Dienstag, 28. Februar 2012

Dublin-Info

Die letzten zwei Stunden habe ich damit verbracht, Informationen zusammenzustellen für ganz spezielle künftige Dublin-Besucher unter Berücksichtigung der Auslassung von Kirchen und antiken Monumenten, da nicht gewünscht.

Um das nicht nur für die Mailbox produziert zu haben und weil ich deshalb auch keinen frischen Artikel texten konnte - der Abend ist schon wieder zu Ende - für evtl. Interessierte auch hier:

[Fotos sind nun nachgereicht - 29.02.]

Tourist-Information www.visitdublin.com (derzeit Seite nicht erreichbar), ersatzweise dies hier ansehen: http://www.tourist-information-dublin.co.uk/
Failte Ireland
Suffolk Street (in einer ehemaligen Kirche, nicht zu übersehen)



Souvenirs, Geschenke, Postkarten, Infoblätter über so ziemlich alles.
Tresen mit Personal, vermutlich diverse Buchungen möglich.



Hop On - Hop Off, Sightseeingbusse:
http://www.citysightseeingdublin.ie/ (rote Busse)
http://www.dublinsightseeing.ie/ (grüne Busse)



Tickets gelten für 2 Tage, Routen sind ähnlich, selbst ausprobiert: grün.
Unter anderem halten beide Busse am St. Stephen's Green, wo auch die Tickets zu erhalten sind.
Besonderheit: Qualität der Rundfahrt stark abhängig vom jeweiligen Fahrer hinsichtlich der Beschreibungen, teilweise vom Band, teilweise lustig und informativ live erzählt.


(Okay, dies sind nicht die Busse. Die findet man, wenn man an den Pferdekutschen vorbei gewandert ist!)

Ausflüge/Guided Tours in die weitere Umgebung:
http://www.tourdublin.ie/
Die Seite sieht gut aus, mehr kann ich nicht beurteilen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Howth
Ausflug zur Halbinsel Howth ist problemlos mit der DART (S-Bahn http://www.dublin.ie/transport/dart.htm) möglich.





Fischereihafen, freie Sicht auf die Irische See, Klippen mit Wanderwegen, u.U. sehr stürmisch.


http://www.heritageisland.com/attractions/trinity-college-library-dublin/
Trinity College
College Street (nicht zu übersehen)
Zumindest auf dem Campus umsehen, Gebäude unterschiedlicher Baustile - man kann nicht nach Dublin kommen und das College nicht ansehen!


(Die alte Bücherei mit dem "Book of Kells" ist nicht ständig zugänglich: wer die "Old Library" besichtigen möchte, muss sich nach den Öffnungs-/Führungszeiten erkundigen.)

http://www.heritageireland.ie/de/Dublin/SchlossDublin/
Dublin Castle
Dame Street
Schlossführung, sehr nett, Räume werden für Staatsempfänge etc. genutzt, also kein reines Museum





http://www.guinness-storehouse.com/en/Index.aspx
The Guinness Storehouse
Guinness-Museum, jeder Sightseeing-Bus fährt dort hin, angeblich die meistbesuchte Attraktion in Dublin, selbst aus Zeitgründen nicht besucht.





Einkaufen:

http://www.avoca.ie/home/explore/stores/?id=1
AVOCA
11-13, Suffolk Street





EG: Geschenkartikel, Kunsthandwerk, besondere Küchenutensilien
OG: Schals, Tücher, Decken, Kissen, Socken etc.
UG: besondere Lebensmittel & Restaurant
Achtung: Probleme mit deutscher Master Card

http://www.stephensgreen.com/
Einkaufszentrum St. Stephen's Green
Viele interessante Geschäfte, sehenswertes EKZ, viele weiße "Schnörkel"





http://www.powerscourtcentre.com/
The Powerscourt Centre
59 South William Street
Sehenswerte Einkaufszentrum-Restaurantanlage im ehemaligen Innenhof alter Wohnhäuser, sehr hübsch gemacht.





Essen:

http://www.thechurch.ie/
The Church
Junction of Mary St. & Jervis St.
Café, Restaurant, Bar (nicht selbst drin gewesen, nur von außen gesehen)
Besonderheit: Umfunktionierte ehemalige Kirche



http://www.gbk.ie/store_locations.asp
Gourmet Burger Kitchen
Temple Bar
Unit 1
Temple Bar Square



Kein Fastfood, Burger der gehobenen Klasse.

http://bewleys.com/bewleys-grafton-street-cafe
Bewley's Oriental Café
Grafton Street



Schönes Café, dunkles Holz, Leder, Kronleuchter, sehr gediegen.

http://www.cafeenseine.ie/
Café en Seine
40 Dawson Street





Café, Bar, Restaurant, Disco, vollkommen irre eingerichtet, mindestens durchgehen und ansehen.

Nachsatz: Es gibt so vieles, wovon ich noch nicht erzählt habe, aber inzwischen hat mich der Alltag wieder, so dass es nur stückchenweise voran geht. Allerdings habe ich auf diese Weise noch lange etwas von dieser irischen Woche!

Sonntag, 26. Februar 2012

Wieder zurück

Die Woche ist schnell vorbei gegangen, ich habe so viel zu tun gehabt mit dem Erleben und Sehen, dem Sammeln von neuen Eindrücken, dass meine Berichte hier hinterher hinken. So weit ich kann, vervollständige ich sie nach und nach.

Zunächst bin ich heute gut zurück gekommen, in Empfang genommen und nach Hause gebracht worden - jetzt muss nur noch meine Seele hinterher kommen, ich glaube, sie fliegt noch irgendwo über der Irischen See herum.

Samstag, 25. Februar 2012

Howth

Am Donnerstag fuhren wir ans - besser: ins - Meer - nämlich auf die Halbinsel Howth, die innerhalb kurzer Zeit mit der DART (entsprechend unserer S-Bahn) zu erreichen ist.



Wenige Schritte vom Bahnhof entfernt gingen wir an einem kleinen Segelboothafen vorbei.



Häuser unterhalb der Klippen:







Wir rätselten eine Weile, ob wohl gerade Ebbe oder Flut sei, und beobachteten dabei die Möwen:



Wir ließen uns auf dem Hafenschutzdeich tüchtig durchpusten.







Schließlich waren wir genug durchgeweht und machten uns auf den Weg zurück...



Übrigens sind hier Palmen in den Vorgärten ganz normal, sogar im stürmischen Atlantik (bzw der Irischen See)!



Hungerbekämpfungsmaßnahme mittels Fish and Chips, zwar aus der Pappschachtel, trotzdem von exzellenter Qualität:



Gegenüber von unserem Platz war dieses kleine Denkmal, mehr so eine Art allgemeines Seefahrerzeichen:



Gewerbegebiet, man betreibt hier Fischerei... was sonst?







Update: codling = Dorsch (unser fish)

Freitag, 24. Februar 2012

Ladies' Night

Ich raffte mich also am Abend wieder auf, verabredet ist verabredet und muss eingehalten werden, und ich lernte A. kennen, die aus Polen stammt und schon viele Jahre hier lebt. Eine sehr nette und fröhliche junge Frau übrigens. Wir begannen mit Bailey's am heimischen Küchentresen (diese Küche ist ein Traum!) und - nach der üblichen Fahrt mit der LUAS - suchten dann im "City Centre", wie das Zentrum hier genannt wird, nach einem bestimmten italienischen Restaurant. Davon gibt es übrigens so viele wie Sand am Meer hier.



Als ich "Ravioli" bestellte, sprach ich es vermutlich richtig aus - ich kann keine italienischen Bezeichnungen "verenglischen", und die Bedienung reagierte sofort, was ich lustig fand. Dann folgte noch frohes Nationalitätenraten. Da der entsetzlich laute Klampfenspieler seinen Verstärker nun auch leiser gedreht hatte, konnten wir in aller Gemütlichkeit lecker speisen und lachen.



Danach Lokalwechsel.

A. wollte gerne, vermutlich, um es mir zu zeigen, ins Café en Seine gehen. Ich war überwältigt, ein solches Gesamtkunstwerk habe ich noch nie gesehen, kann nicht einmal sagen, ob ich es mag oder nicht, es schien mir dermaßen ungewöhnlich abstrakt, dass ich nur staunen konnte.





Zitat von deren Website:
A series of bars spanning 3 floors, the soaring interior of Café en Seine is amazing with a 3-storey atrium culminating in beautiful glass-panelled ceilings, 40 foot trees, enormous art nouveau glass lanterns, and statues among its many stunning features.





Da auf der oberen Etage zwar alle Tische frei, dafür aber keine Bewirtschaftung war, unten war alles voll, setzten wir uns an einen Platz vor der Tür (mit Jacke an war es warm genug!), wo ich erste Bekanntschaft mit Guinness machte, allerdings gemischt mit Blackcurrent (schwarzer Johannisbeere), sehr lecker übrigens!

Harcourt Street und Umgebung

Am Mittwoch hatte ich mich in Richtung der einen oder anderen Sehenswürdigkeit aufmachen wollen, wusste auch genau, wohin ich mich wenden musste - aber: Einer der Wegweiser zeigte in eine etwas andere Richtung und ich nahm an, es würde sich um eine Abkürzung handeln. Nunja, ich kam in eine vollkommen andere Gegend - und war begeistert!

Kein Castle, keine Cathedral gesehen, dafür viele andere interessante Straßen, Geschäfte, Häuser!

Ich war schon fast vorbei, als mein Blick auf dieses rote Gebäude auf der anderen Straßenseite fiel...



... und mich prompt umkehren und die Seite wechseln ließ.

Unter diesem schönen Dach...



... verbirgt sich der Eingang zu einer Art Markthalle...



... sowohl mit Geschäften links und rechts als auch einzelnen Verkaufsständen mit Flohmarktcharakter:



Hier fand ich eine hübsche kleine Buchhandlung mit einem sehr freundlichen Buchhändler, wo mir praktisch zufällig "Gulliver's Travels" in die Hände fiel und nun mit nach Hause kommt.

Auf meinem weiteren Weg war ich vollends begeistert, als ich mich im georgianischen Wohnviertel wieder fand:



Diese ganz speziellen Türen erfreuten mich dermaßen, dass ich wegen der daraus resultierenden Bilderflut gleich ein extra Album angelegt habe.









Ich besichtigte so ganz nebenbei noch zwei Kirchen, die in keinem Reiseführer genannt und trotzdem sehr hübsch sind, sah allerlei skurrile Geschäfte, ein fließendes Gewässer mit Schleuse und rosa Brückengeländern, eine "Bretzel Bakery", ein absurdes Hutgeschäft... und war am Ende so sehr geschafft, dass ich in das erstbeste "Burger King" förmlich hineinfiel zwecks "Erster Hilfe" in Sachen Kaffee und Kalorien.

Zu Hause angekommen dachte ich, ich würde bis zum nächsten Tag auf dem Bett liegen bleiben. Doch dem war nicht so!