Dienstag, 20. September 2022

Bus 250

Geschrieben am 11. Dezember 2022

Der brennende LKW unter den Elbbrücken hat für ein großes Chaos im ÖPNV gesorgt. Unbeschreiblich, welche Hürden ich auf dem Weg zu meinem allwöchentlichen Termin zu meistern hatte! Für junge und gesunde Menschen wohl kein Problem, aber für alte und/oder behinderte Leute führte das spontan zu fast unlösbaren Problemen.

Der Freundlichkeit des Praxispersonals ist es geschuldet, dass ich meine Infusion trotz erheblicher Verspätung und Mittagspause der Praxis ohne Wartezeit bekam.

Der Rückweg mit einem nicht funktionierenden Schienenersatzverkehr war anders, aber ebenfalls für mich sehr schlimm.

Insgesamt war ich von 10:00 bis 15:00 Uhr unterwegs, wovon meine Infusion nur 15 Minuten brauchte.

In den folgenden Wochen, in denen der Bahnverkehr weiterhin unterbrochen war, fuhr ich mit dem Bus. Die Linie 250 fährt direkt nach HH-Altona, von wo ich mit der S-Bahn die restliche Strecke in die City zurücklegen konnte. Das kostete mich zwar viel Zeit, schonte aber meine Kraft und Nerven ungemein!

Die Busfahrten fand ich sehr interessant, wann hat frau mal die Gelegenheit, durch die Logistikzentren zu fahren? Deshalb habe ich ein paar Fotos davon gemacht, Hamburg, wie es nicht jeder kennt - schon gar keine Touristen.









Freitag, 16. September 2022

Muckibude

Nachgeschrieben am 11.01.2023

In meiner Zeit des nicht lesen Dürfens habe ich wirklich alles Mögliche fotografiert.

Heute nehme ich Euch mit in meine Muckibude aka Physiotherapie-Praxis. Hier also ein paar Geräte, von denen einige mir helfen sollen, Muskulatur und Atmung günstig zu beeinflussen.

Immerhin ist dies mein Freitagzuhause seit etwas mehr als fünf Jahren.





Donnerstag, 15. September 2022

Grauer Star Augen-OP

Hier erzählt am 08.12.2022

Bereits im Frühjahr merkte ich, dass ich "irgendwie" nicht richtig gucken konnte. Ich packte mein begonnenes Puzzle ein, der Frühling und Sommer brachen über nicht nur mich herein, und fast täglich saß ich mit meinem Buch auf meiner Terrasse.


Ich ertappte mich dabei, wie ich immer wieder das rechte Glas meiner Lesebrille putzte, doch vermeintliche Flecken waren gar nicht drauf. Irgendwann fiel dann bei mir der Groschen und ich dachte, bevor ich meinen Optiker reich mache, sollte ich doch mal meine Augenärztin beehren. Nach einem kurzen Telefonat mit ihr bekam ich bereits für zwei Tage später einen Termin. Oha! Das sah nach einer gewissen Dringlichkeit aus!

Man mag von IGEL-Geschichten halten, was man möchte, die Krankenkassen behaupten ja gerne, dass alles Notwendige übernommen wird, und was selbst zu zahlen sei, wäre überflüssig, trotzdem habe ich zwei Untersuchungen selber bezahlt. Die Lachnummer ist nämlich, dass, wenn diese Untersuchungen einen Befund ergeben, die notwendige Behandlung dann von der Krankenkasse übernommen wird.

Langer Rede kurzer Sinn, meine Linsentrübung auf dem rechten Auge ermöglichte mir nur noch eine Sehkraft von 40%, was eine unbedingte Indikation für eine OP war. In der Augenklinik bekam ich einen Termin für den 07.09. um 16:20 Uhr.

Aber es gab noch im Juli eine Vorstellung in der ambulanten Klinik mit nochmaliger Untersuchung, Augentropfen und einer weiteren "individuellen Gesundheitsleistung" zwecks Ermittlung der für mich bestmöglichen Linse. Die Augentropfen waren für mich überraschend, und als ich später ins Freie trat, fühlte ich mich sehr geblendet. "Natürlich" hatte ich keine Sonnenbrille dabei, mangels Erfahrung hatte ich damit ja nicht gerechnet. Meine Idee, noch ein wenig durch die Spitaler- und Mönckebergstraße zu spazieren, war damit natürlich hinfällig. Ich ging dann etwas unsicheren Schrittes zurück zum Hauptbahnhof, wo ich erstmal einen Kaffee brauchte.


Nun denn, auf, auf zur OP. Etwas unruhig war ich schon, frau macht das ja nicht jeden Tag! Zunächst hieß es wieder warten, warten, warten. Dann die nun bereits bekannten Augentropfen, wieder warten. Es folgte eine neue Untersuchung, diese Untersuchungen bedeuten allesamt, dass man in irgendwelche Gerätschaften schaut, Lichter oder Symbole sieht. Wieder warten. Nochmal Tropfen. Wieder warten.

Irgendwann, ich war die letzte Person im Wartezimmer, und es war mittlerweile ungefähr 18:30 Uhr geworden, wurde ich dann zur OP aufgerufen. Ich wurde in einen Raum geführt, der wohl so eine Art Schleuse war, jedenfalls bekam ich schneller als ich "piep" sagen konnte von Kopf bis Fuß hübsche hellblaugrüne Plastiküberzieher angekleidet, meine Handtasche verschwand in einem Schließfach, der Schlüssel wurde irgendwo an meinen feinen Kittel befestigt; alsdann folgte ich der netten Assistentin in den OP, wo schon weitere Patienten ihrer Augenversorgung harrten zwecks Entlassung.

Auf eine schmale Liege sollte ich mich bitte legen, was zunächst schwierig war, da ich wegen meiner kranken Lunge immer eine ganz leichte Oberkörpererhöhung benötige. Aber auch das bekam man in den Griff: Ein kleines Polster wurde mir unter den Rücken gepackt, dafür musste ich meinen Kopf auf einer Art Rolle ein wenig nach hinten strecken, kein Problem. Wohin mit den Händen? Am besten unter den Allerwertesten oder die Oberschenkel legen, damit sie nicht im Weg sind.

Nun ging es los. Bekanntermaßen ist ja in allen medizinischen Einrichtungen immer noch Maskenpflicht, nun wurde mein Kopf inklusive Maske mit einem weiteren blaugrünen Plastikteil abgedeckt, welches nur eine Öffnung für das zu operierende Auge hatte. Nun, meine Atmung machte mir keinerlei Probleme, das fand ich sehr beruhigend.

Der Doc kam hinzu und setzte mir eine Spritze. Ich kann ja einiges ab, aber die war für mich wirklich beängstigend. Die Injektion erinnert ungefähr an eine Betäubung beim Zahnarzt, nur dass ich die natürlich schon häufiger bekommen habe und sie "kenne", aber direkt oberhalb des Wangenknochens in den unteren Bereich des Auges, das ist schon sehr besonders. Damit ich die richtige Position beibehielt, musste ich die ganze Zeit in ein blaues Licht blicken, welches die Assistentin links von mir hielt. So, diese Injektion war das Unangenehmste überhaupt an diesem Eingriff! Übrigens wird jede Aktion kommuniziert, ich wusste zu jeder Zeit, was gerade passierte. Die Mitarbeiterin drückte mit irgendwas  nun unter dem Auge herum, damit sich das Medikament richtig verteilen konnte. Außerdem gab es für kurze Zeit noch eine Art Druckverband aufs Auge.

Jetzt schritt der Operateur zu Werke. Ich sah während der ganzen Zeit nur ein sehr helles Licht und fühlte, dass ich permanent Flüssigkeit ins Auge bekam. (Anm.: Die Linse wurde zertrümmert, weggespült und abgesaugt. Danach wurde die neue Linse hineingeschoben. Wikipedia und diverse medizinische Seiten beschreiben diesen Vorgang ganz gut.)

Ganz zum Schluss sah ich viele sich drehende bunte Kreise, so dass mir kurz schwindlig wurde. Aber das war es auch schon! Ins Auge kam eine Salbe, dann wurde eine Augenklappe fixiert, die nun über Nacht draufbleiben sollte bis zur Kontrolle am nächsten Tag.

Ich wurde zurück zur Schleuse gebracht, mir wurde meine hübsche Plastikkleidung genommen, meine Tasche zurückgegeben, und es stand eine Tasse Kaffee für mich bereit. (Vor der OP war ich gefragt worden, ob ich hinterher Sekt, Kaffee oder Apfelschorle möchte.) Auf meine Frage, wann ich denn meinen Sohn anrufen könne zwecks Abholung, hieß es "sofort". Er hatte schon ganz in der Nähe auf meinen Anruf gewartet, so dass wir um 19:30 Uhr die Praxis verließen.

Ungern wäre ich allein nach Hause gefahren, vor allem gegangen, denn so einäugig ist die räumliche Orientierung nicht unbedingt gegeben.

Den Tag haben wir dann zum größten Teil auf der Terrasse beendet.

Am nächsten Vormittag hatte ich den Kontrolltermin. Inzwischen konnte ich den Weg gut allein bewältigen, es ist schon erstaunlich, wie schnell sich das Gehirn anpasst! Augenklappe also ab, nochmalige Untersuchung, abschließender Sehtest. Rezept für Augentropfen. Eine Augenklappe sollte ich zum Schlafen und Duschen für ein paar Tage tragen, festgeklebt mit Leukosilk. Zum Schlafen okay, beim Duschen fiel sie ab, habe ich weggelassen und einfach nur das Auge geschlossen.

Nach Hause gefahren (das alles zu der Zeit sehr umständlich, dazu später mal mehr), Rezept eingelöst, zum Optiker meines Vertrauens gegangen und die rechten Lesebrillengläser ausgetauscht gegen Fensterglas.

Leseverbot!

Genau eine Woche später Kontrolltermin bei meiner Augenärztin. Neues Rezept, weil ich die Augentropfen nicht gut vertragen habe (Konservierungsmittel!). Komplettes Leseverbot bis zum "Brillentermin" am 09. November. Maximal kurz das Fernsehprogramm lesen, denn fernsehen blieb mir erlaubt. Natürlich auch Verbot von Augen-MakeUp wegen des Reibens beim Entfernen.

Dienstag, 6. September 2022

Gelesen: Das Gold der Fugger

Das Gold der Fugger von Peter Dempf  (Historischer Roman)

ISBN 978-3-404-17768-4
Bastei Lübbe Taschenbuch

Warum dieses Buch? Als ich im vergangenen Jahr an einer Buchhandlung vorbeikam, habe ich spontan drei historische Romane eingepackt. Dieses ist einer davon, zu den anderen später mehr*.

Klappentext:
"Von Augsburg nach Prag - Eine abenteuerliche Reise im Tross der Fugger
Lange stand Agnes' Vater als Fuhrwerker in Diensten der Fugger. Eines Tages aber wird ihm vorgeworfen, Gold gestohlen zu haben. Weil ein junger Patriziersohn ihn beschuldigt, reichen den Gerichtsherrn drei Münzen als Beweis, um ihn auf dem Schindanger hinzurichten. Agnes ist jedoch von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Sie muss wissen, was wirklich geschehen ist. Eine Spur weist nach Prag, zum letzten Reiseziel ihres Vaters. Mit Hilfe des Fuhrwerkers Hannes schließt sie sich einem Fuggertross an und macht sich unter Lebensgefahr auf den Weg..."

Eine linear erzählte Abenteuergeschichte aus dem Mittelalter, liest sich gut weg und ist mäßig spannend. Kann man lesen, kann man aber auch lassen.


*Die beiden anderen Romane von Peter Dempf sind:
1) Die Geliebte des Kaisers - spielt im frühen Mittelalter - habe ich wegen akuter Langeweile nach 112 Seiten abgebrochen
2) Das Haus der Fugger - zeitlich wohl nach o.g. Fugger-Buch einzuordnen - beginne ich gar nicht erst.

Donnerstag, 25. August 2022

Gelesen: Stay away from Gretchen - Eine unmögliche Liebe

Stay away from Gretchen
Eine unmögliche Liebe von Susanne Abel (Roman)
ISBN 978-3-423-28259-8
dtv Verlagsgesellschaft

Warum dieses Buch? Hinweise aus dem Imternet/Empfehlung unserer FB-Büchergruppe

Klappentext:
"Der Kölner Nachrichtensprecher Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die mehr und mehr vergisst. Als die Diagnose Demenz im Raum steht, ist Tom entsetzt. Bis die Krankheit seiner Mutter zu einem Geschenk wird. Erstmals in ihrem Leben erzählt Greta von sich - von ihrer Kindheit in Preußisch Eylau mit den geliebten Großeltern, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter, ihrer Begegnung mit dem GI Robert Cooper in Heidelberg. Ist all das der Schlüssel, um Gretas Traurigkeit zu verstehen, die auch Toms Kindheit überschattet hat?
Als Tom auf Briefe und Bilder aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stößt, kommt er einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur. Wer ist das kleine Mädchen auf dem Foto, das Greta wie einen Schatz hütet? Mehr und mehr erkennt Tom, dass auch sein Lebensglück mit der Vergangenheit seiner Mutter verknüpft ist..."

Der ewig gestresste, getriebene Nachrichtenmoderator wird von seiner Mutter ausgebremst, als diese immer vergesslicher wird und aus abenteuerlichen Situationen befreit werden muss, bis sie zunächst in einem Krankenhaus strandet. Während Tom in der Wohnung seiner Mutter aufräumt, stößt er auf Fotos, Briefe, Dokumente, die ihm Rätsel aufgeben. Schließlich kommt ihm eine Kollegin zu Hilfe und stellt Nachforschungen an.

In einzelnen Sequenzen werden immer wieder die Erlebnisse der jungen Greta erzählt, von Flucht und Vertreibung, Angst vor den Russen, Aufnahme in Übergangslagern bis hin zum allmählichen Aufbau einer bescheidenen Existenz während der "Hungerwinter" 1945/1946. Dabei kommt unverhoffte Unterstützung eines schwarzen amerikanischen Soldaten. Im Laufe der Zeit verlieben sich Greta und Bob ineinander und leben eine heimliche Beziehung. Greta wird schwanger und Marie kommt zur Welt, aber Greta hat eine schwere Infektion und droht zu sterben. Nur Penicillin kann helfen, das damals nur die Amerikaner besitzen. Bob hilft, Greta gesund zu pflegen und fliegt schließlich in seine Heimat, um einiges zu regeln, damit sie heiraten können.

Greta sieht Bob nie wieder, als er endlich zurückkommt, ist Greta verheiratet und Marie verschwunden.

Greta droht, daran zu zerbrechen, und über ihrem Leben hängt die Traurigkeit wie eine große Wolke.

Die Recherchen von Tom und seiner Kollegin Jenny bringen Erstaunliches zu Tage, am Ende können sich Greta, Bob und Marie in die Arme fallen - manchmal ist Greta im Geiste jung und erkennt Bob, manchmal hat sie Angst vor dem Fremden in ihrer Wohnung.

Ein happy End, könnte man meinen.

In dieser fiktiven Familiengeschichte wird das Leiden von Krieg und Vertreibung, aber auch der damals bestehenden Unterschiede schwarz/weiß geschildert. Die dunklen Amerikaner erfuhren als Besatzungssoldaten in Deutschland erstmals eine Gleichbehandlung, die aber, zurück in Amerika, sofort wieder aufgehoben war. Außerdem wurden die mit deutschen Frauen gezeugten sogenannten "Brown Babies" stigmatisiert, einzelne Projekte zur Adoption in die USA führten auch nicht immer zu einem glücklichen Ausgang.


Das Buch endet mit einem neuen Aspekt, der eine Überleitung zu einem Folgeroman ist, von dem ich aber heute noch nicht weiß, ob ich ihn lesen möchte. (Ich habe mehr Bücher gelesen bzw. hier liegen, die sich mit der Zeit des Wiederaufbaus beschäftigen, und manchmal wird es mir etwas zu viel.)

Persönliches:
Dieses Buch, auch wenn es zum Ende hin etwas arg auf die Tränendrüse drückt, hat mir wieder einmal klar gemacht, woher diese Menge an Vorurteilen und Pauschalisierungen kam, mit der ich erzogen wurde. Meine Eltern sind ja während der NS-Zeit aufgewachsen und waren sehr indoktriniert worden, bis heute klingen bei meiner Mutter z.B. Abneigungen und Abwertungen gegenüber farbigen Menschen durch, die ich nie verstanden habe. In der weitläufigen Familie hatten wir ein GI-Kind, welches allerdings weiß war und vom späteren Mann der betroffenen Frau adoptiert wurde. Trotzdem wurde immer ein wenig verächtlich darüber gesprochen.

Dienstag, 16. August 2022

Schach

Mein großes "Kind" war hier, und wir haben wieder ein paar Partien gespielt. Ich verliere ja immer gegen ihn, wir amüsieren uns trotzdem dabei... Ich habe inzwischen mal die Apps für Handy/Tablet durchgeschaut, es gibt da allerlei Schachprogramme, aber ich weiß nicht, wann ich mich noch damit beschäftigen soll... Rentner haben nämlich nie Zeit (hier den lauten Lacher denken!).

Ach, übrigens, das Schachbrett hatte mein Sohn von seinem Vater bekommen während eines Tunesien-Urlaubs mit u.a. den Großeltern vor langer, sehr langer Zeit. Unter dem Brett aus Olivenholz sind zwei Schubladen mit Figuren, die allerdings nicht mehr vollzählig waren, als wir es Ende letzten Jahres aus meinem Keller holten. Folglich habe ich annähernd passende Figuren beim großen A bestellt, mit denen wir nun spielen.

Maniküre - Positivity #3a

Das gehört eigentlich noch zum letzten Blogpost, der besser "Terrasse" geheißen hätte, aber das nehmen wir ja nicht so genau, nicht wahr?

Ich experimentiere also weiter mit Nagelfolien, in Kombination mit Nagellack oder "pur", hier also die letzten Wochen...






Manches fand ich ganz fein, anderes eher grenzwertig. Aber ich halte hier für mich mal alles fest. Gegen Altersheimer oder so. Haha.