Samstag, 31. Januar 2015

Computerkram und Komfort

Man gewöhnt sich ja leicht an einen gewissen Komfort. So geschehen mit dem Netbook. Fernsehen, lesen, Füße hoch, nebenbei nach dem Netti greifen, lesen, tippen, alles geht so ineinander über irgendwie.

Netbook ist in Reparatur, schon seit einem Monat.

Der große PC ist wiederbelebt, für die kleinen, flexiblen Bedürfnisse habe ich inzwischen ein kleines Tablet. Auf dem Tablet kann ich aber unmöglich mehr als ein, zwei Sätze schreiben. Die Software-Tastatur ähnelt der eines Handys und ist für echte Zehn-Finger-Viel-und-Schnellschreiber einfach nervig. Dazu kommt, dass die Anzeige winzig ist. Vergrößere ich die Ansicht, bekomme ich häufig das Textfeld nicht in den sichtbaren Bereich, da die eingeblendete Tastatur die ganze untere Displayhälfte belegt. Manchmal verschwindet bei dem Antippen von "Eingabe" der ganze Text. Und lässt sich nicht zurückholen.

Das Tablet ist also für die Bettkante oder für die Handtasche (?) ganz nett, aber kein vollwertiger Ersatz fürs Netbook.

Möchte ich also schreiben, zum Beispiel hier auf meinem Blog, muss ich den PC starten. Das ist schön, altvertraut, und ich habe meine Lieblingstastatur zur Verfügung - besser als die jedes Netbooks oder Laptops.

Und dann werden Fotos vom Handy auf den PC befördert (nervig! Bluetooth war wohl noch nicht ganz ausgereift bei Windows Vista? Ein bei ein...), ein Medium damit bestückt (ich bin derzeit Dauerkunde im Drogeriemarkt zwecks Foto-auf-Papier-Produktion)... dann wird hier und dort geguckt, etwas in das eine oder andere meiner Foren geschrieben (richtig viele Sätze, echt!)... ins Kochblog getippt, hier etwas verfasst - und *zack* sind vier Stunden um.

Das geht nicht jeden Tag, auch wenn ich es früher(TM) so gemacht habe. Inzwischen bin ich Feierabend-Multitasker geworden und bin nicht mehr gerne stationär in meiner Computerecke. Aber besser als nichts. Ich warte auf eine Meldung, dass ich (hoffentlich) mein Netbook bald abholen darf.

Die Buch-Blog-Parade...

... ist beendet.

Ich war Feuer und Flamme für diese Idee, habe meine Buchbesprechungen wirklich gern geschrieben. ABER: Nicht vorhersehbar war, dass das Jahr 2014 zwei Katastrophen für mich bereit hielt, die mich sowohl am Lesen als auch am Schreiben massiv hinderten, so dass es zeitweilig eine echte Herausforderung war, trotz allem etwas zu verfassen. Und am Ende konnte ich nicht einmal mehr ein längst gelesenes Buch auswählen und darüber schreiben - ich war einfach erschöpft. Schade.

Wann immer ich dazu kommen werde, ein Buch zu lesen (und ich vermisse es!), werde ich berichten, genau so, wie ich es auch früher schon getan hatte.

Es liegt offenbar außerhalb meiner Möglichkeiten, mich für zwölf Monate zu verpflichten, einen einzigen bestimmten Text zu einem festgelegten Datum zu veröffentlichen. Wer weiß, was die Zukunft bringen mag?

Gekocht

Heute habe ich mich in der Küche ausgetobt. Rindfleisch mit viel Gemüse.

Donnerstag, 29. Januar 2015

(Kein) Geburtstag

Für Hartwig. Er wäre heute 55 Jahre alt geworden.


Montag, 12. Januar 2015

Seit heute bin ich Oma

Mehr gibt's dazu eigentlich kaum öffentlich zu sagen.

Na ja, vielleicht doch: Womit ich immer gescherzt hatte, ist eingetreten, meine Tochter hat sich ihren Sohn zum Geburtstag geschenkt.

Ein spannender Tag - ich saß im Büro mit Kribbeln im Bauch, während die Nachrichten und Fotos auf meinem Handy eintrudelten. Bin immer noch ganz aufgeregt.

Sonntag, 11. Januar 2015

Italienisch...

Ich kam am Freitag nach meinem Freundin-Treff-und-Essen-Trinken-Alsterpavillon-Alex-Nachmittag-Abend nach Hause, sah meinen Anrufbeantworter blinken, was selten etwas Gutes zu bedeuten hat, und musste mir anhören, dass die VHS meinen gebuchten Sprachkurs "mangels ausreichender Anmeldungen" storniert hat. #grml

Mangels praktikabler UND bezahlbarer Alternativen werde ich mir also ab sofort einen Feierabend reservieren, an dem hier in Eigenregie wiederholt und gelernt wird. Telefon, TV, Internet... alles wird ignoriert. Für zwei Stunden. Es wäre doch gelacht, wenn ich das nicht hin bekäme!

Heutiges Telefonat bestätigte nochmals das Sponsoring für zwei Wochen Florenz incl. Flug, Hotel, Sprachkurs. (Ich soll nicht sagen: "wird bezahlt" sondern "wird mir geschenkt" - auch wenn es de facto identisch ist.) Habe versprochen, mich darum zu kümmern, so bald ich Oma geworden bin... und dann mit Preisen rüber zu kommen.

Freu mich und bin aufgeregt. Doppelt.
#freu

Mittwoch, 7. Januar 2015

Vierteljahrestermin

Betrifft Alpha-1 und COPD.
Wenn uninteressant, bitte weglesen, der Text ist etwas länger geraten. #for_my_records

Gestern war mein turnusmäßiger Vierteljahreskontrolltermin. Ich hatte den seit 5 Jahren besten FEV1 von 50 %. Abgesehen von tagesaktuellen oder wetterbedingten Schwankungen bin ich total stabil und hatte seit letztem Mai auch keinen einzigen Infekt (auf Holz klopf!) Dr. T. wundert sich.

Es gibt ein aktuelles Forschungsergebnis, das in letzter Zeit durch die Medien ging, dahingehend, dass COPD eher nicht mit inhalativem Cortison behandelt werden sollte, um das prozentuale Risiko, eine Lungenentzündung zu bekommen, zu senken. Ich nehme seit Jahren (außer morgens Spiriva) zwei Mal am Tag Symbicort 1 - 0 - 1. Nun meint Dr. T.,  ich solle doch mal versuchsweise die abendliche Dosis weglassen. Der verbliebene morgendliche Cortisonanteil sei immerhin noch höher als der, den seine Asthmapatienten bekämen. Unter Berücksichtigung, dass ich eine Mischform COPD/allerg. Asthma (auf Basis von Alpha1/Emphysem) habe, sei das morgendliche Symbicort denn doch noch irgendwie (?) gerechtfertigt, da es das beste Medikament auf dem Markt sei. Diese Behauptung lasse ich hier unkommentiert stehen. Das kann ich nicht beurteilen, da ich diese beiden Medikamente seit über vier Jahren bekomme und keine anderen kenne. (Abgesehen vom Bedarfsmedi Salbutamol oder Infektbehandlungen.)

Er war ganz entspannt und meinte, ich solle es am Abend einfach weglassen - da man nicht wüsste, WARUM ich stabil sei, müsste man das ausprobieren. (Äh? Das Risiko trage ja ich.) Schön und gut, da hatte ich meine Frage noch nicht im Kopf gehabt... gegen die Reduzierung vom Cortison habe ich ja ganz und gar nichts. Ich frage mich nun, und so etwas fällt mir immer erst nach dem Arztgespräch während der Bahnfahrt ein, ob ich dann nicht das Formoterol am Abend irgendwie ersetzen müsste... Gerade weil es mir so gut geht, möchte ich diesen Zustand ja nicht ändern.

Ich habe dann sofort testweise gestern die Abenddosis ausgelassen. Für meine Atmung kein Prob, bin gut über die Nacht gekommen. Aber eine Merkwürdigkeit... ich habe ja alle paar Monate nächtliche Attacken von Krämpfen in den Füßen/auf dem Spann. Dann treten sehr schmerzhaft die Sehnen hervor, was mich augenblicklich aus dem Tiefschlaf holt... diese Krämpfe sind nicht zu lösen, weder durch eifriges Massieren noch durch Herumgehen. Nach etwa einer Viertelstunde ist der Spuk vorbei. Wenn ich Glück habe, bleibt es bei einem Anfall und ich kann dann wieder einschlafen. Wenn ich Pech habe, geht es im Zehn-Minuten-Takt die ganze Nacht lang so weiter. Und dann zwei, drei Monate lang fast jede Nacht. Dann schlafe ich fast gar nicht und bin auch tagsüber sehr erschöpft. Ursache soll das Formoterol sein. Kann man also nicht ändern. (Limptar - für ein anderes Thema gut.) Seit einigen Monaten war ich nun verschont gewesen. Gestern also kein Abendmedikament inhaliert, um 23 Uhr im Bett und gleich eingeschlafen - um Mitternacht von Krämpfen aufgescheucht worden. Häää? Ausgerechnet, wenn ich das Medi NICHT genommen habe? Das bleibt weiter zu beobachten.

Ansonsten hat er mir eine Broschüre der Fa. Grifols in die Hand gedrückt mit den Anmeldeunterlagen für "Alpha Care" - Service-Telefon, Internetportal, Expertenbroschüren, Coaching usw. incl. speziellem Service für Prolastin-Patienten. Ob das wirklich nützlich ist? Zu beachten ist ja, dass Grifols der Hersteller vom Prolastin ist. Ich habe keine Lust, danach massenweise mit Werbung überhäuft zu werden. Andererseits werde ich immer neugieriger, je intensiver ich darüber nachdenke. Bis Dienstag lasse ich mir mit der Entscheidung Zeit, denn als Prolastin-Patient kann ich besondere Informationen nur bekommen, wenn ich die Chargen-Nr. eintrage. Die gibt's dann in der Arztpraxis.

Dienstag, 6. Januar 2015

Hier liest wieder jemand

... sich kreuz und quer durch uralten Kram.

Ich finde es ja immer wieder nett, wenn sich außer mir noch jemand dafür interessiert, aber ein kleiner Kommentar (sozusagen als "outing") wäre doch ganz nett.

Samstag, 3. Januar 2015

Die 1-Punkt-Löffelliste

Die 1-Punkt-Löffelliste... was ist das denn nun wieder, mag sich der geneigte Leser fragen. Den Begriff habe ich entführt von hier: Die 1-Punkt-Löffelliste . In Kurzform: Die "Löffelliste" bezeichnet die Dinge, die man noch erledigt, erlebt, getan, erreicht haben möchte, bevor man "den Löffel abgibt." Eine zu lange Liste könnte entmutigend wirken, so ist es doch eine gute Lösung, immer nur einen einzigen Punkt auf die Liste zu setzen und sich dann irgendwann über das Erreichte königlich zu freuen.

Mein Punkt: Italienisch fließend sprechen können.

Dazu jetzt in Angriff genommen, mein Lernen wieder in strukturierte Bahnen zu lenken und einen Kurs zu besuchen (gebucht), auch wenn er unterhalb dessen ist (nach Referenzrahmen), was ich eigentlich kann. Wiederholen schadet ja nicht. Ich muss nehmen, was verfügbar ist. Nun ja.

Beim Berichten über dieses Vorhaben erschien sogleich ein Licht am Horizont, das da hieß, es werde mir ein neuerlicher Aufenthalt samt Sprachkurs in Florenz finanziert werden. Ich mag es kaum glauben.

Freitag, 2. Januar 2015

Angemeldet

Nachdem ich heute Nachmittag die Barrierefreiheit des Zugangs geprüft habe, habe ich heute Abend online die Anmeldung zum Kurs vorgenommen. Was habe ich schließlich zu verlieren? Entweder der Kurs gefällt mir - oder ich langweile mich. Hundert Euro sind ein kalkulierbares Risiko - möglicherweise bekomme ich noch eine SB-Ermäßigung.

Schließlich und endlich: Ich muss mich auch mal entscheiden - ewige Bedenkenträgerin, die ich bin ;-)

Donnerstag, 1. Januar 2015

Soll ich - oder soll ich nicht?

Mich anmelden, meine ich.

Jedes halbe Jahr durchsuche ich erneut im Internet die Angebote von Sprachkursen. Hamburg ist nicht gerade klein - trotzdem sind die Möglichkeiten für mich nur gering.

Schon vor längerer Zeit habe ich das Italienische Kulturinstitut als Anbieter verworfen. Warum? Ungünstige Termine in Verbindung mit langen Anfahrtwegen (die Rache dafür, südlich der Elbe zu wohnen) und hohen Kursgebühren.

Die Sprachenschule Colón in der City gehörte eine Weile zu meinen Favoriten. Wöchentlich gehe ich daran vorbei, war auch schon mal drin (im vorgelagerten Buchgeschäft) und hatte ein Informationsgespräch. Die Kurse sind vermutlich von guter Qualität, laufen jahrelang, werden also offenbar nicht nach zwei Semestern mangels Publikum oder Lehrkraft eingestellt. Die Kosten sind verhältnismäßig hoch. Hoch ist auch das Risiko, dass ich mangels zufriedenstellender Gesundheit ausfalle und dann das Geld in den Sand gesetzt ist. (Allerdings scheint man hier sehr flexibel hinsichtlich der Kursstufen und Termine zu sein, ein Einstieg ist jederzeit möglich.)

Die Volkshochschule mit ihrer Niederlassung in relativer Nähe bietet genau einen Kurs an: A2-Intensivkurs. Und: Ja, das kann bzw. kenne ich alles schon. Habe mal mein altes Buch vorgeholt - genau die angegebenen Lektionen hatte ich seinerzeit sehr gründlich durchgearbeitet. Kein Angebot B1-irgendwas/Mittelstufe hier in meiner Nähe. Trotzdem liebäugele ich mit dem Angebot - neun Abende à 2,5 Stunden von Januar bis März. Zur Auffrischung vielleicht? Zum Wiedereinstieg in konsequentes Lernen? Zum Kennenlernen von Leuten mit ähnlichen Interessen? Hundert Euro sind ein kalkulierbares Risiko. (Die Örtlichkeit - die ganze Anlage Bücherhalle, Volkshochschule, Wohnungen - allerdings ist, so wie ich sie kenne, über eine hohe Außentreppe zu erreichen, da müsste ich vor Ort prüfen, ob es einen anderen Zugang gibt. So viele Treppen lassen mich luft- und kraftlos sein.)

Bleibt die Frage: soll ich - oder soll ich nicht?

Zum neuen Jahr: Stufen (Hermann Hesse)

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!