Sonntag, 27. November 2016

Erster Advent

Die Zeit, sie rennt - und schon ist es wieder Advent. (Und ganz aus Versehen reimt es sich auch noch. Schrecklich.)


Ich bin mit meiner Deko im Rückstand, Krankheitszeiten verzögern meine Hausarbeit, und bevor die nicht fertig ist, werden die Tannensträuße nicht bestückt... also bin ich mal weiter ein wenig (!) fleißig, damit ich vielleicht doch irgendwann mal fertig werde.

Weil die Sonne so schön scheint, ein Blick aus meinem Fenster - und auf einen gläsernen Vogel, jaja...


Habt eine ruhige und stressarme Vorweihnachtszeit!

Freitag, 25. November 2016

Weihnachten...

Krank sein ist blöd. Nicht nur wegen der Krankheit. Auch wegen der Einschränkungen, die damit verbunden sind. Schwierig teilweise. Morgen werde ich in Stadtteilnähe wenigstens ein paar Tannenzweige kaufen. Hier bin ich nun die ganze Zeit brav gewesen und habe nur kurze Wege gemacht...

Ein Mal am Tag muss ich wenigstens an die frische Luft... das nächste Ziel ist Budni (lokaler Drogeriemarkt)... ich musste *dringend* ein bisschen neue Weihnachtsdeko kaufen... noch fehlen die Tannenzweige ;-) Dieses hier ist mein Schlafzimmerfenster, dank der Teleskopstange sehr leicht zu handeln. Alles Weitere morgen oder übermorgen.


Alles, was sich evtl. nicht mit meiner Krankschreibung vertragen könnte, wird verschoben ;-)

Donnerstag, 24. November 2016

Lungenfunktionstest gut erklärt

Mein Lesezeichen gegen das Vegessen...

In "meiner" Arztpraxis stehen brandneue Testkabinen, dazu gehört eine neue Software. Nun sehen die Ausdrucke ein wenig anders aus, manche Bezeichnungen sind neu für mich - oder einfach nur andere Abkürzungen als zuvor.

Auf dieser Seite wird der Lungenfunktionstest sehr gut und ausführlich erklärt.

Mittwoch, 23. November 2016

Werner R.I.P.

Werner ist tot. Gestorben am 16.11.2016, ich habe es heute früh auf Facebook gelesen.

Werner war mein allerältester "Online-Freund" (so nannte man das damals) aus AOL 2.0-Zeiten.

Wir lernten uns in einem Partnersuche-Pinboard kennen, wussten zwar gleich, dass wir Partner nie werden würden, aber, ich zitiere aus der ersten Mitteilung von Werner: "wir können doch trotzdem Mail-Freunde sein." Das wurden wir augenblicklich.

Ich erinnere mich noch, wie er sich darüber amüsierte, ob eines meiner Kinder wohl das eigene Zimmer würde aufräumen wollen. Sämtliche Kinder sind heute in den Dreißigern...

Er zeichnete sich durch messerscharfen Verstand und einen besonderen Humor aus.

Ein Mal rief er an und gratulierte mir zum Geburtstag, ich war irgendwo Mitte 30 damals... fast hätte er sich ins Auto gesetzt und wäre gekommen, allein die Fahrtzeit von Herne war dann doch etwas hinderlich gewesen.

Irgendwann verschwand er komplett von der Online-/Internetbildfläche. Ich machte mir Sorgen, versuchte sogar, seine Postadresse zu recherchieren und schickte ihm eine Karte... bekam nie eine Reaktion.

Jahre später fand ich zwei Blogs von ihm, Thema "Dialyse in der Türkei." Oha, er hatte also inzwischen massive Probleme bekommen... trotzdem freute ich mich, von ihm zu lesen.

Ich muss immer in seinem Mail-Adressbuch gestanden haben, denn gelegentlich erreichten mich von ihm diverse Einladungen zu irgendwelchen "social networks" - ich schaute mir diese Netzwerke eine kurze Zeit an, kommunizierte ein wenig mit ihm - und meldete mich irgendwann wieder ab.

Enger wurde der Kontakt dann wieder über Facebook. Er kommentierte häufiger meine Posts, und ich stellte fest, dass es ihm insgesamt nicht gut ergangen war... Inzwischen multimorbid und stark gehbehindert, schien er mir verbittert geworden zu sein. Der Verstand war natürlich immer noch da, aber der Humor schien ihm abhanden gekommen zu sein.

Als seine Mutter verstarb, nachdem er für sie und sich Plätze im Pflegeheim organisiert hatte und dorthin umgezogen war, schien es, als hätte er frische Energie bekommen, er düste mit seinem  "Mobilchen" durch die Gegend, filmte mit einer neuen Kamera seine Wege, kaufte eine neue Fotokamera - die Liebe zur Fotografie hatte ihn ein Leben lang begleitet und war ungebrochen.

Seine Hoffnung auf eine Nierentransplantation bekam neuen Schwung, es war doch sein Plan für dieses Jahr gewesen, alle anderen gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen, um gelistet zu werden.

Die letzte OP war wohl eine Herzoperation. Ich weiß nicht, was dabei passierte, er wurde bettlägerig und sauerstoffpflichtig ins Heim entlassen; tagelang hat er gekämpft und es letztlich nicht geschafft.

In den letzten Jahren war Werner zusehends wirklich nicht nur kritisch, sondern auch knorrig und "sehr speziell" geworden. Jeder Satz von ihm endete mit mindestens einem Ausrufungszeichen - gelegentlich gerieten wir aneinander, ein Mal war ich kurz davor, ihn von meiner Freundesliste zu nehmen - er ärgerte sich immer gewaltig, wenn ich Themen hatte, die ihm lästig waren!

Ich war so sicher, dass sein Kampfgeist es schaffen würde, ihn über die nachoperativen Hürden zu bringen. Dem war ganz klar nicht so!

R. I. P.

Da seine schönen privaten Homepages nicht mehr zu existieren scheinen (in den 90ern hatten wir ja alle eine...), auch die Türkei-Blogs sind nicht mehr auffindbar, habe ich heute nur wenig Verlinkbares von ihm gefunden:

You Tube

 Eines dieser o.g. "sozialen Netzwerke"

Gelesen: Die Engelmacherin

Die Engelmacherin von Camilla Läckberg, Kriminalroman
Aus dem Schwedischen "Änglamakerskan"
Ullstein Taschenbuch,
ISBN 978-3-548-28684-6

Warum dieses Buch? Ein Schnäppchen vom Remittendentisch.

Klappentext:

"Du hast schon alles verloren, doch jetzt wünscht dir jemand den Tod
Im alten Schulhaus auf der Insel Valö wird ein Mordanschlag auf die junge Ebba Stark verübt. Kommissar Patrik Hedström vernimmt die verstörte Frau, die gerade erst nach Fjällbacka zurückgekehrt war, um den tragischen Tod ihres kleinen Sohnes besser zu verkraften. Schriftstellerin Erica Falck, Patriks Frau, vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag auf Ebba und der Geschichte ihrer Eltern. Die Elvanders verschwanden Ostern 1974 ohne jede Spur. Sollte dieser ungeklärte Fall der Grund für den Mordversuch gewesen sein?"

Angeblich von der erfolgreichsten Schriftstellerin Schwedens verfasst, hoffte ich auf eine würdige Nachfolgerin von Henning Mankell.

Die Geschichte beginnt vielversprechend:

Sie hatten versucht, die Trauer wegzurenovieren. Beide waren sie nicht überzeugt, dass dies ein guter Plan war, aber sie hatten keinen anderen. Die Alternative wäre gewesen, sich hinzulegen und nie wieder aufzustehen.

Auf den ersten vierzehn Seiten werden bereits zwei Paare vorgestellt, sich ihnen langsam genähert.

Dann folgt der erste von vielen weiteren Rücksprüngen, dass viele weitere folgen würden, stellte sich im Verlaufe des Lesens heraus. So am Anfang wirkte der Aufbau durchaus "mankellesk" und ließ Raum für Spekulationen.

Fjällbacka 1908 - Der Beginn einer Familienkatastrophe. Charaktere, Ereignisse, Drama.

Dagmar sah, wie ihre Mutter zusammenbrach. Die Wange brannte immer noch höllisch, und ihr Herz klopfte wie wild. Ringsherum schrien die Kinder, als würde die Welt untergehen. Vielleicht war das ja auch der Fall. Denn obwohl Dagmar nicht begriff, was hier passierte, verriet der Gesichtsausdruk ihrer Mutter, dass soeben deren Leben zerstört worden war.

Und weiter in der Gegenwart.

Und nun wurde es für mich als Leserin sehr anstrengend und verworren. Selbst wenn man berücksichtigt, dass vorn im Buch ein Personenverzeichnis aufgeführt ist, habe ich während des Lesens oft nicht gewusst, vom wem eigentlich gerade die Rede war, wer mit wem verbandelt, verwandt oder Kollege ist: Viele Paare mit und ohne Kinder, verstorbene Kinder, Geschwister, geschiedene Partner, die Belegschaft einer Polizeistation, ein Journalist, ein Politiker - der allerdings ist nicht aufgelistet, genau so wie die Personen der Vergangenheit und die ehemaligen Internatsjungen.

Ebba und Mårten sind nach dem Tod ihres Kindes auf die Schäreninsel Valö gekommen, um das leer stehende Haus, ehemaliges Internat, Erbe von Ebba, in Besitz zu nehmen und zu renovieren. Der Verlust ihres Sohnes hat sie voneinander entfernt, und sie können nicht gut miteinander umgehen, stecken in ihrer Trauer fest.

Zuerst kommt es zu einer Brandstiftung. Dann machen sie beim Entfernen von Bodendielen eine Entdeckung, die die komplette Polizeimaschinerie von Fjällbacka in Gang setzt. Und es trifft eine Postkarte mit einer Morddrohung ein.

Einschließlich der Aktivitäten von Erica, Ehefrau des Polizisten Patrik und Mutter kleiner Kinder. Erica ist Schriftstellerin mit detektivischem Gespür und ihre Recherchen werden letztlich von der Polizei geduldet. Gemeinsam mit einem Journalisten kommt sie einem hohen Politiker auf die Spur, der rechtslastiges Gedankengut verbreitet und eine größere Aktion plant...

Es werden Personen inmitten ihres gegenwärtigen Lebens und Versagens vorgestellt, die man erst langsam als Hauptdarsteller aus der Vergangenheit erkennt.

Immer wieder eingeschoben sind die Sequenzen der deprimierenden Frauenleben seit 1908 bis in die Gegenwart:
1908/1912: Helga Svensson wird als Kindsmörderin festgenommen und verurteilt, die Tochter Dagmar kommt in eine Pflegefamilie, wird dort misshandelt und missbraucht.
1919: Dagmar ist eine schöne junge Frau und hat eine Anstellung als Dienstmädchen in einem gehobenen Haushalt, verkauft dann und wann ihren Körper an Gäste. Anlässlich eines Festes lernt sie einen gut aussehenden deutschen Flieger kennen, der schon damals prominent ist: Hermann Göring. Sie verliebt sich, aber er verschwindet sang- und klanglos.
Jahre später führt sie mit Tochter Laura ein armseliges Leben, ertränkt ihren Kummer über ihre verlorene Liebe im Alkohol und spricht ständig von Hermann, "der sie bald nach Hause holen wird."
Auf Laura folgt Inez, folgt Ebba...

Ebba wurde als Kleinstkind gefunden, allein im Eßzimmer des Internats, wo die gesamte Familie direkt vom Osteressen, der Tisch war noch gedeckt, spurlos verschwunden war.

Patrik dachte einen Augenblick lang an Ebbas Vergangenheit. Nicht viele Durchschnittsbürger trugen ein solches Geheimnis mit sich herum. In Fjällbacka und Umgebung hatte man sich die wildesten Geschichten über das erzählt, was Ebbas Familie zugestoßen war.
"Außer..." Mårten warf Ebba einen fragenden Blick zu, doch die schien nicht zu wissen, worauf er hinauswollte. Er sah sie durchdringend an. "Das Einzige, was mir dazu einfällt, sind die Glückwunschkarten."
"Glückwunschkarten?" fragte Martin.
"Seit ihrer Kindheit bekommt Ebba zu jedem Geburtstag eine Karte von jemandem, der nur mit G unterschreibt. Ihre Adoptiveltern haben nie herausbekommen, wer dahintersteckte. Die Glückwunschkarten kamen auch noch, nachdem sie von zu Hause ausgezogen war." 

Es braucht sorgfältige Recherchearbeit, die letztlich die Knoten der Gegenwart löst, die Verwicklungen und Handlungen der Vergangenheit klärt, in einem geheimen Verlies den Inhalt dreier Kisten erklärt und aus allem eine zusammenhängende Geschichte macht.


Meine Meinung: Fast hätte ich abgebrochen. Die Geschichte liest sich zäh, die viel zu vielen Personen verwirren. Die Beziehungen der Personen untereinander, deren Befindlichkeiten, waren anstrengend zu verfolgen. Es dauerte etwa 2/3 des Buches, bis die Geschichte allmählich Fahrt aufnahm und sich beinahe Spannung entwickelte.

Keine Empfehlung, kein nochmaliges Lesen, Buch wird weiter gegeben werden.

Dienstag, 22. November 2016

Krank III

Fortsetzung vom letzten Statusbericht.

Seit dem Wochenende geht es mir anders schlecht.

Der akute Infekt ist auf dem Rückzung. Aber die Schwäche! Die Müdigkeit! Und vor allem: Die Luftnot!

Schon bei geringer Belastung (kurzer Einkaufsweg, Weg zur Bahn, alles pro Strecke ca. 200/250 m) auf Alltagswegen bleibt mir ganz massiv die Luft weg. Das macht mir echt große Sorgen. Wie soll ich damit am Mittwoch überhaupt im Büro ankommen? Und so schwach dann meine Arbeit machen?

Liebe Facebookmenschen haben mich geschubst... noch ein Arztgespräch!

Weil die Praxis telefonisch so schlecht erreichbar ist, schreibe ich immer vormittags eine Mail.
Schöne neue Welt - das funktioniert nämlich!

Also den Wunsch nach einem Arztgespräch geäußert und dann ein wenig vor dem üblichen Infusionstermin in der Praxis eingetroffen. Als zwischengeschobene Patientin muss ich ein wenig mehr Zeit mitbringen, das war mir allerdings total egal!

  • Lungenfunktionsprüfung (nochmal, für den Vergleich zu letzter Woche und zum letzten Routinecheck).
  • Weil das Pulsoximeter bei 89 % hängen blieb ---> BGA
  • Vor der Infusion: Blutabnahme für "Praxisprofil 1" (Natürlich habe ich nachgefragt, was das beinhaltet!)
  • Arztgespräch. Abhorchen. Weitere AU für noch eine Woche. Verordnung von 40 mg Cortison täglich.

Tja. Ich habe eine Woche für weitere Genesung gewonnen. Klar, die Firma ist "not amused" - aber ich habe keine Wahl.

Übrigens sagte Dr. T., es sei ein Wunder, dass ich überhaupt noch arbeiten gehen würde!!! (Meine Antwort: Der Haushalt muss ja weiterlaufen.)

Samstag, 19. November 2016

Öffentlicher Bücherschrank

Öffentliche Bücherschränke oder Bücherregale erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Vor einiger Zeit hat eine Recherche ergeben, dass in relativer Nähe einer steht, der sogar von der öffentlichen Bücherhalle betreut wird.

Nun, ich bin noch krank, muss aber auch mal an die frische Luft. Spaziergänge sind schließlich erlaubt, dienen sie doch der Genesung. (Und: Ja, ich habe mich übernommen, die Strecke war zu lang für mich... sitze jetzt ganz erschöpft vorm Bildschirm.)

Ich spazierte also ins Neugrabener Zentrum zur öffentlichen Bücherhalle - die um diese Uhrzeit selbstverständlich geschlossen war - und suchte in der Umgebung nach etwas, das nach einem solchen Bücherschrank aussah. Erfolglos.


Ich wollte mich schon auf den Heimweg machen, da fiel mein Blick auf eine orangefarbene Telefonzelle auf der anderen Straßenseite.

Also nichts wie hin.


Direkt daneben steht sogar ein Bistrotisch, auf dem man seine Ausbeute näher betrachten und sortieren kann.


Die Regale sind in erstaunlich gutem Zustand, und eine kleine Auswahl habe ich mit nach Hause genommen, teils Bücher, von denen ich mich vor geraumer Zeit getrennt hatte und es inzwischen bedaure.


Zu den einzelnen Büchern im Rahmen meiner Buchbesprechungen irgendwann mal mehr.

Freitag, 18. November 2016

Geldgeschenk gebastelt

... Ende September.

Im Briefumschlag macht sich nur ein wahrhaft "großes" Geldgeschenk gut. In der unteren Mittelklasse muss es nett verpackt sein - dachte ich mir zumindest.

Ich suchte nach Ideen, fand dieses hier: Die Blume, Faltanleitung

Meine Umsetzung:
Zuerst ein paar Fingerübungen


... der Vergleich mit der Anleitung... 


... zweifarbig, damit ich die Struktur verstehe...


... nun geht es an die "wertvolle Bastelei"...


... die Grundlage ist ein Efeu...


 ... und ich probiere aus, wie ich es am besten mache...


... der Blumentopf muss natürlich eine auslaufsichere Plastik bekommen...


... dann eine Deko gemäß der Geschmacksvorliebe der zu Beschenkenden...


... die Dame liebt Verpackungen mit Packpapier und Bast..


... fertig!


Krank II

Ich weiß auch nicht.

Gestern hatte ich das Gefühl, "über den Berg" zu sein.

Heute habe ich Husten, und meine Nebenhöhlen...? Was will das werden? Der Nachmittag war nicht so prickelnd, fühlte mich schlapp und mies. Freitagnachmittag, natürlich, da ist auch mein guter Doc nicht mehr erreichbar. Nichts nehmen, abwarten, was passiert.

Eine halbe Stunde rausgegangen, den ganzen Tag in der Wohnung, da werde ich rappelig...


Donnerstag, 17. November 2016

Gelesen: Ausgeblutet

Ausgeblutet - sterbe wohl... von Marcus Sammet, Thriller
Taschenbuch, Schindler Verlag, Holzkirchen
ISBN 978-3-939571-05-6

Warum dieses Buch? Die Facebook-Bücherlesegruppe hat Schuld, dort trieb sich der Autor herum...

Klappentext:
"Jetzt dachte sie, jetzt ist der richtige Augenblick. Sie griff mit ihrer freien Hand in den hinteren Saum ihrer Korsage und holte ein frisch geschärftes, klassisches Rasiermesser hervor. Im gleichen Moment, in dem sie schnitt, drehte sie sich zur Seite, um nicht direkt mit seinem Blut vollgespritzt zu werden.“

Britta Stockinger steht der Sinn nach Rache. Alle die für ihr unglückliches Leben verantwortlich sind sollen sterben. Ihr besonderer Hass gilt dabei Männern. Männern, die sie noch für ihre Zwecke benutzt, bis sie sie ausbluten lässt. Ihre Mutter soll die Letzte sein, die sterben soll. Dann erfährt sie etwas, das ihrem Leben eine ganz neue Richtung geben könnte.

Wenn du beginnst, deine Identität zu verlieren, weil jemand anders dein Leben besitzen möchte.
Ein Thriller mit einer eiskalten Mörderin"

"Ausgeblutet" ist der zweite Band der Sterbe-wohl-Reihe, und ein Teil der Handlung bezieht sich auf die Geschehnisse des ersten Buches, was zunächst für Verwirrung bei mir sorgte und erst im Verlaufe der Story klarer wird.

Barbara Stein ist im Begriff, mit ihrem Retter (erstes Buch!) Tom einen Erholungsurlaub auf Gran Canaria zu verbringen. Auf dem Weg dorthin machen Sie eine Zwischenlandung auf Mallorca, wo Barbaras in die Jahre gekommene Mutter lebt, die sie direkt zu sich zitiert hatte. Dort angekommen, geht diese mit Tom in ein Nebenzimmer, wo sie ihm eine unglaubliche Geschichte erzählt und versucht, ihre Tochter von Tom förmlich freizukaufen. Ganz so, wie es ihr mit den früheren Freunden Barbaras gelungen war. Allerdings nicht mit Tom! Er nimmt das Geld mit dem Kommentar, es sei für die Ausbildung ihrer künftigen Kinder, nimmt Barbara an die Hand und startet in den Urlaub.

Rücksprung: Nach Barbaras Entlassung aus dem Krankenhaus (erstes Buch!) hatten Freunde von Tom eine Welcome-Party gegeben, bei der sie alle seine Freunde kennenlernte. Toms bester Freund Jens nahm ihn beiseite und erzählte ihm eine haarsträubende Geschichte über, wie er meinte, Barbara. Tom beruhigte ihn und startete am nächsten Tag mit Barbara nach Mallorca/Gran Canaria.

Während Barbara und Tom bei Barbaras Mutter sind, passieren in München schlimme Dinge, in deren Verlauf Jens auf bestialische Weise ums Leben kommt.

Von nun an überschlagen sich die Ereignisse sowohl in München als auch auf Mallorca, die Protagonisten fliegen hin und her, es verschwinden auf höchst blutige Weise noch ein paar Menschen, es gibt eine Entführung - aber auch eine Rettung - und am Ende eine wilde Verfolgungsjagd durch München.

"Vor dem Haus sah sie sich um. Es galt, einige Vorbereitungen zu treffen. Ihre wohlbehütet aufgewachsene Schwester würde sicherlich bald aufwachen, um nach dem Rechten zu sehen. In Gedanken erstellte sie ene Liste, die sie Schritt für Schritt abarbeiten würde. Allem voran brauchte sie einen Wagen. Einen Kombi oder einen kleinen Lieferwagen. Diverse Seile und Klebebänder. Die Liste in ihrem Kopf wurde länger und länger..."


Das Buch ist modern, liest sich schnell in einem Rutsch weg und hat mich gut unterhalten. Sex spielt eine große bzw. tragende Rolle, die Details überschreiten aber gewisse Grenzen nicht, dennoch sind sie deutlich und zum Verständnis der Geschichte notwendig.

Ein besseres Lektorat hätte dem Buch gut getan, zwei "richtige" Fehler sind mir aufgefallen und ein paar nicht korrekt benutzte Zeitformen.

Insgesamt habe ich es gern gelesen und kann es empfehlen - auch wenn ich den Untertitel "Thriller" etwas übertrieben finde. Krimi, ja. Blutiger Krimi, das auch. Thriller für mich: nein.

Dienstag, 15. November 2016

Krank

Da sind nun diese mörderischen Rückenschmerzen endlich so langsam auf dem Rückmarsch, macht sich jetzt ein Infekt breit...

Es ist nun mal eine Crux, dass jemand wie ich niemals eine "einfache Erkältung" hat, sondern es vorhersehbar immer zu Komplikationen kommt. Deshalb bin ich vernünftig und warte nicht, bis mein Kopf unter dem Arm ist - damit gewinne ich nichts als eine verlängerte Krankheitsdauer und vergrößertes Risiko - und bleibe heute, an Tag drei der Erkrankung, im Hause.

Dank meines Standard-Infusionstermins nachher, habe ich ja die Möglichkeit, Rücksprache mit meinem Lungen-Doc zu halten und muss ausnahmsweise nicht allein Medikamenten-Entscheidungen treffen. Ich würde so gern irgendwie die Komplikationen auf dem Vorwege verhindern...

Freitag, 4. November 2016

Das eiserne Band ist wieder da

... das, welches sich um meinen Rücken und Brustkorb zu legen scheint.
Statt unmittelbar einkaufen zu gehen, mache ich eine schöpferische Pause, drücke meinen von Tag zu Tag mehr schmerzenden oberen Rücken gegen meinen Komfort-Bürostuhl in der Hoffnung, dass es wenigstens einen Moment lang besser sein möge.
Ich erinnere mich an genau so ein Vorkommnis im Januar 2014, nach vier Wochen oder so hatte der Schmerz nachgelassen.
So viel Schmerzmittel, wie ich verantworten kann, sind drin in mir - ich muss damit vorsichtig sein, um nicht ein luftmäßiger Notfall zu sein (auch schon gehabt). Jeder Atemzug (der ja den Brustkorb und den ganzen Oberkörper bewegt) schmerzt, und draußen schleppe ich mich dahin wie meine eigene Großmutter - wenn sie es denn noch könnte.
(Entschuldigt mein Gequängel, ignoriert es einfach.)

Follow-Up  vom 23.11.2016
Seit acht Tagen bin ich frei von Schmerzmitteln - gerade pünktlich zum Beginn meines Infektes. Das Weglassen der Ibus basiert darauf, dass ich nur Schmerzmittel nehme, wenn es ohne überhaupt nicht geht, es bedeutet nicht, dass der Schmerz vollkommen verschwunden war/ist.
Immerhin ging es von Tag zu Tag ein wenig besser - den Rest habe ich, wie immer, heldenhaft ignoriert.
Und nun das Seltsame: Infektbedingte anhaltende "Luftlosigkeit" macht den Einsatz von Cortison erforderlich. Einnahmebeginn: gestern Abend.
Heute bin ich zu 95 % schmerzfrei aufgewacht. Es grenzt an eine Wunderheilung.
So stellt sich für mich die Frage, ob es sich hier nicht doch, wie immer von mir vermutet, um einen entzündlichen Prozess gehandelt hat, der als Nebeneffekt der Cortisonbehandlung "mal eben" mit aufgeräumt wird...?
Merken für die nächste Attacke - auf die ich allerdings gut und gern verzichten kann!

Ein mysteriöses Paket

Gestern:

Eine Paketbenachrichtigungskarte im Briefkasten. Ausgerechnet von GLS - privatkundenunfreundlich.

Problem: Ich erwarte überhaupt keine Sendung, kann mich an keine Bestellung erinnern. Die letzte hatte ich mir ja ins Büro schicken lassen.

Die Tracking-ID sagt mir nur den Sendungsverlauf. Nichts über den Absender.

Ich werde eine Mail schicken und um Zustellung entweder morgen nach 15 Uhr - was nicht klappen wird - oder am Montag ins Büro bitten müssen. In der Hoffnung, dass ich was-auch-immer-das-sein-mag nach Hause tragen kann.

Probleme, die die Welt nicht braucht.

Heute:

Ganz zäher Mailverkehr mit GLS, allerdings vollkommen nutzlos, da das Teil jetzt in einem nicht näher benannten Depot vier Arbeitstage rumliegen darf, bevor es zurück an den Absender geht. (Hatte ich schon gesagt, dass GLS für Privatkunden der allerletzte Versender ist? Hatte ich.)

tbc (to be continued) 

Update: Fortsetzung am 15.11.2016
Ich hatte ja endlich von GLS eine Absenderauskunft bekommen können. Der Firmenname sagte mir nichts. Also das Unternehmen recherchiert (sagte mir immer noch nichts) und per Web-Kontaktformular angeschrieben. Außer einer automatisierten Standard-Antwort (also praktisch einer Empfangsbestätigung) ist nichts gekommen. Keine Reaktion. Also ist das Paket irgendwann automatisch an den Absender zurück gegangen.

Gestern Abend dann eine Info auf meinem Anrufbeantworter mit Bitte um Rückruf bis 18 Uhr. Es war ganz kurz vor sechs, also schnell gemeldet... und nun hat sich die Sache endlich aufklären lassen:

Ich hatte im August 2015 beim Discounter einen Papierschredder gekauft, ihn ein Jahr später erstmalig in Betrieb genommen, dabei festgestellt, dass das Ding eine Macke hatte... schon beim ersten Blatt einen Papierstau verursachte. Nach meiner Meinung hatte es einen Fabrikationsfehler. Dort, wo mittig ein Sensor sein sollte, war ein Metalldingens, das den Einzug eines A4-Blattes zuverlässig verhinderte.

Das Gerät hatte seinerzeit nur knappe zehn Euro gekostet, aber ich habe irgendwie nicht eingesehen, es einfach so dem Müll zu überlassen und ging irgendwann im vergangenen Oktober damit zurück ins Geschäft - immerhin ist ja eine Garantie drauf gewesen!

Nach einer sehr umständlichen Datenaufnahme durch einen jungen Mann hieß es, ich würde angerufen werden...

Stattdessen wurde irgendwann ein Paket auf den Weg gebracht.

Lt. der Bearbeiterin am Telefon "mein bestelltes Austauschgerät."

Fragte sie, warum ich nicht den versprochenen Anruf bekommen hätte... nein, jedes Paket zu avisieren, das wäre ein zu großer Arbeitsaufwand.

Ich erklärte ihr, dass ich bei Zustellung mit GLS erhebliche Probleme habe... und ob man wohl mit DHL.. das müsse sie mit ihrem Vorgesetzten besprechen. Schließlich würde das mehrfache Versenden des Paketes ja auch kostspielig sein.

Das alles, weil ich ein 10-Euro-Teil nicht einfach so wegwerfen wollte. Ich werfe ja auch nicht mein Geld aus dem Fenster. Jedenfalls nicht mutwillig.

Paketdienste allgemein:

Das beste Versandunternehmen bleibt DHL, denn erstens liefern die am Sonnabend aus, zweitens ist deren Depot meine ganz normale Postfiliale.

Der zweitbeste ist Hermes, obwohl ich den auch hasse... liefern nicht am Sonnabend, und deren Depot verlangt einen strammen (für mich!) Spazierweg und einen Zeitaufwand von einer Stunde.

GLS, DPD, UPS - alle für Privatmenschen, die arbeiten, unbrauchbar. Umleiten ins Büro kann ich nur Sachen, die ich ohne Probleme schleppen kann... eine DVD, ein Büchlein, so etwas. (Ob ich Kinder-Weihnachtsgeschenke z.B. bei MyToys bestellen werde, ist noch die Frage, denn MyToys liefert mit Hermes... Vielleicht erledige ich das dann doch lieber persönlich im Handel, obwohl die Geschäfte auch immer schlechter werden - das überlege ich mir in den nächsten Tagen. Ist auch ein anderes Thema.)