Sonntag, 23. Februar 2014

Dublin 02.02. - 09.02.2014

Sonntag, Anreise

Glücklicherweise finden die Dublin-Flüge hier zu zivilen Uhrzeiten statt, kein Mitten-in-der-Nacht-Aufstehen, alles ganz ruhig und sinnig.

Tochter1 holte mich netterweise ab und brachte mich zum Flughafen. Danke. Koffer abgegeben, sehr moderates Gewicht, je leichter, desto besser fällt mir das Handling an den Gepäckbändern...

Sicherheitskontrolle, alles gut. Wieder ein Gate in der Art "B35", was immer einen sehr langen Marsch bedeutet. Irland gehört nicht dem Schengen-Abkommen an, deshalb geht es immer zum Bundesgrenzschutz zur Ausweiskontrolle.

Dieser lange Weg war sehr, sehr anstrengend für mich: Die Strecke hätte ich normalerweise ohne Probleme bewältigt,  aber... mein tolles Handgepäcksteil entpuppte sich als Katastrophe, starr, schwer (dabei war es nur halb voll) und nervig, zusätzlich meine "Ladies' Bag", die immer von der Schulter rutschte... Da es draußen winterlich war, hatte ich wieder einmal vergessen, wie warm es im Flughafengebäude ist, ich kochte förmlich. Dank Zwiebellook konnte ich mich zwar von einem Teil befreien, aber das wollte dann auch noch geschleppt werden... Wer nicht krank ist, wird diese Nickligkeiten nicht nachvollziehen können. Ich war schon geschafft, als ich in der Wartezone am Gate angekommen war.


(Abflug über die Elbe. Überhaupt war die Strecke sehr interessant, ich konnte den deutschen Küstenverlauf sehr gut sehen, und es dauerte eine ganze Weile, bis der Flieger "abbog" in Richtung England. Dann waren wir aber schnell über den Wolken, dort gab es außer diesen nichts mehr zu sehen.)

Der Flug war so weit okay, "irgendwie" wenig Sauerstoff im Flugzeug, so schien es mir. Leichte Turbulenzen beim Anflug über die Irische See, gute Landung... Auch hier lange Wege durch das Gebäude, Passkontrolle, Gepäckband, raus. Tochter2 hat mich in einem reichlich desolaten Zustand in Empfang genommen. Ich war ja nach verflixt vielen Krank-und-unpässlich-Wochen gerade dabei, wieder auf die Füße zu kommen und hätte sie gern anders begrüßt als vollkommen "neben der Spur."

Mit dem Aircoach ging es einmal quer durch die Stadt, der Flughafen liegt nördlich von Dublin, unser Ziel am südlichen Ende der Stadt... Der restliche Fußweg zu ihrem Zuhause war sehr, sehr anstrengend für mich, ich war selbst regelrecht erschrocken, in welch miesen Zustand ich war, eigentlich wollte ich mutlos werden. Das allerdings ließ und lässt die Tochter nicht zu!

Ein gemütlicher Abend mit töchterlichem Begrüßungscocktail folgte, schließlich stand ausschlafen auf dem Programm. Urlaub bedeutete zuerst einmal eben auch Erholung, für beide!

Montag

Schlechtes Wetter, Regen und Sturm, so richtiges "Zu-Hause-bleib-und-Füße-hochleg-Wetter" - also machten wir es uns gemütlich... zunächst bis zum Nachmittag, dann ging es in der näheren Umgebung zum Einkaufen... Ich hatte nicht gewusst (aber schon geahnt...), dass es im "Dunnes" reichlich Kleidung gibt, wie ich sie mag... und es war noch "Sale"... und wir wurden fündig... Hatten so unseren Spaß dabei, wie ich irgendwo zwischen den Klamottenständern alles über Jeans und Shirt
zog und so anprobierte, auch einen Rock... Am Ende verließen wir das Obergeschoss mit einer Tüte voller Schnäppchen für mich. (Das Untergeschoss gehört den Lebensmitteln, wo ich auch immer sehr fasziniert von den fremdländischen Verpackungen bin.)

Am Abend hatten wir ein Date mit jemandem aus Tochters Umfeld, den ich gern kennenlernen wollte - da bot sich ein schöner Pub an... Wir folgten einem sehr guten Vorschlag (wie sich dann heraus stellte), es handelt sich beim ODEON um einen Pub der gehobenen Klasse, der in ein ehemaliges Bahnhofsgebäude (Harcourt Street) gebaut worden war.



Guinness! Seit dem letzten (vorletzten?) Jahr liebe ich Guinness... Wir hatten einen sehr netten und interessanten Abend.


(Übrigens ging es mir schon beim Start zu diesem Rendezvous erheblich besser als am Vortage - es gibt auch in Dublin das, was ich immer "Referenzstrecken" nenne, Wege die öfter gegangen werden, an denen ich merke, wie schnell ich atemlos und pausebedürftig werde. Es bestand also doch Hoffnung!)

Dienstag

Oh, blauer Himmel und Sonnenschein!


Also ab ins City Centre - ich liebe es, in Dublin einzukaufen. (Aber ich liebe es auch sowieso, mit meinen Töchtern Einkaufe zu machen!) In Dublin fällt mir ja immer wieder auf, wie freundlich die Menschen sind, kein Vergleich mit den Hamburgern, leider. Außerdem gibt es natürlich mittlerweile einige Geschäfte, auf die ich mich regelrecht freue...!



Zuerst der Disney Store, ich bin Minnie-Fan und liebe die Kaffee-Tee-Becher...!

Dann "Brown Thomas" - zugegebenermaßen ein Nobelkaufhaus, vergleichbar mit dem KaDeWe oder unserem Alsterhaus, nur nicht so groß, möglicherweise noch ein wenig exklusiver... aber mit wesentlich freundlicherem Personal.


 Da ich ein Make up suchte (brauchte! Meines ist - wie es mir immer geht - aus dem Sortiment genommen worden), ließ ich mir eines demonstrieren, am Ende mich kompett neu schminken... Das hat absoluten Seltenheitswert: Wer mich kennt, weiß, dass ich mir nicht freiwillig am Kopf herumfummeln lasse - Ausnahmen: Zahnarzt und Friseur.


Aber die Lady war so freundlich, und ich hatte Urlaub (= war entspannt), so ließ ich mich bepinseln und hörte mir englische Vorträge an. (Gottseidank sind unsere Begriffe aus dem Kosmetikbereich sowieso aus dem Englischen entlehnt!) Außerdem noch dies und das beguckt, gekauft... und uns glücklich gemacht :-)

AVOCA! Unser nächstes Ziel. Ein wunderbarer Laden mit original irischen Dingen, vor allem aus irischer Wolle... wenn die Decken (Plaids) nicht so teuer wären... ich bin/war bereits glückliche Besitzerin eines weichen pastelligen Schals aus Wolle von glücklichen irischen Schafen... und nun fand ich ein Paar Handstulpen, weich und weiß.



Wer neugierig ist, guckt sich im Internet um. Im Untergeschoss ist ein Café-Restaurant, wo es für uns einen leckeren Imbiss gab!


Unsere Shoppingtour führte uns zu der alten Markthalle, ich hatte schon früher berichtet...



Neugierig war ich auf UNIQUE, ein Geschäft mit gehobenem Kunsthandwerk, in dem ich vor einem Jahr schöne Dinge fand. Dieses Mal gab es nichts, was mir "kauf mich!" entgegen rief. Aber viele schöne Dinge waren dort zu sehen, vor allem die Tischlampen! (Zu groß für das Handgepäck, nicht zu teuer für die Handarbeit, aber zu teuer für mich, außerdem muss so etwas "passen".)

Am Ende der Markthalle "New Moon" - früher schon haben wir die schönen Schmuckstücke bestaunt, dieses Mal fand ich einen "Celtic Knot" - einen keltischen Silberknoten in genau der richtigen Größe aus Sterlingsilber. Nicht billig. Was ist schon billig? Aber angemessen. (Bestimmt richtig - inzwischen habe ich ihn schon häufig getragen!)


Mittwoch

Die Wettervorhersage kündigte das beste Wetter für Donnerstag an. Wir hatten einen Ausflug ins Auge gefasst, so dass wir ihn an diesem Tage für Donnerstag buchten.

Das Wetter heute? Nicht so ganz prickelnd. Aber es war noch ein Weg nach Dundrum ins Einkaufzentrum angedacht. (Wenn der geneigte Leser sich nun wundern sollte: Ja, ich kaufe leidenschaftlich gerne mit der Tochter in Dublin ein - manches war fast ein Jahr lang auf meiner Wunschliste, und ich habe mir ähnliche Dinge extra aufgespart für diese Gelegenheit.)

Stichwort INGLOT - Inglot-Kosmetik gibt es in Hamburg nicht, ich hatte vor einem Jahr zuerst dort Lidschatten gekauft (wer sich erinnern mag: sogar davon geträumt...!) und es gab zwei Farbschattierungen, die ich dort aussuchen wollte. Mit M. geht das sehr gut - ich habe immer noch nicht gelernt, einfach in die (Muster-)Farben zu fassen und sie auf dem Handrücken zu testen... bin noch aus der "fass das nicht an"-Generation. Jedenfalls konnten wir genau die richtigen Farben finden. (Inzwischen habe ich sie hier zu Hause ausprobiert und bin begeistert) - und glücklich gingen wir, nachdem wir uns auch anderweitig noch gründlich umgetan hatten, bei Boots gestöbert hatten, in einen nahe gelegenen Pub (Irland! muss sein!), den ich vom Vorjahr schon kannte, unseren Hunger stillten. Guinness!!! Durch einen Fehler ein großes Glas bekommen (Pint), obwohl ich immer ein "half pint" bestelle. Leidergottseidank ist es so lecker, dass ich es komplett vernichtete.

Donnerstag

In der Nacht zum Donnerstag wachte ich auf, weil mein Knie im Schlaf "gnuprs" gemacht hatte. Wer mich kennt oder mein Blog vefolgt, weiß, was das bedeutet... Wie froh war ich, als ich nach einer guten halben Stunde die Blockade lösen konnte!

Geradezu glücklich schlief ich wieder ein!

Pünktlich (mit Wecker) aufgestanden, weil wir zeitig zu unserer gebuchten Tour aufbrechen wollten...

8:00 Uhr, nur noch Schuhe anziehen - "gnurps" - Knie blockierte schmerzhaft und ließ sich nicht wieder lösen! (Am Ende hatte ich Schmerzen von meinen Entkrampfungs-und-Lösungsversuchen!) Boah, was war ich traurig. Knie kaputt, ich hausgebunden, Ausflug in den Sand gesetzt (war ja online schon bezahlt gewesen!) Aber: Wir waren ja in Irland, dem Land der freundlichen Mitmenschen!

Die Tochter telefonierte mit dem Veranstalter, und es war kein Problem, die Buchung auf den Freitag zu übertragen!!! Es blieb meine Angst, ob ich am nächsten Tage würde gehen (humpeln) können!

Hausgebunden also. Und das Wetter war so schön, der Himmel blau, die Sonne strahlte!!!

"Kein Hausarrest," meinte M., aber erstmal war doch Erholung und Füße hochlegen angesagt. Am Nachmittag dann ein kleiner Spaziergang mit Humpelbein, um zu sehen, ob ich es am nächsten Tag überhaupt schaffen würde!

Ich war schon froh, dass in meinem Reisegepäck immer eine elastische Binde ist, die Tochter hatte Voltaren Gel im Hause - ob es überhaupt nützt, weiß ich nicht, aber es ist immer mein Medikament der ersten Wahl bei diesen Knie-Geschichten!

Heldenhaft humpelnd also eine kleine Runde gedreht und einen kleinen LM-Einkauf gemacht. Es sollte wohl gehen am nächsten Tage... (Ich konnte noch glücklich sein, dass dieses nur ein "kleiner Vorfall" war, manchmal kann ich nach drei Tagen noch nicht einmal humpeln!)  Okay, die Hoffnung stirbt zuletzt... ;-)

Freitag

Burren & Cliffs of Moher BusTour

Mit Humpelbein, aber immerhin gehfähig, machten wir nun unseren Ausflug!!!

Das Wetter erfreute uns mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein, so dass wir an der Bushaltestelle (zu früh dort eingetroffen) bzw. an der Liffey noch einige tolle Fotos machten.




Um 09:15 Uhr traf der Bus ein, der mit der Richtung "Galway" ausgeschildert war. Wie die Tour weiter gehen sollte, merkten wir dann unterwegs: Alles bestens organisiert!

Zunächst fuhren wir also mit einem komfortablen Überlandbus Richtung Galway, bis er (hmja, extra für uns offenbar) hielt, wir ausstiegen und direkt von einem Busfahrer in Empfang genommen wurden, der uns zu seinem Bus führte... was sich dann noch ein Mal wiederholte...

Wir waren also in einem kleinen Reisebus unterwegs mit Plätzen für 16 Fahrgäste, es begrüßte uns Dave (?), der sich beschwerte, wir seien alle zu ruhig/leise - fortan unterhielt er uns mit Anekdoten über die Sehenswürdigkeiten und die Landschaften, durch die er uns fuhr.


The Burren, eine wirklich seltsame Gegend voller Steine, überall Mauern/Mäuerchen aus Stein, verfallene Klöster, Burgen und Kirchen, das Grasland scheint Steine zu gebären, wir fuhren in langgestreckten Serpentinen in die schwarzen, kahlen Berge. Nun stelle man sich bitte keine ruhige Busfahrt vor - es war auch auf den "geraden Strecken" ein einziges Auf und Ab, das mich an eine Achterbahnfahrt erinnerte!


Dave erzählte, dass die kahlen Berge eine Folge der Erosion, verschuldet durch die ersten Siedler, sind: Da die Bäume auf den Bergen am leichesten zu fällen/zu entwurzeln waren, rodete man dort das Land, in Folge dessen wusch der Regen den Erdboden fort -übrig waren und sind die schwarzen Felsen.

Das vorläufige Ende der Acherbahnfahrt war auf dem Parkplatz der "Cliffs of Moher", wo wir eineinhalb Stunden Aufenthalt hatten.

Die Cliffs!




Unglaublich große/hohe Cliffs, ein gewaltiger Felsenabbruch zum Meer hin, so etwas hatte ich noch nie gesehen!

Da dieses ein touristischer Anziehungspunkt ist, gibt es natürlich ein "visitors' centre" und eine terranssenförmige Anlage, von der aus die Cliffs gut anzusehen sind.



Für lustige Kletter- und Wandervögel gibt es auch Wanderwege oberhalb der Cliffs. Wir begnügten uns damit, die Cliffs anzuschauen, zu fotografieren und zu frieren! Immerhin war es Anfang Februar, also noch Winter, und ich war froh, eine Mütze im Gepäck gehabt zu haben: Ich habe also zum ersten Male seit vierzig Jahren eine Mütze getragen - das will etwas bedeuten!

Um 15 Uhr war Treffpunkt am Bus - allerdings fährt dieser Busfahrer nie ab, ohne die Häupter seiner Lieben gezählt zu haben... Er erzählte von einem früheren Ausflug, bei dem er einige Passagiere verloren hatte, welche er später eingesammelt hatte! Nachdem gegen halb vier auch die letzten Nachzügler eingetroffen waren, ging es los in Richtung auf einen Pub, bei dem wir Essen fassen konnten. Oh, ein sehr schönes Lokal, tolles Essen (Lachsrolle mit Zubehör...! )



Dann die Rückfahrt, welche eigentlich eine weitere Rundfahrt durch den "Burren" war, ab und zu hielt Dave an, damit wir die Aussicht genießen oder Fotos machen konnten. (Wirklich, so eine seltsame Landschaft habe ich noch nie gesehen, erstaunich und überwältigend, und das Meer leuchete überall türkis!) Das Wetter trübte sich allmählich ein, so dass ein Teil der Rückfahrt im Regen statt fand.




(Dieses Kirchlein ist ungefähr 1,50 m hoch, das kann man so gar nicht erkennen.)

Ich kann gar nicht zählen, an wie vielen alten und zerfallenen Kirchen, Türmen, Friedhöfen wir vorbei gefahren sind, und zu allem gehörte selbstverständlich eine Geschichte. Die Hauptpersonen hießen meistens O'Brian. Gelegentlich gab es einsam stehende Wohnhäuser, ganz selten Ansammlungen von zwei, drei, sechs Häuschen, das wird dann gleich ein "Village" genannt.

Schließlich "entlud" er uns in Galway, wo wir eigentlich eine Stunde Aufenthalt haben sollten, den wir für eine Stadtbesichtigung nutzen wollten. ABER:

Es goss inzwschen in Strömen, stürmte dabei, und ich war fix und fertig.

Ein Bus Richtung Dublin war startbereit, und es gab keine Schwierigkeiten, unsere Rückfahrt früher anzutreten! Diese war allerdings sehr anstrengend: Der Bus war knallvoll, die Sitzreiehn enger als im Flugzeug, die Luft sehr schlecht (ich wollte gern einen Moment schlafen, aber irgendwie signalisierte mir mein Körper dauernd Sauerstoffmangel!), dazu kamen Rückenschmerzen, die kaum auszuhalten waren... wir waren gottfroh, als wir in Dublin angekommen waren, machten die letzte Wegstrecke zur LUAS zu Fuß (Regen!) und fielen nach einem großen Becher Tee bald ins Bett.

Sonabend

Mein letzter ganzer Tag - so schnell läuft die Zeit!

Der Ausflug, so schön (wirklich!) und interessant er auch war, hatte mir wohl wieder die letzten gerade wieder aufgebauten Energien geraubt. Irgendwie war es zum Verzweifeln.

Im St. Stephen's Green entstanden ein paar schöne Sonnenscheinfotos:




Das Wetter war jedenfalls hübsch, und wir machten uns nochmal auf ins City Centre, spazierten bis zum Spire...






... guckten hier und dort in die Geschäfte, machten schließlich - von einem Moment zum anderen regnete es - Kaffeepause im Starbucks und danach einfach Shop-Hopping, was der Tochter zu einem tollen neuen Blaser verhalf... Auf dem Rückweg machte ich dann so schlapp, dass ich nicht einmal mehr einen Weg durch mein Lieblings-Enkaufszentrum machen mochte/konnte und wir den Tag ganz gemütlich beendeten. (Koffer packen.)

Sonntag

Kaffee. Frühstück. Letzte Sachen in den Koffer. Mit dem Aircoach zum Flughafen. Tschüß... auch nach all' diesenJahren kann ich meine "Kleine" nicht ohne ein paar Tränen verabschieden... Sicherheitskontrolle. Schuhe ausziehen und in die Kisten für die Kontrolle. Netbook auspacken war nicht erforderlich. Alles gut. Keine Handtaschenkontrolle dieses Mal.

(Das nervige Handgepäcksteil bei M. gelassen zwecks...?... Entsorgung?)

Dann das Übliche: Wait for gate. Irgendwann in den Flieger. Nur halb voll. Trotzdem auch hier: Keine richtige gute Atemluft. Gut/früh gelandet, von Tochter1 eigesammelt und nach längerer Fahrt (Stau auf der Autobahn) gut zu Hause angekommen. Aber erschreckend fix und erledigt.


Samstag, 22. Februar 2014

Fast fertig

Mit der Betonung auf "fast" - mein Reisebericht nämlich.

Aber nun muss er noch ein paar Stunden warten, schließlich gibt es ja noch ein Leben neben dem Internet.

Irgendjemand liest sich in diesen Tagen durch mein Archiv, ich wüsste gerne, wer das ist.
[Das wurde mir inzwischen tatsächlich beantwortet, super, danke.]

Mittwoch, 19. Februar 2014

Komm zu nix

Jedenfalls gerade nicht zum Schreiben. Ich gelobe Besserung. Vielleicht ja am Freitag, mal sehen.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Buch des Monats Februar: Die Prinzen von Irland

Mein zweiter Beitrag zur BuchBlogParade von Eva MariaNielsen.

Edward Rutherford, „Die Prinzen von Irland“ – Die große DUBLIN-SAGA
Wilhelm Heyne Verlag München, Taschenbuch, ISBN 978-3-453-47072-9

Mein Buch des Monats Februar

Warum eigentlich? Vor einem Jahr stand ich in Tara, bestieg die Hügel mit den Königsgräbern (rollte auch einen hinab, aber das ist eine andere Geschichte) und wusste nicht wirklich viel über die Geschichte Irlands. Mein Wissen beschränkte sich auf das, was Reiseführer bezüglich Dublin hergaben sowie erste Stadterkundungen, Kirchenbesichtigungen, Touristenprogramm eben.

Mein jährlicher Besuch in Dublin stand an. Seit Monaten lag nun dieses Buch hier, ich hatte es mir auf eine persönliche Empfehlung hin zugelegt, und „es guckte mich die ganze Zeit an."

Das Buch beginnt mit einer kleinen und sehr liebevollen Einleitung über die Entstehung der grünen Insel und Unterschiede gegenüber Britannien. Vieles scheint im Dunkel der Geschichte verloren zu sein, das Wenige ist gut aufbereitet ohne zu langweilen.

„Der Himmel war bereits klarer, blasser Azur. In wenigen Augenblicken würde vom Meer her die Sonne aufgehen. Schon war von der Ostküste der Insel aus längs des Horizonts ein goldenes Schimmern zu sehen. Es war die Wintersonnenwende, der kürzeste Tag des Jahres.“

Die eigentliche Geschichte beginnt im Jahr 430, als Deidre zum Hochsommerfest Lughnasa verkauft werden soll und sich während der Festvorbereitungen in den Prinzen verliebt, der als Säugling von einem Druiden mit einem Spruch belegt worden war:

„Conall soll nicht sterben,
bevor er erstens sein eigenes Gewand beerdigt hat,
zweitens bei Sonnenaufgang das Meer überquert hat,
drittens durch einen schwarzen Nebel nach Tara gelangt ist.“

Im Folgenden wird ein gewaltiges Wortgemälde vom Leben, den Sitten und Gebräuchen der frühen Iren entworfen, das dem Leser eine erste Orientierung gibt von einer Historie, die sich deutlich von der bekannten Geschichte Nord- und Mitteleuropas unterscheidet.

Da ich das Buch nicht fertig gelesen hatte vor meinem Abflug, nun gerade wieder zurück bin, warten hier die weitere Geschichten des (der) Prinzen und der Insel, deren Gras wirklich grüner ist als anderswo – und das Wasser leuchtet türkis.

Sonntag, 9. Februar 2014

Zurück

Reisebericht Dublin wird nachgeholt.

Zu viel gesehen, gemacht und manchmal einfach nur erschöpft ins Bett gefallen ;-) Keine Zeit für lange Berichte gehabt.

Rückflug war okay, Abholung durch die Große super - den Stau auf der Autobahn hatten wir nicht bestellt - aber angekommen

Erstmal bin ich etwas geschafft, werde meinen Koffer auspacken und einen entspannten Abend haben.

Samstag, 1. Februar 2014

Über das Bloggen

Der Artikel über die zehn Blog-Gebote von Eva Maria Nielsen hat mich ein wenig beschäftigt.

Interessant, wie unterschiedlich man zu seinem Blog-Baby stehen kann, abhängig davon, welches Ziel man damit verfolgt. Um es simpel auszudrücken: Wozu soll das gut sein?

Mein erstes Blog eröffnete ich 2001 oder 2002 mit dem einzigen Sinn und Zweck, die Zeit, welche häufig so schnell zu zerrinnen scheint, festzuhalten. Ganz bewusst erstellte ich einen Flickenteppich von Nebensächlichkeiten, die allerdings mir ganz privat als Erinnerungsstütze für die wichtigen Dinge dienten. Das ist auch das einzig verbindende Element zu meinem Blog in seiner späteren und immer noch aktuellen Form. (Also: die wirklich wichtigen Dinge sind nur an den Auslassungen zu erkennen – für Insider, und das ist mir wichtig.)

Nach einer Veränderung in meinem Privatleben machte ich eine lange Blogpause, löschte dann alle alten Einträge und startete 2007 nach meiner ersten Rom-Reise neu durch.

Sinn und Zweck war damals der Reisebericht, war die Einbindung und Verlinkung von meinen Fotos, ich wollte meine Eindrücke verarbeiten und (mit-)teilen.

Wen wollte ich und möchte ich noch erreichen?
Zuerst einmal schreibe ich für mich selbst. Das hilft, meine Gedanken zu sortieren, mir Dinge zu merken, und eben auch, mir kleine Zeichen zu setzen für die Dinge, über die ich bewusst nicht schreibe. Egal, wie schwer es fallen mag, manches bleibt privat.

Mein Blog ist und bleibt aber auch ein Weg, einigen Familienmitgliedern etwas zu erzählen, was dann im späteren Gespräch bei Bedarf vertieft werden kann. Sehr praktisch auch hier: Der Kampf gegen das Vergessen.

Im Laufe der Jahre hat sich der eine oder andere Stammleser gefunden, von manchen weiß ich, einige kenne ich tatsächlich,  viele scheinen auf ewig im Verborgenen bleiben zu wollen.

Es ist mir gar nicht so wichtig, besonders viele Leser zu bekommen, und obwohl ich mich über Kommentare jedes Mal wie verrückt freue (seit dem ich beschlossen hatte, generell Kommentare zuzulassen) – hier ist Kommunikation nicht der Hauptzweck.
  1. Finde dein Thema.
    Keines. Alles. Was mich gerade beschäftigt, mein Alltag mit allem Drum und Dran. Reisen, Computerzeugs, Bücher, Natur, Familie…

  2. Finde deinen Stamm.
    Siehe oben. Familie, Freunde, über Suchmaschinen kommende Besucher. Willkommen!

  3. Sei authentisch.
    Immer. Zu Beginn meines Schreibens nicht so einfach, ich wollte eine gewisse Qualität wahren, was sich dann etwas steif liest. Locker aus dem Handgelenk zu schreiben bringt einfach mehr Spaß, dabei fließen Emotionen und generell persönliche Färbung mit ein.

  4. Sei großzügig.
    Hmja. Großzügig mit allem, was ich teilen mag. Verlinken ja. Kommentare, so dann welche kommen, beantworten, gerne. Gastbeitäge: Nein. Mit einer Ausnahme vor einigen Jahren, ganz bewusst. Mein Blog. Meine Spielwiese.

  5. Überarbeite deine Beiträge.
    Meistens ja. Wenn ich veröffentliche, denke ich meist, der Text ist in Ordnung.  Beim späteren Lesen, das kann eine Stunde, ein Tag, eine Woche später sein, finde ich Wortdoppel, verkehrte Zeichensetzung, Tippfehler. Die werden dann korrigiert. Ansonsten habe ich nicht den Anspruch, perfekt zu sein. Aber ich gebe mir Mühe.

  6. Blogge regelmäßig.
    Meistens sowieso. Schon aus Spaß an der Freude. Gibt es ein paar Tage Pause, kommt ein Lebenszeichen. Das meist für die Familie gedacht ist.

  7. Rufe zur Diskussion auf.
    Ach nein, das ist mir nicht wichtig. Wer mag, darf sich äußern. Sonst gibt es eben Monologe hier, in Ordnung.

  8. Vermarkte dich selbst.
    Eher nicht. In seltenen Fällen ein Hinweis auf Facebook, aber ich mag nicht übertreiben. (Bescheidenheit ist eine Zier…) Vermarkten eines privaten Blogs ist auch eher nicht wichtig. Meine Meinung.

  9. Sei kritikfähig.
    Passt nicht zu meinem Blog, weil hier keine Kritik ankommt. Das ist eher ein Thema für Facebook. Wenn überhaupt.

  10. Schreibe!
    Ja, immer wieder gerne. Durch lesen und schreiben verändert sich der eigene Ausdruck, es fördert die persönliche Entwicklung in Bereichen, die in meinem Alltag zu kurz kommen.

St Brigids Day - 1st February

St Brigids Day - 1st February

Das ist ein sehr schöner und ausführlicher Artikel über die heilige Brigid (und passt nun gut als Einstieg in den Februar und meinen Ausflug nach Irland hier hin).