Ich beginne diese Buchbesprechung ein wenig anders als sonst, da es ein Weiterlesen bzw. erneutes Lesen war und ich schon einmal darüber geschrieben hatte.
Klappentext:
"Im 5. Jahrhundert ist Dubh Linn ("dunkler Teich") kaum mehr als eine Furt ins Marschland mit einer Wassermühle und ein paar Bauernhöfen. Hier herrscht Fergus, der Viehhändler und Clanhäuptling. Er achtet die keltische Tradition, bis er miterleben muss, dass deren Hüter, die Druiden, seiner Tochter Deidre und seinem Schwiegersohn ein übermenschliches Opfer abverlangen. Erst am Ende seines langen Lebens wird Fergus Zeuge, wie die Macht der Druiden gebrochen wird: Der ebenso charismatische wie gerissene Patrick, ein früherer Sklave, bekehrt immer mehr Menschen zum Christentum, und auch Deidres Sohn fühlt sich zu dem Missionar hingezogen.
Nach der Invasion der Wikinger wird Dublin 841 eine bedeutende Hafenstadt. Fergus' Nachfahren müssen zwischen den Besatzern und den alteingesessenen Familien lavieren, um ihren Besitz in stürmischen Zeiten zu wahren. Nur zögernd schließen sie sich dem großen irischen Fürsten Brian Boru an, der den Wikingern 1014 in der Schlacht von Clontarf die Stirn bietet.
Auch in der Folge wird Dublins Unabhängigkeit immer wieder gefährdet: Die englischen Tudorkönige haben die Bedeutung der Stadt an der Liffey-Mündung erkannt und versuchen sie zu erobern...."
Hier meine Buchbesprechung aus 2014
Seitdem stand es als beständige Erinnerung in meinem Bücherregal. Jetzt endlich war für mich die richtige Zeit, es komplett zu lesen.
Man darf es sich nicht als durchgehenden Roman vorstellen, im Wesentlichen erzählt es von der Geschichte Irlands/Dublins unter Zuhilfenahme fiktiver familiärer Schicksale und Strukturen, die über die Jahrhunderte immer wieder anhand besonderer Eigenschaften oder Dinge miteinander verknüpft werden, so dass man die Familien wieder erkennt.
Als mir dann einfiel, dass ich mir aus Dublin ein kleines Buch über die Geschichte Irlands mitgebracht hatte und ich dann parallel immer mal wieder darin las, war ich sehr erfreut festzustellen, dass sich der Autor des Romans sehr eng an die tatsächlichen Begebenheiten - sofern sie denn überhaupt erforscht werden konnten - gehalten hat und viele tatsächlich gelebte Personen eingeflochten hat.
A Pocket History of Ireland von Joseph McCullough
Verlag: Gill & Macmillan, Dublin
ISBN 978-0-7171-4729-8
Knapp tausend Jahre irischer Geschichte wurden mir damit vermittelt, und ich habe das Buch (die Bücher) gern gelesen. Wer sich aber einen spannenden Roman erhofft, ist mit diesem Buch nicht so gut bedient. Da sich die frühe Geschichte Irlands, insbesondere die vor dem europäischen Mittelalter, sehr von der gut bekannten kontinentaleuropäischen und eng verbundenen britischen unterscheidet, hat dieses Buch meinen Wissensdurst gestillt.



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