Gestern nach der Infusion Lungenfunktionstest und Arztgespräch.
Nachdem
mein Doc neulich sich verstochen und im zweiten Anlauf mich schmerzhaft
blau gestochen hatte und ich mich außerdem nicht ernst genommen fühlte
(sonst sticht eine Angestellte, manchmal hat sie aber Urlaub)... ich
verweigere nun meinem Arzt das Anlegen der Infusion und bitte einen
seiner Kollegen ... so auch gestern..., ich also allen Grund hatte,
ärgerlich auf ihn zu sein, das aber nicht unbedingt äußere, weil ich
mich kenne und sofort in Tränen zerfließen würde.. war er gestern im
Gespräch außerordentlich zugewandt und aufmerksam! (Schlechtes
Gewissen?)
Lungenfunktion ist seit drei Jahren stabil, da gab's nicht viel drüber zu reden.
Er
fragte mich, wie ich meinen Alltag bewältigen würde...? Damit kann ich
nun wirklich nichts anfangen. Wohlgemerkt, es geht mir auch mit 47 %
FEV01 relativ gut, lebe alleine, versorge mich alleine, schleppe meine
Einkäufe, gehe zur Arbeit, und wenn beim Umsteigen auf den Bahnhöfen die
Rolltreppen ausfallen habe ich zwar ein Problem hinterher, aber das
gibt sich nach ein paar Minuten wieder. Natürlich gerate ich ins
Schnaufen (!), habe aber alle meine Tätigkeiten/Aktivitäten (verreise ja
auch) so in meinen Tagesablauf integriert, dass ich mir gar nicht
bewusst bin, dass dieses irgendwie mit "Bewältigung" zu tun haben
könnte. Was wollte er von mir wissen? Was soll ich ihm beim nächsten
Gesprächstermin im Januar erzählen? Worauf kommt es ihm an? Was erzählen
andere Patienten? (Meine ehemalige Hausärztin sagte z.B. immer, ich
würde von "ein bisschen pieksen" sprechen, wenn andere Leute schon große
Schmerzgeschichten von sich geben würden... ich bewerte also offenbar
vieles anders als andere Menschen, merke das aber nicht.)
Ich
drehte das Gespräch dann weg und fragte ihn, ob er einen Antrag auf
Schwerbehinderung unterstützen würde (ich dachte nämlich immer, mir geht
es dafür noch zu gut), aber er wunderte sich nur darüber, dass ich das
noch nicht angeschoben hätte. Wer ist denn nun hier total verpeilt?
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Arztgespräch
Dienstag, 1. Oktober 2013
26.09.2013 - Berlin, ein ganzer Tag!
Belustigt nahm ich zur Kenntnis, dass die U-Bahn-Stationen teilweise inmitten einer Fahrbahn zu erreichen sind! (Ich vermute, dass es die Stationen länger gibt als die breiten Fahrbahnen!?!)
Als Ausgangspunkt für meinen Ausflug wählte ich den Bahnhof Zooglischer Garten... wieder am Tageslicht fand ich die Umgebung "irgendwie" nicht gerade einladend!
Sonntag, 29. September 2013
25.09.2013 - Berlin, Anreise
Ein Kurztrip nach Berlin, ausgelöst durch eine Geschenk-Ankündigung, aber auch, weil ich innerhalb meines Urlaubs gern einen kleinen Tapetenwechsel haben wollte. Drei Tage, mehr Zeit konnte ich nicht erübrigen.
Nach gründlicher Preiserkundung Deutsche Bahn : Berlin Linienbus stand die Entscheidung für den Bus. 50 % Ersparnis rechtfertigten diesen ersten Versuch einer Langstrecken-Busfahrt.
Alles sehr gut, die Reisebusse sind sehr komfortabel, die Sitze erinnern an Flugzeuge - nur mit mehr Beinfreiheit. Gut drei Stunden still sitzen ist ein wenig anstrengend - gut, dass ich Lernlektüre dabei hatte!
Ich verreise nie ohne gründliche Vorbereitung, Recherche, wie ich wohin gelange, Ausdruck von Straßenkarten, Fahrplänen usw... Aber was nützt mir das, wenn beispielsweise die Auskunft vom Berliner Verkehrsverbund nicht stimmt und mir einen Bus in die falsche Richtung angibt? Den ich lange suchen musste, ich fragte Einheimische, wo... wohin... usw. - keiner hatte die Spur einer Ahnung.
An einer der möglichen Haltestellen kam dann nach 20 Minuten ein Bus, der Fahrer sagte, ich müsse auf der anderen Straßenseite den in die Gegenrichtung nehmen... so etwas...!? Diese Richtung war mir doch online angegeben worden?... Also die Straßenseite gewechselt und nochmal ungefähr 20 Minuten gewartet, der Busfahrer kannte die gewünschte Haltestelle nicht! Ich musste ihm sagen, dass es sieben Stationen sind...!
An der Zielstation ausgestiegen stellte sich nun die Frage: links oder rechts herum gehen? Wieder Einheimische gefragt. Die hatten wieder keine Ahnung. Ein bisschen hierhin und dorthin gegangen...
Die Rettung war mein Handy. Ich liebe mein Smartphone! Via google-maps und "Route anzeigen" mit Unterstützung vom GPS wies es mir den Weg, so dass ich fast zwei Stunden nach Ankunft in Berlin tatsächlich im Hotel eintraf.
So. Eingechecked, im Zimmer, das ich übrigens auch nicht gleich fand, es hatte mir niemand gesagt, dass Zimmer Nummer 5 neben Zimmer Nummer 9 liegt, ich irrte schon wieder durch den Flur und war am Rande der Verzweiflung, bis ich es gefunden hatte, mein Miniköfferchen ausgepackt, alles inspiziert, dann im Frühstücksraum einen großen Kaffee getrunken... Netterweise steht dort Kaffee rund um die Uhr zur Verfügung. Eigentlich war ich nun fix und fertig...
Das Erste nach meiner Ankunft an einem fremden Ort ist immer die Orientierung, also erste Fußwege in der unmittelbaren Umgebung.
So stellte ich fest, dass ich nur ein paar Minuten vom Kurfürstendamm entfernt wohnte, und spazierte diesen eine Strecke auf und ab. Ich kam mir vor wie in einer Mischung zwischen Rom (Designer- Modegeschäfte) und Jungfernstieg, allerdigs ist die Straße sehr breit und voller Bäume! Mir schien, dass hier der Herbst schon weiter fortgeschritten war als in Hamburg. Ich denke, das erklärt sich dadurch, dass es ausschließlich Linden sind, die natürlich alle gleich weit fortgeschritten mit ihrer Laubfärbung sind.
Ich staunte über die architektonische Mischung aus alt und wirklich sehr, sehr schön und andererseits reichlichen Bausünden aus Glas und Stahl. *kopfschüttel*
Es gibt im Grunde alle Geschäfte wie zu Hause in Hamburg, nur in sehr viel größeren Dimensionen!
Sogar die Bänke und die Briefkästen sind mehr und größer!
Ach ja, es fiel mir auf, dass die Wege wenig belebt waren, kein Menschengedränge, wie ich es von zu Hause kenne! Zum Ausgleich (?) fanden sich überall rote Teppiche, die wohl die Passanten direkt in die Geschäfte locken sollten? ;-)
Irgendwann drehte ich um und ging auf der anderen Straßenseite zurück, während ich so bummelte, wurde ich angesprochen von einem Rucksack-Typen... der mir eine lange Geschichte erzählte, wärend der ich immer dachte "er will doch bestimmt Geld, was schwafelt er so umständlich".... und als ich ihm irgendwann sagen konnte, dass ich selber kein Geld hätte, ging er wutentbrannt von dannen... Fast hatte ich ein schlechtes Gewissen, als ich mir ein leckeres Sandwich schmecken ließ...
Das hier fand ich lustig: Wer sich auf die Parkbank setzt, wird automatisch Teil eines Kunstwerkes!
Allmählich wanderte ich zurück in meine Unterkunft, wo ich früh, sehr früh, in den Tiefschlaf sank, aus dem mich der Wecker am Donnerstag holen sollte...
Dienstag, 24. September 2013
Ich weiß auch nicht oder: Vorbereitungen
Schlecht, sehr schlecht geschlafen letzte Nacht. Rückenschmerzen, Armschmerzen - oder Muskelkater? Auf jeden Fall bin ich bis halb fünf andauernd aufgewacht. Dazwischen im Fernsehen Blicke erhascht auf die Geschichte der Deutschen und der Maharadschas... Um halb neun fertig geschlafen, etwas desorientiert.
Minigepäck zusammen gesammelt und (endlich!) den Stadtführer studiert. Zwischendurch zur Infusion gewesen, dann bis eben weiter mich durch die Sehenswürdigkeiten geblättert.
Mal sehen, wie das Wetter wird, hier hat es heute den ganzen Tag lang geregnet. Regenjacke und Schirm sind auf jeden Fall eingepackt.
Montag, 23. September 2013
Gartenarbeit im Herbst
Nach dem Einkauf und dem Abholen der Einlagen (sehr nette Unterhaltung mit der Angestellten des Orthopädiebetriebes), kurz gestärkt, dann zu Gartenhandschuhen und Hacke gegriffen:
Unkräuter (ja, ja, no political correctness... aber Wildkräuter klingt für mich suboptimal...) und allerlei kriechendes Gewächs entfernt. Ungefähr die halbe Fläche meines Terrassengartens beackert und dann... tataaaa !!! die ersten Blumenzwiebeln versenkt.
Zuvor allerdings musste ich die riesigen Blumentöpfe wegschleppen... nun harren sie der weiteren Versorgung...
Die kürzlich erwähnten "Radienschen" kontrolliert, morgen werden sie komplett entsorgt.
Wie schön, dass ich sie nur gesät hatte, um ein wenig frisches Grün zu sehen. Hätte ich so spät im Jahr wirklich noch Radieschen erwartet, wäre ich wohl sehr enttäuscht ;-)
Und nun, nach kanpp zwei Stunden Wühlerei draußen, habe ich einen gewaltigen Muskelkater!!! Aber ich muss morgen weitermachen.
Nachdem ich meine Siebensachen für meinen Ausflug zusammen gepackt habe.
Sonntag, 22. September 2013
Krank? Schwach auf jeden Fall
Nachdem sich heute Vormittag heraus stellte, dass ich mich im Datum vertan hatte und gar nicht aus dem Haus musste, und ich hatte mich wirklich hochgequält und weggehfertig gemacht, mutierte ich augenblicklich zu irgendwas in der Art "nasser Waschlappen", war antriebslos, fror, mein Kaffee schmeckte mir auch nicht (immer ein schlechtes Zeichen).
Aufs Bett gelegt, nachdem ich mir noch eine Wolldecke geholt hatte, im TV einen von diesen ZDF-Info-Neo-Kultur-Kanälen laufen lassen und stundenlang in einem Zustand zwischen Dösen und Schlafen verbracht, versucht, meines Dauerfrierens Herr zu werden.
Nun kann ich mich einerseits freuen, dass ich sowieso Urlaub habe und nicht morgen früh um fünf aufstehen muss, andererseits habe ich schon wieder einen verlorenen Tag, an dem ich nichts geschafft habe. Gestern habe ich immerhin eine Stunde oder so auf der Terrasse wieder Blattwerk geschnitten und geschnipselt, aber noch muss unerwünschtes Pflanzenwerk vom Boden entfernt werden, damit ich endlich meine Blumenzwiebeln setzen kann. Muss. Möchte!!!
Im August hatte ich Radieschen gesät, weil ich kurz zuvor in einer Gartensendung gehört hatte, dass man es immer noch machen könne. Nun war mir weniger nach dem Knabbern von Vitaminen (das geht via Supermarkt schneller), sondern ich wollte einfach etwas zügig wachsendes Grün im Garten haben.
Speziell für Pati gibt es jetzt hier zwei überirdische Fotos:
Wie es dann um den unter(oder inner-)erdischen Teil bestellt ist, sehen wir, wenn ich sie ausgrabe zwecks Platzschaffens für die Krokuszwiebeln.
Und nun muss ich mal ganz schnell wieder in Ordnung kommen, damit ich meine Dreitagesreiseutensilien vorbereiten kann ;-)
Die Wahl? Glücklicherweise hatte ich mich aus Man-kann-ja-nie-wissen-Gründen frühzeitig zur Briefwahl entschieden. Ist also längst erledigt, und mir bleibt nur, auf den Ausgang gespannt zu sein.
Dumm gelaufen
Wer mich kennt, weiß, wie schwer mir frühes Aufstehen fällt - ganz besonders im Urlaub und an Wochenenden. Aber für den Besuch einer Veranstaltung, die mich interessiert, ist mir (fast) kein Opfer zu groß.
Also pünktlich aufgestanden, geduscht, fertig gemacht. Bin dabei, meine Handtasche zu packen, dreh mich um zum Küchenschrank, an dem seit Wochen der Flyer festgeklebt ist... steht da: Sonnabend, 21.09.....!
Unglaublich. (Und ich hatte angenommen, das wäre extra auf den Wahlsonntag gelegt worden, weil dann eh' die halbe Republik auf den Beinen ist!)
Ich lass' nach, ganz klarer Fall.




























