Sonntag, 30. Dezember 2018

Jahresende 2018

Ja, ist es denn schon wieder so weit???

Ich hatte in meinem Leben alle Arten von Silvesterfeiern. Drei schöne Weihnachtstage mit viel Familie sind genug. Ich halte es wie an gemütlichen Wochenenden: Glas Wein, gutes Buch - klingt nach Klischee, aber ich mag es so. Füße hoch und entspannen. Um Mitternacht mal kurz ausgucken, was so an Raketen in den Himmel geht - falls die Sicht klar ist, manchmal war es schon so feucht-neblig, dass ich gar nichts sehen konnte. Alles prima.

Heute betreibe ich keine ausführliche Rückschau - es gab einige sehr positive Zeiten, schöne Erlebnisse und auch anstrengende Phasen. So weit nichts Neues. Die Zwerge wachsen und gedeihen.

Das nächste Jahr wird für mich sehr besonders werden, da ich im Frühjahr in den Ruhestand wechseln werde. Viele Ideen habe ich im Kopf, was ich dann tatsächlich realisiere, wird sich zeigen.

Ich wünsche Euch einen guten Übergang und viel Gesundheit für 2019!

Montag, 24. Dezember 2018

Frohe Weihnachten

Ich wünsche frohe Festtage allerseits!


Macht es Euch gemütlich, lasst Euch nicht stressen, hängt die Messlatte Eurer Erwartungen nicht so hoch und nehmt es, wie es kommt!

Sonntag, 23. Dezember 2018

Ramipril

Gerade gefunden und hier festgehalten: Sehr interessante Info über meinen Blutdrucksenker Ramipril.

Freitag, 21. Dezember 2018

Alles doof

... schwierig, weil ich weiß, wer hier mitliest...

Also, ich bin seit vier Wochen aus dem Verkehr gezogen, und ich weiß natürlich, was das für meine Firma/meine Arbeit bedeutet.

Man sagte mir, mein Schreibtisch sei dermaßen voller Papier, dass man vom Schreibtisch nichts mehr sehen würde... meinen Kollegin weinte, als ich mit ihr sprach.

Erstens habe ich mir weder meine Krankheit noch mein akutes Kranksein ausgesucht. Krankheit fragt auch nicht nach dem Datum...

Zweitens habe ich vor gefühlten hundert Jahren mal ein halbes Jahr lang alles allein gemacht, weil die damalige Kollegin sechs Monate ausfiel, und ich habe nicht geweint.

Drittens fühle ich mich jetzt dermaßen unter Druck gesetzt, dass es mir seit gestern wieder schlechter geht... schon kleinste Anstrengungen rauben mir die Luft, und mein SpO2 geht weit unter 90 %.

Dabei habe ich mit meinen Doc hart gefeilscht mit dem Ergebnis, dass ich am Donnerstag nach Weihnachten wieder ins Büro gehen kann - er wollte mich lieber noch vier Wochen krank schreiben... in meinem Zustand bin ich nämlich ein gutes Opfer für den nächsten Infekt...

Sonntag, 16. Dezember 2018

Gelesen: Tödliche Wut

Tödliche Wut von Linda Castillo (Thriller)
Amerikanisches Original "Gone Missing"
Fischer Taschenbuch
ISBN 978-3-596-19612-8

Warum dieses Buch? Ein Glücksgriff vom Tisch mit Mängelexemplaren

Klappentext:
"Du hättest dich fügen müssen.
Du hättest nicht fortlaufen dürfen. Jetzt ist dein Schicksal besiegelt. Polizeichefin Kate Burkholder sucht fieberhaft drei vermisste Amisch-Mädchen.

Sadie Miller ist verschwunden. Ein aufmüpfiger Amisch-Teenager aus Painters Mill. Ihre Familie ist verzweifelt. Verbittet sich aber jede Einmischung. Als Kate Burkholder, die Spezialistin für Amisch-Delikte, gerufen wird, ahnt sie Schlimmes. Denn gerade wurde die blutgetränkte Tasche des Mädchens gefunden. Und da sind noch mehr vermisste Mädchen im gesamten County. Wo sind sie, und was ist mit ihnen geschehen?"

Wie schon oben geschrieben, ein Glücksgriff. Wenige Sätze genügten, um mich sofort in die Geschichte zu befördern. Mädchen verschwinden, Kates Kollege und Freund Tomasetti ermittelt, holt sie mit ins Team, da sie, ehemaliges Amisch-Mädchen, die kulturellen Unterschiede versteht und das besondere Pennsylvania-Deutsch spricht.

Die vermissten Teenager hatten eines gemeinsam, sie bewegten sich außerhalb der strengen Amisch-Norm und suchten Kontakt zu "Englischen". Ganz allmählich beginnt Kate, den Kreis der Verdächtigen enger zu ziehen, bis sie sich selbst in Lebensgefahr begibt.

Nebenbei wird Bezug auf frühere Fälle genommen, und ihre private Beziehung zu Tomasetti spielt auch eine Rolle. Allerdings hat es mich nicht gehindert, ohne Vorwissen um vorherige Bände - dieses ist der vierte - der in sich geschlossenen Story folgen zu können.

Das geschilderte Umfeld der Amischen übt einen zusätzlichen Reiz aus, weiß man doch gemeinhin nicht allzuviel über sie.

Am Ende, alles ist gut, denkt man, gibt es eine offene Situation. Cliffhanger oder nicht, es schaudert einen.


Linda Castillo und diese Serie werde ich mir merken!

Samstag, 15. Dezember 2018

Just for the Records

Krank sein ist blöd. Immer wieder.
Fast schon traditionell bin ich in der Vorweihnachtszeit krank. Das Übliche, ein Infekt, der eine Lungenkomplikation mitbringt. Eigentlich bin ich jetzt in der dritten arbeitsunfähigen Woche fast wieder gesund. Kämpfe mich aus der Cortisongeschichte raus, der Abbruch nach einigen Tagen Stoßtherapie funktioniert bei mir wie immer nicht, muss also ausschleichen. Heute mit erstmalig 5 mg Prednisolon. Mal sehen, wie es mir damit heute Nachmittag geht.

Ich würde schon gerne endlich bald wieder ins Büro gehen, zumal dort Dinge auf mich warten, die ich längst hatte erledigt haben wollen - die Zeit drängt, denn ab Anfang Januar werde ich meine Nachfolgerin P. beginnen einzuarbeiten...

Freitag, 14. Dezember 2018

Gelesen: Arkadien fällt (3)

Arkadien fällt von Kai Meyer (Fantasy) - Arkadien Teil 3
Piper Taschenbuch
ISBN 978-3-492-26790-8

Warum dieses Buch? Es ist der dritte Teil!

Klappentext:
"Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch ihre Liebe bringt die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Nach einer wilden Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer wirklich hinter dem Komplott gegen sie steckt: Der Hungrige Mann, der Herrscher aller Dynastien, ist zurückgekehrt - und die Welt der Arkadier wird niemals wieder sein wie zuvor."

 ... und auch hier zusätzlich der Text von der Rückseite:
"Sie suchte nach den richtigen Worten, aber die gab es nicht. Sie konnte es nur so sagen, wie sie es fühlte, auf die Gefahr hin, dass es ungelenk klang oder albern. Was sie nicht sagte, war: Ich liebe dich. Das wusste er längst. Stattdessen flüsterte sie: «Alles, was wichtig war, haben wir richtig gemacht. Vom ersten Augenblick an.» Er nickte: «In jeder Minute.»"

Die Abenteuer von Rosa und Alessandro werden temporeicher, gefährlicher, blutiger. Viele Rätsel werden gelöst, und am Ende wird natürlich alles gut.


Ich habe diese Serie wirklich sehr gern gelesen, wie in einen Sog wird man in die Geschichte hineingezogen, und der Schreibstil ist so, dass man das Buch - alle drei Bücher - nicht aus der Hand legen möchte. Der Plot ist gelegentlich verwirrend (Was ist mit Rosas Vater, wer oder was ist TABULA, welche Rolle spielt der Hungrige Mann und was hat es mit dem Grabmal des antiken Königs Lykaon und den Löchern in der Menge auf sich?) Am Ende löst sich alles auf.

Das war für mich wirklich gute und temporeiche Unterhaltung.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Gelesen: Arkadien brennt (2)

Arkadien brennt von Kai Meyer (Fantasy) - Arkadien Teil 2
Piper Taschenbuch
ISBN 978-3-492-26789-2

Warum dieses Buch? Es ist der zweite Teil!

Klappentext:
"Menschen, die sich in Raubtiere verwandeln. Blutfehden zwischen Mafiaclans. Die verbotene Liebe zu Alessandro... Rosa braucht dringend Abstand zu den Ereignissen auf Sizilien. Auf den Spuren ihres alten Lebens reist sie zurück nach New York. Aber auch dort kommt sie nicht zur Ruhe. Die mächtigen Stellvertreter der amerikanischen Clans machen Jagd auf sie. Dann findet Rosa beunruhigende Details über ihre Vergangenheit heraus. Und über ihren toten Vater. Aber warum spielt dabei immer wieder Alessandro eine Rolle? In Rosa keimt ein schrecklicher Verdacht..."

 ... und auch hier zusätzlich der Text von der Rückseite:
" «Die Leute lügen, wenn sie sagen, nichts sei so stark wie die Liebe. Das ist eine der größten und gemeinsten Lügen überhaupt. Liebe ist nicht stark. Sie ist so verletzlich wie nur irgendwas. Und wenn wir nicht achtgeben, dann zerbricht sie wie Glas.» «Aber du liebst ihn noch immer. Sogar heute noch.» «Und, hilft mir das weiter? Macht mich das stärker?» Sie schüttelte den Kopf. «Es tut nur weh, das ist alles. Es tut furchtbar weh, jeden Tag und jede Nacht.»"

Und weiter gehen die Abenteuer von Rosa und Alessandro. Rosa gerät in New York in Lebensgefahr, entkommt und erfährt etwas über Apollonio. Mühsame Recherchen führen sie zu ihrem Anwalt, aber auch mit Alessandro unter Wasser. Die Hundinga werden entfesselt, am Ende legt ein Brand ihren Palazzo in Schutt und Asche. Und was hat es mit Iole auf sich, und mit ihrem Onkel? Wer oder was ist TABULA? Warum ist ihre ehemalige Freundin Valerie plötzlich wieder aufgetaucht?

Viele Hinweise, schnelle und gefährliche Abenteuer zeichnen dieses Mittelstück der Trilogie aus.

Am Ende scheint das Liebespaar eine Verschnaufpause einlegen zu können, da endet das Buch mit einem kleinen aber sehr interessanten Cliffhanger...


Ich freue mich auf den dritten Teil.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Gelesen: Arkadien erwacht (1)

Arkadien erwacht von Kai Meyer (Fantasy) - Arkadien Teil 1
Piper Taschenbuch
ISBN 978-3-492-26788-5

Warum dieses Buch? Vor langer Zeit mal mit bei Arvelle bestellt, bei den günstigen Preisen habe ich gelegentlich Genre-Experimente gemacht.

Klappentext:
"Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa wie in einem alten Film – der Chauffeur am Flughafen, der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in ihm ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist."

 ... und der Text von der Rückseite:
"Sie wartete. Zögerte. Dann zog sie den Kopf zurück, bevor sich ihre Lippen berühren konnten. Einen Herzschlag lang sah er verletzt aus, aber dann lächelte er, blinzelte in die Sonne und sagte: «Wenn es so weit ist, dann will ich dabei sein.» «Wenn was so weit ist?» «Wenn du allen anderen nicht mehr in die Augen schaust, als hätten sie dir gerade den Krieg erklärt. Und wenn du merkst, dass manches zwar aussieht wie das Ende der Welt, sie in Wahrheit aber weitergeht, drüben auf der anderen Seite.»"

Der Einstieg fiel mir leicht, denn die Geschichte spielt in Italien, genauer: auf Sizilien. Nun war ich dort zwar noch nie, konnte mich aber gefühlsmäßig sofort dort lokalisieren. Außerdem ist es eine Handlung, die in unserer aktuellen Zeit stattfindet. Bei Fantasy muss man ja grundsätzlich erstmal mit allem rechnen.

Rosa findet sich unversehens bei ihrer Tante Florinda und ihrer Schwester Zoe eingebunden in mafiöse Strukturen wieder, und längere Zeit liest sich der Roman ein wenig wie ein Familien-Mafia-Abenteuer-Liebesroman, wenn da nicht immer mal etwas aufblitzen würde, das jedem normalen Menschen unheimlich wäre...

Rosa ist trotz ihrer erst siebzehn Jahre ungewöhnlich angstfrei und eigenverantwortlich, erlebt gefährliche Abenteuer und lernt nach und nach, was es mit den Arkadiern auf sich hat, von denen besonders einer die Menschen möglicherweise wieder zurück in ein dunkles Zeitalter stürzen könnte.

"Und die Mafia", fragte sie, um sich abzulenken "ist in Warheit nichts als Maskerade? Um den Arkadischen Dynastien so was wie ein offizielles Gesicht zu geben?" Er schüttelte den Kopf. "Nein. Als die Mafia im neunzehnten Jahrhundert entstanden ist, aus Geheimbünden der sizilianischen Großgrundbesitzer, da wurden die Arkadier erst nur zufällig, auf Grund ihrer Geschichte, mit hineingezogen. Viele von ihnen gehörten zum alten Landadel, deine Familie und meine und noch ein paar andere, und so wurden sie Teil von etwas, das sie zuerst sogar abgelehnt haben. Sie fürchteten, dass bei Nachforschungen in Dokumenten und Akten weit mehr Dinge zu Tage gebracht würden als ein paar illegale Geschäfte. Aber schließlich haben die Dynastien erkannt, wie leicht es war, die Cosa Nostra für ihre Zwecke zu nutzen - und dass sie anderenfalls Gefahr liefen, ihren Einfluss auf Politik und Gesellschaft Siziliens an die Mafiaclans zu verlieren. Es ist jetzt drei, vier Generationen her, dass die Arkadischen Dynastien vollends mit der Cosa Nostra verschmolzen sind. Nur wenige Mafiaclans sind Arkadier, aber alle sizilianischen Arkadier gehören zur Mafia."


Und das unheimliche Element? Der Fantasy-Anteil? Ohne zu spoilern kann ich nur sagen: Gestaltwandler.

Ob ich es hier mit "ernstzunehmender Literatur" zu tun habe, kann ich gar nicht sagen, aber das Buch hat mich außerordentlich gut unterhalten. Es ist spannend und lässt sich flüssig lesen. Ich freue mich auf den zweiten Teil, der hier schon bereit liegt.

Samstag, 8. Dezember 2018

Gelesen: Sonntags in Trondheim

Sonntags in Trondheim von Anne B. Ragde
btb - Random House
ISBN 978-3-442-75737-4

Warum dieses Buch? Ein "nachgeschobener" vierter Band zur Trilogie um die Familie Neshov. "Natürlich" musste ich ihn lesen, da mir die anderen drei sehr gut gefallen hatten:

Das Lügenhaus
Einsiedlerkrebse
Hitzewelle

Klappentext:
"Blut ist dicker als Wasser. Das lässt sich zwischen Sonntagsbraten und Familienquerelen leicht aus den Augen verlieren. Bei de Neshovs ist das nicht anders. Einst auf einem Schweinezüchterhof in Trondheim zu Hause, lebt die Sippe inzwischen weit verstreut, man trifft sich nicht einmal mehr zu besonderen Anlässen. Margido etwa besucht den Vater im Altenheim nur ungern und widmet sich mit fast religiöser Hingabe seinem Bestattungsunternehmen. Sein Bruder Erlend, ein schwuler Schaufensterdekorateur, hat sein Glück in Kopenhagen gesucht. Torunn wiederum, die Nichte der beiden, vergeudet ihre Zeit mit einem Mann, der Schlittenhunde züchtet - zu denen sie eine bessere Beziehung unterhält als zu ihm. Als sie an einem Sonntagmorgen beschließt, dass es an der Zeit ist, die alten Familienbande neu zu knüpfen, erleben die Neshovs eine Überraschung..."

Der Einstieg ins Buch fällt leicht, es ist ein bisschen wie nach Hause kommen, den Kontakt zu den Personen wieder herzustellen. Im ersten Teil wird jeder Familienzweig beschrieben, Jahre nach dem Ende des dritten Bandes.

Torunn lebt als Partnerin des Schlittenhundezüchters, Erlend und Krumme haben mit Lizzy und Jytte drei Kinder, Margido macht sich Gedanken um sein Beerdigungsinstitut und der Großvater lebt stillvergnügt im Seniorenheim. So weit, so gut.

Nicht alle Handlungsstränge werden zusammengeführt, als Torunn sowohl den Großvater besucht als auch einen engeren Kontakt zu Margido herstellt, während sie ihrem Leben eine neue Richtung gibt.

Hier und jetzt, das war wirklich.
Sie hatte es getan, und sie war am Ziel. Es war nicht zu fassen. Sie verspürte nicht nur ein Aufflackern, sondern etwas viel Größeres: Das hier war richtig. Es war das einzig Richtige für sie. Da war eine Ruhe, von der sie auf seltsame Weise überrumpelt wurde. Sie zog das Telefon aus der Tasche und rief Margarete an.
"Jetzt bin ich hier. Jetzt bin ich auf meinem Hof, Margarete."
Unsere Anerbin, sagte Margarete.
"Es regnet und ist dunkel, also brauche ich mich heute Abend nur um Innen zu kümmern. Und ich glaube, das ist gut so. Der Hof war in grauenhaftem Zustand, als ich weggegangen bin, warum sollte er jetzt besser aussehen, um's mal so auszudrücken."
Aber sie schaffte das. Sie wollte auch ihre Mutter anrufen, damit sie das hinter sich hatte. 


Ein nettes Buch, das sich schnell wegliest. Wer die vorherigen drei Bände gelesen hat, fühlt sich vertraut mit den Personen. Aber auch ein Buch, das die Welt nicht braucht, Stückwerk, das kein harmonisches Ganzes ergibt und qualitativ nicht einmal in die Nähe der ursprünglichen drei Bände rückt.

Montag, 3. Dezember 2018

Gelesen: Schwarzes Wasser

Schwarzes Wasser - Die Nordsee-Morde (3) von Isa Maron 
DuMont Buchverlag Köln
ISBN 978-3-8321-6418-8

Warum dieses Buch? Der nächste Band der Nordsee-Morde an der niederländischen Küste.

Klappentext:
"Im Garten einer Villa im Amsterdamer Norden wird ein grausiger Fund gemacht: ein weiblicher Schädel. Bei der Untersuchung des Geländes tauchen weitere Köpfe auf, allen fehlen die Körper. Kommissarin Maud Mertens ist höchst alarmiert - nicht zuletzt, weil sich die Villa in direkter Nachbarschaft zum Elternhaus der Kriminalistikstudentin Kyra Slagter befindet, deren ältere Schwester vor Jahren spurlos verschwand. Bei ihren Ermittlungen im Umfeld der ehemaligen Hausbesitzer stößt Mertens auf eine Mauer des Schweigens. Handelt es sich um ein Verbrechen aus der Vergangenheit, oder lebt der Mörder noch und sucht nach seinem nächsten Opfer?"

Wir begegnen bekannten Personen, nicht nur Maud Mertens und Kyra Slagter, sondern auch weiteren Kriminalbeamten sowie Familienmitgliedern von Maud und Kyra und Tom, der in einem früheren Kriminalfall mit Kyra nach einem Jungen gesucht hatte. Das ist nett, man fühlt sich sofort wieder zuhause, wenn man die vorherigen Bücher gelesen hat, gelegentlich wird Bezug auf die früheren  Fälle genommen. Obwohl dies ein komplett neuer Fall ist, ist es spätestens jetzt ratsam, die ersten beiden Bände gelesen zu haben, damit man wirklich alles versteht.

"Das ändert die Sachlage", sagt Niels und schüttelt den Kopf. Maud weiß, welchen massiven Widerwillen der Name Demsterwold bei ihrem Kollegen auslöst, aber in diesem Augenblick wirkt er eher fassungslos. Vor einigen Jahren hat er den Politiker verdächtigt, an dem Missbrauch und anschließenden Mord an einem kleinen Mädchen beteiligt gewesen zu sein, das in Einzelteilen über das ganze Land verteilt gefunden worden war. So viele blaue Flecken hatte sie nun auch wieder nicht...  Maud hatte sich damals auf die Eltern konzentriert, vor allem die Mutter. War es nicht ihre Aufgabe gewesen ihre Tochter zu beschützen? Gegen den Stiefvater, ja, egal gegen wen.

In diesem Buch rückt zusätzlich zum aktuellen Fall mehr die Geschichte um Kyras verschwundene Schwester in den Vordergrund, wieder recherchiert sie, knüpft neue Kontakte, unternimmt mit Tom eine Reise von Amsterdam bis hinauf nach Norwegen.

Außerdem gibt es immer wieder Sequenzen von Sarah/Béatrice, die allmählich ihr Erinnerungsvermögen zurück erlangt und dringend Kontakt zu Kyra aufzunehmen versucht.

Obwohl der Fall der vergrabenen Köpfe gelöst ist, endet das Buch mit einem heftigen Cliffhanger, so dass ich auch den letzten Band lesen werde.


Meine Meinung: Gut geschrieben, auch spannend, aber als einzelner Krimi eher nicht empfehlenswert, der Leser versteht dann nicht alle Zusammenhänge. Ich mag Serien, von daher ist das für mich in Ordnung. Wer die Nordsee-Morde noch nicht kennt, beginnt besser mit dem ersten Buch.

Dunkle Flut - Die Nordsee-Morde (1) von Isa Maron

Kalte Brandung - Die Nordsee-Morde (2) von Isa Maron

Sonntag, 2. Dezember 2018

Erster Advent

Schon wieder eilt das Jahr mit großen Schritten auf sein Ende zu...

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen einen schönen ersten Advent und eine ruhige Vorweihnachtszeit.