Mittwoch, 1. August 2018

Arctic Air

Ich war im Büro Tester für ein Kleinklimagerät, das mit Wasser arbeitet (Strom natürlich auch). Demnächst bekommt jeder so eines auf den Schreibtisch. Das Teil ist so genial gut, dass ich mir für mich privat auch eines bestellt habe. Letztens hatte ich 26 Grad im Schlafzimmer, da kann das zumindest beim Einschlafen gute Dienste tun. (Das ist keine Werbung, nur ein ganz frischer Erfahrungsbericht!)


Im Büro steht das Teil in weniger als 50 cm Entfernung von mir und ist sehr angenehm. Dank der feuchten Luft hatte ich endlich mal kein Dauerräuspern mehr und weniger Durst. Klimatisch war es angenehm und vom Handling besser als ein Ventilator, da mir nicht meine Papiere um die Ohren flogen. Mehr würde ich von so einem Würfelchen auch nicht erwarten. 

Mein Mini-Klimagerät lag seit gestern bei der Post. Ich liebe DHL, denn dann habe ich bei Nicht-Zustellung direkt Zugriff in meiner Postfiliale. Da möchte mir der Postmensch einen riesigen Karton aushändigen, ich hatte extra meinen Einkaufstrolley mitgenommen, aber der Karton hätte dort nicht hineingepasst. Lieb gefragt, ob wir das Teil nicht direkt auspacken könnten, ich zeigte das Fortmat mit den Händen... Eigentlich dürfe er das nicht, aber naja, ausnahmsweise... Und dann passte der kleine Karton auch locker in meinen "Hackenroller", sogar meine dann folgenden Einkäufe auch. Es gibt noch nette Menschen. 😀 Junger Mann mit ausländischen Wurzeln, sieht aus wie ein Teddybär 🐻, arbeitet schon länger in der Postfiliale, die nebenbei auch noch Billigzeugs und Handy-Zubehör verkauft. (Ade, liebe Postämter!). Jetzt steht mein kleiner Klimawürfel auf meinem Schreibtisch und tut mir gut.


Und wenn demnächst irgendwann der Sommer vorbei ist, kommt er in den Schrank und wartet aufs nächste Jahr.

Sonntag, 29. Juli 2018

Gelesen: Die vergessene Kammer

Die vergessene Kammer - Catherine Fisher (Fantasy-Roman)
blanvalet-Taschenbuch
ISBN: 978-3-44226406-3

Warum dieses Buch? Ich habe mehr Bücher von Catherine Fisher auf dem SuB und wollte dieses als "Appetizer" lesen.

Klappentext:
"Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King’s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King’s Circus einbauen will – um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein?"

Zwei Erzählstränge kennzeichnen diese Geschichte:

Einerseits geht es um das noch nicht ganz erwachsene Mädchen Su, das von (neuen) Pflegeeltern aufgenommen wird, welche im King's Circus wohnen. Ein Geheimnis umgibt Su, sie fühlt sich verfolgt und bedroht, trotzdem versucht sie, im normalen Leben Fuß zu fassen.

Andererseits handelt die Geschichte von Zac und Jonathan Forrest, die dabei sind, diese besondere Wohnanlage zu konstruieren. Welche Rolle die junge Frau Sylvia dabei spielt, hat sich mir nicht wirklich erschlossen, außer dass sie ein Bindeglied zu einer Person zweifelhaften Charakters ist.

Zwischen den Kapiteln kommt jeweils Bladud zu Wort, offenbar ein uralter druidischer Gott.

Am Ende werden die Erzählstränge zusammengeführt, jedoch scheint mir das Ganze sehr konstruiert zu sein. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, das Ende aber wenig spektakulär, so dass ich als Leser etwas ratlos zurückbleibe.


Gelesen: Nur die Liebe bleibt

Nur die Liebe bleibt - Stefanie Zweig (Roman)
Heyne Taschenbuch
ISBN: 978-3-453-40156-5

Warum dieses Buch? Vom Tisch mit Mängelexemplaren mitgenommen, da mir "Jenseits von Afrika" so gut gefallen hatte.

Klappentext:
"Hoffnung und Angst bewegen den Vater auf der Flucht vor den Nazis 1938 von Leobschütz in Oberschlesien nach Ol' Joro Orok im Hochland Kenias; falsche Vorstellungen von einem neuen Leben begleiten seine Frau Jettel auf der Reise nach Hamburg, wo sie mit ihrer Tochter Regina das Schiff nach Afrika nimmt. Auf der Weiterfahrt von Mombasa nach Nairobi kommt es für Regina zur entscheidenen Begegnung mit Afrika. Ein Stück Zeitgeschichte, erlebt von Menschen, die ihre Heimat liebten und nicht zu Hause bleiben durften.
Die Schicksalspunkte im Leben der Familie Redlich sind durch Zugfahrten markiert, die der Autorin zum stilistischen Mittel dieses Romans werden. Mit feinen Wahrnehmungen und einer berührenden Vertrautheit gelingt ihr ein zeithistorisch bedeutendes Werk."

Ein leises Buch. Es handelt vom Abschied, immer und immer wieder.

Walter Redlich steht auf dem Bahnsteig von Leobschütz in Oberschlesien und wünscht sich, seine Familie würde jetzt gehen, um ihm den Abschied leichter zu machen. Als Jude auf der Flucht vor den Nazis auf dem Weg nach Afrika scheint er sich von allem und jedem gedanklich zu verabschieden, ganz besonders natürlich von seiner verwöhnten und streitlustigen Frau Jettel und der Tochter Regina, die schon früh lernen muss, in der Öffentlichkeit möglichst nichts zu sagen und nicht auf sich aufmerksam zu machen.

Er ist schließlich unterwegs nach Genua, von wo aus er mit dem Schiff nach Afrika reisen wird. Schmerzlich vermisst er seinen Freund, der aber später zusteigt, um ihn bis Genua zu begleiten. Immer wieder wird man Zeuge der Angst, die Walter unterwegs hat, Angst davor, als Jude erkannt zu werden, dem man unterwegs die Ausreise unmöglich machen könnte.

Es war eine Nacht mit Sternen. Sie funkelten so intensiv, als hätten die himmlischen Scharen beschlossen, dass auf Erden nur noch das Schöne und Gute geschehen dürfte. Der Zug drängte immer schneller in den Süden. Von den Schienen hörte der Davongekommene die verheißungsvolle Botschaft von Aufbruch und Neubeginn. Für den Moment der Gnade, da sich seine Seele betrügen ließ, schwor Walter, künftig mit dem alten Kinderglauben Gott zu vertrauen und nie mehr dem Kleinmut des Zweiflers nachzugeben.

Monate später wird der Abschied von Jettel und Regina thematisiert, die Zugfahrt nach Hamburg, das Bemühen von Jettel, die Tochter mit ihrem vorlauten Mundwerk ein wenig im Zaum zu halten, die Angst vor einer mit dem "Mutterorden" hochdekorierten Mitreisenden.

Ruhig erzählt, macht dieser Roman es möglich, die Ängste und Gefahren, denen Juden im III. Reich ausgesetzt waren, nachzuempfinden.

Auf dem letzten Stück der Reise mit dem Zug von Mombasa nach Nairobi verliebt sich Regina in Afrika.

Der Aufenthalt in Afrika wird nicht allzu ausführlich geschildert, die Familie lebt in relativer Armut, bis Walter eine Anstellung beim britischen Militär findet und man von der Farm umzieht in die Stadt, wo dann Jettel auch ein wenig mehr von der Aufmerksamkeit bekommt, nach der sie sich sehnt.

Schließlich bekommt Regina einen kleinen Bruder, den sie zu beschützen sich selbst versprochen hat. Nach Kriegsende zieht es Walter und Jettel zurück nach Deutschland, wo sie in Heidelberg landen, denn Oberschlesien ist mittlerweile polnisch, und man wird die Heimat nie wieder sehen.

Eine eindringlich beschriebene Geschichte, die nach meinem Empfinden ein Vorläufer von "Jenseits von Afrika" sein müsste.


Ein wunderbares Buch.

Gelesen: So weit die Hoffnung trägt

So weit die Hoffnung trägt - Richard Paul Evans (Roman)
Edition Nova
ISBN: keine angegeben

Warum dieses Buch? Eine Besucherin meiner Tochter hatte es hinterlassen. Da ich seit Kindertagen "alles lese, was gedruckt ist," habe ich mich drüber her gemacht.

Klappentext:
"Nach dem traumatischen Verlust seiner geliebten Frau, seiner Firma und seines Heims beschließt der ehemalige Werbemanager Alan Christoffersen, einmal quer durch die USA zu wandern. Wichtiger als die absolvierte Strecke sind jedoch die Menschen, die Alan ein Stück des Wegs begleiten und ihm unvermutet neue Hoffnung geben. Schritt für Schritt lernt Alan so, sein eigenes Schicksal zu akzeptieren. Aber plötzlich erhält er eine Nachricht, die seiner Reise ein jähes Ende zu setzen droht."

Das romantische Cover lässt eine Liebesschnulze erwarten, aber das ist diese kleine Geschichte nicht. Zumindest nicht auf herkömmliche Art und Weise.

Alan erwandert sich ein Großteil der Vereinigten Staaten, und ganz nebenbei lernt man die USA aus einem Blickwinkel kennen, den die Medien hier meist nicht vermitteln. Es wird von Städten und Dörfern, von Landschaften, deren Besonderheiten und kleinen Sehenswürdigkeiten erzählt, bis hin zu seltsam erscheinenden Frühstücksgewohnheiten.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, drehte sich alles. Ich fühlte mich, als wäre ich eben von der Teetassenbahn im Disneyland gestiegen. Ich lag in meinem Schlafsack und hielt mir fast zwanzig Minuten den Kopf, in der Hoffnung, das Gefühl von Schwindel und Übelkeit würde sich legen. Als es mir etwas besser ging, rollte ich meinen Schlafsack zusammen und ging los, nachdem ich das Frühstück zwangsläufig ausfallen lassen musste.
Ich ging drei Meilen weit bis zur Stadt Plankinton. Inzwischen fühlte ich mit fast wieder normal, daher ging ich zum Frühstücken in einen kleinen Eckladen namens Coffee Cup Fuel Stop. Eine Meile später ...

Wie im Klappentext erwähnt, hat Alan alles verloren, was sein Leben zuvor ausgemacht hatte, und er versucht, den Verlust seiner Frau zu verarbeiten. Unterwegs trifft er Menschen, mit denen er eine Stunde oder drei Tage verbringt, die ihm in Notsiutationen helfen oder ihm einen Teil ihrer eigenen Geschichte erzählen. Aus jeder Begegnung nimmt er wertvolle Erfahrungen und Gedanken mit. Insofern ist es auch ein philosophisches Buch, allerdings ohne schwülstig zu sein.

Nachdem er zum zweiten Male auf seiner Wanderung bewusstlos umgekippt ist und im Krankenhaus erwacht, erhält er eine Diagnose, die einigen Mut und viel Zuversicht erfordern wird.

Wider Erwarten habe ich dieses Büchlein gern gelesen.


Jedes Kapitel wird mit einem Zitat aus dem Tagebuch des Protagonisten eingeleitet, was mir gut gefallen hat, zwei davon zitiere ich mal...

Ich weiß nicht, ob es Poltergeister oder Gespenster gibt, und es ist mir auch egal. Es gibt zu vieles in meinem Leben, was ich nicht verstehe, um mir den Kopf über Dinge zu zerbrechen, denen ich noch nicht begegnet bin.

Zu sagen, dass jemand nicht weiß, wann er aufhören soll, ist entweder eine Beleidigung oder ein Kompliment, je nachdem, was bei seinen Mühen am Ende herauskommt.

Gelesen: Mord in Thingvellir

Mord in Thingvellir - Stella Blómkvist (Ein Island-Krimi)
Ramdom House, btb (Taschenbuch)
ISBN 978-3-442-73663-8

Warum dieses Buch? Vom öffentlichen Bücherregal mitgenommen, ich liebe Krimis...

Klappentext:
"Eine junge Frau wird tot im Wasser gefunden. Und die lokale Presse hat den Schuldigen schnell ausgemacht: Der Vater, ein iranischer Einwanderer, soll einen Ehrenmord an seiner Tochter begangen haben, zumal diese schwanger war. Doch als die junge Anwältin Stella Blómkvist zu recherchieren beginnt, stellt sie fest, dass die Geschichte komplizierter ist als gedacht. Sie stößt auf einen Kreis von Männern, die mit dem professionellen Missbrauch von Frauen Geschäfte machen …"

Normalerweise schreibe ich gleich nach dem Lesen über ein Buch, nicht jetzt. Ich bin im Rückstand und versuche, mich wieder in die Geschichte hineinzufinden. Was mir beim Durchblättern seltsamerweise nicht gelingen will. Den Inhalt habe ich komplett vergessen. Kein gutes Zeugnis für das Buch. Island-Krimis sind wohl einfach nichts für mich.

 

Samstag, 21. Juli 2018

Ich bin schon noch da, aber gerade nicht hier

Ich hätte so allmählich mal einiges zu erzählen, aber mir läuft andauernd die Zeit weg, weshalb ich davon Abstand nehme, alles aufzuzählen, was in der Gedankenwarteschleife ist.

Mir geht es gerade einigermaßen gut, wenn man von meinen Zahngeschichten mal absieht, und ein viertägiger Kurzurlaub ist auch geplant. Das Wetter ist zwar warm, aber zu meinem Erstaunen gerade für mich ganz wunderbar... Vermutlich sind Luftdruck und Luftfeuchtigkeit in einem Bereich, der für mich verträglich ist. Wer weiß.

Familiär ist alles gut, vergangenen Sonntag mit der Tochter gechillt...


Achja, Buchbesprechungen sind auch noch outstanding... 📕
Bis bald also.

Katzenrettung

Unsere Firma hat einen Werkstatt-/Garagenhof mit Altmetall und Wertstoffcontainern. Da hinten treibe ich mich selten bis gar nicht herum... Meine Kollegin sah dort eine Katze, ziemlich struppig und mager, vielleicht sogar krank? Jedenfalls schien die Katze unter den Containern zu "wohnen."
Da die Kollegin sehr Katzen-affin ist (sich erst kürzlich hat von ihrer trennen müssen), ist sie nach einigem Hin und Her zum Tierheim gefahren und hat eine Lebendfalle gegen Kaution geholt. Na, wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie die Katze im Käfig saß - Thunfisch hatte es möglich gemacht!


Zack, konnte meine Kollegin sofort die Rückfahrt ins Tierheim antreten... netterweise hat sie ihre Kaution als Spende dort gelassen, weil das Tier ja auch Kosten verursachen wird.

Sonntag, 1. Juli 2018

Gelesen: Silber - Das erste Buch der Träume. Das zweite Buch auch.

Silber - Das erste Buch der Träume - Kerstin Gier (Roman)
FISCHER-Taschenbuch
ISBN 978-3-596-19673-9

Warum dieses Buch? Ich falle gelegentlich auf wunderschöne Covers herein und kann nicht widerstehen...

Klappentext:
"Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …"

Die Protagonistin Liv Silber muss mit ihrer Familie mal wieder umziehen - um kurz danach nochmals zu wechseln: Ihre Mutter, Literaturwissenschaftlerin mit diversen Lehraufträgen, wechselt berufsbedingt ihren Arbeitsplatz, damit den Lebensmittelpunkt der ganzen Familie. Außerdem ist sie gerade verliebt in Ernest, in dessen Haus sie ziehen. Damit bekommen Liv und ihre Schwester Mia quasi Geschwister: Grayson und Florence. Zu Livs Familie zählen außerdem Lottie, deutsches Kindermädchen inzwischen mittleren Alters, und Buttercup, Hund der Familie. So viel zum Rahmen.

Es geht um Träume, natürlich. Und um die Mitschüler, Freunde, Parties von Liv. Unheimliche Dinge passieren in den Träumen, die sie bei Bedarf und auf Wunsch miteinander teilen können. Warum wissen sie am Tage Dinge, die sie in ihren Träumen erfahren haben? Liv, Grayson und seine Freunde verbindet etwas. Ein Dämon wurde beschworen und eine Mitschülerin hat nichts Gutes im Sinn.

Das Buch liest sich gut weg und hat durchaus Unterhaltungswert, allerdings scheint mir die Zielgruppe eher im Bereich 13 bis 17 Jahre zu liegen.


...und das nächste gleich hinterher!

Silber - Das zweite Buch der Träume - Kerstin Gier (Roman)
FISCHER-Taschenbuch
ISBN 978-3-596-19866-5

Klappentext:
"Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …"

Eine gelungene Fortsetzung des ersten Buches. Wieder spielen Träume eine Rolle - und Anabel wird gefährlich, sogar aus der geschlossenen Psychiatrie heraus, nämlich in den Träumen...


Beide Bücher sind ganz bezaubernd aufgemacht, Schriftsatz und Seitengestaltung sind ein wenig verspielt, hin und wieder finden sich zarte Zeichnungen von Blütenranken.

In meiner Beurteilung bin ich ambivalent. Einerseits nette Unterhaltung. (Besonders vielleicht für ganz junge Mädchen.) Andererseits inhaltlich ein wenig flach. Aber amüsant geschrieben. Ich habe mich von beiden Büchern gut unterhalten gefühlt, weiß aber nicht, ob ich entweder das dritte Buch  - wenn es denn als Taschenbuch zu haben sein wird - kaufen sollte, oder ob ich sie ins öffentliche Bücherregal stellen werde.

Chronisch krank - sehr lesenswerter Text

https://guteskarmatogoblog.wordpress.com/2018/04/14/leben-mit-einer-chronischen-erkrankung-ihr-habt-keine-ahnung/

... gefunden in einer FB-Gruppe.

Gelesen: Eisenberg

Eisenberg - Andreas Föhr (Krimi)
Knaur-Taschenbuch
ISBN 978-3-426-51765-9

Warum dieses Buch? Noch ein Andenken aus der Buchhandlung in Göttingen.

Klappentext:
"Ein Opfer, das grausam stirbt.
Ein Verdächtiger, der nicht verteidigt werden will.
Eine Anwältin, die um die Wahrheit ringt.

Eine junge Frau wird auf bestialische Weise ermordet, und alle Spuren belasten einen obdachlosen Mann. Anwältin Rachel Eisenberg übernimmt widerstrebend seine Verteidigung. Als sie ihrem Mandanten zum ersten Mal gegenübersitzt, ist sie jedoch fassungslos: Sie kennt den Mann - oder glaubte das zumindest..."

Zufällig ist es mir gelungen, den ersten Band einer neuen Serie zu kaufen. Auch der Autor war mir bis dahin unbekannt.

Zunächst gibt es zwei Erzählstränge, deren Handlungen nur wenige Monate auseinander liegen, und ich war erst ein wenig irritiert, gleichzeitig auch neugierig, wie diese beiden Geschichten wohl zusammengeführt werden würden. Und: Es ist gelungen, sehr gut sogar!

Im Mai 2015 wird eine grauslich zugerichtete Frauenleiche in einem Park gefunden, sehr schnell gerät ein Obdachloser ins Visier der Ermittlungsbehörden. Er wird verhaftet und kommt in Untersuchungshaft, wird angeklagt. Eine junge Obdachlose bittet die Anwältin Eisenberg um Übernahme der Pflichtverteidigung. Als sie dem Gefangenen erstmals gegenüber sitzt, stellt sie zu ihrer Verwunderung fest, dass es sich bei dem Obdachlosen um ihre einstmals große Liebe, Professor Heiko Opitz, jetzt Gerlach, handelt.

Der zweite Erzählstrang spielt im Januar 2015 und handelt von einer Kroatin, die mit ihrer neunjährigen Tochter auf der Flucht nach Deutschland ist, gefangen und bedroht wird, schließlich mit der Tochter fliehen kann und dann doch von der Bildfläche verschwindet. Aber es gibt eine junge Frau, die eine Vermisstenanzeige aufgibt...

Der Krimi erzählt auch von den Lebensverhältnissen der Anwältin Rachel Eisenberg, ihren persönlichen Konflikten und ist ein großartiger Gerichtsroman. Rachel und ihr Kanzleipartner, bezeichnenderweise ihr getrenntlebender Ehemann, auch die Angestellten, ermitteln, finden Widersprüchliches. Immer wieder ergeben sich neue Perspektiven während der laufenden Gerichtsverhandlung.

Im Gegensatz zu den Gepflogenheiten in amerikanischen Fernsehserien spazierte Rachel nicht im Gerichtssaal herum, sondern blieb sitzen und beschränkte sich auf Sichtkontakt mit dem Zeugen. Kommissar Glasmüllers Körperhaltung wurde eine Nuance verspannter, als Rachel das Wort an ihn richtete. Er war ihr schon einige Male vor Gericht begegnet. Meistens kamen von ihr Fragen, die Versäumnisse in den Ermittlungen aufdeckten. Versäumnisse gab es natugemäß immer. Aber nicht jeder Anwalt wusste, wo er nachhaken musste, falls er die Akten überhaupt vollständig gelesen hatte. Frau Dr. Eienberg schien in der Hinsicht über einen Röntgenblick zu verfügen.

Als man glaubt, das glückliche Ende zu kennen, ergibt sich eine überraschende und dramatische Wendung.

Mehr zu erzählen, hieße zu spoilern.


Uneingeschränkte Empfehlung. Ich freue mich schon auf die Folgeromane.

Zahnschmerzen

Eine Zahnwurzelentzündung hat mich vergangene Woche vollkommen ausgeknockt. Ich wusste nicht, dass man von so etwas derartige Gesichtsschmerzen und Schwellungen bekommen kann. Ich nannte mich auch "Zombie". (Tage zwischen schlafen und wachen verbracht, CoolPacks waren meine besten Freunde.) Heute ist der letzte Tag mit Penicillin, und morgen - der schuldige Zahn wird noch eine Weile medikamentös weiterbehandelt - wird die nächste Baustelle aufgemacht:

Mein Implantat hat sich verabschiedet! Bemerkt hatte ich nur, dass ich "irgendwie" auf der linken Seite nicht kauen kann, und wir haben gleich Freitag ein Röntgenbild gemacht... Frau Zahnärztin meditiert an diesem Wochenende darüber, wird morgen erstmal die Brücke entfernen und sich das Malheur ansehen.

Im Büro ärgert "man" sich darüber, dass ich in der Monatsendewoche ausgefallen bin, ich bin noch bis morgen einschließlich krank geschrieben... mehr sage ich an dieser Stelle besser nicht dazu.

Samstag, 9. Juni 2018

Sommer

Mein Sonnenschirm steht. ⛱️ Vor Wochen bestellt und geliefert, war es trotzdem ein Projekt mit kleinen Hindernissen. Zu meinem Erstaunen war der angedachte Platz suboptimal, was den Schattenwurf betraf... Tochter und Schwieso haben schweißtreibende Arbeit geleistet, was den Aufbau und die Ausrichtung betraf. (Vier schwere Bodenplatten fixieren den Fuß.)
Währenddessen freuten sich die Zwerge 🤼‍♀️, entdeckten den Boden (dort ist das Gras gerupft und nackte Erde lacht), bröselten mit Erde herum, liefen durchs Gras (eher nicht optimal - aus Gründen)... und fanden schließlich meine gefüllte Gießkanne...
Viele, viele Male durften Mama und Papa die Kanne füllen, es wurden Schüsseln, Wasserflaschen und noch diverses Zeugs gefüllt... die Lastautos 🚚 aus meinem Sandspielzeugsortiment lernten Erde und Wasser kennen...
Viele kleine schwarze Fußspuren 👣 zieren meinen Boden, ich darf gleich mal ein Wischwasser machen...
Das schönste für die Zwerge heute: dass wir Matschepampe machen konnten!
Hinterher wurden sie hier geduscht und im Schlafzeug ins Auto verfrachtet...
Das war die Kurzform unseres Tages auf meiner jetzt schattigen Terrasse. ⛱️ Der Spielplatz fiel heute also aus. 🌞

Samstag, 2. Juni 2018

Gelesen: Die Engelsmühle

Die Engelsmühle - Andreas Gruber (Thriller)
Goldmann-Taschenbuch
ISBN 978-3-442-48123-8

Warum dieses Buch? Andenken aus der Buchhandlung in Göttingen.

Klappentext:
"In einer Villa am Stadtrand Wiens wird der pensionierte Arzt Abel Ostrovsky brutal gefoltert und ermordet. Vor seinem Tod konnte Ostrovsky noch ein Videoband verstecken. Auf der Suche nach diesem Film zieht der Mörder eine blutige Spur durch die Stadt. Dem Privatdetektiv Peter Hogart gelingt es, das Video zu finden, von dem er sich einen entscheidenden Hinweis auf den Täter erhofft. Doch die rätselhafte kurze Schwarz-Weiß-Sequenz, die über den Bildschirm flimmert, gibt Hogart nur noch weitere Rätsel auf. Der entscheidende Hinweis zu deren Lösung scheint in der Vergangenheit zu liegen – und in einer verlassenen Mühle vor den Toren der Stadt ..."

Die Hauptperson Peter Hogart, Detektiv, der für eine Versicherung arbeitet und die Ursache für den Brand im Archiv einer Krankenkasse herausfinden soll, gerät in einen immer gefährlicher werdenden Strudel von Ermittlungen und Gefahr.

Im Wesentlichen geht es um die Zwillingsschwestern Linda und Madeleine Bohmann, die Eine seit einem Unfall querschnittgelähmte Dozentin an der Kunsthochschule, die Andere extrovertierte Künstlerin, deren Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren.

 Als er jenes Plateau erreichte, das die Busfahrer als Umkehrplatz verwendeten, drosselte er die Geschwindigkeit. Es war der Ort, an dem er nachts auf Madeleine gewartet hatte, um ihr zur Mühle zu folgen. Deutlich war das drei Meter lange Stück Leitplanke zu erkennen, das zu beiden Seiten an das rostige, verbeulte Blech anschloss. Es musste jene Stelle sein, an der Ernst und Agathe Bohmann vor zweieinhalb Jahren mit dem Wagen in die Schlucht gestürzt waren. Hogart hatte in der Nacht eine Spiegelung des Mondlichtes zwischen den Bäumen gesehen. Möglicherweise lag das Auto noch dort unten. Immerhin hatte Rektor Priola erzählt, dass es nie geborgen worden war.
Hogart hielt den Wagen in der Kurve an und stieg aus. Am Tag war die Aussicht überwältigend...

Eine Schere spielt eine Rolle, mit der einige Personen gefoltert und zu Tode gekommen sind und ein Blasrohr... Nur mit viel Glück entkommen sowohl Hogart als auch der polizeiliche Ermittler Eichinger diesem Schicksal.

Insgesamt ein interessanter, wenngleich  ein wenig an den Haaren herbei gezogener, Plot,  der mich zunächst (wieder einmal) durch eine schnelle Folge auftretender Personen irritiert hat. Der Schreibstil ist gefällig, mir fehlt allerdings die Spannung. Nach meiner Meinung hat dieser Krimi den Untertitel "Thriller" nicht verdient.

Kann man lesen.

DSGVO - Datenschutz-Grundverordnung

Nachdem nun alle Welt ein bisschen verrückt gespielt hat hinsichtlich der DSGVO, freue ich mich, dass google mir das für mein Blog komplett abgenommen hat. (Blogger/blogspot gehört seit Jahren google.) Der geneigte Leser bekommt eine Cookie-Meldung nebst ggf. weiteren Informationen angezeigt, welche Daten google erhebt und wofür.

Da ich keine Drittanbieter-Anlaysetools verwende, bin ich also fein raus. Soviel zu Eurer Information.

Freitag, 18. Mai 2018

Gelesen: Das Herz der Nacht

Das Herz der Nacht - Ulrike Schweikert (Roman)
LYX/Egmont Verlagsgesellschaft
ISBN 978-3-8025-8223-3

Warum dieses Buch? Teil einer Bestellung als ich anfing, wieder mehr zu lesen... eher intuitiv ausgesucht.

Klappentext:
"Wien im 19. Jahrhundert. In den Salons des Hofadels und der schönen Fürstin Therese Kinsky wird der Vampir András Petru Báthory von den Damen umschwärmt. Da erschüttert eine grausame Mordserie die Kaiserstadt, und András gerät unter Verdacht. Die Schlinge zieht sich zu. Als es fast zu spät ist, erkennt er, dass nicht nur seine Existenz auf dem Spiel steht. Ein Wettlauf beginnt, um die zu retten, die er liebt."

Der Roman ist ein Mittelding zwischen historischem Gesellschaftsroman, Krimi, Vampirgeschichte.

Die Geschichte spielt im Wien des 19. Jahrhunderts.

András Petru Báthory (schnell erkennt der Leser, dass er ein Vampir ist), freundet sich mit der Fürstin Kinsky an, welche in einer unglücklichen Ehe - ihr Mann misshandelt sie - feststeckt... begleitet sie zu gesellschaftlichen Zusammenkünften, macht nächtliche Ausfahrten mit ihr, beide genießen sie den intellektuellen Austausch und schlagfertige Unterhaltungen.

Er macht die Bekanntschaft von Karoline, einer Komponistin und Pianistin, bei der er Unterricht nimmt. Karoline hat ein Geheimnis, dem András aber bald auf die Spur kommt.

Es häufen sich mysteriöse Todesfälle in der Stadt, und bald wird András verdächtigt - jemand stellt ihm eine Falle.

Die Fürstin trat ans Fenster und sah in den Hof hinaus. Er war nur schwach vom Schein, der durch die Scheiben fiel, erhellt, dennoch war sie sicher, in der Gestalt, die mitten im Hof stand, Graf Báthory zu erkennen. Er streckte den Arm aus, als würde er jemanden rufen. Es war aber niemand zu sehen.
Ein hektisches Flattern vor dem Fenster. Therese zuckte erschreckt zurück. Was war das? Als das Tier in den Hof hinunterflog, erkannte sie es. Eine Fledermaus. Sie schien einen Kreis um den Grafen zu ziehen. Dann war sie verschwunden.
"Darf ich Ihnen Ihren Umhang reichen? Mein Kutscher wird jede Minute da sein."
Noch einmal fuhr Therese zusammen. Hatte sie ihn nicht gerade noch unten gesehen? Er musste die Treppen heraufgerannt sein, doch sein ruhiger Atem ließ nicht auf derlei schließen. 

Irgendwann (ich lasse hier vieles aus, da ich nicht spoilern möchte) sind András, Karoline und ... auf der Flucht, bauen sich schließlich ein neues Leben in Hamburg auf, wo sie den Hamburger Brand von  1842 erleben, der sehr authentisch geschildert wird.

Der Roman ist in einer sehr gepflegten Sprache geschrieben, ich möchte sie als klassisch bezeichnen, wie sie mir aus Büchern der 60er Jahre geläufig ist, allerdings ohne angestaubt zu sein, eher zeitlos. Das Einzige, was mich stört, ist die jetzt auch erlaubte Verwendung des Dativs anstatt des Genitivs, dadurch geriet gelegentlich mein Lesefluss ins Stocken.


Ein eher ungewöhnlicher Roman, der sich gut wegliest, mir hat er gefallen.

Dienstag, 15. Mai 2018

Unkraut rupfen

... vor allem Gras. Ich werde es einfach nicht los.

Ich bleibe dabei, etwas Bewegung ist besser als gar keine. Und das Gras auf der Terrasse wächst und wächst und wächst...


Dazu kommt die wilde Brombeere, die die Erde komplett unterwurzelt haben muss, die frischen Triebe erscheinen an den unwahrscheinlichsten Stellen. Mehr als abschneiden kann ich nicht, immer in der Hoffnung, dass das Gesträuch die Lust verliert, sich bei mir auszubreiten.


Jedenfalls lege ich einige kleine Pflanzen vom letzten Jahr jetzt aus dem Graswald frei - nach und nach - manchmal geht nur eine Stunde am Stück, zumal bei der aktuellen Wärme. Aber wenigstens das.

Sonntag, 13. Mai 2018

Muttertag

Mein Muttertag fand auch schon gestern statt.

Vormittags bis zum Nachmittag mit M&M Ikea durchstreift. Eine Liste sollte abgearbeitet werden, aber wie das so ist, sprangen mir noch diverse Kleinmöbel und sonstige -teile in den Einkaufswagen. (Keine Kerzen!). Im Baumarkt wurde eine vernünftige Trittleiter besorgt und schwupps, war es (nach einer kurzen Kaffeestärkung bei den Beiden) halb fünf, ehe wir hier ankamen.

Die "Kinder" haben bei mir gewerkelt, gebohrt, Lampen angebracht und diverse Dinge zusammengebaut - Ikea-Sachen halt.

Ich war nach den vielen Stunden total erledigt (blöde Krankheit, raubt mir die Kraft), aber nach dem Abendessen ging es mir dann etwas besser.

Bis dann noch alle Verpackungsmaterialien entsorgt waren - sogar gesaugt hatten sie noch! - und alles gebührend bewundert war, war es halb elf, wir hatten also zwölf Stunden mit allem verbracht.

Ich freue mich über mein Wohnungs-Upgrade, denn auch wenn eine Komplettrenovierung gerade nicht möglich ist, sieht doch jetzt vieles wieder viel schöner aus...

Diese Aktion ist für mehrere Muttertage gut...

Heute bekam ich von dem anderen Teil meiner Familie einen wunderfeinen Blumenstrauß geliefert nebst einer Karte, die mich sehr berührt...

Freitag, 11. Mai 2018

Freitags-Folterkammer

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass mir die Physio so gut bekommen würde... heute mal schnell die Kamera gezückt.




Keine Spaziergänge heute, keine großen Aktionen... Physio und Rewe-Lieferung lassen sich schlecht mit einer Unternehmung takten, die früh hätte sein müssen und von der ich die Rückkehr nicht unbedingt passend hätte planen können. Also geht es etwas ruhiger zu.

Donnerstag, 10. Mai 2018

Mobilisierung #8 - kleiner Waldspaziergang

Gewitter oder Sonnenschein?


Das Wetter wusste nicht, was es wollte, so entschied ich mich für einen Spaziergang ohne Anfahrtweg... nur ein Fußweg durch eine Wohnstraße, leider mit Steigung. Dadurch und durch die anhaltende Schwüle musste ich immer mal verschnaufen... 

Am Beginn des Wanderweges ist ein Privatgrundstück umgeben von Rhododendren! Ich liebe Rhododendren...




Als ich dann so richtig schön drin im Wald war...






... wurde es dunkel, ich hörte es grollen... Gewitter und Wald sind keine gute Kombination, also bin ich durch ein paar einzelne Regentröpfchen nach Hause gegangen. Besser eine Stunde als gar keine Bewegung... 

Angekommen bekam ich eine Unwetterwarnung aufs Handy "Gewitter, Starkregen und Hagel". Und die Sonne lachte. (Na gut, inzwischen ist es deutlich abgekühlt und der Himmel grau, aber von irgendeinem Unwetter fehlt jede Spur.)

Mittwoch, 9. Mai 2018

Mobilisierung #7 - St. Pauli Landungsbrücken

Wo ist eigentlich #6 abgeblieben? Egal.

Dieser Post läuft mal wieder unter #Mobilisierung, weil der Ausflug ein wenig länger geplant war. Deutlich länger als dann tatsächlich gewesen - hier bitte ein Frust- und Ärgergesicht denken - meine Kondition ist bei allem guten Willen noch lange nicht wieder dort angekommen, wo ich sie gern hätte. Ein halbes Jahr reicht nicht, ich bin zu ungeduldig.

Vom 10. bis 13. Mai 2018 wird der Hafengeburtstag gefeiert. Eine Massenveranstaltung, nichts für mich. So bin ich ganz bewusst heute an die Landungsbrücken gefahren... aber: Es sind Schulferien und wir haben Traumwetter. Folge: Touristenschwemme!



Schlösser an Brücken kennt man ja inzwischen überall, aber die Beschilderung "Achtung! Weitergehen! Fluchtweg!" an der Fußgängerbrücke von der S-Bahn zu den Landungsbrücken scheint mir extra für den Hafengeburtstag angebracht zu sein. Sinnigerweise in Augenhöhe, so dass man auch den üblichen Ausblick nicht genießen kann. (Vor vielen Jahren haben Tochter, damals 14jährig, und ich uns durch die Menschenmassen auf genau dieser Brücke zur Bahn bewegt. Ein Alptraum, den ich kein zweites Mal erleben möchte.)

Ich liebe es, an den Landungsbrücken zu sein und von dort aus einen Spaziergang zu starten, allerdings ganz offenbar bei schlechtem Wetter. Dann ist es nämlich leer, man kann ungehindert schlendern, gucken und essen! Mein Vorhaben, ein Fischbrötchen in "Brücke 10" zu futtern, fiel auch heute der langen Schlange von Hungrigen zum Opfer. Für kein Essen der Welt stehe ich eine lange Warteschlange ab. Kein Eis, kein Fischbrötchen. Nicht essen macht schlank.


Das ist übrigens das Schaufelrad der "Louisiana Star", Rundfahrt-, Ausflugs- und Partyschiff.


Dass ich auch keine Fahrt mit der Hafenfähre gemacht habe, versteht sich von selber? Warteschlangen schon auf dem Ponton. Gedränge ist nichts für mich. Warte ich einfach auf schlechtes Wetter, das ist hier ja nicht allzu schwer.


Viele Schiffe waren da, in froher Erwartung des Hafengeburtstages. Das Segelschulschiff MIR lud zur Besichtigung ein, gegen Bares, versteht sich. Wegen des steilen Zuganges aber nichts für mich. Der Blick von unten war auch ganz schön.




Ganz tourimäßig habe ich zwei Teile eingekauft, die sich gut als Ergänzung für ein Geschenk eignen, so bin ich dann, nach einer Pause in der Sonne auf einer der Aussichtsterrassen frohgemut nach Haue gefahren. 


Dienstag, 8. Mai 2018

Colonnaden - Jungfernstieg

Infusion erledigt.

In Hamburg ist Sommer. Wer weiß, wann er sich wieder mal zeigt, also bin ich nach der Infusion nicht sogleich zur U-Bahn gestürmt sondern durch die Colonnaden zur Binnenalster bzw. zum Jungfernstieg spaziert.




Ich hätte so gern gesündigt und ein Eis an der Alster gegessen... aber die Schlange war so lang und ich hatte keine Kraft mehr...  Aber toll sieht es immer aus hier!!!





Wenn man die Bilder so anschaut, erwischt einen tatsächlich so ein bisschen Urlaubsfeeling auf den letzten Metern zur S-Bahn, nicht wahr? 

Draußen bei mir

... sind die Ratten weg?
Vor einigen Tagen hatte ich sie noch fröhlich rumrennen gesehen, und nun sind plötzlich die Fallen entfernt. Ohne irgendeine Rückmeldung der Fachfirma. Anfrage beim Hauswart läuft.

Immerhin habe ich mich rausgetraut, immer schön die Terrassentür weitestgehend angelehnt, und für ein bisschen Unruhe gesorgt. Ein wenig Gartenarbeit gemacht. Zu wenig! Immer zu wenig! Ich verzichte jetzt und in Folge auf den leidigen Hinweis, dass meine Kapazität begrenzt ist.


Aber immerhin einen Teil meiner Gartenmöbel geschrubbt, etwas (Un)Kraut gerupft, gar zu fröhlich vor sich hinwuchernde Fliederschösslinge abgeschnitten. So geht es ja nun nicht! Einfach irgendwo so vor sich hin wachsen! Und die Hortensie in Bedrängnis bringen! Also bitte...! Da  musste ich dann mal mit der niegelnagelneuen Gartenschere ran!


Und den Schnittabfall brav in Papiertüten gepackt dann dem Biomüll zugeführt. Man beachte das bitte!

Montag, 7. Mai 2018

Stilbruch

Urlaubsmodus. Ausschlafen, lange frühstücken, spät unter die Dusche - zack! ist der halbe Tag vorbei. So kann man es machen, und schon entschwinden die kostbaren freien Tage irgendwo im Nirgendwo. Am Ende fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist.

Nicht mit mir.

Ich nehme mir für jeden Tag etwas vor, manchmal nur wenig, eben immer angepasst an meine Nicht-Gesundheit, aber doch immer etwas "außer der Reihe". Das macht zufrieden. Oder froh. Jedenfalls irgendwas.

Ich hatte also beschlossen, dass - obacht, wir haben gerade Sommer! Man weiß nie, ob noch mehr warme Tage kommen werden - mein Kleiderschrank dringend etwas Frisches luftig-buntes brauchte. Und Schuhe. Neue Schuhe fand ich nicht, ein schöner Grund, nochmal in den Geldausgebemodus zu schalten.

Der Einkauf war getan, da stach mir direkt gegenüber vom Bekleidungsgeschäft "Stilbruch" ins Auge. Nicht wörtlich natürlich, sonst hätte sich das mit dem Sehen ja erledigt, der Leser weiß, was gemeint ist.


Das Kaufhaus der Hamburger Stadtreinigung hat also von mir bis dato unbemerkt eine Filiale in Harburg eingerichtet. (Manche von mir ausrangierten Dinge haben meine jungen Leute zu Stilbruch gebacht, vermutlich in eine andere Zweigstelle. Wäre ja auch irgendwie seltsam gewesen, mit den eigenen Sachen fröhliches Wiedersehen zu feiern.)

Ich musste einfach einmal hindurch schlendern, die Anziehungskraft entspricht dem allseits beliebten "Flohmarkt gucken" - gekauft habe ich allerdings nichts.


Beim Stichwort "Flohmarkt" fällt mir gerade ein... hmhm... abwarten...