Mittwoch, 31. Dezember 2014

Silvester

Schon wieder ist ein Jahr vorbei. Je älter ich werde, desto schneller scheint sich das Rad der Zeit zu drehen.

Seit langem feiere ich den Übergang von einem Jahr zum anderen nicht mehr, es sei denn, den "Kindern" kommt es gelegentlich in den Sinn "Mama, Silvester wie früher, mit Spielen und um Mitternacht draußen knallen" zu verbringen.

Mir scheint, ich habe schon alle möglichen Arten von Jahreswechselfeiern erlebt: als 18-jährige bei einer Massenveranstaltung in der Uni-Mensa (das verpflichtet dazu, hinterher zu behaupten, es sei unglaublich toll gewesen), später in der Stamm-Disco (was lustig war wegen der Freunde, aber an normalen Sonnabenden war es irgendwie noch lustiger), dann sehr schwanger mit gleichfalls schwangeren Jung-Familien beim Fondue (was Anfang der 80er Jahre gerade sehr in Mode gekommen war), später mit Baby bei der Freundin-Familie... es folgten Silvesterfeiern mit Kleinkindern "dürfen wir laaaange aufbleiben?!", mit Schulkindern (an den Sohn gerichtet, er möge sich mit den Knallkörpern "nicht erwischen" lassen), es wurden Knallerbsen geworfen und Bengalhölzchen abgebrannt.

Mehrere - es kommt mir wie eine unendliche Reihe vor - Silvesterabende wurden dann verbracht mit anderen Single-Müttern aus der fußläufigen Umgebung, jede brachte einen Salat mit (Kichererbsen! Nun nicht nur zur Geburtstagsfeier, auch zu Silvester!) und, ja, wir hörten laute Musik und tanzten mit den Kindern - insofern uns der inzwischen mit Silvesterschlangen behangene Weihnachtsbaum den Platz dazu ließ. Ein Beisammensein nur unter Frauen beim Raclette, was schön gewesen wäre, hätten sie nicht über die fehlenden Männer lamentiert und ihr Schicksal beklagt.

Später habe ich ein Silvester bei meinem damaligen Freund im Dienst im U-Bahn-Stellwerk verbracht (eine ganz neue Erfahrung), ein Jahr danach ganz klischeemäßig beim Ball in einer Tanzschule... Ein, zwei, drei (?) Jahreswechsel mit dem Schwager verbracht. Außerdem fällt mir noch der Abend ein, als eine Tochterfreundin (Kati) hier war und wir um Mitternacht - es war warm - nur mit Pullovern und langen Hosen und ohne Jacke (!) draußen waren, fast lebensmüde durch die Straßen und Wohnanlagen liefen (wegen der Böllerei). um meiner Tante Glück zu wünschen.

Ach, das sind noch längst nicht alle Stichworte, mir fallen noch so viel mehr (!) Begebenheiten respektive Feiern oder Vorkommnisse ein ... die kann ich in den nächsten Jahren an dieser Stelle bei Bedarf einbauen, aber, was ich eingangs meinte, ich habe irgendwie "alle durch."

Und bin ganz zufrieden, hier einen ganz normalen Tag zu haben, mir lecker Essen zu kochen, einen Schluck Wein zu genießen und um Mitternacht auf der Terrasse zuzusehen, was die Umgebung in die Luft verpulvert. Mit Glück habe ich eine klare Sicht und es ergeben sich vielleicht ein paar interessante Fotos. -

Ich hätte nun hier eine Menge an Bildern einfügen können, was ich unterlasse mangels derzeit kompatibler technischer Ausrüstung. Außerdem... vielleicht brauche ich sie zu einem späteren Zeitpunkt noch, wer weiß?

Auch ich bin nicht davor gefeit, mir Gedanken über das vergangene und das kommende Jahr zu machen. Dieses Jahr war sehr anstrengend und streckenweise auch traurig, erschütternd, verärgernd und kräftezehrend.

Trotzdem bleiben in guter Erinnerung:
Die Gesundheit ist stabil geblieben!
Mein wohl vorerst letzter Besuch in Dublin. Danke Tochter02 für alles.
Viele nette Leute, die ich im Umfeld der ebenfalls Lungenkranken kennen gelernt habe. (Dazu gehört der Besuch der Veranstaltung in Nürnberg, die "besonders" war, da sie inhaltlich erstklassig daher kam!)
Die besondere Zeit mit der Tochter01.
Die Renovierungsarbeiten und damit verbundene Neuanschaffungen...
Mein Kurzurlaub auf Helgoland.
Trotz aller Trauer neu gefundener Zusammenhalt in der Gesamt-Familie. (Fehlt einer.)

Bleibt gesund, freut Euch auf ein neues und spannendes 2015!

Montag, 29. Dezember 2014

Netbook ASUS und Vista-PC

Das Netbook gekauft im Juli 2013, der treue Leser wird sich erinnern.

Trotzdem es sich für mich als Beinahe-Fehlkauf erwiesen hat (Tastatur ist ein Unding für Schnell- und Vielschreiber, die Akkulaufzeit unter aller Kanone - leer nach drei Stunden, Ladezeit fünf Stunden), habe ich den Komfort genossen, ein kleines und flexibles Gerät zu Hause jederzeit bereit und in Griffnähe zu haben.

Da mein "großer" Computer nachhaltig seinen Dienst verweigerte, war das Netbook mein ständig benutztes Gerät, ich habe meine Fotos drauf gespeichert, alle Mails incl. jahrelang gewachsenem Archiv, meine Termine, gescannte Bilder...

Eine ganze Weile hatte es nun "gemuckt", wollte das Ladekabel nicht mehr so gerne als Stromquelle akzeptieren, allerdings waren mir ja allerlei Tricks eingefallen, um es doch noch zu überzeugen. Bis zum Tag vor Heiligabend!

Im Internet mit meinem kleinen, bescheidenen Handy unterwegs zu sein, ist wahrlich eine Geduldsprobe, was nicht am Netzanbieter liegt (man erinnere sich: Anbieterwechsel, alles gut jetzt), sondern daran, dass ich keine hunderte von Euro in die Hardware investiert hatte. Was für den normalen Alltag vollkommen in Ordnung ist...

Heiligabend ist Heiligabend, da wird nicht gebastelt! Traute Familienidylle unterm töchterlichen Tannenbaum.

Am ersten Feiertag aber. Da war ich nämlich nicht verplant. Das Gehäuse des großen, etwas in die Jahre gekommenen PC hatte mir mein Schwager kürzlich geöffnet (original verschlossene PC-Gehäuse sind ein Unding für Frauenhände, jedenfalls ich habe nicht so viel Kraft), und nun rückte ich ihm mit Pinsel und Staubsauger, Microfasertuch zu Gehäuse. Als alles blitzte und blinkte schnell nochmal alle Steckverbindungen überprüft... dann der Härtetest: Angeschlossen und in Betrieb genommen.

Einfach so.

Ohne zu murren verrichtet der PC seither seinen Dienst.

Okay, Updates scheint es für Vista nicht mehr zu geben. Um zu skypen musste ein Headset angeschlossen werden, inzwischen brachte der Schwager eine kleine WebCam mit, die mittlerweile auch getestet ist...

Dieser PC, jahrelang liebevoll von mir "Compi" genannt, ist nun kein Ersatz fürs Netbook, scheint aber immerhin so ein rechtes Arbeitspferd zu sein. Im Moment genieße ich gerade den Luxus meiner Cherry-Tastatur.

Übrigens, um flexibel zu bleiben und mein künftiges Reisegepäck zu verringern, ist seit drei Tagen hier auch ein ganz kleiner Tablet-PC eingezogen - mit Windows 8, das ich ja schon vom Netbook kenne. So weit, so schön.

Vorhin nun das Netbook zur Reparatur gebracht. Es muss ja "nur" die Steckerbuchse in Ordnung gebracht werden, trotzdem konnte mir der Service-Mensch nicht garantieren, dass Festplatte und Daten nicht angefasst werden. Er hat allerdings einen Hinweis "Daten müssen erhalten bleiben" mit auf den Reparaturauftrag geschrieben. Ärgerlich ist, dass ich vor Wochen eine wahre Scan-Orgie gemacht habe und das Ergebnis als Online-Fotoalbum einem heutigen Geburtstagskind zur Verfügung stellen wollte. In keiner meiner Datensicherungen ist dieses Familienalbum bisher enthalten, habe gerade alles geprüft.

Tja.

P.S. Für wen nun dieses Fotoalbum gedacht war, das ist wieder eine andere Geschichte.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Protokolle Nürnberg

Als ich schon dachte, sie kommen gar nicht mehr, habe ich gestern die "Protokolle Nürnberg" plus eine andere Publikation in der Post gehabt. Die Protokolle sind sehr gut gelungen - war schon richtig, dass ich nur ganz wenige Notizen gemacht hatte! http://www.alpha1-netzwerk.de/

Die Protokolle sind super, ich kann mich teilweise ganz genau erinnern - ich bin aber auch der Meinung, dass Tonmitschnitte gemacht wurden, somit ist klar, dass die Abschriften "passen."

Auch schön, dass die Grafiken der Präsentationen aufbereitet wurden und mit zur Verfügung gestellt werden.

Auf jeden Fall ist das die erste Info-Veranstaltung gewesen, bei der ich war, und ich bin froh, dass dort die Patienten nicht für dumm gehalten wurden, sondern dass wissenschaftliche Zusammenhänge gut dargestellt wurden.

Samstag, 20. Dezember 2014

Ernährung bei COPD

Ich habe keine "normale" COPD - früher ganz allgemein mit "Raucherhusten" bezeichnet. Ein Alpha-1-Antitrypsinmangel äußert sich jedoch meist irgendwann mit Symptomen, die einer COPD gleichen. Unterschied ist einzig beim Lungenemphysem, dass dieses "unten" sitzt, bei "normaler" COPD eher "oben". Die Behandlung ist z.Zt. die gleiche - zu wenig ist bisher erforscht.

Bei facebook bin ich  Mitglied einer Gruppe, die sich mit "gesunder Ernährung  bei COPD" beschäftigt. Alle Mitglieder posten voller Begeisterung Fotos von ihren Gerichten, irgendwann schrieb die Besitzerin der Gruppe, dass sie nicht zufrieden sei mit den Inhalten, sie selber ernährt sich "low carb" und glutenfrei. Es kamen auf diesen Post bisher nur wenige Reaktionen, keine Antwort auf meine Äußerung, was denn nun gewünscht sei...

Ich kann nicht ohne Kohlehydrate sein - spätestens nachts werde ich vor Hunger wach, wenn ich abends zu wenig Kohlehydrate gegessen habe. Meine Richtlinie ist "ohne Zusatz von raffiniertem Zucker" - denn vor zwei Jahren wurde ein grenzwertiges Blutergebnis festgestellt. Seither vermeide ich alle Zusätze von Zucker (bei allen Packungen von Lebensmitteln --->>> LESEN!!!) und habe auch eine Menge Kilogramm abgenommen....

Mich stört in der Gruppe, dass immer wieder gepostet wird von:

Gerichten, die
  • sehr viel Zucker enthalten
  • oder viel Fett
  • oder zu viel Fleisch
schade, dass die "group-Eigentümerin" dazu nicht klar Stellung genommen hat!

Ich selber fahre gut mit einer "normalen" Ernährung, die so wenig Zucker wie möglich, reichlich Obst und Gemüse, ausreichend Kohlenhydrate durch (möglichst) Vollkorn enthält, wenig Fleisch (bekomme Bauschmerzen von zu viel!)

Freitag, 19. Dezember 2014

Hamburger Weihnachts-City

Ich bin ja turnusmäßig jede Woche in der City, und in dieser Jahres-/Weihnachtszeit ist die DigiCam immer in der Handtasche... Ohne viel Gerede kommen hier einfach mal ein paar Fotos:






Noch mehr Fotos hier.

Weihnachtszeit ist Blumenzeit

Nie habe ich so viele wunderschöne Blumensträuße in meiner Wohnung, wie kurz vor Weihnachten! Kaum finden sie Platz, denn die sehr reichliche Adventsdekoration belegt "eigentlich" schon alles.

Vom Steuerbüro:


Von der Chefdame:


Von Herrn G - Leitender Angestellter i.R eines Großkunden:


Hätte ich (m)eine Tochter in der Nähe, hätte ich wohl einen weiter gegeben - nun habe ich für alle ein schönes Plätzchen gefunden!

Befindlichkeiten

Just for the records:

In den letzten Tagen hatten wir seltsames Wetter, sehr viel sehr feiner Regen, sehr mild, keine Luftbewegung. Ganz klar, dass es mir dabei nicht gut geht. Gestern Abend dann auffrischender Wind, heute erst Regen, nun sogar sonnig - aber mir geht es immer noch nicht so toll. In Ruhe normale Sauerstoffwerte, kaum gehe ich ein paar Schritte, geht's ab unter 90. Bei Belastung - möglich. Aber eine Runde durch die Wohnung??? Der Heimweg war auch nicht so dolle - aber ich hatte auch meine Tüte von des Chefs liebster Weihnachtsbeschäftigung ("Tombola") plus den riesigen Blumenstrauß zu schleppen.... Schade, ich wäre gern zum 2. Geburtstag des Amelie-Mädchens gegangen. Aber so... Viertelstunde Weg wäre mir heute zu heftig. Kommen wieder bessere Tage!

Sonntag, 14. Dezember 2014

Loriot: Advent

Ob ich es hier schon mal hatte? Ein Klassiker, so gut wie makaber:

Henk und Henri - Kekse

Ich folge Henk und Henri auf facebook, finde die Kekse wunderschön anzusehen. Wollte meinem Bruder und meiner Schwägerin die Hochzeitskeskse als Verpackung fürs Geldgeschenk bestellen... und bin deshalb jedes Mal unglücklich, wenn ich die neuesten Kekse sehe - aber sie sind wirklich zauberhaft!

Einfach ansehen und freuen, inspirieren lassen...

Senseo - neue von Privat...

Seitdem meine Senseo-Kaffepad-Maschine vor längerer Zeit den Geist aufgegeben hat, überlege ich, ob ich eine neue haben möchte. Ich habe noch einen reichlichen Vorrat an Kaffeepads. Media-Markt nimmt 54 Euro für das Standardmodell, und ich hätte fast zugegriffen, als ich dort kürzlich Besorgungen machte... Nun kann ich gebraucht eine für die Hälfte bekommen... mit Bringeservice - von Privat. (Weil da jemand so nett sein und sie mir vorbei bringen möchte...) Merke: Sie ersetzt nicht meinen Standardkaffee, ohne den ich morgens nicht in Gang komme. Aber alle die Pads mit den aromatisierten Spezialkaffees, sie waren so ein kleines "Extra" im Alltag... ich glaube, ich freu mich.

Natürlich ist es schwierig, die Sache zu beurteilen. Kaffeepads sind überproportional teuer im Gegensatz zu normalem Kaffee, "schlimmer" noch sind die Kapseln, die manche Maschinen benötigen, weil damit auch noch eine Menge Aluminium-Müll fabriziert wird.

Aber brauchen wir alle nicht manchmal ein kleines "Extra"?

Freitag, 12. Dezember 2014

Kein Buch des Monats

... ich schaffe es einfach nicht, die Zeit läuft mir davon.

Zumindest nicht zum festgesetzten Termin, vielleicht nach Weihnachten, ganz bestimmt nicht vorher.

Ungern enttäusche ich meine Leser, aber - no chance, höhere Gewalt sozusagen.

Samstag, 6. Dezember 2014

Gewinn

Ich bin so eine Kandidatin für nette Kleingewinne... im Laufe meines Lebens, so weit ich mich erinnere, habe ich gewonnen:
  1. eine Höhensonne, 1980 *das* Ding überhaupt, für Zuhause, zur Bräunung. Für mich toll, weil UV-Licht auch gut gegen Akne war, mit der ich Jahrzente wirklich geschlagen war. Bis das Ding kaputt ging, was ich daran merkte, dass ich trotz sachgemäßer Nutzung plötzlich einen gefährlich aussehenden Sonnenbrand hatte. Gewonnen in einem Preisausschreiben des Hamburger Abendblatts.
  2. ein Kochbuch, auch irgendwann in den 80ern. Der erste Preis wäre eine super-duper Einbauküche gewesen. Gewinnspiel eines Küchenstudios.
  3. ein Lipgloss von Clinique, gewonnen in einer Internet-Adventsverlosung, das könnte so 8 - 10 Jahre her sein. Das Teil war so gut, dass ich es später noch nachkaufte.
  4. einen Bernsteinanhänger am Lederband im Adventskalender 2010, nachzulesen auch hier. Das Schmuckstück ist inzwischen im Besitz des Töchterleins.
  5. ein hübsches Lesezeichen von meiner italienischen Sprachschule in Florenz. Vor zwei Jahren (glaube ich) im Adventskalender
  6. eine Sprachlern-CD von The Grooves, hier im Blog nachzulesen. Spanisch. Ich hätte Italienisch haben können, aber die besitze ich bereits. Kann also gelegentlich meine Spanischkenntnisse prüfen. Habe nur Angst vor der Sprachverwirrung und warte noch ein Weilchen.
  7. einen Kalender von Wohnen & Garten, auf der facebook-Seite der Zeitschrift war irgendwo ein Link zu einer kleinen Online-Umfrage, an der ich teilgenommen habe. Und danach total vergaß. Vor zwei, drei Tagen, teilte man mir mit, dass ich einen der zehn verlosten Taschenkalender gewonnen hätte und fragte meine Postanschrift ab. Heute war er in der Post. Passend zum Nikolaustag, wie schön! Der Kalender ist zauberhaft, ein wenig zu groß, um ständig in der Handtasche herum geschleppt zu werden, aber wunderschön, um darin zu lesen oder, vielleicht in Schönschrift, die edle Gestaltung lädt förmlich dazu ein, Notizen zu machen? Ich freu mich jedenfalls!


Weihnachtsbaum für Heimwerker

Bei facebook gefunden, das möchte ich meinen Stammlesern nicht vorenthalten!

Nikolausi

Happy Nikolausi!

Wieder ausgegraben: Wie der Nikolaus entzaubert wurde.

Freitag, 5. Dezember 2014

Oh. Alles ändert sich.

Oder: Ich bin gezwungen, flexibel zu sein. Auch notfalls gegen meinen Willen :-)

Kommt man  "in die Jahre", so wird man (frau) irgendwie abhängig davon, was der werte Nachwuchs so veranstaltet. Alles hat immer Auswirkungen auf jeden.

Im Januar wird sich die Familie vergrößern, zur allseitigen Freude. Wenn er denn nicht sogar beschließen sollte, vor der Zeit, vielleicht als Christkind oder als Silversterscherz, das Licht unserer Hamburger Welt zu erblicken? Geplant, gehütet und "inside" gepflegt und gehätschelt, wird es dann für ihn, so etwa zum Geburtstag der Großen, auch Zeit, uns mit seinem Gekrähe zu entzücken :-)

Und kurze Zeit später, so hörte ich heute, wird *mein* jüngster Nachwuchs zwecks beruflicher Weiterentwicklung eine große Portion Verantwortung übernehmen, dazu zwar nach D-Land - aber nicht nach Hamburg - zurück kommen... Dublin adieu. Ein Haushalt wird umgesiedelt.

Alles toll - aber meine Weihnachtsfeiertage werden irgendwie seltsam, anders, sein als in den letzten Jahren. Und ausgerechnet jetzt bin ich firmenseitig "gezwungen", meinen Resturlaub zu nehmen. (Sonst hatte ich um die Jahreswechsel-Urlaubstage kämpfen müssen, jetzt, wo ich sie gar nicht brauche... Auch so ist das Leben manchmal.)

Sonntag, 30. November 2014

1. Advent: Weihmachtsmärkte in Hamburg

Vor einigen Monaten mit Andreas von der Mein altes Hamburg-facebook-Seite in Kontakt gekommen... festgestellt, dass unsere Väter Arbeitskollegen bei HDW gewesen sein müssen... heute dann endlich mal persönlich kennen gelernt. Über einige der Hamburger Weihnachtsmärkte gestromert.

Weihnachtsmarkt Spitaler Straße
Es schienen mir merklich weniger Buden aufgebaut zu sein, auch das Publikum war nicht so viel... kein Gedränge, ich fand's gut...


(Oh, ein altes Kinderkarussell!)


(Alle Jahre wieder die Vogelhäuschen!)

Historischer Weihnachtsmarkt auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz
Auch hier sehr angenehm, dass man, im Gegensatz zu früheren Jahren, ohne Gedränge bummeln und gucken konnte!



("Schaumküsse" in allen (un-)möglichen Geschmacksrichtungen)


(Es glitzert! Ich muss gucken...)

Dann zum Weihnachtsmarkt an der Petrikirche...
Sehr hübsch und irgendwie niedlich.



(Der Blumenstand vor der Kirchentür)


(Werkzeug und Schrauben aus Schokolade!)

Am Ende landeten wir "unter Dach und Fach" auf ein Käffchen... in einer besonderen Bäckerei.
Man sollte es kaum glauben: Es war richtig kalt! Seit zwei, drei Tagen scheint es tatsächlich Winter zu werden!

Ein wirklich sehr interessanter Nachmittag!

Opa ruht im Ohrensessel...

Opa ruht im Ohrensessel,
mit der Zeitung in der Hand

und die Oma löst die Fessel
von dem Braten ganz entspannt.

In der Küche blühen Fenster,
draußen ist es bitterkalt
und es ziehen Rauchgespenster
durch den schmalen Deckelspalt.

Sie verbreiten Festtagsdüfte,
kitzeln Opas alte Nas',
wirbeln Schatten durch die Lüfte,
blasen Kerzen nur zum Spaß.

Und im Ofen geht der Stollen,
später wird er schneebestäubt
und die kleinen Kätzchen tollen
bis sich Opas Nacken sträubt.

Langsam geht es an die Tafel,
alle Geister sind dabei,
große, kleine mit Geschwafel
schlemmen Omas allerlei.

Draußen leuchten Sternenlichter,
leise rieselt Pulverschnee,
alle rücken etwas dichter,
in dem Haus der guten Fee.

Immergrüne Tannenzweige,
schmücken einen Lichterkranz
und der Opa greift zur Geige
spielt zum leichten Flockentanz.
 

© Gabriela Bredehorn, 2011

Im Deko-Rausch

Irgendwann war ich dann geflashed... konnte kaum aufhören mit Weihnachtsdekozeugs...







Jedes Zimmer ist nun reichlich versorgt, nachdem ich mich so richtig ausgetobt habe ;-)

Samstag, 29. November 2014

Winter-Weihnachtszeit: Start

Wie in jedem Jahr trifft mich die Adventszeit völlig überraschend und mit voller Wucht.

Neue Lichterketten sind besorgt, und der Schwager hatte eine kreative Idee zur Befestigung. Denn: Nach der Renovierung des Schlafzimmers in Verbindung mit reichlichem Höhenwachstum meiner Botanik musste eine neue Art der Befestigung bzw. Aufhängung her!

Gestern Abend habe ich - und das war die allererste Saison-Deko - drei brandneue Glaselemente ganz simpel an meiner Schlafzimmerlampe aufgehängt. Alles Geschmacksache, ich finde es lustig.


Dann einen Apfelkuchen gebacken als Lohn für M, der mich heute mitsamt Befestigung besuchte...


Gemeinsam bummelten wir die Lichter auf, hinterher wurde noch lange am Küchentisch geklönt.



Nun denn, es warten Tannenzweige darauf, dass sie zur Wohnungsdekoration verarbeitet werden!

Sonntag, 23. November 2014

Brillenupdate

Die Office-Brille hat nun ihre erste Einsatzwoche hinter sich.

Und ich bin begeistert. Keine Probleme, die Schmerzen im Nacken und im rechten Arm sind deutlich rückläufig (also sitze ich vermutlich entspannter vorm Arbeits-Monitor). Wenn ich durch das Büro gehe, habe ich nichtmal den Drang, sie abzunehmen.

Die alte Brille musste ich meistens abnehmen, weil die Umgebung dann verzerrt war, diese Brille verzerrt nicht, sondern lässt alles außerhalb des Scharfsichtbereiches einfach etwas verschwommen aussehen. Was mich gar nicht zu stören scheint. Ich wundere mich ja selber.

Fazit: ERFOLG!

Netbook-Ladekabel-Update

Update zur Ladekabel-Problematik.

Meine mittelschwere Verzweiflung ist allgemein hinreichend bekannt.

Als gar nichts mehr ging, nahm ich - Frau mit allerlei Maniküre-Utensilien - dieses Orangenholzstäbchen zur Hand, welches ja an einem Ende ganz spitz zuläuft, und "prökelte" ein wenig in der Buchse des Netbooks sowie dem zugehörigen Stecker des Ladekabels herum... stöpselte es ohne viel Hoffnung ein...und ZACK! war die Verbindung hergestellt!

Ob ich nun damit irgendwelche (welche???) Verschmutzungen entfernt oder die Positionierung der Buchse geändert habe - man weiß es nicht.

Einzig notwendig ist noch eine ganz spezielle Lagerung des Kabels bzw. des Steckers, damit der Kontakt hält. Aber ich kann Netti scharf angucken.... oder die Tastatur malträtieren... die Verbindung bleibt bestehen. Allein das Phänomen, dass bei Erreichen von 100 % irgendwann das Ladekabel "off" geht, erschließt sich mir noch nicht.

ABER ich drohe dem Netbook weiterhin: bist du nicht artig, wirst du platt gemacht, eingeschickt (Garantie!) und ersetzt!!!

DPD und meine Weihnachtslichter

Ich mag Weihnachtslichter in meinen Fenstern. Sehr. Wenn ich abends nach Hause komme und ich draußen vorm Haus schon mit Lichtern begrüßt werde, wärmt es mir das Herz.

Meine "Eiszapfen-" oder "Eisregen"-Lichterkette hatte vergangenes Jahr schon so viele Ausfälle, dass ich eine neue brauchte.

In der Stadt bei Butlers geguckt, weil ich sowieso jede Woche in der Nähe bin... keine Eiszapfenlichter. Na ja, hübsche ganz kleine Sternchen... nett, könnte ich ersatzweise nehmen... an der Kasse gesehen: 59 Euro!!! Ohne Lichter nach Hause...

Am selben Abend bei amazon  gesucht und bestellt - alles, was das Herz begehrt. Preis in Ordnung, kein Problem.

Aber nun! Am Donnerstagabend fand ich eine Nachricht in meinem Briefkasten vor, die Sendung sei... hinterlegt in einem Ladengeschäft im Neugrabener Zentrum. Bedeutet für mich: je eine halbe Stunde Weg hin und zurück ... das ist doch keine Zustellung! Auf der Karte war durchaus vorgesehen, bei Nicht-Zustellung eine alternative Adresse mitzuteilen. Wenn die Nachbarschaft nicht da ist (hat der Zusteller überhaupt bei irgendwelchen Nachbarn geklingelt???), kann ich immer noch unsere Büroadresse angeben und die Sendung umleiten. Aber so???

Ich ziehe durchaus in Erwägung, den langen Weg auf mich zu nehmen, habe aber trotzdem erstmal den Versender via amazon kontaktiert und mein Problem mitgeteilt. Vielleicht hat er ja den Willen und die Möglichkeit, hier einzugreifen?

Bis zum nächsten Wochenende allerdings muss ich die Lichter hier haben, denn... eine Frage bei facebook gestellt, wie ich das nach meiner Renovierung nun am Fenster befestigen könnte, rief umgehend meinen Schwager M auf den Plan, der eine sehr gute Idee und mittlerweile die Befestigung bereits zu Hause hat! Und dann soll alles hergerichtet werden...

(Der beste Paketservice ist und bleibt DHL, dann liegt die Sendung bei der Post... ganz einfach - alle anderen sind unglaublich umständlich, wenn man bei Zustellung nicht im Hause ist!)

Lesezeichen: COPD

http://www.lungeninformationsdienst.de/

Interessant. Zumindest für mich.

Mittwoch, 19. November 2014

Am Axxxx der Welt

... lebe ich.

Heute: Friseur im Hause Karstadt. Festgestellt, dass ich mehrere Wochen nicht mehr in meinem Lieblingskaufhaus gewesen bin. Ganze Abteilungen sind komplett verschwunden, unter anderem Unterhaltungselektronik/ Musik/Computer (Speichermedien gehören nun zur Abteilung "Papierwaren"!), Spielzeug taucht nicht mehr auf der Infotafel auf, das scheint nun scheint eine jahreszeitliche Sonderabteilung zu sein. Die Fotoabteilung, welche zum Schluss nur noch aus ein paar Digitalkameras, einem Scanner, dem Angebot von Fotobüchern von CeWe sowie einigen Bilderrahmen bestand, ist verschwunden! Vorgenannte Papierwarenabteilung ist geschrumpft, die Bücher sind verschwunden. Die Süßigkeitenabteilung wurde vergrößert, Weihnachtsdeko findet sich auf der Sonderfläche im Untergeschoss. Das allerdings ist okay, die Abteilung ist (zumindest jetzt vor dem ersten Advent) ganz wunderbar... und schon wieder musste ich ein-zwei-drei Kleinteile einkaufen...

Aber: nicht gefunden habe ich Akkus für das Telefon der alten Dame.

Muss ich jetzt für zwei Akkus zum Elektrofachhandel gehen? Zum Media-Markt gar?
Wo sind die Sonderangebots-Notebooks (Karstadt hatte immer die Auslaufmodelle zum deutlich reduzierten Preis!) geblieben? Gibt es hier am Ende der Welt wirklich nur noch den Media-Markt für sämtliche Bedürfnisse? Von Kaffeemaschinen, Kühl-Gefrierschränken, Waschmaschinen und so weiter gar nicht erst zu sprechen...!

Dienstag, 18. November 2014

Netbook ASUS F201E - Probleme Ladekabel/Netzteil

Das Netbook, gut ein Jahr alt, überzeugt mich nicht.

Damit, dass die Tastatur nicht mir mir (als Vielschreiberin) kompatibel ist, habe ich mich irgendwie arrangiert. Ebenso mit Windows 8, zwangsweise jetzt 8.1. Und mit den teilweisen Merkwürdigkeiten überhaupt. Schade eigentlich. Das Display ist super-super-toll. Das war's auch im Wesentlichen.

Und nun: Das Ladekabel/Netzteil will nicht. Hoffentlich nur das und nicht die interne Buchse... Da das Netbook bei meiner Art der Nutzung (ich mag es nicht, wenn das Display sich alle zwei Minuten dunkel schaltet...) nur maximal 3 oder 4 Stunden durchhält (bin Samsung-verwöhnt...!), habe ich es meist direkt am Netz betrieben. Aber. Das. Ladekabel. Lädt. Nicht. Mehr. - Fast. Nicht.

Das war klar und deutlich?
Es hat entweder einen Kabelbruch direkt hinter dem Stecker - ODER???
Ein orignales ASUS-Ersatzteil kostet so viel wie beinahe ein halbes neues Netbook.
Der Versuch mit einem TRUST-Ladekabel von Saturn war eine Enttäuschung, zum Ladegerät gehören gefühlte fünfhundert Adapterstecker, die Leistung hatte mir der Angestellte/Verkäufer eingestellt... der Kontakt kam gar nicht erst zu Stande. Die Rückgabe war praktisch problemlos - wenn man davon absieht, dass der involvierte Angestellte unfreundlich war.

Also habe ich kürzlich ein Kabel von einem Drittanbieter im Netz bestellt in der Hoffnung, es möge umgehend hier eintreffen. Hoffen hat ja noch niemandem geschadet. Aber auch nicht genützt. Man mahnt per Mail bereits an, dass ich den Eingang noch nicht bestätigt hätte. Hier ist kein Eingang weit und breit festzustellen.

Und ich kann derzeit das Netbook nur noch aufladen, wenn ich es fest auf dem Schoß halte, mit der linken Hand den Netzstecker auf ganz spezielle Art und Weise fest, sehr fest, halte - und viel Geduld habe! Nach einer Stunde war es dann vorhin auf ca. 45 % aufgeladen - was jetzt, nach einer halben Stunde Aktivität, reduziert ist auf 17 %. (Bei 12 % gibt's Alarm, die Kontrollleuchte blinkt hekisch, ich werde mit Meldungen traktiert, dass ich das Netzteil anschließen möge... aus die Maus.)

Und das mir! Feierabends LEBE ich praktisch im Netz :-((

Illustrator gesucht, just for fun

Ein Facebookfreund aus Hamburg möchte etwas aus der teilweisen recht frechen Musik seines Großvaters machen, möglichst Videos... und sucht jemanden, der Lust hat, Illustrationen passend zu der Musik/den Texten anzufertigen. Ohne Bezahlung, einfach nur aus Spaß und für den Ruhm.

Einer der Leser weiß, warum ich die Anfrage hier in mein Blog schreibe... Interesse beim Filius?

Freitag, 14. November 2014

Neue Office-Brille

Liebe Leser,

ich bin hier ja im Allgemeinen sparsam mit Fotos von mir, aber ich habe heute meine neue Office-Brille abholen dürfen - über die Kosten decken wir ja den Mantel des Schweigens...


Die Optikerin hatte sich letzte Woche mit mir eineinhalb Stunden Mühe gegeben... die Verordnung von meiner Augenärztin, bei der ich kürzlich war, nachdem die Pollensaison vorbei ist und meine Augen sich beruhigt haben (diesen Sommer hatte ich ja extreme Augenprobleme und war als Akutfall direkt vormittags vom Büro zu einer mir bis dahin unbekannten Augenärztin gefahren!), hatte ich dabei, aber es gab noch allerhand zu besprechen (da ich zwei Verordnungen habe, welche war nun welche?)....

Der Austausch der Gläser für meine einfache Lesebrille, die ich Zuhause immer benutze, war eine einfache Angelegenheit. Vorgestern erledigt.

Heute war nun dieses Modell fertig. Das Brillengestell gefiel mir auf Anhieb - was natürlich ein wenig "fies" von Frau W. war, mir dieses als erstes zu präsentieren... danach konnte mich keines mehr überzeugen... Aber im Ausgleich zum teuren Gestell bekam ich einen Nachlass von hundert Euro - als Stammkundin. (Nichts gegen Fielmann, aber in diesem Geschäft zählen der persönliche Kontakt und die gute Beratung! Die Gläser gehen sowieso "nach Liste"...)

Jedenfalls habe ich diese Arbeitsplatzbrille nun ein wenig zur Probe getragen ("Raumgleitsichtbrille" vom Nahbereich, ca. 30 cm, bis ca. 3 m Entfernung) und habe den Eindruck, dass mit dieser Sehhilfe nun alles seine Richtigkeit hat. Damit sollten sich meine Augenprobleme und Nackenverspannungen so ganz allmählich in Luft auflösen.

Und... warum so eine schöne Brille für die Arbeit? Weil mich dort jeden Tag viele Leute sehen, auch Geschäftsbesucher kommen, ich mich jeden Tag konsequent style mit Schmuck und Schminke...
--->>> also für mich WICHTIG ist!

Und was dieses Foto betrifft... seht einfach über den heraus gewachsenen Haarschnitt hinweg, der Friseurtermin war nämlich beim besten Willen in dieser Woche nicht mehr einzuplanen ;-)

Doppelbuchungen

Am 12.11. schien irgendwie der Wurm im Bankensystem gewesen zu sein! Zuerst wurden unsere Gehälter alle doppelt überwiesen, so dass wir die Doppelzahlung händisch jeder zurück überweisen müssen/mussten. Als ich das tat, sah ich, dass zwei Lastschriften von meinem Konto doppelt gebucht und nun korrigiert worden sind. (Was ja nichts mit den Geschäftskonten meines Brötchengebers zu tun hat, bei einem anderen Institut geführt wird, und die Begünstigten lustigerweise zwei Telekommunikationsunternehmen sind.)

Meine Chefdame muss nun doch nicht zur Strafe im Freien schlafen *Scherz* -  aber Ihr solltet alle mal ganz fix Eure Girokonten überprüfen!

Mittwoch, 12. November 2014

Buch des Monats: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

Mein zehnter Beitrag zur BuchBlogParade von Eva Maria Nielsen.
(Denn der Juli musste hier leider ausfallen.)

Michael Ende: "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch"
(in meinem Falle eine Lizenzausgabe für Bertelsmann von 1989)

Mein Buch des Monats November

Jedes Jahr im November erinnere ich mich an eine ganz bestimmte Zeit und ein ganz bestimmtes Buch, werfe einen Blick in mein Bücherregal, stelle beruhigt fest, dass es noch dort an seinem Platz steht, seufze einmal kurz auf und gehe zur Tagesordnung über.

Jahrelang hatte ich allabendlich den Kindern Geschichten vorgelesen, und nun war ich der Meinung, dass wir in den Wochen vor Weihnachten einen Versuch wagen sollten: Der Sohn, neunjährig, konnte gut und flüssig (vor)lesen, die Tochter, siebenjährig, hatte gerade im ersten Schuljahr das Lesen erlernt. Ich saß also auf dem Sofa, ein Kind links, ein Kind rechts von mir, die Kleine auf dem Schoß, die natürlich "nur" zuhören durfte, und wir lasen zum allerersten Male ein Buch gemeinsam absatzweise abwechselnd vor. Das Ganze funktionierte erstaunlich gut, wobei der Sohn etwas längere und die Tochter etwas kürzere Abschnitte vorlesen durfte, und ich natürlich auch immer wieder einen Part hatte.

Ich kann mich daran erinnern, dass wir immer etwas fanden, worüber wir uns amüsieren konnten, und noch lange Zeit begleiteten uns die Namen der handelnden Personen und besonders originelle Ausdrücke im Alltag.

Der Geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, haben Probleme: das Jahr neigt sich seinem Ende zu, und beide haben ihr Soll an bösen Taten noch lange nicht erfüllt. Daran sind nur Kater Maurizio und der Rabe Jakob schuld. Doch mit einem besonders raffinierten Plan könnte es noch gelingen, den Rückstand an bösen Taten aufzuarbeiten. Maurizio und Jakob entdecken die finsteren Absichten, aber können sie diese auch verhindern? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

So weit der rückwärtige Umschlagtext.

Heute nahm ich es in die Hand und begann zu lesen, wunderte mich währenddessen darüber, dass ich meinen Kindern dermaßen "schwere Kost" zugemutet hatte. Niemand hatte den Text bzw. die Geschichte als besonders schwierig empfunden, wir hatten einfach Vergnügen daran. Aber aus heutiger Sicht staune ich - es steckt voller Anspielungen auf die Themen der 80er/90er Jahre, das Waldsterben, das Artensterben, sie sind zwar stets aktuell, doch damals als Themen noch frisch schlugen sie hohe mediale Wellen, außerdem der Dioxinskandal.

Es muss das besondere Genie des Herrn Ende gewesen sein, ein Buch zu schreiben, das von sich selbst sagt, es sei "ein spannendes Kinderbuch, an dessen hintergründiger Komik auch Erwachsene ihren Spaß haben werden."

Samstag, 25. Oktober 2014

Dreht Euch nicht um, der Spam-Bot geht rum...

Nachdem nun ein paar Monate Ruhe herrschte und mein Passwort ausgewechselt war, hat der Übeltäter bzw. sein Programm wieder begonnen, mit meinen von yahoo offenbar abgefischten Adressdaten sein Unwesen zu treiben. Bitte keinesfalls auf irgendwelche Links in dubiosen Mails klicken! Seltsam anmutende Mails bitte löschen. - Ich habe dieses an eine kleine Empfängerliste gemailt, kann aber mit Sicherheit nicht alle Betroffenen erreichen...

Sonntag, 12. Oktober 2014

Buch des Monats Oktober - Deutschstunde

Mein neunter Beitrag zur BuchBlogParade von Eva Maria Nielsen.
(Denn der Juli musste hier leider ausfallen.)

Siegfried Lenz: "Deutschstunde"
dtv-Taschenbuch - ISBN 978-3-423-13411-8
(Es gibt viele verschiedene Ausgaben, meine erste war ein dickes, gebundenes Buch...)

Mein Buch des Monats Oktober

Warum eigentlich? Siegfried Lenz ist tot. Vergangene Woche gestorben.

Für mich bedeutet Siegfried Lenz die "Deutschstunde", auch wenn er natürlich wesentlich mehr geschrieben hat...

Die "Deutschstunde" war der erste Kontakt zu seinen Werken, ich habe sie zum ersten Male mit fünfzehn Jahren gelesen und ein Referat im Deutschunterricht darüber gehalten. Vor allem war ich beeindruckt vom norddeutschen Lokalkolorit - wie auf Knopfdruck sah und sehe ich in Gedanken den gewissenhaften, zu gewissenhaften, Polizisten Jepsen mit seinem Fahrrad im Sturmwind auf dem Deich radeln. In meinem Kopf entstehen die leuchtenden Gemälde des Malers Nansen, dem man nur zu deutlich den Emil Nolde (der bürgerlich ja "Hansen" hieß!) anmerkt, von der Obrigkeit verfolgt, denn seine Bilder galten als "entartete Kunst."

Deutschstunde - der Titel bezieht sich auf die Rahmenhandlung. Der Jugendliche Siggi J. sitzt in der Nähe von Hahnöfersand ein, ihm wird eine Strafarbeit aufgebrummt, ein deutscher Aufsatz. Und er beginnt zu schreiben, schreibt praktisch bis zum Tage seiner Entlassung, arbeitet seine Kindheit, seine Familie, alle Geschehnisse in seinem beschaulichen Ort während des Krieges auf.

Man braucht Geduld für diesen Roman, der, langsam zu lesen, geradezu beschaulich geschrieben ist. Langsam entrollt sich ein von Nordseewind und Regen, leuchtenden Gemälden und norddeutscher Sturheit getragenes Epos um "die Freuden der Pflicht."

"Wenn es bei uns regnet, dann verliert das Land seine Offenheit, seine schutzlose Tiefe, ein zerstäubter Nebel hängt über ihm und nimmt einem die Sicht; alles wird niedrig, verkürzt sich oder wächst sich schwarz und knollenhaft aus, und es lohnt sich einfach nicht, unter irgendein Dach zu treten, um ein Ende des Regens abzuwarten, denn das Ende läßt sich nicht absehen, man kann es nur nach einem Erwachen glücklich feststellen. Wenn es nur geregnet hätte, wären wir gemächlich nach Hause gegangen, das nehme ich doch an, aber das Gewitter trieb uns zum Lauf über die Düne, die reißenden Blitze über der See, der Donner, die harten Böen; das war kein Gehen unter der Wucht dieses Unwetters, wir taumelten über den stumpfen und nassen Sand der Düne, immer noch Hilke folgend, die jetzt auf die Hütte des Malers zulief, die Hütte erreichte und sogleich die Tür aufriß, aber nicht schloß, sondern in der dunklen, vom Regen schraffierten Öffnung stehen blieb, bis wir bei ihr waren. Sie rief uns in die Hütte hinein. Sie warf die Tür zu und seufzte zufrieden auf.

Den Riegel, sagte der Maler, du mußt noch den Riegel vorschieben, und meine Schwester schlug mit ihrem Handballen gegen den Riegel, und dann standen wir triefend in der Hütte des Malers."

Freitag, 3. Oktober 2014

Erfreulich... facebook...

Ja, ja... der Reisebericht Helgoland ist noch nicht fertig, ich weiß... trotzdem geht das Leben schon mal weiter.

Facebook wird vielerorts verdammt und verrissen - ich kann nichts Schlechtes dran finden... zuerst fand ich kürzlich mein Jungs-Patenkind nach 20 Jahren endlich wieder (eines fehlt noch!), heute dann eine Freundschaftsanfrage an meine damalige Freundin R aus Bayern geschickt ... genau wie mit meinem Patenkind dann über eine Stunde lang telefoniert...!

Und es war so als hätten wir uns gestern zuletzt gesehen! *freu*

Getagged: Familie (ich weiß es gerade nicht besser!)

Sonntag, 21. September 2014

Helgoländer Hummerbuden - 12.09.2014

Nachmittags spaziere ich dann wieder los, die Hummerbuden anschauen. Ursprünglich wohl Schuppen der Helgoländer Fischer, die dort allerlei Dinge aufbewahrten, sind sie lange schon ein weiteres Wahrzeichen der Insel geworden.


In vielen dieser Häuschen widmet man sich kunsthandwerklichen, kulturellen oder kulinarischen Dingen. Wobei ich, Touristin mit eindeutiger Kaufabsicht, doch vom Angebot enttäuscht bin; sogar die kulinarische Seite dort lässt zu wünschen übrig. Zumindest in dem Moment. Ich bin nicht sonderlich anspruchsvoll, aber einen Stehimbiss (zwei Tischlein vor der Tür) mit wenig appetitlich anzuschauendem Publikum habe ich mir doch eher nicht vorgestellt. (Nicht, dass ich das Publikum hätte verspeisen wollen, allein der Anblick...!)


Modeschmuck, Souvenirs, Bilderausstellung - alles natürlich winzig kleine Läden (dem Format der Hummerbuden geschuldet) - treffen irgendwie nicht meinen Geschmack.



Sehr malerisch sehen die Häuschen natürlich aus. Außerdem scheint die Sonne, es ist warm, so setze ich meinen Spaziergang fort, gehe zu den Hafenanlegern, sehe weitere Duty Free Shops, die sich hier dann "Schiffsausrüster" nennen, komme an allerhand Gewerbebetrieben vorbei. Die sind allerdings weniger malerisch, so dass ich auf das Fotografieren verzichte.

Um so schöner sind Hafenbecken, Schiffe...




... futuristisch anzusehen ist der Wasserturm:


So langsam bewege ich mich in Richtung auf meine Unterkunft - nicht ohne mir noch eines der "leckersten Fischbrötchen ever" einzuverleiben.


Samstag, 20. September 2014

Rote Felsen und viele Vögel - 12.09.2014


Das sind erstmal keine Vögel... Schafe stehen da oben auf und neben dem Weg herum, rupfen Gras und würdigen mich keines Blickes.

Aber nun! Steiler Fels und - keine Nordsee. Fast keine. Es ist nämlich Ebbe und man sieht das Watt. Na ja, man kann nicht alles haben.


Das hier ist mal kurz ein Blick nach links... unter dem Dünengras verbirgt sich natürlich - was wohl - rotes Felsgestein. Bröckelig, wie man unschwer erkennen kann.


 Inzwischen bin ich weiter gegangen und sehe direkt auf das Wahrzeichen Helgolands: Die Lange Anna! Irgendwie hatte ich sie mir größer und noch eindrucksvoller vorgestellt.


Aber hier ist Vogelschutzgebiet, und wenn ich mit der Kamera zoome, kann man ganz gut sehen, wie belebt die Felsnadel ist:


Ich gehe mal ein paar Schritte weiter...




Hier tobt das wahre Vogelleben!!!




Der Rest vom Oberland ist schnell erzählt: Ein paar hundert Meter weiter an den Klippen entlang, dann - mangels ausreichender Energie für mehr - der erste Weg, der geradewegs zurück in die Zivilisation führt, ist meiner ...


In diesem Moment reißt der Himmel auf, die Sonne strahlt...


... die Restaurants warten auf hungrige Gäste...



... keine Gasse ist zu eng für Blühendes...


... der Blick nach unten zeigt Spielzeughäuser - oder etwa nicht?


Hier geht's ins Mittelland...


... ich kehre, weil ich mittlerweile fußlahm bin, allerdings lieber um...


... und gönne mir eine Erholungspause.

Alle Fotos.