Freitag, 18. Mai 2018

Gelesen: Das Herz der Nacht

Das Herz der Nacht - Ulrike Schweikert (Roman)
LYX/Egmont Verlagsgesellschaft
ISBN 978-3-8025-8223-3

Warum dieses Buch? Teil einer Bestellung als ich anfing, wieder mehr zu lesen... eher intuitiv ausgesucht.

Klappentext:
"Wien im 19. Jahrhundert. In den Salons des Hofadels und der schönen Fürstin Therese Kinsky wird der Vampir András Petru Báthory von den Damen umschwärmt. Da erschüttert eine grausame Mordserie die Kaiserstadt, und András gerät unter Verdacht. Die Schlinge zieht sich zu. Als es fast zu spät ist, erkennt er, dass nicht nur seine Existenz auf dem Spiel steht. Ein Wettlauf beginnt, um die zu retten, die er liebt."

Der Roman ist ein Mittelding zwischen historischem Gesellschaftsroman, Krimi, Vampirgeschichte.

Die Geschichte spielt im Wien des 19. Jahrhunderts.

András Petru Báthory (schnell erkennt der Leser, dass er ein Vampir ist), freundet sich mit der Fürstin Kinsky an, welche in einer unglücklichen Ehe - ihr Mann misshandelt sie - feststeckt... begleitet sie zu gesellschaftlichen Zusammenkünften, macht nächtliche Ausfahrten mit ihr, beide genießen sie den intellektuellen Austausch und schlagfertige Unterhaltungen.

Er macht die Bekanntschaft von Karoline, einer Komponistin und Pianistin, bei der er Unterricht nimmt. Karoline hat ein Geheimnis, dem András aber bald auf die Spur kommt.

Es häufen sich mysteriöse Todesfälle in der Stadt, und bald wird András verdächtigt - jemand stellt ihm eine Falle.

Die Fürstin trat ans Fenster und sah in den Hof hinaus. Er war nur schwach vom Schein, der durch die Scheiben fiel, erhellt, dennoch war sie sicher, in der Gestalt, die mitten im Hof stand, Graf Báthory zu erkennen. Er streckte den Arm aus, als würde er jemanden rufen. Es war aber niemand zu sehen.
Ein hektisches Flattern vor dem Fenster. Therese zuckte erschreckt zurück. Was war das? Als das Tier in den Hof hinunterflog, erkannte sie es. Eine Fledermaus. Sie schien einen Kreis um den Grafen zu ziehen. Dann war sie verschwunden.
"Darf ich Ihnen Ihren Umhang reichen? Mein Kutscher wird jede Minute da sein."
Noch einmal fuhr Therese zusammen. Hatte sie ihn nicht gerade noch unten gesehen? Er musste die Treppen heraufgerannt sein, doch sein ruhiger Atem ließ nicht auf derlei schließen. 

Irgendwann (ich lasse hier vieles aus, da ich nicht spoilern möchte) sind András, Karoline und ... auf der Flucht, bauen sich schließlich ein neues Leben in Hamburg auf, wo sie den Hamburger Brand von  1842 erleben, der sehr authentisch geschildert wird.

Der Roman ist in einer sehr gepflegten Sprache geschrieben, ich möchte sie als klassisch bezeichnen, wie sie mir aus Büchern der 60er Jahre geläufig ist, allerdings ohne angestaubt zu sein, eher zeitlos. Das Einzige, was mich stört, ist die jetzt auch erlaubte Verwendung des Dativs anstatt des Genitivs, dadurch geriet gelegentlich mein Lesefluss ins Stocken.


Ein eher ungewöhnlicher Roman, der sich gut wegliest, mir hat er gefallen.

Dienstag, 15. Mai 2018

Unkraut rupfen

... vor allem Gras. Ich werde es einfach nicht los.

Ich bleibe dabei, etwas Bewegung ist besser als gar keine. Und das Gras auf der Terrasse wächst und wächst und wächst...


Dazu kommt die wilde Brombeere, die die Erde komplett unterwurzelt haben muss, die frischen Triebe erscheinen an den unwahrscheinlichsten Stellen. Mehr als abschneiden kann ich nicht, immer in der Hoffnung, dass das Gesträuch die Lust verliert, sich bei mir auszubreiten.


Jedenfalls lege ich einige kleine Pflanzen vom letzten Jahr jetzt aus dem Graswald frei - nach und nach - manchmal geht nur eine Stunde am Stück, zumal bei der aktuellen Wärme. Aber wenigstens das.

Sonntag, 13. Mai 2018

Muttertag

Mein Muttertag fand auch schon gestern statt.

Vormittags bis zum Nachmittag mit M&M Ikea durchstreift. Eine Liste sollte abgearbeitet werden, aber wie das so ist, sprangen mir noch diverse Kleinmöbel und sonstige -teile in den Einkaufswagen. (Keine Kerzen!). Im Baumarkt wurde eine vernünftige Trittleiter besorgt und schwupps, war es (nach einer kurzen Kaffeestärkung bei den Beiden) halb fünf, ehe wir hier ankamen.

Die "Kinder" haben bei mir gewerkelt, gebohrt, Lampen angebracht und diverse Dinge zusammengebaut - Ikea-Sachen halt.

Ich war nach den vielen Stunden total erledigt (blöde Krankheit, raubt mir die Kraft), aber nach dem Abendessen ging es mir dann etwas besser.

Bis dann noch alle Verpackungsmaterialien entsorgt waren - sogar gesaugt hatten sie noch! - und alles gebührend bewundert war, war es halb elf, wir hatten also zwölf Stunden mit allem verbracht.

Ich freue mich über mein Wohnungs-Upgrade, denn auch wenn eine Komplettrenovierung gerade nicht möglich ist, sieht doch jetzt vieles wieder viel schöner aus...

Diese Aktion ist für mehrere Muttertage gut...

Heute bekam ich von dem anderen Teil meiner Familie einen wunderfeinen Blumenstrauß geliefert nebst einer Karte, die mich sehr berührt...

Freitag, 11. Mai 2018

Freitags-Folterkammer

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass mir die Physio so gut bekommen würde... heute mal schnell die Kamera gezückt.




Keine Spaziergänge heute, keine großen Aktionen... Physio und Rewe-Lieferung lassen sich schlecht mit einer Unternehmung takten, die früh hätte sein müssen und von der ich die Rückkehr nicht unbedingt passend hätte planen können. Also geht es etwas ruhiger zu.

Donnerstag, 10. Mai 2018

Mobilisierung #8 - kleiner Waldspaziergang

Gewitter oder Sonnenschein?


Das Wetter wusste nicht, was es wollte, so entschied ich mich für einen Spaziergang ohne Anfahrtweg... nur ein Fußweg durch eine Wohnstraße, leider mit Steigung. Dadurch und durch die anhaltende Schwüle musste ich immer mal verschnaufen... 

Am Beginn des Wanderweges ist ein Privatgrundstück umgeben von Rhododendren! Ich liebe Rhododendren...




Als ich dann so richtig schön drin im Wald war...






... wurde es dunkel, ich hörte es grollen... Gewitter und Wald sind keine gute Kombination, also bin ich durch ein paar einzelne Regentröpfchen nach Hause gegangen. Besser eine Stunde als gar keine Bewegung... 

Angekommen bekam ich eine Unwetterwarnung aufs Handy "Gewitter, Starkregen und Hagel". Und die Sonne lachte. (Na gut, inzwischen ist es deutlich abgekühlt und der Himmel grau, aber von irgendeinem Unwetter fehlt jede Spur.)

Mittwoch, 9. Mai 2018

Mobilisierung #7 - St. Pauli Landungsbrücken

Wo ist eigentlich #6 abgeblieben? Egal.

Dieser Post läuft mal wieder unter #Mobilisierung, weil der Ausflug ein wenig länger geplant war. Deutlich länger als dann tatsächlich gewesen - hier bitte ein Frust- und Ärgergesicht denken - meine Kondition ist bei allem guten Willen noch lange nicht wieder dort angekommen, wo ich sie gern hätte. Ein halbes Jahr reicht nicht, ich bin zu ungeduldig.

Vom 10. bis 13. Mai 2018 wird der Hafengeburtstag gefeiert. Eine Massenveranstaltung, nichts für mich. So bin ich ganz bewusst heute an die Landungsbrücken gefahren... aber: Es sind Schulferien und wir haben Traumwetter. Folge: Touristenschwemme!



Schlösser an Brücken kennt man ja inzwischen überall, aber die Beschilderung "Achtung! Weitergehen! Fluchtweg!" an der Fußgängerbrücke von der S-Bahn zu den Landungsbrücken scheint mir extra für den Hafengeburtstag angebracht zu sein. Sinnigerweise in Augenhöhe, so dass man auch den üblichen Ausblick nicht genießen kann. (Vor vielen Jahren haben Tochter, damals 14jährig, und ich uns durch die Menschenmassen auf genau dieser Brücke zur Bahn bewegt. Ein Alptraum, den ich kein zweites Mal erleben möchte.)

Ich liebe es, an den Landungsbrücken zu sein und von dort aus einen Spaziergang zu starten, allerdings ganz offenbar bei schlechtem Wetter. Dann ist es nämlich leer, man kann ungehindert schlendern, gucken und essen! Mein Vorhaben, ein Fischbrötchen in "Brücke 10" zu futtern, fiel auch heute der langen Schlange von Hungrigen zum Opfer. Für kein Essen der Welt stehe ich eine lange Warteschlange ab. Kein Eis, kein Fischbrötchen. Nicht essen macht schlank.


Das ist übrigens das Schaufelrad der "Louisiana Star", Rundfahrt-, Ausflugs- und Partyschiff.


Dass ich auch keine Fahrt mit der Hafenfähre gemacht habe, versteht sich von selber? Warteschlangen schon auf dem Ponton. Gedränge ist nichts für mich. Warte ich einfach auf schlechtes Wetter, das ist hier ja nicht allzu schwer.


Viele Schiffe waren da, in froher Erwartung des Hafengeburtstages. Das Segelschulschiff MIR lud zur Besichtigung ein, gegen Bares, versteht sich. Wegen des steilen Zuganges aber nichts für mich. Der Blick von unten war auch ganz schön.




Ganz tourimäßig habe ich zwei Teile eingekauft, die sich gut als Ergänzung für ein Geschenk eignen, so bin ich dann, nach einer Pause in der Sonne auf einer der Aussichtsterrassen frohgemut nach Haue gefahren. 


Dienstag, 8. Mai 2018

Colonnaden - Jungfernstieg

Infusion erledigt.

In Hamburg ist Sommer. Wer weiß, wann er sich wieder mal zeigt, also bin ich nach der Infusion nicht sogleich zur U-Bahn gestürmt sondern durch die Colonnaden zur Binnenalster bzw. zum Jungfernstieg spaziert.




Ich hätte so gern gesündigt und ein Eis an der Alster gegessen... aber die Schlange war so lang und ich hatte keine Kraft mehr...  Aber toll sieht es immer aus hier!!!





Wenn man die Bilder so anschaut, erwischt einen tatsächlich so ein bisschen Urlaubsfeeling auf den letzten Metern zur S-Bahn, nicht wahr? 

Draußen bei mir

... sind die Ratten weg?
Vor einigen Tagen hatte ich sie noch fröhlich rumrennen gesehen, und nun sind plötzlich die Fallen entfernt. Ohne irgendeine Rückmeldung der Fachfirma. Anfrage beim Hauswart läuft.

Immerhin habe ich mich rausgetraut, immer schön die Terrassentür weitestgehend angelehnt, und für ein bisschen Unruhe gesorgt. Ein wenig Gartenarbeit gemacht. Zu wenig! Immer zu wenig! Ich verzichte jetzt und in Folge auf den leidigen Hinweis, dass meine Kapazität begrenzt ist.


Aber immerhin einen Teil meiner Gartenmöbel geschrubbt, etwas (Un)Kraut gerupft, gar zu fröhlich vor sich hinwuchernde Fliederschösslinge abgeschnitten. So geht es ja nun nicht! Einfach irgendwo so vor sich hin wachsen! Und die Hortensie in Bedrängnis bringen! Also bitte...! Da  musste ich dann mal mit der niegelnagelneuen Gartenschere ran!


Und den Schnittabfall brav in Papiertüten gepackt dann dem Biomüll zugeführt. Man beachte das bitte!

Montag, 7. Mai 2018

Stilbruch

Urlaubsmodus. Ausschlafen, lange frühstücken, spät unter die Dusche - zack! ist der halbe Tag vorbei. So kann man es machen, und schon entschwinden die kostbaren freien Tage irgendwo im Nirgendwo. Am Ende fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist.

Nicht mit mir.

Ich nehme mir für jeden Tag etwas vor, manchmal nur wenig, eben immer angepasst an meine Nicht-Gesundheit, aber doch immer etwas "außer der Reihe". Das macht zufrieden. Oder froh. Jedenfalls irgendwas.

Ich hatte also beschlossen, dass - obacht, wir haben gerade Sommer! Man weiß nie, ob noch mehr warme Tage kommen werden - mein Kleiderschrank dringend etwas Frisches luftig-buntes brauchte. Und Schuhe. Neue Schuhe fand ich nicht, ein schöner Grund, nochmal in den Geldausgebemodus zu schalten.

Der Einkauf war getan, da stach mir direkt gegenüber vom Bekleidungsgeschäft "Stilbruch" ins Auge. Nicht wörtlich natürlich, sonst hätte sich das mit dem Sehen ja erledigt, der Leser weiß, was gemeint ist.


Das Kaufhaus der Hamburger Stadtreinigung hat also von mir bis dato unbemerkt eine Filiale in Harburg eingerichtet. (Manche von mir ausrangierten Dinge haben meine jungen Leute zu Stilbruch gebacht, vermutlich in eine andere Zweigstelle. Wäre ja auch irgendwie seltsam gewesen, mit den eigenen Sachen fröhliches Wiedersehen zu feiern.)

Ich musste einfach einmal hindurch schlendern, die Anziehungskraft entspricht dem allseits beliebten "Flohmarkt gucken" - gekauft habe ich allerdings nichts.


Beim Stichwort "Flohmarkt" fällt mir gerade ein... hmhm... abwarten...

Kontrolle Vitamin D3

Generelle internistische Vorsorgeuntersuchung heute Vormittag erledigt. (Man gönnt sich ja sonst nichts im Urlaub.)

Auf eigenen Wunsch den Vit.D3-Wert testen lassen (Labor letzte Woche), bezahlt keine KK mehr wegen des "Hype, der darum gemacht wird", aber das hatte ich mir schon gedacht. Gut investierte 34,00 Euro, denn nun weiß ich, dass meine eigenmächtige und eigenverantwortliche Supplementierung seit eineinhalb Jahren einen auch messbaren Erfolg gebracht hat. Ich werde also genau so weitermachen.

Weitere Erkenntnis ist das bekannte grenzwertige Glucoseergebnis.
Auf das Blutdruckmedikament spreche ich gut an, so machen wir weiter.

Samstag, 5. Mai 2018

Gelesen: Into the Water

Into the Water - Paula Hawkins (Roman)
Blanvalet/Random House, Taschenbuch
ISBN 978-3-7645-0523-3

Warum dieses Buch? Ach, es wurde sehr gehyped, und dann kaufe ich gelegentlich mal ganz aktuelle Bücher...

Klappentext:
"Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …" In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen…"

Ein sogenannter "Spannungsroman" mit vielen kurzen Kapiteln, deren Überschrift jeweils den Namen, aus dessen Perspektive erzählt wird, trägt. Was mich übrigens wieder mal schwer aus dem Konzept gebracht hat, ständig hatte ich mit den vielen Personen zu kämpfen... erst in der zweiten Hälfte des Buches bekam ich allmählich den Durchblick.

Nel scheint ertrunken zu sein, und Julia, ihre Schwester, muss sich kümmern. Um ihre Nichte Lena, das Haus und irgendwie auch um alle Personen in dem Ort, mit denen ihre Schwester zu tun hatte. Keine einfache Aufgabe, denn es hat den Anschein, als sei die Flussbiegung, an der man Nel gefunden hatte, ein Ort, an dem im Laufe der Jahrhunderte unliebsame, unbequeme Frauen "entsorgt" worden seien. (Die Einleitung ist eine Episode aus dem Zeitalter der Hexenverfolgungen, die in keinem Zusammenhang mit der Geschichte, wohl aber mit dem "Drowning Pool", steht.)

Ich verzichte auf die Wiedergabe einer Passage - obwohl sich das Buch gut liest, fand ich es nur mäßig spannend und bin nach dem eingangs erwähnten Hype doch etwas enttäuscht.