Sonntag, 10. Februar 2019

Eine To-Do-List und viereinhalb Wochen

Meine Liste im Kopf wird immer länger, die Zeit rennt.

Widersprüchlich: Chef sagte im Oktober etwas von "erwarte eine exzellente Einarbeitung der Nachfolgerin."

Chefdame aktuell immer wieder: "Was nicht geht, da wurschteln wir uns dann so durch."

Ich denke: "Ohgottohgott."

Ein paar Dinge gestern privat grob besprochen und geklärt. Bin mal wieder froh, so eine liebenswerte Nachfolgerin zu haben.

P.S. Brief von der DRV. Denke: Mein Bescheid. Geöffnet: Ein neuer Fragebogen. Nun brauche ich noch eine Bestätigung vom AG, dass ich tatsächlich aufhören werde. OMG, die können auch kompliziert sein.

Freitag, 8. Februar 2019

Noch fünf Wochen

Diese (halbe - nach Krankschreibung zurück) Arbeitswoche war super anstrengend für mich. Luftmäßig ging es dauernd hoch und runter, lustigerweise meist auf abendlichen Rückwegen supergut.

Gestern bei meiner Mutter war alles okay (inzwischen meistens), nur spät zuhause n
ach auch einem langen Arbeitstag, heute folglich mit zu wenig Schlaf in den Tag gestartet (bin froh, wenn ich raus bin aus der Tretmühle, dann endlich nicht mehr chronisch übermüdet).

Wissen weiterzugeben ist sehr, sehr schwierig. Alles, was ich seit zwanzig Jahren selbst im Halbschlaf machen könnte, scheint unglaublich kompliziert zu sein? P. ist sehr, sehr lieb und freundlich, sagt aber irgendwann "stopp!", wenn zuviel Input gekommen ist... dabei hatte ich noch drei Themen "auf dem Zettel"... es ist schwer, gemeinsam auch noch produktiv zu sein (muss ja, der Laden läuft ja weiter!)... Das Ganze ist sehr anstrengend und ermüdend. Aber wir schaffen das!!!*)

Gottseidank verstehen wir uns gut und ich besuche sie morgen ganz privat... (wir kannten uns ja vorher privat, hatten nur über Jahre den Kontakt verloren). Freu mich schon.

Physio heute war gut, hinterher etwas eingekauft, brauchte nicht viel, meine Schränke sind noch gut gefüllt. Während ich weg war, habe ich meine Helferlein schon mal arbeiten lassen (Wasch-, Spülmaschine, Staubsaugroboter), trotzdem bleibt noch einiges zu tun, bevor ich ins Bett gehe. Aber ich schaff das!!!


*) Ich wache nachts/frühmorgens auf, und in meinem Kopf rotiert sofort alles, was ich P. erklären, zeigen etc. möchte, was ich nicht vergessen darf... Kollegin sagt, was nicht erklärt sei, da würde man sich später eben "durchwurschteln" - Aber ich... bin Perfektionist? Oder nur verantwortungsvoll? Möchte alles richtig übergeben, mit einem guten Gewissen. Außerdem hatte Anfang Oktober mein Chef gesagt, er würde eine "erstklassige Einarbeitung" verlangen... Uns läuft die Zeit weg, weil ich so viel krank war, wie soll ich das schaffen???

Sonntag, 3. Februar 2019

Besser

Gestern war ich bei der Tochter mit den Zwergenkindern. Kinderfotos sind im Netz ja tabu.

Aber - Der Weg zur Tochter ist ein gelegentlicher "Vergleichsweg"*) für mich. Zuletzt am 13.Januar.  Katastrophe. Gestern - Viel, viel besser. Ein Stopp, bevor es durch den Park ging. Ein Stopp nach der Ampelüberquerung an der Ecke. Ansonsten alles gut geschafft. Bisschen langsam, aber ohne großartige Probleme. Für den Hin- und Rückweg incl. Umsteigesituationen gute 5.200 Schritte, das ist mehr als ich an einem normalen Alltag gehe. Ich habe es gut geschafft und bin froh drum.

Morgen mache ich einen Testweg nach Harburg. Mittwoch werde ich wieder ins Büro gehen. Ich hoffe, ich bleibe stabil und komme klar. Die letzten Wochen meiner Berufstätigkeit sind angebrochen, und ich möchte noch einiges meiner Nachfolgerin erklären/zeigen.

*) Vergleichswege sind Wege, die immer gleich sind, an denen ich feststellen kann, wie gut oder nicht gut ich sie bewältige. Also Wege zum Bahnhof, zu Rewe, zur Arbeit, zur Mutter, zur einen oder anderen Tochter... also Referenzstrecken.

Gelesen: Die heimliche Heilerin

Die heimliche Heilerin von Ellin Carsta
Kindle-eBook

Warum dieses Buch

Damit mein Kindle mir gute Dienste leisten kann, muss natürlich etwas draufgeladen werden. Zu Testzwecken begnüge ich mich derzeit mit Titeln, die entweder kostenlos sind oder innerhalb meiner Prime-Mitgliedschaft kostenfrei zur Verfügung stehen (was am Ende aufs Selbe hinausläuft). Denn noch bin ich dabei, mich mit dem Gerät vertraut zu machen und nehme es immer noch nicht so richtig ernst. Buch bleibt Buch und so. Aber für unterwegs ist es wirklich ganz nett.

Jedenfalls ist dieses das erste eBook, was ich gelesen habe.

Klappentext, kopiert von Amazon:
"Heidelberg 1388: Die junge Madlen steht schon früh im Dienst einer Hebamme und versteht es vortrefflich, Schmerzen durch Kräuter zu lindern. Als sie auf die beruhigende Wirkung durch flackerndes Kerzenlicht in Verbindung mit gesprochenen Psalmen stößt, ist Vorsicht geboten: Niemand darf etwas von ihrer Methode erfahren, sonst würde sie als Hexe verurteilt.
Eines Tages wird Madlen zu einer hochschwangeren Bürgerin gerufen, die offensichtlich körperlich misshandelt wurde. Sie kann die Frau retten, das Baby jedoch nicht. Der Ehemann beschuldigt die Heilerin, es vergiftet zu haben. Damit beginnt für Madlen eine Zeit der Flucht und gesellschaftlichen Ächtung. Doch die junge Heilerin kämpft um die Wahrheit in einer Zeit, in der es dafür keinen Platz zu geben scheint."

Der Roman liest sich flüssig und ist in sich auch schlüssig. Ein bisschen zu viel, was Madlen erlebt, Flucht, Näherin bei ihrer Tante, auch heimliche Heilerin, ja, Heirat mit einem angesehenen Rechtsanwalt, Schwangerschaft, neue Flucht, Ergreifung, Prozess und Happy End. Für meinen Geschmack ein bisschen ZU happy, bricht sie doch gleich noch eine Lanze für die Frauen hinsichtlich Bildung und Berufstätigkeit. Das scheint mir fürs 14. Jahrhundert doch ein wenig zu früh zu sein.


Die Geschichte ist nett und geeignet als kleine Lektüre für unterwegs. Das ist das Beste, was ich darüber sagen kann - ein mittelmäßiger Mittelalterroman.