Alleinstehende, getrennte Frau stürzt ins Chaos, lernt sehr spezielle Charaktere kennen inklusive einer (natürlich) großen Liebe, und am Ende wird alles gut.

Der Schreibstil von Gaby Hauptmann ist flüssig, das Buch sehr gut zu lesen, unterhaltend ist es auch. Zentrales Thema ist hier die beginnende Demenz ihrer Mutter, ein Thema, das derzeit sehr aktuell ist und auch mich persönlich anspricht. Allerdings kommt es mir zu weichgespült daher.

Probleme im Job lassen sich mit Hilfe der Freunde lösen, da eine Selbständigkeit winkt, die Familienprobleme werden leichter durch die vorher kaum gekannte Schwägerin mit ihren Kindern... und so weiter, und so fort.

Nette Lektüre für ein verregnetes Wochenende, aber nicht mehr.

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