Samstag, 30. Dezember 2017

Bücher - Tops und Flops 2017

... und alles dazwischen auch.

Top
Briefe vom Weihnachtsmann - J.R.R. Tolkien
Hitzewelle und Folgebände von Anne B. Ragde (Roman) – bisher drei Bücher
Kalte Brandung - Die Nordsee-Morde (2) von Isa Maron 
Wo die Sonne aufgeht (Roman) - von Pearl S. Buck
Das Mona-Lisa-Virus (Thriller) - von Tibor Rode
Die Stimmen (Roman/Thriller) - von Christa von Bernuth
Leise stirbst du nie (Thriller) - von Daniel Annechino
Wer Blut vergießt (Kriminalroman) - von Deborah Crombie
Der Schatten des Chamäleons (Psychothriller) - von Minette Walters

Gut oder in Ordnung
Das vierte Opfer (Roman/Krimi) (Die Van-Veeteren-Krimis, Band 2) von Håkan Nesser
Das Dorf der Lügen (Kriminalroman) - von Barbara Wendelken
The Girl Before (Roman/Thriller) - von JP Delaney
Mein Ein und Alles - Andrea Camilleri
Donna Leon - Tierische Profite - Commissario Brunettis einundzwanzigster Fall - Roman /Krimi
Ein Vampir zur rechten Zeit  und weitere aus der Reihe (Roman)  - von Lynsay Sands
Riley - Die Geisterjägerin – vier Bücher - (Young Adult/Fantasy) - von Alyson Noël

Flop
Nimmerlands Fluch - Salome Fuchs (Fantasy)
Der Tod auf dem Nil - Agatha Christie (Kriminalroman)
Der Fürst des Parnass (Eine Erzählung) von Carlos Ruiz Zafón
Schattenmorellen (Kriminalroman) - von Sigrid Hunold-Reime
Fastenzeit ("Westfalen Krimi") - von Barbara Meyer
Das Nordseegrab (historischer Kriminalroman) - von Tilman Spreckelsen
Hörbuch "Die Mitternachtsrose" - von Lucinda Riley

Kann man lesen, muss man aber nicht
Die Rückkehr der Zauberer - Wolfgang Hohlbein (Roman/Fantasy)
 

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Wäsche waschen zwischen Weihnachten und Neujahr?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass in der "stillen Zeit" zwischen Weihnachten und Neujahr keine Wäsche gewaschen werden soll. Ich habe mich übrigens nie daran gehalten - wer allerdings in der Neujahrsnacht die Fenster öffnet, lässt die schwefligen Dämpfe der Böller und Raketen herein, die sich dann sehr gerne in der aufgehängten Wäsche niederlassen...

Hier ein Text über den (Aber-)Glauben.

Sonntag, 24. Dezember 2017

Abgebrochen: Nimmerlands Fluch

Nimmerlands Fluch - Salome Fuchs (Fantasy)
Drachenmond Verlag
ISBN 978-3-95991-675-2

Warum dieses Buch? Erstens eine Empfehlung aus der ABC-Gruppe, zweitens hat es ein wunderschönes Cover. Ja, ein tolles Cover beeinflusst durchaus auch mal meine Kaufentscheidung!

Klappentext:
"Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gehört hast, eine einzige Lüge ist?
Peter Pans Macht knechtet nicht nur Nimmerland – auch in die Menschenwelt gelangt er immer wieder, um sich dort von Kinderseelen zu ernähren.
Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Albtraum: Fay.
Doch die kann nicht glauben, dass sie es sein soll, die Pan besiegen wird. Und hinter jeder Ecke scheint ein Geheimnis zu lauern, das darauf wartet, seine spitzen Krallen tief in das Fleisch der ahnungslosen Opfer zu schlagen."

Auf Seite 38 breche ich ab. Noch nie bin ich so früh "ausgestiegen".

Abgesehen davon, dass die Autorin sich allerlei seltsame Foltermethoden ausgedacht hat, die mir vorkommen, als seien sie einem kranken Hirn entsprungen (was ja durchaus Geschmacksache ist), komme ich mit dem Schreibstil nicht klar.

Die Sprache ist beschreibend, eigentümlich trocken kommt die Erzählung rüber, ich quäle mich durch die Seiten und werde mit der Geschichte einfach nicht warm.

Um sicher zu sein, dass es nicht eventuell nur Anfangsschwierigkeiten sind, habe ich hier und dort ein bisschen  geblättert und quer gelesen - keine Chance.

Ein Sprachbeispiel:
Lachend läuft Wendy durch einen dichten Wald, im Hintergrund verklingt das Rauschen des Meeres. Freudig schaukelt sie den Vogelkäfig in ihrer Hand hin und her. Das Tier flattert ängstlich und aufgeregt mit den Flügeln.
"Sie sind tot, endlich tot, ich werde ihn befreien befreien ja, genau", gackert sie in die Nacht hinaus. Immer tiefer und weiter  läuft sie durch das Dickicht. Vorbei an gekrümmten Bäumen, die genau in diesem Moment ihre einst so bunten Blätter abwerfen, so als würde Wendy Gift ausstrahlen.

Frohe Weihnachten

Ich wünsche Euch ein frohes Fest im Kreise Eurer Lieben!

Und wieder einmal muss für meine Grüße unser Lieblingsfamilienweihnachtsfoto (1985) herhalten, etwas in die Jahre gekommen zwar und dank seinerzeitiger Technik nicht vergleichbar mit heutigen Digitalfotos, so ist es doch für uns unvergleichlich.


Habt schöne Feiertage in Nah und Fern (und lasst Euch nicht stressen)!

Samstag, 23. Dezember 2017

Gelesen: Die Rückkehr der Zauberer

Die Rückkehr der Zauberer - Wolfgang Hohlbein (Roman/Fantasy)
Buchgemeinschaftsausgabe für den Bertelsmann Club
Original 1996 im Weitbrecht Verlag
ISBN nicht vohanden

Warum dieses Buch? Bei Durchsicht eines öffentlichen Bücherschrankes sprang es mir in die Tasche. Ich erinnerte mich daran, dass ich Hohlbein mal ganz gern gelesen hatte. (Ich meine, es war "Das Druidentor" gewesen.)

Klappentext (Hinweis: der bei Amazon abgedruckte Klappentext bezieht sich nicht auf diese Ausgabe und ist inhaltlich nicht ganz richtig.):

"Intensiv leuchtet der blaue Lichtfleck zwischen den Wolken auf. Dann, mit einem gewaltigen Schlag, explodiert der Himmel - und ein Feuerball stürzt auf die Erde hinab. Seine maßlose Größe und Zerstörungskraft sprengen jede Vorstellungskraft. Ist ein Stern vom Himmel gefallen? 

Ein phantastischer Roman: Wolfgang Hohlbein entführt seinen skeptischen Helden, den Journalisten Hendrick Vandermeer, in eine Sphäre jenseits vertrauter Vorstellungskraft. Mysteriöse Mächte bedrohen sein Leben und berauben ihn sämtlicher Gewißheiten, aus denen seine Welt bisher bestand."

+++

Petrov, Geheimdienstler und Soldat, führt einen kleinen Trupp junger Soldaten durch die sibirische Tunguska auf der Suche nach einer Gruppe von Wegelagerern, als ein alter Schamane und ein Kind an ihr Lagerfeuer treten. Sie bedrängen die Soldaten, zügig zu verschwinden, da ein großes Unheil nahen würde. Petrov glaubt ihnen nicht, zu mysteriös ist deren Vorhersage, und so geraten die Männer mitten hinein in eine Welle der Zerstörung, nach der dieser Teil der Welt nicht wiederzuerkennen ist. Petrov überlebt - und Haiko, das unheimliche Kind, durch die Wucht der Explosion und Helligkeit nun  erblindet. - So weit diente offenbar der Meteoriten- oder Kometeneinschlag 1908 als Grundlage des Romans.

Er hatte ein Geräusch gehört.
Es war unendlich leise, ein Knacken oder Rascheln, vielleicht gerade noch an der Grenze des Hörbaren, aber es gehörte nicht zur normalen Geräuschkulisse des nächtlichen Lagers und Petrov hatte einen Gutteil seines Leben damit zugebracht, seine Sinne auf solcherlei Störungen zu konditionieren. Aus den Augenwinkeln heraus bemerkte er, dass auch der Hund, der gerade das Streichholz angeknurrt hatte, wieder den Kopf hob. Diesmal knurrt er nicht, aber seine Ohren waren lauschend aufgestellt und seine Augen blickten sehr aufmerksam.
Das Knacken wiederholte sich, ebenso leise wie zuvor, und was Petrovs Augen nicht sahen, vervollständigte seine Erfahrung: einen Fuß, der unendlich behutsam zu Boden gesenkt wurde und sicher nicht so leichtsinnig war, dabei einen Ast zu zerbrechen oder gegen einen Stein zu stoßen. Trotzdem vermochte sich niemand vollkommen lautlos zu bewegen. Auf dem Boden lagen trockene Tannennadeln, Laub. aus Petrovs Verdacht wurde Gewissheit. Jemand war hier.

So das erste Kapitel, welches den Rahmen vorgibt für die weitere Geschichte:

Neunzig Jahre später. Der Journalist  Hendrick Vandermeer soll von einer Esoterikmesse berichten und kommt eher zufällig in den Besitz eines merkwürdigen Kristalls, sieht Michail wieder (der traumatische Erinnerungen neu belebt), lernt Wassili kennen (einen Russen, der bis zum Ende des Romans undurchschaubar bleibt), und letztlich die Zwillingsschwestern Anja und Ines.

Spätestens hier nimmt die Geschichte an Fahrt auf und zieht den Leser endgültig in ihren Bann: Es überschlagen sich die Ereignisse, unerklärliche Zufälle, bedrohliche Situationen, Verfolgungsjagden zu Wasser und zu Lande. Man fragt sich, welche Rolle Gwynneth spielt, die später Akteurin eines gefährlichen Dramas wird. Und Haiko, der, inzwischen ein Greis, wichtig ist.

Sein Herz schlug sehr langsam, aber so hart, dass er glaubte es bis in die Haarwurzeln zu spüren. Er hatte nicht wirklich Angst. Das Gefühl, das sich allmählich in ihm auszubreiten begann, während er mit der Rolltreppe nach oben fuhr, war vollkommen anders; wie eine sich langsam aufbauende, immer unerträglicher werdende Spannung, die ihn gleichzeitig zu lähmen wie auch mit einer nervösen Energie zu erfüllen schien, die es ihm unmöglich machte still zu stehen Er ging die Rolltreppe hinauf, statt sich, wie es der Sinn der Konstruktion war, nach oben tragen zu lassen. Seine Hände bewegten sich ununterbrochen.

Letztlich geht es nach vielen hundert Seiten in die Tunguska zum Ort der ehemaligen und geweissagten kurz bevor stehenden erneuten Explosion, Eile ist geboten, und Hendrick Vandermeer scheint der einzige Mensch zu sein, der ein erneutes Unglück verhindern kann. Der Soldat Petrov aus dem ersten Kapitel wird erwähnt als Urheber des "Jahrhunderts der Kriege". Den Grund kann ich hier nicht verraten.


Das Buch ist gut und fesselnd geschrieben, und die ersten 360 Seiten (von immerhin 621!) empfand ich wie einen Sog... dann allerdings waren mir die vielen Verfolgungsjagden, Verletzungen, Schießereien, Explosionen, fliegenden Glassplitter, Feuer und Sprengsätze ein wenig viel. Auch das Verwirrspiel der handelnden Personen, die Bösen sind eigentlich die Guten oder doch nicht, wer mag wen - und dann doch eher nicht - ging mir irgendwann auf die Nerven.

Der Roman bleibt bis zum Ende spannend, mir jedoch letztlich zu technisch, um dann dem Mysteriösen wirklich genug Raum zu geben. Das Ende wirkt konstruiert und vorhersehbar. Natürlich siegt "das Gute".

Nur eine bedingte Empfehlung. 

Freitag, 22. Dezember 2017

Seufz...

... ich würde so allmählich mal wieder gern auf die Füße kommen...

Vergangene Woche nach dem Absetzen des Cortisons ging es steil bergab. Immer weniger Luft, schon kurze Wege durch meine Wohnung eine Herausforderung - Sonntag dann Schüttelfrost und Fieber. Aber ansonsten keine Infektzeichen. Sonntagabend und Montagfrüh dann nochmal der Griff in die Prednisolonschachtel.

Am Dienstag dann beim Doc unterirdische Werte... Lungenfunktion, BGA... wieder das volle Programm. Blut auch. Für bis zu vier Wochen jetzt Cortison 5 mg tgl. Das ist nicht lustig.

Mittwoch dann Anruf von Dr. T. - meine Entzündungswerte sind hoch, irgendwas ist los in mir, ich soll mal loslegen mit Amoxi...

Heute ist Freitag, und ich glaube, es geht mir ein kleines bisschen besser. Nur, dass ich vom vielen Rumsitzen  inzwischen Rückenschmerzen habe ohne Ende. Mal sehen, was wir bei der Physio nachher tun können.

Weihnachten naht und, klar, ich habe auch in den vergangenen Tagen ein wenig gebacken... immer, wenn es mir gerade mal einigermaßen ging... ist ja keine Kunst: Zutaten in die Rührschüssel und dann die Backform in den Ofen  - oder Keksteig nochmal in den Kühl-/Gefrierschrank, dann schnell schneiden oder ausstechen und ab in den Ofen... Nur kleine Mengen und nur zwei Sorten, alles ohne Deko-Aufwand. Freu mich, dass ich das trotz allem geschafft habe.

Von unschätzbarem Wert ist meine (für mich!) neue Spülmaschine. Die Hauptarbeit in der Küche war ja doch immer der Abwasch, insofern bin ich wirklich entlastet... es kommt wirklich alles hinein, ich bin da völlig schmerzbefreit.

Immerhin komme ich mittlerweile wieder zum Lesen, so dass es in Kürze weitergeht mit der nächsten Buchbesprechung.

Montag, 18. Dezember 2017

Gelesen: ROM Zwischen Chaos und Wunder

ROM - Zwischen Chaos und Wunder - Franca Magnani
Herausgegeben von ihren Kindern Sabina Magnani von Petersdorff und Marco Magnani
KiWi/Kiepenheuer & Witsch
ISBN 3-462-02690-9

Als ich mir vor Jahren dieses Buch zulegte, war es nur antiquarisch zu bekommen. Der Verlag scheint es mittlerweile neu aufgelegt zu haben, ob die ISBN dann noch stimmt, wage ich zu bezweifeln.

Warum dieses Buch? Nach meinem seinerzeitigen ersten Besuch in Rom suchte ich Lesestoff über die Stadt und das italienische Lebensgefühl. Dieses Buch war eines von zweien, das es sofort schaffte, mich zu bezaubern.

(Buch in alter Rechtschreibung, die ich analog übernommen habe.)

Klappentext:
"Franca Magnani berichtete 23 Jahre lang aus Rom und prägte als die "Stimme Italiens" das Italienbild der Deutschen.
Die hier zuammengefaßten Beobachtungen und Berichte aus "ihrem Rom", herausgegeben von ihrer Tochter und ihrem Sohn, bewegen sich zwischen den Werkstätten der Handwerker und den Palästen, zwischen Zerstörung und Rettung, zwischen Geschichte und Heute, Ghetto und Kirche. Von einem modernen Standort aus entsteht das Bild vom Leben in einer besonderen, von Gegensätzen gezeichneten Stadt.
Franca Magnani nimmt den Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise und vermittelt ihr ganz persönliches Romerlebnis"

Ich habe als Kind und großes Mädchen Franca Magnani oft im TV gesehen, unsere ganze Familie hat sie und ihre Berichte stets wertgeschätzt. Als ich auf dieses Büchlein mit Geschichten dieser großartigen Frau stieß, konnte ich natürlich nicht widerstehen. Und wurde nicht enttäuscht.

Auf 187 Seiten sind zahlreiche mehr oder weniger kurze Geschichten und einige Schwarzweißfotos zusammengestellt, die viele Themen abdecken - alle wird niemals ein einziges Buch behandeln können! Es sind Szenen aus der Geschichte Roms, von berühmten Plätzen, Restaurierungsarbeiten, Stadtsanierung - aber auch der sehr persönlichen Geschichte der Familie Magnani. Intelligent, auch mal augenzwinkernd, immer fundiert, niemals langweilig. Sie geben ein wenig Lebensgefühl der 1960er bis 90er Jahre wieder - übrigens steht unter jedem Artikel das Jahr der Entstehung.

Für mich ist es ein Herzensbuch, ich nehme es immer wieder gern zur Hand, fühle mich ein paar Jahrzente zurück versetzt - und nach ROM.

Wo essen die Römer?
Volkssprüche sagen viel über ein Land und seine Bewohner aus. So verrät die italienische Redensart sacco vuoto non sta ritto, ein leerer Sack steht nicht, die große Bedeutung, die die Italiener im allgemeinen und die Römer im besonderen dem Essen zuschreiben.
Der beliebteste Treffpunkt der Römer ist und bleibt das Eßlokal sei es die trattoria, das Restaurant die pizzeria oder die locanda, das Gasthaus. Liebesworte werden hier eher um einen gedeckten Tisch ausgetauscht als beim Spazieren "in der Natur". Das hat den Vorteil, daß man sich in die Augen schauen und gleichzeitig essen kann. Nur Barbaren, hört man hier sagen, konnten so etwas Diabolisches erfinden wie das "Arbeitsessen."
A tavola non si invecchia, um einen gedeckten Tisch altert man nicht, heißt ein Sprichwort, das heute noch gültig ist trotz der Theorie des gesundheitsschädlichen Übergewichts, von der man in Rom aber nicht viel hält. Lukullus, Staatsmann und Feldherr im 1. Jahrhundert v. Chr., ist nicht nur seiner Taten wegen in die Geschichte eingegangenen, sondern auch als Feinschmecker. Die Römer weisen gerne darauf hin, daß Lukullus 60 Jahre alt geworden ist, zu einer Zeit, da das Durchschnittsalter der Römer unter 40 lag...

Sonntag, 17. Dezember 2017

Gelesen: Briefe vom Weihnachtsmann

Briefe vom Weihnachtsmann - J.R.R. Tolkien
Herausgegeben von Baillie Tolkien
Klett-Cotta/Hobbit Presse
ISBN 978-3-608-96036-5

Warum dieses Buch? Damit bin ich vergangenes Jahr einer Empfehlung gefolgt, hatte es auch gleich gelesen und fand es ganz bezaubernd.

Jetzt, zur Weihnachtszeit, habe ich es wieder vorgeholt.

Klappentext:

"Jedes Jahr im Dezember kam für die Kinder Tolkiens ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol an. Darin war jeweils ein Brief in seltsam krakeliger Handschrift und eine wunderschöne farbige Zeichnung. Die Briefe vom Weihnachtsmann erzählen phantastische Geschichten vom Leben am Nordpol:

Wie es dazu kam, dass alle Rentiere ausbrachen und die Weihnachtsgeschenke rundum verstreuten;

wie der Polarbär, der alte Unglücksrabe, den Nordpol erklomm und durch das Dach mitten ins Esszimmer des Weihnachtsmannes stürzte;

wie er den Mond in vier Stücke zerbrach und wie deshalb der Mann im Mond in den Garten hinterm Haus fiel;

wie man sich mit der lästigen Koboldhorde bekriegen musste, die in den Gewölben unter dem Haus lebte.

Von der ersten Nachricht an Tolkiens ältesten Sohn im Jahr 1920 bis zum letzten rührenden Brief von 1943 an seine Tochter enthält dieses bezaubernde Buch alle Briefe und Zeichnungen."

Die Briefe erzählen kindgerecht altersangepasst lustige Begebenheiten vom Nordpol, sie sind inklusive einiger Rechtschreibfehler des Polarbären liebevoll aus dem Englischen übersetzt, häufig findet sich eine Abbildung des Originalbriefes.

Das Buch hat aber eine zweite Ebene. Es ist ein Zeitdokument, insbesondere was die Kriegs- und Nachkriegszeit betrifft, denn der Weihnachtsmann erklärt sehr verständlich, warum die Geschenke etwas kleiner ausfallen und manche Kinder hungern müssen.

Man muss es nicht in einem Rutsch lesen, obwohl man es selbstverständlich gerne kann. Mir macht es Freude, es immer mal wieder zur Hand zu nehmen und ein, zwei Briefe zu lesen, auch die Abdrucke der Originale länger zu betrachten.

Ich möchte hier keinen Brief zitieren und nehme lieber die Einleitung:

Für die Kinder von J.R.R. Tolkien war der Weihnachtsmann nicht nur deshalb so besonders wichtig und aufregend, weil er ihnen Heiligabend immer die Strümpfe mit Gaben füllte - er schrieb ihnen auch jedes Jahr einen Brief.
Darin erzählte er ihnen mit Worten und Bildern von seinem Haus und seinen Freunden und von all den lustigen oder aufregenden Dingen, die sich am Nordpol ereigneten. Der erste dieser Briefe kam 1920, als John, der Älteste, drei Jahre alt war, und dann folgten im Lauf von zwanzig Jahren, während der ganzen Kinderzeit auch der drei jüngeren Geschwister Michael, Christopher und Priscilla, weitere Briefe regelmäßig zu jedem Weihnachtsfest. Manchmal fand sich der schneebestäubte Umschlag, der die Marken der Nordpolpost trug, am Morgen nachdem der Weihnachtsmann dagewesen war, irgendwo im Haus, manchmal brachte ihn auch der Postbote; und Briefe, die die Kinder selbst an ihn schrieben, verschwanden einfach vom Kamin, wenn gerade niemand im Zimmer war.
Mit der Zeit wurde der Haushalt des Weihnachtsmanns immer größer, und während anfangs von kaum jemand anderem die Rede ist als vom Nordpolarbären, tauchen später Schnee-Elben, Rote Wichtel, Schneemänner, Höhlenbären und auch die beiden Neffen des Polarbären auf, Paksu und Valkotukka, die eines Tages zu Besuch kamen und nie wieder weggingen. Aber der wichtigste Helfer des Weihnachtsmanns blieb doch der Polarbär - der freilich auch meist daran Schuld war, wenn durch irgendein Unheil die Weihnachtsvorräte durcheinandergerieten oder etwas davon fehlte. Hier und da hat er in den Briefen mit steifen Großbuchstaben seine Anmerkungen dazugeschrieben.
Schließlich nahm sich der Weihnachtsmann auch einen Sekretär, ein Elbchen namens Ilbereth, und in den späteren Briefen spielen Elbchen dann eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, das Haus und die Vorratskeller gegen Angriffe der Kobolde zu verteidigen.
In diesem Buch können von der zittrigen Handschrift des Weihnachtsmanns nur wenige Proben gezeigt werden, aber die Bilder, die er geschickt hat, sind fast alle wiedergegeben, und auch das Kobold-Alphabet ist enthalten, das sich der Polarbär, als er sich einmal in die Höhlen der Kobolde verirrte, aus ihren Wandzeichnungen dort zusammengereimt hat; sowie der Brief, den er dann in diesem Alphabet schrieb und den Kindern schickte.



Eine Empfehlung, keine Frage.

Gelesen: Der Tod auf dem Nil

Der Tod auf dem Nil - Agatha Christie (Kriminalroman)
Scherz Verlag
Einmalige Ausgabe 1998
Einzig berechtigte Übertragung aus dem Englischen von Susanne Lepsius
Titel des Originals "Death on the Nile"
Copyright 1937 by Agatha Christie Mallowan

Warum dieses Buch? Ich beherberge noch eine reichliche Anzahl von Büchern meiner Tochter und habe einfach mal reingegriffen.

Klappentext:
"Linna Ridgeway ist jung, schön und reich. Die Hochzeitsreise führt sie und ihren Gatten nach Kairo. Aber die exotische Dampferfahrt auf dem Nil wird zu einem Alptraum, denn der Tod ist mit an Bord. Ein heikler Fall für Hercule Poirot!"

Die Geschichte wird um jede einzelne Person mit großer Sorgfalt aufgebaut, so dass man schnell einen Eindruck von ihnen bekommt, bevor sie schicksalhaft in Kairo und auf dem Ausflugsschiff zusammentreffen.

Es kommt zu einigen Todesfällen, die Hercule Poirot mit (wer ihn kennt) bekannter Akribie auflöst.

Früher habe ich Agatha Christie ganz gern gelesen, sogar in Fremdsprachen, aber jetzt zog sich für mich der Kriminalroman unglaublich in die Länge. Ich hätte ihn abgebrochen, wäre es nicht eine Geschichte von der berühmten Schriftstellerin gewesen. Obwohl ich gelegentlich gerne Bücher lese, die vor Jahrzehnten verfasst wurden, war dieses dann doch für mich unerträglich langweilig und behäbig.

Von mir keine weitere Inhaltsangabe, keine Textstellen, ich bin froh, nach vielen Wochen dieses Büchlein endlich durch zu haben.


Wie es der Zufall will, wird genau dieser Krimi gerade neu verfilmt. Ich hoffe, dass man es schafft, ihn einigermaßen spannend zu machen.

Hey, das habe ich nicht bestellt!

Womit habe ich das nun wieder verdient...?

Gestern früh ging es mir schlecht, dann im Laufe des Tages besser, heute früh ziemlich gut - und dann ab Mittag keine Luft mehr und Fieber.

Schüttelfrost ist nicht wirklich angenehm, und ein unterirdischer Blutsauerstoffwert auch nicht.

Ich bin es so leid...

... und mach denn mal weiter mit Buchbesprechungen.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Das braucht kein Mensch

Heute bin ich wieder in der Arztpraxis auf den Kopf gestellt worden, großes Programm... 

Lungenfunktion ist wieder etwas besser, Sauerstoffsättigung immer noch zu niedrig.

Mein Befinden ist nach einigen Tagen der Besserung seit gestern Abend/heute früh schon wieder etwas schlechter. Nicht so schlecht wie vor einer Woche. Aber eine Runde durch meinen Haushalt nimmt mir die Luft. Das ist für mich nicht normal.
 
Obwohl ich keinerlei Infektzeichen habe, scheint meinem Doc inzwischen ein Keim, den wir vielleicht neulich mit der Antibiose nicht vollkommen erwischt haben, wahrscheinlich. Laborauswertung wird morgen am Telefon besprochen, vorsorglich habe ich das Antibiotikum schon hier liegen, sozusagen auf Abruf.

 
Gerne wollte er mir Avalox verordnen. Habe ihm nochmal erklärt, wie ich seinerzeit bei der zweiten Behandlung mit Avalox reagiert habe - nun ist es in meiner PC-Akte auch verankert und er wird es mir nicht mehr anbieten.

 
Nochmals eine Woche stillgelegt, Wiedervorstellung in einer Woche.


Vor allem muss ich erstmal wieder genug Luft bekommen, um irgendwann meinen Arbeitsweg wieder zu schaffen...

Montag, 11. Dezember 2017

Schnee

Achja, Schneebilder, alle Jahre wieder...

Es ist nicht ganz der erste Schnee, letzte Woche lag schon mal ein paar Stunden welcher, aber heute früh sieht es genau so aus, wie es sich für einen anständigen Schnee gehört:



Bei der Gelegenheit... mein Weihnachtsbaum ist gestern auf meiner Terrasse eingezogen, wo er nun auf den 24.12. wartet:

Sonntag, 10. Dezember 2017

Heute gab es Salat

... mit Honig-Senf-Dressing.

Emotionaler Missbrauch

Ein interessanter Artikel. Selbst erlebt, gemeint ist nicht unbedingt irgendein Ex-Partner, es geht nämlich auch noch viel perfider... Hier gespeichert zum späteren Auffinden für mich.

Samstag, 9. Dezember 2017

Gesundheit?

Die hält sich. Soll heißen, so gedoped mit Cortison geht es mir im Ruhezustand ganz gut. Bedeutet: Lesen, fernsehen, im Internet mein Unwesen treiben, das funktioniert alles reibungslos.

So bald ich ein paar Wege durch meinen Haushalt mache, geht es nicht mehr so toll, schon gerate ich ins Schnaufen und muss Pause machen.

Lasst Euch also nicht irritieren, wenn ich hier gerade bloggend Unsinn verzapfe - im Sitzen bin ich "total fit."

Terrasse im Dezember

Monatelang habe ich versäumt, Gartenbilder hochzuladen oder von meinen Bemühungen zu berichten, das wird auch nicht mehr nachgeholt.

Im Moment erfreue ich mich daran, dass die Vögel meinen gedeckten Mittagstisch rege besuchen, so dass ich schon für den Nachschlag gesorgt habe:


Meine vor einem Jahr gesetzten Christrosen legen los, also habe ich schnell ein paar Büschel Gras gerupft, um ihnen zu mehr Platz zu verhelfen, denn fast unbemerkt sind sie während des Sommers gut gewachsen:




Die Hortensie begeistert zu jeder Jahreszeit, ich mag es, wenn die Blüten so fragil aussehen.



Zu guter Letzt mein armer Oleander, im Blumentopf mickert er so vor sich hin... hatte ihn im Winter immer drinnen, weil er ja angeblich nicht frostfest ist, aber er hat stets nur Blätter abgeworfen.

Jetzt bleibt er draußen,  kürzlich schon gut mit dicker Knallfolie isoliert als Topf im Kübel. Rundherum und obendrauf noch ordentlich Zweige vom Kirschlorbeer (der wuchert sowieso zu doll)... Vielleicht ist er gut genug isoliert und überlebt den Winter windgeschützt an meiner Terrassentür. Wenn nicht, muss er im Frühjahr weg, nützt alles nichts.

Lieferservice

... Bericht drüben im Kochblog.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Nachschlag

Ich habe ja gerade eine Woche und einen Tag wieder gearbeitet - unter Mühen. Luftmäßig war es ziemlich mies, mit einem gewissen Auf und Ab allerdings.

Zweiter Teil der Vorstellung.

Gestern ging es dann richtig bergab. Früh hatte ich massive Probleme, meinen ganz normalen Arbeitsweg zu bewältigen, desgleichen den Weg von der U-Bahn zum Doc (Infusionstag).

Ich bin fast zwei Stunden lang auf den Kopf gestellt worden, mehrere Lungenfunktionstests, DCO, BGA vor und nach Sauerstoffgabe, Bluschnelltest zum Ausschluss (ok) von Lungenembolie und diversen Herzerkrankungen ("man muss ja auch andere mögliche Ursachen  bedenken") , CRP gibt es wohl heute früh, zwei Arztgespräche.

Er hat mich nicht nur AU geschrieben, sondern mir das Arbeiten jetzt regelrecht verboten. Zehn Tage Cortisonstoß und Ruhe halten sind angesagt. LUFU war unterirdisch, zehn Prozentpunkte schlechter als neulich während (!) des Infektes.

Weiteres Arztgespräch plus Untersuchungen in sieben Tagen. Meine Firma wird es "freuen", meine Kollegin hatte sowieso schon angenommen, dass ich aus dem Verkehr gezogen werde... Positiv: Ich darf erstmal sieben Tage lang ausschlafen! Und werde den Lebensmittel-Lieferservice diese Woche erstmalig ausprobieren.

Cortison ist doch ein "Teufelszeug" - ich habe heute Nacht unendlich geschwitzt. Fußkrämfe ohne Ende, da hat meine übliche Magnesiumdosis nun nicht gereicht. ABER heute früh super Werte ... Pulsoxi zeigt 95/77 an, ich kann durch meine Wohnung gehen, ohne wie ein Fisch auf dem Trockenen nach Luft zu schnappen.

Es gilt also, die durch den Infekt ausgelöste Verschlechterung aufzuhalten und nach Möglichkeit rückgängig zu machen. Drückt mir einfach mal die Daumen.

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie sehr ich die Faxen dicke habe? 

Sonntag, 3. Dezember 2017

Erster Advent

Die Zeit, sie rennt.

A little Weihnachtsgedicht

When the snow falls wunderbar,
and the children happy are.
When the Glatteis on the street,...
and we all a Glühwein need.
Then you know, es ist soweit.
she is here, the Weihnachtszeit.

Every Parkhaus is besetzt,
weil die people fahren jetzt.
All to Kaufhof, Mediamarkt,
kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things,
and the Christmasglocke rings.
Mother in the kitchen bakes,
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks.
Daddy in the Nebenraum,
schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum.
He is hanging off the balls,
then he from the Leiter falls.
Finaly the Kinderlein,
to the Zimmer kommen rein.
And it sings the family
schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
And then jeder in the house,
is packing the Geschenke aus.
Mama finds unter the Tanne,
eine brandnew Teflon-Pfanne.
Papa gets a Schlips and Socken,
everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
all around is Harmonie.
Bis mother in the kitchen runs,
im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr,
with Tatü, tata daher.
And they bring a long, long Schlauch,
and a long, long Leiter auch.
And they schrei - "Wasser
marsch!",
Christmas now is in the Arsch!!

Hörtipp: Christmas FM

Sonntag, 26. November 2017

Überlebenskampf

Ich hefte Papiere ab, lange überfällig. Und greife zu einem Ordner, in dem noch Platz ist.

Stoße auf Anwaltsbriefe, Korrespondenz mit der Kindergeldkasse, Mietausgleichszentrale (!).

Alles aus 1999/2000. Diese Art von Überlebenskampf für meine Familie hatte ich schon fast vergessen.

Nun sind diese alten Papiere im Müll, und nichts außer dieser Notiz hier wird mich nochmal daran erinnern. Das ist auch mehr als genug.

Samstag, 18. November 2017

Fluorchinolone - Ausnahmeantibiotika

Mein Arzt wollte mir so etwas am Dienstag anbieten, als ich sagte, wie es mir mit Amoxi immer geht... habe ihn darüber aufgeklärt, dass ich seit Jahren eine Notfallpackung Avalox beherberge, vor der ich einen Heidenrespekt habe, weil ich davon einmal ohnmächtig geworden bin. Also doch lieber Amoxicillin und dazu Milchsäurebakterien aus dem Reformhaus gegen den Durchfall ;-)

Wer Lust hat, meine Erfahrungen durchzulesen, klickt hier.

Unter anderem Moxifloxacin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der vierten Generation der Fluorchinolone. Heute stieß ich auf ein Forum mit massenweise - auch wissenschaftlichen - Infos.

Freitag, 17. November 2017

AATM

Mittlerweile bin ich auch in einer amerikanischen Alpha-1-Gruppe zugange, wo mir dieses Dokument förmlich zuflog: Diagnostic flow chart for targeted detection of Alpha1-antitrypsin deficiency.

Gutes Englisch braucht man dafür und den Willen, sich durch wissenschaftliches Geschwurbel zu wühlen ;-)

Nachtrag:
Ich werfe mal noch gleich einen Link hinterher: Rare alpha-1-antitrypsin variants:  Are they really so rare?

Donnerstag, 16. November 2017

Krank sein ist immer doof

Festgehalten für die Annalen...

Montag letzter Woche, dicker Nebel draußen, keine 2 m Sichtweite. Bekam kaum Luft, schon auf dem Weg zur S-Bahn war eine Pause nötig. Vollkommen platt im Büro angekommen. Mittags, nach Nebelauflösung, etwas besser.

Dienstag bis Freitag ging es stetig bergab, O2-Wert pendelte um 89-90 herum in Ruhe, sofortiges Absacken auf unter 80 schon bei Wegen durch meine Wohnung.

Sonnabend dann 40 mg Prednisolon genommen und ganz langsam auf den Weg zur Tochterfamilie gemacht. So weit okay, Belastungswerte schlecht, aber ich musste die Kinder ja nicht schleppen, alles Andere ging. Heimweg auch okay.

Sonntag kam der Husten, in der Nacht auf Montag verstopften die Nebenhöhlen, Kopfschmerzen, man kennt das ja. Sehr schlecht und wenig geschlafen, wach seit halb zwei! Im Büro krank gemeldet.

Dienstag zum Doc, großes Programm mit Lungenfunktion, Blutabnahme, Arztgespräch... seither Amoxicillin und noch zwei Tage länger Prednisolon. AU bis nächste Woche Mittwoch.

Mittwoch kurz zur Post, die AUs wegschicken. Schlapp ohne Ende, Schweißausbrüche. Der Kopf wurde langsam etwas freier, der Husten war schon rückläufig. Jedenfalls in Ruheposition. Unterwegs war er schon heftig. Aber Luft bekam ich schon wieder ganz gut. Immerhin.

Heute, Donnerstag, endlich wieder in einem Stück geschlafen, allerdings seit halb fünf wach - mein eingebauter Alltagswecker, vermute ich. Husten in Ruheposition deutlich weniger, draußen war ich noch nicht. NNH noch immer nicht ganz gut. Mein zweiter Name ist Geduld? Muss ja.

Mittwoch, 15. November 2017

Alpha-1-Antitrypsinmangel

Traditionell ist der November Alpha-1-Awareness Month, deshalb hier ohne weiteren Kommentar zwei der offiziellen Grafiken:



Gelesen: Asterix in Italien

Asterix in Italien
Asterix Band 37
in Nachfolge von R. Goscinny und A. Uderzo
von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad
EGMONT/Ehapa Media
zu bekommen im gut sortierten Zeitschriftenhandel

Warum dieses Buch (bzw. ausnahmsweise dieser Comic)?
Das erklärt sich für mich von selbst: Italien!!! Seit dem 19.10.2017 im Handel - und am nächsten Tag schon bei mir!


Keine Vorstellung der Hauptfiguren auf Seite drei. Es geht sofort in die Handlung. Einzige vorkommende Hauptfiguren sind Asterix, Obelix, Idefix, Methusalix (ganz am Anfang eine Szene), Cäsar. Das Fest nach der Rückkehr der Helden scheint etwas bescheidener auszufallen als normal.

Es geht um ein Wagenrennen durch Italien, zu dem sich viele unterschiedliche Völker bzw. Volksgruppen angemeldet haben. Die verschiedenen Gruppen werden mitsamt ihrer abenteuerlichen Fuhrwerke und ethnischen Eigenarten liebevoll aufs Korn genommen. Diverse italienische Städte liegen auf der Route (Venedig im Bau, Florenz, Siena, Parma, die römischen Thermen), sind unterschiedlich ausgearbeitet - und mir sämtlich zu kurz gekommen. Da hätte ich mehr erwartet. Allerdings bricht der Vesuv gerade aus, nett.

Der "Teutates" kommt vor. Ich habe jetzt lange gesucht und die "spinnenden Römer" nicht gefunden. Das sind zwei Ausdrücke/Redewendungen, die üblicherweise in keinem Asterix-Band fehlen dürfen.

Natürlich sind reichliche Anspielungen und Wortspielereien verarbeitet worden, ich glaube, ich habe nicht einmal jede gefunden. Etwa eine halbe Seite lang gibt es einen geschäftstüchtigen Fabrikanten, der aus allem Geld zu machen scheint. Berlusconi.

Der Comic liest sich nicht so leicht, weil stellenweise ziemlich klein gedruckt, auch mit meiner superduper Brille ist es nicht so einfach. Das Heft ist kein "Burner", aber auch nicht richtig schlecht. Amüsiert habe ich mich auch, aber ich stolpere über manches. Das muss ich bei Gelegenheit nochmal kontrollieren.



Allemal für einen entspannenden Nachmittag zu empfehlen.