Samstag, 24. Juni 2017

Nostalgie

Heute in Norderstedt, unser Weg führte uns durch das Herold Center ... als ich fasziniert stehen blieb, mir kam einiges "irgendwie" so bekannt vor. Ein gewisser Zweijähriger wunderte sich sehr, dass ich von ihm weg strebte, um diese Bilder zu machen. Das Motto dieser kleinen Ausstellung war zwar "Schlagerwelten" mit einem starken Bezug zur ehemaligen DDR, offenbar eine Art Multimediaausstellung (Kopfhörer und Tafeln mit erklärenden Texten)... ich hatte einfach nur das Gefühl einer Zeitreise. (Note to myself: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg mal wieder besuchen!)





 

Alpha1 Leberzentrum

Die Uniklinik Aachen, die an den Alpha-1-Infotagen die Leberstudie anbietet, ist jetzt Europäisches Referenzzentrum und hat eine frisch aufgesetzte Homepage.

Dass es bei Alpha-1-Mangelerkrankten zu Problemen mit der Leber kommen kann, ist bislang immer noch zu wenig bekannt - sogar mein super Lungenfacharzt wunderte sich auch dieses Jahr wieder über meinen vorgelegten (unproblematischen) Befund. Diese Tatsache und die Kenntnis von der Studie sind immer noch zu wenig verbreitet.

Spatzenkinder

Vor einer Woche konnte ich junge Spatzen bei ihren ersten Flugversuchen beobachten, sie kamen von einem Balkon über mir im Sturzflug auf meine Terrasse. Zwischendurch wurden sie gerufen von Mama Spatz, versammelten sich im Gebüsch - dann ging es wieder los...

Mittlerweile fliegen sie sicher, kommen aber weiterhin auf meine Terrasse (Gartenbereich und auch Steinplatten) zum Futter picken - bis dicht an meine Terrassentür. Was sie da wohl zu fressen finden? Es muss so klein sein, dass ich es nicht sehe - vielleicht kleinstes Krabbelgetier oder hingeflogene Pflanzensamen? So bald ich mich hinter Terrassentür oder Fenster bewege, sind sie ---husch!--- alle weg. Natürlich bei der Spatzenmama, die sie auch zwischendurch immer mal wieder ruft.

Freitag, 23. Juni 2017

Layout, Typographie und Co.

Es wird kaum jemanden meiner üblichen Leserschaft interessieren, und professionell brauche ich es auch eher nicht - aber mich können so grobe Fehler stören, aufregen... nennt mich Erbsenzählerin.

Woran erkennt man ein professionelles Layout? Der Text hatte mich heute früh (ja, in der S-Bahn auf dem Arbeitsweg lese ich so etwas) gefesselt, ich bin froh, ihn wiedergefunden zu haben.

Im Alltag, und der beginnt mit einfachen Briefen, Mitteilungen, Mails etc. nerven mich solche Sachen durchaus... andere Menschen meines Umfeldes interessiert es schlicht und ergreifend nicht. Aber ich habe hier mein Lesezeichen und kann in Ruhe weiterlesen.

Dienstag, 20. Juni 2017

Gespenst

Fast sinnbefreite Recherche betrieben und festgestellt, dass es ein böses Gespenst meiner Vergangenheit seit neun (!) Jahren praktisch nicht mehr gibt. Fein!

 

Sonntag, 18. Juni 2017

Osteoporose

Nachdem ich kürzlich hier eine Notiz ohne konkrete Info hinterlassen hatte, es war mir nämlich wichtig, zuerst mit meiner Familie darüber zu sprechen (es wäre doch ziemlich blöd, man erführe solcherlei über mein Blog oder, schlimmer, via Facebook!), kann ich - schon deshalb, weil mein Blog auch mein persönliches Tagebuch bzw. meine Chronik ist - jetzt kurz davon erzählen:

Man hat also eine schwere Osteoporose festgestellt, der Radiologe zeigte mir die Bilder, auf denen selbst ein Laie die vielen Wirbelbrüche erkennen kann... (meine CD umfasst über tausend Bilder, dieses habe ich noch nicht finden können!).

Mittlerweile war ich bei einem Facharzt, der denn auch diverse Sachen (Haltungsschaden, Rundrücken, Muskelverkürzungen etc.) festgestellt hat - Physio-Rezept natürlich bekommen, Termine sind schon gemacht. Röntgenbild der Lendenwirbelsäule und Knochendichtemessung sind gemacht. Auswertung und Therapieansatz erfahre ich beim nächsten Termin Anfang Juli!

Der Orthopäde war sehr sachlich und wirkte kompetent - mit so einer Diagnose kann ich nicht zum "Wald-und-Wiesen-Orthopäden" meines Stadtteils gehen, ich vertraue mittlerweile den Empfehlungen von Dr. T., der mir auch in der Vergangenheit zu guten  Praxen/Fachärzten verholfen hat!

Mittlerweile habe ich mich beruhigt - de facto geht es mir ja nicht schlechter als vor vier Wochen oder gestern oder morgen... und ich habe alles getan, was frau tun kann.

Ach ja, der Grund für das Thorax-CT war ja mein Wunsch! Wir haben das - und ich bin seit sieben Jahren  in Behandlung - nie gemacht... ich war ja seinerzeit mit einer fix und fertigen Diagnose bei Dr. T. aufgeschlagen... das letzte Bild war eine Rö-Aufnahme im KH Harburg 2010 gewesen... Ich wollte wissen, wie und wo mein Emphysem lokalisiert ist, ich hatte so ein Gefühl, dass etwas nicht stimmt, jetzt lacht nicht!!!, ich habe eine "Magenspeckrolle", die trotz Gewichtsabnahme hartnäckig bleibt, ich habe das vor allem auf das Emphysem geschoben (was ja eine krankhafte Ausdehnung von funktionslosem Lungengewebe ist) - nun weiß ich, dass ein weiterer Grund die Verbiegung meiner Wirbelsäule durch die Wirbelbrüche (durch die Osteoporose) ist... Da ist die gekränkte Eitelkeit ein Grund mehr für die Therapietreue!

Meine Lunge ist noch ein bisschen schlimmer in Mitleidenschaft gezogen als (von mir!) erwartet, der Befund erzählt aber insgesamt nichts Neues. Emphyseme oben und unten, Bronchiektasen erklären meine vielen Infekte der letzten Monate... Immerhin habe ich es jetzt schwarz auf weiß. Das wollte ich so.

(Mein Leberbefund von der Studie aus Aachen ist okay, wenn ich zwischenzeitlich zu einem Facharzt möchte, hat Dr. T. auch schon eine Empfehlung und Überweisung zur Hand, ich muss nur "piep" sagen.)

Ach ja... ohne zu wissen, wie der Orthopäde mich schlussendlich behandeln möchte, Vitamin D und Calcium werden vermutlich eine Rolle spielen:  Kurz vor Weihnachten hatte ich ja von Dr. T. eine Untersuchung meines D3-Spiegels verlangt und bekommen, der Wert war niedrig, aber nicht niedrig genug, um eine Verordnung über die KK zu bekommen... (da hat doch auch etwas in mir gesagt, dass es nicht iO. ist, genau wie mein Wunsch des CT...) Ich nehme seit Januar D3+Cofaktoren...

Der Körper weiß meistens, was Sache ist, mein Gehirn wandelt es in Argumente, die dem Arzt schlüssig erscheinen...

Samstag, 17. Juni 2017

Hartwig

Nein, ich habe ihn nicht vergessen, den Todestag meines Bruders. Wie könnte ich auch?

Noch immer lässt es mich nicht los... vormittags hatte ich noch mit ihm telefoniert (Mutter lag im Krankenhaus) - und wenig später war er gar nicht mehr da..........

14. Juni 2014

Ich bin mehr als diejenige, die bei der Trauerfeier die "Schwester, die immer seine Hausaufgaben gemacht hat" war. ... Aber niemand hatte von mir mehr gewusst? Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke. (Und pflastere meine Terrasse mit Hortensien.)

... und auch ein wenig missgestimmt bin, denn wir hatten die gleiche Krankheit, wie auch immer und auf welchem Wege auch immer sie uns von unseren Eltern vererbt wurde. Ich hätte mir mehr Austausch darüber gewünscht... Vor kurzem habe ich nochmal seine Unterlagen durchgelesen, und es bleiben so viele Fragen ohne Antwort. Mist. Alles.

Gelesen: The Girl Before

The Girl Before (Roman/Thriller)
von JP Delaney, aus dem Englischen von Karin Dufner
Penguin Verlag
ISBN 978-3-328-10099-7

Warum dieses Buch? Offenbar ein Hype.
Das derzeit wohl meistgelesene Buch meiner Facebook-Bücherlesegruppe.

Klappentext:
"Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr."

Es werden parallel zwei Geschichten erzählt, deren abwechselnde Kapitel jeweils beginnen mit:

Damals: Emma
Heute: Jane

Das hat natürlich einen Grund, der Leser mag ihn sich denken: Die Geschichten der Bewohnerinnen dieses ganz besonderen Hauses haben einiges gemein.

Das Haus in der Folgate Street Nummer 1 steht seit über einem Jahr leer, als Jane (ich muss direkt nachschauen, war es Emma mit Simon oder doch Jane?) bei ihrer Wohnungssuche durch ihre Maklerin darauf aufmerksam gemacht wird.

Es ist ein hochmodernes Haus, elektronisch gesteuert, sehr schlicht, was die Einrichtung betrifft, dabei raffiniert hinsichtlich des Komforts. Auch der Überwachung?

Nahezu spartanisch möbliert, so gibt es doch alles, was ein Bewohner braucht - wenn er denn mit den Bedingungen des sehr ungewöhnlichen Mietvertrages einverstanden sein mag.

Heute: Jane
Camilla lächelt verhalten. "Wenn ich eine der Bedingungen sage, heißt das, eine der klarsten. Wissen Sie, was eine Nutzungsbeschränkung ist?"
Ich schüttle den Kopf.
"Das ist eine Rechtsvorschrift, die auf ewig für eine Immobilie gilt, etwas, das sich selbst beim Verkauf des Hauses nicht aufheben lässt. Normalerweise wird sie auf Nutzungsrechte angewendet - ob das Haus kommerziell genutzt werden darf und so weiter. Bei diesem Haus sind diese Bedingungen Teil des Mietvertrages, sie sind nicht verhandelbar und können auch nicht geändert werden. Es ist ein ausgesprochen strenger Vertrag."
"Wovon genau reden wir?"
"Im Grunde genommen handelt es sich um eine Liste von Geboten und Verboten. Nun, zum Großteil sind es Verbote. Keine Veränderungen irgendwelcher Art, sofern nicht vorab genehmigt. Keine Teppiche. Keine Bilder. Keine Zimmerpflanzen. Keine Bücher..."
"Keine Bücher! Das ist doch lächerlich!"
"Keine Anpflanzungen im Garten. Keine Vorhänge..."
"Und wie kriegt man das Zimmer ohne Vorhänge dunkel?"
"Die Fenster sind lichtsensitiv. Sie verdunkeln sich, wenn es draußen dunkel wird."
"Also keine Vorhänge. Sonst noch etwas?"
"Oh, ja", erwidert Camilla, ohne auf meinen sarkstischen Ton zu achten. "Insgesamt gibt es etwa zweihundert Klauseln. Doch es ist die letzte, die die meisten Probleme verursacht." 

Damals: Emma
... keine Lampen, außer denen, die schon da sind, sagt der Makler. Keine Wäscheleinen. Keine Papierkörbe. Rauchen verboten. Keine Glasuntersetzer oder Platzdeckchen. Keine Sofakissen, keine Deko-Objekte, keine Möbel zum Selbstzusammenbauen..."

Jane hat vor kurzem ein totes Mädchen zur Welt gebracht, ihren einträglichen Job getauscht gegen eine Teilzeitarbeit in einer Sebsthilfeorganisation, sie braucht dringend eine preiswerte Wohnung und einen persönlichen Neuanfang. Zur Wohnungsbewerbung gehört die Beantwortung eines umfangreichen Fragebogens. Nachdem der Architekt und Eigentümer diesen offenbar wohlwollend gelesen hat, wird sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeleaden und darf tatsächlich Mieterin eines Hauses werden, das mittels einer "Housekeeper"-Software alles, wirklich alles, steuert.

Housekeeper registriert ihre Gewohnheiten, steuert Licht, Wärme, die bevorzugte Wassertemperatur beim Duschen - und die Internet-Suche! Statt google zu bemühen, schaltet sich Housekeeper dazwischen, speichert ihre Suchanfragen und filtert die Ergebnisse.

Der Architekt, Edward, interessiert sich für Jane, beginnt eine Beziehung mit ihr (solange sie "perfekt" ist!) und zieht (eine einzige Ledertasche als Gepäck genügt) bei Jane ein. Inzwischen hat Jane von Emma und Simon erfahren, recherchiert heimlich - wobei sie "Housekeeper" austrickst und über das ungesicherte WLAN ihres Nachbarn ins Netz geht ... Nimmt Kontakt zu Simon auf... und gerät allmählich in Gefahr.

Dann fallen immer wieder Funktionen ihres Hauses aus, beginnend mit dem Warmwasser der Dusche... "Housekeeper" verlangt mal wieder die Beantwortung von allerlei persönlichen Fragen, bevor die Elektronik ihre Arbeit weiterhin tut...

Jane, mittlerweile ungeplant schwanger und von Zweifeln geplagt, hat inzwischen Emmas Geschichte erforscht, gerät in Gefahr.

Das Ende der Geschichte ist sanft und leise - ich hätte mir einen fulminanten Schluss gewünscht - aber eindringlich genug, um mir tagelang nicht aus dem Kopf zu gehen.


Ein spannender und von der Thematik her vollkommen ungewöhnlicher Psychothriller.

Montag, 5. Juni 2017

Gelesen: Mein Ein und Alles

Mein Ein und Alles - Andrea Camilleri
Titel der italienischen Originalausgabe: "il tuttomio"
Rohwolt Verlag
ISBN 978-3-499-26789-5

Warum dieses Buch? Preisreduziertes Mängelexemplar bei Thalia und: hey, es ist ein Camilleri!

Berühmt durch seine Krimis, hat Camilleri doch auch kleine Romane geschrieben, dies ist einer davon.

Klappentext:
"Giulio ist wie verzaubert von der jungen Arianna. Sie ist wild wie ein Kind und wunderschön. Vom Tag ihrer Hochzeit an möchte er ihr zurückgeben, was sie ihm alles Gutes tut. Auch das, was er ihr infolge eines gravierenden Unfalls nicht mehr geben kann: Bei den «Donnerstags-Treffen», die Giulio persönlich organisiert, darf sie ausgewählte Männer zum Sex treffen. Aber nur zu bestimmten Bedingungen. Doch die Leidenschaft hält sich nicht an feste Regeln …"

Im ersten Moment scheint man es mit einem locker-leicht-frivolen Sommerbüchlein zu tun zu haben.

Giulio liebt seine junge Frau Arianna, die er auf seltsame Art und Weise kennen gelernt hat, auf einem Friedhof in einem Dorf in den Bergen. Bei aller Liebe und Fürsorge fehlt ihrer Ehe etwas, denn Giulio ist seit einem Unfall kastriert. So entwickelt er den Plan, dass seine Frau, wenn Sie mag, jeden Donnerstag mit einem fremden Mann zusammen sein darf. Keinen von ihnen darf sie mehr als zweimal treffen.

An jenem Morgen war sie mit Giulio an den Strand gefahren. Vor dem Meer bildeten drei stämmige Burschen ein Grüppchen, das waren die Kandidaten.
Giulio und sie hatten sich auf den Liegen ausgestreckt, um die drei hinter dem Schutz ihrer Sonnenbrillen zu mustern.
Dann war dieser Junge aufgetaucht, der offenbar seine eigenen Gründe hatte hierherzukommen. Er hatte sich unter den Sonnenschirm neben ihrem gesetzt und zwei zerschlissene Bücher, ein Heft und einen Kugelschreiber aus seiner Tasche geholt. Er machte sich Notizen. Vielleicht ein Schüler, der die Schule schwänzte.

Mit Mario, so heißt der Junge, läuft etwas aus dem Ruder. Er hält sich nicht an die Spielregeln, hat sich in Arianna verliebt und macht die verrücktesten Dinge, um sie wieder und wieder zu treffen.

Während die Geschichte an Fahrt aufnimmt, sind immer wieder Rückblenden aus Ariannas Leben eingebaut, eine Mischung aus Missbrauch, Armut, Sex, überraschend verstorbenen Gefährten - und einem verborgenen Refugium.

Eine entspannt erzählte Geschichte, die mich im ersten Moment leicht verstört zurück lässt.


Sie überlegt, dass Mario ihr in den nächsten Tagen sehr fehlen wird.
Da kann  man nichts machen, so ist es nun mal leider gekommen.

Sonntag, 4. Juni 2017

Magnesium

Ich lese mich durch diverse Gesundheitsthemen... schlucke täglich u.a. Magnesium und bemerke auch die Grenze des für mich Zuträglichen. Da wird in gewissen Bereichen/Gruppen ja immer die s.g. "transdermale" Aufnahme empfohlen.

Alles Märchen... Hier werden Zusammenhänge gut erklärt.

Freitag, 2. Juni 2017

Abgebrochen: Fastenzeit

Fastenzeit ("Westfalen Krimi")
von Barbara Meyer
Hermann-Josef Emons Verlag
ISBN 978-3-89705-627-5

Warum dieses Buch? Preisreduziertes Mängelexemplar bei Arvelle. Ich dachte, es wäre nett, mal einen "richtig deutschen Krimi" zu lesen...

Klappentext:
"Das Dreamteam aus Paderborn: Die eine ist Beamtin, die andere arbeitslos. Kriminalistische Kenntnisse haben Renate Quickstern und Therese Urban nur aus Romanen. Doch plötzlich stecken sie mitten in einem Mordfall. Die Polizei verdächtigt den Falschen, das ist beiden klar. Aus dem Krimi-Spiel wird tödliche Gefahr, als die ungleichen Fahnderinnen dem Mörder auf die Spur kommen."

Deutsches Umfeld - Agentur für Arbeit, Hartz IV-Empfänger... mal etwas Anderes, dachte ich.
Ein wirklich unsympathisch geschilderter Angestellter der Arbeitsagentur wird unterhalb seines Fensters auf einer Skulptur (?) liegend tot aufgefunden.

Ausführlich werden seine Beratungstermine geschildert, die Kollegen und die Arbeitslosen mit ihrem Umfeld...

Bis Seite 78 habe ich mich durchgequält. Der Schreibstil ist beschreibend, genau, langweilig. Sehr langweilig für mich, entbehrt jeglicher Dynamik, ist kein bisschen mitreißend. Leider.

Das Buch geht in den öffentlichen Bücherschrank - außer, es meldet sich jemand, der es haben mag.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Alles nicht so prickelnd

Nach meinem ersten Facharzttermin vor sieben Jahren habe ich mir eine teure Handtasche gekauft.

Heute, Radiologie mit keinem guten Ergebnis, Douglas leer gekauft. Fast jedenfalls.

Zur ersten schweren Krankheit kommt jetzt noch eine zweite hinzu, dabei hatte ich die gar nicht bestellt...
Keine tödliche Krankheit oder so, es muss sich niemand aktuell Sorgen machen, aber "dringend behandlungsbedürftig."

Sehr, sehr gute Praxis, toller Arzt am Ende, alles super - nur ich nicht.

Nun lass ich erstmal alles sacken, bevor ich wo auch immer davon schreibe, werde auch den Arztbrief erst am Wochenende öffnen... habe noch die Bilder vorm geistigen Auge und die Arztworte im Ohr. Das reicht für heute.


Und nun die schönen Kosmetika auspacken!!!

Sonntag, 28. Mai 2017

Donnerstag, 25. Mai 2017

Venedig-Berichte

So ganz langsam beginne ich mit meinen venezianischen Erzählungen, ich schreibe sie nicht chronologisch, versuche aber, sie hier letztendlich chronologisch anzuordnen. Deshalb guckt auch immer mal weiter unten, ob dort etwas Neues eingefügt ist...

Sonntag, 21. Mai 2017

La "libreria acqua alta" (15.04.2017)

Neulich in Venedig - la libreria acqua alta, wörtlich "die Hochwasserbuchhandlung". 


Nicht weit von unserem Hotel entfernt kamen wir unterwegs automatisch an ihr vorbei, da mussten wir gar nicht lange suchen.


Es handelt sich um keine ganz normale Buchhandlung!


Wer schon mal vom mehr oder weniger regelmäßig eintreffenden Hochwasser in Venedig gehört hat, eben dem "acqua alta" (in der ganzen Stadt verteilt stehen gestapelte Holzbretter auf Metallstützen, die schnell zu provisorischen Wegen oberhalb des Wasserspiegels aufgebaut werden können), der weiß, dass viele Häuser mit häufigen Wassereinbrüchen zu tun haben.


In dieser Libreria hat man sich die traurigen Folgen der Wasserschäden zu Nutze gemacht und damit eine kultige und inzwischen sehr angesagte Buchhandlung geschaffen, die lange schon kein Geheimtipp mehr ist:


Mitten im Geschäft steht eine venezianische Gondel, in der die durchnässten Bücher, leidlich getrocknet, sie fühlten sich für mich immer noch leicht klamm an, aufbewahrt, ausgestellt oder zum Verkauf angeboten werden.


Die Bücherregale sind vollgestopft nach Sortierregeln, die vermutlich nur das Personal kennt.

 

Auf den seitlichen Ablagen herrscht Chaos, auch hier finden sich immer wieder Bücher mit Wasserschäden. Allerlei seltsame Dekorationsobjekte sind überall dazwischen gestopft.





Der Laden ist schlauchartig, sehr eng, denn, wie eingangs erwähnt, schon lange kein Geheimtipp mehr, deshalb voller Touristen.


Geht man nun durch das Geschäft hindurch, findet man dort einen Hinterausgang auf ein winziges, ebenfalls zugestelltes Areal mit einer Treppe aus durch das Wasser vollkommen unbrauchbar gewordenen Büchern...




... ich bin sie nicht hochgestiegen (vordergründig, weil meine gequälte Lunge keine Anstrengungen toleriert, aber vielleicht auch, weil ich es nicht fertigbringe, auf Bücher - und seien sie noch so kaputt - draufzusteigen?)



Selbstverständlich habe ich am Ende ein Buch gekauft, und zwar eines, das sich mit der Entstehung der Lagunenstadt beschäftigt, vorzugsweise dem Aufbau, natürlich auf Italienisch.

Samstag, 20. Mai 2017

Hotel (14.04.2017)

Unser Hotel war das Ruzzini Palace Hotel am Campo Santa Maria Formosa.

Wir wurden überaus höflich begrüßt und gebeten, zuächst im Foyer Platz zu nehmen, wo wir ein Begrüßungsgetränk bekamen. (Also erstmal "runterkommen" vor dem Bezug des Zimmers!)


Das Zimmer lag im sechsten Stock (obwohl wir EG hatten bestätigt bekommen), allerdings mit dem vorhandenen Lift gar kein Problem! Und nachdem wir die Vorhänge zur Seite gezogen hatten, stand sofort fest:




WOW!!! Hier bleiben wir!

Das Zimmer war groß und komfortabel, das Bad "state of the art"... wir haben uns sehr wohl gefühlt dort.







Übrigens ist ja ein guter Start in den Tag nicht zu vernachlässigen: Das Frühstücksbuffet ist sehr gut sortiert, bietet für jeden Geschmack etwas, und ein Cappuccino oder Latte Macchiato wird auf Wunsch frisch bereitet und an den Tisch gebracht.

 

Anreise (14.04.2017)

Der Abflug war in Ordnung und ganz normal. Treffen am Flughafen, Koffer abgeben, boarden.



Der Anflug auf Venedig war zunächst enttäuschend, weil man mir von der tollen Sicht auf die Stadt erzählt hatte. Vermutlich saß ich einfach auf der "falschen" Seite im Flieger?


Wer in Venedig am Flughafen stumpf den Hinweisschildern folgt, Lifte, Laufbänder, merkwürdige Wege um Bauzäune herum nutzt..., der kommt tatsächlich am neuen und topmodernen Fähranleger an! Die zuvor via Internet gebuchte Überfahrt (Voucher) wurde umgewandelt in reguläre Tickets, dann ging es zur Anlegestelle.



Das Schiffchen von "Alilaguna" kam mir vor wie eine Nusschale, die Überfahrt war schaukelig - was ja Hamburger Mädels nicht erschüttern kann!


In Rialto angekommen, ging es schnurstracks über Brücken...



Hier genossen wir schon wunderschöne Aus- und Ansichten über einen bzw. zwei Kanäle, gingen zum ersten Mal durch einen Sotoportego und eine enge Gasse, kamen am Campo Santa Maria Formosa an - und waren damit bei unserem Hotel!

Venedig - Prolog

Ohne die Begleitung meiner wunderbaren Tochter hätte ich den Trip nach Venedig nie gewagt!

Ich weiß, dass sie mit meinen Einschränkungen/meiner Behinderung vertraut ist, mir ansieht, wenn etwas über meine Möglichkeiten bzw. Kräfte geht... es sind keine großen Worte nötig.

Dieses wunderbare Wesen hat nicht nur die komplette Navigation vom Flughafen zum Hotel übernommen, sondern auch alle Wege durch die Stadt gesucht, geplant, gefunden.

Sie hat sich um unsere beiden Koffer gekümmert, einen links, einen rechts, beide über die Brücken getragen... und dabei nie schlechte Laune bekommen!



Ganz klar ist: Wer behindert ist, für den ist normalerweise diese Stadt nichts. Zumindest nicht ohne Assistenz. Ein paar der großen  Brücken haben zwar Rampen an der Seite, so dass Rollatoren, Kinderwagen, Rollstühle irgendwie zurecht kommen können, aber es bleibt die Steigung. (Ich fand für mich die Treppen besser.)

Danke, meine kleine (gemeint: jüngste) Tochter!