Donnerstag, 16. Januar 2020

Organspende

Ich lass hier im ZDF die Bundestagsdebatte über die Organspende laufen und werde nun endlich mal meinen Organspendeausweis ausfüllen unter Ausschluss meiner beiden defekten Organe. Es bleibt ja hoffentlich noch genug Brauchbares über von mir...

Ein Hamburger hat gesprochen wie folgt: Die Verteilung von Spenderorganen erfolgt über Eurotransplant, weshalb Deutschland profitiert von den Spenden aus Ländern mit Widerspruchslösung, die in der Mehrzahl sind. Stimmt.

Montag, 6. Januar 2020

Gelesen: Die Liebhaber

Die Liebhaber - von Anne B. Ragde (Roman)
btb - Random House, Hardcover
ISBN 978-3-442-75786-2

Warum dieses Buch? Ein fünfter Band der Lügenhaus-Serie, die ursprünglich eine Trilogie war... (Ich kann Blogspot nicht dazu bewegen, sie in der richtigen Reihenfolge anzuzeigen.) Ach ja, gefunden von meiner Tochter auf irgendeinem Wühltisch.

Klappentext:
"Die 40-jährige Torunn Neshov hatte bisher wenig Glück in der Liebe, und auch beruflich lief es nicht wirklich rund. Doch als die ehemalige Tierpflegerin sich entscheidet, den langsam verfallenden Bauernhof ihrer Familie zu übernehmen und in das dümpelnde Bestattungsunternehmen ihres Onkels einzusteigen, nimmt ihr Leben Fahrt auf. Sie mistet gründlich aus und zwar in jeder Hinsicht. Das gefällt nicht jedem. Aber Torunn ist hartnäckig und hat ein Händchen für schwierige Fälle, auch wenn es um die Liebe geht ..."

Nachdem der vorherige und angeblich nun-aber-letzte Band "Sonntags in Trondheim" bei mir so schlecht weggekommen war, ist dieses Buch wieder eine Überraschung: Alle Personen kommen vor, die Handlungsstränge sind wieder gut miteinander verknüpft.

Im Gegensatz zum Klappentext empfinde ich den "Großvater" und Margido eher als Hauptpersonen, obwohl das tägliche Leben sich tatsächlich eher um Torunn abspielt. Das Buch greift einige Themen auf, die mich durch die aktuelle Situation hier möglicherweise besonders ansprechen (der Großvater im Heim und was sich mit ihm und in ihm abspielt, die Konflikte von Torunn).

Das Leben der dänischen Verwandtschaft wird hinreichend geschildert und wieder mehr mit den Norwegern verbunden.

Das Buch hat keinen Cliffhanger, bietet aber genug Anknüpfungspunkte für einen möglichen sechsten Roman.

Gelesen: Teuflisches Spiel

Teuflisches Spiel - von Linda Castillo (Thriller)
Amerikanisches Original "Her Last Breath"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-19613-5
Band fünf der Serie

Warum dieses Buch? Mehrfach hinreichend erklärt. Für mich inzwischen ein Selbstgänger. Gerade festgestellt, dass es über meinen Bestand hinaus einen neuen Band gibt und ein weiterer im Sommer erscheinen wird.

Klappentext:
"Eine teuflische Idee - ein göttlicher Plan - eine ewige Schuld –
Als das gleißende Scheinwerferlicht des entgegenkommenden Fahrzeugs sie blendet, bleibt ihnen nicht einmal mehr die Zeit, um zu schreien. Auf der regennassen Straße im ländlichen Ohio sterben in dieser Nacht drei Menschen. Ein amischer Vater und zwei seiner Kinder. Als Polizeichefin Kate Burkholder die Unfallstelle genauer untersucht, kommen ihr erste Zweifel: War das wirklich ein Unfall, oder steckt noch etwas anderes dahinter?"


Sehr gut aufgebauter Fall um eine Tragödie mit einer erschreckenden Auflösung. Ich habe die meiste Zeit Mitgefühl mit der komplett falschen Person gehabt.

Die Rundherum-Geschichte: Das Verhältnis Kate-Tomasetti scheint sich zu klären. Ich traue dem Frieden langfristig noch nicht recht. Und uralte Knochen werden gefunden, die Geister der Vergangenheit sind wieder geweckt.

Gelesen: Wenn die Nacht verstummt

Wenn die Nacht verstummt - von Linda Castillo (Thriller)
Amerikanisches Original "Breaking Silence"
Nanu? Keine ISBN vorhanden, Buchgemeinschaftsausgabe
Band drei der Serie

Warum dieses Buch? Ich habe schon mehrfach Bücher aus dieser Serie besprochen.

Klappentext:
"Sie leben wie vor hundert Jahren. Sie sind gottesfürchtig und rechtschaffen. Doch auch sie trifft der Hass.
Abgeschlachtete Tiere auf der Weide, ein Farmer, der an sein umgekipptes Fuhrwerk gefesselt fast erfriert: In Painters Mill häufen sich die Verbrechen gegen die Amischen. Dann werden auf der Farm der Familie Slabaugh drei Leichen in der Güllgrube gefunden: Vater, Mutter und ein Onkel. Ist auch dies ein Verbrechen aus Hass gegen die Glaubensgemeinschaft? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Polizeichefin Kate Burkholder, die bis zu ihrem 18. Lebensjahr selbst eine Amische war, kennt die Menschen dort nur zu gut. Mit ihrem Freund John Tomasetti löst sie ihren persönlichsten Fall."
(Bei Amazon steht der Klappentext des fischer-Taschenbuchs.)

Linda Castillo und ihre Protagonistin Kate Burkholder sind für mich "eine sichere Bank." Zum Buch greifen und es erst aus den Händen zu legen, wenn der Fall gelöst ist, sind hierbei normal. Ideal zum Abschalten vom Alltag.

Sämtliche Fälle aus dieser Serie spielen im Umfeld der Amish People und im Spannungsfeld mit den "Englischen." Man schnuppert ganz nebenbei ein wenig in diese Kultur hinein.

Auch hier zieht mich die Schriftstellerin sofort in die Geschichte hinein, wie immer mit einem Prolog aus der Sicht einer zunächst fallfremd scheinenden Person. Dann geht es zur Sache, blutig und rätselhaft. Am Ende löst Kate den Fall gemeinsam mit Tomasetti, die Charaktere entwickeln sich von Buch zu Buch weiter - und ihre persönliche Beziehung auch.

Gelesen: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben - Dr. med. Eckart von Hirschhausen
rororo-Taschenbuch
ISBN 978-3-449-62355-4

Warum dieses Buch? Man drückte es mir einfach in die Hand: "Du liest doch? Du magst Hirschhausen? Nimm' erstmal mit." So schnell kann es gehen.

Klappentext? Hier die Rückseite:

"Hilft Akupunktur beim Auto? Warum regt einen Glückstee so auf? Und wie findet man mit geschlossenen Augen seinen Traumpartner?
Arzt, Kabarettist und Bestsellerautor Dr. Eckart von Hirschhausen kennt sich aus im Leben, ihm ist nichts Menschliches fremd, und niemand ist vor ihm sicher. Mit diagnostischem Blick entdeckt er das Komische in Medizin und Alltag und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: Kindern muss man Gemüse verbieten, die Bahn ist eine buddhistische Sekte, und die Löcher im Käse machen dick. Eckart von Hirschhausens Texte sind keine Placebos, sondern humorvolle Lebenshilfe in einer Welt, für die wir nie geschaffen wurden.
Ansteckend lustig!"


In vielen kleinen Kapiteln werden überwiegend nachdenklich-lustige Episoden erzählt, meist durch die Bühnenauftritte des Herrn Dr. von Hirschhausen hinreichend bekannt. So in aller Ruhe gelesen drängt sich fast automatisch die Modulation seiner Stimme auf, so dass die Texte schlüssig-pointiert beim Leser ankommen. (Ich befürchte, dass ein Teil des Vergnügens abhanden kommt, wenn man mit seiner Art zu reden nicht vertraut ist.)

Für mich waren es ideal-kleine Texthäppchen, um in schlaflosen Stunden zur Ruhe zu kommen, meine Gedanken kurzfristig mit anderen Dingen zu beschäftigen als tags notwendig war.

Sonntag, 5. Januar 2020

Bücher und Schlaf

Wochenlang konnte ich nicht lesen wegen der bekannten Themen.

Wochenlang konnte ich nicht gut schlafen wegen..., lassen wir das.

Irgendwann stellte ich dann fest, dass ich nachts schneller wieder einschlafen kann, wenn ich ein paar Seiten lese. Statt zwei schlafloser Stunden mitten in der Nacht, dann vielleicht nur eineinhalb. Oder so ähnlich.

Die Weihnachtsfeiertage und das ganze Drumherum bescherten mir außer vielem Beisammensein mit der Familie auch überraschend viel Freizeit (vor allem spätabends und nachts - an dieser Stelle darf gelacht werden), so dass ich wieder zu Büchern griff und sie teilweise in einem Rutsch gelesen habe. Je spannender, blutiger und konfliktbehafteter die Story, desto größer der Entspannungseffekt. Nach zwei Thrillern konnte es dann auch mal ein Roman sein.

Buchbesprechungen folgen.


Übrigens, der nächste Krimi liegt schon bereit.

Freitag, 3. Januar 2020

Happy 2020

2020 finde ich, ist eine sehr schöne Jahreszahl, und ich hoffe, dass sie hält, was sie zu versprechen scheint.

Silvester bemerkte ich, dass sich ein Infekt in mir breit machen wollte, am Neujahrstag hatte ich dann einen wirklich bösen Husten, so dass ich gleich mit meiner Medikamentenkanone losgeschossen habe. Mit Erfolg, es geht mir schon wieder ein wenig besser, also kein Grund, Trübsal zu blasen.

Hier zieht der Alltag wieder ein, Mutterbesuch zweimal pro Woche, glücklicherweise hatte ich ja einen Heimplatz in einem sehr guten Pflegeheim für sie bekommen können, das auch mit nur einer S-Bahnstation entfernt für mich supergut zu erreichen ist.

Die Schlüssel für Keller und Dachboden der zu räumenden Wohnung habe ich heute per Einschreiben an die beauftragte Firma geschickt, damit es schonmal ein wenig voran geht. Anderes wartet noch auf Klärung, da würde Ungeduld nun auch nicht helfen.

Da ich Silvester krankheitsbedingt nichts Alkoholisches zu mir genommen hatte, erfreut mich heute ein kleiner "Hugo." Das war dann auch gleich ein Anlass, die Makrofunktion meiner neuen Kamera auszuprobieren. (Die Kamera stelle ich Euch später mal hier vor.)

Also: Ein schönes neues Jahr meinen Lesern, möge Euch gelingen, was Ihr in die Hand nehmt, bleibt gesund!