Donnerstag, 28. Februar 2013

Zurück in den Alltag

Brav und pflichtbewusst war ich heute wieder im Job. Etwas mühsam noch, im Laufe des Tages kam mir mein Knie schwer wie Blei und dick geschwollen vor - aber geschafft!

Lustigerweise ist es heute Abend hier zu Hause bedeutend besser. Ob es die Behandlung mit Voltaren und elastischer Binde gebracht hat? Oder das vollkommene Ignorieren meines Humpelbeins während der Hauswirtschaft? Auf jeden Fall besteht Hoffnung, dass es nun jeden Tag etwas besser wird.

Back to normal.

Und erstmal essen.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Frau Humpelbeins Generalprobe

So schönes Wetter! Die Sonne lacht, und ich habe meine Generalprobe mit Humpelbein überstanden, war einkaufen und in hilfreicher Begleitung von Pati mit Amelie zurück spaziert. (So gab es trotz Einkauf nichts zu schleppen, das Amelie-Fahrzeug hat's befördert.) So ein freundlich lächelndes Baby ist die reine Wonne!

Werde also heldenhaft morgen wieder ins Büro humpeln. Mehr Zeit einplanen für die Wege durch die Bahnhöfe. Aber immerhin.

(Es gibt seit vorletztem Sommer eine Diagnose für meinen Knieschaden, lt. Arzt inoperabel. Mein damaliger Einwand, das würde dann immer mal wieder passieren und schmerzen, wurde von ihm beantwortet mit "macht doch nichts" - ist aus medizinischer Sicht vermutlich "kein Thema", der Schmerz und die tagelange Blockade ist für mich aber sehr wohl eines.)

Dienstag, 26. Februar 2013

Am schönsten ist es zu Hause

... normalerweise. Das gilt für Wochenenden, Feierabende, Urlaub - ist klar.

Ausnahme ist, wenn die Gesundheit muckt. Dann hängt frau herum, hat keine Energie für irgendwas, sogar lesen ist zu anstrengend, dem Fernsehen zu folgen ist mit sofortiger Wirkung schlaffördernd.

Heute früh noch konnte ich mich nur unter Zuhilfenahme eines Stuhles mit Rollen fortbewegen, stehen war eine Qual.

Es folgte die Abmeldung in der Firma, ein Kaffee und ein kleines Frühstück (mühsam und mit Trick Richtung Bett transportiert), eine neuerliche Dosis Diclo, Umschläge ums Knie (wahlweise mit Voltaren-Gel, Kühlpads, Eisgel, vielleicht als nächstes Reflex-Spray - meine Hausapotheke ist gut gefüllt), immer mal wieder ein Schläfchen... ich kann inzwischen tatsächlich schon wieder einige Schritte humpeln. Das Knie ist ein kleines bisschen beweglicher geworden. Es besteht Hoffnung! (Wenn's einem so gammelig geht, neigt man zur Verzweiflung...)

Es kann nur besser werden.

Letting go

Mit einem Knie, das die Mitarbeit verweigert, bleibt nicht mehr als auf dem Bett zu lagern, den Fernseher laufen zu lassen, das Netbook auf dem Schoß zu haben und im Lesestoff zu blättern.

Ich hatte ja aus Irland u.a. die Zitatesammlung "Don't forget to sing in the Lifeboats" mitgebracht. Darin gefunden von Hermann Hesse (natürlich hier auf Englisch!):

Some of us think holding on makes us strong;
but sometimes it is letting go.

Dabei fiel mir ein, dass es da einen Text gibt, der mir vor langer Zeit sehr geholfen hatte:

"The letting go" von Melissa Etheridge

Montag, 25. Februar 2013

Knie

Eigentlich wollte ich etwas ganz Anderes schreiben heute. Wie ich überhaupt meinen Feierabend hatte anders verbringen wollen.

Knie ärgert mich. Seit drei Stunden schmerzhaft blockiert. Kann nicht gehen, kann nicht stehen. Aua. Das eine Mal von zehn, wo ich die Blockade nicht gelöst bekomme. Diclo und schlafen. Und morgen nicht zur Arbeit. Außer es passiert ein Wunder. (Ach ja, bitte.)

Samstag, 23. Februar 2013

Vikings (Wikinger)

Am Abreisetag, der Koffer war praktisch bereits gepackt, drückte mir das Töchterlein ein DVD-Set in die Hand: "Vikings"


Heute Nachmittag (draußen bitterkalt, und es hat schon wieder geschneit! *seufz*) habe ich mir nun die ersten drei oder vier DVDs angesehen, typische Dokus, wie ich sie immer gerne sehe.

Neugierig, wie ich nun auch bin, habe ich gleich mal den Herausgeber Historychannel gesucht. Und treffe vollautomatisch auf die Werbung für "Vikings" - ein Serienfilm, der im März ausgestrahlt wird. Schade. Selbst wenn ich den deutschen Ableger empfangen würde - hier wird das im Moment weder angekündigt noch gesendet.

Aber ich fand vieles, das mich interessieren würde - leider bietet mein TV-Versorger diesen Kanal nicht an, jedenfalls nicht im der Standard-Auswahl. (Ich habe mir gerade die Pay-TV-Angebote angesehen, da gibt es massenweise für mich überflüssigen Kram in jedem Paket...)

Na, davon abgesehen, habe ich hier also mehrere Stunden Wikinger-Dokus, danke!

Mittwoch, 20. Februar 2013

Bücher

Buchhandlung sehen, reingehen, Bücher aussuchen - das passiert praktisch vollautomatisch. Aus Irland habe ich fünf Bücher mitgebracht. (Nicht auszudenken, wenn ich länger dort geblieben wäre!)

Dienstag, 19. Februar 2013

The Wish Tree - Wunschbaum

Ich bin jetzt "unserem" Wunschbaum so nah wie möglich gekommen:


"In Ireland at Loughcrew, Oldcastle, County Meath (53°44′36″N 7°08′03″W) there is a wishing tree, where visitors to the passage tombs tie ribbons to the branch of a hawthorn tree. Loughcrew is a site of considerable historical importance in Ireland. It is the site of megalithic burial grounds dating back to approximately 3500 and 3300 BC, situated near the summit of Sliabh na Caillí and on surrounding hills and valleys." (http://en.wikipedia.org/wiki/Clootie_well)

"The county is colloquially known by the nickname "The Royal County" due to its history as the seat of the High King of Ireland.[10][11][12] It formed from the eastern part of the former Kingdom of Mide (see Kings of Mide) but now forms part of Leinster. Historically, the kingdom included all of the current county, all of County Westmeath and parts of counties Cavan, Longford, Louth, Offaly, Dublin and Kildare. The seat of the High King of Ireland was at Tara. The archaeological complex of Brú na Bóinne is 5,000 years old and includes the burial sites of Newgrange, Knowth and Dowth, in the north-east of the county. It is a UNESCO designated World Heritage Site." (http://en.wikipedia.org/wiki/County_Meath)

Montag, 18. Februar 2013

Zurück

So schnell geht eine Woche vorbei!

Wir haben eine Menge unternommen, angesehen, geshoppt... nicht alles ist blogwürdig, so war's noch mehr als hier geschrieben steht ;-))

Nicht alle Fotos konnte ich in meine Berichte einbauen, wer mehr sehen möchte, klickt hier.

Der Rückflug verlief ruhig und problemlos bei strahlendem Sonnenschein, wogegen die Ankunft in Hamburg eher grau und kalt war.

Einziges (für mich) Ärgernis: In Dublin wurde meine Handtasche gescannt, dann - pro Forma wurde ich um mein Einverständnis gebeten - von Hand ausgepackt, Behältnisse geöffnet, alles einzeln in die Kiste gelegt und nochmal gescannt. Dann durfte ich alles wieder einsammeln. Wirklich sehr, sehr unangenehm, wenn ein Fremder in den privaten Dingen herumgräbt.

Ich tröstete mich damit, dass ich mich in der Parfumerieabteilung des Flughafens reichlich mit einem edlen Duft besprühte und den Rest der Reise in einer Wolke von Chanel verbrachte...

Inzwischen sind alle Herrlichkeiten ausgepackt, zum Teil an die richtigen Plätze verbracht, mein Arzttermin absolviert (alles so weit in Ordnung), nachher kommt Pati-Besuch, morgen hat mich dann mein Alltag wieder.

Hills of Tara

Am Sonnabend machten wir einen größeren Ausflug mit der Tochterfreundin C. (Das Autofahren auf der linken Seite kam mir inzwischen gar nicht mehr seltsam vor.)


Wir fuhren in die Hills of Tara (engl. Wikipedia), wo wir in erster Linie viel Landschaft sahen,...


...dann eine Kirche ...


... und St. Patrick,...


... einen alten Friedhof,...


... viele, viele Erdwälle, die wichtigsten mit Stein obendrauf,...



... außerdem einen Baum (eigentlich zwei) mit allerlei daran gebundenen Dingen. (Was das für ein Baum ist, konnten wir nicht herausfinden, er kam mir vor wie so ein Wunschbaum.)


Was auf den Fotos so harmlos aussieht - Gras überall - war tatsächlich ein einziger glitschiger Matsch. Und als ich den höchsten der Hügel hinauf steigen wollte, rutschte ich weg, fiel zur Seite und rollte wieder hinunter. (Ja, ja, lacht jetzt nur - Matsch überall, vor allem am Hosenboden, und eine schmerzhafte Rippenprellung sind nicht lustig. Na gut, ich hatte mich dann wieder sortiert, auf ging es zum nächsten Ziel.)

Weiter ging unser Ausflug Richtung Newgrange, wo wir das Hügelgrab ansehen wollten. Nach einer kleinen Autofahr-Umleitungs-Odyssee angekommen, stellte sich heraus, dass dieser Besuch hätte geplant werden müssen, schon ein anderer Ausflügler informierte uns darüber, dass "alles voll" sei. Wir genossen also den Blick aus der Ferne auf das Monument - Tochter hat es heran gezoomt...



Tatsächlich standen wir noch sooo weit weg:



Den Rest des Nachmittags verbrachten wir zu Hause mit leckerem Essen und guten Gesprächen.

Dann: Koffer packen!

Samstag, 16. Februar 2013

Dún Laoghaire


Die beste Entscheidung war es, unseren Ausflug nach Dún Laoghaire für Freitag einzuplanen, denn das Wetter meinte es eindeutig gut mit uns: Die Sonne schien, der blaue Himmel war mit Wolken dekoriert, die Luft war milde und windstill.

Wie schon im letzten Jahr musste ein Fußweg zwischen LUAS-Stop St. Stephen's Green und dem Bahnhof Tara Street zurück gelegt werden, Umsteigepunkte, wie wir sie kennen, gibt es hier so nicht. Bei der Gelegenheit konnte ich dem "Spire" noch zuwinken - für einen längeren Aufenthalt im nördlichen Stadtgebiet hat uns offenbar diese eine Woche nicht gereicht. (Es gibt aber auch immer so viel zu gucken, zu kaufen, zu reden - primär eben Urlaub bei der Tochter!) Hier also in der Ferne der Spire:


Tara Street, Bahnhof, so wenig ansehnlich wie viele. Der Zug scheint ein Zwilling unserer heimischen S-Bahn zu sein. Bis hierhin alles wie im Vorjahr bei unserem Ausflug nach Howth. Dieses Mal fuhren wir allerdings in die Gegenrichtung nach Dún Laoghaire. Sehr attraktiv die Bahnstrecke, die quasi durch das Meer führt: Wasser auf beiden Seiten, auf der einen Seite offenbar Vogelschutzgebiet, dahinter Wohnhäuser, auf der anderen Seite der Blick direkt auf das offene Meer!


Hier hatten wir es mit einem hübschen, kleinen Ort zu tun, touristisch erschlossen (auffallend viele und große Hotels), um mediterranes Flair bemüht:



Diese Promenade brachte uns dann auch auf geradem Wege ans Wasser, der Blick aufs Meer ist immer wieder schön - aber auch immer wieder anders:




Dann führte uns unser Weg in den Ort hinein...




... wo wir ein längeres, sehr freundliches und erfreuliches Gespräch mit zwei Frauen in einem Geschäft führten - aber das ist eine andere Geschichte.




Natürlich gab es zwischendurch eine kleine Stärkung (und damit eine Ausruhpause für müde Füße), dann noch mehr schöne Häuser anzusehen, völlig unspektakulär, aber entspannend. Ein hübscher kleiner Ort und ein gelungener Ausflug!

Ranelagh und Dundrum


Der Donnerstag war dem Sport gewidmet: Ich hatte schon vor meinem Urlaub der Tochter zugesagt, mit ihr ins Schwimmbad zu gehen, damit sie ihren regelmäßigen Sport nicht meinetwegen vernachlässigen sollte. (Wer mich kennt, weiß, dass ich ganz gern schwimmen gehe...) Mein Badeanzug war also im Reisegepäck mitgekommen.

Der Weg zur Schwimmhalle ist nicht eben kurz, so dass wir von und zur LUAS je einen recht langen Spaziergang zu machen hatten. Da uns aber das Wetter hold war, war dieser recht angenehm, es gab viel zu sehen, vor allem hübsche Häuser, und schließlich ein kleines Einkaufszentrum.




Das Schwimmbad entpuppte sich als sauber und modern, nicht viel anders als unsere Schwimmhallen. Einzig, dass ich am Empfang/an der Kasse ein Formular auszufüllen hatte über Namen, Adresse, Alter und meinen Gesundheitszustand, ich wurde dann auch prompt gefragt, ob ich meinen "inhaler" dann auch dabei hätte.

Von der nächsten Stunde entfielen dann ungefähr 45 Minuten auf das Schwimmen, ich natürlich in der "slow lane". Ach so: Es geht dort sehr diszipliniert zu, es gibt Bahnen für schnelle und langsame Schwimmer, die wie vorgeschrieben mit oder gegen den Uhrzeigersinn abgeschwommen werden dürfen. Der Bademeister sitzt auf seinem Hochsitz und schaut zu, dass alles seine Ordnung hat. Das Springen vom Beckenrand ist verboten. Alles sehr zivilisiert.

Der schließlich von mir gefürchtete Muskelkater blieb übrigens aus, keine Gummibeine, nichts. Aber ich konnte feststellen, dass ich mir trotz Krankheit noch eine Menge zutrauen kann!


Nach unserer Rückkehr und einer Essenspause ging es wieder los, dieses Mal nach Dundrum, ...




... es gab noch etwas im Einkaufszentrum zu begutachten, dann ein Treffen mit der Tochterfreundin zwecks gemeinsamen Essens, die uns später im PKW zurück brachte. So kam ich denn auch noch in den Genuss, während der Fahrt im Auto auf der linken Seite vorn zu sitzen...


Wein. Ja, auch ein schönes Thema. Man mag es kaum glauben, aber im Land des Guinness gibt es Wein in reicher Auswahl zu kaufen, allerdings zu exorbitanten Preisen. So standen wir kürzlich im Dunnes Store, hatten die Qual der Wahl, mir widerstrebte es, eine Flasche zum mehr als doppelten Preis wie Zuhause auszuwählen... mit der Folge, dass er uns nicht wirklich schmeckte. Die Tochter brachte es auf den Punkt: Wie alter, kalter, abgestandener Glühwein. Und das war ein Merlot.



Die angebrochene Flasche mit Verachtung strafend gingen wir gestern Abend in das hiesige Weingeschäft: Es hat eine unglaubliche, riesige Auswahl von Weinen aus aller Welt, sortiert nach Herkunftsland, zu Preisen, die ich freiwillig nicht ausgeben würde. Was wir dort kauften, war allerdings später am Abend, als eine andere Freundin hier "Hallo" sagte, sehr lecker!

Freitag, 15. Februar 2013

Stadtbummel am Mittwoch

Das Wetter war ein bisschen zweifelhaft, so dass wir keinen allzu weiten Weg machen wollten. Aus dem City Centre wäre ggf. ein relativ zügiges Wegkommen gewesen.


Angefangen mit der Grafton Street, mithin meine Lieblings(einkaufs)straße besuchten wir, was schon, natürlich eine Buchhandlung. Bei Dubray Books fand ich (außer irischen "ghost & fairy tales") mein Wunschbuch "The Goddess Guide", und bevor ich meinem Reisegepäck noch immer mehr Bücher zumuten würde - ich glaube, es sind jetzt fünf - verließen wir zügig diesen heimeligen Ort.


Im Kaufhaus Brown Thomas wurden wir willige Opfer des Mitarbeiters einer Kosmetikfirma, der uns einiges demonstrierte und an der Tochter herum pinselte. Für ihn hat es sich gelohnt, und wir hatten unser Vergnügen.


In diesem Luxustempel noch unser Augenmerk auf Handtaschen geworfen - oh, my god,... alles nicht meine Liga, ganz feine Teile...






Nach einer Kaffeestärkung drehten wir eine große Runde durch Temple Bar, guckten uns die Halfpenny Bridge an, gingen hinauf, aber nicht hinüber - das Wetter meinte, es müsse nun doch endlich regnen, wir traten den Rückweg an... unterbrachen selbigen aber für den Besuch eines (Nicht-Touristen-)Pubs, wo es (für mich) ein lecker Guinness gab und wir zu Abend aßen.