Wer mich oder mein Blog kennt, weiß, dass ich immer mal wieder von meinem Knie geärgert werde.
Nach Aussage meines inzwischen im Ruhestand weilenden allseits geschätzten Orthopäden ist es nichts, das man operativ behandeln kann, und es würde ja "gar nichts machen", wenn ich mal gelegentlich Probleme damit hätte.
Nun, die Probleme sind seltener und leichter geworden. Ich meide manche Bewegungen. Wenn es denn doch mal "gnurpst" und das Gelenk blockieren möchte, ist es meist nicht mehr so schlimm wie in den vergangenen zwanzig Jahren (so lange schlage ich mich damit etwa herum, die jüngste Tochter war gerade in das fünfte Schuljahr gekommen...), häufig kann ich mit Ruhe, Geduld und ein paar Handgriffen die Blockade lösen - und es ist alles okay.
Ich bin außerdem der Meinung, dass meine Physiotherapie die Muskulatur kräftigt. Auch, wenn wir gar keine expliziten Beinübungen machen, so müssen doch bei vielen Übungen die Beine leicht gebeugt sein...
Letzte Nacht, ich bin spät ins Bett gekommen und war sehr, sehr müde, bemerkte ich, dass irgendwas mit meinem Knie nicht stimmte - und fiel sofort in den Tiefschlaf... Ich wachte heute früh um fünf auf, gelegentlich muss frau ja mal einen kurzen Weg machen ... und merkete nur: Autsch!
Da man ja aus Erfahrung klug wird, habe ich im Schlafzimmer Schmerzgel und Elastikbinden immer griffbereit untergebracht, habe mich damit versorgt und weitergeschlafen... Allerdings gegen Mittag heute dann doch noch eine Kapsel Diclo 75 geschluckt. Der Schmerz ist gut aushaltbar, das Knie ein wenig instabil, leider.
Wäre ich nicht sofort in den Tiefschlaf gefallen letzte Nacht, hätte ich vielleicht den Schaden schnell eingrenzen können. So muss ich ein paar Tage damit leben.
Samstag, 7. Oktober 2017
Mausarm
... nein, habe ich gerade nicht. Hatte ich aber schon mehr als einmal in meinem Leben, sehr schmerzhaft.
Ich bin einfach auf diesen Link gestoßen und möchte ihn mir als Lesezeichen merken, weil ich den Artikel sehr gut finde! (Vielleicht kann ihn irgendjemand - oder ich? - ihn nochmal gebrauchen.)
Ich bin einfach auf diesen Link gestoßen und möchte ihn mir als Lesezeichen merken, weil ich den Artikel sehr gut finde! (Vielleicht kann ihn irgendjemand - oder ich? - ihn nochmal gebrauchen.)
Freitag, 6. Oktober 2017
Gelesen: Das vierte Opfer
Das vierte Opfer (Roman/Krimi)
(Die Van-Veeteren-Krimis, Band 2)
von Håkan Nesser
btb/ Random House, Taschenbuch
ISBN 978-3-442-72719-3
Warum dieses Buch? Håkan Nesser fehlte mir noch in meiner Sammlung, ich war neugierig. Inzwischen besitze ich wundersamerweise drei oder vier, manche als Mängelexemplare oder vom öffentlichen Bücherregal oder ganz normal aus dem Handel. Eigentlich egal.
Klappentext:
"In Kaalbringen, einem ehemals beschaulichen Küstenort, regiert der Schrecken: Drei bestialische Morde sind geschehen, kurz hintereinander. Einheimische und Feriengäste reagieren mit Panik. Denn irgendwo mitten in der Stadt sitzt der Mörder und plant in Ruhe seinen nächsten Schlag. Wann und wo wird der »Axtmörder«, wie er inzwischen im Volksmund heißt, wieder zuschlagen? Das örtliche Polizeiteam ist überfordert, und so holt sich Hauptkommissar Bausen den erfahrenen Kommissar Van Veeteren zu Hilfe, der in der Nähe Urlaub macht. Die Zeit drängt, denn das vierte Opfer befindet sich schon in der Gewalt des unheimlichen Mörders …"
Ein Mann wurde ermordet, mit einer Axt. Es bleibt nicht bei diesem einen. Das Polizeiteam ist ratlos, da passt es gut, das Kommissar Van Veeteren kurz vor Ende seines Urlaubs praktisch in der Nähe ist. Die Bevölkerung wird unruhig, niemand traut sich mehr so recht aus dem Haus. Zunächst tappt die Polizei im Dunkeln.
Zum Team gehören auch Polizeiinspektorin Beate Moerk und Hauptkommissar Bausen, mit dem Van Veeteren manchen entspannten "Männerabend" verbringt, mit Whisky, Wein und Schachspiel. Bausen steht ein paar Tage vor seiner Pensionierung und möchte den Fall noch lösen, bevor er in den Ruhestand geht.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, nur allmählich kristallisieren sich mögliche Zusammenhänge heraus, bis Beate Moerk etwas auffällt. Doch bevor sie darüber mit den Kollegen sprechen kann, passiert ihr etwas - noch bevor sie ihre Joggingroute beendet hat.
Die Gedanken an das leicht bezwingbare letzte Stück, an das wartende Auto und eine heiße Dusche trugen sie hinauf und gaben ihr auf angenehme Weise Antrieb. Aber auch wenn sie nicht so müde gewesen wäre und auch wenn die Lichtverhältnisse an diesem lauwarmen Septemberabend etwas vorteilhafter gewesen wären, ist es mehr als fraglich, ob sie das dunkle Stahlseil rechtzeitig hätte sehen können.
Es war knapp unter Kniehöhe gespannt, ganz am Ende des Hügels... genau dort, wo das dichte Laub einer Linde die Dämmerung noch einmal durch seinen Schatten verstärkte. Sie fiel der Länge nach zu Boden, und bevor sie überhaupt begriff, was passiert war, war er bereits über ihr.
Die Lösung des Falles, wie es sich für einen anständigen Krimi gehört, ist überraschend und durchaus ein wenig befremdlich.
Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und freue mich auf mehr: Die Art des Erzählens weist deutliche Ähnlichkeit mit der von Mankell auf (was bedeutet: Prädikat wertvoll!), geht allerdings nicht so sehr in die Details der Morde ein, vielleicht ist die Methode des Axtmörders nicht ganz so perfide wie Mankells Morde sind, wenngleich nicht weniger blutig, und es wird im Verlaufe der Handlung die Psyche des Mörders nicht vertiefend dargestellt. Mag man zunächst denken. Die Geschichte scheint ruhig vor sich hinzuplätschern und baut trotzdem Spannung auf.
Absolute Empfehlung natürlich.
(Die Van-Veeteren-Krimis, Band 2)
von Håkan Nesser
btb/ Random House, Taschenbuch
ISBN 978-3-442-72719-3
Warum dieses Buch? Håkan Nesser fehlte mir noch in meiner Sammlung, ich war neugierig. Inzwischen besitze ich wundersamerweise drei oder vier, manche als Mängelexemplare oder vom öffentlichen Bücherregal oder ganz normal aus dem Handel. Eigentlich egal.
Klappentext:
"In Kaalbringen, einem ehemals beschaulichen Küstenort, regiert der Schrecken: Drei bestialische Morde sind geschehen, kurz hintereinander. Einheimische und Feriengäste reagieren mit Panik. Denn irgendwo mitten in der Stadt sitzt der Mörder und plant in Ruhe seinen nächsten Schlag. Wann und wo wird der »Axtmörder«, wie er inzwischen im Volksmund heißt, wieder zuschlagen? Das örtliche Polizeiteam ist überfordert, und so holt sich Hauptkommissar Bausen den erfahrenen Kommissar Van Veeteren zu Hilfe, der in der Nähe Urlaub macht. Die Zeit drängt, denn das vierte Opfer befindet sich schon in der Gewalt des unheimlichen Mörders …"
Ein Mann wurde ermordet, mit einer Axt. Es bleibt nicht bei diesem einen. Das Polizeiteam ist ratlos, da passt es gut, das Kommissar Van Veeteren kurz vor Ende seines Urlaubs praktisch in der Nähe ist. Die Bevölkerung wird unruhig, niemand traut sich mehr so recht aus dem Haus. Zunächst tappt die Polizei im Dunkeln.
Zum Team gehören auch Polizeiinspektorin Beate Moerk und Hauptkommissar Bausen, mit dem Van Veeteren manchen entspannten "Männerabend" verbringt, mit Whisky, Wein und Schachspiel. Bausen steht ein paar Tage vor seiner Pensionierung und möchte den Fall noch lösen, bevor er in den Ruhestand geht.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, nur allmählich kristallisieren sich mögliche Zusammenhänge heraus, bis Beate Moerk etwas auffällt. Doch bevor sie darüber mit den Kollegen sprechen kann, passiert ihr etwas - noch bevor sie ihre Joggingroute beendet hat.
Die Gedanken an das leicht bezwingbare letzte Stück, an das wartende Auto und eine heiße Dusche trugen sie hinauf und gaben ihr auf angenehme Weise Antrieb. Aber auch wenn sie nicht so müde gewesen wäre und auch wenn die Lichtverhältnisse an diesem lauwarmen Septemberabend etwas vorteilhafter gewesen wären, ist es mehr als fraglich, ob sie das dunkle Stahlseil rechtzeitig hätte sehen können.
Es war knapp unter Kniehöhe gespannt, ganz am Ende des Hügels... genau dort, wo das dichte Laub einer Linde die Dämmerung noch einmal durch seinen Schatten verstärkte. Sie fiel der Länge nach zu Boden, und bevor sie überhaupt begriff, was passiert war, war er bereits über ihr.
Die Lösung des Falles, wie es sich für einen anständigen Krimi gehört, ist überraschend und durchaus ein wenig befremdlich.
Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und freue mich auf mehr: Die Art des Erzählens weist deutliche Ähnlichkeit mit der von Mankell auf (was bedeutet: Prädikat wertvoll!), geht allerdings nicht so sehr in die Details der Morde ein, vielleicht ist die Methode des Axtmörders nicht ganz so perfide wie Mankells Morde sind, wenngleich nicht weniger blutig, und es wird im Verlaufe der Handlung die Psyche des Mörders nicht vertiefend dargestellt. Mag man zunächst denken. Die Geschichte scheint ruhig vor sich hinzuplätschern und baut trotzdem Spannung auf.
Absolute Empfehlung natürlich.
Montag, 2. Oktober 2017
Gelesen: Tierische Profite
Donna Leon - Tierische Profite
Commissario Brunettis einundzwanzigster Fall
Roman /Krimi
Diogenes Taschenbuch /detebe
ISBN 978-3-257-24302-4
Warum dieses Buch? Ich liebe die Brunetti-Filme, mag Italien, habe Venedig jetzt auch kennen gelernt... Wenn einem dann die Taschenbücher förmlich zufliegen, teils als Mängelexemplare, teils bei einem Büchertausch kostenlos, dann muss frau einfach zugreifen. So habe ich fast zwanzig von diesen Büchern hier, die Reihe ist nicht vollständig, also kann ich noch ein wenig weitersammeln ...
Klappentext:
"Ein toter Mann, der von niemandem vermisst wird, weder von den Venezianern noch von Touristen. Und ein teurer Lederschuh am Fuß dieser Leiche. Brunetti muss all seine Menschenkenntnis aufbieten und sein ganzes Kombinationstalent, um diesen Fall zu lösen, der ihn bis aufs Festland nach Mestre führt."
Es ist mein erster Brunetti, den ich lese, auch wenn ich die meisten Filme inzwischen so gut wie mitsprechen kann, sie sind für mich so eine Art Familienunterhaltung mit einer kleinen kriminellen Geschichte mittendrin, ich sehe sie wirklich gerne, und das Buch überrascht mich durchaus!
Die Geschichte und die Personen haben mehr Tiefgang, die Kriminalgeschichte ist ein wenig breiter angelegt, der Commissario ein wenig klüger als der Brunetti der Verfilmungen. Aber genau so menschlich, und auch hier sitzt die Familie gelegentlich um den Tisch und verspeist köstliche italienische Leckereien.
Es wird also eine Leiche aus einem der Kanäle gezogen, ohne Papiere, eine Vermisstenmeldung gibt es auch noch nicht. Ungewöhnlich ist die Gestalt des Toten, er scheint eine sehr seltene Krankheit (Madelung) gehabt zu haben, die den Oberkörper und Hals unglaublich dick hat werden lassen.
Selbstverständlich haben wir es hier auch mit dem selbstverliebten Vice-Questore zu tun:
Damit blieb noch Patta. Wenn er zu seinem Vorgesetzten musste, überkam Brunetti oft ein Gefühl der Entkräftung; es ging ihm wie einem Schwimmer, der sich bei seinen Bahnen verzählt hat und plötzlich erkennt, dass er in immer kälter werdendem Wasser noch zehn weitere zu absolvieren hat. Und wie jeder Sportler kannte Brunetti die Erfolgsbilanz seines Gegners, Patta kam schnell vom Start und hatte, solange er damit durchkam, keine Skrupel, seinen Konkurrenten den Weg zu versperren; andererseits mangelte es ihm an Durchhaltevermögen, so dass er, wenn sich der Wettkampf länger hinzog, meist ins Hintertreffen geriet. Allerdings musste man, ganz gleich wie weit er bei einem Rennen zurückfiel, immer damit rechnen, dass er zur Siegerehrung wieder auftauchte und sich von nichts und niemand daran hindern ließ, aufs Treppchen zu steigen, sobald es zur Verteilung der Medaillen kam.
Mühsame Recherchen beginnen, auch mit tatkräftiger Unterstützung von Signorina Elettra, die mit ihrem Computer wahre Kunststücke vollbringt, und in Begleitung von Vianello, der auch hier allerlei kluge Gedanken äußert. Auf einigen Umwegen führt die Spur zu einem Schlachthof und weiter zu allerlei personellen und privaten Verwicklungen, hier wird deutlich, wie sehr es (zumindest in Italien) auf persönliche Beziehungen ankommt, die jemanden auf die ertragreiche Überholspur bringen oder ihn sehr tief fallen lassen können.
Die Schilderung des Besuchs des Schlachthofes durch Brunetti und Vianello, so verstörend die Beschreibungen auch sein mögen, halte ich für eine Spitzenleistung der Schriftstellerin. Man fühlt förmlich mit den Tieren mit, genau wie mit den Befindlichkeiten der Polizisten...
Am Ende gibt es mehrere intelligente Befragungen, die das komplette Netz der Verflechtungen darstellen und selbstverständlich auch zu einem Geständnis der schuldigen Person führen.
Commissario Brunettis einundzwanzigster Fall
Roman /Krimi
Diogenes Taschenbuch /detebe
ISBN 978-3-257-24302-4
Warum dieses Buch? Ich liebe die Brunetti-Filme, mag Italien, habe Venedig jetzt auch kennen gelernt... Wenn einem dann die Taschenbücher förmlich zufliegen, teils als Mängelexemplare, teils bei einem Büchertausch kostenlos, dann muss frau einfach zugreifen. So habe ich fast zwanzig von diesen Büchern hier, die Reihe ist nicht vollständig, also kann ich noch ein wenig weitersammeln ...
Klappentext:
"Ein toter Mann, der von niemandem vermisst wird, weder von den Venezianern noch von Touristen. Und ein teurer Lederschuh am Fuß dieser Leiche. Brunetti muss all seine Menschenkenntnis aufbieten und sein ganzes Kombinationstalent, um diesen Fall zu lösen, der ihn bis aufs Festland nach Mestre führt."
Es ist mein erster Brunetti, den ich lese, auch wenn ich die meisten Filme inzwischen so gut wie mitsprechen kann, sie sind für mich so eine Art Familienunterhaltung mit einer kleinen kriminellen Geschichte mittendrin, ich sehe sie wirklich gerne, und das Buch überrascht mich durchaus!
Die Geschichte und die Personen haben mehr Tiefgang, die Kriminalgeschichte ist ein wenig breiter angelegt, der Commissario ein wenig klüger als der Brunetti der Verfilmungen. Aber genau so menschlich, und auch hier sitzt die Familie gelegentlich um den Tisch und verspeist köstliche italienische Leckereien.
Es wird also eine Leiche aus einem der Kanäle gezogen, ohne Papiere, eine Vermisstenmeldung gibt es auch noch nicht. Ungewöhnlich ist die Gestalt des Toten, er scheint eine sehr seltene Krankheit (Madelung) gehabt zu haben, die den Oberkörper und Hals unglaublich dick hat werden lassen.
Selbstverständlich haben wir es hier auch mit dem selbstverliebten Vice-Questore zu tun:
Damit blieb noch Patta. Wenn er zu seinem Vorgesetzten musste, überkam Brunetti oft ein Gefühl der Entkräftung; es ging ihm wie einem Schwimmer, der sich bei seinen Bahnen verzählt hat und plötzlich erkennt, dass er in immer kälter werdendem Wasser noch zehn weitere zu absolvieren hat. Und wie jeder Sportler kannte Brunetti die Erfolgsbilanz seines Gegners, Patta kam schnell vom Start und hatte, solange er damit durchkam, keine Skrupel, seinen Konkurrenten den Weg zu versperren; andererseits mangelte es ihm an Durchhaltevermögen, so dass er, wenn sich der Wettkampf länger hinzog, meist ins Hintertreffen geriet. Allerdings musste man, ganz gleich wie weit er bei einem Rennen zurückfiel, immer damit rechnen, dass er zur Siegerehrung wieder auftauchte und sich von nichts und niemand daran hindern ließ, aufs Treppchen zu steigen, sobald es zur Verteilung der Medaillen kam.
Mühsame Recherchen beginnen, auch mit tatkräftiger Unterstützung von Signorina Elettra, die mit ihrem Computer wahre Kunststücke vollbringt, und in Begleitung von Vianello, der auch hier allerlei kluge Gedanken äußert. Auf einigen Umwegen führt die Spur zu einem Schlachthof und weiter zu allerlei personellen und privaten Verwicklungen, hier wird deutlich, wie sehr es (zumindest in Italien) auf persönliche Beziehungen ankommt, die jemanden auf die ertragreiche Überholspur bringen oder ihn sehr tief fallen lassen können.
Die Schilderung des Besuchs des Schlachthofes durch Brunetti und Vianello, so verstörend die Beschreibungen auch sein mögen, halte ich für eine Spitzenleistung der Schriftstellerin. Man fühlt förmlich mit den Tieren mit, genau wie mit den Befindlichkeiten der Polizisten...
Am Ende gibt es mehrere intelligente Befragungen, die das komplette Netz der Verflechtungen darstellen und selbstverständlich auch zu einem Geständnis der schuldigen Person führen.
Sonntag, 1. Oktober 2017
Oktober
Herbst ist, wenn mein jüngstes Kind Geburtstag hat - wie schnell die Zeit mal wieder gelaufen ist!
Happy birthday to you, happy birthday.......................
... und zusätzlich zu allen "normalen" Geburtstagswünschen einen freudigen Start "back in town."
Happy birthday to you, happy birthday.......................
... und zusätzlich zu allen "normalen" Geburtstagswünschen einen freudigen Start "back in town."
Samstag, 23. September 2017
Gelesen: Das Dorf der Lügen
Das Dorf der Lügen (Kriminalroman)
von Barbara Wendelken
Piper Taschenbuch
ISBN 978-3-492-30473-3
Warum dieses Buch? Es war ein "Wanderbuch" in meiner Facebook-Bücherlesegruppe. Und als ich es auf einem Tisch mit Mängelexemplaren sah, sprang es in meinen Einkaufswagen.
Klappentext:
"Ein Alptraum für Polizeikommissarin Viktoria Engel: Sie erschießt im Dienst einen Unschuldigen, den 16-jährigen Rouven Kramer. In ihrer Not inszeniert sie die Tat, als hätte sie aus Notwehr gehandelt, doch die Dorfbewohner hegen Zweifel. Als kurze Zeit später eine weitere Leiche auftaucht, bizarr inszeniert wie Rouvens Tod, bricht eine Welle von Misstrauen über das Dorf herein, bis sich niemand mehr vor dem anderen sicher fühlt …"
Aus dem Prolog, der der eigentlichen Handlung vom zeitlichen Ablauf her vorausgeht:
Sie spürte seinen Blick, hob den Kopf und lächelte ihn an. Gemeinsam schnippelten sie einen Teil der getrockneten Pilze noch kleiner, als sie ohnehin schon waren. Sie benutzte dazu sein Taschenmesser. Er nahm das Messer, das er zum Schlachten brauchte. Die Schnipsel landeten in einer Flasche mit Apfelkorn, die er zuschraubte und kräftig schüttelte. Seine Hände waren schlank und sogar jetzt im November noch gebräunt, weil er so viel Zeit im Freien verbrachte. Sie wünschte sich, von ihnen berührt zu werden.
Das Polizeirevier Martinsfehn mit seinen Mitarbeitern wird uns vorgestellt, langgediente und aufeinander eingespielte Polizisten, neu ist Viktoria Engel, die dank ihrer erotischen Ausstrahlung Unruhe ins Team bringt.
Anfang November, an einem Abend kurz vor Dienstschluss - Hauptkommissar Renke Nordmann schickt die Kollegen Oliver und Viktoria nach einem Anruf zu dem verlassenen Hof von Claasen, wo das Unglück seinen Lauf nimmt, an dessen Ende der 16jährige Rouven nicht mehr lebt.
Pünktlich zum ersten Advent hielt der Winter Einzug. Seit Tagen hatte der Wetterdienst Frost angedroht, und dennoch hatte Renke es nicht geschafft, alle Pflanztöpfe aus Terrakotta rechtzeitig in den Keller oder die Garage zu räumen. Ob der Olivenbaum, den Britta so geliebt hatte, die erste Frostnacht überstanden hatte, würde sich erst im Frühjahr rausstellen. Nach und nach gingen all die Exoten ein, die Britta mit viel Sachverstand, aber auch Herzblut gepflegt hatte. Er taugte nun einmal nicht zum Gärtner.
Es kommt zu allerhand Verwicklungen, dienstlichen, privaten, familiären. Mehr Todesfälle, die Parallelen zu dem Mord an Rouven aufweisen, die Suche nach der Person, die alles beobachtet haben muss. Und es entwickeln sich zarte Gefühle zwischen Renke, der einen tragischen Verlust erleidet, und der Ermittlerin aus Delmenhorst, jedoch scheinen sie nicht zueinander zu kommen - deren Beziehung oder Nicht-Beziehung bleibt bis zum Ende offen, was ein wenig an Mankells Kommissar Wallander erinnert.
Robert nickte zögernd, nahm seine Brille ab, putzte die Gläser sorgfältig mit einem Zipfel seiner grauen Strickjacke und setzte sie wieder auf. "Das klingt durchaus plausibel gefällt mir aber nicht. Ein Kollege..."
"Kann ich verstehen. Aber wenn Diana Blanke die Wahrheit sagt, ist die Geschichte bei Claasen ganz anders abgelaufen, als wir bis jetzt angenommen haben. Leider will Frau Blanke auf keinen Fall eine offizielle Aussage machen. Glaub mir, sie stirbt vor Angst..."
Mich irritiert es immer, wenn ein komplexes Szenario mit sehr vielen Personen aufgebaut wird, ich vergesse zunächst, wer wer ist, aber im Laufe der Geschichte gibt es sich. Nun, wo ich das "Personal" kenne, würde ich gerne weitere Bücher aus dieser Reihe lesen. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, insgesamt erinnerte er ein wenig an Mankell, hatte überraschende Momente und am Ende eine Auflösung, mit der ich bis kurz vor Schluss nicht gerechnet hatte.
Klare Empfehlung.
von Barbara Wendelken
Piper Taschenbuch
ISBN 978-3-492-30473-3
Warum dieses Buch? Es war ein "Wanderbuch" in meiner Facebook-Bücherlesegruppe. Und als ich es auf einem Tisch mit Mängelexemplaren sah, sprang es in meinen Einkaufswagen.
Klappentext:
"Ein Alptraum für Polizeikommissarin Viktoria Engel: Sie erschießt im Dienst einen Unschuldigen, den 16-jährigen Rouven Kramer. In ihrer Not inszeniert sie die Tat, als hätte sie aus Notwehr gehandelt, doch die Dorfbewohner hegen Zweifel. Als kurze Zeit später eine weitere Leiche auftaucht, bizarr inszeniert wie Rouvens Tod, bricht eine Welle von Misstrauen über das Dorf herein, bis sich niemand mehr vor dem anderen sicher fühlt …"
Aus dem Prolog, der der eigentlichen Handlung vom zeitlichen Ablauf her vorausgeht:
Sie spürte seinen Blick, hob den Kopf und lächelte ihn an. Gemeinsam schnippelten sie einen Teil der getrockneten Pilze noch kleiner, als sie ohnehin schon waren. Sie benutzte dazu sein Taschenmesser. Er nahm das Messer, das er zum Schlachten brauchte. Die Schnipsel landeten in einer Flasche mit Apfelkorn, die er zuschraubte und kräftig schüttelte. Seine Hände waren schlank und sogar jetzt im November noch gebräunt, weil er so viel Zeit im Freien verbrachte. Sie wünschte sich, von ihnen berührt zu werden.
Das Polizeirevier Martinsfehn mit seinen Mitarbeitern wird uns vorgestellt, langgediente und aufeinander eingespielte Polizisten, neu ist Viktoria Engel, die dank ihrer erotischen Ausstrahlung Unruhe ins Team bringt.
Anfang November, an einem Abend kurz vor Dienstschluss - Hauptkommissar Renke Nordmann schickt die Kollegen Oliver und Viktoria nach einem Anruf zu dem verlassenen Hof von Claasen, wo das Unglück seinen Lauf nimmt, an dessen Ende der 16jährige Rouven nicht mehr lebt.
Pünktlich zum ersten Advent hielt der Winter Einzug. Seit Tagen hatte der Wetterdienst Frost angedroht, und dennoch hatte Renke es nicht geschafft, alle Pflanztöpfe aus Terrakotta rechtzeitig in den Keller oder die Garage zu räumen. Ob der Olivenbaum, den Britta so geliebt hatte, die erste Frostnacht überstanden hatte, würde sich erst im Frühjahr rausstellen. Nach und nach gingen all die Exoten ein, die Britta mit viel Sachverstand, aber auch Herzblut gepflegt hatte. Er taugte nun einmal nicht zum Gärtner.
Es kommt zu allerhand Verwicklungen, dienstlichen, privaten, familiären. Mehr Todesfälle, die Parallelen zu dem Mord an Rouven aufweisen, die Suche nach der Person, die alles beobachtet haben muss. Und es entwickeln sich zarte Gefühle zwischen Renke, der einen tragischen Verlust erleidet, und der Ermittlerin aus Delmenhorst, jedoch scheinen sie nicht zueinander zu kommen - deren Beziehung oder Nicht-Beziehung bleibt bis zum Ende offen, was ein wenig an Mankells Kommissar Wallander erinnert.
Robert nickte zögernd, nahm seine Brille ab, putzte die Gläser sorgfältig mit einem Zipfel seiner grauen Strickjacke und setzte sie wieder auf. "Das klingt durchaus plausibel gefällt mir aber nicht. Ein Kollege..."
"Kann ich verstehen. Aber wenn Diana Blanke die Wahrheit sagt, ist die Geschichte bei Claasen ganz anders abgelaufen, als wir bis jetzt angenommen haben. Leider will Frau Blanke auf keinen Fall eine offizielle Aussage machen. Glaub mir, sie stirbt vor Angst..."
Mich irritiert es immer, wenn ein komplexes Szenario mit sehr vielen Personen aufgebaut wird, ich vergesse zunächst, wer wer ist, aber im Laufe der Geschichte gibt es sich. Nun, wo ich das "Personal" kenne, würde ich gerne weitere Bücher aus dieser Reihe lesen. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, insgesamt erinnerte er ein wenig an Mankell, hatte überraschende Momente und am Ende eine Auflösung, mit der ich bis kurz vor Schluss nicht gerechnet hatte.
Klare Empfehlung.
D3 + Asthma
Interessanter Artikel, aber für mich zu lang, um ihn "mal eben so zwischendurch" komplett zu lesen. Deshalb mal hier festgehalten!
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