Sonntag, 30. September 2012

Besichtigungstag

Ok, es sollten wohl einige Museen freien Eintritt gewähren heute, aber die, in denen ich war, haben sich von dieser Regel ausgenommen. Egal. Es war sehr warm und, wie meistens hier, ziemlich schwül, so dass ich mich über jeden Zwischenstopp, den ich in einem Gebäude verbringen konnte, gefreut habe.

Ausführlich kommt morgen (?)... Notiz:

1. il battistero
2. il palazzo vecchio
3. il palazzo medici riccardi

Heute Abend: Ponte Vecchio, unterwegs in einer Kirche Zuflucht vor dem Regen gesucht (San Fiorentino), dann aber unter dem quietschrosa Schirm weiter spaziert und klatschnass zurück gekommen.

Die Einheimischen erkennt man daran, dass sie Stockschirme mit sich führen, die Touris werden Opfer der wie Pilze aus dem Boden schießenden Schirmverkäufer. (Regen ist noch gehetzt - Wolkenbruch trifft es eher, mittlerweile seit über zwei Stunden.)

Daher ist jetzt Blog-Zeit gewesen, inzwischen verknoten sich meine Finger schon ... ;-)))

Ausflug nach Lucca

Gestern habe ich einen wunderbaren Ausflug gemacht. Zurück am Abend konnte ich nur noch mit brennenden Füßen ins Bett fallen, deshalb noch kein Blog-Artikel hier. Jetzt muss ich (spät aufgestanden) raus... gucken, welche Museen auf meinen Weg liegen könnten, heute ist der Eintritt angeblich kostenlos. Irgendein besonderer Tag/Feiertag ist heute.

Wartet also noch ein wenig auf meinen Lucca-Bericht - immerhin bin ich schon dabei, Fotos ins Album zu laden.

+++

Andiamo...........

Ich hatte mir also die Zugverbindungen aus dem Internet abgeschrieben und wollte den treno alle 09:10 nehmen. Leider war ich ein Dusseltier... hatte total vergessen, dass in Italien große Anzeigetafeln für für die Ankunft und die Abfahrt existieren, las die ganze Zeit lang am Hauptbahnhof, das am Automaten gedruckte Ticket schon entwertet (gilt aber für sechs Stunden) in der Hand die Zugzeiten für die Ankunft, glaubte an eine leichte Verspätung - während nebenan "mein" Zug abfuhr. Peccato! Ich bin also zum Kundenservice gewackelt (Bahnhof super modern, alles vorhanden, was die Menschin braucht) und habe nach dem nächsten Zug gefragt (Zettel lag im Hotel, egal)... Jedem Sprachlerner kann ich nur empfehlen, die ersten fünf Lektionen ernst zu nehmen! All' diese Floskeln sind nämlich nicht langweilig sondern wichtig und funktionieren genau so! Also mein Zug... alle undicitrentotto. Na super, eineinhalb Stunden Wartezeit!


Nun hätte ich ja inzwischen ins Hotel zurückgehen oder einen anderen Spaziergang machen können, aber irgendwie wollte ich lieber "mitten im Leben" sein. Also etwas zu Essen (una ciabattina con la cotoletta, un caffé macchiato per portare via) besorgt, eine handtaschentaugliche Frauenzeitschrift und mir eine Bank gesucht.



Alles klar, auf nach Lucca. Der Zug hielt irgendwie an jeder Gießkanne, aber ich konnte die schöne Landschaft draußen betrachten.

Bahnhof Lucca:



Und nun? Wohin? Im Hotel hatte man mir gesagt, es gäbe am Bahnhof eine Touristen-Information... Man muss schon gut die Augen offen halten, wenn man das Hinweisschild finden will... aha, rechts herum...
geschlossen?!? Achso, Mittagspause, noch 10 Minuten warten. Inzwischen begann es zu regnen, Schirm aus Tasche ausgegraben... danke Lucca, nun auch noch alles trostlos hier.

Zeitvertreib war dann eine kleine Unterhaltung mit zwei Amerikanern, die auch mit der Tourist-Information bzw. deren Angestellten sprechen wollten... diese freundliche Frau erschien tatsächlich pünktlich und sprach mich gleich auf Deutsch an. Steht irgendwo auf meiner Stirn "deutsch" geschrieben? Ich vermute, ich machte eine typische Bemerkung, als sie auf der Bildfläche erschien, so etwas wie "wie schön"... :-))

Die nächsten Stunden sollte ich nun mit dem dort erhaltenen Stadtplan in der Hand verbringen.




An mehreren Stellen gibt es - ich dachte an "Eingänge" - Durchgänge durch die Stadtmauer, sie scheint im Inneren komplett mit Wegen versehen zu sein, und man kann durch ein Gängegewirr laufen. (Für Autos gibt es hin und wieder eine "porta"). Ich hatte nun ausgerechnet einen Eingang ausgewählt, wo ich direkt in eine Mittelalter-Ausstellung geriet. Na gut, warum nicht - wenigstens hatte der Regen mittlerweile aufgehört.




Kaum wieder im Tageslicht, war ich augenblicklich mit der Stadt versöhnt, und nach wenigen Schritten hatte sie mich mit ihrem Charme komplett "eingewickelt":







--- Fortsetzung folgt demnächst --- (30.09.2012 - 20:47)

Samstag, 29. September 2012

Unterwegs am Nachmittag

Freitagabend, 20:18 Uhr, offline auf der Bettkante (weil das Bett nämlich wirklich gemütlicher ist als der Stuhl- der hier herumsteht- auf dem kann man es nur ein paar Minuten aushalten, so sehr drücken die Stäbe in der Lehne), futternd:

Den weltbesten "Yogurt bianco" und frisches toskanisches Körnerbrot, das man sich etwa wie eines unserer sehr mächtigen weichen Brötchen vorstellen kann, sehr mürbe, mehrere Sorten Körner drin und drauf, Obst und wasser habe ich sowieso hier. Alles wie "Gott in Italien" - die mächtigen Essensgerichte wie beispielsweise gestern, auch wenn sie lecker sind, mag ich nicht jeden Tag essen, denn es lag mir doch etwas schwer im Magen und hatte mich vollkommen außer Gefecht gesetzt.




Das Brot habe ich vom Mercato Centrale, das ist eine riesige Markthalle mit vielen einzelnen Marktständen. Dieser Markt schließt immer um 14 Uhr, daher musste ich mich heute nach der Schule beeilen mit dem Hinkommen - also nur kurz die große Tasche ins Zimmer gebracht (das Putzpersonal war auch noch nicht hier gewesen) - mich medikamentös versorgt (dazu gleich mehr) und neu gestartet. So kam es, dass ich ausnahmsweise in der größten Mittagshitze unterwegs war, nach dem Regen gestern Abend war es heute früh noch bezogen und etwas kühl, windig scheint es irgendwie ständig zu sein, jedenfalls ab Mittag war hier wieder Hochsommer!


Der reine Augenschmaus und vermutlich auch Mund- und Magenschmaus, um jedoch von den Verkäufern mit Teststückchen (Salami, Schinken, Käse) bedacht zu werden, war es ein wenig spät, man dachte eher daran, die Kundschaft abzufertigen und aufzuräumen. Aber das Brot lachte mich an; es übrigens erstaunlich, dass mich die süßen Teilchen nicht verlocken, sie sehen zwar schön aus, aber Appetit bekomme ich einfach nicht, so entwöhnt bin ich vom Zucker.

Die Obst- und Gemüsestände sahen ebenfalls verlockend aus; da ich hier ja nicht koche, blieb mir nur übrig, mir Obst auszusuchen. Drei kleine Pfirsiche, wieviel? Trentasette. Wieviel? Trentasette. Ich grübelte fieberhaft: 37? Er hatte doch nicht 3,70 gesagt? Tatsächlich kosteten die drei Pfirsiche 37 Cent! Das habe ich Zuhause seit Jahren nicht erlebt!

Eigentlich war heute geplant, dass ich nach Unterrichtsschluss gemeinsam mit einigen Mitschülerinnen einen Weg mache, jedoch war ich mit so dick verquollenen, roten Augen aufgewacht, die Augenlider hatten auch richtige Schwellungen mit Flüssigkeit, dass mich das doch einigermaßen fertig gemacht hatte. Während des ganzen vormittags juckten und brannten die Augen und ich hatte richtige Tränensäcke - zum Fürchten, echt. Das hatte mir wirklich die Laune verdorben... Daher beschloss ich bei meiner Stippvisite im Hotelzimmer, zu meiner "Holzhammer-Notlösung" zu greifen und einen Tablettenbomber einzuwerfen. Ich kann mich erinnern, dass ich genau das gleiche schon vor einigen Monaten einmal gehabt hatte und auch zu dieser Lösung gegriffen hatte. Damit ist die Ursache erstmal egal (ich befürchte eine Allergie gegen irgendwas hier im Zimmer, wofür mein normales Antihistaminikum nicht ausreicht). Sonnenbrille aufgesetzt und auf zu den Markthallen! Ich fand einiges, was ich evtl. gern mit nach Hause nehmen würde, muss aber mein Gepäck (und meine Finanzen) im Blick behalten.


Danach wanderte ich weiter, fast automatisch stand ich wieder vor dem Dom, das ist ja auch nur ein Katzensprung, dieses Mal beschloss ich, hinein zu gehen - schon wegen der Abkühlung :-)) Erstaunlicherweise war der Eintritt frei (für viele Kirchen wird hier ein Obolus genommen) - nur das Hochsteigen in die Kuppel hätte 8 Euro gekostet, wie Ihr wisst, ist klettern nicht so wirklich etwas für mich. Also hinein in den Duomo!






Santa Maria del Fiore, das Fotografieren ist erlaubt, auch das ist hier ganz unterschiedlich. In der Kirche sind ein paar Absperrungen, so dass Besucher sich an einen bestimmten Parcours halten sollten, kein Problem. Das Innere ist erstaunlich anders als das Äußere vermuten lässt, weniger hell und freundlich, aber doch nicht so düster, wie mir angekündigt war. Das berühmte Dante-Gemälde "in echt" gesehen - ganz schön, ein bisschen enttäuschend, da kleiner als vermutet und die Leuchtkraft der Farben in der Kirche nicht so deutlich wird wie auf sämtlichen Kunstdrucken. Am besten gefallen haben mir der Fußboden, außerdem natürlich die Kuppel mit den Fresken, die Größe des Raumes und die angenehme Atmosphäre.

Sodann einen schönen kleinen Spaß-Einkauf getätigt (ich kann hier nicht alles verraten) und einen Becher Obst auf einer Bank vor dem Duomo vertilgt.


Nach dieser Stärkung einfach drauflos spaziert, wobei ich von eigentümlichen Bauten förmlich angezogen wurde (immer auf der Suche nach Fotomotiven, ist klar!). So stand ich vor der Chiesa di Orsanmichele, auch hier ist der Eintritt frei, aber das Fotografieren verboten. Als kleine Entschädigung liegen einige Postkarten mit Abbildungen gratis bereit.




In so einer Kirche kann man prima sitzen, sich abkühlen und in Ruhe den Blick schweifen lassen. Hier gefielen mir am meisten die Fresken (wo Rom seine Putten und Goldschnörkel hat, hat Florenz Fresken) und die runden Kirchenfenster. Auch hier wieder: Alles leuchtet in den schönsten Farben. (Florenz ist für mich die Stadt der leuchtenden Farben.)

So allmählich verlangte es mich nach etwas Ruhe, aber ich habe unterwegs noch so ein Buch der Art "Florenz-gestern und heute" gefunden, Töchterlein weiß, was ich meine, genauere Vorstellung folgt in den nächsten Wochen. Auf Deutsch war es nicht da, aber mein Italienisch ist gut genug, dass ich diese Texte inzwischen wenn auch nicht fehlerfrei, so doch lesen kann, eben Sinn entnehmend.

Am Abend war ich dann wieder draußen, dieses Mal habe ich den Hauptbahnhof erkundet, mit gutem Grund, für morgen habe ich einen Ausflug geplant.*) vorher im Netz informiert über den Fahrplan, die Preise, die Fahrtdauer. Erste Orientierung im Hauptbahnhof ist gelungen, Tickets können mit Selbstbedienung und ec-Karte gezogen werden, das Terminal gibt sogar vor, auch Deutsch zu können - schaun wir mal.

Zu Terminal fällt mir noch ein: Heute Nachmittag hatte ich Geld per ViSA-Karte abgehoben; das hatte ich vor einem Jahr in Bracciano ja auch gemacht. Dieses Mal begrüßte mich der Automat sofort nach Einschieben der Karte in deutscher Sprache mit dem Barabhebungsmenü, der Vorgang war schneller erledigt als man bis drei Zählen konnte. Die Quittung wurde auch auf Deutsch gedruckt. (Ich schrieb ja schon einmal, dass hier Deutsch und Englisch die meistgehörten Sprachen sind, Chinesisch mal ausgenommen. Die zahlenmäßig meisten Touristen scheinen Chinesen zu sein.)

Von zwei Dingen kann ich jetzt aus Zeitgründen nichts mehr erzählen:

1. Piazza dell' Indipendenza am Abend
2. Sprachkurs: Präpositionen, ich verliere den Glauben an die deutschen Lehrbücher

Nun muss Netti ans Stromnetz, damit Ihr morgen früh wieder etwas zu lesen bekommt.
Buonanotte!


*) Ich habe fünf Minuten lang mit dem Gedanken gespielt, an meinem letzten Tag nächste Woche einen Ausflug nach bella Roma zu machen, als ich die Zuganzeigetafeln gelesen hatte! Es wäre so einfach... Nein, ich mag Florenz, sehr sogar, aber in Rom bin ich inzwischen irgendwie heimisch ;-)

Freitag, 28. September 2012

Satt und müde

Fotos werden nachher eingebaut, bitte wiederkommen!   DONE


Donnerstagabend (was? ist schon Donnerstag?), 27.09.2012 um 20:00 Uhr, faul auf dem Bett liegend, so tippsel ich dieses hier...

Heute Nachmittag war ich erstens so schlau (nachdem ich denn endlich wieder in mein Zimmer durfte), gleich meine Hausaufgaben zu erledigen, zweitens begann es doch tatsächlich zu regnen!

Folglich habe ich mein Vorhaben, Besichtigungen im Falle von Regen zu machen, in die Tat umgesetzt und hier die erste Kirche von innen angeschaut: Santa Maria Novella, einen Katzensprung von meinem Hotel entfernt, wo ich klitschnass geregnet eintraf und hinterher dann doch williges Opfer eines typischen Regenschirmverkäufers wurde, natürlich nicht zum angegebenen Preis... Und nun kann ich hier mit einem quietschrosa Schirm herumlaufen.


Santa Maria Novella ist äußerlich nur teilweise mit dem für Florenz typischen farbigem Marmor verkleidet (nie wirklich fertig gestellt worden), aber im Innerern ganz beeindruckend! (Fotografieren verboten, bitte Wikipedia oder einschlägiges Druckwerk befragen). Vor allem sind in der Kirche ganz riesige Fresken zu sehen, einige wunderbar leuchtend farbig, manche leider sehr blass und restaurierungsbedürftig, viele nach Art von "Wimmelbildern" gemalt, d.h. es gibt sehr viele liebevoll gestaltete Details darauf zu sehen. Für den Blick in die Höhe sollte man schwindelfrei sein, das Anlehnen wo auch immer ist nicht gestattet.




Hunger! Ich esse hier ja relativ bescheiden, so dass ich mir vorgenommen habe, hin und wieder etwas "richtig gutes Italienisches" zu futtern. Ich besuchte ein Lokal, das nicht weit entfernt ist und bestellte mir Tortellini alla fiorentina und ein Glas Wein. "Alla fiorentina" bedeutet ja meistens (so weit ich weiß) etwas mit Erbsen und evtl. Fleisch vom Hasen... Hase ist mir ja eigentlich suspekt, aber ich war hungrig und neugierig, und ich muss sagen, es hat ganz ausgezeichnet geschmeckt! Seither bin ich übersatt und vollkommen hinfällig (müde), was vielleicht auch am Wein liegen könnte.

Ein kleines Stückchen bin ich noch über "meinen" Markt (den ich nun früh beim Aufbau und spät beim Abbau kenne) geschlendert, kurz in den Supermarkt gehupft - und ab ins Hotel. Ich bin so grauenvoll müde, dass ich heute auch nicht mehr nach unten und ins Internet gehen werde! Mein Tagesprogramm, obwohl ruhig und gemütlich (wenn man von den Vormittagen absieht), schafft mich, daher jetzt: gute Nacht!


P.S.: In meinem TV-Radio, an das ich mich inzwischen gut gewöhnt habe, wird gerade "meravigliosa creatura" gespielt, obwohl ich das Stück zu Hause zeitweise rauf und runter laufen ließ und es kennen sollte, verstehe ich es inzwischen! Und das ist überhaupt das Tolle, plötzlich verstehe ich meine italienische Umgebung! Die Leute sprechen hier (?) sehr gut, klar und deutlich, und ich verstehe das Meiste, ohne nachzudenken. - Der Unterricht ist auch einsprachig, aber dazu schreib ich ein andermal mehr, jetzt ist wirklich Feierabend :-)

Donnerstag, 27. September 2012

Um zu den erfreulichen Dingen

... zurück zu kehren:

Der Unterricht verlief heute ein wenig anders als zuvor.

Die erste Einheit bei Gianni ist immer Grammatik - vermutlich ist er der erste Mensch, der den Gebrauch der Objektpronomen (Dativ/Akkusativ) vernünftig erklärt. Darauf habe ich sehr gewartet. Bei den inzwischen obligatorischen Hausaufgaben werde ich merken, ob ich irgendetwas begriffen habe. Glücklicherweise sind es nicht so viele Aufgaben wie in den letzten zwei Tagen - man glaubt es kaum, aber das ist anstrengende Arbeit!

Die zweite Einheit bei Patrizio ist immer Konversation. Heute gab es den Auftrag, paarweise einander Persönliches zu zehn verschiedenen Themen zu erzählen. Alle paar Minuten wurde erst die Erzählrichtung, dann die Partnerin gewechselt, die Zuhörende musste jeweils Notizen machen. Die Zettel werden uns morgen wieder ausgehändigt werden, dann folgt der zweite Teil der Aufgabe: Referieren, was uns erzählt wurde. Man glaubt es kaum, aber es war lustig! Erstens lernt man tatsächlich die Anderen besser kennen, zweitens ist es spaßig, wenn man gemeinsam nach den passenden Worten sucht!

Die Zeit verging wie im Fluge - aber nach der Schule bin ich auch jedes Mal ganz schön erschossen. Ein Stündlein Pause im Zimmer wäre mir schon sehr Recht!

Ich nutze die Zeit und versuche jetzt, noch ein paar Spezialitäten ins Fotoalbum zu laden. (Meine Besucher sind hoffentlich über die Fotos schon direkt im Picasa-Album angekommen?)






Wie gestern: draufklicken und in den Vergrößerungsmodus wechseln...

Wo war der Schlüssel?

Vorhin kam ich zurück vom Unterricht, ich hatte noch einen Caffé mit E. getrunken, wollte in mein Zimmer gehen... und wo war der Schlüssel? (Ich hasse diese Schlüssel-Abgeberei und fühle mich so abhängig damit!)

Ich konnte zunächst nur mit dem Zimmermädchenschlüssel hinein kommen - wobei das "Zimmermädchen" männlich und indisch/pakistanisch (?) ist. Na toll, ich habe mir also Netti geschnappt und bin jetzt erstmal im Foyer. Mittlerweile hat sich der Schlüssel angefunden, er war schon ausgehändigt an l'idraulico, der den sedile wechseln wollte, was nun so technisch nicht möglich ist.

Man hat mir gerade einen Zimmerwechsel angeboten, den ich aber nicht möchte. Himmelherrgott, den ganzen Kleiderschrank aus-und wieder einäumen, den ganzen Krempel im Bad?!? Nein danke. Und jetzt warte ich darauf, dass alle fremden Männer mein Zimmer verlassen und ich mich einen Moment ausruhen kann, bevor es auf zu neuen Taten geht.

Abendspaziergang

Mittwoch, 26.09.2012, 21:30 Uhr, im Hotelzimmer... ich sollte jetzt meine Schulaufgaben machen, vorab aber noch ein paar Notizen:

Die Via del Selvi wird bestimmt eine sehr geliebte Straße werden, jedes Mal, wenn ich hindurch gehe, sehe ich neue spannende Geschäfte, Häuser - und auch Italiener. Die Stadt ist voller Touristen, häufigste Sprachen, die man hört sind Deutsch und Englisch. Egal jetzt... Ich ging also ein wenig weiter als in den letzten Tagen, ich sagte ja schon, ich erobere mir die Stadt so stückweise - ganz langsam und mit Genuss! - und plötzlich mündete sie in diesen Platz. (Nochmals: Ich schreibe gerade keinen Reiseführer, das kommt evtl. später zu Hause)




Ungeplant und Unverhofft fand ich also das einstige Waisenhaus, Brunnen ohne Wasser, die den Tauben überlassen werden, ein Reiterstandbild und viele interessante Motive. Auch in Florenz hat jede Piazza ihre ganz eigene Atmosphäre. Hier war es trotz nicht weniger Touristen sehr ruhig, beinahe beruhigend. (Vielleicht Zufall, denn ich las, dass dieser Platz häufig für Veranstaltungen genutzt wird.)

Auf meinem Weg zurück gab es so mancherlei Aus- und Einblicke, natürlich auch weitere Geschäfte, regionale und internationale.

Hier gibt es zwei Spezialgrüße an meine Töchter:



Warum gibt es eigentlich in jeder Stadt, die ich heimsuche, einen Disney-Store? Auch wenn das nun nicht florentinisch ist :-))   - ich werde ihn besuchen "müssen"... oh je, bei allem fürchte ich bereits gedanklich um das Gewicht meines Reisegepäcks


Unser allerliebstes Geschäft für die modische Beinbekleidung steht also auch noch auf meinem Programm. Hier schon die zweite Filiale, also werde ich es wohl auch wieder finden! (Hallo?!? Nagellack als Gratisgabe? Prüfen!)


Bei Chanel wurde gerade der Laden zu gemacht und ich guckte nochmal auf die Piazza della Signoria, auch hier ist die Atmosphäre abends etwas anders, sodann machte ich mich auf den "Heimweg."


Und um mir mal endgültig zu merken, wie ich von der Piazza del Duomo zurück zur Via Nazionale finde... hier stand ich mit dem Rücken vor der hell erleuchteten Caffé-Bar (lecker!) und machte diese wundervolle Abendaufnahme. (Meine Digicam, was die alles kann, merke ich jetzt!)


An dieser Stelle umdrehen und in die Straße hinein, dort geht es direkt nach San Lorenzo, das ist inzwischen heimatliches Gebiet.

Und jetzt, liebe Kinder, gebt fein acht - es ist kurz vor 22 Uhr und die Blogschreiberin muss nun an ihre Sprachaufgaben, bevor sie vor Müdigkeit von der Bettkante fällt (auf der ich sitze und schreibe)!

Kurze Bemerkung - guten Morgen! - kennt anyone das ital. Wort für WC-Sitz? Mit lautem Knall ist das Ding heute früh durchgebrochen, spätestens in dem Momant war ich wach.... Mein Wörterbuch gibt nichts her, konnte mich aber trotzdem verständlich machen mit "la sedia igienica" - war das nun sehr zum Lachen?


So, Euch einen schönen Tag - devo sbrigarmi!

Mittwoch, 26. September 2012

Ich höre gerade den Hotelbediensteten

... telefonieren.

Bin wie immer zum Internetten im Foyer, das ist nicht sehr groß, und ich höre dem Angestellten beim Telefonieren zu, total interessant weil lehrbuchmäßig! Lektion 3 oder 4 :-)))

Heute war ich  nicht wirklich fit, aber die beginnende Erkältung scheint keine geworden zu sein! Allerdings habe ich auf das Hotelfrühstück verzichtet, es ist wirklich nicht der Rede wert... Aspirin und frische Luft, dann die Ablenkung durch den Unterricht... Wunderheilung?

Nach der Schule, die zwar fröhlich aber sehr sehr anstrengend für mich ist, kaufte ich mir in einem "Forno" ein Stück Pizza a taglio. Die wiederum war enttäuschend, aber immerhin habe ich sie auf der Piazza del Duomo genossen. (Die Pizza vom ersten Abend aus der Bar war um Klassen besser!)

Und ich habe mir eine mittägliche Ruhepause gegönnt, das war sehr gut... Gleich werde ich mich wieder auf den Weg nach draußen machen.

Bevor ich gehe, möchte ich Euch noch auf meine Panoramafotos aufmerksam machen, draufklicken und dann in den Vergrößerungsmodus gehen bitte:







Meine Blogbeiträge sind nur so kleine Momentaufnahmen und Lebenszeichen - Ausführliches muss warten, ich bin beschäftigt mit leben... (und abends Hausaufgaben...)

Lasst schöne Männer um mich sein ...

außerdem ein Wildschwein, Löwen und ein Pferd.

Diese Einleitung wird erst verständlich, wenn die Bilder dabei sind, Netti meint, es braucht Strom... verflixt, wo ist die Akku-Anzeige hin???

Nach einer ziemlich kurz gehaltenen Pause wanderte ich am Nachmittag wieder los, dieses Mal mit zwei Vorhaben. Zum Einen wollte ich ein bisschen auf den Märkten shoppen, so allmählich kenne ich das Sortiment, außerdem sind meine Standards nicht weiter kompliziert - typische Touri-Souvenirs wie Kühlschrankmagnete, ein Schlüsselanhänger, so etwas.


Außerdem hatten es mir aber die bunten Tücher angetan, und ich war auf der Suche nach einem speziellen Stand, wo es eine etwas andere Auswahl gab als bei den anderen. Es ist so schön auf den Märkten, weil alles so leuchtend-farbig ist, rot, türkis, blau... zum Gar-nicht-mehr-Sattsehen!




Zum Zweiten bin ich, dieses Mal alleine, wieder zur Piazza della Signoria spaziert, habe mir den Palazzo Vecchio von außen sowie den frei zugänglichen Eingangsbereich von innen angesehen. Im Moment möchte ich möglichst viel draußen sehen, hier ist es immer noch sommerlich, aber abends ziehen dicke Wolken auf, vorhin wurde es auch recht windig - ich kenne mich hier nicht mit den Wetterlagen aus, es scheint nicht viel zu bedeuten zu haben, aber falls das Wetter doch irgendwann weniger gut werden sollte, kann ich in all' die schönen Gebäude und Museen hineingehen. (Oder eben in der nächsten Woche!)




Irgendwann war ich so erschöpft, dass ich plötzlich meinen Heimweg nicht mehr fand, ich kurvte schon zum zweiten Mal um den Duomo... und dann war wieder alles klar! Aber ganz allgemein klappt es mir der Orientierung inzwischen recht gut, für den Weg zur Schule habe ich heute 10 Minuten gebraucht und war viel zu früh dort. Ich erweitere stetig meinen Radius - für den Rest gibt es den Stadtplan.


Was ich auf jeden Fall habe, sind Füße, die bald diesen Namen nicht mehr verdienen... sie brennen und sind regelrecht wund gelaufen. Aber ich will nicht klagen, ausgeruht wird nicht mehr als unbedingt nötig in diesem Urlaub!

So, Ihr Lieben, fertig vorgeschrieben am Dienstag um 20:20 Uhr, jetzt wieder runter, einloggen und alles ins Netz laden. Viel Spaß beim Lesen, fühlt Euch gedrückt.

Das hatte sich ganz schnell erledigt, Netti hatte einfach den Dienst quittiert :-)) Deshalb jetzt ein fröhliches "Buongoirno" an Euch. (Ich scheine etwas erkältet zu sein - grumpf.)