Dienstag, 25. September 2012

Zwischenmeldung am Nachmittag

Holla, melde mich mal wieder mit "runden Füßen" in eine verspätete Mittagspause.

Der Schulunterricht hatte es heute so richtig "in sich" - die erste Hälfte Power-Grammatik (ja, alles klar, aber wie soll ich mir das in der kurzen Zeit alles einprägen?), im Wesentlichen Altbekanntes - ABER mit so  wundervollen "Spezialitäten" gespickt. Und eine endlos scheinende Hausaufgabe.

Im Zweiten Teil gab es kopierte Zeitungsausschnitte, die wir zu zweit durcharbeiten und referieren sollten. Ich war natürlich total verwirrt - weil ich meine persönliche Messlatte mal wieder viel zu hoch gehängt hatte! Mein Text wimmelte von Umfragen und vielen Zahlen, was sollte ich denn damit anfangen? Die Texte der Anderen erschienen mir einfacher zu sein. Aber: Im Grunde ging es um eine Diskussion über soziale, wirtschaftliche und familiäre Verhältnisse in Italien.

Am meisten geredet hat "la columbiana" - sie lernt schnell, was Wunder, bei dem Hintergrund! Und das passende Temperament samt Gestik bringt sie auch gleich mit.

Unser Lehrer, der den zweiten Teil bestreitet, gibt uns täglich Tipps, wo man gut essen kann - ab von den Touristenfallen.

So war ich denn heute Mittag gemeinsam mit Evelyn in einer echten Trattoria. Dort war es eng, laut, alles durcheinander - aber sehr, sehr lecker! Das osso buco war einfach göttlich!

Da E. bereits früher in Florenz war und sich ein wenig auskennt, fühlt sie sich vermutlich berufen, ein wenig die Fremdenführerin für mich zu machen. So habe ich ganz kurz und quasi im Durchflug erste Blicke auf den Palazzo Vecchio, den David und auf die Ponte Vecchio geworfen. Ganz klar ist: Ich muss dort allein hin, mit ganz viel Zeit und gezückter Kamera! Es ist alles so unglaublich dort!

Außerdem waren wir in einem kleinen Geschäft, den Namen muss ich nachher noch mal abschreiben, wo es Naturkosmetik und -duftstoffe gibt, aufs Feinste dekoriert mit künstlichen Blumen, altem Porzellan, alten dunklen Schränken... ein Traum! Leider hat die Verkäuferin auf meine Frage, ob ich dort Fotos machen darf, gar nicht reagiert - also niente. Vielleicht hat man aber eine Website - ich guck später mal. Eine Kleinigkeit habe ich dort gekauft, aber man muss wirklich aufpassen, wieviel man hier ausgeben kann!

Genug für den Moment.........

Montag, 24. September 2012

Umgebungserkundung

Nach meiner kleinen Siesta vorhin zog es mich wieder hinaus, ich versuche erst einmal, mich hier zu orientieren, meine Kreise werden ganz langsam größer. (Und meine Füße tun weh, habe sie prima im Bidet gebadet, was soll man auch machen, wenn es hier keine Handbrause gibt?)

Frage zwischendurch an diejenigen, die sich in Italia auskennen: Im Hotelzimmer ist TV, mit Decoder und zwei Fernbedienungen. Was mache ich falsch, dass ich kein Fernsehprogramm sehen kann? Das einzige, was ich habe, ist der Bildschirm "fair mate" mit Radio RTL 102,5. Die Musik ist ja ganz nett, aber nach einiger Zeit habe ich das Gefühl, ich höre ständig das selbe.

Weiter: Ich war sehr erfreut, den Markt wieder zu sehen, den ich heute früh im Aufbau auf dem Weg zur Schule durchstreift habe. Oh, er ist ganz wunderbar! Vermutlich ein typischer Markt für Touristen, das ist mir klar, und ich habe auch überhaupt nichts gekauft, obwohl durchaus die eine oder andere Verlockung vorhanden war. Ich bin aber insofern noch nicht orientiert, als dass ich schon abschätzen könnte, was okay ist. Aber es gingen mir die Augen über: ganz, ganz viel aus Leder (Handtaschen, Geldbörsen, Gürtel etc.), echtes Leder, keine Markenimitate - und in ganz tollen Farben!






Man scheint es auf jeden Fall hier sehr bunt bzw. farbig zu lieben: Handtaschen, Schals, Schmuck, Keramik und noch viel mehr in türkis, pink und allem, was das Spektrum so hergibt.



Ich habe hier andauernd einen grandiosen Durst (Leitungswasser ist okay, aber es schmeckt nicht...), und mir fehlte noch mein Quantum Obst. Was war ich froh, als ich einen Fruttivendolo fand, der mich aus dieser misslichen Lage befreite: Knackige Äpfel gekauft und einen großen Becher Obstsalat, den ich sofort auf einer Bank in piazza del duomo vernichtete.


Jetzt konnte ich in Ruhe den Dom und alles, was so drumherum ist, bewundern! Es gibt hier auch schon mal einige Fotos zu sehen, aber alle Erklärungen zur (Kunst-)Geschichte  und zur geographischen Lage werden entweder nachgeliefert oder sind besser anderwo zu lesen - es gibt ganz phantastische Bildbände!







(Ich bin noch nicht einmal irgendwo drin gewesen, ich habe noch viel damit zu tun, die bisherigen Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten - schon gestern war ich so übervoll, dass ich lange nicht einschlafen konnte.)

Irgendwann habe ich dann auch einen Supermarkt gefunden - lange danach gesucht und (typisch!) hinterher auf dem "Nachhauseweg" noch zwei gesehen. Jedenfalls bin ich nun auch im Besitz von einer großen Wasserflasche, einigen Bananen und überhaupt allem, wonach es mich verlangte. (Stichwort: Reiswaffeln! Ja, auch hier, auch ohne Zucker, sogar eine Sorte mit Farro - ausprobieren.)


Was mir sehr gut gefällt: Die Leute hier sind sehr freundlich und - tatsächlich - kommunikativ. (Im letzten Jahr in Bracciano hatte ich das genaue Gegenteil erlebt.) Es macht mir Spaß, Italienisch zu reden, und wer nicht aufpasst, den texte ich voll, hemmungslos.

Vorgeschrieben um 19:33 Uhr.

Ich werde mich wieder in ordentliches Zeug werfen und ins Foyer gehen zwecks Internetzugang. Der funktioniert gut und schnell. Genau wie übrigens in der Schule, das hatte  ich heute Mittag ausprobiert. Weil jedoch Evelyn (die Mitlernende) auf mich wartete, hatte ich keine rechte Ruhe.

Ach, was mir noch einfällt: Des Fahrstuhles in der Schule bin ich bisher nicht ansichtig geworden, und es sind einige Treppen zu steigen - ich bewältige das ganz überraschend gut! Hier im Hotel funktioniert er, aber ich habe schließlich auch ein Zimmer im fünften Stockwerk!

Schluss jetzt, ich muss runter, sonst wird es zu spät, denn, Ihr werdet lachen: Ich habe Hausaufgaben zu machen (und bin eigentlich vollkommen müde.)

Erster Tag, Sprachkurs, 27°C

Hallo liebe Leser,
ich bin gerade zurück vom Sprachkurs, habe in einer Bar ein Panino gegessen, einen Caffè getrunken und Wasser gekauft, bin mit einer Frau aus Mannheim unterwegs gewesen und noch am Duomo vorbei geschlendert.

Nun ist es mir zu heiß, und ich brauche eine Pause, deshalb Rückkehr zum Hotel und gleich ein Stopp im Foyer für diese Kurznachrichten hier.

Heute früh aufgestanden - nützt ja nichts - und das Hotelfrühstück genossen. Süße Auswahl, viel für mich war nicht dabei, egal, frau nimmt das, was funktioniert. Dann, mit Stadtplan in der Hand, auf die Schule zugesteuert, dabei über einen Markt gegangen, der im Aufbau begriffen war. Den muss ich mir natürlich unbedingt noch einmal in Ruhe ansehen!

Ein kleiner schriftlicher Test in der Schule, den ich mit Bravour gemeistert habe, nur drei Teile Grammatik waren mir zu schwer. Im "Interview" wollte man mich wohl ganz hoch einstufen, was ich nicht wollte, lieber più basso, damit ich flüssiger zu reden lerne. Erste zwei Unterrichtsstunden an einem Lehrbuch entlang gehangelt, viel Wiederholung für mich, aber auf höherem Niveau als mir geläufig ist. Zweite Einheit, anderer Lehrer, Koversation mit natürlich auch Vokabelwiederholung.

Ich denke, ich bin gut im Mittelfeld, alle machen Fehler, man traut sich mehr oder weniger, einige sprechen sehr undeutlich und leise - alle unterschiedlich, da von unterschiedlicher Herkunft.

Am besten aber war hinterher der Besuch der Bar: Als ich nämlich nach dem Wasser mit der Bezeichnung "frizzante" verlangte, wurde die Bedienung stutzig. Sie meinte, mein Italienisch sei gut - woraufhin ich ihr vermutlich eine Frikadelle aufs Ohr gequasselt habe.

Bisher bekomme ich also alles gut hin, ohne mich ins Englische "retten" zu müssen.

Später mehr.

Sonntag, 23. September 2012

Firenze

Eines vorweg: Im Hotel gibt es Internetzugang nur im Foyer. Ggf. werde ich also vorschreiben müssen und es dann hochladen, aber das bemerkt Ihr lieben Leser vermutlich gar nicht :-))

Einwandfreier Flug von Hamburg nach Frankfurt, Maschine sehr groß und sehr voll. Ausschilderung und Orientierung in Frankfurt super, kein Problem. Das Gate war etwas abgelegen im Untergeschoss, und das "Boarding" geschah höchst seltsam: Ticket scannen, rein in die Wartezone. Dann öffnete sich eine Tür, ein Bus hielt direkt daran, der dann gute 20 Minuten über das Flugfeld kurvte. Donnerweter, was ist der Flughafen Frankfurt riesig! Schließlich folgte das Hochklettern zweier mobiler Treppen in so einen kleinen "City-Liner", ich bin sinnigerweise gleich hinten eingestiegen, so dass mein Fensterplatz (!!! Danke, Nina) gleich in der Nähe war.

Beim Vorbeiquetschen an der jungen Chinesin, die den Platz am Gang hatte, gleich den Kopf an den Gepäckfächern gestoßen, dieser City-Flieger ist wirklich sehr klein, war dafür aber knallvoll! DiverseTurbulenzen machten diesen Flug interessant, einige schöne Fotos konnte ich auch machen, einmal über den Schweizer Alpen , dann schon im Anflug über die Toscana. (Werden später hochgeladen, ich möchte echt jetzt gleich ins Bett!)





Flughafen Florenz ist klein, keine Geschäfte, keine Gastronomie, man kommt praktisch gleich an den Gepäckbändern heraus, das Gepäck kommt zügig, tutto bene.

Mit Koffer zum Taxistand gezockelt, Taxi genommen, im Hotel eingechecked, alles in Italiano, non c`era nessuno problema. Dann mein Zimmer begutachtet: Sehr, sehr klein, aber alles drin und dran, was Frau braucht, vor allem: SAUBER und ORDENTLICH - ganz im Gegensatz zu den Kritiken im Internet. Bisher also alles benissimo.

Erster Blick aus meinem Fenster!

Nachdem ich mich häuslich eingerichtet hatte, bin ich ein paar Schritte rausgegangen, immer der Nase nach, und war dann praktisch gleich beim Battisterio und beim Duomo! La città è piena di vita! Alles voller Touris, Straßenhändlern, Restaurants. Ich habe mir in einem Bar-Imbiss ein Stück Pizza, einen Caffè und ein Wasser gekauft - hallo.... das war die beste Pizza meines Lebens (scheint mir). Nur die Straße, wo ich morgen zur Schule muss, habe ich unterwegs nicht gesehen, müsste aber eigentlich in der Richtung sein.

Fotos werden sind jetzt nachgereicht.

Jetzt bin ich so müde, dass es nur noch eines gibt: Ins Bett! Buonanotte.

P.S. Fa caldo! Als ich hier ankam, traf mich fast der Hitzschlag. Hier ist gerade noch richtiger Sommer!

Samstag, 22. September 2012

Orientierung leicht gemacht

Tatsächlich heute Nachmittag ganz ruhig und sinnig gepackt; es scheint als hätte ich wider erwarten alles gut vorbereitet gehabt - 20,6 kg - mehr als gewollt, dafür habe ich auch alles dabei, was ich möchte.

Das Handgepäck wird morgen früh komplettiert (Netti! Handy!), ich kann es kaum glauben, ich bin gut in der Zei!

Alle Mails geschrieben, meine "Haushüterin" sowie Nachbarin und Hausmeister informiert, alle Unterlagen kontrolliert und eben gerade die Website vom Flughafen Frankfurt studiert.

Zum ersten Mal muss ich in Frankfurt den Flieger wechseln, aber nach dem Lesen dieser Information glaube ich, dass ich mir gar keine Gedanken mehr machen muss. Alles ganz wunderbar!

Und nun: Essen machen, Nägel lackieren (Frau will schließlich gepflegt aussehen), Weinchen trinken, TV gucken, Wecker stellen und auf morgen warten.

:-)

Buonanotte e sogni d'oro.

Freitag, 21. September 2012

Masken

So ab und an muss sie sein, die Gesichtsmaske. Ich kaufe ganz gern diese in Ein- oder Zweiportionsbeutelchen eingepackten Sorten, kürzlich brachte auch die Tochter welche mit, nachdem ich mich über irgendeine Sorte bei ihr beklagt hatte. Aber welche war das nun? Ohne zu notieren, welche ich wie fand bzw. finde, kaufe ich vermutlich das gleiche Zeugs nochmal.

Es folgt also ein loser Test "Gesichtsmasken" - Männer können weglesen.

Balea (dm) - Maske mit Zink
Farbe und Konsistenz: gräulich-schleimig, trocknet nicht an, bleibt als Glitsch auf der Haut.
Muss mit viel Wasser entfernt werden.
Wirkung: trocknet die Haut stark aus, scheint zu desinfizieren.
Meine Meinung: Nicht wieder kaufen.

Venus (Douglas) - moisturizing mask
Farbe und Konsistenz: schon halb vergessen, ich glaube es war ein weißliches Cremegel.
Zieht ein, lt. Anweisung "Reste abnehmen" - mit Kosmetiktuch? Ich: Mit lauwarmem Wasser Reste entfernen.
Wirkung: beim Auftragen brennt sie, aber hinterher ist die Haut weich wie Kinderpo.
Meine Meinung: Kann man machen.

Balea (dm) - Totes Meer Maske
Farbe und Konsistenz: Wie  Nordseesand mit Schlick, graugrün-pastig, kreisendes Auftragen ist gleichzeitig ein Peeling, irritierend der leichte Duft nach Orange.
Trocknet nach 10 - 15 Min. an, wie man es von u.a. Tonerdemasken gewöhnt ist, muss also mit viel Wasser abgewaschen werden, verlangt danach eine gute Portion Creme.
Wirkung: reinigend, klärend, entzündungshemmend.
Meine Meinung: Gefällt - vorausgesetzt, eine reichhaltige Creme für hinterher ist zur Hand.

(Ergänzung 22.09.:)
Hildegard Braukmann - Oleifera Packung, Anti-Stress-Kur
Farbe und Konsistenz:  weißer Creme-Kleister, duftet ganz leicht kräuterig
Creme, also nicht-trocknend, aber nach einer Viertelstunde ist der größte Teil eingezogen, der Rest lässt sich leicht mit etwas warmem Wasser vorsichtig entfernen.
Wirkung: Haut ist ganz weich und fühlt sich gut an.
Meine Meinung: sehr gut.

Kommunikativ

Es ist mir ja eigentlich gar nicht gegeben, einfach so auf Leute zuzugehen und sie anzuquatschen - aber heute!

Auf dem Weg nach Hause auf die Mutter von Johanna gestoßen und sie einfach mal angesprochen. Noch nie gemacht, in der Familie hat eigentlich der Mann das Klönen gepachtet. Egal, nachdem ich neulich mit der Tochter so nett gesprochen hatte und ich insgesamt die Familie seit über zwanzig Jahren kenne - warum nicht? Ergebnis war eine feine halbe Stunde Austausch mit einer sehr netten Frau.

Danach meinen Blumenstrauß geteilt und den ersten von drei zu meiner Nachbarin getragen, Bescheid gesagt betreffs Urlaub, ebenfalls ein halbes Stündlein geredet.

Die Cousine hat heute aus Krankheitsgründen abgesagt, also habe ich viel mehr Zeit für allerlei Tätigkeiten ;-)