Dienstag, 30. August 2016

Gelesen: Everlight - Das Buch der Unsterblichen

Everlight - Das Buch der Unsterblichen, Roman
von Avery Williams
engl. Original "The Alchemy of Forever"
Knaur Verlag
ISBN 978-3-426-65326-5

Warum dieses Buch? Bei arvelle.de spontan dazugeklickt.

Gekürzter Klappentext (er scheint mir ungwöhnlich lang):
"Um für immer mit ihrer großen Liebe Cyrus zusammen zu sein, nahm Sera vor über 600 Jahren einen Trank, der ihre Seele von ihrem Körper löste und sie unsterblich machte. Aber nach Jahrhunderten in einem ewigen Kreislauf hat Sera genug – sie will fort. Doch Cyrus, einst liebenswert und charmant, kontrolliert inzwischen jeden Schritt, den sie macht. Und er wird alles tun, um zu verhindern, dass sie ihn verlässt."

Ich wüsste keine passende Kategorie für dieses Büchlein, vielleicht Young Adult/Fantasy?

Als ich begann, hatte ich keinerlei Erwartung, war, sicherlich beeinflusst von dem romantischen Umschlag, der Annahme gewesen, es hier mit einer seichten und kitschigen Geschichte zu tun zu haben. So kann man sich irren!

London, 1349, Seraphina ist 14 Jahre alt und darf an ihrem ersten Maskenball teilnehmen, wo sie auf Cyrus trifft. Sie wird Opfer eines Überfalls. Bevor sie stirbt, verabreicht ihr Cyrus ein Elixir, das ihr ermöglicht, mit ihrer Seele Besitz von einer anderen Person zu ergreifen... so lebt sie nun schon seit 600 Jahren.

Während dieser 600 Jahre hat sich Cyrus verändert, er wird zusehends dominant. Ein paar weitere auf diese Weise Unsterbliche haben sich ihnen zugesellt. Da Seraphinas Körper die Anstrengung nicht mehr lange ertragen wird, ist der nächste Körpertausch in Aussicht. Aber Seraphina mag nicht mehr, flieht, denkt an finalen Selbstmord.

San Francisco, ein Autounfall, die 16jährige Kailey kommt ums Leben. Während des Rettungsversuches beschlagnahmt - ganz aus Versehen - Seraphina ihren Körper, der im Nu heilt und nach Hause entlassen wird. Sie lernt Kaileys Familie kennen, Freundinnen, Schule - und Noah. Alle nehmen an, sie hätten es mit Kailey zu tun. Cyrus erscheint auf der Bildfläche und Seraphina/Kailey ist zu außerordentlichen Fluchtplänen gezwungen, die sie am Ende nicht durchführt. Sie ist verliebt und glaubt, Cyrus sei... Hier muss ich abbrechen, um nicht zuviel zu erzählen.

Jede Anstrengung, meinem Leben ein Ende zu setzen, ist durchkreuzt worden. Jede einzelne. Vielleicht war es einfach nur simple Unfähigkeit meinerseits - immerhin war ich sechshundert Jahre Cyrus' Gefährtin, da kann ich nicht erwarten, dass ich mich in der modernen Welt problemlos zurecht finde. Aber dann denke ich an die Nacht in der ich Kaileys Körper beansprucht habe, an die Vision von meiner Mutter, wie sie "noch nicht" flüstert, und ich habe das Gefühl, als wollte jemand oder etwas nicht, dass ich sterbe.

Das Buch ist modern, spielt in der Gegenwart und spiegelt den Alltag eines (amerikanischen) Teenagers wieder, von daher könnte die Geschichte für Jugendliche konzipiert sein. Es enhält eine Menge phantastischer Elemente, ein Spannungsbogen wird langsam und sicher aufgebaut, und der Leser fiebert zuletzt einem Happy End entgegen.

Und wird enttäuscht.

Leseempfehlung!

Heimatkunde: Mönckebergstraße

In einem Wartezimmer in der vierten Etage. Die letzte Patientin vor mir ist aufgerufen, mir bleiben nur ganz wenige Augenblicke... die ich für Bilder durch die Fenster nutze.




Wieder draußen, halte ich noch die schöne Tür mit dem Smartphone fest.




(Es ist nicht einfach, dort zu fotografieren, es ist reger Betrieb, ein Kommen und Gehen, und ständig stehe ich im Weg herum.)

Heimatkunde: Grünanlage Neuwiedenthal

Lange war es so eine Baustelle, die zwar gekennzeichnet war, mit der es aber nicht voran zu gehen schien... unsere lokale Grünanlage wurde jetzt zu einer "Mehrgenarationenanlage" mit Spielplatz.

Den Spielplatz habe ich noch nicht unter die Lupe genommen, was sicherlich spätestens im nächsten Frühjahr der Fall sein wird, aber im schönsten Sommerabendlicht, ich kam gerade vom Einkauf, blieb ich doch mal ein paar Minuten stehen, um diese Bilder zu machen:





(Was wirklich schade ist, aber leider zu erwarten war: Es liegt schon wieder Unrat herum...)

Lichterfahrt durch den Hamburger Hafen

So ganz uneigennützig war es nicht, als ich eine Schifffahrt zu Weihnachten verschenkte, ich gebe es ja zu... hatte aber Grund zu der Annahme, dass es den Beschenkten gleichwohl Spaß machen würde.

Der vergangene Freitag passte. Nicht nur gab es die passende Lücke in immervollen Terminkalendern, sondern das Wetter war auch ideal: tagsüber viel zu heiß, war der Abend dann genau richtig.

Wir stimmten uns mit einem zünftigen Fischbrötchen von "Brücke 10" ein,...



... bevor wir dann mit Kapitän Prüsse auf Barkassenfahrt gingen.


Ziemlich schnell stellte ich fest, dass bei Dunkelheit mein Smartphone bessere Fotos macht als die Digicam...

Hier ein Teil meiner Ausbeute:







Bei größem Bedarf an Hafenromantik empfehle ich das ganze Album hier.

(Erinnere ich mich richtig, so hörte ich wohl, dass man gerne wieder eine Schifffahrt machen könnte???)

Sonntag, 28. August 2016

Wohlfühlzeit

Heute.

Gelesen, nichts als gelesen. Die Gardine filterte das Sonnenlicht. Von draußen drangen Geräusche herein... die S-Bahn, ein wenig Straßenverkehr, ein bisschen spielende Kinder. Ganz ähnlich, wie zu Mädchenzeiten in unserem Kinderzimmer. (Das hatte ein gelbes grafisches Muster an den Wänden, ganz 70er Jahre, man hörte Busse um die Ecke fahren, die Bahnen - ansonsten Ruhe. Wenn ich Glück hatte.)

Ich war schon immer eine Leseratte, hatte mit 14 Jahren die Kinderabteilung der Bücherhalle "durch" - weil ich für die Erwachsenenabteilung noch nicht zugelassen war, half mein Vater aus - mit Romanen aus dem Wohnzimmerschrank.

Heute habe ich gelesen. Nichts weiter.

Ein wunderbar entspannter Sonntag.

Gelesen: Vor dem Frost

Henning Mankell - Vor dem Frost - Kriminalroman
dtv-Taschenbuch 2011/2014
ISBN 978-3-423-21259-5

Warum dieses Buch?
Wie schon bei der letzten Wallander-Buchbesprechung geschrieben: Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal alle Mankell-Wallander-Bücher gelesen, es waren Leihgaben gewesen, und ich hatte alle zehn Krimis "in einem Rutsch" verschlungen.

Einige Bücher habe ich neu gekauft, die restlichen sind in der Warteschlange ;-)

Tatsächlich könnte man die Wallander-Krimis in einer chronologischen Reihenfolge lesen und sie als Serie betrachten, das erleichterte mir die Integration von Linda, Wallanders Tochter, hier Polizeianwärterin. Das schwierige Verhältnis zwischen ihr und ihren geschiedenen Eltern wird gelegentlich thematisiert - aber auch ohne Vorkenntnisse ist dieses ein guter und typischer "Wallander."

Klappentext:
"Kurz nach neun am  Abend des 21. August kam Wind auf. Der Mann, der in der Dunkelheit am Strand wartete, hielt eine Hand in die Luft, um zu prüfen, woher der Wind wehte. Ja. Er hatte die richtige Stelle ausgesucht...

Linda Wallander ist Polizeianwärterin in Ystad und darf Kurt Wallander bei seinem jüngsten Ermittlungen zunächst nur als Tochter begleiten. Doch als ihre Freundin Anna spurlos verschwindet, wird sie persönlich in den Fall hneingezogen und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln."

Eine Kartographin alter Pfade wird aufgefunden - bzw. ihr Kopf und ihre gefalteten Hände.  Linda Wallander sucht nach Ihrer Freundin Anna, die eine Verabredung nicht eingehalten hat. Der Vater von Anna ist nach 24 Jahren aufgetaucht - oder auch nicht?

"Ich saß also in dem Sessel am Fenster. Als die Angestellten an der Rezeption mich mißtrauisch  beäugten, buchte ich ein Zimmer. Um nicht zu verraten, daß ich eigentlich nur da saß und wartete, daß jemand vor dem Fenster auftauchte, kaufte ich in einem Schreibwarenladen ein Heft und tat so, als ob ich mir Notizen machte. Am nächsten Tag kam die dicke Dame wieder. Ich hatte sie nicht bemerkt."

Verschiedene Erzählstränge, die im ersten Moment gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, verdichten sich langsam, ganz langsam (!) zu einer Geschichte, in der der Leser mehr zu wissen scheint als die Polizei von Ystad, die - wie immer - ganz beschaulich zu ermitteln beginnt, dann die Polizei von Dänemark und den USA mit einbezieht - womit eine größere Dimension gegeben scheint.


Die Aufklärung gelingt teilweise  - der kriminelle Hauptprotagonist entkommt... - Linda Wallander tritt ihren Dienst als Polizeianwärterin an.

"Minus drei Grad. Der Herbst in Schonen war dem Winter gewichen."

Samstag, 27. August 2016

Kind of extreme...

Gedanken: Ich. Muss. Immer. Gleich. Übertreiben.

Ende der 80er Jahre entdeckte ich das Handarbeiten für mich. Brachte mir das Stricken bei, das Sticken auch. Fortan bevölkerten Handarbeitszeitschriften und Wollknäuel, Stickpackungen mit Mitteltischdeckchen, ausgesuchte Stickfarben, Effektgarne und Karopaier für eigene Entwürfe meinen Haushalt. Die Spielplatzzeiten mit meinen Kindern nutzte ich ... und dann wurde ich bewundert für tolle Kinderpullover mit Bildmotiven und Eigenkreationen im Material- und Mustermix für mich.

Und dann... Anfang/Mitte der 90er Jahre kaufte ich mir meinen ersten PC. Der kam allerdings nicht, wie damals üblich, mit vorinstalliertem MS-Dos 5..x oder 6.2... sondern mit einem Diskettenstapel Novell Dos 7.x. Das niemand aus meinem Bekanntenkreis hatte. Vierzehn Disketten Windows 3.11 begleiteten ihn. Folgerichtig kaufte ich mir Bücher über Novell Dos und lernte, meinen PC vernünftig zu konfigurieren. Als das Teil dann rund lief, installierte ich mir einen Haufen Programme, lernte, damit umzugehen. Es zogen hier dicke Bücher zu Word 6.0 und Excel 5.0 ein, ich programmierte und spielte mit Grafikprogrammen. Die PC-Zeitschriften stapelten sich hier.

Die Computerei wurde Alltag, eine eigene Homepage wurde sozusagen Pflicht, und ich beschäftigte mich mit HTML. Ein Scanner hielt Einzug, damit auch die vermehrte Beschäftigung mit Bildbearbeitungsprogrammen.

Muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass die Handarbeitszeitschriften und Garnvorräte längst im Keller einstaubten?

Anfang der 2000er erwischte mich eine neue "große Liebe" - die längst begraben geglaubte Sehnsucht, zu tanzen - ganz "echt" - Standard und Latein - erwachte mit ihr. Tanzkurse wurden gebucht, zusätzliche Tanzabende besucht, zwei Tanzschulen verdienten sich eine goldene Nase an uns.

Die Beziehung zerbrach, zeitgleich meldete sich mein defektes Knie - nichts ging mehr. Na, das passte ja super! Immerhin verkaufte ich 2005 meine Garn- und sonstigen Handarbeitsvorräte via ebay - natürlich mit Verlust, aber der Keller wurde leerer. Die zahlreichen Zeitschriften wanderten in den Papiermüll. (Und ich bin todtraurig, dass ich Tochter2 einen Pulli versprochen und begonnen hatte, der nie beendet wurde!)

Mitte der 2000er Jahre ging die Jüngste ins Ausland - und eröffnete mir eine neue Welt! Ich begann zu reisen und eine neue Sprache zu lernen. Folgerichtig wurden Digitalkameras wichtig - ich fotografiere seit Mädchenzeiten, in unserer Familie gibt es ein gewisses Talent dafür - und ich belegte meinen ersten Sprachkurs.

Nach zwei Sprachkursen und dem Weggang des Lehrers wurde es etwas schwieriger... aber hier zogen Materialien ein, Lehrbücher, CDs, Lektüre, Zeitschriften - sie füllen inwzischen eine große Kommode. Sprachkurse im Ausland wurden gebucht und besucht... das ist ein never-ending-project, das weiterhin läuft.

Meine "seltene Krankheit" zwingt und/oder bringt mich dazu, mich damit intensiv auseinander zu setzen, vermutlich mehr als nötig, ich bin fasziniert von dem theoretischen/wissenschaftlichen Unterbau - auch etwas, das mein Gehirn fordert. Also ebenfalls einen Teil meiner Freizeit bindet.

Zusätzlich ist meine Begeisterung für das Lesen wieder belebt worden (auch hier: ich habe seit Kinderzeiten gern gelesen!), die zeitweise überlagert wurde von den Erfordernissen des Alltags bzw. der schwerpunktmäßigen Beschäftigung mit anderen Dingen, s.o. Seitdem ich in einer sehr netten Facebook-Bücherlesegruppe aktiv bin, habe ich so viel Schwung bekommen, dass ich mich weder sattlesen noch sattkaufen kann... Plötzlich ist die Welt voller spannender Lektüre, die ich unbedingt lesen muss!

Wenn ich hier jetzt noch die Erweiterung der Familie erwähne, ist es sofort klar, dass ich auch viel Zeit mit den Enkelkinderchen verbringen möchte - es ist mir ein ganz großes Bedürfnis! Kostet Zeit, gibt mir aber unendlich viel!

(Und dann gibt es so ein paar Nebenbei-Lieblingsbeschäftigungen wie Gartenarbeit, kochen, bloggen...)

Nicht-Lieblingsbeschäftigung "Mutterkümmern" frißt Zeit, aber keine Extrem-Ressource ;-)

In den letzten Jahren kämpfen also die Themen Sprachkurs, Alpha-1, Fotografie, Gartenarbeit und Literatur,  Bloggen um meine Zeit und Aufmerksamkeit. Je nach Augenblicksschwerpunkt bleibt immer das Eine oder Andere auf der Strecke.

Donnerstag, 25. August 2016

Urlaub und Termine

Morgen Mittag beginnt mein zweiwöchiger Urlaub, in dem ich vermutlich überhaupt kein bisschen wegfahren werde. Grund sind allerlei wichtige Termine, die abgearbeitet werden müssen...

Den Anfang macht der Gärtner. Es folgen Mammographie, die normale Infusion (die ich nur ausfallen lasse, wenn ich verreise), eine lange Zahnarztsitzung (Heil- und Kostenplan kam heute von der KK zurück), der Schornsteinfeger, noch verabreden muss ich mich mit der Augenärztin, vermutlich gehe ich zur Alpha-1-SHG (mal sehen), am Ende hat LaNonna ihren 89. Geburtstag. Dazwischen die Enkelkinder bespaßen und was der familiären Dinge mehr sind...

Ich möchte gern in den Hafen, in meinen Wald, in den Stadtpark. Ich möchte fotografieren, lesen, Reiseberichte und Buchbesprechungen bloggen, Kochrezepte ausprobieren... auch mal ausschlafen!

Außerdem zur Bank der alten Dame gehen und Online-Banking beantragen. Bisher habe ich für sie alle Überweisungen wie vor gefühlten hundert Jahren händisch auf Papier (Formulare) übertragen, fotokopiert und abgegeben. Aber (!) ab September kostet jede solche Überweisung drei Euro - das verärgert sie und öffnet mir die Tür fürs Online-Banking, das wird mir einiges vereinfachen.

(Ich für mich mache Online-Banking seit ... vermutlich gut fünfzehn Jahren, ich kam mir so oldschool vor, wenn ich die Papierzettelchen bei der C-Bank in die Box warf...)

Ja, und weil morgen mein letzter Arbeitstag ist, haben meine Chefs (einer ist gerade 23 Jahre alt, aber egal...) mich heute noch gut zugeschüttet mit speziellen Rechnungen, ich hatte gut zu tun, muss morgen noch meine Kundendienstrechnungen schreiben... Das ist ja immer so, wenn einer für ein paar Tage geht, kommt es nochmal knüppeldick ;-)

Ich bin todmüde und habe keine Lust, ins Bett zu gehen, aber es lockt immerhin mein Hörkissen - müde genug bin ich schon längst. Gute Nacht.

Dienstag, 23. August 2016

Vierteljahreskontrolltermin

Heute war turnusmäßiger Kontrolltermin beim Lungenfacharzt. Nach der Infusion also Lungenfunktionsprüfung und das übliche 5-Minuten-Arztgespräch.

Heute hatte ich auch noch den CAT (COPD Assessment Test) ausfüllen müssen. Dieses Mal mit 12 Ergebnis-Punkten im Gegensatz zu dem identischen, den ich für die Leber-Studie ausgefüllt hatte (9 Punkte). Aber das sind so Einschätzungen von Befindlichkeiten, die ich spontan bewerte. Das Gefühl kann bei gleicher Symptomatik (hier: Treppen steigen, Einschränkung der Leistungsfähigkeit bzw. im Alltag) unterschiedlich sein. Von daher verstehe ich diesen Test nicht. Mein Doc erzählt mir nichts dazu. Der Bogen wird gescannt und dem Patienten zugeordnet. Fertig.

Den Befund der Leber-Studie hat er interessiert gelesen, kurz gefragt, wie ich dazu gekommen bin, gemeint, ich solle ihn immer mal daran erinnern, meine Leberwerte zu kontrollieren. (Ich dachte, das sollte standardisiert in einem Alpha-Leberzentrum geschehen? Haben wir m.W. in HH nicht.)


Meine Lungenfunktion hatte vor 6 Jahren einen FEV01 von 43% ergeben, war später hochgeklettert bis 50 % - und ist nun nach den letzten beiden Infekten (November und Januar) offenbar wieder stabil bei 43,x %. Das finde ich enttäuschend, denn ich gebe mir jede erdenkliche Mühe (Bewegung, gesundes Leben, Medikamente)... mein Arzt fand allerdings, das sei in Anbetracht dieser Erkrankung ein super stabiles Ergebnis. Bei anderen Patienten würden die Werte deutlich schneller in den Keller gehen.


Das Vorkommnis von Ende Juni (nach der Infusion Fieber und akute Luftnot) kann er sich nicht erklären, meinte, es könnte evtl. in einer Prolastin-Charge mal eine Verunreinigung sein (?) - aber ich habe diese Charge bis vor drei Wochen ja weiterhin bekommen, und es war nichts los. Immerhin hat er mein Handeln (Salbutamol und Cortison) nachträglich abgesegnet, d.h. er hatte keine bessere Idee für solche Situation.


An eventuell hier lesende Alpha-1-Patienten gehen nachfolgende Fragen:

1) Welchen Nutzen hat für Euch der CAT-Bogen?
2) Was haben Eure Fachärzte zu den Ergebnissen der Leber-Studie gesagt?
3) Wie stabil sind Eure Werte über die Jahre gesehen?
4) Habt Ihr nach Prolastin schon ähnlich furchterregende Zustände gehabt?

Nachtrag vom 25.08.2016
Dr Hamesch, Arzt aus der Leber-Studiengruppe, der Mitglied in meiner Facebook-Alpha-1-Gruppe ist, erklärte, das die Klassifizierung/Auswertung des o.g. CAT ein Werkzeug für den Arzt darstellt, um den Patienten optimal medikamentös einzustellen. Das lass ich jetzt erstmal so gelten.

Weiterhin empfiehlt er den Alphas Kontrollen bei einem niedergelassenen Gastroenterologen.
(Ich habe ja auch sonst nichts zu tun.)

Er machte mich aufmerksam auf die Korrelation Lunge-Leber bei Alpha-1. Den Zusammenhang hatte ich in den Studienunterlagen vermutlich übersehen. Muss ich nochmal nachlesen.

Sonntag, 21. August 2016

Angeschaut: Gute Nacht, PePe & Milli

Gute Nacht, PePe und Milli
Coppenrath-Verlag
Bilderbuch für 18 - 24 Monate

Warum? Es sprang mir in der Buchhandlung ins Auge, und ich habe mich sofort entschlossen, es Enkelkind1 mitzubringen.



Thema des Buches ist das Ende eines Tages, sind all die kleinen Dinge, die vor dem Ins-Bett-Gehen noch erledigt werden wollen: Aufräumen, baden, Zähne putzen, Pyjama anziehen....

Das Buch hat auffallend dicke Pappseiten, die aber für die zahlreichen Gimmicks erforderlich sind: Auf jeder Doppelseite, die jeweils eine Aktion zum Thema hat, sind kleine Dinge eingebaut, die sich schieben oder klappen lassen, von der Bewegung der Zahnbürste bis zum Schließen der Augen ist an vieles gedacht.

Das Kind hat diese Möglichkeiten sofort erkannt und wir konnten uns eine ganze Weile über die schönen Bilder und Aktionen unterhalten. Auch für die Erwachsenen sind hübsche Kleinigkeiten eingebaut, so ist vielerorts ein kleiner Vogel versteckt, der auch uns ein Lächeln entlockt.

Wer einem Kind im Sprachlernalter eine Freude machen möchte, ist mit diesem zauberhaften Büchlein bestens bedient.

Helmi, meine unbekannte Tante

Mein Vater ist zweites von vier Kindern gewesen.

Lange vor meiner Geburt, ungefähr zu der Zeit, in der meine Eltern zusammenkamen, gab es ein Ereigenis oder ein Mißverständnis oder eine Unstimmigkeit zwischen Helmi und ihrer Mutter - meiner Großmutter - die dazu führte, dass deren Kontakt abbrach.

Und damit der Kontakt zur Gesamtfamilie.

Ich meine mich zu erinnern, dass sie - gemeinsam mit zwei erwachsenen (oder fast erwachsenen) Söhnen bei der Beerdigung meines Opas, ihres Vaters, anwesend war, allerdings ein Stück vom Grab und der Gesamtfamlie entfernt gestanden hatte. Und hinterher umgehend verschwunden war. Das war im Mai 1973.

Schon oft habe ich mich gefragt, wer denn wohl diese unbekannte Tante sein mag... auf der Suche nach meinen Wurzeln.

Ich habe eine Tante und zwei Cousins, die ich nicht kenne.

Warum ich das jetzt schreibe? Weil ich stolz auf meine Kinder bin...

Samstag, 20. August 2016

Mein neues Hörkissen

Gestern ist mein kleines Hörkissen angekommen, und ich habe es gleich gestern Abend eingeweiht, also vor dem Schlafengehen den tragbaren CD-Player verkabelt und mein Diana Gabaldon-Hörbuch hervor geholt. Immerhin umfasst es die Bücher Nummer eins bis sieben...

Das Teil funktioniert super, die Lautsprecher in dem Kissen sind nicht zu fühlen, ich bin sehr schnell eingeschlafen. (Üblicherweise schlafe ich seit vielen Jahren bei laufendem TV ein, denn nach ungefähr 25 turbulenten Familienjahren ist es mir hier allein abends und nachts zu leise, was mich unruhig macht. Oft genug ist das Fernsehprogramm sogar zum Einschlafen zu blöd, und ich besitze einige Hörbücher....)


So weiß ich zwar nichts von der Geschichte (abgesehen davon, dass ich sie alle schon gelesen habe, aber egal) und werde schon mit der ersten CD Wochen oder Monate zu tun haben.

Warum ein Hörkissen? Ich habe mich mit den Knopfhörern und den zugehörigen Kabeln nie wohl gefühlt, habe mir immer eingebildet, ich würde mich im Schlaf erwürgen. Tatsächlich würde ich mir wohl eher die Knopfhörerchen aus den Ohren ziehen und mir hübsche Abdrücke in die Wangen zaubern - auch nicht prickelnd. Ansonsten: Egal. Ich fand die Hörkissen-Idee schön, und wenn so ein Dingens mein Wohlbefinden steigert - warum nicht?

Nachtrag: Hier nochmal der Link zu Tanja, von der ich das Kissen habe.

Freitag, 19. August 2016

Stories!

Ich hatte etwas im Hanse-Viertel, einer noblen Einkaufsgalerie, zu besorgen. Dort ist auch eine ganz bestimmte Buchhandlung, "Stories," die zu den schönsten Buchhandlungen der Stadt gezählt wird.

Aus lauter Neugier ging ich hinein und sah mich um. (Keine Frage, dass ich auch etwas kaufte, hey, es ist eine Buchhandlung!)

Wir haben es hier mit einem super-modernen Laden zu tun, der zwar alles verkauft, was Mainstream ist, zusätzlich Präsentationsregale hat, die wie eine Ausstellung/Galerie wirken (siehe Homepage), außerdem - wenn man in Ruhe und genau hinsieht - auch Bücher verkauft, die es woanders nicht unbedingt gibt.

Das Personal ist zurückhaltend-freundlich, nett. 

Natürlich habe ich etwas gekauft: Ein Kleinstkinderbuch (vielleicht schreibe ich demnächst Rezensionen über Baby- und Kinderbücher!), einen Krimi und Malbücher! Diese Erwachsenenmalbücher, die gerade so modern sind. Dazu später mal mehr.


Mein Eindruck: Ein freundlicher, sehr aufgeräumter Laden. Aber!!! Kein bisschen gemütlich. Sehr stylish, fast kühl. Kein Geschäft, in das ich gehen würde, wenn mir nach stöbern und reinem Zeitvertreib ist. Aber ein Laden, in dem man unverhoffte Schätze findet.

Mittwoch, 17. August 2016

Tür & Tor

Ich bin ja auf Facebook in diversen Fotogruppen - das schult das Auge und lässt zur DigiCam/zum Smartphone greifen, ganz automatisch.

Heute für die Lady etwas bei der Bank erledigt. Schon seit Monaten fällt mir die schmiedeeiserne Tür auf...



(Commerzbank, Jungfernstieg)

Dienstag, 16. August 2016

Hörkissen

... ausgesucht und bestellt hier.

Fragt nicht, wozu ich so etwas brauchen könnte... ist allemal besser, als sich im Schlaf mit Kabeln zu strangulieren - und gemütlicher sowieso!

Sonntag, 14. August 2016

Bohnen

Ein Rezept von essen & trinken nachgekocht.

Bebilderter Bericht, ganz unten meine Meinung dazu.

Samstag, 13. August 2016

Google Photos vs. Picasa

Ich bin sauer.

Bei Picasa lag sorgfältig sortiertes Fotomaterial, teilweise mit Beschriftungen, sortiert nach Datum/Uhrzeit/Ausflügen, so dass ich mich super daran orientieren konnte, wenn ich meine Reiseberichte und ähnliches geschrieben habe.

Die Bilder sind nicht weg, aber so, wie google sie jetzt anzeigt, auch  nicht wirklich zu gebrauchen. Manche Alben sind nur mit Kunstgriffen zu finden, aber ich kann nichts mehr hinzufügen.

Mist, das alles.

Ich zahle jetzt für Speicherplatz, den ich nicht mehr wie gewohnt nutzen kann.

Ein fast normaler Sonnabend

Normal wäre gewesen, wenn ich heute zur Tochterfamilie gefahren wäre, um die Enkelchen zu bespaßen...

Ich bin/war mir aber nicht sicher, ob ich evtl. eine Erkältung ausbrüte. Ich hatte einen komplett verstopften Kopf (Nase, Nebenhöhlen) und  Kopfweh, da weiß man nie, ob es sich nicht zu etwas Schlimmeren auswächst. Den großen und kleinen Kindern noch eine Krankheit hinzubringen, das kommt nicht in Frage!

Tatsächlich bin ich heute (Ausschlaftag!!!) sehr früh aufgewacht und weiß immer noch nicht, was das mit mir werden soll. Bin sehr schlapp und müde.

ABER
... ich probiere ein neues Kochrezept aus, habe das Gemüse schon geschnippelt und alles vorbereitet - aber noch habe ich keinen Hunger... später gibt es einen Eintrag "drüben" im Kochblog.

Ich war nach langer Zeit mal wieder bei Aldi in der Hoffnung, dass dort vielleicht große Ordner und Ablagekörbe zu haben seien - schließlich beginnt in drei Wochen das neue Schuljahr... nein. Muss ich mir meine Ordner und Co. woanders besorgen, denn: Ich bin heute endlich angefangen mit meiner Ablage!

Bedingt durch Familienkatastrophen bin ich mit meinem privaten Papierkrieg ewig lange im Rückstand... Nachdem ich vor zwei Tagen bei LaNonna Arztberichte hatte suchen und zusammenstellen müssen, ist das Thema für mich endlich dringend geworden! Jetzt bin ich kurz davor, meinen kleinen Schredder zu morden ... ;-)

Freitag, 12. August 2016

Wie man schwierige Gefühle überlebt

Interessanter Artikel für junge Eltern.

Nee, nee, es sind schon keine so jungen Eltern mehr... aber ich erinnere mich gut, dass es fein gewesen wäre, wenn es vor über dreißig Jahren schon das Internet mit diesen Artikeln gegeben hätte...

Was ich hatte, waren die Kommentare von Mutter, Schwiegermutter...

Kalender

Ich war gerade dabei, einen Hilferuf in den Orbit zu schicken, als mir die glorreiche Idee kam, mal nachzusehen, welche Apps es evtl. für mein Smartphone geben könnte...

Problem gelöst!

Für den lächerlichen Preis von 2,55 konnte ich auf dem Smartphone eine App installieren, die den Samsung-Kalender mit meinem hundert Jahre alten Yahoo-Kalender synchronisiert. Ein elendes Problem zu geringen Kosten gelöst.

Bei Yahoo liegen so ungefähr alle Geburtstage, die ich nicht vergessen möchte. Nun kann ich damit beginnen, auch ganz normale Termine (Ärzte!) zu hinterlegen - oder gar To-do-Listen....

Yippieh... runs.... 

Donnerstag, 11. August 2016

Terrassengarten

Juchhu, es passiert etwas...

Es brauchte:
  • eine Mail
  • zwei Wochen später ein Telefonat
  • eine Woche später eine neue Mail
Dann folgten innerhalb eines einzigen Tages:
  • ein Blick des Hausmeisters aus der Vogelperspektive
  • ein Anruf vom Hausmeister
  • endlich ein Anruf vom Gärtnermeister mit einer Terminabsprache
Es wird - wie immer bei solchen Aktionen - sicherlich nicht alles genau so werden, wie ich es mir denke, aber immerhin wird es insgesamt eine Verbesserung sein.

Mittwoch, 10. August 2016

Hausmeister...

Nach dem Telefonat vom vergangenen Freitag (nachgefasst wegen meiner Mail gute zwei Wochen zuvor) hat sich noch immer nichts getan.

Nun mitgeteilt, dass ich die generelle Terminzusage für die benannten drei Tage nicht halten kann... und über den Spielplatz geschrieben... und über die Außenanlagen...

Ich habe zwar demnächst ein paar Tage Urlaub, aber da beginnen sich die Termine zu ballen...

Montag, 8. August 2016

Gelesen: Über Nacht war alles anders

Über Nacht war alles anders (Flüchtlingsschicksal)
von Elfriede Mosenthin
Rosenheimer Verlagshaus
ISBN 978-3-475-54148-3

Warum dieses Buch? Spontankauf bei Thalia.

Klappentext:
"Elfi hat alles, was sie sich im Leben wünscht. Ohne Sorgen wächst sie auf dem Gut der Familie in Polen auf. Die Eltern tadeln das Naturkind nur selten. Doch Elfi hat neben ihrem freien Geist auch einen wachen Verstand. Längst weiß sie, dass dunkle Wolken ihr Paradies bedrohen.
Der Einbruch des Zweiten Weltkrieges verändert alles. Ihre Familie wird vertrieben. Sie muss lernen, sich anzupassen, um überleben zu können. Das unbedarfte Kind wird zu einer starken Frau, die nie die Hoffnung verliert.
Diese bewegende Geschichte beruht auf den Erinnerungen Elfriede Mosenthins, Autorin der bekannten »Nachtschwester«-Romane, die darin beschreibt, wie sie das Schicksal zum Beruf der Nachtschwester führte."

Elfriede wächst als jüngstes Kind sehr frei auf, auf ihrem Pferd Ajax auszureiten, das ist ihr größtes Glück. Hauspersonal und Kindermädchen, dem sie so manchen Streich spielt, sind selbstverständlich. Die ältere Schwester Annelies feiert Verlobung, und am nächsten Tag muss ihr Verlobter Hans schon wieder an die Front. An diesem Abend erfährt Elfi zum ersten Mal, dass es unerwünscht ist, bestimmte Dinge laut zu sagen. Nicht nur unerwünscht, sondern auch gefährlich.

1943, der Krieg scheint in weiter Ferne zu sein, obwohl immer wieder Briefe von Elfis Bruder und Annelies Verlobtem von der Front eintreffen, schließt Elfi die Mittelstufe der Schule ab. Mehr ist nicht mehr möglich, da die Schule zum Lazarett umfunktioniert wird. Die Schwester Christine heiratet:

So kurz nach Jans Urlaub war natürlich nicht daran zu denken, dass er schon wieder herkommen durfte, also willigte Christine wohl oder übel doch in eine Ferntrauung ein. Ein bisschen traurig war sie darüber schon, denn was war das für eine Hochzeit, wenn sie ohne Jan an ihrer Seite getraut würde?

Ich werde jetzt nicht hier die ganze Geschichte nacherzählen... Die Familie muss fliehen, erst in die Tschecheslowakei zu Verwandten des Verlobten, die Schwester bekommt ein Kind, nach dessen Tod die Familie weiter zieht... Elfi verliebt sich nach Kriegsende in einen amerikanischen Soldaten, den sie jedoch nicht heiraten kann, nachdem Gottfried sie mit List und Tücke geschwängert und deshalb geehelicht hat... Es folgt eine lange Zeit in Armut, mit Sorgen um die Kinder, die immer mehr werden, der Mutter, die ihr stets eine Hilfe ist - trotz angegriffener Gesundheit - und der Schilderung des Heranwachsens ihrer Kinder, dem Verlaufe ihrer Ehe...

Von Zeit zu Zeit ließ er mich das gerne spüren, dass meine Herkunft jetzt nichts, aber auch gar nichts mehr wert war. Ich war immer froh, wenn Mutter solche herabsetzenden Worte nicht anhören musste, denn dann war sie immer schwer gekränkt und zog sich traurig zurück. Manchmal hörte ich sie dann auch nachts in ihre Kissen weinen. Er wiederum wurde aggressiv, wenn sie ihm tagelang aus dem Weg ging...

Ich habe im Laufe der Jahre viele Geschichten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit erzählt bekommen, jedoch war mir hier im Norden die Vertriebenenproblematik immer fremd geblieben. Dieses Buch füllt die Wissenslücke, ohne einzig trockenene Fakten zu vermitteln. Die persönliche Geschichte der Elfi ist sehr flüssig und unterhaltend geschildert, man lebt und bangt mit ihr, hofft ständig, dass ihr Leben doch in ruhigere Bahnen gelenkt würde.


Die Geschichte erzählt ein Vertriebenenschicksal, das nie ganz und gar hoffnungslos wird, gelegentlich sogar mit Humor. Während des Lesens war ich sehr berührt, habe mit Elfi gezittert und gewünscht, dass manches besser würde.

Das Buch ist locker und leicht geschrieben, trotz des tragischen Hintergrundes, und ich kann nicht anders als es zu empfehlen.

Leserekord

Am letzten Wochenende habe ich zwei Bücher gelesen, trotz erledigter Haus- und Gartenarbeit. Hätte nicht gedacht, dass ich das so ganz nebenbei machen könnte.

Wenn ich so im Leserausch bin, wundert Euch also nicht, dass hier eine Buchbesprechung nach der anderen erscheint.

Trotzdem geht das alltägliche Chaos seinen Gang... Infusion, dann Zahnarzt (ein Zahn ist abgebrochen), Mutterbesuche... wenn's denn endlich mal klappt, der Gärtner (letztens mit dem Hausmeister telefoniert, er wartet auf die Gärtnerfirma), Besuch bei der Tochterfamilie, wenn denn die Zwerglein nicht ansteckend sind... und noch einige Projekte mehr... das Weihnachtsgeschenk für die Jüngste muss ja auch mal eingelöst werden ... usw. usw.

Samstag, 6. August 2016

Gelesen: Riley - Das Mädchen im Licht

Riley - Das Mädchen im Licht (Young Adult oder Fantasy?)
von Alyson Noël
Page & Turner (Goldmann), Taschenbuch
ISBN 978-3-442-20383-3

Warum dieses Buch?
Arvelle lockte mit Paketpreisen für Remittenden. Meine erste Bestellung umfasste Bücher von bisher eher unbekannten Genres. So frage ich mich auch, wo ich dieses Buch einordnen soll... "Geisterbücher" habe ich bisher nicht gelesen, von daher wohl Fantasy. Angeblich soll die Zielgruppe ja eher "Young Adult" sein. .. Glücklicherweise habe ich keinerlei Kritiken gelesen, bevor ich zu dem Buch griff, es wird bei Amazon verrissen, wer denn den Amazon-Rezensenten glauben mag, lässt die Finger davon! (Alle Anderen lesen hier weiter)

Klappentext:
"Riley Bloom hat einen ganz neuen Lebensabschnitt vor sich - den Tod. Durch einen Autounfall wurde sie aus dem Leben gerissen und von ihrer Schwester Ever getrennt. Ein Abschied, der ihr so schwer fiel, dass sie noch eine Weile als Geist auf der Erde blieb. Aber da auch das schönste Geisterleben einmal ein Ende haben muss, überquerte Riley schließlich die Brücke ins Jenseits. Nur kann sie dort leider auch keine Ruhe finden, denn vom großen Rat wird ihr eine besondere Aufgabe zugeteilt: Sie soll auf der Erde verlorene Seelen einfangen. Und ausgerechnet der langweiligste Junge, dem sie je begegnet ist, wird ihr dabei zur Seite stehen. Riley hat sich das irgendwie anders vorgestellt. Zum Glück hält der Tod noch so einiges für sie bereit ..."

Als ich gestern nach diesem Buch griff, wollte ich leichte, triviale Unterhaltung, hatte keinerlei Ansprüche an ein gewisses Niveau und war nur gespannt, zum ersten Mal ein "Geisterbuch" zu lesen.

Ich wurde positiv überrascht.

Die 12jährige Riley und ihre Eltern erleiden einen tödlichen Autounfall. Nach einem Aufenthalt in einer Zwischenwelt - Riley muss sich damit abfinden, dass sie gestorben ist und sie nicht zu ihrer Schwester zurückkehren kann - geht sie "über die Brücke" ins Jenseits. Dort wird dieser Ort mit "Hier" bezeichnet, und die einzig bekannte Zeit ist "Jetzt." Ihr Hund Buttercup begleitet sie. Zunächst lebt wohnt sie mit ihren Eltern zusammen, doch nach einiger Zeit wird sie "zur Schule" geschickt, die scheinbar oder anscheinend (?) das Jüngste Gericht ist.

"Wir gehen zu dem Ort, der uns zugeteilt wurde, und du gehst zu dem Ort, der dir zugeteilt wurde," antwortete der Junge vor mir, warf mir über die Schulter einen kurzen Blick zu und fügte in einem wenig freundlichen Ton hinzu: "Wohin denn sonst?" Meine Wangen röteten sich, und ich presste meine Lippen fest aufeinander.
Ich atmete tief ein (und, nein, ich muss nicht mehr atmen, aber manche Angewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen) und gab mir Mühe, für mich zu bleiben und einfach mit der Masse mitzulaufen. Etliche Fragen schossen mir durch den Kopf. Wo zum Teufel gingen wir hin, warum verhielten sich hier alle so still und gehorsam?..." 

Ganz klischeehaft scheint ihr zwölfjähriges Leben an ihr vorbeizuziehen, hier auf einer Leinwand. Sie steht auf einer Bühne vor dieser Leinwand und "leuchtende" Gestalten beurteilen sie. Eine sehr ungemütliche Situation. Letztlich bekommt sie eine nicht näher definierte Aufgabe als Seelenfängerin und einen "Führer," den sie zunächst als Loser empfindet.

Sie erleben zwei fürwahr geisterhafte Abenteuer, wodurch beide reifen - es geht hier um Mut, Toleranz, Mitgefühl.

Die Geschichte ist zuerst einem sehr jungen Teenager angemessen in der autobiographischen Form geschrieben. Mit der Entwicklung von Rileys Persönlichkeit reifen sowohl ihre Gedankengänge als auch ihre Ausdrucksweise.

Mir hat die frische, moderne Art, in der die Protagonistin spricht, gut gefallen, die jugendliche Zickigkeit brachte mich beim Lesen zum Lächeln. Die Geschichte ist fesselnd genug, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte, bevor sie zu Ende war.

Dass es sich hier um eine Serie (ich freue mich, die anderen drei Bücher schon hier zu haben) um eine Nebenperson aus der "Evermore-Serie" handelt, wusste ich vorher nicht. Diese Serie ist mir kein Begriff, was sich ganz bestimmt noch ändern wird. Die Autorin hat außerdem eine weitere Reihe begonnen, alles nachzulesen auf der Web-Site.


Vielleicht bin ich hier auf eine Autorin gestoßen, die gewissermaßen in Marion Zimmer Bradleys Fußstapfen tritt - mit eigenen Konzepten, eigenen Welten.

Mir hat das Buch Spaß gemacht, Leseempfehlung für Liebhaber von Fantasy, Geistern und leichter Unterhaltung.

Picasa ist eingestellt

Bis gestern oder vorgestern funktionierte bei mir Picasa noch. Heute definitiv nicht mehr. "Google Photo" stellt den neuen Service dar... Wer nun Blogposts findet, in denen die Fotos nicht mehr gezeigt werden, sei doch bitte so nett, mir eine Info zu schicken, damit ich das möglicherweise reparieren kann. Danke.