Samstag, 30. August 2014

Garten - statt Lesezeichen

Gartenmonat.

Statt eines Lesezeichens. Für mich. Zum Wiederfinden.

Freitag, 29. August 2014

Abendbrot, damals

Anlässlich einer Facebook-Unterhaltung...

Hatte gerade Kopfkino: Opa und "Tante Meta" - seine zweite Frau. Immer herzhaft-bodenständig, genau wie das Abendbrot:

Abendbrot? Feinbrot (Graubrot), Schwarzbrot, Butter, diverse Käsesorten, Schinken, Wurstaufschnitt, Gewürzgurken, Tomaten, manchmal Mixed Pickles dazu, vielleicht Griebenschmalz... und Tee. Der Inbegriff des gutbürgerlichen Abendessens (gern auch mit Verwandtschaft dabei) in den 60ern. Hinterher für "die Erwachsenen" ein Weinbrand. Die Welt war in Ordnung.

NICHT dabei zu sein - undenkbar! übrigens auch gern dabei: Räucherfisch oder eine Fischkonserve "Hering in Tomatensauce."

Donnerstag, 21. August 2014

So still hier?

Dieser Katastrophensommer neigt sich dem Ende zu. Zwar noch August, das Wetter aber - bereits oder nur im Moment? - herbstlich. Im Büro friere ich schon wieder den ganzen Vormittag lang...

Innerfamiliär ist ein Querschläger unterwegs, der mir und uns sehr zusetzt. Zeitweise kann ich nicht richtig schlafen, mag nicht essen, habe ein nerviges Gedankenkarussell. Oder bin wechselweise wütend/todtraurig. Bei allem Ernst dieser Angelegenheit, basierend auf monatelangem Krankenhausaufenthalt der Einen und dem viel zu frühen Ableben des Anderen sowie daraus entstehnden Konsequenzen, ist es einfach nicht möglich, hier launig kleine Geschichten zu schreiben. Meistens jedenfalls.

Manchmal habe ich ganz brauchbare Einfälle - dann passiert aber wieder etwas, das mich völlig aus der Bahn wirft, und: zack! Das Blog ist schon wieder notleidend.

Aggiornare ...

E-Mails in Fremdsprachen irritieren mich normalerweise nicht.

Aber Skype? Systemsprache ist Deutsch, ebenso die installierte Skype-Version. "Devi aggiornare la tua versione di Skype per Windows 8" ach ja? Jeder Skype-Nutzer kennt wohl die gelegentlich vorkommenden und sehr nervenden Skype-Updates (immer dann, wenn man für gerade jetzt verabredet ist!)... Die sendende Adresse, wenn man sich nicht von diesem Klartext-Overlay irritieren lässt, ist xxx@emails.skype.com... Mail sieht sehr professionell aus - aber das ist inzwischen ja ein Kinderspiel.

Mittwoch, 20. August 2014

Seufzer im August

Eine schwierige bis schlimme familien-interne Zeit!

Je weniger ich erzähle (hier: schreibe), desto schlimmer ist es, seid dessen gewiss...

Ich schlafe wenig - schlafe entweder sehr spät erst ein oder wache mitten in der Nacht auf und liege stundenlang wach, Gehirnkino läuft rund.

Nach einem Gespräch mit der wunderbaren großen Tochter geht es mir - zumindest für den Moment - etwas besser. Aber das Ende der Probleme ist noch nicht in Sicht!

my facebook-tag #Hexe ..!

Und: Ich freue mich auf Helgoland!!!
(Ungefähr drei Wochen noch.)
Habe die Hoffnung, dort auf andere Gedanken zu kommen, meinen Kopf durchpusten zu lassen!

Mein Vater und mein Bruder sitzen da oben auf ihrer Wolke und schlagen die Hände über ihren Köpfen zusammen...(Ich glaub nicht an so esoterischen/religiösen Kram, aber die Vorstellung allein ist tröstlich.)

Dienstag, 12. August 2014

Buch des Monats August: Nein, ich geh nicht zum Seniorentreff!

Mein siebter Beitrag zur BuchBlogParade von Eva Maria Nielsen.
(Denn der Juli musste hier leider ausfallen.)

Virginia Ironside "Nein, ich geh nicht zum Seniorentreff!"
Goldmann-Taschenbuch - ISBN 978-3-442-47256-7
Titel der englischen Originalausgabe: "The Virginia Monologues"

Mein Buch des Monats August

Warum eigentlich? Weil ich aus privat-persönlichen Gründen derzeit keine "echte" oder "schwere" Literatur lesen kann, suchte ich etwas zum Entspannen, mit Humor und Augenzwinkern.

Schon wieder ein Monolog, ach, aber *das* war nun keine Absicht...

Es geht, wer hätte das gedacht, ums Älterwerden. Wann beginnt eigentlich "das Alter"? Mit fünfzig, sechzig - oder erst mit fünfundachtzig Jahren?

"Es scheint, als wäre das Altwerden eines der letzten Tabus, über das die meisten Alten nicht reden wollen. Immer, wenn ich Dinge sage wie "Ich hab nur noch ein paar Jahre, da kann ich genauso gut...", schnappen alle entsetzt nach Luft und schreien "Sag das nicht!", als würde ich durch die Erwähnung irgendeines, wenn auch noch so unbestimmten Endes meinen Tod heraufbeschwören.."

In zwanzig kurzweiligen Kapiteln, angefangen mit "Zipperlein", über "Arbeit", "Aussehen" und "Wieder allein" bis hin zu "Enkelkinder" werden die verschiedenen Themen humorig aufs Korn genommen.

"Natürlich kann ich im Notfall immer noch meine Black & Decker aufheulen lassen. Und wenn es alte Damen schaffen, Einbrecher mit dem Mopp zu verscheuchen (und die Zeitungen berichten fast täglich von diesen Heldinnen des Alltags, die bekifften Hooligans eins mit dem Schrubber überbraten), dann kann ich natürlich auch ein Regal zusammenzimmern.
Aber ich habe keine Lust mehr dazu."

Die Kapitel beginnen jeweils mit einem längeren Gedicht oder Zitat. Und zwar sind die Gedichte zunächst im englischen Original abgedruckt, dann folgt die deutsche Übersetzung. Das gefällt mir, denn hier wird im Englischen mit Sprache gespielt, was dem Leser sonst entgehen würde.

Aber es gibt auch etwas, das mich zeitwese störte: Das Buch ist inhaltlich trotz ordentlicher Übersetzung zu sehr im angelsächsischen Raum zu Hause, das fällt auf, wenn zum Beispiel über die Verordnung von Medikamenten gelästert wird oder irgendwelche Organisationen ge- und benannt werden.

Insgesamt ein Buch zum Entspannen, mehr nicht. Das dafür aber reichlich.

Freitag, 8. August 2014

August

Kein gutes Jahr, dieses Jahr. Immer mal wieder muss ich mich der guten Dinge vergegenwärtigen. Ja, auch die gibt es, durchaus. Nur werden sie leider überlagert von beiden diesjährigen Dramen.

Nach drei Monaten in Krankenhaus und Reha ist die Lady wieder zu Hause, kommt einigermaßen klar so weit, macht mir trotzdem viele Sorgen und auch handfeste Probleme. So fahre ich morgen schon wieder hin, um etwas für sie zu erledigen. Und habe mir gerade am Telefon wieder haarsträubende Dinge anhören müssen, Ungerechtigkeiten, alles das, was noch im weitesten Sinne mit dem Tod meines Bruders zu tun hat. Ich halte mich jetzt hier und öffentlich zurück, aber so ganz privat und für mich koche ich gerade vor Wut. Weiß noch nicht, wie ich reagieren, handeln, was ich sagen soll. Mein Wochenende hatte ich mir übrigens auch anders vorgestellt.

Oh, und als ich auf die Frage, was ich denn so zu tun hätte, die Auskunft verweigerte mit dem Hinweis, es sei mir allzu mühsam, zu berichten, was ich wann auf welche Weise und warum täte, war man gleich wieder eingeschnappt.... Meine eigene Kinderzeit ist allerdings schon lange vorbei.

Weil ich demnächst zwei Wochen Urlaub habe (und Reisen in diesem Jahr aus Gründen sehr begrenzt nur möglich waren und sind), habe ich mir gestern drei Übernachtungen auf Helgoland samt Hinfahrt mit dem Katamaran Halunder Jet gebucht. Ich brauche nichts dringender als eine komplette Auszeit!

Jetzt wartet noch Gartenarbeit auf mich, das war meine Planung für morgen... Ich habe vorhin ein paar kleine rote Rosen gekauft, die gesetzt werden möchten.

Und zwei meiner Zimmerpflanzen haben Schädlinge und benötigen Betreuung!

Ich sag ja, ich komm zu nichts...