Samstag, 25. Oktober 2014

Dreht Euch nicht um, der Spam-Bot geht rum...

Nachdem nun ein paar Monate Ruhe herrschte und mein Passwort ausgewechselt war, hat der Übeltäter bzw. sein Programm wieder begonnen, mit meinen von yahoo offenbar abgefischten Adressdaten sein Unwesen zu treiben. Bitte keinesfalls auf irgendwelche Links in dubiosen Mails klicken! Seltsam anmutende Mails bitte löschen. - Ich habe dieses an eine kleine Empfängerliste gemailt, kann aber mit Sicherheit nicht alle Betroffenen erreichen...

Sonntag, 12. Oktober 2014

Buch des Monats Oktober - Deutschstunde

Mein neunter Beitrag zur BuchBlogParade von Eva Maria Nielsen.
(Denn der Juli musste hier leider ausfallen.)

Siegfried Lenz: "Deutschstunde"
dtv-Taschenbuch - ISBN 978-3-423-13411-8
(Es gibt viele verschiedene Ausgaben, meine erste war ein dickes, gebundenes Buch...)

Mein Buch des Monats Oktober

Warum eigentlich? Siegfried Lenz ist tot. Vergangene Woche gestorben.

Für mich bedeutet Siegfried Lenz die "Deutschstunde", auch wenn er natürlich wesentlich mehr geschrieben hat...

Die "Deutschstunde" war der erste Kontakt zu seinen Werken, ich habe sie zum ersten Male mit fünfzehn Jahren gelesen und ein Referat im Deutschunterricht darüber gehalten. Vor allem war ich beeindruckt vom norddeutschen Lokalkolorit - wie auf Knopfdruck sah und sehe ich in Gedanken den gewissenhaften, zu gewissenhaften, Polizisten Jepsen mit seinem Fahrrad im Sturmwind auf dem Deich radeln. In meinem Kopf entstehen die leuchtenden Gemälde des Malers Nansen, dem man nur zu deutlich den Emil Nolde (der bürgerlich ja "Hansen" hieß!) anmerkt, von der Obrigkeit verfolgt, denn seine Bilder galten als "entartete Kunst."

Deutschstunde - der Titel bezieht sich auf die Rahmenhandlung. Der Jugendliche Siggi J. sitzt in der Nähe von Hahnöfersand ein, ihm wird eine Strafarbeit aufgebrummt, ein deutscher Aufsatz. Und er beginnt zu schreiben, schreibt praktisch bis zum Tage seiner Entlassung, arbeitet seine Kindheit, seine Familie, alle Geschehnisse in seinem beschaulichen Ort während des Krieges auf.

Man braucht Geduld für diesen Roman, der, langsam zu lesen, geradezu beschaulich geschrieben ist. Langsam entrollt sich ein von Nordseewind und Regen, leuchtenden Gemälden und norddeutscher Sturheit getragenes Epos um "die Freuden der Pflicht."

"Wenn es bei uns regnet, dann verliert das Land seine Offenheit, seine schutzlose Tiefe, ein zerstäubter Nebel hängt über ihm und nimmt einem die Sicht; alles wird niedrig, verkürzt sich oder wächst sich schwarz und knollenhaft aus, und es lohnt sich einfach nicht, unter irgendein Dach zu treten, um ein Ende des Regens abzuwarten, denn das Ende läßt sich nicht absehen, man kann es nur nach einem Erwachen glücklich feststellen. Wenn es nur geregnet hätte, wären wir gemächlich nach Hause gegangen, das nehme ich doch an, aber das Gewitter trieb uns zum Lauf über die Düne, die reißenden Blitze über der See, der Donner, die harten Böen; das war kein Gehen unter der Wucht dieses Unwetters, wir taumelten über den stumpfen und nassen Sand der Düne, immer noch Hilke folgend, die jetzt auf die Hütte des Malers zulief, die Hütte erreichte und sogleich die Tür aufriß, aber nicht schloß, sondern in der dunklen, vom Regen schraffierten Öffnung stehen blieb, bis wir bei ihr waren. Sie rief uns in die Hütte hinein. Sie warf die Tür zu und seufzte zufrieden auf.

Den Riegel, sagte der Maler, du mußt noch den Riegel vorschieben, und meine Schwester schlug mit ihrem Handballen gegen den Riegel, und dann standen wir triefend in der Hütte des Malers."

Freitag, 3. Oktober 2014

Erfreulich... facebook...

Ja, ja... der Reisebericht Helgoland ist noch nicht fertig, ich weiß... trotzdem geht das Leben schon mal weiter.

Facebook wird vielerorts verdammt und verrissen - ich kann nichts Schlechtes dran finden... zuerst fand ich kürzlich mein Jungs-Patenkind nach 20 Jahren endlich wieder (eines fehlt noch!), heute dann eine Freundschaftsanfrage an meine damalige Freundin R aus Bayern geschickt ... genau wie mit meinem Patenkind dann über eine Stunde lang telefoniert...!

Und es war so als hätten wir uns gestern zuletzt gesehen! *freu*

Getagged: Familie (ich weiß es gerade nicht besser!)